Wir waren niemals hier

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Filmplakat im Großformat: Deutschland • Trailer (6 MB) •

Titel Deutschland: Wir waren niemals hier
Titel USA: -
Genre: Dokumentation
Farbe, Deutschland, 2005

Kino USA: -
Kino Deutschland: 20. Oktober 2005
Laufzeit Kino: 102 Minuten, FSK 12



Inhalt Die Band "Mutter" ist ein Phänomen. Ihre Musik ist laut und brachial und im nächsten Moment zart und flüchtig. Mit ihrem unverwechselbaren Sound prägen sie seit 18 Jahren die deutsche Musiklandschaft, ohne selbst je berühmt geworden zu sein. Antonia Ganz begleitete die Band auf ihrer Tournee durch Deutschland und die Schweiz und hat dieses Material mit privaten Super8-Bilder verflochten.

Es ist ein Abtauchen in das Berlin der 80er Jahre, angereichert mit Beiträgen u.a. von Schorsch Kamerun, Dietrich Diedrichsen und Jörg Buttgereit. "Wir waren niemals hier" ist die Geschichte der Band, die Geschichte dieser ungewöhnlichen Musiker, die Geschichte einer Szene und damit letztlich dieser Republik.


Darsteller & Stab Darsteller: Max Müller (Gesang), Frank Behnke (Gitarre), Kerl Fieser (Bass), Florian Koerner von Gustorf (Schlagzeug), Tom Scheutzlich (Keyboards)

Stab:Regie: Antonia Ganz • Produktion: Antonia Ganz, Markus Seitz • Drehbuch: Antonia Ganz • Vorlage: - • Filmmusik: Honkas, Campingsex, Mutter, Max Müller • Kamera: Antonia Ganz • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Antonia Ganz • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Manuela Stacke • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Diedrich Diedrichsen, Die Zeit: Antonia Ganz baut die vier Gründer nach und nach als Figuren auf, die einen plötzlich, ganz unabhängig von den künstlerischen Leistungen der Band, einnehmen: ein gelegentlich als Psychopath in Splatterfilmen auftretender, aber mit Bundesfilmpreisen ausgezeichneter Filmproduzent als Drummer, ein zeichnender Poet und Punkfilmer als Sänger, an der Gitarre ein melancholischer Mitarbeiter von David Lynch und schließlich ein Bassist, der als Bordellbote begonnen hat und bis heute stolz das beste aller Punk-Pseudonyme trägt: Kerl Fieser, seine Freunde nennen ihn Kerl. Bald überwiegt das menschliche Interesse an dieser Männergruppe, und es wird von der Regisseurin auf einen entscheidenden Höhepunkt gebracht, den ich noch in keiner Popmusik-Dokumentation gesehen habe: Ein Gründungsmitglied steigt vor laufender Kamera aus.

film-dienst 21/2005: Amüsantes Porträt der Berliner Avantgardeband Mutter und ihrer fünf Mitglieder, das auf vielfältiges Material aus der Bandgeschichte zurückgreifen kann und sich als bunter Reigen von nihilistischen Statements präsentiert, hinter denen Musiker, (Selbst-)Darsteller und Filmproduzenten zu erkennen sind, die sich, zumindest musikalisch, störrisch jedem größeren Erfolg verweigern.

Dietrich Kuhlbrodt, TAZ: Alles Disparate findet im Film auf wunderbare Weise genauso zusammen wie die auseinander strebenden Parts der Band. Das Störrische der Band Mutter mußs man lieben, auch das des Films, der die Genres nicht achtet. Ein Unikum? Ein Unikat!

Tonspion: Mal freundschaftlich nah, mal fast überbetont unbeteiligt fragt und zeigt Ganz` Dokumentation, wie Mutter so umwerfend und ergreifend sein und gleichzeitig so unbemerkt bleiben konnten.

Filmplakat
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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