Dear Wendy

Produktionsnotizen

One shot is all it takes In Dear Wendy richtet Thomas Vinterberg seinen Blick auf ein Universum, in dem in einer ärmlichen Bergarbeiterstadt im amerikanischen Südosten eine Gruppe von friedliebenden jungen Leuten plötzlich eine tiefgehende Leidenschaft für Waffen entwickelt. Lars von Trier schrieb das Drehbuch, und ein weiteres Mal haben sich die beiden Dogma'95-Brüder zu einer einzigartigen Zusammenarbeit verbündet.

Der Film zeichnet sich durch eine kraftvolle internationale Besetzung aus, mit dem jungen Talent Jamie Bell (Billy Elliot) in der Hauptrolle des pazifistischen Scharfschützen Dick und Bill Pullman (Lost Highway, Independence Day) als Sheriff Krugsby, der versucht, Gesetz und Ordnung aufrecht zu erhalten. Der international bekannte Kameramann Anthony Dod Mantle (It's all about Love, Dogville) führt die Kamera, das Setdesign stammt von Jette Lehmann (It's all about Love, Wilbur Wants To Kill Himself) und basiert auf dem Production Design von Karl Juliusson (Breaking The Waves, Dancer In The Dark).

Die britische Kultband The Zombies dominiert den dynamischen Soundtrack von Dear Wendy. Dear Wendy wurde vor Ort im Filmbyen-Komplex bei Kopenhagen gedreht, wo die Gebäude einer alten Militär-Basis in eine Momentaufnahme der amerikanischen Gesellschaft umgewandelt wurden. Außerdem wurden viele Szenen des Films in einer stillgelegten Zeche in Nordrhein-Westfalen inszeniert.

Der Film hat ein Budget von 6,95 Millionen Euro (51,6 Millionen Dänische Kronen) und wurde produziert von Lucky Punch I/S - einer Nimbus/Zentropa-Produktion - in Koproduktion mit Pain Unlimited Filmproduktion GmbH, Slot Machine Sarl, Liberator2 Sarl, Dear Wendy Ltd./Sigma III Films Ltd. und der Unterstützung des dänischen Filminstitut, der Filmstiftung NRW, Eurimages, Nordic Film- & TV Fund, und der I2I Preparatory Action of the European Community.

Der Film wurde koproduziert von TV 2/Dänemark und Arte France Cinéma in Kooperation mit Canal+ Frankreich, Arte - ZDF, SVT - Sveriges Television AB, Zoma Films Ltd., Trust Film Sales2 ApS und Invicta Capital Ltd. Mitentwickelt wurde er von der Film Development Partnership LLP, in Kooperation mit Little Wing Films und der Unterstützung des Media Program of the European Community. Der Weltvertrieb liegt bei Trust Film Sales.

Der Kommentar des Regisseurs Lars von Trier und ich arbeiten seit 1995 zusammen, seit wir Dogma'95 gegründet haben. Wenn es um unsere Methoden geht, sind wir völlig gegensätzlicher Ansicht, darum ist es jedes Mal so inspirierend, wenn wir zusammenarbeiten. Lars ist präzise und systematisch - fast schon mathematisch exakt - in der Art und Weise, wie er mit der Form eines Filmes experimentiert. Ich selber arbeite eher intuitiv, forschend. Ich versuche, zu tun was ich kann, um Leben und eine gewisse Menschlichkeit auf der Leinwand zu erschaffen.

Der Gedanke, unsere Methoden in einem einzigen Film zu vereinen, war so aufregend, dass ich zusagte, als sich mir die Möglichkeit bot - noch bevor ich überhaupt das Drehbuch gelesen hatte. Normalerweise handele ich mir nichts als Ärger ein, wenn ich auf diese Weise verfahre. Dear Wendy handelt von einer Gruppe Jugendlicher in einer von Armut gezeichneten Bergarbeiterstadt irgendwo im amerikanischen Südosten. Sie grenzen sich von ihrer Umwelt ab, indem sie einen Club gründen, in dem sie ihre Hand-feuerwaffen tragen und verehren können - ohne ihrem pazifistischen Grundsatz untreu zu werden.

Ein klassisches, zum Nachdenken anregendes Drama, dachte ich. Außerdem dachte ich daran, dass sich ein Großteil der westlichen Welt als Pazifisten mit Waffen versteht. Ich entschloss mich, die Hauptdarsteller etwa zehn Jahre jünger zu machen und tat alles, was ich konnte, um gegen die stark stilisierte Geschichte zu arbeiten, die fast den Eindruck vermittelte, auf einer Bühne zu stehen. Während des gesamten Projektes habe ich versucht, den Film in einer Form der Realität mit hohem Wiedererkennungswert zu verankern und gleichzeitig der ungewöhnlichen und faszinierenden Geschichte gerecht zu werden.

Seit ich an Dear Wendy arbeite, ertappe ich mich immer öfter bei verstörenden Gefühlen und Gedanken, die sich alle um die liebevolle Beziehung zu Waffen drehen. - Thomas Vinterberg, November 2004

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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