Ein Duke kommt selten allein

Produktionsnotizen

Was macht die Serie "The Dukes of Hazzard" (Ein Duke kommt selten allein), die 1979 ins Programm der CBS preschte, so sympathisch? Die unvergleichliche Mischung aus Südstaaten-Milieu und Nonstop-Action: Zwei nette Jungs wollen es eigentlich allen recht machen ? die charismatischen Cousins Bo und Luke Duke, gespielt von Tom Wopat und John Schneider, machten die Serie zum Megahit. Nach sechs Staffeln und insgesamt 147 Episoden können die Dukes auf eine riesige treue Fangemeinde zählen, die durch die ständigen Wiederholungen sogar noch gewachsen ist.

Inzwischen ist es über 20 Jahre her, seit die letzte Folge erstmals im Fernsehen lief. Aber "Ein Duke kommt selten allein" bleibt mit seinen beliebten Helden eine Ikone der Popkultur. Bos und Lukes berüchtigter orangefarbener Dodge Charger, Baujahr 1969, von ihnen "General Lee" getauft, ist einer der bekanntesten amerikanischen Wagen der Welt, und der Name Daisy Duke gilt als Synonym für die knappsten Hotpants der Welt.

Jeden Freitagabend servierte "Ein Duke kommt selten allein" dem Publikum ein Stück Amerika auf dem Präsentierteller ? die Zuschauer konnten sich nach Hazzard County träumen, um Heimatgefühle, fetzige Autoverfolgungsjagden und verblüffende Stunts zu erleben. Diese Elemente und die lockere Atmosphäre der Serie überzeugten Produzent Bill Gerber, dass es an der Zeit ist, die Dukes auch auf der großen Leinwand durchstarten zu lassen.

"Ich suchte ein Projekt, das den ursprünglichen amerikanischen Geist repräsentiert", sagt Gerber. "in 'Ein Duke kommt selten allein' geht es um Familienwerte: Die Dukes kämpfen für das, was ihnen am meisten am Herzen liegt. Bo und Luke sind wirklich sympathisch und gehen mit dem Gesetz sehr locker um ? mir gefiel der Robin-Hood-Aspekt der Serie. Und wenn man auch noch an die attraktive Daisy Duke denkt, dann stimmten einfach die Voraussetzungen, um das Konzept auf die Leinwand zu bringen."

Zunächst entwickelte Gerber mit Drehbuchautor John O?Brien ein Skript, das die gutmütigen Gaunereien in halsbrecherischem Komödientempo weiterführt. Dann engagierte er Regisseur Jay Chandrasekhar, der die Komödien "Super Troopers" (Super Troopers ? Die Superbullen) und "Club Dread" (Club Mad) inszeniert hat. Beide Filme wurden vom Comedy-Autorenteam Broken Lizard geschrieben, zu dem auch Chandrasekhar gehört.

"Der Komödienstil von Broken Lizard lässt sich mit dem von 'Ein Duke kommt selten allein' vergleichen: Nicht nur Intellektuelle, sondern alle Zuschauer sollen ihren Spaß haben", sagt Gerber. "Mir war klar, dass Jay genau die richtigen Kniffe kennt, um Hazzard County und die Dukes fürs heutige Publikum aufzubereiten."

Der 37-jährige Chandrasekhar wollte sich die Gelegenheit, eine seiner Lieblingsserien fürs Kino zu adaptieren, auf keinen Fall entgehen lassen. "Ich bin mit 'Ein Duke kommt selten allein' aufgewachsen und fand Gaunerkomödien wie 'Smokey and the Bandit' (Ein ausgekochtes Schlitzohr) toll", sagt der Regisseur. "Ich wollte immer schon mal einen Film im Stil der 70er-Jahre machen, mit quietschenden Reifen und Cops, die auch mal aus einem anderen Blickwinkel gezeigt werden. Ein Poster von Daisy Duke hing an meiner Wand, seit ich neun war, ich habe jahrelang von ihr geträumt. Das Angebot, Daisy Duke auf die Leinwand zu bringen und den General Lee wieder durch die Gegend fliegen zu lassen, kann man doch unmöglich ausschlagen!"

Auf zwei Dinge kann man sich in Hazzard County felsenfest verlassen: auf selbstgebrannten Schnaps, der einem die Schädeldecke hochpustet, und Bo Duke am Steuer seines geliebten orangefarbenen Charger.

Seann William Scott, der die Rolle des Bo spielt, fühlte sich an seine Kindertage in Minnesota erinnert. "Als Kind war ich ein großer Fan der Dukes", verrät der Schauspieler, Star der erfolgreichen "American Pie"-Trilogie und der aktuellen Komödie "Mr. Woodcock". "Also freute ich mich auf die Kinoversion. Die beiden Typen sind ganz einfach gute Kumpel, die auf schnelle Wagen, heiße Frauen und starken Schnaps stehen."

Johnny Knoxville wurde durch die von ihm konzipierte MTV-Hitserie "Jackass" bekannt, die er auch sehr erfolgreich auf die große Leinwand brachte. Er spielt den Luke, Bos älteren Cousin, der sich in der Welt auskennt und auch mit Frauen ein wenig mehr Erfahrung hat.

"Bo und Luke sind im Grunde sehr nette Jungs", sagt Knoxville, der ? Sie haben es erraten ? aus Knoxville in Tennessee stammt. "Sie sind eben nur verdammt waghalsig. Listig wie Schlangen, aber im positiven Sinn. Das heißt: Sie behandeln Frauen mit Respekt, und wer das nicht tut, den vermöbeln sie auf der Stelle. Richtige Schwierigkeiten gibt es aber nur, weil sie schwarz gebrannten Schnaps verhökern und den Sheriff austricksen."

"Wenn wir den Film 1979 gedreht hätten, wäre Burt Reynolds unser Bo Duke gewesen", sagt Chandrasekhar. "Ich suchte also zwei Typen, die Reynolds? Mentalität mitbringen. Seann ist ein echtes Energiebündel, und Johnny ist ein sehr lustiger Ex-Stuntman, der auch als Schauspieler absolut überzeugt. Sie bilden das perfekte Duo, wenn es darum geht, ein bisschen durchzudrehen ? im Sinne von Südstaaten-Rebellen."

"Johnny und mir haben die Dreharbeiten echt Spaß gemacht", sagt Scott. "Und das ist auf der Leinwand deutlich zu erkennen. Er ist ein total abgedrehter Typ, sorgt immer für gute Stimmung ? es war völlig klar, dass wir bestens miteinander auskommen würden. Ohne ihn hätte ich den Film gar nicht machen können."

"Ich schätze Seann sehr ? er ist total durchgeknallt ? im besten Sinne des Wortes", sagt Knoxville. "Ein genialer Kopf, sehr komisch ? bei der Arbeit und auf der Leinwand. Wir waren wirklich in unserem Element, wenn wir in den General Lee hechteten, irgendwas in die Luft jagten oder uns in Bars prügelten. Mann, der Dreh war echt stark."

Während Bo und Luke der Polizei im General Lee immer wieder entwischen können, besteht die Geheimwaffe ihrer Cousine in ganz speziellen Shorts. In der Originalserie spielte Catherine Bach die Rolle, und nach ihrem Vorbild besetzten die Filmemacher die beliebte Sängerin Jessica Simpson als Daisy Duke, ein typisches Südstaaten-Girl ? ebenso tough wie sexy.

"Wir haben praktisch alle jungen Schauspielerinnen in Hollywood vorsprechen lassen, aber wir legten großen Wert darauf, dass unsere Daisy wirklich aus dem Süden stammt", sagt Gerber. "Als Jessica hereinkam, gab es keine zwei Meinungen: Sie war Daisy Duke. Wir haben sie nicht engagiert, weil sie eine berühmte Sängerin ist. Sie kam einfach rein, brillierte mit ihrer Szene und haute uns alle mit ihrem Charisma um."

In Anlehnung an die Serie hat Simpson sogar ihrem Hund den Namen Daisy gegeben ? sie erlebt die Rolle als ideales Sprungbrett auf die Kinoleinwand. "Als Kind fand ich Daisy Duke einfach super", sagt sie. "Sie war eindeutig mein Vorbild, wir Mädchen verehrten sie, weil sie stark und sehr sexy war ? sie bekam, was sie wollte. Daisy ist eine sprichwörtliche Amerikanerin: mutig, sehr familienorientiert, und sie tut letztlich alles, um ihren Cousins aus der Bredouille zu helfen."

Simpson war begeistert, ihre erste Filmrolle mit Partnern wie Knoxville und Scott spielen zu dürfen. "Seann und Johnny haben mich sehr hilfreich unter ihre Fittiche genommen ? ich habe eine Menge von ihnen gelernt", sagt Simpson. "Am ersten Drehtag war ich total nervös, doch sie beruhigten mich und sorgten dafür, dass ich mich wohl fühle."

"Jessica hat sich unglaublich intensiv vorbereitet", lobt Chandrasekhar seine Hauptdarstellerin. "Sie wirkt auf der Leinwand echt komisch und sehr charismatisch."

Seann William Scott bestätigt das: "Jessica hat sich hervorragend geschlagen ? im wahrsten Sinne des Wortes. Und sie sieht echt sexy aus. Eine Menge Leute werden überglücklich sein, sie in Daisy Dukes Hotpants zu erleben."

Tatsächlich sind die Pants derart knapp, dass Simpson erst einmal einen Lehrgang machen mußste. "Ich bin bei Stuntfahrern und Kampfchoreografen in die Lehre gegangen, was echt umwerfend war", sagt Simpson. "Doch das härteste Stück Arbeit kam dann mit meinem persönlichen Fitnesstrainer ? ich sollte in den Hotpants optimal aussehen, und die verbergen ja praktisch gar nichts! Jeden Tag habe ich zwei Stunden trainiert, Zucker und Gebratenes waren in meiner Diät tabu. Als die Dreharbeiten dann begannen, war ich recht zuversichtlich, denn ich hatte im Fitnesscenter eine Menge Zeit und viel Schweiß investiert."

Doch Simpson tritt im Film nicht nur als Schauspielerin auf, sondern auch als erfahrene Sängerin: Auf dem Soundtrack des Films singt sie im Duett mit ihrem "Duke"-Partner Willie Nelson eine sexy Funk-Version des 1966er-Hits "These Boots Are Made for Walkin?" von Nancy Sinatra.

"Willie Nelson ist eine Legende ? ich verehre ihn, seit ich denken kann", sagt Simpson. "Als ich mit ihm singen durfte, ging ein Traum in Erfüllung ? in der Musik treffen sich unsere Seelen." Die Aufnahme enthält auch neue Strophen, die Simpson im Sinne von Daisy Duke selbst getextet hat. Columbia Records/Sony Music Soundtrax haben "The Dukes of Hazzard ? Music From the Motion Picture" am 19. Juli veröffentlicht. Zu hören sind auf dem Album auch klassische Südstaaten-Rock-Tracks der legendären Allman Brothers Band, Stevie Ray Vaughan und Double Trouble, Lynyrd Skynyrd, The Charlie Daniels Band, Molly Hatchet, Montgomery Gentry, Ram Jam, Southern Culture on the Skids, The Blueskins, Blues Explosion und The James Gang. Nic Harcourt, Moderator der innovativen Radioshow "Morning Becomes Eclectic" übernahm die Auswahl der Musik, und Nathan Barr komponierte den Originalsoundtrack zum Film.

Zwei weitere Tracks auf dem Album bieten deftige Geschichten, die Willie Nelson als Onkel Jesse erzählt. Nelson singt für den Film auch die weltberühmte Titelmelodie "Good Ol? Boys", die sein Freund, der gefeierte Musiker Waylon Jennings, damals für die Fernsehserie geschrieben und aufgenommen hat. Eigentlich sollte der legendäre Country-Sänger und Schauspieler ursprünglich auch im neuen Kinofilm zu hören sein, aber sehr bald stellte sich heraus, dass der "rothaarige Fremde" Willie Nelson die perfekte Besetzung für den knorzigen Onkel Jesse L. Duke ist, den in der Serie damals Denver Pyle gespielt hat.

"Jay sah mich an und sagte: 'Einen Onkel wie Willie Nelson würde wohl kein Mensch auf der Welt ablehnen!'", erinnert sich Gerber. "Wir boten ihm die Rolle an, und er antwortete: 'Ja verdammt, klar mache ich mit ? wann und wo braucht ihr mich?'"

"Willie verkörpert exakt die erdverbundene Gutherzigkeit des Jesse", sagt Chandrasekhar. "Er gehört zu den Helden meiner Kinderzeit ? als er die Rolle akzeptierte, ging für mich ein Traum in Erfüllung."

"Ich arbeite sehr gern als Schauspieler und kannte Denver Pyle persönlich", sagt Nelson. "Ich habe also eine recht gute Vorstellung davon, worum es bei der Rolle geht. Onkel Jesse behandelt Bo, Luke und Daisy wie seine eigenen Kinder."

Im Film landet Onkel Jesse im Gefängnis, was er seinem Erzfeind Boss Hogg zu verdanken hat, der sich mit seinen typischen Winkelzügen die Farm der Dukes einverleiben will. Jefferson Davis Hogg trägt wie immer einen weißen Anzug, weiße Stiefel und einen riesigen weißen Stetson ? er ist schlau wie ein Fuchs, zäh wie ein Dachs und scheinheiliger als alle Hinterwäldler zusammen.

"Sanfte Schurken in Komödien sind nicht mein Ding", sagt Chandrasekhar. "Wenn der Bösewicht nicht ausgesprochen zum Fürchten ist, schadet das meiner Meinung nach der Story. Keiner außer Burt Reynolds hätte diese Rolle spielen können. Ohne Burt als 'ausgekochtes Schlitzohr' hätte es die Serie 'Ein Duke kommt selten allein' nie gegeben."

"Ich habe mir 'Ein Duke kommt selten allein' nie vorwerfen lassen, aber das eine oder andere Lob habe ich dafür durchaus akzeptiert", lacht Reynolds. "Als ich mit den Filmemachern wegen der Boss-Hogg-Rolle im Gespräch war, erzählte ich meinen alten Freunden davon, und alle fingen sofort lauthals an zu lachen. Ich wusste nicht recht, ob das ein gutes Zeichen war, aber alle bestätigten mir: 'Keine Frage, du mußst ihn unbedingt spielen.' Boss Hogg ist ein Südstaatler, wie er im Buche steht, ich habe in meiner Jugend viele Männer wie ihn erlebt. Mir gefällt echt, was für ein unausstehlicher, aufdringlicher und komisch maßloser Typ er ist. Fünfzehn Jahre lang habe ich mich bemüht, meinen Südstaatenakzent loszuwerden, bis ich ihn dann in 'Deliverance' (Beim Sterben ist jeder der Erste) einsetzen durfte. Wunderbar, den gleichen Akzent jetzt für Boss Hogg wieder zu entstauben."

Weil Boss Hogg als Landrat von Hazzard County derart korrupt ist, mußs Sheriff Roscoe P. Coltrane als einziger Gesetzeshüter herhalten ? er war den Duke-Boys schon auf den Fersen, als sie noch in die Windeln machten. Chandrasekhar besetzte ihn mit dem renommierten Charakterdarsteller M.C. Gainey.

"Roscoe ist ein Westentaschentyrann, der von Polizeiarbeit keine Ahnung hat", sagt Gainey. "Er kann die Dukes wirklich nicht ausstehen, hasst sie bis aufs Blut. Sie sind jünger, knackiger und cooler als er und haben ihn immer von oben herab behandelt. Mir gefällt an Roscoe vor allem seine Verwandtschaft mit Wile E. Coyote: Eifrig schmiedet er immer neue Pläne, um die Dukes zu schnappen, aber irgendwie klappt das nie."

Kein wütender Sheriff kommt ohne seinen tollpatschigen Hilfssheriff aus, und in Hazzard County liegt diese Aufgabe in den inkompetenten Händen von Enos Strate. Enos ist Roscoes Hofhund, er kann sein Maul nicht halten ? vor allem nicht, wenn Daisy Duke ihn bezirzt.

"Ich war total in Daisy Duke verknallt, und darin liegt für mich auch der Schlüssel zu dieser Rolle", sagt Michael Weston, der seine Kindheitsträume über das Sexsymbol als Ausgangspunkt für seine Darstellung benutzt. "Enos ist ständig hinter Daisy her. Nur ihretwegen steht er morgens auf, und den Rest des Tages träumt er von ihr. Deswegen stolpert er von einem Schlamassel in den nächsten, denn den ganzen Film hindurch fällt es ihm immer wieder schwer, Daisy irgendetwas zu verheimlichen. Und mit Enos? Informationen hilft Daisy den Dukes."

Immer wieder versuchen die beiden Cousins in ihrem General Lee schier unmögliche Sprünge. Und als sich ein Sprung dann tatsächlich als schier unmöglich erweist, gibt es in ganz Hazzard County nur einen Mechaniker, der das Wrack wieder aufmöbeln kann: Cooter Davenport.

"Am Anfang des Films fährt Bo den General Lee zu Schrott. Also flicken Cooter und die Jungs ihn wieder zusammen ? er ist so gut wie neu, wunderbar poliert, jedes Detail blitzt und blinkt", erklärt David Koechner, der den Wundermechaniker spielt. "Man kommt sich vor wie 'Pimp My Ride in Hazzard County'. Ich habe von Autos keine Ahnung ? in meinen Augen ist Cooter eindeutig ein Genie, wenn er aus einem solchen Wrack den General Lee hervorzaubern kann."

Natürlich bringen die Filmemacher alle bekannten Helden der Serie auf die Leinwand, aber auch ein paar neue Gesichter tauchen auf. Zu den Neuzugängen zählt die schöne Pauline, deren ländlichem Charme Onkel Jesse erliegt. Als die Dukes ihre Farm verlieren, unterstützt Pauline ihren Plan, Boss Hogg auszutricksen. Denn sie alle wollen unbedingt verhindern, dass Hazzard County einer Tagebau-Grube weicht.

Die Rolle vertrauten die Filmemacher Lynda Carter an, die mit ihrer Titelrolle in der erfolgreichen Serie "Wonder Woman" (Wonder Woman) zur Fernseh-Ikone der 70er-Jahre aufstieg. "Pauline reagiert nicht ganz so emotional wie die Dukes", stellt Carter fest. "Und während sie durch den Film brettern, versucht Pauline die Familie in der Spur zu halten. Ich erlebe meine Mitwirkung fast surreal, denn 'Wonder Woman' wurde auch bei Warner Bros. gedreht ? zwei Studiohallen von 'Ein Duke kommt selten allein' entfernt!"

"Wir versuchten so viele Südstaatler wie irgend möglich zu besetzen, damit der Film authentisch wirkt", erklärt Chandrasekhar. "Johnny Knoxville, Jessica Simpson, Willie Nelson, Burt Reynolds, M. C. Gainey und David Koechner stammen aus dem Süden, haben also das Gefühl für Atmosphäre und Nuancen im Blut."

Chandrasekhar sorgte dafür, dass am Set zu "Ein Duke kommt selten allein" Teamarbeit groß geschrieben wurde ? das Ergebnis waren viele kostbare Ideen und Beiträge, die nicht im Skript standen. "Jay ist selbst Autor, Schauspieler und Regisseur, er kennt die Teamarbeit also aus allen drei Perspektiven", sagt Gerber. "Dadurch ergeben sich eine Menge Vorteile bei einem Film mit 13 Hauptrollen und Dreharbeiten, bei denen zwei komplette Drehteams gleichzeitig im Einsatz sind."

"Morgens schaut Jay auf die Szene im Drehbuch und sagt: 'Okay, wie können wir diese Sequenz noch witziger machen, als sie hier geschrieben steht?' fügt Knoxville hinzu. "Jeder arbeitet sehr locker mit ihm, Jay hört zu und integriert die Vorschläge in den Film. Er hat ein untrügliches Gespür für Komik, und wenn jemand eine bessere Idee hat, schmeißt er seine eigene sofort raus. Sein Ego steht ihm dabei überhaupt nicht im Weg ? dadurch entwickeln sich die 'Dukes' zu echter Teamarbeit. Hut ab!"

Auf Simpson wirkte Chandrasekhars lockerer Ansatz wie die perfekte Medizin gegen ihre Debütantinnen-Nervosität. "Jay sorgt dafür, dass ich mich wohl fühle, er ermunterte mich, selbst etwas auszuprobieren", sagt die Schauspielerin. "Ich hatte Angst, mich zu blamieren, aber dank Jay habe ich das überwunden. So fand ich mein inneres Gleichgewicht, konnte mich von mir selbst distanzieren und in Daisy Dukes Haut schlüpfen."

Der General Lee Was die ursprüngliche Fernsehserie "Ein Duke kommt selten allein" so attraktiv macht, beruht nicht zuletzt auf Bos und Lukes Fähigkeit, in ihrem berühmten orangefarbenen Dodge Charger namens General Lee der Polizei immer wieder davonzubrausen. Der General Lee vollführte erstaunliche Sprünge, die die Fanlegionen sechs Staffeln lang an den Bildschirm fesselten. Um solche Stunts möglich zu machen, mußste man die Karosserie stabilisieren: Die Türen wurden zugeschweißt, das Dach war durch drei Überrollbügel gesichert. Mit der unverkennbaren schwarzen "01" auf der Tür zählt der General Lee zu den bekanntesten Autos der Welt.

"Die Fangemeinde von 'Ein Duke kommt selten allein' ist riesig ? und das nicht zuletzt wegen des General Lee", sagt Regisseur Jay Chandrasekhar. "Die Zuschauer finden den Wagen einfach toll. Er hat Power, ist schnell, ein Symbol für jenen amerikanischen Stil, der heutigen Autos irgendwie verloren gegangen ist. Wenn man sich hinters Steuerrad setzt, weiß man: Jetzt geht es rund ? laut und schnell. Ein stolzes Gefühl."

"Bevor wir zu drehen begannen, war mir gar nicht klar, wie viele Fans der General Lee tatsächlich hat", sagt Johnny Knoxville. "Die Leute säumten bei den Dreharbeiten die Straßen, und die waren sicher nicht wegen Seann oder meinetwegen gekommen!"

"Eine echt heftige Power-Maschine", sagt Seann William Scott. "Meine Generation hat sich immer nur dieses Auto gewünscht."

Der Charger 500, Baujahr 1969, war per Definition ein starker Wagen. Er zielte auf Fahrer, die Leistung forderten. Also konstruierte man den 500 nach den NASCAR-Richtlinien, damit das Modell auch an Rennen teilnehmen konnte.

Die Produktion benötigte 28 Dodge Chargers, die für den Film in Doubles des General Lee verwandelt wurden. Es stellte sich heraus, dass Ersatzteile für den Dodge Charger nicht mehr hergestellt werden, man mußste sie also im Internet, auf Schrottplätzen und durch Mundpropaganda auftreiben.

Schwierig wurde es, weil im Film zwei Versionen des General Lee zu sehen sind: Bevor Cooter ihn sich vornimmt, fahren Bo und Luke am Anfang des Films eine rostige, alte Version. Nach der Reparatur sieht der General Lee so aus, wie wir ihn alle kennen.

Aber nicht nur die Suche nach allen verfügbaren Dodge Chargers hielt die Filmemacher in Atem, sie mußsten auch eine Flotte von 150 weiteren Autos besorgen, die im Film zu sehen sind: Jeeps, Abschleppwagen, alte Streifenwagen, Rallye-Wagen und einen weißen Cadillac El Dorado Cabrio von 1976, den Boss Hogg im Film steuert. Der Caddy wurde speziell für Hogg aufgerüstet, zum Beispiel durch ein Paar Hörner auf dem Kühler und Pistolengriffe an den Türen, die sich öffnen, wenn man auf den Abzug drückt.

Fahrer und Schläger Während das Produktionsteam den gewaltigen Fuhrpark für den Film vorbereitete, nahmen Seann William Scott, Jessica Simpson und Johnny Knoxville fleißig Fahrstunden bei den Stuntfahrern, und sie absolvierten ihr Kampftraining.

"Wenn ein Schauspieler mit 60 Stundenkilometer rückwärts fährt, dann die Handbremse anzieht und 180 Grad herumschleudert, wird sein Haar so vom Fahrtwind zerzaust, wie man das unmöglich überzeugend nachmachen kann", sagt Regisseur Jay Chandrasekhar. "Deshalb haben wir Seann, Johnny und Jessica in die Stunt-Fahrschule geschickt. Sie sollten nämlich direkt an der Action teilnehmen und mitten durch die spannendsten Situationen brettern."

Der General Lee ist für Bo Duke das Liebste auf der Welt ? niemand darf ihn berühren, geschweige denn ? schon der Gedanke ist ein Albtraum ? sich hinters Lenkrad setzen. Für Seann William Scott waren drei intensive Trainingswochen angesagt: Jeden Tag ging er zwei Stunden lang bei dem berühmten Stuntfahrer Bobby Orr in die Lehre.

"Zu Beginn war es von Vorteil, dass ich so ein Training noch nie absolviert hatte ? also konnte ich auch keine schlechten Gewohnheiten entwickeln", sagt Seann William Scott. "Man braucht eine Menge Erfahrung, um ein Gefühl für den Wagen zu bekommen: Wann mußs ich das Lenkrad einschlagen, wann gegenlenken, wann die Bremse lösen? Ich lernte, wie ich den Wagen um 180 Grad herumschleudere, wie ich mich in der Gegenrichtung um mich selbst drehe, und wie ich aus vollem Tempo auf einer Markierung zum Halten komme. Ich übte auch Kurven im rechten Winkel und probierte, wie man den Wagen seitwärts driften lässt. Das ist reichlich kompliziert, aber vor allem mußs man lernen, seine Angst vor Fehlern zu überwinden. Denn natürlich kann man auch aus Fehlern lernen."

Beim Dreh der halsbrecherischen Verfolgungsjagdsequenzen setzten die Filmemacher das "GO-Mobile" ein, einen Stunt-Kamerawagen, der es möglich macht, das zu filmende Auto von außen zu steuern ? so entsteht der Eindruck, dass der Schauspieler am Lenkrad selbst den General Lee fährt. Gleichzeitig kann man jede Menge Kameras in und um den Wagen platzieren und mit dem gesamten Arrangement erstklassige Stunts ausführen.

Kevin Scott übernimmt im Film die Aufgabe des Fernsteuer-Stuntmans. Er hat das GO-Mobile mit entwickelt. Über diese Technik sagt er: "Dadurch bekommen die Zuschauer das Gefühl, direkt mit Bo und Luke im Auto zu sitzen. Für 'Ein Duke kommt selten allein' bauten wir eine so genannte axle down version (ADV) ? ohne Vorderachse. Burt Dalton und seine Leute in der Spezialeffekte-Abteilung nahmen von einem normalen Wagen das Vorderteil bis zur Windschutzscheibe ab und verbanden ihn dann mit der Maschine und dem Chassis des GO-Mobiles. Wir verwenden also 75 Prozent der Originalversion vom General Lee von der Scheibe bis zur hinteren Stoßstange inklusive der Hinterachse als Teil des GO-Mobiles. Den General Lee ohne Vorderachse können wir so fernsteuern und damit alle Stunts ausführen, als ob die Stuntfahrer den Wagen selbst lenken würden."

"Wenn man im GO-Mobile mit 100 Sachen die Straße entlangdonnert und dann in eine Serpentinenkurve rast, hat man wirklich das Gefühl, dass man den Wagen selbst lenkt, obwohl natürlich eigentlich Kevin Scott am Steuer sitzt", sagt Seann William Scott. "Bei einer derartigen Geschwindigkeit bleibt nicht viel Zeit zum Überlegen, ich reagiere nur noch auf das, was um uns herum passiert."

Für Scott zahlte sich die Stunt-Fahrschule wirklich aus, als er zu Beginn der Dreharbeiten eine scharfe rechtwinklige Kurve nehmen und durch die Innenstadtstraßen von Baton Rouge schleudern mußste.

"Ein unglaubliches Gefühl, diese Fahrmanöver nach so vielen Übungsstunden dann tatsächlich vor der Kamera auszuführen", sagt Scott. "Wir schrien uns die Seele aus dem Leib, denn wenn man den Wagen bei hoher Geschwindigkeit zum Schleudern bringt, ist das genauso berauschend wie eine Achterbahnfahrt. Nach dem Take kam Jay die Straße heruntergelaufen und brüllte: 'Mein Gott, das war ja umwerfend!'"

Einer weiteren Sequenz sahen die Filmemacher und die Crew mit Bangen entgegen: Scott sollte rückwärts eine 180-Grad-Drehung in den engen Straßen der Innenstadt von New Orleans vollführen. In der Szene fahren Bo und Luke rückwärts und werden dabei von der Polizei verfolgt, als sie den General Lee plötzlich herumschleudern und zwischen zwei Streifenwagen hindurch entkommen.

"Vor dieser Kehrtwendung rückwärts war ich hypernervös", sagt Scott. "Ich hatte das natürlich etliche Male geübt ? aber nie auf einer realen Straße. Ich fürchtete schon: Das klappt bestimmt nicht. Und dann sagte Jay: 'Jetzt bist du mit der Kehrtwendung rückwärts dran. Der Stunt ist eher gefährlich, wir befinden uns in einer engen Straße, also meinst du, dass du das hinbekommst?' Alle waren sehr erleichtert, als es dann tatsächlich klappte. Der Film wirkt sehr viel überzeugender, wenn man Johnny und mich bei solchen Stunts im Wagen tatsächlich erkennen kann."

"Seann und Johnny bildeten ein sehr komisches Team und improvisierten hervorragend bei den Fahrszenen im General Lee", sagt Regisseur Jay Chandrasekhar. "Zwischen den Einstellungen hörte man sie lachen, wenn sie sich gegenseitig auf den Arm nahmen."

"Die Fahrt im GO-Mobile war echt irre", fügt Knoxville hinzu. "Seann sitzt immer am Steuer, weil Luke seinen Führerschein schon längst abgeben mußste. Ich sitze also meist auf dem Beifahrersitz und bediene das Funkgerät, aber sogar das hat im GO-Mobile Spaß gemacht. Das GO-Mobile ist echt cool, wenn man nichts dagegen hat, Staub und sonstigen Dreck zu schlucken, denn oft haben wir richtig hohes Tempo drauf. Die Autoszenen in diesem Film sind alle völlig irrwitzig."

Immer wenn Scott am Steuer saß, war Knoxville also mit dem Funkgerät beschäftigt. Aber dann durfte er doch noch seine erprobten "Jackass"-Fähigkeiten einsetzen: Luke sitzt rittlings auf einem Tresor, der von Cooters Abschleppwagen in hohem Tempo über die Straße geschleift wird.

"Den ganzen Abend habe ich auf dem Safe gesessen und mir den Hintern abgefroren, weil die Temperatur unter null fiel. Trotzdem brachte das echt Spaß. In einigen Einstellungen hing ich an Drahtseilen 30 Meter in der Luft ? mit dem Tresor unter mir, so dass es aussah, als ob ich wirklich durch die Luft flog. Leider scheuerten die Gurte, an denen ich hing, aber mit ein bisschen Puder ließ sich das beheben."

Auch in einer anderen Szene fliegt Knoxville ? und zwar gegen die Wand. Das passiert während der heftigen Schlägerei in The Boar?s Nest, der schönsten Kneipe in Hazzard County.

"In der großen Bar-Keilerei im Boar?s Nest steht Luke im Mittelpunkt ? Johnny hat sich mit seiner Kampfausbildung und Gewichtheben einen Monat lang darauf vorbereitet", sagt Gerber. "Er verwandelte sich in eine echte Kampfmaschine."

"Ich habe mich früher in vielen Bars geprügelt (und meistens verloren), aber vor der Kamera noch nie", sagt Knoxville. "Für diesen Film trainierte ich mit Chad Stehelsky, der viele Kampfszenen in den 'Matrix'-Filmen choreografiert hat. So verrückte Drahtseil-Verrenkungen wie in 'Matrix' vollführe ich zwar nicht, aber ich lernte, wie man Schläge austeilt und einsteckt und Leute durch die Gegend schleudert. Drei Tage haben wir gebraucht, um die Bar in Kleinholz zu verwandeln ? wahrhaft umwerfende Drehtage."

Mit der Planung und der Choreografie dieser Sequenz beauftragten die Filmemacher den Stunt Coordinator Darrin Prescott, wobei die Szene deutlich mehr als die üblichen Elemente einer Saloon-Schlägerei enthält.

"Wir wollten keine Flaschen, die auf Schädeln zersplittern, keine Tische, die unter dem Gewicht eines fliegenden Stuntmans zusammenbrechen", sagt Chandrasekhar. "Unser Stunt Coordinator Darrin Prescott entwickelte großartige Ideen, und deswegen sagte ich: 'Du choreografierst seit Jahren Kämpfe, ich schreibe seit Jahren Komödien ? also choreografierst du jetzt diese Prügelei, und ich peppe die Sache dann etwas auf, damit sie lustiger wird.' Er hat mit seinem Team einen sehr originellen, wunderbar choreografierten Kampf konzipiert."

"Der Kampf soll ganz auf die Figuren Bo, Luke und Daisy zugeschnitten sein", erklärt Prescott. "Johnny ist laut Drehbuch ein sehr fähiger, methodischer Kämpfer. Seanns Figur wirkt dagegen etwas abgedrehter, also schlugen wir vor, er sollte einen Helm überstülpen und die Gegner mit dem Kopf zuerst umrennen. Daisy ist sehr sexy, aber sie kann auch austeilen, also wirft sie Billard-Kugeln in einen Ventilator und schießt sie so wie aus einer Tennisball-Maschine auf die Bösewichte."

"Daisy weiß sich in einer solchen Schlägerei sehr gut zu behaupten", lacht Simpson. "Ich fand es toll, mich mal völlig gehen zu lassen, denn in meiner Persönlichkeit ist es sonst durchaus nicht angelegt, üble Typen derart zu vermöbeln."

Burt Reynolds und Willie Nelson kannten und schätzten einander als Filmstar beziehungsweise Musiker, hatten aber vor "Ein Duke kommt selten allein" noch nie einen gemeinsamen Film gedreht. Als erbitterte Gegner Onkel Jesse und Boss Hogg mußsten sie ebenfalls jede Menge Prügel austeilen und einstecken.

"Willie verehre ich nach wie vor wie einen Helden", erklärt Reynolds. "Er ist eine Ikone im wahrsten Sinne ? der letzte Outlaw. Über unsere Zusammenarbeit freue ich mich sehr ? er ist ein moderner John Wayne. Aber eins darf ich nicht verschweigen: Willie kann überhaupt nicht zuschlagen", lacht er. "Er ist eher ein lockerer Typ. Er hat wahrscheinlich in seinem ganzen Leben keiner Fliege etwas zuleide getan. Weil er in so vielen Kaschemmen aufgetreten ist, nahm ich an, dass er sich gut prügeln kann, aber er sagte: 'Nein, ich habe nie zugeschlagen, weil ich schon genug damit zu tun hatte, all den Bierflaschen auszuweichen, die mir beim Singen um die Ohren flogen.'"

"Ich bin schon lange mit Burt befreundet, hätte aber nie gedacht, dass wir mal in einem Film dieser Größenordnung zusammen spielen würden", sagt Willie Nelson. "Mir haben die Dreharbeiten echt Spaß gemacht, und ich fühle mich geehrt, neben Burt aufzutreten. Am ersten Drehtag habe ich ihn über einen Schreibtisch geboxt, und am zweiten hat er mich aus einem Stuhl herausgeprügelt."

Beim Drehen dieser ersten gemeinsamen Szene verblüffte Reynolds seine Kollegen und das Team, als er darauf bestand, den Stunt persönlich auszuführen. "Ich verehre Burt wie einen Helden ? er ist ganz einfach einer der klassischen Filmstars alter Schule", sagt sein Partner M.C. Gainey. "Ich konnte es gar nicht fassen, dass er den Stunt selbst ausführen wollte und entsprechend mehrfach über den Schreibtisch flog ? niemand hätte ihn davon abhalten können. Er stürzte sehr überzeugend und beeindruckte mich zutiefst, denn in meinem Alter hätte ich ihm das nicht nachmachen wollen."

Ja, und die Hotpants Natürlich ist der General Lee das berühmteste Symbol aus "Ein Duke kommt selten allein", aber gleich an zweiter Stelle finden sich jene mikroskopisch kleinen Hotpants, die Catherine Bach als Daisy Duke in der Fernsehserie trug. Die so genannten "Daisy Dukes" sind heute fester Bestandteil der Mainstream-Modekultur ? eindeutig sind sie die einzigen Shorts, die auf eine eigene, mehrfach Platin-veredelte Hit-Single verweisen können.

Kostümbildnerin Genevieve Tyrell verpasste den klassischen Hotpants in der neuen Version, die Jessica Simpson trägt, einen eher zeitgemäßen Stil. "Es handelt sich ja nicht um irgendwelche Shorts", sagt Tyrell. "Sie sind weltberühmt. Die Fernsehserie bietet einen wunderbaren Ausgangspunkt, aber für den Film wollten wir sie etwas überarbeiten, denn Catherine trug sie viel höher auf der Taille, was dem Trend in den späten 70ern entsprach. Die Kostüme unseres Films passe ich der Gegenwart an, lasse mich dabei aber von den Farben und dem Stil der TV-Serie inspirieren."

"Als Kind haben mich diese Hotpants regelrecht verrückt gemacht", sagt Regisseur Jay Chandrasekhar. "Ich habe den Stil von Jessicas Daisy Dukes zwar mit ausgesucht, aber trotzdem war ich sprachlos, als sie erstmals in ihnen am Set erschien ? sie sieht einfach phänomenal aus. Jessicas Daisy Dukes sind sogar noch knapper als die von Catherine Bach ? was ich ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten hätte."

Die 23 vorbereiteten Daisy Dukes, die Simpson so attraktiv ausfüllt, sind von der Taille bis zum Oberschenkel nicht einmal 25 Zentimeter lang. "Wir haben wirklich nicht sehr viel Stoff verbraucht", betont Tyrell. "In vielen Anproben mit Jessica fanden wir langsam heraus, welcher Jeans-Stil am besten zu ihrer schlanken Figur passt. Immer wieder haben wir den Look optimiert, die Shorts noch kürzer gemacht, sie gewaschen und dann den Stoff sorgfältig ausgefranst, damit sie genau im richtigen Maß abgetragen wirken."

"Genevieve hat Daisys Country-Kostüme aktualisiert, und ich bin mit dem Look mehr als zufrieden", sagt Simpson. "Ich würde ihre Sachen zwar nicht anziehen, wenn ich selbst ausgehe, aber weil ich im Süden aufgewachsen bin, macht es mir riesigen Spaß, all die Outfits zu tragen, die Daisy im Film sehr vorteilhaft einzusetzen weiß."

Während Jessica ihre Daisy Dukes mit Bravour trug, kann man das von Chandrasekhar nicht gerade behaupten: Als Tribut an die Tapferkeit seines Stars zog er nämlich seine eigene Version an.

"Die Daisy Dukes sind ja nun mal äußerst kurz, und an etlichen bitterkalten Drehtagen mußste ich den ganzen Tag in ihnen herumlaufen", sagt Simpson. "Als ich die Shorts erstmals anhatte, versprach mir Jay, dass er ebenfalls welche tragen würde, wenn ich meine letzte Szene drehe!"

"Ich hatte gehofft, dass sie es bis dahin vergessen würde", lacht der Regisseur. "Aber versprochen ist versprochen."

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