SommerHundeSöhne

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher Inhalt • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: SommerHundeSöhne
Titel USA: -
Genre: Komödie
Farbe, Deutschland, 2004

Kino USA: -
Kino Deutschland: 8. September 2005
Laufzeit Kino: 100 Minuten, FSK 12



Inhalt Der Zufall bringt zwei junge Männer zusammen, die verschiedener nicht sein könnten: Marc ist ein impulsiver Macho, der sich vom Leben nimmt, was er kriegen kann. Er ist nervös, hat offensichtlich Grund zur Flucht. Frank dagegen ist ein infantiler Träumer, der an Mutters Schürzenzipfel hängt und allein kaum lebensfähig ist.

Als Marc ihn kidnappt, aber auch zur Flucht verführt, wird er zum ersten Mal aus seiner Lebenswelt heraus gerissen. Die Devise heißt: weg von Deutschland und der Wüstenoase in Marokko entgegen, wo Marcs Vater lebt. Unterwegs quer durch Europa entsteht aus der anfänglichen Notgemeinschaft ein eingespieltes Team. In Marokko angekommen, verabschieden sich zwei Freunde voneinander, die eine ganze Welt vor sich haben.


Darsteller & Stab Darsteller: Fabian Busch (Frank), Stipe Erceg (Mark), Lilja Loeffler (Ilvy), Martin Claussen (Pauly), Daniela Ziegler (Franks Mutter), Heinrich Giskes (Marcs Vater), Helmut Rühl (Franks Onkel), Fernando Guerrero Rebollo (Luis), Hans Pawliczek (Martin)

Stab:Regie: Cyril Tuschi • Produktion: Cyril Tuschi, Nicholas Conradt • Drehbuch: Ole Ortmann, Cyril Tuschi • Vorlage: - • Filmmusik: Benjamin Biolay, Blackmail, Camille, Tribalis • Kamera: - • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Dirk Göhler • Kostüme: Sabine Greunig • Make Up: Maxie Piper • Ton: Frank Hoyer • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 18/2005: Ein Erstlingsfilm voller sprunghafter Übergänge und Anschlussfehler, der die Grenzen gewohnter Kinounterhaltung auch mit Albernheiten sprengt. Dabei unterhält er gleichwohl durch seinen kratzbürstigen Charme sowie seine reizvolle kreative Energie.

Michael Althen, FAZ: Überhaupt sind es unter lauter Debüts vor allem die Schauspieler, die Konstanz ins deutsche Kino bringen: (...) Stipe Erceg und Fabian Busch, die in Cyril Tuschis SommerHundeSöhne im Wohnmobil auf Vatersuche nach Marokko gehen und der abenteuerlustigen Stilsuche Zusammenhalt geben. (...)

Rhein-Zeitung 7.9.2005: Cyril Tuschi zeigt in seinem Regiedebüt SommerHundeSöhne die Geschichte einer ungewöhnlichen Männerfreundschaft. Die Nachwuchsdarsteller Fabian Busch und Stipe Erceg harmonieren dabei prächtig in den Hauptrollen. Tuschi ist ein amüsanter Film mit einem ruhigen Erzählfluss gelungen.

Kulturkueche.de: Da kommt dann zum Beispiel ein Kamikaze-Regisseur wie Cyril Tuschi mit seinem Roadmovie SommerHundeSöhne an, einem kleinen wilden Film über einen unreifen Hypochonder und einen verbitterten Macho, die im Wohnmobil zwischen Berlin und Tanger ihren gestörten Selbstbildern auf die Schliche kommen. Glänzend besetzt mit Fabian Busch und dem fantastischen Stipe Erceg (...) folgt SommerHundeSöhne freihändig den Eskapaden seiner lose skizzierten Figuren und gewinnt gerade durch seine Defizite in Erzählökonomie und dramaturgischer Stringenz einen Charme, dem sich kaum ein Zuschauer in Hof entziehen konnte.

Rüdiger Suchsland, Berliner Zeitung: Die bessere Seite des deutschen Films zeigte sich in SommerHundeSöhne, einem Road-Movie von Cyril Tuschi, der zwei ungleiche junge Männer, den unselbstständigen Nerd Frank (Fabian Busch) und das störrische Großmaul Marc (Stipe Erceg) in einem Van zusammenzwängt und über Frankreich und Spanien nach Marokko transportiert. Ein Weggehfilm, der den Bewegungscharakter des Kinos betont, und Raum erobern will ? spürbar geprägt vom Willen, der Enge bundesrepublikanischer (Film-)Themen zu entfliehen. Mit Mut zur Phantasie scheut Tuschi auch vor Märchenhaftem nicht zurück ? ein sympathisches Debüt, das Lust auf seinen nächsten Film macht und dem man eine Chance im Kino wünscht.

Wolfram Schütte, Titel Magazin: Einem anderen Frankfurter, dem 1969 geborenen Cyril Tuschi, ist dagegen ein über weite Strecken hinreißend komisches und spielerisch mysteriöses, zart surrealistisches Road-Movie gelungen: SommerHundeSöhne. Zwei Exzentriker ? ein Muttersöhnchen (Fabian Busch) und ein rabiater Macho (Stipe Erceg), der sich wie ein Gangster des riesigen Wohnmobils bemächtigt, in dem das Muttersöhnchen auf seine bei Ikea einkaufenden Eltern wartete ? kutschieren im Wohnmobil von Berlin bis nach Tanger. Es ist eine wüste, komische, phantastische Reise, auf der sich noch andere merkwürdige Figuren einfinden, die beiden Helden das Wohnmobil verlieren und wiedererobern, in einer Italo-Western-Geisterstadt stranden und in Afrika die Oase nicht finden, die sie suchen ? aber die Zuschauer dabei mit einer Fülle von komischen, grotesken und sentimentalen Einfällen Bekanntschaft machen können. Ein außergewöhnlich spielerischer, abenteuerlich verrückter Film. Wenn in Hof, der Jean-Paul-Stadt, ein Preis mit diesem Namen zu vergeben wäre, so würde ich behaupten, dass ich schon lange keinen eigenwilligeren deutschen Film gesehen habe, der ihn wie Cyril Tuschis SommerHundeSöhne verdient hätte.

Filmplakat
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Dirk Jasper FilmLexikon

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