Saint Ralph

Produktionsnotizen

Es begann ganz einfach: Teza Lawrence und Mike Souther hatten vor einigen Jahren ein Übungsprogramm entwickelt, das ?Inciting Incident? hieß und für angehende Drehbuchautoren gedacht war. Mike McGowan brachte ihnen ein Script namens ?Over the Falls?, das von Gordon Pinsent im Rahmen dieses Programms öffentlich vorgelesen wurde. Rückblickend war das vielleicht ein Zufall, aber seitdem wussten Souther und Lawrence, dass sie McGowans Arbeit mochten.

Sieben Jahre später kam McGowan mit einer neuen Idee zu ihnen, einer Geschichte über einen Jungen und seinen seltsamen Plan, den Boston Marathon zu gewinnen, um damit seine Mutter aus einem Koma zu wecken. McGowan hatte die Idee komplett im Kopf und Souther schlug ihm vor, sie aufzuschreiben. McGowan tat das innerhalb eines Wochenendes und kam am folgenden Montag mit dem Treatment für ?Saint Ralph? zurück, das bald zu einer ersten Drehbuchversion anwuchs.

?Diese Geschichte besaß Magie, ohne sich dabei auf Special Effects zu verlassen. Ihr Charme und ihre Zeitlosigkeit waren von Anfang an da. Am Ende kamen uns die Tränen, und es war keineswegs ein Hollywood-Ende. Hier war alles drin: Das Script stimmte, die Charaktere stimmten, sogar die witzigen Bemerkungen am Rande stimmten. Und das Ende stimmte auch, es war perfekt!? erzählt Lawrence mit größtem Entzücken.

?Der Film hat Herz,? erklärt Souther. ?Er hat die richtige Botschaft. Wir wollten einen Film machen, der sympathisch ist und von seinen Figuren getragen wird, der aber gleichzeitig ein paar universelle Wahrheiten enthält.?

Über den Regisseur ?Mann, ist der sarkastisch. Wir lieben ihn,? sagte Lawrence mit sichtlicher Freude über den Autor und Regisseur Mike McGowan. ?Er ist frech, er ist enthusiastisch. Als wir ihn zum ersten Mal trafen, war er ein Autor am Anfang seiner Karriere, der gerade begann, sich in der Filmindustrie einen Namen zu machen. Er ist zusätzlich zu seinem Talent ungeheuer diszipliniert, was uns bei diesem Projekt alle sehr beruhigt hat. Wir konnten ihm vertrauen. Er übertreibt nicht bei seinen Ideen. Das ist eine Seltenheit und ein ziemliches Glück?, setzt Souther hinzu.

Lawrence erzählt noch ein anderes Beispiel: ?Mike ist ein Langstreckenläufer. Er ist also ein Mann mit Ausdauer, er verschwendet keine Energie. Er findet Auswege bei Problemen, er arbeitet sich kreativ durch sie hindurch. Er hat einen sehr effizienten Arbeits- und Schreibstil. Man kann nie viel aus seinen Drehbüchern herausnehmen, die Charakterentwicklung ist knapp und präzise, die Szenen passen glatt aneinander, sie kommen sozusagen immer im richtigen Timing durch die Ziellinie.?

Über das Casting ?Saint Ralph? war der erste Spielfilm für Teza Lawrence und Mike Souther. Sie arbeiteten dabei eng mit Andrea Mann zusammen, was für alle Seiten eine kreative und emotionale Bereicherung war. Das konnte man schon beim Casting erkennen.

?Eine der grundlegenden Aufgaben bei der Besetzung der Rollen ist es, klarzustellen, um was für eine Art Film es sich handelt,? erklärt Andrea Mann. ?'Saint Ralph' mischt die Frische eines neuen Gesichts wie das von Adam Butcher mit der Erfahrung eines Campbell Scott, dazu gibt es den legendären Schauspieler Gordon Pinsent und die prickelnde Präsenz von Jennifer Tilly.?

Ralph - Ein Heiliger der Zukunft Ralph ist ein vaterloser Vierzehnjähriger, dessen Mutter ernstlich krank ist. Er behauptet, dass er eines Tages große Dinge tun wird, auch wenn er noch keine Ahnung hat, was das für Dinge sein werden. Dieser surreale Optimismus von Ralph ist ein Teil seines Charmes. ?Wir brauchten einen Schauspieler für die Rolle des Ralph, weil man nicht einfach einen Vierzehnjährigen nehmen kann, der den Ralph spielt?, erklärt Mike Souther.

?Wir brauchten einen Ralph, der schauspielen kann. Wir mußsten jemanden finden, der nicht nur Instinkt hat, sondern der diesen Charakter verinnerlicht. Wir haben Adam Butcher viermal kommen lassen und er mußste mit verschiedenen Leuten proben. Dann haben wir uns ein Herz gefasst und sind sozusagen gemeinsam von der Brücke gesprungen ? wir haben ihn verpflichtet. Wir waren ein bisschen nervös, nicht sicher, ob wir die richtige Wahl getroffen hatten, aber dann kam der erste Drehtag und Adam hat uns völlig umgeworfen. Wir sind praktisch alle am Set in Tränen ausgebrochen, als er ein paar seiner gefühlvollsten Szenen mit Jennifer Tilly spielte, die als Krankenschwester auftrat. Erster Tag, schwierigste Szene, was soll ich sagen ? er hat sofort gewonnen!"

Der Darsteller von Ralph, Adam Butcher, ist ein ruhiger junger Mann. Die schwierige Aufgabe, seine erste Hauptrolle in seinem ersten Spielfilm zu spielen, scheint ihn nicht weiter zu verwirren. ?Ich mag Mike McGowan sehr gern?, sagt er. ?Er ist ein Läufer, wie ich auch, und er war wohl früher ein bisschen wie Ralph. Ich war der schnellste Läufer an meiner Schule in Cambridge, das Laufen verbindet uns. Ich komme gut mit ihm klar, er ist ein cooler Typ.? Das ist großes Lob aus dem Mund eines Teenagers.

Ralphs Ziel in diesem Film ist so klar und deutlich, dass Adam seine Rolle völlig entspannt angehen konnte. ?Alles dreht sich nur darum, die Mutter aus dem Koma zu holen. Ralph ist ein cooler Junge. Er steckt in der Pubertät, aber er ist ein guter Läufer. Er sagt, was er denkt und er ist dabei ziemlich deutlich.? Diese einfache Herangehensweise gab Adams Spiel seine Wahrhaftigkeit.

Die gemeinsame Beziehung zum Laufen verband Adam noch zusätzlich mit seinem Regisseur Mike McGowan. Läufer besitzen ähnliche Charakterzüge, die bei Dreharbeiten so praktisch funktionieren wie auf der Rennstrecke: Hingabe, Ausdauer, Konzentration und Durchhaltevermögen, ein Augenmerk für das richtige Tempo und eine hohe Arbeitsmoral.

Vater Hibbert Es war ein großer Erfolg für die Produktion, dass sie Campbell Scott für die Rolle des Vater Hibbert gewinnen konnte. Er gilt gegenwärtig als einer der vielseitigsten Schauspieler in Amerika. Scott hat die große Gabe, seine Figuren eher beiläufig über kleine Gesten zu definieren. Als Vater Hibbert ist er einer von Ralphs Lehrern, der die Regeln seiner katholischen Schule herausfordert, indem er den Schülern Nietzsche vorliest.

Oft hüten Priester in Filmen irgendein tragisches Geheimnis, normalerweise eine unerwiderte Liebe. Vater Hibberts Geheimnis ist genau das ? nur dass es sich bei ihm um die Liebe zum Laufen handelt, typisch für McGowans Spiel mit der Erwartung des Zuschauers. Langstreckenlaufen ist - oder war - Vater Hibberts Leidenschaft, der er abgeschworen hat, als er Priester wurde. Ihm war nie klar, ob er diesen Entschluß bereuen soll oder nicht, bis Ralph kommt, ihn aus seiner Starre erlöst und ihm das Laufen wieder nahebringt.

?Campbell Scott war genau der Richtige für diese Rolle. Wir brauchten jemanden, der die komplexen Strukturen des Vater Hibbert sichtbar machen konnte: Hibbert ist ein Mann, der nicht glücklich ist mit seinen vergangenen Entscheidungen. Er mußs herausfinden, wer er früher war und was jetzt aus ihm geworden ist, und dabei trifft er diesen vierzehnjährigen Jungen, der ihm den Weg zeigt. Campbell hat Erstaunliches geleistet in seinem Zusammenspiel mit Adam, und das hat auch Adams Spiel noch gesteigert?, erzählt Souther.

?Diese Priester sind Lehrer?, erklärt Scott, ?das gefällt mir. Außerdem bin auch ich ein ehemaliger Läufer. Weil dieser Junge Ralph ein Läufer ist, bringt Vater Hibbert sein Leben endlich in Ordnung. Das könnte natürlich alles ganz süßlich und ekelhaft wirken, aber Mike McGowan hat es glücklicherweise sehr sarkastisch und mit düsterem Witz geschrieben. Wenn kein Humor dabei ist, interessiere ich mich nicht für eine Rolle. Egal, worum die Geschichte geht, sie mußs humorvoll sein und ein bisschen Vergnügen versprechen, sonst bleibe ich lieber zu Hause.?

Es war Campbell Scotts erste Rolle als Priester, im Gegensatz zu Gordon Pinsent, der mit dem kirchlichen Territorium schon vertrauter war. Scott und Gordon Pinsent zusammen spielen zu lassen war ?eine Idee, die Filmgeschichte machen wird?, sagt Lawrence. ?Beide Schauspieler haben eine ungewöhnliche Präsenz, die sich auf interessante Weise ergänzt. Die zwei zu kombinieren war ein Geniestreich, die Jungs sind Gold wert.?

?Wir Schauspieler müssen unsere Rollen wahrheitsgetreu anlegen?, sagt Campbell, ?und wir hatten es da einfach, weil unsere Figuren schon so fantastisch nuanciert geschrieben waren. Sobald ich das Script sah, dachte ich mir, das ist großartig, denn Gordon mußs nicht nur den Bösewicht spielen, und ich bin nicht nur der Gute. Auch Hibbert hat ein paar verkorkste Ideen, wir sind nicht nur gut oder böse, schwarz oder weiß. Wir kommen aus zwei verschiedenen Generationen, aber letztlich will keiner von uns dem Kind Ralph etwas Böses."

Vater Fitzpatrick Eines der vielen Wunder, die in dieser Geschichte vor und hinter der Kamera stattfanden, war die Zusage von Gordon Pinsent für die Rolle des Vater Fitzpatrick. ?Ich werde nie vergessen, wie Gordon ans Set kam?, erzählt Teza Lawrence, die sich sichtlich gern erinnert. ?Er hatte diese einzigartig tiefe Stimme, er ging über den Drehort und alle Herzen schmolzen dahin. Er kannte schnell jeden aus dem Team, die Kinder umarmten ihn zur Begrüßung. Er ist so ein liebenswerter Mensch, alle hatten immer das Gefühl 'Unser Vater Fitzpatrick ist da, zum Glück haben wir ihn bei uns.'?

Gordon Pinsent hat durch etliche Fernsehserien seit den Seventies einen etablierten Namen in Kanada. Noch berühmter ist er, seit er in Lasse Hallströms Film "The Shipping News" beiläufig alle Hauptdarsteller an die Wand spielte. Über "Saint Ralph" erzählt Pinsent: "Diesen Film schätze ich ganz besonders. Ich war mit dem Regisseur schon ein wenig vertraut, obwohl dies sein erster Spielfilm ist, aber ich hatte bereits einmal ein Drehbuch von ihm bei einer öffentlichen Lesung vorgetragen. Ich habe gleich verstanden, warum alle herumhüpften und und sagten, ja, das wollen wir machen. Ich meine, es war für niemanden eine Frage, warum dieser Film gedreht werden mußste. Es ist einer dieser seltenen Stoffe, die dich sofort fesseln. Sie begeistern dich, und hier (er legt die Hand auf sein Herz), hier ist der Grund, warum du dich dafür entscheidest."

Pinsent hatte seit langer Zeit keine solche Rolle mehr gespielt, Als Zeichen seiner Überzeugung ließ er sich die Haare kurz schneiden, und dann, auf die Bitte des Regisseurs sowie nach einem zweiten Besuch beim Stylisten, sogar sehr kurz. Seine Figur ist unfreundlich, aber ohne sonderlich böse Intention. "Vater Fitzpatrick ist ein strenger Mann", erklärt Pinsent nachdenklich.

"Er glaubt an die Macht des Guten, aber die Betonung liegt dabei auf dem Wort 'Macht'. Er macht es Ralph schwer, seine Suche nach einem Wunder durchzuhalten, das stellt ihn ein wenig auf die Seite des Bösen. Er meint es gut und hat das Herz auf dem rechten Fleck, aber er ist dazu da, Ralph immer wieder zu erinnern, dass seine Pläne nicht so einfach sind wie er denkt. Fitz fühlt sich verpflichtet, Ralph auf die Zukunft vorzubereiten, und er will sicher gehen, dass diese Zukunft innerhalb der Regeln seiner Kirche bleibt."

Schwester Alice Die oscarnominierte Schauspielerin Jennifer Tilly rundete den Reigen der Hauptdarsteller ab. Im Gegensatz zu den anderen Figuren in "Saint Ralph" hatte die Figur der Alice etwas Geheimnisvolles, das es den Produzenten schwer machte, sich eine bestimmte Schauspielerin dafür vorzustellen. Dann kam zufällig Jennifer Tilly des Wegs. "Jeder kennt Jennifer", erzählt Mike Souther, "es ist umwerfend, wie bekannt ihr Name ist. Sie ist Kanadierin - für uns ein echter Bonus - sie ist ein Star, und sie hat diese mitreißende Persönlichkeit, die der Rolle ganz neue Dimensionen gibt."

Jennifer Tilly hat eine Präsenz, die jedermann fesselt, weit über die Schrullen ihrer Figur Alice hinaus. "Alice ist eine energische lesbische Krankenschwester in der Klinik, in der Ralphs Mutter im Koma liegt", erklärt sie. "Sie mußs ein bisschen vorsichtig sein, denn Ralph ist ein Junge, der alles bemerkt, wirklich alles, und natürlich merkt er auch, dass an Alice irgend etwas Ungewöhnliches ist. Aber Alice freundet sich mit ihm an und nimmt ihn unter ihre Fittiche, außerdem hilft sie ihm bei seinem Training. Das Nette an Alice ist, dass ihre Manierismen sehr subtil sind, sie bleiben eher unauffällig."

Als Jennifer Tilly zum ersten Mal von "Saint Ralph" hörte, arbeitete sie bereits an zwei anderen Filmen, einen davon drehte sie in Toronto. Das Tanzkärtchen war also voll und sie wollte keinen weiteren Film annehmen. Ihr Agent allerdings beharrte darauf, dass sie das Drehbuch las. Sobald sie damit fertig war, machte sie eine Kehrtwendung.

"Ich habe geheult, nachdem ich das Buch gelesen hatte, und das passiert mir fast nie! Also habe ich gesagt, ja, das ist ein Film, den ich unbedingt machen mußs. Es ist eine Geschichte über einen Heranwachsenden, aber sie ist unsentimental, sie ist witzig, und sie geht richtig ans Herz. Und dieser Junge, Adam, er ist toll. Am ersten Tag am Set hat er diese Szene gespielt, in der er versucht, seine Mutter aus dem Koma zu wecken, und dann..." - und schon erzählt Tilly die berühmte Geschichte, wie Stab und Besetzung gemeinsam zu weinen anfingen.

Der Look von "Saint Ralph" "Saint Ralph" ist eine Geschichte, die Anfang der Fünfziger Jahre in Hamilton und Boston spielt. Der Film brauchte also eine Stimmung von unkomplizierter Nostalgie, die sich nur in der Zusammenarbeit von Ausstattung, Kostümbild und der Wahl der Drehorte herstellen ließ. Die Kostümbildnerin Anne Dixon erklärt: "Bei den Hauptrollen mußs man sehr exakt sein, was die zeitgenössische Kleidung betrifft. Wir haben alle möglichen Details untersucht, die den Stil jener Zeit wiedergeben: Wie eng sind die Hosenbeine, wie lang sind die Hosen überhaupt, was für Muster haben die Krawatten, wir haben sogar die Soutanen der Priester studiert. Für die Läufe brauchten wir alte Rennschuhe für etwa 70 Leute, das heißt wir telefonierten mit Italien, Frankreich, England und den USA, fanden aber trotzdem nur 5 Paar. Also färbten wir Bowlingschuhe ein und machten einen Absatz dran, oder wir nahmen Leinenturnschuhe und veränderten sie entsprechend.?

"Die Atmosphäre dieses Films ist herzerwärmend, und so etwas kann durch das Design der Kostüme unterstützt werden", fährt Anne Dixon fort. "Man formt die Charaktere mit den Farben, mit den Stoffen, die sie tragen, mit dem Schnitt des Kostüms. Bei Ralph wollten wir unbedingt vermeiden, dass Adam das Gefühl hat, er trüge eine Verkleidung. Wir wollten erreichen, dass er denkt, das, was er anhat sind seine eigenen Klamotten. Seine Figur ist so liebenswert, dass ich dem Publikum mit meinen Kostümen genau dieses sympathische Gefühl vermitteln wollte."

Der Location Manager Michael Tough arbeitete gemeinsam mit dem Ausstatter Matthew Davis, um den Figuren eine Bühne zu geben, auf der sie der richtigen Zeit entsprachen. "Historische Genauigkeit ist natürlich die erste Regel für einen Film wie diesen", sagt Davis. "Aber darüber hinaus mußs man sehr fantasievoll sein, um dem Film auch ein schönes visuelles Potential mitzugeben."

"Was ich am Filmemachen liebe und natürlich häufig sehe, ist die Gefahr beim Arbeiten mit zeitlichen und finanziellen Beschränkungen. Denn es laufen trotz kreativer Zusammenarbeit die Dinge selten so, wie geplant" sagt Andrea Mann. "Aber es sind genau diese Momente, wenn alles, was man gehofft, geplant und erwartet hat, auf einmal nicht klappt, in denen manchmal die schönsten Sachen passieren. Dieser Film ist ein perfektes Beispiel dafür. Es gab zwei schreckliche Unwetter-Tage im September 2003, während wir einen großen Außendreh in Boston hatten, an der Ziellinie des Marathons.

Ralph rennt also gerade, um seine Mutter durch ein Wunder zu retten, und es regnet in Strömen auf 339 Statisten in zeitgenössischen Kostümen. Die Kostümabteilung mußste zusehen, wie der Regen die wertvollen alten Kleider durchweicht, und es kam zur Frage, ob man abbricht oder weitermacht. Wir machten weiter ? was der ganzen Szene eine Stimmung von Herausforderung und Drama verleiht: Ralph rennt gegen Erwachsene, er rennt gegen professionelle Läufer, und jetzt mußs er auch noch gegen die Elemente anrennen.

Zufälligerweise passierte das Gleiche ein paar Tage später noch einmal: Ralph trainiert mit Vater Hibbert, er durchbricht dabei eine innere Blockade und fliegt fast die Bahn entlang ? im selben Moment kommt aus dem Nichts ein stürmischer Regenschauer. Wir erkannten sofort die Symmetrie von dieser Szene und der Marathon-Szene, und durch den Regen bekam alles eine Dichte, die sonst nicht dagewesen wäre.

Es war einer dieser verzauberten Momente, bei dem jeder, der an "Saint Ralph" arbeitete sich fragte, ob vielleicht ein Kino-Engel die Hand über diese Produktion hielt. Ich denke, solche Ereignisse tragen dazu bei, dass wir immer wieder an die Magie des Filmemachens glauben."

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Concorde © 1994 - 2010 Dirk Jasper