Flight Plan - Ohne jede Spur

Produktionsnotizen

Abflug - Ein High-Concept-Thriller um ein mysteriöses Geheimnis In Zeiten wie unseren, in dem jeder Flug von perfiden Ängsten begleitet wird, greift FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR die vorherrschende Stimmung der Unsicherheit auf und nimmt das Publikum mit in einen raffinierten Thriller, der ausschließlich an Bord eines Flugzeugs spielt - ein begrenzter, geschlossener Raum, in dem Isolation, Angst und Verdacht ohnehin exponierter zu Tage treten als in anderen Situationen des täglichen Lebens. In diesem engen Raum verschwindet die Tochter von Kyle Pratt spurlos. In der Folge wird die zu allem entschlossene Mutter in ein komplexes Netz aus Geheimnissen, Verrat und möglichen Verschwörungen verwickelt und ihre Belastbarkeit auf eine harte Probe gestellt.

Obwohl die Geschichte von FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR lange vor den Ereignissen des 11. September 2001 entwickelt wurde, nahm das Drehbuch nach den schrecklichen Ereignissen dieses Tages eine völlig neue Bedeutung an. Was zuvor ein klug und kühl geplottetes Drama war, wurde auf einmal ein Spiegel einer neuen Ära des internationalen Flugverkehrs, in dem Unsicherheit eine elementare Rolle spielt und Mitpassagiere mit einem ganz anderen Bewusstsein gemustert und wahrgenommen werden. Bei Eltern kommt ein gesteigertes Schutzgefühl noch dazu. Die Geschichte drehte sich niemals um Terrorismus, aber in der Zeit nach dem 11. September nahmen die immer schon vorhandenen Themen "Paranoia" und "veränderte Wahrnehmung" von Fremden eine ganz besondere Bedeutung an.

Die Mischung des Skripts aus menschlichen Emotionen, ethischen Dilemmas und atemberaubenden Thrills war es, die den Oscar®-prämierten Produzenten Brian Grazer auf den Stoff aufmerksam werden ließ. Er ist bekannt für seinen vielfältigen Geschmack für unterschiedlichstes Material, der es ihm erlaubt, harte "Straßendramen" wie 8 MILE ("8 Mile", 2002) ebenso zu realisieren wie den Oscar®-Gewinner A BEAUTIFUL MIND ("A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn", 2001). In dem komplexen, außergewöhnlich intensiven Thriller sah er eine faszinierende Gelegenheit, der dynamischen Staffel seiner Produktionsfirma Imagine Entertainment ein weiteres Highlight hinzuzufügen.

"FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR fühlte sich an wie ein Hitchcock-Rätsel, das ausschließlich in der eingeschlossenen Welt eines modernen Passagierflugzeugs spielt und jeden letzten Winkel, jedes denkbare Versteck, alle Schäfte und geheimen Räume ausnutzt", sagt Grazer. "Die Kombination dieser unwiderstehlichen Idee mit einer realen, greifbaren, emotionalen menschlichen Geschichte über Verlust und Trauer war ziemlich stark."

Drehbuchautor Peter A. Dowling war zur ersten Fassung des Drehbuchs von FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR von einer ganz simplen Idee ausgegangen, die ihm durch den Kopf schoss - eine Idee mit endlosen Möglichkeiten für Spannung und Mystery. Es war eine zeitgemäße Variation eines der zwingendsten Mystery-Themen in der Geschichte des Kinos: das plötzliche, unerklärliche Verschwinden eines geliebten Menschen. "Ein Vater an Bord eines Flugzeugs auf Reiseflughöhe entdeckt, dass sein Kind spurlos verschwunden ist, und findet niemanden, der sich daran erinnern kann, dass es überhaupt mit an Bord war. Diese Idee war aber nur der Ausgangspunkt, weil mir bewusst wurde, dass man die Geschichte in unzählige Richtungen weiter erzählen konnte", erklärt er.

"Es könnte eine übernatürliche Geschichte sein. Es könnte sich um eine Entführung von Außerirdischen handeln. Es könnte um Halluzinationen und Täuschungen der Fantasie gehen. Oder man könnte einen realistischen Thriller daraus machen. Das war die Richtung (und Herausforderung), die mich am meisten packte. Ich war schon immer fasziniert von atemlos geplotteten Suspense-Filmen, speziell wenn sie in engen, begrenzten Räumen spielen. Gleichzeitig fand ich, dass es auch eine überaus emotionale Reise sein könnte, in der eine Mutter oder ein Vater eine erschütternde persönliche Krise bewältigen mußs."

"FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR hat eine Grundidee, die einen packt und nicht mehr loslässt", sagt der ausführende Produzent Robert DiNozzi, der Dowlings ursprüngliches Drehbuch James Whitaker von Imagine Entertainment vorlegte. "Es ist ganz offensichtlich eine sehr aufregende Idee, zumal da etwas ganz Ursprüngliches drinsteckt, das einen Nerv beim Publikum trifft. Der Gedanke, das eigene Kind könne verschwinden, und dann in eine Situation zu geraten, in der einem niemand glaubt, niemand helfen kann und man nicht weiß, wem man trauen kann, noch nicht einmal dem eigenen Verstand, ist emotional aufwühlend."

Bei Imagine fand auch Brian Grazer Gefallen an dem Stoff von Dowling. Er hatte sofort eine Idee, wie man der ganzen Sache noch eine zusätzliche Dimension verleihen könnte: Anstatt den Elternteil, wie zunächst im Drehbuch geplant, einen Vater und damit einen traditionellen Helden sein zu lassen, schlug er etwas völlig anderes vor: Er hatte den Einfall, die zweifach Oscar®-prämierte Schauspielerin Jodie Foster, mit der Grazer bereits seit Jahren zusammen arbeiten wollte, zu besetzen, als starke und doch geheimnisvolle Figur im Zentrum der Geschichte.

"Für einen Thriller wie diesen kann man sich keine bessere Schauspielerin als Jodie Foster vorstellen", meint Grazer. "Sie ist ein Typ, der sofort Mitgefühl auslöst, man sorgt sich um sie. Man nimmt ihr die Mutterrolle ab, sie ist aber auch glaubwürdig als jemand, der Stärke und Kraft zeigt, wenn sie auf die Probe gestellt wird." Als Foster ihre Zusage gab, ging förmlich ein Ruck durch die gesamte Produktion. Grazer brachte Drehbuchautor Billy Ray an Bord, der die Geschichte weiterentwickeln und an Jodie Foster anpassen sollte: Nun wurde aus Kyle Pratt (der Name wurde aus Dowlings Fassung beibehalten) eine trauernde Witwe, die nun auch noch den Albtraum als Mutter miterleben mußs, dass ihre Tochter unter Umständen, die niemand verstehen oder erklären kann, verschwindet.

Ray fand sofort, dass die Geschichte das Potenzial für ein differenziertes psychologisches Drama besaß. "Wenn Fremde in einem Flugzeug auf engstem Raum sitzen und man dieser Situation noch Spannung und Verdachtsmomente beimischt, dann hat man eine sehr explosive Grundlage, um herauszufinden, wie sich Menschen unter hohem Druck verhalten. Positive wie auch negative Eigenschaften kommen in ungefilterter Form zum Vorschein, wenn man gezwungen ist, schwere Entscheidungen zu fällen."

Er fährt fort: "In FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR geht es in meinen Augen vor allem um Furcht. All das erlebt man durch die Augen von Kyle Pratt, von Jodie Foster, die eine überaus kluge, aber womöglich instabile Witwe spielt, bei der man sich nicht ganz so sicher ist, ob man ihr trauen kann oder nicht. Ich wusste, dass Jodie die nötige Intelligenz für den Film mitbringen würde. Während wir die Geschichte um ihre Figur herum arrangierten, trieb sie uns unentwegt voran, den Plot noch smarter und packender zu erzählen."

Auch bei der Wahl eines Regisseurs für FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR schlugen Grazer und die ausführenden Produzenten Charles J. D. Schlissel und Robert DiNozzi einen unerwarteten Weg ein. Sie verpflichteten Robert Schwentke, einen jungen deutschen Independent-Filmemacher, der mit seinen Filmen TATTOO (2001) und EIERDIEBE (2003) auf sich aufmerksam gemacht hatte. Grazer und sein Team waren beeindruckt von der Fähigkeit des Regisseurs, seine Filme zu beinahe intimen Erfahrungen voller Spannung und Energie zu machen.

Charlie Schlissel sagt: "Robert ist ein ausgezeichneter junger Regisseur, einer der visuell innovativsten und sorgfältigsten Leute, mit denen ich jemals gearbeitet habe. Er sieht die Welt auf eine ganz andere Weise, hat ein akribisches Auge für Details und ist ein wirklich liebenswerter Mensch. Er spielte eine entscheidende Rolle dabei, der Geschichte emotionales Gewicht zu verleihen." Und Grazer fügt hinzu: "Robert war der Regisseur des handfesten und ausgesprochen intensiven TATTOO. Als ich den Film sah, war mir sofort klar, dass er es perfekt versteht, dem Publikum eine Gänsehaut einzujagen, weiß wie man Spannung entstehen lässt und wie man einen Film von einem Moment zum nächsten beschleunigt. Ich hatte das Gefühl, dass er den idealen Gegenpol für einen Thriller finden würde, den er gegen die Genregesetze bürsten wollte."

Schwentke gefiel die Idee eines Thrillers, der in einem ungewöhnlichen und eng geschlossenen Raum spielt. Und natürlich freute er sich darauf, mit derart gewichtigem Material zu arbeiten: "Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine Frau, die ihre Psyche nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes wieder aufbauen mußs. Wie er genau ums Leben gekommen ist, erfährt man erst am Ende des Films, aber eines ist von Anfang an klar: Die Tragödie lässt sie langsam ihren Sinn für die Realität verlieren. Die Frage, ob und bis zu welchem Grad dies passiert, ist der dramatische Motor des Films. Für sie kommt noch dazu, dass sie sich nun allein um ihre sechsjährige Tochter kümmern mußs. Trotz ihrer Trauer darf sie sich ihres kleinen Mädchens zuliebe nicht gehen lassen."

"Die Geschichte war eine wunderbare Gelegenheit für mich, einen Puzzlefilm mit vielen Wendungen und Überraschungen zu machen, der aber auch ungemein emotional ist", führt der Regisseur weiter aus. "Mir gefiel die Idee, einen Film an einem einzigen, abgeschlossenen Ort spielen zu lassen. Früh entschieden wir, nie zum Kontrolltower oder zu anderen Personen am Boden zu schneiden. Wir bleiben während des gesamten Films streng an Bord des Flugzeugs und sperren das Publikum mit den Figuren in 12.000 Meter Höhe ein. Gemeinsam müssen sie versuchen, das Geheimnis des Films zu entschlüsseln."

Verschwunden in 12.000 Meter Höhe - Die Besetzung von Flightplan stellt sich einem geheimnisvollen Rätsel Im Zentrum der sich stetig steigernden Spannung und schwindelerregenden menschlichen Intrigen von FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR steht Kyle Pratt, eine trauernde Witwe und gleichzeitig auch Mutter, die sich in einer unfassbaren Position wiederfindet: Sie mußs die komplette Besatzung eines Flugzeugs und seine Passagiere davon überzeugen, dass ihr kleines Mädchen spurlos verschwunden ist. Jodie Foster ist eine der versiertesten Schauspielerinnen unserer Zeit und zugleich selbst eine bedeutende Regisseurin.

Sie spielt die Rolle der Kyle Pratt mit außergewöhnlicher Energie und großer Komplexität. Jedes Detail ihrer Wandlung von benommener Trauer über entsetzten Schock hin zu bestimmter Aktion verkörpert sie mit Perfektion. Nichts kann sie aufhalten bei der Lösung des schrecklichen Rätsels, das ihr ihre Tochter genommen hat. Foster, die zunächst als Teenager mit ihrer Oscar®-nominierten Darstellung einer Prostituierten in Martin Scorseses TAXI DRIVER ("Taxi Driver", 1976) zu Bekanntheit gekommen war, ist eine der herausragenden Kreativkräfte Hollywoods der letzten Jahrzehnte.

Sie konnte zwei Academy Awards® gewinnen, für ihre Darstellungen eines Vergewaltigungsopfers in ACCUSED ("Angeklagt", 1988) und als FBI-Agentin Clarice Starling in dem Thriller-Klassiker THE SILENCE OF THE LAMBS ("Das Schweigen der Lämmer", 1991). Zuletzt sah man sie in dem Suspense-Thriller PANIC ROOM ("Panic Room", 2002), dem aufwändigen Historiendrama ANNA AND THE KING ("Anna und der König", 1999), sowie - in einem Auftritt in französischer Sprache - in Jean Pierre Jeunets UN LONG DIMANCHE DE FIANCAILLES ("Mathilde - Eine große Liebe", 2004).

Foster ist selbst zweifache Mutter. Von daher war sie sofort interessiert an FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR, als Brian Grazer ihr zum ersten Mal davon erzählte. "Was mich wirklich bewegte, war die Idee, dass es um eine Mutter geht, die ihr Kind verliert und auf einmal gezwungen ist, ihren Geisteszustand in Frage zu stellen, weil sie so sehr mit Trauer erfüllt ist, dass sie ihren Verstand zu verlieren glaubt", sagt Foster. "Währenddessen befindet sie sich in dieser merkwürdigen internationalen Welt eines Flugzeugs, wo jeder jeden für verdächtig hält. Die Situation ist also ungemein angespannt, der Druck ist hoch."

Foster erzählt weiter: "Ich hatte schon immer eine Vorliebe für Stoffe, die sich innerhalb enger Räume abspielen. Ich mag die Intensität und dass es in der Geschichte schließlich darum geht, wie Menschen miteinander zurechtkommen und sich in diesem engen Raum verändern. Der Film ist ein Thriller, aber er beinhaltet auch eine persönliche Reise. Ein Blick darauf, wie eine Frau sich unter dem größten vorstellbaren Stress und großer Panik verhält, wie sie sich an ihren eigenen Haaren aus diesem Abgrund aus unendlicher Trauer herauszieht und wieder aufrichtet. Ich glaube, dass Kyle gar nicht mal so sehr heroisch ist, sondern einfach getrieben. Manchmal mag sie barsch sein, manchmal irrational, dann wieder manipulativ. Aber es gibt nichts, was sie nicht tun würde, um ihre Tochter zu finden."

Ein weiterer Trumpf war aus der Sicht Fosters die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit Robert Schwentke, der zwar in den USA noch nicht allzu bekannt sein mag, die Schauspielerin aber dennoch mit TATTOO beeindruckt hatte. "Ich fand, dass TATTOO ein außergewöhnlicher Film war, und war sehr interessiert an einer Zusammenarbeit", meint sie. "Er ist smart, interessant und hatte eine sehr, sehr starke Vision für FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR."

Für Schwentke war die Erfahrung, Foster inszenieren zu können, wiederum durchgehend aufregend und aufschlussreich: "Sie ist einfach furchtlos. Sie ist dazu in der Lage und jederzeit bereit, sich und ihre Figur an emotional ausgesprochen unangenehme Orte zu bewegen. Sie ordnet ihrer Rolle alles andere unter. Jede ihrer Entscheidungen reflektiert diese Einstellung. Wenn etwas die Wahrheit über ihre Figur offenbart, dann wird sie das machen, auch wenn sie das weniger souverän oder sympathisch aussehen lässt. Sie verfügt über die unfassbare Fähigkeit, eine Zeile 15-mal zu wiederholen und sie jedes Mal anders klingen zu lassen und gleichzeitig so, als würde sie sie gerade zum ersten Mal sprechen. Ich habe mich sehr, sehr glücklich geschätzt."

Mitten während des Flugs, als Kyle Pratts Terror und Paranoia überhand nehmen, gibt es einen Hoffnungsschimmer, als sich ein Passagier als Air Marshal zu erkennen gibt - ein Polizist der Lüfte und eine feste Einrichtung an Bord von Flugzeugen nach den Ereignissen des 11. September. Air Marshal Gene Carson mußs versuchen herauszufinden, ob es sich bei Kyle Pratt einfach nur um eine verzweifelte Mutter handelt, die ihre verschwundene kleine Tochter sucht, oder um eine gefährliche Bedrohung für alle anderen Passagiere. Für diese Rolle konnten sich die Filmemacher die Dienste von Peter Sarsgaard sichern, der bekannt ist für seine komplexen und von der Kritik geachteten Darstellungen in Filmen wie KINSEY ("Kinsey", 2004), GARDEN STATE ("Garden State", 2004) oder SHATTERED GLASS (2003).

Sarsgaard war beeindruckt von dem intelligenten Ansatz, den FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR für das Storytelling eines so spannenden Films fand. "Ich war der Meinung, dass es eine wunderbare Kombination aus verschiedenen Genres war", überlegt er. "Für mich ist es zunächst einmal ein Film über Trauer, aber dann wird er schnell ein Thriller und ein Drama und eine Mystery-Story mit vielen Wendungen und Überraschungen. Er ist eine Art Labyrinth. Man mußs dabei definitiv an Hitchcock denken."

Obwohl er es als spannende Herausforderung empfand, die Rolle des Gene Carson zu spielen, war Sarsgaard zunächst besorgt, er könne körperlich nicht einschüchternd genug sein, um einen Air Marshal zu spielen - nur um dann zu erfahren, dass es eine der Hauptqualitäten eines Air Marshals ist, nicht weiter aufzufallen und mit seinem Umfeld förmlich zu verschmelzen. Er lernte auch, dass Air Marshals so rekrutiert werden, dass sie aus allen möglichen Berufssparten stammen. Nach seiner Besetzung lernte Sarsgaard mehrere richtige Air Marshals kennen, um ein besseres Verständnis für den stark nachgefragten Job zu bekommen.

Carson sieht sich an Bord des Flugs von Berlin nach New York alsbald mit einer unerwarteten Situation konfrontiert, als ein kleines Mädchen als verschwunden gemeldet wird ... oder ein Passagier womöglich den Verstand verloren hat - je nachdem, wem man Glauben schenken will. "In diesem Film geht es in besonderem Maße um erste Eindrücke und verschiedene Perspektiven und darum, wie man ein Geheimnis auf verschiedene Weise betrachten kann, je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet", berichtet Sarsgaard.

"Ich fand das wirklich interessant." Sarsgaard freute sich auch auf die enge Zusammenarbeit mit Jodie Foster. "Ihre Begeisterung und Leidenschaft sind unglaublich", meint er. "Es ist wunderbar, an der Seite einer derart engagierten Kollegin zu spielen. Sie kümmert sich um jedes noch so kleine Detail in jeder einzelnen Szene, obwohl sie bereits auf eine so erfolgreiche Karriere zurückblicken kann."

Robert Schwentke fand, dass Sarsgaards Ansatz für die Rolle einzigartig war: "Im wahren Leben ist Peter ein begeisterter Schachspieler. Seiner Rolle hat er sich mit der Denke eines Spielers genähert. Letztlich sehen wir beide Gene als einen Mann, der zu viele Stunden an Bord von Flugzeugen zugebracht und dabei nichts anderes gemacht hat, als sich den Kopf zu zerbrechen. In Kombination mit seinem Ego erweist sich das als reichlich explosiv."

Air Marshal Gene Carson untersteht an Bord des Flugzeugs nur einer Autorität: Kapitän Rich, dem Piloten der Maschine - dem einen Mann, der letztendlich für das Schicksal von Kyle und ihrer Tochter verantwortlich ist, ob die Kleine nun an Bord ist oder nicht. Bei der Suche nach einem Mann mit einer dominierenden und stählernen Präsenz wurden die Filmemacher alsbald bei Sean Bean fündig, der für seine starken Filmfiguren in Hits wie THE LORD OF THE RINGS ("Der Herr der Ringe", 2001), NATIONAL TREASURE ("Das Vermächtnis der Tempelritter", 2004) und GOLDENEYE ("GoldenEye", 1995) bekannt ist.

Schwentke sagt: "Sean verkörpert alle Qualitäten, die Kapitän Rich auszeichnen. Außerdem gelang es ihm, die Figur ausgesprochen menschlich darzustellen. Dieser Kapitän will die richtige Entscheidung treffen, aber findet sich mit einer Situation konfrontiert, die in keinem Regelbuch festgehalten ist." Bean gefielen die vielen Geheimnisse von FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR: "Als der Pilot in die Angelegenheit involviert wird, weiß niemand mehr, ob Kyle überhaupt mit einem Kind an Bord gekommen ist oder ob sie sich das alles nur einbildet", erzählt er.

"Meine Figur, selbst ein Vater, versucht Verständnis für sie aufzubringen. Er ist sich aber nicht ganz sicher ob er ihr wirklich glauben kann. Er will ihr nur zu gerne glauben, aber er kann auch den Verdacht nicht abschütteln, dass sie seinen Flug in Gefahr bringen könnte. Und Sicherheit ist seine erste Priorität." Viel Spaß hatte Bean bei der spannenden Interaktion seiner Figur mit Jodie Foster und Peter Sarsgaard, die einander misstrauisch mustern und herauszufinden versuchen, was genau ihre jeweiligen Absichten sind. Er erinnert sich: "Es war so aufregend, Jodie bei der Arbeit zuzusehen, weil sie unglaublich fokussiert ist. Gleichzeitig ist Peter Sarsgaards Darstellung sehr subtil und doch so realistisch und glaubwürdig. Es war inspirierend, da mit dabei zu sein."

Eine besondere Offenbarung war es für Bean und den Rest des Casts, in einem Modell eines erfundenen, aber dennoch unglaublich detailliert umgesetzten modernen Passagierflugzeugs zu drehen. "Da herrscht eine wirklich beengte und klaustrophobische Atmosphäre, die die Spannung automatisch maximiert", stellt er fest. "Alles ist so nah und man kann an niemandem vorbeigehen, ohne ihn anzurempeln. Aus filmemacherischer Sicht war das eine große Herausforderung, aber ich glaube, das zahlt sich bei dieser Geschichte aus, weil sich das Publikum fühlen wird, als befände es sich mit uns in der Luft, gefangen in diesem kleinen Raum, mit dabei bei diesem furchterregenden Ritt."

Turbulenzen: Die Flugbegleiter von Flightplan - Ohne jede Spur Kyle Pratts schrecklicher Flug wird noch komplizierter, als sie die Flugbegleiter an Bord um Hilfe bittet: Sie sollen die junge Mutter unterstützen, ein Kind zu finden, von dem sie nicht einmal sicher sind, ob es existiert. Foster, Sarsgaard und Bean standen bereits als Hauptdarsteller fest. Jetzt suchten die Filmemacher nach geeigneten Darstellerinnen für diese wichtigen Nebenrollen, die sich einerseits vor der Kamera neben den großen Namen behaupten können mußsten, andererseits ihre Erfahrungen in erster Linie in der Welt des Independentfilms gemacht haben sollten.

Also fiel die Wahl auf zwei aufstrebende Jungstars: Erika Christensen, die das Publikum mit ihrer Rolle als drogensüchtige Tochter von Michael Douglas in TRAFFIC ("Traffic - Die Macht des Kartells", 2000) begeisterte, spielt die verständnisvolle Fiona, und die australische Newcomerin Kate Beahan, die mit ihrem Auftritt in dem australischen Indiehit CHOPPER ("Chopper", 2000) auf sich aufmerksam machte, ist die misstrauische Stephanie. Christensen mußste nicht lange zu dem Part überredet werden.

"Ich fand FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR aus schauspielerischer Sicht spannend, weil der Film komplett an Bord eines Flugzeugs spielt. Alle Figuren sind in allen Szenen zu sehen, und man mußs genau planen, wo man sich gerade aufhält und was man gerade macht", erklärt sie. "Außerdem fand ich das Drehbuch angesichts heutiger Sorgen und Ängste absolut zeitgemäß. Es war gleichzeitig beängstigend und bewegend." Bei der Vorbereitung für die Rolle kam Christensen zugute, dass ihre Familie selbst auf Erfahrungen in der Welt des Flugverkehrs verweisen kann.

"Meine Großmutter war Stewardess - damals, als man sie noch ,Stewardess' nannte - und meine beiden Großväter sowie meine Mutter sind Piloten. Die Geschichten, die man sich in meiner Familie über das Fliegen erzählte, waren immer abenteuerlich und glamourös. Das war ein weiterer Grund, warum ich bei dem Film mitspielen wollte. Ich finde, dass sich Piloten und Flugbegleiter schon immer durch eine ,Bereit für alles'-Einstellung ausgezeichnet haben. Aber heute müssen sie wirklich immer wachsam sein und sich blitzschnell auf neue und gefährliche Situationen einstellen können. Ich halte sie für echte Helden."

Die Flugbegleiter von heute sehen sich natürlich auch deutlich größeren Herausforderungen ausgesetzt, als Fluggästen einfach nur Tee und Kaffee zu servieren. Sie sind auch in erster Linie um die Sicherheit im Flugzeug bemüht. Christensen stellte fasziniert fest, was Flugbegleiterinnen bei der Ausbildung und Vorbereitung für ihren Job heutzutage alles machen müssen. "Robert Schwentke schickte mir ein 15 Zentimeter dickes Manual, das Flugbegleiter von heute in- und auswendig kennen müssen. Ich studierte das Lehrbuch und nahm auch ein paar Ausbildungsstunden bei einem professionellen Flugbegleiter-Lehrer", erinnert sich Christensen.

Ihre Figur Fiona ist noch ein Neuling - es ist erst ihr zweiter internationaler Flug. "Meine Figur ist ein auf sich allein gestellter Typ, obwohl sie nur zu gerne Teil der Gruppe wäre", sagt die Schauspielerin. "Als sie miterlebt, was Kyle alles durchmachen mußs, kann sie sich nicht einfach abwenden. Sie will unbedingt herausfinden, auf wessen Seite sie sich schlagen soll, ohne irgendjemanden vor den Kopf zu stoßen."

Die Australierin Kate Beahan mußste ihren Akzent verbergen, als sie die Rolle der anderen Flugbegleiterin, der erfahreneren und abgebrühteren Stephanie, annahm. "Das Drehbuch hatte einen viel komplexeren Text als die meisten anderen Thriller, die man heute sieht. Ich fand allein die Tatsache, einen Mystery-Stoff in Zeiten wie den unseren in ein Flugzeug zu verlegen, ausgesprochen gewagt", meint Beahan. "Es macht sich die allgegenwärtige Angst, in einer verheerenden Situation gefangen zu sein, ohne dass einem jemand glauben will, zunutze."

Wie Christensen freute sich Beahan auf die Aussicht, mit Jodie Foster arbeiten zu können. Sie war überrascht: "Sie war großzügig, lustig und sehr smart, ohne sich irgendwie verstellen zu müssen", sagt sie. "Ich fühle mich absolut privilegiert, dass ich an ihrer Seite arbeiten durfte." Neben Foster sieht man auch - zumindest bis sie spurlos verschwindet - die siebenjährige Marlene Lawston, die in FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR mit der Schlüsselrolle von Kyle Pratts Tochter Julie ihr Filmdebüt gibt. Die Filmemacher hatten nach einem Mädchen gesucht, dass einen bleibenden Eindruck hinterlässt, damit ihr plötzliches Verschwinden eine spürbare Lücke im Film hinterlässt.

"Marlene war wunderbar", merkt der ausführende Produzent Charlie J. D. Schlissel an. "Sie hatte viel zu bewältigen - das war nicht nur ihr erster Film, sie mußste auch in jeder ihrer Szenen neben Jodie Foster spielen! Das hätte eine einschüchternde Angelegenheit sein können, aber es war eine große Freude, mit Marlene zu arbeiten. Sie bewältigte jede Herausforderung." Foster fühlte sich von der kleinen Marlene regelrecht inspiriert.

"Marlene ist gerade einmal sieben Jahre alt, aber sie hat eine ungewöhnlich intensive, unverkennbare Ausstrahlung", sagt Foster. "Ich stehe sehr gerne mit Kindern vor der Kamera und sehe zu, wie sie sich im Verlauf der Dreharbeiten verändern. Und Schwentke sagt: "Jodie war selbst eine Kinderschauspielerin. Deshalb war sie eine enorme Hilfe für Marlene, die ab einem gewissen Zeitpunkt anfing, Jodie nachzumachen. Für die Rolle war das absolut perfekt."

Angeschnallt: Eine Tour durch den E-474 Jumbo Jet von Aalto Air Von essenzieller Bedeutung für die Designs bei FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR war von Anfang das Bestreben, das Publikum ganz unmittelbar an der Handlung teilhaben zu lassen. Es sollte sich selbst so fühlen, als wäre es gefangen an Bord des kolossalen Flugzeugs, das mit mehreren hundert Stundenkilometern seinem Ziel entgegensteuert, während sich das Geheimnis um Kyle Pratt und ihre frenetische Suche nach ihrer wie vom Erdboden verschluckten Tochter entfaltet.

Wie die Figuren verbringt auch das Publikum fast die komplette Laufzeit des Films an Bord des fiktionalen Flugzeugs, eines E-474 Jumbo Jets der Aalto Air, der letzte Schrei in Sachen hoch technisiertem, multifunktionalem Passagier-Komfort - und als Flugzeug gerade groß genug, dass ein kleines Kind darin spurlos verschwinden könnte. Brian Grazer und Robert Schwentke stellten sich den E-474 als eine Art nächste Generation von Passagierflugzeug vor, das mehr als 700 Fluggäste fasst und sich durch eine stylische, modern gestaltete Architektur-Struktur von anderen Flugzeugen abhebt.

Im schicken Oberdeck der Maschine befinden sich das Cockpit, die geräumig gestalteten Sitze der Ersten Klasse, eine im Mod-Stil gehaltene First-Class-Lounge in Orange- und Weißtönen inklusive Treppe, eine Bordküche und zwei großzügig gestaltete Couch-Kabinen mit funktionalen Videomonitoren, die in die Sitze eingelassen sind. Darunter befindet sich die langgestreckte Business Class mit ihren unverkennbaren roten Sitzen, zwei weitere Bordküchen sowie die Holzklasse, in der die Wendeltreppe zum Oberdeck einen visuellen Akzent setzt.

Der Schlüssel zum Funktionieren der Spannung war, dieses einzigartige Set auf greifbare Weise realistisch zu gestalten. Für die "Herkules-Arbeit", all die bis ins Kleinste ausgearbeiteten Details eines Flugzeugs, das nicht wirklich existiert, in die Tat umzusetzen, vertrauten die Filmemacher auf die Dienste eines Teams talentierter visueller Künstler, darunter Ausstatter Alexander Hammond und Kameramann Florian Ballhaus. Schwentke arbeitete mit beiden Männern eng zusammen und teilte mit ihnen seine Vision, wie man den visuellen Schauder des Films gestalten könnte.

"Sich auf einem langen Flug zu befinden, ist ein bisschen, als wäre man unter Wasser. Alles wirkt gedämpft und aus der Zeit herausgenommen", befindet Robert Schwentke. "Ich wollte diese traumartige Qualität einfangen." Alexander Hammond, der zuvor die Live-Action-Welt von DR. SEUSS' THE CAT IN THE HAT ("Ein Kater macht Theater", 2003) entworfen hatte, der ebenfalls von Brian Grazer produziert worden war, stürzte sich in die Arbeit und machte sich mit den Grundzügen des modernen Flugzeugdesigns vertraut. Er studierte mehr als zehntausend Bilder, um dann einige Dutzend Blaupausen zu entwerfen, viele davon von eigener Hand.

Hammond erinnert sich: "Wir sahen uns eine Reihe verschiedener Flugzeuge unterschiedlichster Manufakturen an und wählten dann nach Belieben die jeweiligen Eigenschaften aus, die einerseits bekannt wirkten, aber doch Elemente hatten, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat." Schließlich legten Hammond und sein Team ein erhöhtes, 100 Meter langes Set vor, dessen Seitenwände aus großen Styroporblöcken bestanden, die als Wände des Flugzeugs dienten. Die Crew verbrachte 16 Wochen mit dem Bau des Flugzeugs auf einer 27.000 Quadratfuß großen Studiobühne in Los Angeles.

Anstatt ein mehrstöckiges Set zu errichten, wurde das Flugzeug so gebaut, dass es in den ersten Tagen des Drehs als Oberdeck fungierte, um dann später, komplett neu arrangiert, als Unterdeck zum Einsatz zu kommen. Das Innendesign des Flugzeugs hatte gezielt einen hippen Retrolook, mit dem man die zeitgemäße Betonung von Stil in Flugzeugen unterstützte. Hammond meint: "Wir sahen uns viele ältere Flugzeuge und Architektur der 60er Jahre an, um uns inspirieren zu lassen. Also findet man ein unverkennbares Retrodesign in der Lounge und der Bar. Das erinnert ein bisschen an den Komfort und Spaß, den man früher an Bord eines Flugzeugs haben konnte und den man heute nicht mehr wirklich bei Flugreisen findet."

Auf einer zweiten Studiobühne fanden sich jene Bereiche eines Flugzeugs, die Passagieren für gewöhnlich verborgen bleiben, für Kyle Pratt bei der Suche nach ihrer Tochter aber maßgebliche Bedeutung bekommen. Dazu gehören der Gepäckbereich, das Flugdeck, die Schlafquartiere der Crew, ein Speicher, in dem sich die Rohrleitungen, das Kanalnetz, die Luftventilation und Kabelsysteme befinden, das vordere Landefuhrwerk und der Elektronikraum, den man als Gehirn des gesamten Flugzeugequipments bezeichnen kann. "Einer der entscheidenden Vorteile, wenn man ein Set von Grund auf neu baut, besteht darin, dass man das Design sämtlicher Räume nutzen kann, um gewisse Elemente einzelner Szenen zu verstärken", sagt Robert Schwentke.

"Eine strahlend weiße Bordküche konnte beispielsweise die durcheinander gebrachte und etwas gespenstische Gefühlswelt von Jodie Fosters Figur reflektieren. Oder es war uns möglich, die Decke des Flugzeugs leicht abzusenken, um den Eindruck des Gefangenseins zu verstärken. Alec war großartig, wie er einen zweiseitigen Ansatz für seine Entwürfe fand: psychologisch und funktional. Im Großen und Ganzen beziehen sich die Designs des Flugzeugs darauf, wer die handelnden Figuren an Bord sind, in welchen Situationen sie sich befinden und wo wir sie und das Publikum rein emotional positionieren wollten."

Um mehr darüber zu lernen, wie man sich realistisch durch das Set bewegt, besuchten Cast und Crew einen regelrechten Crashkurs, eine "Flugschule", eine pragmatische Einführung in die Welt der Aviation, die vom technischen Berater Mark Burton vorgenommen wurde. Er erklärte, wie das High-Tech-Equipment eines Flugzeugs funktioniert, und schnitt die Grundzüge der Luftsicherheit an. Die Sets wirkten auf verblüffende Weise echt, was alle Besucher bestätigten. Aber als Kameramann Florian Ballhaus sie betrachtete, wurde ihm klar, dass seine Arbeit eine gewaltige Herausforderung sein würde.

Er mußste sich einige ausgeklügelte Techniken bei der Ausleuchtung und Bedienung der Kamera einfallen lassen, um innerhalb der knapp bemessenen Räume operieren zu können. Um Platz zu sparen, brachte Ballhaus die Designcrew von Hammond dazu, Teile der Beleuchtung von vornherein in das Produktionsdesign einzuarbeiten. Gleichzeitig konnte man alle Wände nach Belieben an Scharnieren öffnen, damit sich die Kameracrew an einer Vielzahl von Positionen platzieren konnte. Außerdem entwarf Hammond für Ballhaus clever installierte Schienen an den Gepäckfächern über den Sitzen. Damit konnte der Kameramann Fahrten wie auf einem Dolly absolvieren.

Da es das Aalto-Flugzeug tatsächlich ja gar nicht gibt, mußsten sich die Filmemacher einen Weg einfallen lassen, wie man dennoch die E-474 mit ihrer ungewöhnlichen Silhouette von Außen beim Fliegen zeigen konnte. Dafür wandte man sich an das Visuelle-Effekte-Team um Rob Hodgson und Henric Nieminen, die nach Hammonds Design ein zehn Meter langes Modell anfertigten, das bei den ausgewählten Außenaufnahmen zum Einsatz kam.

Am Set steigerten die Filmemacher den angestrebten Realismus, indem man eine Gruppe sorgfältig ausgewählter Statisten als weitere Mitreisende vor der Kamera platzierte. Brian Grazer erklärt: "Wir wollten einen Querschnitt von unterschiedlichen Menschen, wie man sie wirklich an Bord eines internationalen Flugs findet. Also gibt es den Klugscheißer, die laute Familie, ein richtiges Potpourri verschiedenster Typen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Manche sind aufdringlich, manche verdächtig, und manche unterstützen Kyle, was die Geschichte sehr interessant und realistisch macht."

Die verblüffend flugartige Atmosphäre am Set ließ Cast und Crew an jedem Tag des Drehs spüren, wie es ist, an einem engen und klaustrophobischen Ort zu arbeiten. Es war also eine willkommene Abwechslung, als die Produktion das Flugzeug für ein paar Tage verlassen konnte, um einige Szenen in Long Beach und der Mojave-Wüste zu drehen. Letztere wurde ironischerweise als Double für den eingefrorenen Flughafen von Goose Bay in Neufundland eingesetzt. Die einzige Location des Films am Boden war Berlin. Dort arbeitete die Produktion zwei Wochen lang.

Obwohl die Entscheidung, in der deutschen Hauptstadt zu drehen, gefällt worden war, bevor Robert Schwentke und Florian Ballhaus zu der Produktion stießen, waren die beiden Deutschen begeistert von der Aussicht, die einzigartige Atmosphäre und verblüffende Mischung aus zeitgenössischer und moderner Architektur einzufangen. Drei Tage wurde zudem in Leipzig gedreht, wo man uneingeschränkten Zutritt zu dem neu gebauten Flughafen, errichtet aus Glas und Stahl, erhielt.

Schwentke sagt: "In gewisser Weise reflektieren die Drehorte des Films immer den inneren Zustand der Figur. Auf Berlin trifft das in besonderem Maße zu. Wir wollten eine nächtliche, verlassene Stadt, die ein bisschen surreal und losgelöst von allem anderen wirkt. Weil ich schon so manchen Winter in Berlin verbracht habe, wusste ich, dass wir dort die richtige Stimmung für den Beginn des Films treffen würden."

Atmosphäre und Stimmung waren von Anfang an ein essenzieller Bestandteil der Vision von Schwentke, wie man FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR zu einem packenden Thriller machen konnte. Er sagt: "Was ich als Filmemacher liebe, ist es, eine Welt von Grund auf zu erschaffen. Eine Welt mit eigenen Regeln, Klängen, Farben und Texturen, die das Publikum emotional berührt. Ich hoffe, dass die Zuschauer gepackt, interessiert und berührt sein werden."

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