Herbie Fully Loaded - Ein toller Käfer startet durch

Produktionsnotizen

Eine der beliebtesten und magischsten Figuren der Filmgeschichte ist wieder da - und wartet nicht nur darauf wiederentdeckt zu werden, sondern präsentiert sich auch generalüberholt und aufgemotzt - und befindet sich auf direktem Weg, das Leben einer ganzen Familie auf den Kopf zu stellen in dem Hochgeschwindigkeits-Komödienabenteuer HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH. Der legendäre Herbie, der in den 60er-Jahren zur Ikone avancierte, gibt im Jahr 2005 wieder Vollgas - nur diesmal hat er Lindsay Lohan an seiner Seite und bewegt sich vom Autofriedhof schnurstracks in die Haarnadelkurven des NASCAR-Rennens, weil er einer jungen Rennfahrerin dabei hilft, ihr Schicksal zu entdecken.

1969 machte die Welt in dem Walt-Disney-Klassiker THE LOVE BUG ("Ein toller Käfer") Bekanntschaft mit den bezaubernden Wundern der Nr. 53, dem kleinen weißen VW Käfer, der einen ganz eigenen Verstand und jede Menge Gefühle hatte - nicht zu vergessen einen bisweilen überschäumenden Willen, der dem Begriff "Rad ab" eine ganz neue Bedeutung gab. Herbie, so der Name des pfiffigen Käfers, spielte in der Folge in einer ganzen Reihe von Filmen und TV-Movies in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren und kann damit auf ein drei Jahrzehnte umfassendes filmisches Erbe verweisen.

Doch seither blieb Herbie von der Leinwand verschwunden und wartete auf einem heruntergekommenen Schrottplatz auf seine Entsorgung. Jetzt, gerade sah es noch so aus, als hätte Herbies letztes Stündlein geschlagen, wird Nr. 53 gerettet und bekommt die wunderbare Gelegenheit, eine neue Generation von Fans zu gewinnen - in einem frischen und originellen Abenteuer, das ganz auf unsere Zeit zugeschnitten ist. Begleitet von einer All-Star-Besetzung, die ein Publikum in allen Altersklassen begeistern wird, bringt diese Komödie den abgefahrensten VW der Welt an Orte, die man sich niemals hätte vorstellen können. Regisseurin Angela Robinson tritt aufs Gaspedal und bringt ihm ein paar neue Tricks bei - zum Beispiel darf er Amor spielen, einer Familie helfen und sich selbst verlieben!

"Viele von uns lieben Herbie, seitdem wir Kinder waren. Im Kino gibt es einfach keine vergleichbare Figur. Deshalb waren wir uns einig, dass es Zeit für ein Comeback war", sagt Regisseurin Angela Robinson, die sogar eine Rennwagen-Fahrschule besuchte, um sich auf die NASCAR-Action des Films vorzubereiten. HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH schlägt ein völlig neues Kapitel in der Geschichte von Herbie auf, weil er hier auf Maggie Peyton, die von Lindsay Lohan gespielt wird, trifft und sie sich gemeinsam auf dem NASCAR-Rennkurs ihre Wunschträume erfüllen können.

Ich wusste, dass es Spaß machen würde, Herbie in einer völlig neuen Welt zum Leben zu erwecken, einer Welt voller Actionstunts und Spezialeffekte. Aber wir wollten auch, dass er so wahrhaftig sein würde, wie man das von ihm gewohnt ist. Unser Ziel beim Entwurf des Films war es, die Nostalgie des Original-Herbie zu nutzen, der ja immer noch so cool und so retro ist, ihn aber auf eine hippe, poppige Weise zu modernisieren, damit er einer neuen Generation von Kids gefällt. Der Film sollte ein 'California Dreaming'-Feeling haben und wie ein perfekter Sommertag sein - sonnig, glücklich, bewegend und voll purer Magie."

Qualifikationsrunde: Herbie wird zu neuem Leben erweckt Es war 1969, als Amerika Herbie entdeckte, auch bekannt als "The Love Bug", das unglaubliche kleine Auto mit der Karosserie eines Käfers und dem Herz eines Champions, das in dem damaligen Familienhit unvergesslich lebendig wurde. Die Geschichte des unbeschwerten Volkswagen Käfers mit einer eigenwilligen Persönlichkeit und einer Vorliebe für hohe Geschwindigkeit, die vor der groovigen Kulisse des San Francisco der späten 60er-Jahre spielte, war sofort ein Erfolg bei Kinogängern aller Altersgruppen. In der Folge war Herbie Gegenstand von drei Filmfortsetzungen und mehreren Fernsehfilmen.

Mehr als drei Jahrzehnte später realisierten die Produzenten von HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH, dass viele der Leute, die mit Herbie in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren aufwuchsen, mittlerweile selbst Kinder haben. Und die müssten nun bereit sein für ein neues Filmabenteuer mit dem ersten denkenden, fühlenden und als Amor tätigen Automobil aller Zeiten. Die Idee war, Herbies Retro-Coolness beizubehalten und ihn gleichzeitig mit Volldampf ins 21. Jahrhundert düsen zu lassen... als NASCAR-Rennwagen.

Produzent Robert Simonds sagt: "Für uns bestand kein Zweifel, dass Herbie, wenn man ihn schon aus dem Ruhestand holt, schnurstracks dahin fahren würde, wo sich die aufregendsten Rennen im Amerika der Gegenwart abspielen: NASCAR. Wir waren besonders dankbar für die Kooperation und Beteiligung von und mit NASCAR, die uns schon während der Vorbereitung unter die Arme griffen. Dieser Herbie ist einerseits so verspielt und unterhaltsam wie immer, aber er mußs seinen Motor richtig auf Hochtouren bringen, um es mit den wahren Champs von heute aufnehmen zu können."

Die Offiziellen bei NASCAR waren ebenso enthusiastisch, sich mit dem berühmtesten magischen Auto der Welt zusammenzutun. "Für NASCAR war es ein Idealprojekt", sagt Sarah Nettinga, NASCARs Chefin für Film, Fernsehen und Musik. "Menschen auf der ganzen Welt kennen Herbie. Wenn man sagt: ,Herbie der Love Bug trifft auf NASCAR', dann weiß man sofort, was gemeint ist und was passieren wird: Jede Menge unglaublicher Dinge werden sich auf der Rennbahn abspielen. Ich denke auch, dass die Fans von Herbie und von NASCAR für dieselben Werte einstehen: Sie sind familienfreundlich, aufrichtig, bodenständig und lieben Spaß.

Herbie macht sich deshalb so gut in der NASCAR-Arena, weil er ein Underdog ist, ein Außenseiter. Jeder, der schon einmal bei einem NASCAR-Rennen zugesehen hat, weiß, dass ein großer Teil des Spaßes daher rührt, dass es sich um einen Ort handelt, an dem der Underdog immer eine Chance hat, sich gegen die Favoriten durchzusetzen." Nettinga fährt fort: "Es war wirklich interessant, wie die NASCAR-Fahrer darauf reagierten, dass sie in einem Herbie-Film mitspielen sollten - alle wollten sofort mitmachen!

Also haben wir Namen wie Jimmie Johnson, Jeff Gordon, Kevin Harvick, Jamie McMurray, Casey Mears, Rusty Wallace und Dale Jarrett, die allesamt gegen Herbie antreten. Sie alle fühlten sich zu Herbie hingezogen. Ich glaube, es war sehr aufregend für sie, bei diesem Film dabei zu sein." Als das Drehbuch von HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH der Regisseurin Angela Robinson in die Hände fiel, sprang ebenfalls der Funke sofort über. Sie selbst war seit ihrer Kindheit ein großer Herbie-Fan.

Mehr noch aber gefiel Robinson das ermutigende Thema des Drehbuchs, in dem sich eine junge Frau gegen alle Widerstände ihre Träume erfüllt. "Ich fand, dass die Autoren einen wunderbaren neuen Ansatz gefunden hatten, Herbie dem Publikum von heute nahe zu bringen, indem man eine junge Frau in den Mittelpunkt stellte, die sich nichts mehr wünscht, als NASCAR-Rennen zu fahren, und die die einzige Person ist, die Herbie helfen kann, wieder in ein Rennen einzugreifen und sein Schicksal zu erfüllen", erklärt sie.

"Das Drehbuch hat eine wunderbare Mischung aus großen Action-Rennszenen, die mir sehr gefielen, und dem typischen Humor, den man von Herbie erwartet, und dann dieser ermutigenden Geschichte einer jungen Frau, die sich in der dynamischen, aber doch von Männern dominierten Welt von NASCAR behauptet. Der großartige Mix war es, der mich so für das Projekt einnahm." Die Produzenten waren ihrerseits angetan von Robinsons dynamisch zeitgemäßem Ansatz.

"Angela hat ein ausgezeichnetes Gespür für Pop und einen unheimlich cleveren Sinn für Humor - was ja bereits den originalen Herbie in besonderem Maße auszeichnete. Sie war absolut die richtige Person, um die Geschichte so zu erzählen, wie man das im Jahr 2005 erwartet", sagt Ko-Produzentin Lisa Stewart. Von Anfang an wollten die Filmemacher vor allem sicher gehen, dass dieser Film großen Respekt für die Vergangenheit Herbies mit innovativen Ideen verbinden würde, wenn der vor Temperament übersprudelnde VW in die High-Tech-Zukunft übertragen wird.

"Herbie ist eine Figur, die ein fester Bestandteil unserer Popkultur geworden ist", meint der ausführende Produzent Michael Fottrell. "Wir alle kennen ihn noch - Großeltern kennen ihn, Eltern kennen ihn, und selbst die Kids von heute wissen, wer er ist. Es war also höchste Zeit, diese großartige ikonische Figur fit für das neue Jahrtausend zu machen." Der ausführende Produzent Charles Hirschhorn fährt fort: "Letztendlich entwarfen wir für den Film 36 verschiedene Versionen von Herbie, vom Schrottplatz-Herbie über Demolition-Derby-Herbie und Straßenrennen-Herbie hin zum NASCAR-Herbie.

Wir haben Herbies in jeder erdenklichen Form, Größe und Persönlichkeit, aber er hatte immer dieselbe Geht-nicht-gibt's-nicht- und Liebe-ist-alles-was-zählt-Einstellung, die ihn zu solch einer liebenswerten und dauerhaften Märchenfigur macht." Angela Robinson war es besonders wichtig, Herbies Historie am Leben zu erhalten und ihn zugleich bereit für das neue Jahrtausend zu machen. "Ich habe mir all die alten Herbie-Filme angesehen, die Fernsehfilme und Websites, um sicherzustellen, dass bei uns jedes Detail stimmt, während wir am Update des Käfers arbeiteten, denn Herbie ist eine Figur, die die Leute zu kennen glauben. Und dem wollte ich unbedingt Rechnung tragen", erklärt die Regisseurin.

"Von Anfang an verließ ich mich nicht ausschließlich auf Computer, um Herbie zum Leben zu erwecken. Er ist eine Figur, die real sein mußs. Also benutzten wir tatsächliche Volkswagen aus den 60er-Jahren, die wir mit einer Reihe fortgeschrittener Robotics und im Anschluss mit einigen digitalen Effekten ausstatteten. In der Tat war Herbie für uns am Set so real, dass ich bisweilen versucht war, ihm wie einem Schauspieler Regieanweisungen zuzurufen, Sachen wie: ,Herbie, fahr mal nach links'."

Gemeinsam mit den Schauspielern und Mitgliedern der Crew unterzog sich Angela Robinson sogar der Richard Petty Driving Experience, um aus erster Hand ein Gefühl dafür zu bekommen, was es bedeutet, die gewaltige Power eines Rennwagens kontrollieren zu müssen. "Das war unglaublich", erinnert sich die Regisseurin. "Wenn man ein Gefühl für die enormen Geschwindigkeiten und extremen Kurven der Rennstrecken und einfach nur die Energie eines solchen Autos bekommt, gewinnt man einen guten Eindruck davon, was man auf der Leinwand zeigen will. Ich wollte dem Publikum so überzeugend wie möglich zeigen, warum Herbie und Maggie so eine Wahnsinnszeit bei den Rennen haben.

Eine Runde zum warm fahren: Die Besetzung von Herbies menschlichem Rennteam Als kleiner, unbedeutender VW mit den Träumen eines Ferraris war es von jeher Herbies Lebensaufgabe, einen Rennwagenfahrer zu finden, der an seiner Seite wie ein wahrer Freund arbeitet, Hand in Reifen, um sich gemeinsam den Weg an die Spitze zu bahnen. In HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH findet Herbie diesen Freund in einer höchst unerwarteten Person: Einer College-Absolventin, die auf dem Schrottplatz, auf dem Herbie abgeladen wurde, nach einem Sportwagen sucht.

Es stellt sich heraus, dass Herbie Glück hat, denn bei der College-Absolventin, die sich schlussendlich für ihn entscheidet, handelt es sich um Maggie Peyton, NASCAR-Erbin und beseelt von der Hoffnung, selbst einmal an einem Rennen teilnehmen zu können... auch wenn es sich beim fahrenden Untersatz nur um einen rostigen 60er-Jahre-VW handelt, dem niemand auch nur den Hauch einer Chance einräumt. Bei der Suche nach einer jungen Schauspielerin mit dem nötigen Charisma, der richtigen Energie und einem unerlässlichen Talent für komische Situationen, wandten sich die Filmemacher an den beliebten Teen-Star Lindsay Lohan - ihre erste Wahl.

"Ich war ungeheuer wild darauf mit Lindsay zu arbeiten, weil mich ihre Energie, ihr Timing und ihre Leinwandpräsenz in ihren vorangegangenen Filmen förmlich umgehauen hatten", meint Regisseurin Angela Robinson. "Sie verkörperte perfekt die nötigen Attribute, die wir uns für unsere Maggie vorgestellt hatten. Lindsay hat die Feinfühligkeit, uns in die Emotion der Familiengeschichte einzubinden, ist aber auch tough genug, dass man ihr wirklich abnimmt, sie könnte eine furchtlose Rennfahrerin sein, und so witzig, um dem Film den nötigen Humor zu verleihen. Es war das reinste Vergnügen, mit ihr zu arbeiten."

Lindsay kannte bereits die Legenden von Herbie, dem Love Bug, und konnte es nicht erwarten loszulegen. "Ich hatte den Originalfilm gesehen. Mir gefiel, dass es sich um eine Geschichte handelt, die durch die Generationen weitergereicht wird", überlegt sie. "Herbie hat etwa Magisches, etwas ganz Spezielles. Man mag ihn und sorgt sich um ihn wie um einen Menschen. Es ist ziemlich schwierig, an ihn nur als ein Auto zu denken. Ich fand außerdem, dass es ziemlich cool sein würde, einen Film zu drehen, der Kids genauso gefällt wie den Erwachsenen, die mit Herbie aufgewachsen sind. Und darüber hinaus auch noch lernen zu können, wie man Rennwagen fährt, setzte dem Ganzen die Krone auf. Da konnte ich einfach nicht nein sagen."

Lindsay fühlte sich vor allem von Maggie Peytons unbezwingbarem Willen und ihrer Einstellung, aus dem Leben so viel herauszuholen wie möglich, angesprochen. "Sie ist eine tolle Figur - ein Wildfang mit der Lebenseinstellung eines Surfers, die ihre Begeisterung für Geschwindigkeit bislang mit verwegenen Tricks auf dem Skateboard ausgelebt hat", erklärt Lohan. "Aber sie hat einfach dieses nagende Gefühl, dass sie das Zeug zur Rennfahrerin hat, auch wenn ihr Vater viel zu besorgt ist und ihr deshalb verbietet, ihre Fahrkünste auf der Rennstrecke auszuprobieren. Aber tief drinnen weiß sie, dass sie sich ihre Träume erfüllen mußs - und Herbie hilft ihr dabei. Und dabei lernt er sogar ein paar Skateboardtricks !"

Obwohl sie die komplette Produktion als großen Spaß mit guten Vibes empfand, waren für Lindsay Lohan die Höhepunkte des Drehs von HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH die Momente, in denen sie sich hinters Lenkrad setzen und mitten hinein in die aufregende Welt von NASCAR fahren konnte... als Insider! "Es war wunderbar", gesteht sie. "Wir waren sogar bei einem richtigen NASCAR-Rennen in Fontana dabei und konnten Herbie dort seine Runden drehen lassen.

Jeff Gordon und Dale Earnhardt Jr. und all die Stars und jubelnden Fans waren mit dabei - sie sagten sogar meinen Namen mit an, als die Fahrer durchgesagt wurden! Das war so cool. Es war eine Erfahrung, die man nur einmal im Leben macht." Aber Maggie Peyton ist nicht der einzige Mensch, der mit dabei ist, wenn Herbie sich seine Rennträume erfüllt. Zu den anderen Figuren, die so richtig Gas geben, gehören:

Kevin - der talentierte Mechaniker, der Herbie wieder auf Vordermann bringt Maggie Peytons Abenteuer mit Herbie gehen erst so richtig los, als die beiden in einer entlegenen Garage landen, wo sie Kevin trifft, einen alten Freund aus Highschool-Zeiten, der sich zu einem Top-Mechaniker gemausert hat. Seine Spezialität liegt darin, alte Karossen einer wundersamen Generalüberholung zu unterziehen. Kevin ist es, der Herbie wieder zusammenflickt und ihn zu einem raffinierten, kessen Straßenflitzer macht - und auf dem Weg obendrein die Zuneigung von Herbie und Maggie gewinnt.

Für die Rolle des Kevin fahndeten die Filmemacher nach einem Schauspieler, der für die nötige Portion Humor neben Maggies überschäumender Energie sorgen sollte. Genau den Richtigen fanden sie in dem jungen Komödianten Justin Long, der gerade erst neben Ben Stiller Erfolge in DODGEBALL ("Voll auf die Nüsse", 2004) feierte. "Justin ist ein sehr talentierter Schauspieler und Komödiant, der viel Humor in die Geschichte bringt", sagt Angela Robinson. "Er passte wunderbar zu Lindsay, die sich natürlich in ihn verlieben darf."

Long war begeistert, als Schraubenschlüssel schwingender Retter von Herbie vor die Kamera treten zu können. "Was könnte man an Herbie nicht lieben? Er hat magische Fähigkeiten und ein großes Herz und bringt unentwegt Menschen zusammen, um ihnen zu zeigen, dass sie füreinander geschaffen sind", merkt Long an. "Kevin wiederum ist der eine, der das Potential unter Herbies Motorhaube erkennt. Mir gefällt dieser Teil der Geschichte ganz besonders - es ist eine großartige Metapher für die Schönheit und Magie, die in einem hässlichen Entlein stecken können."

Justin mußste seine Fähigkeiten als Mechaniker deutlich verbessern, um den Part meistern zu können. "Im wahren Leben bin ich schon froh, wenn ich mich beim Tanken nicht dämlich anstelle. Und jetzt mußste ich in der Autowerkstatt zur Schule gehen", erinnert er sich. "Ich habe viel gelernt. Und natürlich hat es viel Spaß gemacht, Herbie zu ,pimpen', wie man das heute wohl nennt. Wir verpassten ihm Spoiler, Radkränze und neue Achsen und möbelten ihn auf, bis er wie ein völlig neues Auto aussah. Es ist schon erstaunlich, was man mit ein bisschen Handarbeit alles leisten kann - selbst bei einem 40 Jahre alten VW!"

Gespannt war er auch auf die Zusammenarbeit mit Lindsay Lohan. "Lindsay hat wirklich Pfiff", sagt er. "Sie ist süß und liebenswert, und ich finde, das spürt man auch auf der Leinwand. Sie ist ganz einfach jemand, dem man automatisch die Daumen drückt. Wenn sie bei Kevin mit ihrer magischen alten Karre auftaucht, sprühen die romantischen Funken regelrecht." Lindsay hatte ihrerseits eine tolle Zeit mit Justin.

"Er ist einfach urkomisch, man hat soviel Spaß, wenn man mit ihm arbeitet", begeistert sie sich. "Das einzige Problem war, dass wir uns nach kürzester Zeit wie Bruder und Schwester fühlten. Als es dann endlich soweit war, dass Maggie und Kevin vor der Kamera miteinander flirten mußsten, fühlte sich das ein bisschen komisch an."

Ray Peyton, Jr. - Maggies rennfahrender Bruder, den man auch als "In the Way Ray" kennt Eine etwas problematischere Beziehung haben Maggie und Herbie zu Maggies Bruder, dem hitzköpfigen Ray Peyton Jr., der in die überlebensgroßen Fußstapfen seines Vaters und Großvaters tritt und sich als NASCAR-Fahrer beweisen soll - was an einem entscheidenden Problem scheitert: Er ist kein besonders guter Fahrer. Die anderen NASCAR-Fahrer haben ihm den Spitznamen "In the Way Ray" gegeben, weil er beim Überrunden ständig im Weg ist. Nur mit viel Mühe kann er überhaupt noch bei den Rennen teilnehmen, sehr zum Leidwesen seines Vaters. Um sowohl den Humor und die Tragik, die in der Figur steckt, ausspielen zu können, wurde der beliebte Komödiant Breckin Meyer in der Rolle besetzt.

"Ray Jr. weiß, dass er nicht mit ganzem Herzen beim Rennfahren dabei ist, aber er traut sich nicht, seinem Vater die Wahrheit zu sagen", erklärt Meyer. "Er macht nur deshalb weiter, weil er Angst hat, es könnte seinem Vater das Herz brechen, wenn er aufhört. Denn sein Vater sieht in ihm den Letzten in einer Familiendynastie von begnadeten Rennfahrern, weil er nicht einsieht, dass Maggie auf die Rennstrecke gehört. Obwohl sie die Gabe besitzt, im Gegensatz zu Ray, will ihr Vater nicht, dass sich sein Mädchen in Gefahr begibt. Das also ist Rays großes Dilemma in diesem Film: Wie sagt man seinem Vater, dass man nicht in seine Fußstapfen treten will?"

Die Ironie will es, dass Breckin Meyer die Rolle des Ray genau deshalb so spannend fand, weil sie ihm die Möglichkeit gab, mehr über das Fahren bei einem NASCAR-Rennen zu erfahren. "Ich habe es geliebt, kopfüber in die Welt von NASCAR zu stürzen, weil sie sich mit nichts vergleichen lässt, was ich bisher erlebt habe", erzählt er. "Die ganz typische Sprache zu erlernen, die echten Champions kennen zu lernen, mit echten Rennwagen herumzuheizen - das war eine unvorstellbare, surreale Erfahrung.

Es ist total witzig, dass der Film ausgerechnet diesen kleinen VW gegen die heißesten Fahrer in den schnellsten Autos antreten lässt. Das ist die ultimative Geschichte vom Außenseiter, der es mit den Giganten aufnimmt." Für Regisseurin Angela Robinson war Breckin Meyers Mischung aus komischem, dramatischem und musikalischem Talent genau das, was sie für die Rolle gesucht hatte. "Ich finde, er macht Ray, der die eigenen Hoffnungen und Träume für die Liebe seines Vaters opfert, ungeheuer menschlich", sagt sie. "Sein Zusammenspiel mit Lindsay und Justin war komisch und realistisch."

Ray Peyton Sr. - Ein NASCAR-Vater mit einer Tochter im Geschwindigkeitsrausch Der eine Mensch, der zwischen Maggie und der Verwirklichung ihrer Rennfahrerinnen-Karriere steht, ist zugleich der Mensch, den sie am meisten liebt. In der Rolle von Maggies und Ray Jr.'s Vater, dem illustren Ray Peyton Sr., sieht man den preisgekrönten Schauspieler Michael Keaton. Der wusste - natürlich - so manches über die Legende von Herbie, aber erst, als er die Rolle annahm, wurde ihm bewusst, wie unendlich viel Zuneigung dem Love Bug von den Menschen entgegengebracht wird. "Immer wenn ich jemandem erzählte, dass ich an einem neuen Herbie-Film arbeitete, drehten die Leute förmlich durch", erinnert sich Keaton.

"Die Leute sind verrückt nach Herbie. Das faszinierte mich. Dann las ich das Drehbuch und stellte fest, dass es wirklich sehr gut geschrieben ist. Mir gefiel, dass die Geschichte jungen Mädchen Mut macht und einen wirklich eigenen modernen Charme hat." Keaton hatte seinen Spaß dabei, einen NASCAR-Rennfahrer zu verkörpern, wie er für den Sport typisch zu sein scheint: Ein geradliniger, hart arbeitender, todesmutiger Familienmensch.

"Ray ist im Grunde ein guter Typ, der seinen Haushalt am Laufen hält, ohne dass ihm eine Frau zur Hand geht. Gleichzeitig versucht er das NASCAR-Erbe seiner Familie aufrecht zu erhalten, aber er ist einfach etwas überfordert", erklärt der Schauspieler. "Er gibt sein Bestes für seine Kinder, aber er weiß nicht immer, wie er das anstellen soll. Er hat eine besonders tiefe Beziehung zu seiner Tochter Maggie - er ist verrückt nach ihr - aber er weiß nicht immer, wie er ihr das zeigen kann. Und das ist es, was er im Verlauf der Geschichte lernt - dass man seinen Gefühlen auch verbal Ausdruck verleihen und den Menschen, die man liebt, jeden Tag zeigen mußs, dass man sie liebt."

Je näher Ray Peyton seiner Tochter kommt - auch dann noch, als sie in Verkleidung beginnt, inkognito Rennen zu fahren - desto mehr erhielt Keaton die Gelegenheit, Lindsay Lohans Entwicklung als Schauspielerin mitzuverfolgen. "Ihr bei der Arbeit zuzusehen, macht viel Spaß, weil man förmlich miterleben kann, wie sie ihrem inneren Kompass vertraut", merkt er an. "Sie weiß genau, in welche Richtung man eine Szene bewegen mußs, auf rein emotionaler Ebene. Sie hat ausgezeichnete Instinkte und vertraut ihnen blind."

Als großer Sportfan verfolgt Keaton seit langem die Formel Eins, während ihm NASCAR relativ fremd war. Die Atmosphäre elektrisierte ihn. "Alle Sinne werden übersättigt", erzählt er. "Da sind hunderttausende Fans, die einen anfeuern, und es ist unfassbar laut und man kann den Gummi riechen, der bei den ungeheuerlichen Geschwindigkeiten verbrennt, und es macht alles wahnsinnig viel Spaß. Es ist eine wirklich interessante Welt, eine ganz eigene Kultur. Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit hatte, so viel darüber zu lernen."

Trip Murphy - Ein Bösewicht, der Gummi gibt Zum Cast stieß außerdem noch Matt Dillon in der Rolle von Trip Murphy, der NASCAR-Champion und Gegenspieler von Maggie und Herbie, dessen übersteigertes Ego einen herben Schlag erhält, als er auf der Rennstrecke von einer jungen Frau in ihrem kleinen VW überholt wird - was ihn erbitterte Rache schwören lässt. "Ich mag es, den Bösewicht der Geschichte zu spielen, weil er ganz anders ist, als man es normalerweise von Bösewichten gewohnt ist", erklärt Dillon.

"Ich fand, dass Trip als schlimmer Finger ungemein unterhaltsam und lustig ist, der schließlich ja auch bekommt, was er verdient. Die meiste Zeit kann Trip auf ein Selbstbewusstsein vertrauen, dass an Arroganz grenzt und auf massiver Selbstüberschätzung fußt. Weil er bisher immer gewonnen hat, erwartet er, dass das auch weiterhin so bleibt. Der zweite Platz ist ihm definitiv nicht gut genug. Lassen Sie es mich so ausdrücken: Er hält ziemlich große Stücke auf sich - und es macht immer Spaß, so etwas zu spielen."

Als sich Trip aber mit Herbie messen will, erwarten ihn einige Überraschungen. "Trip kann der Idee nicht widerstehen, gegen diesen kleinen Volkswagen anzutreten, und kann es dann nicht fassen, als er verliert", berichtet Dillon. "Er wird mit der Niederlage einfach nicht fertig. Also wird es zu einer richtigen Besessenheit für ihn herauszufinden, was Herbie so stark macht. Und schließlich entdeckt er, dass Herbie aus mehr besteht als bloß einer Karosserie und einem Motor und stattdessen pure Magie ist."

Nach Meinung Dillons rührt die Anziehungskraft von Herbie daher, dass der kleine Käfer eindrücklich unter Beweis stellt, dass es Helden in jeder Form und Größe geben kann - so lange sie nur ein übergroßes Herz besitzen. "Er ist Sinnbild für die Idee, dass gerade Underdogs das Unmögliche schaffen", fasst Dillon zusammen. "Ich glaube, das ist so bezeichnend an Herbie und lässt ihn so lebendig wirken."

Ab in die Werkstatt: Wie Herbie wieder hergerichtet wurde Als Walt Disney Pictures in den späten 60er-Jahren die Entscheidung traf, die Geschichte eines lebendigen Autos zu erzählen, hatten die Filmemacher zunächst keine Ahnung, welches Modell sie verwenden sollten. Um herauszufinden, wie Otto Normalverbraucher auf verschiedene Modelle reagiert, wurde ein Bereich des Studiogeländes mit verschiedenen Autos - von Chevys über Toyotas und MGs bis hin zu noblen Aston Martins - vollgestellt. Dann fragte man Angestellte, welches dieser Autos sie am liebsten als Herbie sehen wollten.

Dabei fand man heraus, dass ausgerechnet der einzige VW Käfer auf dem Gelände das Auto war, dass die Leute tatsächlich anfassten und tätschelten, als wäre es ein guter Freund. Diese spontane und überaus emotionale Reaktion gab den Ausschlag: Der VW wurde genommen und Herbie, der "Love Bug", war geboren. Jetzt sahen sich Regisseurin Angela Robinson und ihr technisches Team vor die Herausforderung gestellt, Herbie für das 21. Jahrhundert flott zu machen - und in eine Zeit zu verpflanzen, in der die Entwicklung von Automobilen gewaltige Sprünge gemacht hat.

Tief in seinem Herzen sollte Herbie immer noch ein VW Käfer, Baujahr 1963, sein, aber er mußste sich auch den anspruchsvollen Anforderungen der Geschichte anpassen. So sollte Herbie sich in einem Demolition Derby mit Monster-Trucks auseinandersetzen, er mußste sich zu einem NASCAR herrichten lassen - und er sollte sich auch in einen nagelneuen VW Beetle verlieben. Von Anfang an gab Angela Robinson die Losung aus, dass der Herbie des Films so fühlbar und real sein sollte, wie das für ein magisches Auto möglich ist. Das bedeutete, dass im Fall von CGI- und digitalen Effekten das alte Diktum zum Tragen kommen sollte: Weniger ist mehr.

Obwohl der Film angefüllt ist mit virtuellen Rennstrecken und diversen Green-Screen-Effekten, kommen Herbies Persönlichkeit, seine Bewegungen und Mimik vor allem durch den Einsatz tatsächlicher Automobile zum Ausdruck, die so bearbeitet wurden, dass sie wie gigantische Robotik-Puppen funktionieren. Eine der ersten Herausforderungen für das Team bestand darin, ausreichend Herbies aufzutreiben! Denn in HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH hat Herbie sozusagen drei Dutzend Kostümwechsel.

Und für jeden einzelnen benötigte man jeweils ein neues Auto. Dem Autokoordinator Randy White wurde die Aufgabe übertragen, den kompletten Planeten nach Original-VWs abzugrasen, die alle in entsprechend gutem Zustand sein mußsten. "Ein halbes Dutzend Autos fand ich im Internet durch eine Website, die sich nur mit Volkswagen befasst. Unsere Herbies kommen aus den gesamten Vereinigten Staaten - aus Ohio, Nevada, Washington, Oregon, Utah, New Mexico und Kalifornien", erläutert White.

"VW-Käfer-Besitzer, und insbesondere Herbie-Fans, kennen sich sehr gut aus. Ohne sie wäre unsere Arbeit unendlich viel schwieriger gewesen. Sie waren von unschätzbarem Wert für unsere Arbeit. Sie halfen uns nicht nur dabei, die vielen Autos aufzustöbern, sondern versorgten uns auch mit den nötigen Details darüber, wie sich Herbie im Lauf der Jahre exakt weiterentwickelt hatte. Nur echte Fans konnten so etwas wissen." Ein ganz besonderes Auto, das in HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH zum Einsatz kam, ist kein geringeres als der Original-Herbie-the-Love-Bug selbst. Als White in Erfahrung brachte, dass der "in den Ruhestand geschickte Star" noch existierte, machte er den Besitzer ausfindig.

"Wir fanden heraus, dass sich der Original-Herbie in Ohio befand", berichtet White. "Der Besitzer hatte einen besonders leistungsstarken Motor eingebaut. Obwohl er zunächst zögerte, uns das Auto zu verkaufen, beschloss er, dass man die Gelegenheit nicht verstreichen lassen könne, den Wagen für eine letzte Zugabe vor die Kamera zu schicken." Vom gleichen Besitzer erstand White einen weiteren VW Käfer, ein rotes Cabrio aus dem Jahr 1963, den man für den Film in einen der raffiniertesten Herbies verwandelte. "Wir erhielten die Autos mit den besten Wünschen des Besitzers. Er schickte sogar die Original-Aufkleber und -Streifen mit", merkt White an.

Die nötige Anzahl an Herbies zur freien Verfügung, begannen die Filmemacher mit der Entwicklung vieler verschiedener Looks und Stimmungen, die grob in vier Kategorien aufgeteilt wurden: Schrottplatz-Herbie ist mit Rostflecken und Kratzern übersät, hat platte Reifen und sieht todtraurig aus, aber er kriegt immer noch ein paar Tricks hin, um die Zuneigung von Maggie zu gewinnen. Nachdem Herbie von Maggie gerettet und zu dem Wunder-Mechaniker Kevin gebracht wird, wird er mit den neuesten coolen Gimmicks ausgestattet und wird damit zu Straßenrennen-Herbie, der mit einer völlig neuen Lackierung, windschnittigen Armaturen und einer beeindruckenden Anlage auf sich aufmerksam macht.

Später wird Herbie von Maggie getrennt und mußs als Demolition-Derby-Herbie in ständiger Angst um sein Chassis leben. Hier sieht man ihn in einer abgespeckten Variante, ohne Spoiler oder sogar ohne Windschutzscheibe. Schließlich verwandelt sich Herbie in seinen ultimativen Traum: NASCAR-Herbie, eine muskulöse Version des kleinen Volkswagens, inklusive Rückspoiler, Rennreifen und mit einem Überrollbügel, damit er sich ins Rennen stürzen kann.

Ausstatter Daniel Bradford verpasste Herbies äußeren Details zunächst ein modernes Makeover und dann fügte er weitere Einzelheiten hinzu. Er erklärt: "Ein Teil der Anziehung von Herbie rührt daher, dass er so angenehm Old School ist und unschuldig wirkt. Das wollten wir unbedingt beibehalten, während wir seinen Look insgesamt etwas auffrischten. Beispielsweise fanden wir die Grafiken seiner Nummer 53 ein bisschen überholt, also bescherten wir ihm eine etwas sauberere, knackige und moderne Nummer, die aber durchaus noch an die Nummer erinnert, die man aus den Originalfilmen kennt."

Im nächsten Schritt kamen die Spezialeffekt-Designer und Puppenspieler an Bord, deren Aufgabe es war, Herbies große Bandbreite an Gefühlen, Ausdrücken und, was natürlich am besten ist, allen Arten von wilden Stunts zu realisieren. Der leitende Puppenspieler Robert Short, der für seine Arbeit an den innovativen Creature-Effekten von BEETLEJUICE ("Lottergeist Beetlejuice", 1988) mit einem Oscar ausgezeichnet worden war, studierte die Original-Herbie-Filme ganz genau, um ein Gefühl für die Gestik des Käfers zu bekommen.

Davon ausgehend, setzte er seine eigene Vorstellungskraft ein und orientierte sich an den Themen des Drehbuchs, die eine Reihe von Skizzen inspirierten, die alle Beteiligten in neue Begeisterung für Herbie ausbrechen ließen. "Nachdem ich mich mit Regisseurin Angela Robinson ausführlich über Herbies Charaktereigenschaften unterhalten hatte, skizzierte ich all die verschiedenen Gesichtsausdrücke, die Herbie während des Films haben würde. Diese Zeichnungen erlaubten es Matt Sweeneys ausgezeichnetem Spezialeffekte-Team außerdem, ein Gefühl für Herbies Bewegungen zu bekommen, mit denen man die richtigen Emotionen evozieren konnte", erklärt Short.

"Es gibt fünf bis sieben allgemeine Gesichtsausdrücke, wie Angst, Traurigkeit oder Freude, die man auf der ganzen Welt als solche erkennt, egal welche Sprache gesprochen wird. Ich wählte verschiedene Positionen der Brauen, der Stoßstange und der Karosserie, um die entsprechenden Emotionen zu erzielen, die Herbie empfindet. Wenn man Herbie kennt, dann weiß man, dass er überglücklich sein kann - und im nächsten Augenblick bereits sehr, sehr zornig."

Als sich Matt Sweeney, der Leiter der Spezialeffekte-Abteilung, die Zeichnungen von Herbie ansah, wusste er genau, welche Arbeit er zu leisten hatte. Selbstverständlich war er dafür bereit und trat sofort aufs Gaspedal. Er war verantwortlich für die Entwicklung und Ausstattung sämtlicher mechanischer Herbies: Des Herbie, der die Reifen quietschen lässt; des Herbie, der rückwärts fährt; des Herbie, der sich auf die rechte Seite legt und nur auf zwei Reifen fährt; und - sein Favorit - des Herbie, der sich nach einer Wäsche in der Autowaschanlage schüttelt wie ein Hund.

Sweeney sagt: "Herbie hatte eine ausführliche Liste physischer Aktionen, die er zu absolvieren hatte: Er mußste seine Augen, also auf gut Deutsch seine Frontscheinwerfer, hin- und herrollen oder auf- und abspringen können. Und er mußste seine Sonnenblenden auf- und zuklappen können. Also rüsteten wir jeden einzelnen Teil des Autos mit ferngesteuerten Apparaturen aus, damit man sie unabhängig voneinander bewegen konnte. Seine Kofferraumklappe kann sich von alleine öffnen und schließen, seine Türen können sich öffnen und schließen und seine Sonnenblenden können auf- und zuklappen.

Dazu kommen ferngesteuerte Servos unter der Kofferraumklappe und individuelle Luftdüsen an jedem Reifen, die es Herbie erlauben, sich auf die rechte oder linke Seite zu legen oder sich vorne oder hinten aufzubäumen. Mit einem kleinen ferngesteuerten Elektromotor können wir ihn sogar mit der Antenne winken lassen." Eine von Herbies frühesten Herausforderungen ist die Flucht in letzter Sekunde vor seiner bevorstehenden Zerstörung auf dem Schrottplatz.

"Für diese Szene benötigten wir einen Kran, der Herbie in einer durchgehenden Bewegung hochhebt und dann ,zufällig' aus sechs Metern Höhe auf ein anderes Auto fallen lässt, das er zertrümmert", erklärt Puppenspieler Robert Short. "Natürlich hupt Herbie die ganze Zeit über und flattert mit seinen Türen. Unser Timing mußste perfekt sein, sonst hätte die Einstellung nicht funktioniert. Alles verlief reibungslos wie geplant, als Herbie das andere Auto platt wie eine Flunder machte, während er weiterhupte und seine Antenne vor Aufregung wackeln ließ - alles in einer Einstellung. Matt Sweeney hatte eigens für diese Aufnahme einen besonders extrem verstärkten Crusher-Herbie gebaut, der auch mehrere Stürze unbeschädigt überstehen konnte."

In einer weiteren anspruchsvollen Einstellung verliert Herbie das Bewusstsein, als er von einem anderen Auto gerammt wird. Herbies ganze Welt verschwimmt zunehmend, während seine Augen rollen und blinzeln, während er vornüber in den Dreck gestoßen wird. "Klingt einfach? Nicht, wenn man die Szene mit einer Kamera mit schneller laufendem Film dreht, damit man diesen Moment im Film in Zeitlupe sehen kann. Das heißt, dass sämtliche Aktionen Herbies in nur drei Sekunden stattfinden mußsten. Jede einzelne Bewegung mußste perfekt auf die andere abgestimmt sein", erinnert sich Short.

"Zum Glück hatten wir die Abläufe bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Bereits nach der zweiten Klappe hatten wir die Aufnahme wie gewünscht im Kasten." Alleine, sich um die kleineren Schrammen und Wehwehchen von Herbie zu kümmern, erwies sich als Vollzeitjob. "Wir hatten sechs Mechaniker, die 14 Stunden am Tag arbeiteten, damit die Dreharbeiten reibungslos vonstatten gehen konnten", erinnert sich Randy White. "Während die Szenen gedreht wurden, arbeiteten wir fieberhaft an den Reparaturen der anderen Autos, damit sie in den folgenden Szenen eingesetzt werden konnten."

Während das Team Herbie durch die größten denkbaren Strapazen eines Autolebens schickten, gab es eine Sache, die von keinem Beteiligten jemals vergessen wurde: Herbie ist immer mehr als nur ein Auto. "Wir wussten, dass es unser Job war, die magischen Qualitäten Herbies zu unterstreichen, seine emotionale Seite einzufangen, die in dieser Geschichte ganz schön gefordert wird", berichtet Sweeney. "Seine Verwandlung umfasst mehr als nur Blech und Armaturen. Anfangs ist er völlig am Ende und fertig mit sich und der Welt.

Doch dann gewinnt er wieder an Stärke und die Herzen und Seelen seiner Freunde. Er ist ein echter Champ. Denn immer, wenn er zu Boden geschleudert wird, steht er wieder auf und strengt sich noch mehr an. Eine Figur zu schaffen, die scheinbar nur aus Stahl, Gummi und Glas besteht, und sie zu einem echten Helden aus Fleisch und Blut zu machen, bereitete uns eine Menge Spaß."

In der Gefahrenzone: Drehen und Fahren auf einer NASCAR-Bahn NASCAR-Rennen zählen zu den beliebtesten und am schnellsten wachsenden Zuschauersportarten Amerikas. Für viele ist NASCAR das Höchste, der pure Automobil-Himmel - und "Herbie the Love Bug" macht da keine Ausnahme. Als er und Maggie Peyton die Chance erhalten, auf einem NASCAR-Speedway zu rasen, beschleunigt der Film seine Action auf 300 Stundenkilometer - wenn Herbie es gegen einige der berühmtesten NASCAR-Fahrer aufnimmt und sich damit den Traum erfüllt, der ihn seit den 60er-Jahren beschäftigt. NASCAR ist eine Abkürzung für National Association of Stock Car Racing.

75 Millionen loyale Fans kann NASCAR mit seiner Atmosphäre und betörender Spannung begeistern, wenn die Autos in Schwindel erregender Geschwindigkeit bisweilen nur wenige Zentimeter voneinander entfernt um die Rennbahn rasen - und heroische Rennfahrer beim Versuch, sich durch die Masse nach vorn an die Spitze zu schieben, ihr Können, ihre Strategie und vor allem ihren Mut einer harten Probe unterziehen.

NASCAR sicherte Herbie für sein neuestes Abenteuer vollste Unterstützung zu. Deshalb fühlten sich die Filmemacher dazu verpflichtet, die körperlich spürbare, ganz individuelle Aufregung eines NASCAR-Rennens dem Kinopublikum nahe zu bringen. Das Filmen von Stock-Car-Events ist von Natur aus ein schwieriges Unterfangen, denn die Kameras, von der Crew gar nicht zu reden, müssen sich mutig ihren Weg durch die anderen Autos bahnen, von denen sie mühelos ausradiert werden könnten.

Wenn man dazu noch einen aufgemotzten, aber trotzdem immer noch kleinen VW ins Feld aufnimmt, wird die Sache noch komplizierter. Zuerst einmal wurden Besetzung und Crew noch einmal in die Schule geschickt - und zwar in eine Fahrschule. Lindsay Lohan, Justin Long, Breckin Meyer und Matt Dillon mußsten in der fortgeschrittenen Fassung des klassischen Fahrunterrichts lernen, wie man wie ein Vollprofi korrekt beschleunigt, lenkt und bremst. Justin und Breckin wurden zudem in die Boxenstoppschule geschickt, wo man ihnen beibrachte, wie Renncrews bei aufgeheizten Rennwagen in nur wenigen Sekunden die Reifen wechseln und Benzin einfüllen, damit die Fahrer optimal unterstützt werden.

Aus Rennfahrer-Perspektive fing Lindsay Lohan absolut bei Null an - bevor sie besetzt wurde, wusste sie nicht einmal, wie man eine Gangschaltung bedient! Aber das blieb nicht lange so. "Ich war aufgeregt, weil man mir endlich beibrachte, wie eine Gangschaltung funktioniert", lacht sie. "Aber ich lernte noch sehr viel mehr. Zum Beispiel, wie man in engen Kurven um Hindernisse fährt und ganz viele andere coole Sachen. Ich habe so oder so eine Art Bleifuß, also machte es mir unbändig viel Spaß, einfach Gas zu geben."

Als Lindsay Lohan dann aber von einem ausgebildeten Fahrer mit 250 Stundenkilometern auf einen ersten Trip durch den Rennring mitgenommen wurde - ein aufregender Raketenritt, der sie die ganze Zeit über gleichzeitig lachen und laut kreischen ließ - , erhielt sie einen völlig neuen und ungewöhnlich hautnahen Einblick, wie hartgesotten eine echter Rennwagenfahrerin wie Maggie Peyton wirklich sein mußs. "Man hat keine Ahnung, wie es sich in einem NASCAR-Wagen anfühlt, bis man es selbst einmal erlebt hat", erzählt Lohan.

"Sie fahren so schnell. Und sie schwitzen so sehr, dass sie bei jedem Rennen vier Kilo Gewicht verlieren. Ich benutzte im Film einen ventilierten Anzug, durch den eiskaltes Wasser floss, weil ich wirklich dachte, ich würde mich zu Tode schwitzen. Ich habe viel Respekt vor den Rennfahrern. Was sie durchmachen, ist absolut unglaublich." Angela Robinson sagt über Lohans Fahrleistung: "Lindsay erwies sich als ungeheuer wagemutig, denn es ist eine große Sache, sich tatsächlich hinter das Lenkrad eines Rennwagens zu klemmen. Es ist riskant und Angst einflößend, aber ihre Einstellung war vorbildlich. Sie mußste nicht nur lernen, wie man ein Auto wie ein Rennfahrer fährt, sondern auch, wie man mit all den verrückten Eigenheiten eines VW Käfers, Baujahr 1963, fertig wird."

Matt Dillon war ebenfalls hingerissen von der kurzen Einführung in die Welt des Stock-Car-Rennens. "Worüber man sich als Außenstehender kaum einen Gedanken macht, ist die klaustrophobische Enge dieser Autos", erklärt er. "Es macht ungemein viel Spaß, wenn man sich erst einmal bewegt. Aber wenn man da reingeschnallt wird, dann fühlt es sich an, als würde man beerdigt werden. Man mußs die ganze Zeit über ungemein fokussiert sein. Ich habe gelernt, dass man nicht eine Sekunde die Gedanken schweifen lassen darf. Man mußs nur kurz daran denken, was man am Abend essen will - und schon landet man mit Karacho an einer Wand. Man mußs konzentriert bleiben."

Breckin Meyer fasst zusammen: "Das ist ganz schön intensiv. Es ist laut, es ist heiß, es ist schmutzig, es ist verschwitzt. Und es ist supercool." In der Zwischenzeit wurde auch Herbie gefordert, als das Designteam sich alle erdenkliche Mühe gab, das rundliche Automobil in seine eigene Version einer schlanken Rennmaschine zu verwandeln. Ausstatter Daniel Bradford berichtet: "Wir taten unser Bestes, damit NASCAR-Herbie einem richtigen NASCAR-Rennauto glich. Aber dazu mußs man erst einmal mit den enormen Unterschieden in der Architektur zurechtkommen. Während man ein NASCAR-Auto als aerodynamischen Keil bezeichnen könnte, ist Herbie sozusagen ein Zitronentropfen. Wir nahmen uns also die offiziellen Vorschriften und Regeln von NASCAR zu Herzen und bastelten so lange an Herbie, bis er eine akzeptable und doch wieder erkennbare Form hatte."

All die Vorbereitungen zahlten sich aus, als die Produktion am 5. September 2004 zum NASCAR Nextel Cup Series' Pop Secret 5000 am California Speedway in Fontana reiste. Mit Unterstützung von NASCAR und dem Speedway verbrachten die Filmemacher für ihren Dreh mehrere Tage auf der Rennstrecke und setzten sich mit der Logistik auseinander, wie sich die bestmöglichen Aufnahmen bei absoluter Sicherheit von Darstellern, Crew und Fahrern erzielen ließen.

Die Filmemacher waren sich des Risikos, während eines Live-Events zu drehen, anstatt auf einem deutlich besser zu kontrollierenden geschlossenen Gelände, voll bewusst. Aber es gab einfach keine Alternative, wenn man die Atmosphäre einer NASCAR-Veranstaltung hautnah einfangen wollte. Herbie erhielt sogar seine eigene Garage in der Boxengasse, was deutlich zum Realismus der Rennszenen beitrug.

Angela Robinson sagt: "Der Tag des Rennens war ein gewaltiges Unterfangen. Wir hatten einen bis zur letzten Sekunde präzise ausgearbeiteten Zeitplan. Und es waren Lagen um Lagen von Sicherheitsausweisen von Nöten, um Zugang zu all den verschiedenen Arrealen zu erhalten. Auf den Rängen tummelten sich einstweilen mehr als 100.000 Zuschauer. Das war ein unglaublich angespannter Tag, aber es war von großer Bedeutung, die Schauspieler in diesem Umfeld filmen zu können. Wir hätten diese Atmosphäre nirgendwo auf der Welt reproduzieren können."

Während sie sich am Speedway aufhielten, luden die Filmemacher einige der größten NASCAR-Stars zu Gastauftritten neben Herbie ein. Jeff Gordon, Jimmie Johnson, Kevin Harvick, Rusty Wallace, Casey Mears, Jamie McMurray und der bekannte Rennwagen-Besitzer Richard Childress nahmen sich allesamt die Zeit und unterbrachen die Vorbereitungen für das Pop-Secret-500-Rennen, um HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH einen wahren NASCAR-Touch zu verleihen. (Später besuchte auch der ehemalige Champion Dale Jarrett das Disney-Studiogelände, wo er vor einer Green Screen eine Szene mit Lindsay Lohan absolvierte, die später in der Postproduktion um einen virtuellen Rennparcours bereichert wurde.)

Ein wahrer Höhepunkt an diesem Tag war für die Produktion, die NASCAR-Offiziellen und die Zuschauer, der Moment, in dem Herbie auf die Rennbahn gelassen wurde, wo er vor Beginn des eigentlichen Rennens an der Seite einiger NASCAR-Fahrer ein paar Runden auf dem Kurs drehen durfte. Stuntkoordinator Steve Kelso, der mit NASCAR bereits an deren IMAX®-Film gearbeitet hatte, saß am Steuer von Herbie, als der VW Käfer über die Rennbahn heizte. "Es war einer der Höhepunkte meiner Laufbahn, Herbie in den Race-Runden vor dem Pop Secret 500 zu steuern", bekennt Kelso.

"Der Jubel der Menge war einfach gigantisch, als sie Herbie auf dem Kurs entdeckte. Welch ein unvergessliches Erlebnis! Man spürte richtig, wie sehr die Menschen ihn lieben." 23 Kameras hatten die Filmemacher über dem Kurs und der Boxengasse verteilt. Weitere Kameras waren auf Herbie angebracht. Auf diese Weise konnte der kleine VW in voller Rennaktion gefilmt werden. Später fügte man digital einige der Story-Elemente für den szenischen Höhepunkt ein. Einige der wichtigsten Aufnahmen wurden von einer Circle-Vision-Kamera eingefangen, die tatsächlich aus neun kreisförmig angebrachten Kameras besteht, die faszinierende 360-Grad-Ansichten erlaubte, als Herbie seine Runden drehte.

Der ausführende Produzent Michael Fottrell sagt: "Diese realen Filmaufnahmen waren der Schlüssel zum Film. Für die Crew war es auch ein höchst emotionaler Moment. Und ich bin mir sicher, dass auch die Fans auf ihre Kosten gekommen sind. Man konnte sie jubeln und applaudieren hören, als Herbie an ihnen vorbeiraste. Für uns war es eine aufregende Angelegenheit, aber es ist auch gefährlich, wenn die Fahrer da draußen auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigen, also mußsten wir immer wachsam sein."

Am California Speedway drehten die Filmemacher auch einen komplett ferngesteuerten Unfall für die NASCAR-Sequenz. "Wir fuhren einen ferngesteuerten NASCAR bei Tempo 200 in eine Mauer", sagt Stuntkoordinator Andy Gill. "Es ist eine wunderbare Aufnahme, die wie ein richtiger NASCAR-Unfall aussieht." So elektrisierend die Gelegenheit, mit echten NASCAR-Wagen zu rasen, Unfälle zu bauen und herumzuspielen, für Gill auch war, stets war Herbie der echte Star der Show. "Zu Beginn waren wir besorgt, wie Herbie all die Dinge absolvieren würde, die von ihm verlangt wurden", sagt er.

"Da hat man diesen VW aus den 60er-Jahren, und natürlich stellt man sich da die Frage, wie er all die Stunts bewältigen soll. Das Unglaubliche ist, dass er alle noch so großen Prüfungen mit Bravour meisterte. In einigen Szenen hatten wir echte Rennautos von NASCAR, die Herbie rammten. Danach stellten wir fest, dass die anderen Autos den Zusammenprall nicht überlebt hatten. So ziemlich jeder Wagen, der sich mit Herbie messen wollte, war ausgeschieden. Nur Herbie überstand all die Strapazen in blendender Form und bester Laune."

Auf der Ziellinie: Herbie steuert auf sein Schicksal zu Nachdem alles weitere problemlos über die Bühne gegangen war, hatte die Produktion von HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH eine letzte Aufgabe zu bewältigen: Sie mußste dem Film die nötige Portion "Herbie-ness" verleihen. Für Regisseurin Angela Robinson bedeutete das, ein Gefühl einzufangen, das für sie gleichbedeutend mit dem Staate Kalifornien ist: Sommerlich, optimistisch und wie ein unbeschwerter Traum.

Sie gab ihr kreatives Konzept weiter an den Szenenbildner Daniel Bradford. "Angela und ich diskutierten, wie man die Schönheit des Sommers in Südkalifornien am besten darstellen könnte. Wir wollten ein ursprüngliches Surfer-Feeling Seite an Seite mit der Kulisse der florierenden Autokultur", erzählt Bradford. "Als Maggie ihr Collegestudium abgeschlossen hat, spielt sie mit dem Gedanken, nach New York zu ziehen, um für den Sportsender ESPN zu arbeiten. Also wollten wir auch ein Gefühl dafür erwecken, dass eine junge Frau ihren letzten Sommer der Freiheit vor dem Erwachsenwerden genießt."

Zu diesem Feeling trägt Kameramann Greg Gardiner (MEN IN BLACK II ("Men in Black II", 2002), ORANGE COUNTY ("Nix wie raus aus Orange County", 2001)) mit seiner Arbeit entscheidend bei. Er entschied sich für einen von Pop beeinflussten Stil, der von ultrahellen Tönen und knalligen Farben geprägt ist. Angela Robinson sagt: "Greg hatte eine eigenwillige Vision. Er wollte, dass seine Aufnahmen immer emotional sind, dass man trotz all der Action und dem Humor niemals das Herz des Films aus den Augen verliert."

Kostümdesigner Frank Helmer trug seinerseits zum farbsaturierten Stil des Films bei, indem er eindeutige Farbpaletten für jede einzelne Figur des Films aussuchte. Lindsay Lohan als Maggie trägt meistens gut gelaunte Blau- und Grüntöne, während ihr Gegenspieler, Matt Dillon als Trip Murphy, immer in Schwarz gesehen wird. Um der Sommerästhetik des Films zu entsprechen, integrierte Helmer zahlreiche Vintage-Designs in seine Kostümauswahl, wie sie in Südkalifornien in den späten 60er- und den 70er-Jahren angesagt waren und heute wieder so populär wie damals sind.

"Maggie trägt im Film gerne Vintage-T-Shirts mit Grafikaufdrucken, die sie sehr nach Kalifornien aussehen lassen", merkt Helmer an. "Aber die T-Shirts bereiteten uns Probleme, weil wir häufig so seltene Exemplare fanden, von denen es keine Duplikate gab. Also mußsten wir selber welche anfertigen. Das war eine ziemlich arbeitsintensive Prozedur, weil man die Grafiken komplett neu anfertigen und im Siebdruckverfahren auf die T-Shirts drucken mußsten. Anschließend mußsten wir die Stoffe altern und einfärben, damit sie exakt den Originalen entsprachen."

Doch der wahre Coup Helmers war der Entwurf der NASCAR-Rennanzüge - die hundertprozentig so aussehen mußsten, als wären sie funktionell und entsprächen den strengen Regeln von NASCAR. Gleichzeitig sollten sie aber auch zur Popästhetik des Films passen. Helmer erklärt: "Es gab eine große Anzahl von Besonderheiten, die ich beim Entwurf der Rennanzüge zu beachten hatte. Sicherheitsanliegen waren wichtig, denn wir gingen in den Anzügen ja tatsächlich auf die Rennstrecke, also mußsten sie feuerabweisend sein. Gleichzeitig mußsten sie die richtige Stimmung verbreiten und der Persönlichkeit unserer Figuren entsprechen."

Er fährt fort: "Komfort war einer der wichtigsten Punkte, die wir zu berücksichtigen hatten. In diesen Autos kann es wärmer als 45 Grad werden, wegen der Hitze der Motoren, der knallenden Sonne und der mehreren Schichten Stoff zur Dämmung. Also steckten wir die Schauspieler in ,Cool-Suits', die sie unter den Rennanzügen trugen, in denen Eiswasser zirkuliert, damit der Träger stets gekühlt bleibt."

Helmer zeigte seine Rennanzug-Designs Simpson Performance Products, einem führenden Hersteller von Rennanzügen, Helmen und Sicherheitsausrüstungen, die die Entwürfe umsetzten. Dann kam der Tag der Wahrheit, als die Schauspieler die nagelneuen Anzüge beim California Speedway anlegten. "Einige der NASCAR-Fahrer sahen sich unsere Anzüge an - ich konnte den Druck förmlich spüren", erinnert sich Helmer. "Aber dann kamen sie zu mir und sagten, dass die Anzüge großartig aussehen würden und dass Peyton Racing tatsächlich wie ein genuines Team rüberkäme. Das war das größte Kompliment, das ich mir vorstellen konnte, aus dem Mund echter NASCAR-Rennfahrer."

Als sich die Produktion dem Ende zuneigte, hatte Angela Robinson den Eindruck, dass Herbies Schicksal sich erfüllt hätte. "Das ultimative Ziel für mich ist, dass diese Geschichte ihren festen Platz im Vermächtnis von Herbie bekommt", sagt sie. "Herbie ist aus gutem Grund seit so langer Zeit beliebt. Egal, wie sehr wir mit seinen neuen coolen Designs, seinen neuen Abenteuern und seinen neu gefundenen Freunden herumspielten, nur eines ist schlussendlich wichtig: Es ist immer noch der gleiche unwiderstehlich liebenswerte und dickköpfige Herbie, der sich immer dagegen wehren wird, unterschätzt zu werden."

Herbies Team: 'Herbie' als Herbie HERBIE wurde 1963 in einer Volkswagenfabrik geboren. Perlweiß, mit fetzigen Front-Streifen, sah er aus wie ein ganz gewöhnlicher Käfer, aber er entwickelte auf magische Weise seinen eigenen Willen und das Herz eines Champions. Es war klar, dass dieser kleine aber feine VW dazu bestimmt war, ein Auto-Star zu werden. Angefangen mit seinem Debüt in THE LOVE BUG ("Ein toller Käfer", 1968) bis zu seinem lang ersehnten Comeback als aufgemotzter NASCAR-Rennwagen in HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH eroberte sich Herbie (a.k.a. Nr. 53) einen sicheren Platz in der amerikanischer Popkultur.

Unterwegs hat er mit menschlichen Stars von Lindsay Lohan, Matt Dillon und Michael Keaton bis zu Don Knotts, Helen Hayes und Cloris Leachman zusammen gearbeitet. Er erregte die Aufmerksamkeit des Publikums 1969 in dem Überraschungshit THE LOVE BUG und bewies, dass er den Charme, das Talent und die Pferdestärken hatte, um Hollywoods größter Automobil-Darsteller zu werden. Vor dem groovigen Hintergrund von San Francisco verbreitete Herbie in THE LOVE BUG gute Laune, indem er einem glücklosen Rennfahrer zum Sieg und zur Liebe verhalf.

In Folge dieses rasanten Erfolgs machte Herbie weiter Karriere und übernahm die Titelrolle in HERBIE RIDES AGAIN ("Herbie groß in Fahrt", 1974), HERBIE GOES TO MONTE CARLO ("Ein toller Käfer in der Rallye Monte Carlo", 1977) und HERBIE GOES BANANAS ("Herbie dreht durch", 1980). Ihm gelang außerdem eine Karriere beim Fernsehen, wo er 1997 in dem Fernsehfilm "The Love Bug" zu sehen war. Unterwegs begegnete er zahlreichen Imitatoren und sammelte Fans für die Ewigkeit. Dann schlug das Schicksal zu. Während seine Fans sich noch fragten, wohin ihn sein Weg geführt haben könnte, siechte Herbie auf einem Schrottplatz dahin - in verrostetem Zustand, vollkommen zerstört.

Doch sein Geist war noch sehr lebendig, und sein unermüdlicher Motor wartete auf die Chance, eines Tages wieder zu röhren. Um zu beweisen, dass er sich nicht das kleinste Bisschen verändert hat, machte sich Herbie mit HERBIE FULLY LOADED - EIN TOLLER KÄFER STARTET DURCH an seine bis heute ambitionierteste Arbeit und spielte gleich vier Rollen: Schrottplatz-Herbie, Straßenrennen-Herbie, Demolition-Derby-Herbie und NASCAR-Herbie. Er drehte sogar alle todesmutigen Stunts selbst - ließ die Reifen durchdrehen und drückte seine Pedale bis zu 300 Stundenkilometer durch, um erneut in einen Sommer aus Spaß und Liebe zu rasen.

Szenenfoto
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