|
|
|
Sonia ist 18 und lebt
von Sozialhilfe. Gerade mit ihrem neugeborenen Baby aus dem
Krankenhaus entlassen, steht sie vor ihrer eigenen verschlossen
Wohnungstür. Statt ihres Freundes Bruno öffnet ihr ein
junges Paar. Emotionslos erläutert ihr ein halb bekleideter
junger Mann, Bruno habe ihm Sonias Wohnung für eine Woche
vermietet. Sonia kann nicht einmal ihr Handy aufladen und versucht
Bruno aus einer Telefonzelle zu erreichen. Sie sucht ihren Freund
umsonst in seinem Versteck, einem leeren Container am Fluß,
unterhalb einer viel befahrenen Fernverkehrsstraße.
Auch Sonias Sozialhilfe hat er schon ausgegeben, teilt Bruno seiner erstaunten Freundin mit. Und da die Wohnung untervermietet ist, müssten sie heute alle in ein Obdachlosenasyl ziehen. Zuvor nimmt er Sonia und Jimmy mit zu seinem Versteck und zieht sich dort um. Stolz präsentiert Bruno eine teure Markenjacke, die man nicht klauen, sondern nur kaufen kann, wie er sagt. Dazu trägt er keck einen Hut. Sonia schmiegt sich verliebt an ihn und gibt zu, sie wolle am liebsten mit ihm schlafen. ?In zwei Tagen haben wir ja deine Wohnung wieder? meint Bruno nur. Während Sonia den kleinen Jimmy stillt, wird Bruno wieder geschäftig. Zwei halbwüchsige Jungs, die für ihn stehlen, bringen das Diebesgut: Schmuck, eine Videokamera, einen CDSpieler und über 1000 Euro in bar. Bruno teilt es auf, die Jungs bekommen je ein Viertel. Im Obdachlosenasyl werden Bruno und Sonja erst abgelehnt, weil es bereits 10 Minuten nach 22 Uhr ist. Erst als die junge Mutter ihr Baby erwähnt, öffnet sich die Tür doch. In getrennten Zimmern untergebracht, erhält Bruno bereits nach kurzer Zeit einen Anruf und verlässt das Heim wieder. In einer Kneipe verkauft er die Kamera an eine Hehlerin. Sie erkundigt sich nach seiner Freundin, dem Kind und den Plänen der beiden. Falls Bruno und Sonia alles zuviel wird, so ihr lapidarer Tipp, sollen sie den kleinen Jungen einfach verkaufen. Es gäbe Adoptiveltern, die dafür gut zahlen. Am nächsten Morgen wird Bruno bei einem weiteren Händler den Schmuck für 300 Euro los und mietet bei ihm für 200 Euro ein schickes Cabriolet für einen Tag. Dann kauft Bruno einen teuren Kinderwagen, holt Sonia vom Obdachlosenasyl ab und führt sie aus. Auf einem Rastplatz tollen sie verliebt und kindisch herum. Danach kauft Bruno von seinem letzten Geld für Sonia die gleiche Markenjacke, die auch er trägt. Die Stimmung zwischen dem Paar ist großartig: Auf einem Parkplatz tollen sie verliebt herum. Die jungen Eltern müssen ihr Kind eintragen lassen, ein Formular mit ?Die Mutter? und ?Der Vater? unterschreiben. Danach erwartet sie vor dem Sozialamt eine riesige Schlange. Bruno will am liebsten am nächsten Tag wiederkommen, aber Sonia bleibt in der Schlange stehen und gibt ihm den Kinderwagen mit Jimmy zum Spazierengehen mit. Zunächst bettelt Bruno mit seinem Sohn ein paar Passanten an, doch dann klingelt sein Handy. Spontan beginnt er Verhandlungen zu führen. Es geht um Jimmy. Am Telefon sagt er nur, seine Freundin sei einverstanden. Dann fährt er mit einem Bus in einen anonymen Wohnblock. Dort legt er Jimmy auf seine Jacke, geht in ein anderes Zimmer und schließt die Tür. Kurze Zeit später hört er, wie jemand die Wohnung betritt und bald wieder verlässt. Nach einem weiteren Anruf auf seinem Handy darf er das Zimmer wieder verlassen. Auf seiner Jacke findet er nur noch einen Umschlag mit Geld. Sonia hat Bruno schon mehrmals angerufen, jetzt trifft er sie wieder in seinem Versteck. Als sie ihn nach Jimmy fragt, zeigt Bruno stolz auf das viele Geld und meint: ?Dann machen wir eben ein anderes Kind?. Sonia ist so erschüttert, dass sie in Ohmacht fällt. Im Krankenhaus steht sie unter Schock und erzählt der Schwester von der Tat. Bruno versucht sie zu beschwichtigen, seine Freundin erzähle nur wirres Zeug. Nach etlichen Telefonaten, bei denen er seinem Geschäftspartner klar macht, Sonia könnte den Deal auffliegen lassen, kann er die Rückübergabe des Kindes erreichen. In einer leeren Garage wartet er auf die Kinderhändler, mußs zunächst das gesamte Geld abliefern und kann dann Jimmy in einer weiteren Garage abholen. Nachdem er Sonia Jimmy zurück gebracht hat, möchte sie Bruno nicht mehr sehen. Der wird nachts von zwei Schlägern überfallen, die als Entschädigung weitere 5000,- Euro von ihm fordern. In seiner Verzweiflung geht er mit seinen Jungs auf Diebestour. Mit einem geliehenen Roller rauben sie einer Frau die Handtasche. Doch diesmal geht nicht alles glatt. Ein Zeuge verfolgt die beiden solange, bis auch die Polizei hinter ihnen her ist. Auf der Flucht mußs Bruno seinen halbwüchsigen Komplizen zurücklassen, der auch prompt verhaftet wird. Bruno ist verzweifelt, niemand will ihn nun mehr unterstützen. |
|
|
|









