Wo der Himmel die Erde berührt

Ausführlicher Inhalt

Wo der Himmel die Erde berührt liegt Kirgistan, ehemalige Sowjetrepublik, Heimat des Dichters Tschingis Aitmatov. Ein Film über die Naturschönheiten dieses Landes und eine sensible Dokumentation über die natürliche Lebensweise der Nomaden, ihren Tagesablauf und ihren Umgang mit der Natur.

Eine alte Nomadin, Bübüsch, ist eine der Protagonisten im Film, sie lebt allein auf der Alm im Hochgebirge in einer Jurte mit ihren Schafen. Sie ist wie die Mutter Erde und hat in ihrem Leben schon viele schwere Erfahrungen gemacht. Ein weiterer Protagonist ist Rysbek, ein kirgisischer Eposerzähler, der nach einem tausendjährigen Brauchtum das kirgisische Epos ?Manas? im Sprechgesang erzählt. Durch seine Lebensweisheiten erzählt er von der großartigen Nomadenkultur an der alten Seidenstraße.

Mit den beiden Hauptpersonen wird die Hoffnung vermittelt, dass sich die Kirgisen ihrer Tradition bewußt bleiben und die beispiellosen Naturschönheiten Zentralasiens bis ins nächste Jahrhundert erhalten. Denn auch Kirgistan wird nicht von der westlicher Zivilisation verschont. Hier wird das größte Goldvorkommen der Erde vermutet. Ein kanadisches Großunternehmen zerstört eine ganze Region. Täglich werden durch Sprengungen Gletscher vernichtet, ganze Bergketten abtransportiert und mit einem respektlosen Umgang der Natur ein Raum auf Jahrhunderte hin weggenommen.

WO DER HIMMEL DIE ERDE BERÜHRT arbeitet mit starken Kontrasten und will mit der Gegenüberstellung von High Tech und Nomaden-Brauchtum ein Bewußtsein für Natur und Tradition erzeugen. Hierfür wurde ein wunderschönes volkstümliches Fest auf einer Alm in über 3.000m Höhe dokumentiert, es wurden traditionelle Reiterkämpfe ausgetragen, eine kirgisische Taufe (Toschutoy) arrangiert und ein kirgisisches Essen (Beschparmak) für über 300 Menschen gegeben, herrliche Bilder einer noch existierenden nomadischen Tradition.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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