Charlie und die Schokoladenfabrik

Produktionsnotizen

Roald Dahls klassische Erzählung wird verfilmt Als die Produzenten Brad Grey und Richard Zanuck beschlossen, "Charlie and the Chocolate Factory" (Charlie und die Schokoladenfabrik) auf die Leinwand zu bringen, ahnten sie noch nicht, worauf sie sich einließen. "Ich habe in meiner gesamten Karriere noch nie mit einem derart aufwändigen Projekt zu tun gehabt, weder als Produzent noch als Studiochef.

Es ist in jeder Hinsicht gewaltig - in Bezug auf die Bandbreite, den Aufwand, die fantastische Dimension", sagt Zanuck, der mit "Driving Miss Daisy" (Miss Daisy und ihr Chauffeur) den Oscar gewann und 1991 mit dem Produzentensonderpreis der Filmakademie, dem Thalberg Award, ausgezeichnet wurde.

"Das Buch birgt schon visuell ein ungeheures Potenzial für einen spektakulären Film, und wir freuten uns riesig, dass wir den Film in einer Größenordnung auf die Leinwand bringen konnten, die auch Roald für angemessen gehalten hätte, wobei wir aber auch bei der rührenden Geschichte im Zentrum des Buchs keine Kompromisse eingehen mußsten", sagt Grey - er ist derzeit Vorsitzender und Chief Executive Officer der Paramount Pictures Motion Picture Group, hat viermal den renommierten George Foster Peabody Award gewonnen, wurde für "The Sopranos" (Die Sopranos) mit dem Emmy und dem Golden Globe ausgezeichnet und war im Laufe seiner Karriere als unabhängiger Produzent 17-mal für den Emmy nominiert.

"Wir haben uns bei der Entwicklung des Drehbuchs genug Zeit gelassen und stellten ein Team zusammen, das mit unseren Auffassungen in Bezug auf das Projekt übereinstimmte." Außerdem bekamen die Filmemacher Unterstützung von Roald Dahls Witwe Felicity, die seit seinem Tod im Jahr 1990 seinen Nachlass verwaltet. Dazu Grey: "Ohne ihren Segen gäbe es keinen Film."

Felicity Dahl fungiert als Executive Producer des Films - sie zeigt sich von dem Aufwand des Projekts beeindruckt. "Eine solche Verfilmung bringt eine Menge Verantwortung mit sich, denn wahrscheinlich gibt es auf der ganzen Welt kein Kind, das die Geschichte nicht gelesen oder davon gehört hat. Jedes Kind will Charlie sein."

Sie äußert sich begeistert über das Filmteam und die Übertragung von Roalds Originalzeichnungen auf die gewaltigen Dimensionen der Leinwand. Sie bezeichnet dies als "die ideale Kombination: Wenn Roald Dahl, Johnny Depp und Tim Burton an einem Strang ziehen, dann sind sie absolut unschlagbar."

Das Buch "Charlie und die Schokoladenfabrik" erschien 1964 und hat inzwischen schon seinen 40. Geburtstag gefeiert. Heute wie damals erfreut es sich bei Kindern und Erwachsenen großer Beliebtheit - weltweit wurden über 13 Millionen Exemplare verkauft, es gibt Übersetzungen in 32 Sprachen. Diese unverminderte Popularität beweist, wie gut der Autor sich auf Kinder einstellen, sie verstehen und mit ihnen umgehen konnte.

Dazu Grey: "Er hat seine Leser niemals von oben herab behandelt und ihre Intelligenz nie unterschätzt." Johnny Depp, der die Hauptrolle des Willy Wonka übernimmt, schätzt vor allem "die unerwarteten Wendungen in Dahls Geschichte. Man glaubt sein Vorgehen verstanden zu haben, und schon schlägt er einen Haken und bietet Alternativen, neue Richtungen, die uns zum Nachdenken bringen. Im Grunde ist ,Charlie und die Schokoladenfabrik' eine sehr moralische Geschichte. Gleichzeitig ist sie aber wirklich zauberhaft und sehr lustig."

Obwohl die Kinder das Buch über alles lieben, sind sich die erwachsenen Fans darüber einig, dass "es mehr ist als ein Kinderbuch", sagt Zanuck. "Es ist natürlich eine Achterbahnfahrt, ein Geisterbahn-Trip durch ein gezuckertes Fantasy-Reich, aber emotional führt es uns sehr viel tiefer. Wir reagieren sehr ergriffen auf die Wonka-Figur und seine Wandlung durch sein Verhältnis zum kleinen Charlie. Eine solche Fantasy-Geschichte lässt niemanden kalt."

Der ideale Kandidat für die Regie mußste natürlich Tim Burton sein. "Seine Filmografie weist als roten Faden intelligente Verspieltheit auf - die perfekte Kombination für eine solche Geschichte", sagt Grey. "Genau wie Dahl unterschätzt er niemals die Klugheit seiner Zuschauer. Schon bei unseren ersten Besprechungen merkten wir, dass Tim die Story sehr schätzt und sie so genau wie möglich umsetzen wollte - darin stimmten wir hundertprozentig überein."

"Interessanterweise beschreibt das Buch die Stimmungen und Gefühle sehr lebendig und präzise, aber dennoch bleibt viel Platz für die Vorstellungskraft des Lesers", glaubt Burton. "Wir können unserer Fantasie freien Lauf lassen, und darin liegt meiner Meinung nach Dahls Stärke als Erzähler. Manche Erwachsene haben vergessen, was es heißt, ein Kind zu sein. Doch Roald erinnerte sich sehr genau daran.

Seine Figuren erinnern uns an Begegnungen in unserem eigenen Leben, an Schulkameraden, doch gleichzeitig beziehen sie sich auch auf uralte Archetypen aus der Mythologie, aus den Märchen. Diese Mischung aus Gefühl, Humor und Abenteuer ist absolut zeitlos, und deswegen vergessen wir sie wohl auch nicht. Roald erinnert sich genau, wie man sich als Kind fühlt, aber er webt auch die Sicht der Erwachsenen in seine Erzählungen mit ein. Deshalb kann man das Buch jederzeit wieder lesen und ihm immer neue Aspekte abgewinnen - egal, wie alt man ist."

Burton hat schon einmal mit Felicity Dahl zusammengearbeitet: 1996 produzierte er das animierte Fantasy-Abenteuer "James and the Giant Peach" (James und der Riesenpfirsich) nach einem von Roalds Büchern, und sie freute sich sehr, als Burton bereit war, "Charlie" zu inszenieren. Sie erlebt in ihm ein Echo der einzigartigen "Kreativität und des Humors" ihres verstorbenen Mannes. "Es wäre schön, wenn Roald mit Tim zusammenarbeiten könnte, denn sie ergäben ein brillantes Team", fügt sie hinzu.

"Wir erleben hier die Verschmelzung zweier genialer Köpfe", sagt Zanuck. "Tim beruft sich präzise auf die Intentionen des Autors und fügt seine eigene außergewöhnliche Dynamik hinzu." Gleich zu Anfang der Vorbereitungsphase besuchte Burton das Haus der Dahls und schaute sich das karge, ungeheizte Arbeitszimmer an, in dem Roald alle seine Bücher schrieb.

Alle Geräusche des Hauses waren dort ausgeklammert, sein privates Reich kannte keinerlei Schnörkel. Burton staunte nicht schlecht, als er merkte, wie sehr Charlie Buckets Bruchbude diesem Zimmer glich, und Felicity Dahl bestätigte, dass sich der Autor bei dem Bucket-Haus höchstwahrscheinlich von seinem eigenen inspirieren ließ.

Das fand Burton sehr bewegend: "Ich hatte das Gefühl, dass wir eindeutig dieselbe Wellenlänge haben. Unglaublich, wie ähnlich sich die Häuser sind. Roald hat sogar Pappe zusammengerollt, um sich daraus einen Schreibtisch zu basteln. Ich hatte nie die Gelegenheit, ihn kennen zu lernen, aber allein schon durch seine Werke fühle ich mich eng mit ihm verbunden." Drehbuchautor John August ("Big Fish") berichtet ebenfalls über eine persönliche Verbindung zu Roald Dahl.

"In der dritten Klasse sollten wir einen Brief an eine berühmte Person schreiben", erinnert er sich. "Fast alle schrieben an den damaligen Präsidenten Jimmy Carter, aber ich entschied mich für Roald Dahl, denn mein Lieblingsbuch war ,Charlie und die Schokoladenfabrik'. Ich konnte es kaum glauben, als er mir darauf eine Postkarte aus England schickte. Ich war zehn Jahre alt, und das war mein erster Kontakt mit einem Schriftsteller. Auch das hat mich dazu angeregt, selbst Autor zu werden. Ich empfinde es also als besondere Ehre und Verantwortung, die Filmfassung dieses Buches zu schreiben."

An der Geschichte rührt August besonders, dass "Charlie zwar sehr arm ist und oft hungern mußs, aber er lebt in dem kleinen Haus mit allen Menschen zusammen, die er liebt - Mutter, Vater und alle vier Großeltern. Dadurch ist er so reich beschenkt, wie man es allen Kindern wünschen möchte."

August beruft sich auf das Buch und das Konzept der Filmemacher, wenn er die Filmstory keiner bestimmten Epoche und keinem bestimmten Schauplatz zuordnet. "Die Geschichte ist zeitlos", stellt Grey fest. "Es spielt keine Rolle, ob sie sich heute oder vor 40 Jahren zuträgt. Die Botschaft heißt: Bleib dir selbst und anderen treu, behandle andere so, wie du behandelt werden möchtest. Diese goldene Regel kommt nie aus der Mode."

Burton und August fügten Willy Wonka eine weitere Nuance zu und erlauben uns einen Blick in seine eigene Kindheit. Während die Kinder in Begleitung jeweils eines Elternteils (und, in Charlies Fall, seines Großvaters) den Rundgang durch die Fabrik machen, denkt Willy in Rückblenden an wichtige Erlebnisse seiner Jugend zurück. Er erinnert sich an Gespräche mit seinem strengen Vater, dem Zahnarzt Dr. Wilbur Wonka.

Wir erleben, wie der übertrieben besorgte Wonka senior seinem Sohn jegliche Süßigkeiten verbietet, und so können wir uns vorstellen, wie Willys unterdrückter Appetit auf Schokolade zu einer fixen Idee wurde, aus der Wonkas Schokoladenimperium entstand. "Das Buch erlaubt es dem Leser, das Ungesagte selbst zu interpretieren", erklärt Burton. "An diesen Stellen hatten wir das Gefühl, dem Film einen Rahmen geben zu müssen, um Wonkas exzentrisches Verhalten zu erklären und Gründe für sein Verhalten zu liefern, ohne dies zu sehr auszubauen. Warum führt er sich so auf, was steckt dahinter?"

Felicity Dahl stimmt ihm zu: "Alle Bücher müssen in der Filmfassung etwas verändert werden. Wichtig dabei ist, dass diese Änderungen die Story ergänzen, ohne von ihr abzulenken, und genau das ist Tim hier meiner Meinung nach gelungen. Wenn man sich für einen Künstler wie Tim als Filmemacher entscheidet, dann möchte man, dass er seine Kreativität spielen lässt - man mußs ihm also vertrauen."

Bei der Besichtigung bringt Charlies unschuldige Frage, ob Wonka sich an sein erstes Stück Schokolade erinnert, tief verschüttete Erlebnisse des berühmten Schokoladenfabrikanten an die Oberfläche. Als er später Charlie den größten Preis überhaupt übergibt - nämlich die gesamte Fabrik mit all ihren Wundern - weigert sich Charlie, falls er sich dann von seiner Familie trennen mußs - was Wonka zum Nachdenken bringt.

Vielleicht hat er die Bedeutung der Familie unterschätzt. Charlie hat zwar immer Hunger und haust in einer heruntergekommenen Hütte, aber vielleicht besitzt er doch etwas, was mehr wert ist als Geld und Schokolade. "Das ist eine wunderbar einfache Botschaft für die Menschen unserer Welt, die sich nur an materiellen Dingen, am Erfolg orientieren", sagt Burton. "Die materiellen Dinge stehen dem Gefühl, dem geistigen Gehalt gegenüber. Manchmal liegt die größte Bedeutung in der Einfachheit."

Die Besetzung: Willy Wonka, Charlie Bucket und die Familie Bucket Als Tim Burton seinem Freund, dem bereits zweimal für den Oscar nominierten Johnny Depp, mit dem er schon mehrfach zusammengearbeitet hat, die Rolle des Willy Wonka anbot, bekam er kaum Gelegenheit, diese Frage zu formulieren. Laut Depp "saßen wir beim Abendessen, und er sagte: ,Ich möchte etwas mit dir besprechen. Du kennst doch die Geschichte ,Charlie und die Schokoladenfabrik'? Also, ich mache einen Film daraus, und ich frage mich, ob du vielleicht den??' Ich konnte einfach nicht abwarten, bis er die Frage ausgesprochen hatte. Ich sagte: ,Ich bin dabei. Jederzeit. Ich mache mit.' Da gab es nichts zu überlegen."

"Es ist an sich schon eine große Ehre, den Willy Wonka spielen zu dürfen", sagt Depp, der Dahls Bücher immer schon geschätzt hat. "Aber wenn Tim Burton mich aussucht, ist das eine doppelte, dreifache Ehre. Er bietet uns immer verblüffende Visionen, die jede Erwartung sprengen. Einfach weil er mitmachte, konnte ich auf das Lesen des Drehbuchs verzichten, bevor ich unterschrieb. Sogar wenn Tim auf fünf Millionen Filmmetern festhalten möchte, wie ich in eine Glühbirne starre, und ich dürfte drei Monate lang nicht blinzeln, würde ich das anstandslos machen."

Wenig später diskutierten die beiden Burtons Entwurfszeichnungen, Wonkas Look und die Themen der Story - es war die Fortsetzung der gewohnten kreativen Zusammenarbeit, die bereits 1990 begann, als Burton Johnny Depp die Titelrolle des rührenden Filmmärchens "Edward Scissorhands" (Edward mit den Scherenhänden) anvertraute. Später drehten sie auch den von der Kritik gefeierten "Ed Wood" (Ed Wood) sowie "Sleepy Hollow" (Sleepy Hollow - Köpfe werden rollen) zusammen, und derzeit arbeiten sie an dem Puppentrickfilm "Tim Burton's Corpse Bride" (Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche).

"In vielerlei Hinsicht ist Johnny ein hervorragender Charakterschauspieler", sagt Burton. "Ein Charakterschauspieler in Gestalt eines Hauptdarstellers. Das hat mich an ihm von Anfang an fasziniert, und deswegen überzeugt er uns so als Darsteller: Ihm geht es nicht in erster Linie um sein Image, vielmehr verwandelt er sich in die Figur, die er darstellt, er probiert gern Neues aus. Er geht Risiken ein. Immer wenn ich mit ihm zusammenarbeite, erscheint er in ganz neuem Licht."

"Er kann sehr intensiv über seine Rolle reflektieren", fügt Grey hinzu. "Als er zusagte, zollte er dem Buch höchsten Respekt, und er entwickelte sofort ein deutliches Gespür dafür, wie er der Rolle unverwechselbares Leben einhauchen kann. Ich könnte mir keine bessere Besetzung vorstellen. Manchmal wirkt die richtige Kombination wie ein Zauber, und genau das erleben wir bei diesem Film mit Roald, Tim, und Johnny."

Bei seiner Vorbereitung spielte Depps "große Zuneigung zu Wonka" die entscheidende Rolle. Wonka sieht sich nach 15 Jahren erstmals gezwungen, die Tore zu seiner Fabrik zu öffnen, um einen Erben zu finden, aber er fühlt sich dabei gar nicht wohl, weil er den Umgang mit Menschen verlernt hat. Laut Depp "setzt er vor den Leuten seine Spielmaske auf, aber darunter ist er sehr unsicher, er scheut die Nähe, den Kontakt.

Ich glaube, dass er Angst vor Bazillen hat, und deswegen trägt er ständig Handschuhe, auch sie sind ein Grund dafür, dass sein Verhalten wie eine künstliche Fassade wirkt. In bestimmten Momenten des Rundgangs erleben wir, wie Wonka den Kindern buchstäblich etwas vorspielt, und er spielt recht schlecht, er liest seine Dialoge tatsächlich von Karten ab. Wahrscheinlich hat er überhaupt kein Interesse daran, sich mit diesen Leuten abzugeben. Er mußs sich von der ersten Sekunde an sehr anstrengen, ihnen etwas vorzumachen und dabei immer zu lächeln."

"Andererseits findet er es auch wieder ganz wunderbar, als großer Showmann aufzutreten", fährt Depp fort. "Er wirkt wie Zirkusdirektor P.T. Barnum, wenn er demonstriert, was er alles geschaffen hat, nach dem Tenor: ,Hey, schaut euch das an. Das habe ich mir ausgedacht, ist das nicht wunderbar?' "

"Willy Wonka ist sehr exzentrisch", stellt Zanuck fest. "Ein seltsamer Typ, sehr komisch, sehr distanziert, aber auch sehr verletzlich - eine interessante Mischung, kindisch und tiefgründig zugleich. Kein anderer Schauspieler könnte dieser Rolle diese erforderliche Tiefe, dies Bandbreite und diese Haken und Ösen verleihen. Johnny ist ungeheuer begabt."

Burton und Depp arbeiteten mit der Oscar-preisgekrönten Kostümbildnerin Gabriella Pescucci ("The Age of Innocence"/Zeit der Unschuld; "Van Helsing") zusammen, um genau den richtigen Look für Wonka zu schaffen - letztendlich trägt er ganze zehn verschiedene edle Jacketts und Mäntel. In Bezug auf die Zeitlosigkeit der Dahlschen Geschichte gestaltete Pescucci die Kostüme "modern, aber mit Stilanleihen an die alte Welt."

In Bezug auf Wonkas Frisur und andere kleine, aber wichtige Details ging Depp seinen ganz eigenen Weg. "Die Frisur sah ich schon sehr schnell klar vor mir", sagt er. "Der Zylinder war eine einfache Entscheidung, weil der schon auf den Quentin-Blake-Bildern vorkommt, aber die Haare stellte ich mir etwa im Stil von Prinz Eisenherz vor, eine Pagenfrisur, recht extrem und nicht gerade vorteilhaft, aber Wonka hält die Frisur wohl für cool, weil er schon so lange nicht mehr unter Menschen gegangen ist und es einfach nicht besser weiß - daher verwendet er auch altmodische Ausdrücke."

Im Buch werden Wonkas Augen als funkelnd beschrieben, und deswegen wählte Depp violett gefärbte Kontaktlinsen aus, die eine beeindruckende Farbdimension ins Spiel brachten. Und weil Wonka als Kind beim Kieferorthopäden war, fand Depp, dass er perfekte Zähne zeigen sollte. Hinzu kommt seine auffällig blasse Haut, weil er die Fabrik jahrelang nicht verlassen hat.

So entsteht ein Wonka-Bild, das dem außergewöhnlichen Mann mit abgedrehten und kostspieligen Vorlieben und seiner Art zu sprechen gerecht wird - ein Auftritt, der seinem seltsamen Lebensstil wunderbar entspricht. Die Italienerin Pescucci bringt es auf den Punkt: "Willy Wonka é la persona fantastica!" Die Rolle des Charlie übernimmt Freddie Highmore, der nach dem gefeierten "Finding Neverland" (Wenn Träume fliegen lernen; 2004) erneut neben Depp auftritt.

Zu Beginn der Dreharbeiten war Highmore zwölf Jahre alt - er kann bereits Hauptrollen in Familienfilmen wie "Five Children and It" und "Two Brothers" (Zwei Brüder) vorweisen, und er verkörperte den jungen König Arthur in der TNT-Miniserie "The Mists of Avalon" (Die Nebel von Avalon).

"Er spielt die Rolle sehr emotional", bestätigt Grey. "Aber man merkt nicht, dass er spielt - er wirkt völlig natürlich. Diese Fähigkeit zeigt, dass er für sein Alter ungewöhnlich reif ist." Burton fasst die Meinung aller Mitwirkenden zusammen, die mit dem jungen Darsteller zu tun hatten: "Er wirkt rundum natürlich und glaubwürdig. Seine große Ernsthaftigkeit erscheint nie unecht, was sogar erwachsenen Schauspielern sehr schwerfällt.

Er kann Gefühle auch ohne Worte ausdrücken, und er wirkt nie angestrengt. So etwas kann kein Regisseur per Anweisung verlangen - entweder man kann es, oder man kann es nicht. Deshalb steht und fällt das Projekt mit der Besetzung des Charlie." dass Charlie so sympathisch wirkt, liegt für Highmore daran, dass er "ein normaler Junge ist. Er hat keine besonderen Begabungen oder ungewöhnliche Fähigkeiten.

Praktisch hat er eigentlich gar nichts außer seiner Familie, aber er handelt immer sehr überlegt und behandelt jedermann zuvorkommend. Als dann sein Wunsch in Erfüllung geht und er die Fabrik besuchen darf, freuen sich alle Leute mit ihm, weil er es wirklich verdient hat."

So gesehen strahlt Freddie laut Zanuck "Güte und Unschuld aus" - ohne sie allerdings zu übertreiben. "Güte kann auf der Leinwand sehr langweilig wirken", scherzt Helena Bonham Carter, die mit Highmore bereits die britische Komödie "Women Talking Dirty" (1999) gedreht hat. "Im Grunde ist Charlie eine gute Seele, weil er die richtigen Werte vertritt. Er ist nicht verzogen, was ihn von den anderen vier Kindern unterscheidet. Doch Freddie versteht es wunderbar, Charlie vor Kitsch zu bewahren, denn bei einer solchen Rolle ist diese Gefahr sehr groß."

Charlies Elternhaus wird von der Wonka-Fabrik gleich nebenan überragt - seine Fantasie richtet sich also vor allem auf das, was darin verborgen ist. Dennoch ist er im Gegensatz zu seinen privilegierten Tourgefährten mit seinem bisherigen Leben durchaus zufrieden. Dazu Highmore: "Obwohl er jeden Abend Gemüsesuppe essen mußs und einen verschlissenen Pullover trägt, fühlt sich Charlie im Schoß der Familie geborgen. Scheinbar besitzt er gar nichts, und dabei hat er bereits alles."

Als Charlie mit der kostbaren goldenen Eintrittskarte nach Hause kommt, wirkt dies wie ein Jungbrunnen für Großvater Joe, der von David Kelly ("Waking Ned Devine"/Lang lebe Ned Devine!) gespielt wird. "Man spürt es daran, wie er geht und spricht", sagt Zanuck. "Vor vielen Jahren hat Großvater Joe in der Fabrik gearbeitet, das war Joes glorreiche Vergangenheit - bis zu dem Zeitpunkt, als Wonka die Stadt aussperrte. Weil Joe die Chance bekommt, die Fabrik noch einmal zu besuchen, erhebt er sich vom Krankenlager und lebt richtig auf."

"Als David hereinkam, war die Sache sofort klar", erinnert sich Burton. "Er war hundertprozentig Großvater Joe. Ein erstaunlicher Schauspieler mit ungeheuer ausdrucksstarkem Gesicht, wie es die Stummfilmdarsteller hatten." Kelly würdigt, wie Dahl die besondere Beziehung zwischen Charlie und seinem Großvater herausarbeitet, und stellt fest, dass der Autor Wert darauf legt, das gesamte Altersspektrum darzustellen.

Der Schauspieler hatte nicht das Glück, seine eigenen Großeltern zu erleben - sie starben bereits vor seiner Geburt. Aber heute freut er sich daran, dass seine Kinder eine gute Beziehung zu seinen Eltern haben, und fragt sich: "Gibt es überhaupt Menschen, die ihren Großeltern kein ganz besonderes Gefühl entgegenbringen?"

Laut Kelly befindet sich das gesamte Projekt "in Tim Burtons Kopf - ein sehr fruchtbarer Aufenthaltsort. Der Mann setzt neue Maßstäbe, ist echt genial. Wenn ich zu meiner Rolle gefragt werde, antworte ich: ,Na ja, ich werde mit Johnny Depp von 50 Umpa Lumpas in einem rosa Zuckerboot über einen Schokoladenfluss gerudert.' Die Sets sind traumhaft - handgemalt, von Hand modelliert - so etwas erlebt man heute kaum noch. Bei der Arbeit klappte uns jeden Tag vor Staunen der Unterkiefer herunter, das war reine Magie."

Charlies liebevolle Eltern werden von Helena Bonham Carter und Noah Taylor gespielt, die beide laut Burton "aus relativ kleinen Rollen das absolut Beste machen und Charlies Familie mit Warmherzigkeit und Glaubwürdigkeit erfüllen. Die Wohnsituation und Lebensbedingungen sind äußerst prekär, fast surreal - und ohne die richtigen Darsteller hätte das nicht funktioniert. Mit Noah und Helena haben wir großes Glück: Sie sorgen wirklich dafür, dass ein echtes Familiengefühl aufkommt."

1997 wurde Bonham Carter mit ihrer Hauptrolle in der Lovestory "The Wings of the Dove" (Die Flügel der Taube) für den Oscar und den British Academy Award (BAFTA) nominiert. Über das emotionale Gleichgewicht zwischen ihr und Taylor in den Elternrollen sagt sie: "Wie Großvater Joe haben sich Charlies Eltern mit den Enttäuschungen des Lebens abgefunden. Wir führen ein hartes Leben, haben uns in die Rolle der Underdogs gefügt.

Bei der Ankündigung des Gewinnspiels mit den goldenen Eintrittskarten erwarten wir also überhaupt nicht, dass Charlie irgendeine Chance bekommt, denn die Wahrscheinlichkeit ist denkbar gering. Wir lieben unseren Sohn über alles und wollen ihm jede Enttäuschung ersparen, machen ihm also keine Hoffnungen. Er ist die einzige Freude in unserem Leben, und als er die Eintrittskarte findet, verkörpert er plötzlich für die gesamte Familie die Hoffnung auf ein besseres Leben."

Laut Taylor ("Shine", "Almost Famous", "The Life Aquatic"/Die Tiefseetaucher) kann man Mr. Bucket "nicht gerade als erfolgreich bezeichnen. Er stammt wahrscheinlich aus einer Familie, die es nie zu viel gebracht hat, nicht besonders clever ist, keine Beziehungen hat. Aber es gelingt ihm dennoch, seine Familie zusammenzuhalten und einen sehr lieben Sohn aufzuziehen. Und das halte ich für die wichtigsten Leistungen im Leben überhaupt."

Taylor beschreibt Dahls Botschaft, die er durch die Bucket-Familie ausdrückt, folgendermaßen: "Um ein guter Mensch zu sein, braucht man kein Geld, kein Ansehen." Aber "diese Moral stopft er uns nicht in den Rachen, vielmehr gibt er uns die Gelegenheit, sie selbst zu entdecken".

Vier verzogene Gören In den Rollen der vier Kinder, die Charlie bei der Fabrikbesichtigung begleiten, erleben wir AnnaSophia Robb als Violetta Beauregarde, Jordan Fry als Micky Schießer, Julia Winter als Veruschka Salz und Philip Wiegratz als Augustus Glupsch. Wie ihre literarischen Vorbilder, die in dem weltweiten Gewinnspiel auf eine goldene Eintrittskarte für die Wonka-Fabrik hoffen, stammen die vier begabten jungen Schauspieler aus sehr unterschiedlichen Milieus, bringen verschiedene Erfahrungen mit und wurden aufgrund eines internationalen Castings besetzt.

"Wir behaupten nicht, dass diese vier Gewinner der goldenen Eintrittskarten bösartig sind", sagt Zanuck diplomatisch. "Aber auf diese Art Kinder wären keine Eltern stolz." Violetta Beauregarde ist ein extrem ehrgeiziger und von sich selbst überzeugter kleiner Teufelsbraten - sie brüstet sich mit ihren zu Hause gestapelten Siegestrophäen und arbeitet derzeit daran, den Weltrekord im Dauer-Kaugummikauen zu brechen.

Obwohl Wonka sie davor warnt, schnappt sie sich in der Versuchsabteilung ein Stück experimentelles Kaugummi mit Blaubeergeschmack - im Nu läuft sie blau an und wird zu einem gigantischen blauen Ball aufgebläht, der in den Saftraum abtransportiert wird. Violetta wird von der elfjährigen Amerikanerin AnnaSophia Robb dargestellt. Aktuell wirkte sie in Wayne Wangs Familienfilm "Because of Winn-Dixie" und 2004 in dem Fernsehfilm "Samantha: An American Girl Holiday" des WB-Networks mit.

Robb sagt, dass sie durch die "Charlie"-Dreharbeiten "einen kleinen Anteil an einem historischen Event hatte, weil das Buch so beliebt ist. Der Set allein war schon ein Fantasy-Trip, Säle voller Süßigkeiten, mit denen wir spielen und die wir essen durften. Echt cool." Als Vorbereitung auf die Rolle absolvierte sie eine Martial-Arts-Ausbildung bei der Trainerin und Stuntfrau Eunice Huthart, denn in ihrer ersten Szene erleben wir Violetta, die bei einem Karate-Wettbewerb ihre Gegnerinnen gnadenlos niederschlägt.

Der altkluge, Videogame-süchtige Micky Schießer wird von dem zwölfjährigen Amerikaner Jordan Fry gespielt. Er spottet über eine andere Erfindung, mit der Wonka versucht, einen Schokoladenriegel mittels elektromagnetischer Wellen durch einen Fernsehbildschirm hindurchzutransportieren. Schießer stört das Experiment, indem er mitten hinein springt, was sehr unerwartete Folgen hat.

Der Newcomer Fry flog in dieser Sequenz begeistert an Drahtseilen über den Set. "Dazu Stunt-Coordinator Jim Dowdall: "Am schwierigsten war dabei, dass er eben nicht vor Begeisterung loslachen durfte, denn er soll in der Szene natürlich völlig verschreckt und unsicher wirken."

Der ständig hungrige Augustus Glupsch kann der Versuchung des leckeren Schokoladenflusses in der Fabrik nicht widerstehen und entfernt sich von der Gruppe, um davon zu probieren, obwohl seine Mutter und Wonka ihn zur Vorsicht mahnen. Natürlich fällt er kopfüber hinein und wird in das Rohr gesaugt, das die Schokolade in die anderen Abteilungen der Fabrik pumpt.

Als Glupsch gibt der zwölfjährige Deutsche Philip Wiegratz sein Profi-Debüt. Um den gefräßigen Jungen darzustellen, trug Wiegratz ein pummeliges Körperkostüm und ausgestopfte Waden, die ihn dicker machten. "Besonders problematisch war, dass Philip zu Anfang der Dreharbeiten nicht schwimmen konnte", berichtet Dowdall. "Also zogen wir Taucheranzüge an und brachten es ihm bei. Er lernte sehr schnell, obwohl er doch so ausgestopft war."

Gleichzeitig hat die hoffnungslos verzogene Veruschka Salz ganz andere Probleme. Als sie die im Nussraum arbeitenden Eichhörnchen entdeckt, will sie sofort eins haben und stürzt zum Fließband. Die Eichhörnchen prüfen sie, als ob sie eine Nuss wäre, sortieren sie als faule Frucht aus und lassen sie wie allen Ausschuss im Müllschlucker verschwinden. Veruschka wird von der zwölfjährigen Londonerin Julia Winter gespielt. Sie ist Mitglied der Kinderschauspielertruppe Allsorts Drama und gibt als Veruschka ihr Profi-Debüt.

"Ich schaffte es nicht, auf der Erde liegend zu strampeln und die Eichhörnchen abzuwehren", berichtet Winter. "Also legte sich Tim neben mich und zeigte mir, was ich machen sollte. Da lagen wir also beide, traten mit den Füßen, schrien uns die Lunge aus dem Leib und zerquetschten Eichhörnchen, die in Wirklichkeit gar nicht da waren. Das brachte riesigen Spaß und mußs völlig lächerlich ausgesehen haben."

Die Eltern dieser ekelhaften Kinder repräsentieren all die Fehler, die Eltern bei der Erziehung machen können, was auf höchst komische Weise offenbar wird, als sie die schrecklichen kleinen Gören durch die Fabrik begleiten. Missi Pyle ("Big Fish"; "Dodgeball"/Voll auf die Nüsse; "Bringing Down the House"/Haus über Kopf) als Mrs. Beauregarde wirkt eher wie die Managerin und Trainerin der unausstehlichen kleinen Violetta, die jeden nur denkbaren Preis und Wettbewerb gewinnen will.

"Mrs. Beauregarde erwartet, dass ihre Tochter all das erreicht, was ihr selbst versagt blieb", sagt Pyle. "Als selbst ernannte Siegerin hat sie Violetta den Ehrgeiz derart eingeimpft, dass für andere Gedanken kein Platz mehr bleibt. Die beiden erscheinen in der Fabrik natürlich in gleichen Outfits und zweifeln keinen Augenblick daran, dass sie den großen Preis gewinnen werden" - egal worin dieser auch bestehen mag.

Der für den BAFTA nominierte James Fox, ein erfahrener Film- und Fernsehschauspieler ("A Passage to India"/Reise nach Indien) spielt den schwer geprüften Mr. Salt, den Vater der völlig verzogenen und absolut egozentrischen Veruschka. "Er ist ängstlich darum bemüht, dass sie alles bekommt, was sie will", sagt Fox, der Veruschka mit einem Augenzwinkern als "liebenswert, göttlich, süß und begabt - einfach das perfekte Mädchen" beschreibt, um dann hinzuzufügen: "Aber nur so lange, wie der Vater alle ihre Forderungen erfüllt. Und zwar sofort. Falls nicht, schreit sie so lange, bis er nachgibt."

Fox ist überzeugt, dass die Fabriktour letztlich allen Kindern weiterhilft. Die Lektionen, die die groben, egoistischen und gedankenlosen Kinder lernen, erweisen sich als sehr wertvoll, "und Wonka stellt eine Art Schiedsrichter dar. Er analysiert Motive und Charakter der Kinder und will ihr Verhalten ändern, korrigieren. Er möchte sie zu besseren Menschen erziehen."

Adam Godley ("Love Actually"/Tatsächlich? Liebe; "Around the World in 80 Days"/In 80 Tagen um die Welt) als Mr. Schießer und Franziska Troegner (die 2001 als Nebendarstellerin in "Heidi M." für den Deutschen Filmpreis nominiert war) als Frau Glupsch geht es auch nicht besser. Leider lässt sich Mr. Schießer von den sarkastischen Gemeinheiten seines Sohnes viel zu sehr beeindrucken, und die arme Frau Glupsch ist offensichtlich nicht nur unfähig, Augustus' hemmungslose Fresssucht unter Kontrolle zu bringen, sondern es scheint ihr sogar völlig egal zu sein.

Die Umpa Lumpas und Dr. Wonka Deep Roy, den Burton passenderweise als "den fleißigsten Mann im Showbusiness" bezeichnet, stellte sich der überwältigenden Aufgabe, ganz allein die gesamte Schar der Umpa Lumpas darzustellen, die in der Fabrik alle Arbeiten verrichten. Willy Wonka hat ihnen das harte Leben im fernen Lumpaland erspart, und deswegen leben sie jetzt in der Fabrik, wo sie sich ausschließlich von Kakaobohnen ernähren. Roy hat unter Burtons Regie bereits in "Planet of the Apes" (Planet der Affen) und "Big Fish" (Big Fish) mitgewirkt.

Sehr gern übernahm er also auch die neue Rolle. Doch die Sache hatte einen Haken, wie der Schauspieler lachend berichtet: "Als Tim mich auf die Idee ansprach, sagte er zunächst: ,Es gibt nur einen Umpa Lumpa, und den spielst du. Und dann vervielfältigen wir dich hundertfach.' Dann überlegte er sich, dass ich etwa fünf Umpa Lumpas in Großaufnahmen spielen würde. Und als ich ihn dann das nächste Mal in London wiedertraf, waren aus den fünf 19 geworden! Am Schluss war es mir dann egal, ob ich 19, 20 oder 50 spielte. Es war absolut umwerfend."

Das Produktionsteam brachte Dutzende der winzigen, unermüdlichen Arbeiter auf die Leinwand, indem man Roy mit Motion Capture sowie seine Gesichtsmimik filmte: Im Computer entstanden so Duplikate der Umpa Lumpas, die durch Roys verschiedene Darstellungen individuelle Züge bekamen und dann im entsprechenden Maßstab verkleinert wurden. Für Roy bedeutete das monatelanges Einstudieren der Choreografie.

Wenn in einer Szene viele Umpas gemeinsam singen und tanzen sollten, spielte Roy alle ihre Tanzschritte, wobei er für jeden ein wenig versetzt einsetzte und jedem gewisse Unterschiede im Ausdruck und in der Bewegung verpasste. Dann kombinierte man diese Bilder zu einem kompletten Tanzensemble. "Die Zuschauer werden glauben, all das sei im Computer entstanden", sagt Roy. "Aber so war es nicht. Wenn wir 20 Umpas im Bild sehen, habe ich alle 20 selbst gespielt."

Außerdem setzte man fotorealistische animatronische Umpa-Modelle ein, um Roy in den Szenen zu ergänzen und ihm ein Gegenüber zu schaffen, auf das er während des Drehs reagieren konnte. "Deep hat sich in diesem Film heldenhaft geschlagen", bestätigt Burton. "Wenn man überlegt, wie oft die Umpa Lumpas ins Bild kommen, gab es eine ganze Reihe von Möglichkeiten der Umsetzung: Man hätte alle im Computer animieren können. Aber ich habe mich lieber für unsere Methode entschieden, um das wichtige menschliche Element zu betonen und damit dem Geist des Buches gerecht zu werden."

Willys Vater, den Zahnarzt Dr. Wilbur Wonka, verkörpert Christopher Lee: Er erscheint in einer Reihe von Rückblenden, die Willy an seine Jugend erinnern. Der weltweit renommierte britische Schauspieler steht mittlerweile seit fast 60 Jahren vor der Kamera. Bekannt wurde er mit den legendären Hammer-Horrorfilmen der 50er-Jahre (die Burton über alles schätzt), später folgten eine große Bandbreite von Spielfilm- und Fernsehproduktionen, darunter Hauptrollen in der "Herr der Ringe"-Trilogie, in der "Star Wars"-Serie und in dem von der Kritik gefeierten "Jinnah" von 1998.

Lee bezeichnet Wonka senior "sicherlich nicht als schlechten Vater, er ist nur äußerst streng und zudem unfähig, seine Liebe auszudrücken." Dr. Wonka kümmert sich vor allem um die Mundhygiene und macht sich wegen der Zähne seines Sohns große Sorgen - das geht so weit, dass er seinem Sprössling jegliche Süßigkeiten verbietet. "Man kann nicht sagen, dass der Vater den Sohn eindeutig misshandelt", meint Lee. "Denn er hat ja dabei die besten Absichten. Aber er ist unerbittlich und jagt dem Kleinen dadurch reichlich Angst ein."

"Christopher Lee ist nicht nur ein großer Schauspieler, den ich seit meiner Jugend bewundere", sagt Burton, "sondern er dominiert die Leinwand in jeder Hinsicht." Drehbuchautor John August stimmt ihm zu: "Er wirkt absolut furchterregend - genau mit der richtigen Intensität."

Lee hat mit Burton und seinem "Charlie"-Partner Johnny Depp bereits "Sleepy Hollow" gedreht und ist neben beiden aktuell auch an "Tim Burton's Corpse Bride" beteiligt. "Als Regisseur geht Tim unglaublich enthusiastisch zu Werke", sagt er. "Ich erlebe ihn wie eine Welle der Ermutigung, die hinter der Kamera hervorwogt. Er ist unglaublich erfindungsreich und ein sehr kluger Kopf."

Tatsächlich war Burton beim Dreh derart unermüdlich im Einsatz und absolvierte jeden Tag ein derartiges Pensum, dass Helena Bonham Carter ihm aus Jux einen Schrittzähler schenkte. "Sie wollte einfach wissen, welche Strecke er jeden Tag zurücklegt", sagt Freddie Highmore, der sich nicht an die offizielle Zählung erinnern kann: "Aber es zeigte sich, dass er sich das Joggen sparen kann, weil er bei der Arbeit reichlich Bewegung bekommt."

Wonkas Reich entsteht: Originelle Ausstattung, Spezialeffekte und visuelle Effekte auf dem neuesten Stand der Technik erschaffen eine beispiellose Wunderwelt Sobald die Kinder durch die Fabriktore schreiten, entdecken sie laut Zanuck "eine völlig neue Welt mit einem Schokoladenwasserfall, einem Schokoladenfluss, essbaren Bäumen und unglaublichen Apparaturen, wie sie sich nur Roald Dahl ausdenken und ein Kopf wie Tim Burton in Bilder umsetzen kann. Das ist Fantasy, Spaß, völlig abgedreht und verblüffend. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll."

Bei der Erschaffung von Wonkas Welt begannen die Filmemacher an der Quelle, wie Burton erzählt: "Wir näherten uns der intuitiven, sinnlichen Qualität der Dahl-Bilder und Sphären. Wir hielten uns so genau wie möglich an das Buch, als wir konkrete Sets wie den Nussraum und den TV-Raum bauten. Dennoch blieb uns genug Freiraum, den wir selbst interpretieren mußsten, und das macht bei einer Verfilmung wie dieser besonders Spaß. Jeder Saal hat seine spezifische Ausprägung, individuelle Möglichkeiten."

"Wir wollten uns nicht zu sehr auf Blue- oder Greenscreen-Effekte verlassen und bauten so viele reale Sets wie nur möglich", fährt der Regisseur fort. "Die meisten Sets bestehen aus 360-Grad-rundum-Kulissen - die Schauspieler stehen also mitten drin in der Szene." Ein riesiges Kompliment bekam die Filmcrew von Felicity Dahl, als sie sich die im Bau befindlichen Sets in den Pinewood-Studios anschaute und begeistert ausrief: "Einfach zauberhaft! Ich weiß, dass Roald überwältigt wäre, wenn er das sehen könnte. Er hätte gesagt, dass dies alles hundertprozentig seinen Vorstellungen entspricht."

Dahls Vorstellungen waren allerdings gar nicht einfach umzusetzen. Seine Schokoladenfabrik besteht aus höhlenartigen Sälen, die ganze Landschaften enthalten, zum Beispiel der Arbeits- und Lebensraum der Umpa Lumpas neben dem Schokoladenwasserfall und Schokoladenfluss, an dem Zuckerstangenbäume wachsen; gigantische Erbsenschoten bringen Dauerlutscher hervor, und sogar das Gras kann man essen.

Sperrige und höchst originelle Maschinen produzieren Wonkas fantasievolles Konfekt, und in anderen Sälen werden ähnlich urtümliche Apparaturen eingesetzt, um experimentelle, noch verrücktere und köstlichere Süßigkeiten zu kreieren. Bei der Tour durch die Fabrik wird der Fluss in einem durchsichtigen Zuckerboot überquert, und ansonsten benutzt man einen gläsernen Fahrstuhl, der nicht nur auf- und abfährt, sondern auch "seitlich, kreuz und quer und in jede nur erdenkliche Richtung", was auch bedeuten kann, dass er wie eine Rakete durch das Dach schießt.

Die Produktion belegte sieben Studiohallen und einen Großteil des Außengeländes der britischen Pinewood-Studios, darunter die berühmte James-Bond-Halle, in der sich eines der größten Studio-Wasserbecken der Welt befindet. Produktionsdesigner Alex McDowell hat mit "The Terminal" (Terminal) den Preis der Art Directors Guild (Ausstattergewerkschaft) gewonnen und war mit "Minority Report" (Minority Report), "Fight Club" (Fight Club) und "The Crow" (The Crow - Die Krähe) nominiert. Er sagt: "Wir haben praktisch das ganze Studio mit Beschlag belegt - mit allem Drum und Dran."

Burton wollte so viel wie möglich real mit der Kamera filmen, deshalb wurden viele der Kulissen tatsächlich im Studio gebaut, man setzte Masken- und Spezialeffekte ein, die Joss Williams verantwortet - er war mit seinem Burton-Film "Sleepy Hollow" bereits für den BAFTA nominiert.

"Und wo die realen Effekte an ihre natürlichen Grenzen kommen, haben wir mit unserem digitalen Reich übernommen", sagt der für die visuellen Effekte verantwortliche Nick Davis, der mit "Harry Potter and the Sorcerer's Stone" (Harry Potter und der Stein der Weisen) für den BAFTA und den Preis des American Film Institute nominiert war. Davis überwachte die weiter entwickelte Motion-Capture-Technik und die im Computer generierten Effekte "in allen Szenen, die man real im Studio nicht filmen kann.

Alle Abteilungen haben dabei eng zusammengearbeitet, wobei Tim den Ausgangspunkt bildete: Er brachte die Ideen ein und zeichnete immer wieder Skizzen, um uns zu demonstrieren, was ihm vorschwebte." Dabei kam es natürlich auf äußerst präzise Vorbereitung und auf reibungslose Kommunikation an, denn sogar innerhalb einzelner Szenen bleiben die Übergänge zwischen den verschiedenen Aufnahmeverfahren ständig fließend.

Die realen Sets kamen in Varianten gleichzeitig auf dem Außengelände, im Computer oder als Miniaturmodelle im Maßstab 1: 24 zum Einsatz. "Ich habe bei der Vorbereitung intensiv mit den Konzeptkünstlern und Nick Davis zusammengearbeitet, damit alles zusammenpasst", sagt McDowell. "Dem Designer ist es eigentlich egal, ob es sich um einen realen oder virtuellen Set handelt, und bei ,Charlie' kam es auf einen sehr sensiblen Umgang mit der Ausstattung an - von den Umpa-Lumpa-Requisiten bis zu der ausgedehnten, im Computer generierten Szenerie, durch die das Boot und der Fahrstuhl reisen."

Über das Zuckerboot sagt er: "Auf der Fahrt über den Schokoladenfluss gerät das Boot in einen Tunnel mit Stromschnellen. Den Schokoladensaal haben wir tatsächlich gebaut, aber was sich im Tunnel abspielt, ist ganz und gar im Computer entstanden. Das Boot befindet sich dabei auf einer kardanisch aufgehängten Plattform und wird vor einer Bluescreen gefilmt. Außerdem mußs das Boot im Computer nachgebaut werden.

Die Schauspieler sitzen im echten Boot mit Umpa-Puppen, und im Computer entstehen vom Rechner kreierte Schauspieler mit den maßstabgetreu auf Umpa-Größe verkleinerten Versionen von Deep Roy an den Rudern des Computer-Boots. Mehrere Monate habe ich sehr eng mit der Computer- und der Miniaturabteilung zusammengearbeitet und Entwürfe der 3-D-Computermodelle und der realen Miniaturen entwickelt."

Wie McDowell berichtet, war auch das Design des gläsernen Fahrstuhls eine echte Herausforderung. "Die Kabine mußs selbsttätig funktionieren, die Türen gehen auf und zu, sie mußs robust genug sein, um an einem Kran aufgehängt zu werden und mit einem Set zu kollidieren. Außerdem mußs sie fliegen. Aber wie filmt man so etwas? Wie bringt man eine Kamera in einem gläsernen Fahrstuhl unter?"

Laut Davis verwendete man für die Fahrstuhlszenen schließlich "einerseits eine Mischung aus real gebauten Teilen, die an einem Gerüst hingen, und andererseits aus komplett im Computer berechneten Fahrstühlen mit vom Computer animierten Figuren darin - es kam jeweils darauf an, wie komplex die Einstellung war.

Zum Teil benutzten wir Handkameras auf Kränen, wobei sich die Schauspieler in der Kabine befanden, oder Motion-Control-Kameras, wenn der Fahrstuhl sich nach oben bewegte oder zehn Meter in die Tiefe stürzte. Manchmal filmten wir die Schauspieler, die auf blauen Kisten standen, und bastelten sie später in den Fahrstuhl hinein."

Weil die Beleuchtung der ungewöhnlich detailreichen Fabrikszenerie eine entscheidende Rolle spielt, wurde auch der Oscar-preisgekrönte Kameramann Philippe Rousselot ("A River Runs Through It"/Aus der Mitte entspringt ein Fluss) schon zu den Vorbereitungsgesprächen eingeladen, wie Davis berichtet: "Tim wollte eine intensive Ausleuchtung, Primärfarben. Es stellte sich jedoch heraus, dass helle, farbige Scheinwerfer nicht zu Schokolade passen.

Wir hatten alle Hände voll zu tun um zu verhindern, dass die Schokolade grau oder das Boot matschig wirkte. Es war eine echte Gratwanderung, bestimmte Objekte mit weißem Licht auszuleuchten, ohne von anderen Requisiten und den Primärfarben der Wände abzulenken. Wir haben also mit Philippe und seinem Team schon in der Vorbereitungsphase zusammengesessen und sind das Beleuchtungsschema Szene für Szene durchgegangen. Manches ließ sich digital lösen, manches erreichten wir mit Scheinwerfern im Studio."

Der Schokoladenfluss "Tims entscheidende Vorgabe für den Schokoladenfluss war: Er mußs so appetitlich wirken, dass man sofort losfuttern möchte", erinnert sich Joss Williams. "Und so sind wir auch vorgegangen: Er soll so lecker wie nur möglich aussehen." Der Effekte-Chef mußste also "Konsistenz, Aussehen, Farbtests und Sicherheitsauflagen" bedenken, ganz zu schweigen von der Logistik, den erforderlichen Mengen, Transport und Lagerung.

Die Option, die Schokolade von Zulieferern herstellen und per Tanklastzug anliefern zu lassen, wurde schnell verworfen, weil das 40 Tanklastzüge erfordert hätte. Da erschien es praktischer, die Süßigkeiten vor Ort herzustellen und zu lagern. Konventionelle Zementmischer erwiesen sich als unbrauchbar. Vielmehr brauchte man einen Kessel, der drei oder vier Tonnen auf einmal mischen konnte. Ironischerweise fand man solche Kessel in einer Zahnpasta-Fabrik: Sie können sogar zwölf Tonnen gleichzeitig anrühren und 20.000 Tonnen speichern.

Insgesamt benötigte das Team einen ständigen Vorrat von fast einer Million Liter flüssiger Schokolade; etwa 145.000 Liter für den Wasserfall und 770.000 Liter für den Fluss, der 55 Meter lang und zwischen sieben und zwölf Meter breit ist. An seiner tiefsten Stelle ist er fast einen Meter tief.

Williams verrät zwar nicht das genaue Rezept, aber er berichtet von Experimenten mit einer Mischung aus Wasser und Diät-Zellulose. Hinzu kommen verschiedene Lebensmittelfarben für das richtige Aussehen und die Beschaffenheit. "Das Auge nimmt Farben anders wahr als das Filmmaterial", erklärt er. "Wir haben also eine ganze Palette von Farbnuancen durchprobiert, bis wir die richtige gefunden hatten."

Sobald die Mischung angerichtet war, wurde sie von einem örtlichen Labor regelmäßig gereinigt und täglich getestet, "um sicherzustellen, dass kein Sicherheitsrisiko bestand und sie tatsächlich genießbar blieb." Er scherzt nur halb, wenn er hinzufügt: "Wir mußsten die Bakterien auf ein erträgliches Maß reduzieren. Sie entsprechen in etwa der Größenordnung, die man in einem Sandwich an Bord eines Flugzeugs findet."

Für die Szene, in der Augustus Glupsch in den Schokoladenfluss purzelt und schließlich in ein Rohr gesaugt und in eine andere Abteilung der Fabrik gespült wird, mußste sich der kleine Philip Wiegratz langsam aber sicher an das ungewohnte Gefühl gewöhnen, in geschmolzener Schokolade herumzuplanschen. "Zunächst übte Philip in einem kleinen Becken in der Werkstatt", sagt Williams.

"Dann testeten wir ihn in dem dick ausgepolsterten Kostüm, das er als Augustus trägt; der Auftrieb durfte nicht zu stark sein, sonst wäre er an der Oberfläche getrieben, aber das Kostüm durfte sich auch nicht vollsaugen, weil ihn dann das enorme Gewicht hinuntergezogen hätte. Sein größtes Problem war wahrscheinlich, dass das Zeug die Ohren verklebt und er kaum noch hören konnte."

Als die Szene sich in Bereiche vorarbeitet, die eine Kamera unmöglich filmen kann, wird der reale Set durch eine Computerszenerie ersetzt: Der virtuelle Glupsch wird durch ein enges Rohr gequetscht und dann nach oben ausgespuckt. All das bewerkstelligte Nick Davis mit seinem Team - sie mußsten sich ebenfalls mit der Farbe und Konsistenz auseinandersetzen, von der Nachahmung der "flüssigen Dynamik" der Schokolade im Computer ganz zu schweigen.

Zusammenfassend sagt Davis: "Mit der Software kann man die physikalischen Anforderungen auseinanderdividieren. Man gibt die bekannten Parameter vor: Schmelzgeschwindigkeit, Tropfgeschwindigkeit, Gießgeschwindigkeit, Masse und Gewicht - das erleichtert die Arbeit ganz erheblich. Aber letztlich braucht man immer noch die menschliche, künstlerische Hand für den entscheidenden Touch: Man schaut sich das Bild an und meint: ,Hm, das ist zu schnell' oder ,Da glänzt es zu sehr.' "

Die Umpa Lumpas Die Animation der Umpa Lumpas setzte die intensive Teamarbeit aller Effekte-Experten der Filmcrew voraus, angefangen mit einem einzelnen Mann, dem Umpa-Lumpa-Prototyp: Deep Roy. Ob fünf, sechs oder 20 Umpa Lumpas in einer Einstellung auftreten - sie werden alle von Roy gespielt.

Jeden spielte er in einer separaten Einstellung und mit etwas versetzten Einsätzen auf der Motion-Capture-Bühne, wobei seine Mimik und seine Körperbewegungen vom Computer aufgezeichnet wurden. Wenn die Szene eine Tanznummer zeigt, in dem die Umpa Lumpas gemeinsam das Schicksal der ungezogenen Kinder besingen, so erforderte sie eine monatelang präzise ausgearbeitete Choreografie zur Musik von Komponist Danny Elfman.

Dadurch konnte Roy jeden der Tänzer in der Gruppe individuell spielen, wobei er die Gesten und die Mimik jedes Tänzers ein wenig variierte. So entstand durch die Kombination der Bilder letztlich ein komplettes Tanzensemble. "Ich habe mir gesagt, dass ich einfach 19 Wiederholungen spielen mußs", sagt Roy, der sich auf seine Rollen mit täglichen Pilates-Übungen und Tanzstunden vorbereitete.

"Am schwierigsten war, die Positionen der verschiedenen Darstellungen auseinanderzuhalten, ich mußste im Kopf mitzählen, im richtigen Moment den Kopf drehen und in die richtige Richtung schauen. Das ging nur mit intensiven Proben." "Das war extrem aufwändig, vor allem durch die ungeheure Menge der Einstellungen", sagt Chas Jarrett, der in der Moving Picture Company für die visuellen Effekte verantwortlich ist. Die Firma ist eine von mehreren, die dem Produktionsteam zuarbeiteten und fast 500 Umpa-Lumpa-Einstellungen lieferten.

"Die Umpas sehen sich zwar sehr ähnlich, aber wir haben die einzelnen Gesichter in jedem Fall etwas verändert. Die Frisuren unterscheiden sich, und auch die Darstellung variiert von einer Figur zur anderen." Jarrett beschreibt den Vorteil des relativ neuen Facial-Capture-Verfahrens (Aufnahme der Mimik) im Vergleich zur üblichen Animation: "Wir können auch feine Nuancen im Bereich der Augen und der Mundstellung einfangen, die Kieferbewegungen, die Hautspannung im Bereich der Nasenlöcher, wenn er spricht. Solche Details fallen den Animatoren am schwersten. Doch bei diesem Verfahren bekommen wir sie umsonst, durch Deeps Darstellung."

Als ob dieses Verfahren nicht schon kompliziert genug wäre! Zu allem Überfluss sind die Umpa Lumpas auch nur ganze 75 Zentimeter groß, so dass Deep Roy virtuell entsprechend verkleinert werden mußs. Das wäre überhaupt kein Problem, wenn er in seinen Szenen allein aufträte. Aber die Umpa Lumpas sind praktisch in allen Einstellungen zusammen mit den menschlichen Filmhelden zu sehen.

Alex McDowell versucht das Problem zu demonstrieren, den Größenmaßstab jederzeit im Griff zu behalten, und spult spontan eine Memo-Liste ab, die sich fast wie ein Abbott-und- Costello-Sketch anhört: "Wir müssen unsere Sets in zwei verschiedenen Maßstäben bauen. Immer müssen wir bedenken, dass die Umpa Lumpas 75 Zentimeter groß sind. Werkzeuge, Armaturen, Wege und die Gebäudestruktur müssen sich der Umpa-Größe anpassen.

Oft ist Deep Roy im Bild, der tatsächlich natürlich doppelt so groß ist. Also gibt es einerseits den Umpa-Maßstab, andererseits den Deep-Roy-Maßstab. Der Umpa-Maßstab entspricht manchmal dem menschlichen Maßstab, mit winzigen Requisiten, die im menschlichen Maßstab winzig bleiben, aber im Deep-Roy-Maßstab größer wirken.

Manchmal sitzt Deep auf einem menschlichen Stuhl, der entsprechend doppelt so groß gebaut werden mußs, damit Deep so aussieht, als ob er halb so groß wie die Menschen ist; manchmal bewegt sich Deep in der Umpa-Umgebung, und in diesem Fall bauen wir einen Set für Deeps Größe sowie einen nur halb so großen Set für Willy Wonka, damit der in der Umpa-Umgebung riesig wirkt. Es ist schon schwierig, auch nur die Begrifflichkeiten für dieses Vorgehen sauber auseinander zu halten."

Aus diesem Grund engagierte das Filmteam den Animatronik- und Masken-Experten Neal Scanlan vom Neal Scanlan Studio, der mit "Babe" (Ein Schweinchen namens Babe) den Oscar gewann. Scanlan sollte helfen, in bestimmten Szenen den richtigen Maßstab zu markieren und den Schauspielern ein Gegenüber zu geben, auf das sie reagieren konnten. "Wir hatten den Ehrgeiz, einen fotorealistischen Umpa Lumpa zu schaffen", sagt Scanlan.

Mit seinem Team stellte er fünf umfassend mit Motoren ausgestattete Puppen her - für jeden Saal der Fabrik einen. Dabei verwendete man Abgüsse von einem Originalmodell. Die Puppen sind mit bemalter Silikonhaut überzogen, haben eingepflanzte Haare und glänzende Glasaugen. Ihre Glasfaserschädel werden von Motoren gesteuert, mit denen sie realistische Mimik und Augenbewegungen ausführen. Über Leitungen lassen sich Rumpf, Kopf, Hals und Gliedmaßen fernsteuern.

Diese Puppen wirkten derart lebensecht, dass sogar Roy selbst verblüfft war, als er sie zum ersten Mal sah. "Ich war wirklich überrascht", erinnert sich der Schauspieler. "Sie können reden, ihre Augen und Lippen bewegen. Sofort dachte ich: Bin ich jetzt also überflüssig? Wenn sie die Puppen einsetzen, können sie mich ja feuern."

Weitere 15 Puppen entstanden mit ebenso perfektem Äußeren und ebenso beweglich, allerdings ohne das mechanische Innenleben. Die Illusion, dass sie sich bewegten, wurde durch die Anbindung an sich bewegende Requisiten erreicht, zum Beispiel durch die motorgetriebenen Ruder des Zuckerboots.

Die Eichhörnchen Ebenso fantasievoll wie logisch erkennt Wonka, dass Eichhörnchen die weltweit größten Experten für die Qualität von Nüssen sind. Kein anderes Tier - von Menschen und Maschinen ganz zu schweigen - kann mit derartiger Präzision und Geschwindigkeit gute von faulen Nüssen unterscheiden.

Irgendwann führt Wonkas Tour also auch in den Nuss-Sortiersaal, in dem die Kinder von dem Anblick hingerissen sind: 100 Nager geben auf winzigen Schemeln emsig ihr Bestes: Jede Nuss wird auf Geruch und Klang geprüft, die guten geschickt aufgenagt und der Inhalt auf das Fließband expediert, während sie die schlechten Nüsse über ihre Schulter in einen gigantischen Müllschlucker werfen. Wie Wonka wollte Tim Burton nur das Beste: echte, dressierte Eichhörnchen.

"Ich recherchierte und war von den Anforderungen schier überwältigt", sagt Tierausbilder Mike Alexander von der Firma Birds & Animals Unlimited. Alexander freute sich auf die erneute Zusammenarbeit mit Burton, nachdem er bereits für die echten Schimpansen in "Planet der Affen" zuständig gewesen war. Aber er gibt zu: "Eichhörnchen sind eine echt harte Nuss, und es war einfach unvorstellbar, 100 gleichzeitig zu dressieren."

Die Tiere auf der Leinwand sind also eine sehr kunstvolle Mischung aus sorgfältig erstellten animatronischen Puppen, einigen Computerbildern und 40 ausgelassenen, sehr realen Eichhörnchen, die den Maßstab vorgeben und in den Tierszenen die Führung übernehmen. 19 Wochen lang arbeitete Alexanders Team aus vier Trainern - immer unter der Aufsicht eines Vertreters des Tierschutzbundes Humane Society. Grundsätzlich kümmerten sie sich dabei ganz indivuell um ihre quirligen Schützlinge.

Einige der Tiere stammten aus britischen Privathaushalten, die meisten wurden aus örtlichen Tierheimen rekrutiert. Nachdem die Eichhörnchen einmal von Menschen gerettet und gepflegt wurden, dürfen sie zu ihrem eigenen Schutz nicht mehr in die freie Wildbahn entlassen werden. Entsprechend wurden alle Eichhörnchen, die nicht zu ihren Besitzern zurückkehrten, nach den Dreharbeiten von Birds & Animals Unlimited adoptiert, wo sie gute Pflege bekommen, bis sie möglicherweise wieder vor der Kamera auftreten.

Alexander beschreibt die Eichhörnchen als zweifellos intelligent und "unglaublich fotogen", aber sie lassen sich bekanntermaßen nur schwer dressieren. Weil sie so eigensinnig und unberechenbar sind, "eignen sie sich nicht dafür, spezielle, schwierige Aktionen auszuführen", sagt er.

"Sie mögen einfach nicht still sitzen. Man kann sie nicht in einer Position festhalten. Zwei Wochen haben wir gebraucht, bis wir sie so weit hatten, dass sie aus ihrem Bau kamen und sich zu uns setzten, was nicht heißt, dass sie irgendetwas taten, was wir von ihnen wollten.

Wir arbeiteten uns also in winzigen Schritten voran. Als sie sich daran gewöhnt hatten, bei uns zu sitzen, stellten wir ihnen die Requisiten vor. Wir brachten ihnen bei, eine Nuss aufzuheben und in eine Metallschale zu tun, was sie im Film nicht machen. Aber als sie das Aufheben begriffen hatten, konnten wir die Schale durch ein Fließband ersetzen. Als sie das Grundkonzept verstanden hatten, lernten sie immer schneller, und die Sache funktionierte."

Jedes Eichhörnchen bekam einen Namen, und schon bald zeigten sich ihre eigenen Persönlichkeiten und Begabungen. "Alle waren lernwillig, aber einige sind natürlich gelehriger als andere", sagt Alexander. "Wir merkten, dass einige überhaupt keine Nüsse aufheben wollten, andere wiederum packten sie und ließen sie nicht mehr los. Diejenigen, die sich nicht als ,gute Nuss-Eichhörnchen' profilierten, kamen in eine zweite Gruppe - sie lernten, über den Boden in Richtung Veruschka zu laufen. Und unsere schlauesten Eichhörnchen führen den Nuss-Gag aus."

Es gibt Grenzen für das, was die Eichhörnchen leisten können - entsprechend ihren Fähigkeiten, aber auch in Bezug auf die möglichen Gefahren, die eine Szene mit sich bringt. In solchen Fällen übernahmen die animatronischen oder die virtuellen Truppen. "Tim wollte die echten Eichhörnchen so oft wie irgend möglich einsetzen", berichtet Nick Davis.

"Aber einige Bewegungen können sie rein physisch nicht ausführen, sie können zum Beispiel die Nüsse nicht über ihre Schultern werfen. Das ist ihnen vom Körperbau her gar nicht möglich. Es fiel also uns zu, die Computer-Eichhörnchen so realistisch wie möglich zu gestalten, sie müssen sich anthropomorphisch verhalten, sollen dabei aber ihre tierische Natur nicht verleugnen.

Eichhörnchen haben eine einzigartig dynamische Energie, was Tim besonders anzieht. Er lehnte es ab, sie in Zeitlupe zu drehen oder ihnen sonstwie ihren natürlichen Ausdruck, ihre Intensität oder ihr Tempo zu beschneiden, weil sie derart possierlich und auch ein bisschen irritierend wirken."

Jon Thum, bei Framestore-CFC für die visuellen Effekte verantwortlich, kam mit an Bord, um die Eichhörnchen-Szenen mit seinem Know-how zu unterstützen. Er steuerte insgesamt 88 Effekteeinstellungen zum Film bei, "vervielfachte die echten Eichhörnchen in etwa 15 Einstellungen und leistete in weiteren 64 Einstellungen die viel schwierigere Aufgabe, völlig neue Eichhörnchen zu kreieren. Einige Einstellungen mit den Eichhörnchen auf den Schemeln, die ihre Köpfe drehen, ließen sich nur per Computer bewerkstelligen. Und sobald sie sich auf dem Boden befinden, handelt es sich überwiegend um Computerbilder."

Die Mulitplikation der Tiere bedeutete, dass man sie zunächst einzeln bei der Ausführung ihrer dressierten Aktionen filmte. Diese Bilder wurden dann kombiniert, um ein Gruppenbild zu erzeugen. Thum gibt ein Beispiel: "Als die Eichhörnchen massenhaft von ihren Schemeln springen und auf Veruschka zulaufen sollen, können sie zwar springen, aber nicht alle zur gleichen Zeit. Also mußsten wir jedes Eichhörnchen einzeln filmen, wie es vom Schemel springt, um sie dann in einer einzigen Einstellung zu synchronisieren."

Bei der Kreation virtueller Eichhörnchen orientierte sich Thums Team "an den Referenzaufnahmen der realen Vorbilder. Wir hatten Bilder, auf denen sie laufen, springen, Nüsse aufnagen, an Stoffstücken zerren. Die Animationszyklen übernehmen diese Referenzbewegungen in allen Einstellungen. Dann gehen die Animatoren ans Werk und animieren die Eichhörnchen-,Hauptdarsteller' individuell. In manchen Einstellungen mußsten wir die Tiere Bewegungen ausführen lassen, die sie selbst nicht bewerkstelligen können, als sie zum Beispiel Veruschka auf den Kopf klopfen. Aber die Bewegungen, die sie vorher und nachher ausführen, gehen auf die Vorbilder der echten Eichhörnchen zurück."

Die Computerbilder wurden dann minutiös Haar für Haar berechnet, um den Tieren individuelle Züge zu verleihen, wie Thum berichtet. "Richtig schwierig wurde es in den vielen Fällen, wo die Computerbilder als Anschlüsse an die Aufnahmen mit den echten Tieren dienen sollten. Wir stellten fest, dass unsere Eichhörnchen-Großaufnahmen fünf Millionen Haare erforderten, um authentisch zu wirken." Das Fell wurde so lange überarbeitet, bis jedes Detail in Bezug auf Länge, Farbe und Lage der Härchen stimmte. Diese Effekte wurde dann durch Bewegungsnuancen wie Atmen und Zuckungen vervollständigt.

Daneben fertigte Scanlan zwölf animatronische Puppen an, außerdem einige Körperteile, die mit handgeführten Stäben animiert wurden. "In den meisten Einstellungen sieht man ein echtes Eichhörnchen, das im Vordergrund auftritt, während etliche animatronisch animierte Kollegen sein Handlungsmuster nachmachen", sagt er.

"Der Vorteil animatronischer Puppen liegt darin, dass sie nichts dagegen haben, ewig die gleichen Bewegungen auszuführen, und sie beschweren sich nie; allerdings wirken sie auch nie so wirklichkeitsgetreu. Der beste Weg liegt also darin, die Bewegungen anzugleichen und dann zu kombinieren."

Scanlans Puppen-Eichhörnchen enthielten mehrere Motoren, mit deren Hilfe sie eine ganze Anzahl von Bewegungen ausführen konnten: Sie drehen die Köpfe, halten eine Nuss, schütteln sie, horchen hinein, wedeln mit dem Schweif. "Wir konnten sie so programmieren, dass sie genau das taten, was Tim wollte."

Als Veruschka ein Eichhörnchen entführen will, wird sie von der Masse der wütenden Nager überwältigt. In diesem Schlachtgetümmel werden die lebendigen Eichhörnchen von animatronischen Kollegen unterstützt, die Scanlan "mit kleinen Spangen an den Händen und Mäulern ausstattete, die sich im Stoff von Veruschkas Kleid festkrallen."

Als Veruschka bzw. ihr Stuntdouble daraufhin zu Boden stürzt, achtete man besonders sorgfältig darauf, dass kein Eichhörnchen zu Schaden kam, falls es bei dieser Aktion vielleicht unter dem Mädchen vorbeiflitzen wollte. Tatsächlich landet Veruschka nämlich auf einer unsichtbaren Plattform mit einem gewissen Abstand über dem Boden, so dass ein genügend großer Zwischenraum blieb. Auf diese Weise erreichten die tierischen Darsteller mit Unterstützung der Animatronik und der Computerbilder den mitreißenden Effekt, dass Veruschka völlig von Eichhörnchen bedeckt ist.

Bei "Charlie und die Schokoladenfabrik" arbeitet Tim Burton zum elften Mal mit dem berühmten Komponisten Danny Elfman zusammen Der bereits mehrfach für den Oscar und den Grammy nominierte Komponist/Musiker Danny Elfman schrieb die unverwechselbare Musik des Films und lieferte auch die Vorlagen zu vier speziellen Songs, die Roald Dahls Umpa Lumpas schmettern.

"Charlie und die Schokoladenfabrik" ist zwar kein Musical (außer den Umpa Lumpas singt niemand), aber dennoch gibt es vier Szenen, in denen die Umpa Lumpas mit einem Lied auf den Lippen an das traurige Schicksal der ungezogenen Kinder auf dem Rundgang durch die Fabrik erinnern. Den gesamten Umpa-Lumpa-Chor singt Elfman persönlich - er war früher der Leadsänger von Oingo Boingo. Die Texte stammen aus Dahls Buch, und Elfman stellte sich stilistisch auf jedes der Kinder - Violetta, Augustus, Veruschka und Micky - ein.

Die Lieder belegen, dass schlechtes Betragen ernsthafte Konsequenzen nach sich zieht, und somit dienen sie als moralische Lektion. "Ich hatte den Ehrgeiz, jedem Kind durch ein individuelles Lied gerecht zu werden - alle vier Songs sind völlig unterschiedlich aufgebaut", sagt Elfman.

"Bei Augustus Glupsch orientierte ich mich am bombastischen Blechbläser-Sound der Bollywood-Filme. Bei der Kaugummi-Kauerin Violetta besann ich mich auf eine Retro-Funk-Stimmung der 70er-Jahre. Für Micky Schießer brauchte ich etwas, das seiner hyperaktiven Hektik entspricht - typischerweise kann er sich nie lange konzentrieren, er ist ein Rock-Kid, ein Videogame-Freak.

Weil Veruschka im Müllschlucker landet und im Text von Fischköpfen und Ähnlichem die Rede ist, schlug Tim vor, einen ausgesprochen sanften Sound dagegen zu setzen, also verwenden wir dabei eine Art Hippie/Happy Love/psychedelischen Klang im Stil der 60er-Jahre." Bei den Songtexten hielt sich Elfman genau an die Buchvorlage.

"Ich wollte Dahls Lyrik so exakt wie möglich übernehmen. Im Buch ist sie mehr ein ausführlicher Sprechgesang, es handelt sich nicht um Songs im eigentlichen Sinn, aber die Verse werden bereits von einem wunderbaren Rhythmus geprägt. Am Schluss mußste ich eine Menge hin- und herschieben, aber zu 95 Prozent bleibe ich dem Original treu, nur hier und da haben wir etwas justiert."

Die kreative Zusammenarbeit zwischen Tim Burton und dem vielseitig begabten Elfman zählt zu den längsten und erfolgreichsten Regisseur/Komponist-Partnerschaften in der Branche. Sie begann bereits mit Burtons Filmdebüt "Pee-Wee's Big Adventure" (Pee-wees irre Abenteuer) und dauert nun schon 20 Jahre. Gemeinsam gestalteten sie "Batman" (Batman), "Beetlejuice" (Beetlejuice), "Edward Scissorhands" (Edward mit den Scherenhänden), "The Nightmare Before Christmas" (The Nightmare Before Christmas) und "Sleepy Hollow" (Sleepy Hollow - Köpfe werden rollen).

Siebenmal war Elfman für den Grammy nominiert, viermal für Burtons Filme: "Batman", "Edward mit den Scherenhänden", "Planet of the Apes" (Planet der Affen) und "Big Fish" (Big Fish). "Big Fish" (2003) brachte Elfman die aktuellste seiner drei Oscar-Nominierungen ein. Für Burton "war Dannys Musik immer eine Richtschnur, ein Hilfsmittel, um die verschiedenen Elemente der Story zu definieren und zusammenzuhalten. Man kann sagen, dass er ein weiterer Darsteller des Films ist."

"Wunderbar bei der Arbeit mit Tim ist, dass er mich immer wieder vom Kurs abbringt und neue Musikstile vorschlägt, auf die ich nicht gefasst bin. Wir haben inzwischen oft genug zusammengearbeitet - ich weiß also, dass ich jede Menge verrückter Sachen machen kann, ohne ihn vor den Kopf zu stoßen", sagt Elfman.

"Andersherum hat er mich mit seinen Ideen auch so oft in Richtungen geführt, die mir selbst nicht eingefallen wären und bis heute zu meinen Favoriten zählen. Besonders bei einem bestimmten Song für ,Charlie' haben Tim und ich sehr eng zusammengearbeitet, und ich mußs wirklich sagen: Ich kann mich nicht erinnern, wann meine Arbeit jemals mehr Spaß gebracht hat. Das war wahrhaftig traumhaft überkandidelt!"

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