Die grosse Reise

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Die grosse Reise
Titel Frankreich: Le grand voyage
Genre: Drama
Farbe, Marokko, Frankreich, 2004

Kino Frankreich: 24. November 2004
Kino Schweiz: 2. Juni 2005
Kino Deutschland: 24. November 2005
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 102 Minuten, FSK -



Inhalt Der junge Franzose Réda, Sohn marokkanischer Einwanderer, steht kurz vor dem Abitur, da verlangt sein Vater, dass er ihn auf der traditionellen Pilgerreise nach Mekka begleitet. Für den alten Mann kommt ein Flug nicht in Frage, weshalb Réda ihn im Auto chauffieren soll. Doch die tagelange erzwungene Nähe überfordert den gläubigen Muslim und seinen in Frankreich aufgewachsenen Sohn. Neben dem Generationenkonflikt reißt von Kilometer zu Kilometer der kulturelle Graben zwischen ihnen weiter auf.

Der Vater, seit dreißig Jahren in Frankreich, hält nach wie vor an den muslimischen Traditionen fest und lehnt den westlichen Lebensstil seines Sohnes deutlich ab. Réda hat mit Religion und Tradition nichts am Hut und beobachtet die Handlungen des Vaters mit unverhohlener Skepsis. Schließlich führen verschiedene menschliche Begegnungen auf der Reise zur Wende in ihrer schwierigen Beziehung.

Allmählich öffnen sich die beiden Männer und geben ihre starren Positionen auf. Über 5.000 Kilometer im Auto ? quer durch den Balkan und den Nahen Osten? haben die beiden einander näher gebracht ...


Darsteller & Stab Darsteller: Nicolas Cazalé (Réda), Mohamed Majd (der Vater), Jacky Nercessian (Mustapha), Ghina Ognianova (alte Frau), Kamel Belgahsi (Khalid), Atik Mohammed (Ahmad, ein Pilger), Malika Mesrar el Hadaoui (die Mutter), François Baroni (italienischer Zöllner), Krassi Kpacu (serbischer Zöllner), Kiril Kavadarkov (jugoslawischer Wirt)

Stab:Regie: Ismaël Ferroukhi • Produktion: Humbert Balsan • Drehbuch: Ismaël Ferroukhi • Vorlage: - • Filmmusik: Fowzi Guerdjou • Kamera: Katell Djian • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Tina Baz • Kostüme: Christine Brottes • Make Up: - • Ton: Xavier Griette • Ton(effekt)schnitt: Rangon • Stunts: - •


Filmkritiken Schwäbisches Tagblatt: Eine schöne, 5000 Kilometer lange Liebesgeschichte zwischen Vater und Sohn. Aus dem Machtkampf und den Demütigungen wächst eine neue Toleranz. Solche Lernprozesse kommen im Kino oft gähnend langweilig daher. Nicht bei Ferroukhi, der auch das Drehbuch schrieb. Er fand wunderbare Darsteller für seine zwei Streithähne (Nicolas Cazalé und Mohamed Majd), und er beschreibt ihre Annäherung mit leiser Komik. Immer wieder hält die Kamera die Seitenblicke fest: mal die des Vaters auf den am Steuer sitzenden Sohn, mal umgekehrt. Es sind vorsichtige, prüfende Blicke, die auch in den schwachen Momenten des anderen nicht vom Triumph gezeichnet sind.

film-dienst 24/2005: Ein bewegendes Road Movie, an dessen Ende eine teilweise Annäherung, Versöhnung und Verstehen zwischen den Generationen stattgefunden haben. Formal überzeugt der Film durch brillante Darsteller und eine faszinierende Musik, die als mystischer Kontrapunkt gesetzt ist.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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