Herr der Diebe

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Titel Deutschland: Herr der Diebe
Titel Großbritannien: The Thief Lord
Genre: Familien Abenteuer, Fantasy
Farbe, Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, 2005

Kino Deutschland: 5. Januar 2006
Kino Österreich: 6. Januar 2006
Kino Großbritannien: 26. Mai 2006
Laufzeit Kino: 98 Minuten, FSK o. A.




Inhalt Der Herr der Diebe ? das ist der geheimnisvolle, 15-jährige Anführer einer Kinderbande in Venedig. Er bestiehlt die Reichen, um für seine Schützlinge zu sorgen. Keiner kennt seinen Namen, seine Herkunft. Auch nicht Bo und Prosper ? zwei Waisenkinder, die auf der Flucht vor ihren herzlosen Pflegeeltern Unterschlupf bei der Bande gefunden haben.

Gemeinsam entdeckt die Bande ein uraltes Karussell mit Zauberkräften: Es kann seine Passagiere älter oder jünger machen ? allerdings nur, wenn ein seit langem verschollener Löwenflügel entdeckt und wieder am Karussell angebracht wird. Nicht nur der gerissene Hehler Barbarossa ist den Freunden deswegen auf den Fersen, sondern auch der Privatdetektiv Victor, den die Pflegeeltern auf Bos und Prospers Spuren hetzen ...


Darsteller & Stab Darsteller: Aaron Johnson (Prosper), Jasper Harris (Bo), Carole Boyd (Esther Hartlieb), Bob Goody (Max Hartlieb), Jim Carter (Victor), Malcolm Turner (Apotheker), Rollo Weeks (Scipio), George McKay (Riccio), Alice Connor (Wespe), Lathaniel Dyer (Mosca), Alexei Sayle (Barbarossa), Caroline Goodall (Ida), Geoffrey Hutchings (Conte)

Stab:Regie: Richard Claus • Produktion: Richard Claus, John Buchanan • Drehbuch: Daniel Musgrave, Richard Claus • Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke • Filmmusik: Nigel Clarke, Michael Csányi-Wills • Kamera: David Slama • Spezialeffekte: Alain Couty • Ausstattung: Matthias Kammermeier • Schnitt: Peter R. Adam • Kostüme: Stephanie Collie • Make Up: Roseann Samuel • Ton: Hubert Bartholomae • Ton(effekt)schnitt: Hubert Bartholomae • Stunts: - •


Filmkritiken Rhein-Zeitung Nr. 4, 5.1.2005: Die grösste Stärke des Buchs und des Films liegt darin, dass die Kinder für ihr eigenes Wohl sorgen und viele Entscheidungen treffen müssen, die sonst Sache von Erwachsenen sind. Während die Bande als Ersatzfamilie fungiert, lernen die Kinder den Wert von Tugenden wie Freundschaft, Solidarität und Toleranz kennen und finden am Ende ihren Platz im Leben. Die grösste Schwäche der Inszenierung: Richard Claus, der schon mehr als 20 meist deutschsprachige Filme produziert hat, aber hier erstmals Regie führt, legt die Erwachsenenfiguren allzu holzschnittartig an. Wenn diese aber zu Pappkameraden degradiert werden, stellen sie für die Waisenkinderbande auch keine ernst zu nehmenden Widersacher dar. So wirkt der unkonzentrierte Detektiv, der sich mit Schnurrbart und falscher Brille vergeblich zu tarnen versucht, meist einfach nur lächerlich. Zur verwunschenen Atmosphäre des gemächlich erzählten Films tragen die sparsam eingesetzten Morphing-Effekte bei, die in den Augen des kleinen Bo etliche Statuen und Figuren zum Leben erwecken.

film-dienst 1/2006: Abenteuerliche Verfilmung des Jugendromans von Cornelia Funke, die der Vorlage zwar weitgehend folgt, dabei aber weder zu filmischer Dichte und Atmosphäre findet noch zum ambitionierten Kern der Fabel vordringt.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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