The Cremaster Cycle

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken •

Titel Deutschland: The Cremaster Cycle
Titel USA: The Cremaster Cycle
Genre: Musical
Farbe, USA, 2005

Kino USA: -
Kino Deutschland: 6. Oktober 2005
Laufzeit Kino: 396 Minuten, FSK -



Inhalt Nicht in chronologischer Reihe entstanden, bilden die fünf Teile des "Cremaster Cycle" ein in sich geschlossenes, ästhetisches Ganzes. Entworfen als gefilmte Performance-Serie, in denen der Künstler Matthew Barney selbst, außer in "Cremaster 1", immer eine zentrale Rolle spielt, wurden die Filme zunächst einzeln in Museen präsentiert. Hervorgegangen aus künstlerischen Darbietungen, die den menschlichen Körper in all seiner Abhängigkeit von psychischen Impulsen, in all seiner physischen Begrenztheit als Symbol schöpferischer Kraft erscheinen lassen, zerlegt der Film-Zyklus den menschlichen Körper in die Einzelteile eines zeitgenössischen Schöpfungsmythos.

Das Grundkonzept des Zyklus ist der Biologie entlehnt. Barney beschäftigt sich besonders mit dem Prozess der geschlechtlichen Differenzierung während der embryonalen Phase des Menschen. Von "Cremaster 1", dem femininsten Stadium des embryonalen Prozesses, in dem der Fötus noch geschlechtlich unbestimmt ist, bis "Cremaster 5", der seinen differenziertesten Zustand darstellt. Kremaster bezeichnet einen willkürlichen Muskel, der die Hoden je nach Temperatur oder Angstzustand hebt und senkt.


Darsteller & Stab Darsteller: Marti Domination, Norman Mailer, Matthew Barney, Richard Serra, Aimee Mullins, Ursula Andress

Stab:Regie: Matthew Barney • Produktion: Matthew Barney, Barbara Gladstone • Drehbuch: Matthew Barney • Vorlage: - • Filmmusik: Jonathan Bepler • Kamera: Peter Strietmann • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Matthew Barney, Christopher Seguine, Peter Strietmann • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 22/2005: Das einzigartige Gesamtkunstwerk kreist als aufwändig produzierte und raffiniert durchkomponierte Bilderorgie um den amerikanischen Traum in all seinen Facetten. Das Grundkonzept des Zyklus ist dabei der Biologie entlehnt und adaptiert den Prozess der geschlechtlichen Differenzierung, wobei die Struktur biologisch, geologisch, architektonisch und genealogisch entfaltet wird. Aus der höchst eigenwilligen Verwicklung unterschiedlichster Stoffe, Mythen und Formen entsteht eine epische Hommage an das Kinematografische, deren überwältigende Fülle nach Interpretation und Deutung verlangt. Ein Meilenstein in der Kunst des 21. Jahrhunderts.
Filmplakat
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Alamonde © 1994 - 2010 Dirk Jasper