Das wandelnde Schloss

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Titel Deutschland: Das wandelnde Schloss
Titel Japan: Hauru no ugoku shiro
Titel USA: Howl's Moving Castle
Genre: Zeichentrick Fantasy Abenteuer
Farbe, Japan, 2005

Kino Japan: 20. November 2004
Kino Deutschland: 25. August 2005
Kino Österreich: 26. August 2005
Kino Schweiz: 22. September 2005
Laufzeit Kino: 120 Minuten, FSK 6



Inhalt Das Mädchen Sophie arbeitet als Hutmacherin im Geschäft ihres verstorbenen Vaters. Bei einem ihrer seltenen Besuche in der Stadt lernt sie zufällig den attraktiven und charismatischen Zauberer Hauro kennen. Sie verliebt sich in ihn und wird daraufhin von einer eifersüchtigen Hexe mit einem Fluch belegt, der sie in eine alte Frau verwandelt. Plötzlich mußs Sophie sich im gebrechlichen Körper einer 90-Jährigen zurechtfinden!

Unerkannt verlässt sie ihre Heimatstadt und zieht in die Ferne, um Hauro zu suchen und den bösen Fluch rückgängig zu machen. Schließlich findet sie ihn und arbeitet von nun an als Putzfrau in seinem geheimnisvollen "wandelnden Schloss" - ein gigantisches mechanisches Ungetüm, das sich auf insektenähnlichen Beinen bewegt, aus allen Löchern pfeift und seine Türen in vier verschiedene Welten und Zeiten öffnen kann.

Feuer-Teufel Calcifer, der das Haus bewacht, und Hauros kindlicher Assistent Markl werden bald ihre Freunde - nur der selbstverliebte Hauro schenkt ihr kaum Beachtung und genießt das Leben in seiner unbekümmerten Art. Als er jedoch vom König berufen wird, sein Land vor dem drohenden Krieg zu retten, übernimmt er endlich Verantwortung. Doch das alleine reicht nicht: erst Sophies wachsende Liebe zu ihm vermag schließlich den Fluch zu lösen, sie beide zu retten und die Welt vor Zerstörung zu bewahren ...


Darsteller & Stab Synchronsprecher: Robert Stadlober (Hauro), Sunnyi Melles (Sophie), Kevin Iannotta (Markl), Gerald Schaale (Calcifer), Barbara Ratthey (Hexe), Maddalena Kerrh (Suliman), Claudia Lössl (Lettie), Marian Köhler (Hanna), Thomas Rauscher (König), Marion Hartmann (Bettsy)

Stab:Regie: Hayao Miyazaki • Produktion: Ned Lott, Toshio Suzuki, Rick Dempsey • Drehbuch: Hayao Miyazaki • Vorlage: Diana Wynne Jones • Filmmusik: Joe Hisaishi, Youmi Kimura • Kamera: Takeshi Seyama • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: - • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Kazuhiro Wakabayashi • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Birgit Glombitza (Die Zeit, 25. August 2005): wie immer bei Hayao Miyazako sind Gespenster und Magier seltsame Zwischengestalten. Ihnen kann das Herz fehlen wie bei dem selbstverliebten Hauro. Manchmal auch der Verstand wie bei der Hexe aus dem Niemandsland, die nach dem Verlust ihrer magischen Kräfte in stumpfe Demenz verfällt. In ihren Triumphen werden diese Wesen unheimlich, in ihren Defekten harmlos. So harmlos, dass die in Tapferkeit gereifte Sophie die Macken ihres Geliebten korrigieren und sich die Liaison zwischen Leben und Zauberei endlich erfüllen kann. So gesehen ist Das wandelnde Schloss, mehr als alle anderen Hayao Miyazako-Werke, eine ziemliche Schnulze. Doch das macht aus dem Film noch kein sentimentales Alterswerk. Eher einen Hayao Miyazako für Einsteiger.

film-dienst 17/2005: Ein im Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts angesiedeltes Anime voller überbordender Bildeinfälle, das vor der Bedrohung der menschlichen Zivilisation durch Technik und Krieg warnt und ein Hohelied auf die Macht der Liebe anstimmt. Bei aller Zuversicht behält jedoch ein düsterer Grundton die Oberhand.

Der Spiegel 34/2005): Aus dem Bestseller der englischen Autorin Diana Wynne Jones hat der japanische Trickfilmer Hayao Miyazako, Oscar-Preisträger von 2003, einen rührend altmodischen Animationsfilm gemacht, der in Japan 14 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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