Mad Hot Ballroom

Ausführlicher Inhalt

MAD HOT BALLROOM gewährt einen Einblick in das Leben von New Yorker Schülern. Der Film begleitet sie bei ihren ersten Unterrichtsstunden im Gesellschaftstanz, einem für sie ganz ungewohnten und neuen Parkett. ?American Ballroom Theater? (AbrT) lautet der Name der gemeinnützigen Organisation, die das Projekt 1994 an gerade einmal zwei Schulen begann und mit ihrem ?Dancing Classrooms"-Programm zur Zeit an über sechzig öffentlichen Schulen in New York Tanzstunden anbietet. Im Jahr 2004/2005 waren allein 34 Tanzlehrer damit beschäftigt, über 7000 Schülern das Tanzen beizubringen ? in insgesamt 284 Kursen.

?Mit dem ?Dancing Classrooms?-Programm möchten wir den Kindern ein Gefühl für soziale Verantwortung vermitteln und ihr Selbstvertrauen sowie Selbstwertgefühl stärken. Durch das Tanzen mit einem Partner lernen die Schüler, ihr Gegenüber zu achten, Rücksicht zu nehmen und im Team zu agieren,? so das Ziel des engagierten Projektes. Die Schüler der multikulturellen ?Dancing Classrooms? kommen nicht nur aus den unterschiedlichsten Bezirken New Yorks, sondern auch aus den unterschiedlichsten familiären und sozialen Verhältnissen ? inklusive aller Konflikte, die das mit sich bringt. Laut einer Statistik des ?American Ballroom Theater? sind rund 20 Prozent ihrer Schüler weiß, 25 Prozent schwarz, 30 Prozent asiatischer und 25 Prozent lateinamerikanischer Herkunft.

In MAD HOT BALLROOM hat Regisseurin Marilyn Agrelo die Schüler dreier Schulen bei ihrem Training begleitet, die eine breite Facette des buntschillernden New Yorker Alltags spiegeln: Da sind zum Beispiel die Kinder im wohlsituierten Tribeca (Public School 150), denen es weder an Selbstbewusstsein noch Förderung durch ihre aufgeschlossenen Eltern fehlt. Ganz anders das Bild weit uptown in Washington Heights: Die meisten Schüler der dortigen Schule (Public School 115) stammen aus dominikanischen Migranten-Familien, die zu 97 Prozent an oder sogar unter der Armutsgrenze leben ? und dann sind da noch die Jungen und Mädchen aus Bensonhurst, Brooklyn (Public School 112), einer traditionell italienischen Gegend, die sich in den letzten Jahren zum asiatischen Einwandergebiet mit all seinen Problemen gewandelt hat.

Die Schüler werden in einem zehnwöchigen Intensivkurs an die Grundbegriffe des ?Ballroom Dancing? herangeführt und erlernen unter Anleitung ihrer Tanzlehrer ein Grundrepertoire aus Merengue, Rumba, Tango, Swing und Foxtrott. Gegen Ende des Kurses haben die Schulen die Möglichkeit, an einem New York-weiten Wettbewerb teilzunehmen, den sogenannten ?Rainbow Team Matches?. Dabei führen fünf Pärchen jeweils einen der fünf Tänze vor, während ein weiteres Pärchen als Reservetänzer in allen Tänzen versiert sein sollte. Im Jahr der Dreharbeiten von MAD HOT BALLROOM entschieden sich 48 Schulen dazu, an den Ausscheidungen teilzunehmen. Neun von ihnen schafften es ins Finale.

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: X-Verleih © 1994 - 2010 Dirk Jasper