Zwei ungleiche Schwestern

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Filmplakate im Großformat: DeutschlandFrankreich

Titel Deutschland: Zwei ungleiche Schwestern
Titel Frankreich: Les soeurs fâchées
Genre: Drama
Farbe, Frankreich, 2004

Kino USA: 22. Dezember 2004
Kino Deutschland: 25. August 2005
Laufzeit Kino: 93 Minuten, FSK o. A.



Inhalt Louise, eine lebenslustige Kosmetikerin aus der Provinz kommt nach Paris, um ihre Schwester zu besuchen, aber auch, um einen Verleger zu treffen. Denn die Mittdreißigerin weiß nun endlich was sie will: Romane veröffentlichen und vom Schreiben leben! Natürlich geht es in ihrem Erstlingswerk um ihre eigene Beziehung zu der Liebe ihres Lebens, zu dem "richtigen Mann". Nervös, überspannt aber auch voller freudiger Erwartung steigt sie aus dem Zug.

Da hat Martine, ihre großbürgerliche und vom Leben frustrierte ältere Schwester, bereits einen enervierenden Morgen hinter sich: ihr Mann hatte durch lautes Atmen die Frühstücksruhe zerstört, der Sohn beim Abschiedskuss keine Rücksicht auf ihren ständig schmerzenden Nacken genommen und hätte das Dienstmädchen sie nicht erinnert, dann hätte sie auch noch die Ankunft ihrer Schwester vergessen! Und die hat sich ausgerechnet für den heutigen Samstag angekündigt, wo jeder Pariser weiß, dass man dann partout keinen Parkplatz findet!

Martines Freude auf ein Wiedersehen mit der Schwester hält sich in engen Grenzen, hektisch und übellaunig fährt sie zum Bahnhof. Noch bevor die beiden aufeinander treffen ist klar: diese Schwestern trennen Welten! Es folgen drei Tage, in denen die überschwängliche Louise die unterkühlte, ständig auf ihre gesellschaftliche Stellung bedachte Martine auf eine schwere Probe stellt.

Schließlich mußs sich Martine, am Rande mehrerer Nervenzusammenbrüche, von ihrem Mann und ihren besten Freundinnen betrogen, die Frage nach dem Sinn ihres Lebens und nach der Gültigkeit ihrer Werte stellen. Auch an Louise geht diese schwesterliche tour de force nicht spurlos vorüber - als sie einsam und bedrückt die Rückreise antritt, da steht sie vielleicht am Anfang einer Karriere als Schriftstellerin, aber ihre Schwester scheint sie für immer verloren zu haben ...


Darsteller & Stab Darsteller: Isabelle Huppert (Martine), Catherine Frot (Louise), François Berléand (Pierre), Brigitte Catillon (Sophie), Michel Vuillermoz (Richard), Christiane Millet (Géraldine), Rose Thiery (Fernanda), Bruno Chiche (Charles), Jean-Philippe Puymartin (Editeur), Aurore Auteuil (Hôtesse accueil Editeur), Antoine Beaufils (Alexandre)

Stab:Regie: Alexandra Leclère • Produktion: Philippe Godeau • Drehbuch: Alexandra Leclère • Vorlage: - • Filmmusik: Philippe Sarde • Kamera: Michel Amathieu • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Carlos Conti • Schnitt: Hervé de Luze, Jaqueline Mariani • Kostüme: - • Make Up: Thi Loan Nguyen, Chantal Léothier • Ton: Jean Umansky, Raphaël Sohier • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 17/2005: Ein großartig gespielter Film mit teils geschliffenen Dialogen, deren Regisseurin jedoch keine Position bezieht, sondern größeren Wert auf eine reibungslose Inszenierung legt. Da der tristen Alltagsanalyse keine Konsequenzen folgen, bleibt der Film in einer merkwürdigen Schwebe.
Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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