Roll Bounce

Produktionsnotizen

Von Regisseur Malcolm D. Lee, der zuletzt UNDERCOVER BROTHER (?Undercover Brother?, 2002) inszenierte, kommt jetzt frisch und funkig eine Teeny-Komödie auf Rollen: ROLL BOUNCE. Angesiedelt in der Hochphase der Rollerdisco-Ära, vereint der Film das Retro-Gefühl der Tänze und Musik der 70er Jahre mit der bewegenden Geschichte einer Familie, die nach einem Weg sucht, durch eine schwierige Phase einer besseren Zukunft entgegen zu manövrieren.

Soul-Hit-Klassiker, aufregende Rollschuhartistik und die unvermeidlichen Romanzen: ROLL BOUNCE ist ein ansteckender Gute-Laune-Trip in eine Welt, in der man bei gedämpftem Licht und elektrisierender Musik ungeahnten Möglichkeiten entgegen rollen konnte.

Die Geschichte beginnt mit Xavier Smith (Bow Wow), auch X genannt, einem jungen Rollschuh-Zauberer, der mit seiner Truppe mal das Sagen hatte auf ihrer Rollschuhbahn in Chicagos South Side, den Palisades Gardens. Aber als ihr Lieblingstreffpunkt eines Tages für immer geschlossen wird, geht eine Ära zu Ende. Gleichzeitig beginnt eine neue, die die Jungs in ein vollkommen fremdes Territorium treibt: Die North Side mit ihrer schicken Sweetwater- Rollerbahn und ihren aalglatten Rollerboys und schicken Supergirls in Hotpants.

Für X und seine Freunde ist Sweetwater eine schöne neue Welt, die einen bisher unvorstellbaren Traum heraufbeschwört: Den Gewinn des jährlichen Rollerskate-Turniers. Für X bedeutet es weit mehr, als eine Trophäe nach Hause zu holen ? es ist seine Chance, das Talent zu beweisen, das seine Mutter immer in ihm gesehen hat - und eine kräftige Stärkung seines Selbstwertgefühls zudem. Die begabten Rollerskater von der South Side nehmen es mit dem Champion von Sweetwater auf, dem gefeierten Rollschuh-Gott Sweetness (Wesley Jonathan) ? und sie werden alles geben, das ist eine Frage der Ehre ...

Malcolm D. Lee setzte ROLL BOUNCE nach einem Original-Drehbuch von Norman Vance, Jr. (BEAUTY SHOP, 2005) in Szene. Die Produzenten waren Robert Teitel und George Tillman, Jr., die zuvor bereits gemeinsam die Kassenhits BARBERSHOP (2002), BARBERSHOP 2: BACK IN BUSINESS (2004) und BEAUTY SHOP (2005) produziert hatten, und als Regisseur bzw. Produzent für die Erfolgsfilme SOUL FOOD (1997) und MEN OF HONOR (2000) verantwortlich waren.

Hauptdarsteller Bow Wow wird in ROLL BOUNCE von einem Ensemble beeindruckender neuer Gesichter und Jungstars unterstützt. In der Rolle von Xs? kürzlich verwitweten Vater Curtis, ist Chi McBride zu sehen, der für seine Rolle in ?Boston Public? zum ?AFI Actor of the Year? nominiert wurde und der in Dutzenden von Filmen bedeutende Rollen spielte, darunter I, ROBOT (?I, Robot?, 2004) und UNDERCOVER BROTHER (?Undercover Brother?, 2002).

Xs? Skater-Rivalen Sweetness spielt Wesley Jonathan, der für seine Rolle im TV-Film ?What I Like About You? für einen ?Breakout Star Teen Choice Award? nominiert wurde. Zu Xs? Truppe gehören die Neuentdeckungen Brandon T. Jackson, Rick Gonzalez, Khleo Thomas und Marcus T. Paulk. Meagan Good, die Xs? Angebetete Naomi spielt, konnte man schon in den Erfolgsfilmen YOU GOT SERVED (?Street Style?, 2004) und BIKER BOYZ (2003) sehen.

Jurnee Smollett, der Darsteller von Xs? ständigem Begleiter Tori, zählt EVE?S BAYOU (1997), ?Cosby? und ?Wanda at Large? zu seinen Credits. Weitere Darsteller in ROLL BOUNCE sind die populären Comedians Nick Cannon, bekannt aus den Filmen DRUMLINE (2002), LOVE DON?T COST A THING (2003), SHALL WE DANCE? (?Darf ich bitten?, 2004) und Mike Epps, den man bereits in FRIDAY AFTER NEXT (2002) sehen konnte sowie Charlie Murphy, der zum Ensemble von KING?S RANSOM (2005) gehörte.

Die Ausführenden Produzenten von ROLL BOUNCE waren Dana J. Reid, Adam Robinson und Jeremiah Samuels (LOVE JONES, 1997). Chefkameramann war James Muro, der bei mehr als 50 Filmen die Kamera führte, darunter X-MEN 2 (?X-Men 2?, 2003) und THE FAST AND THE FURIOUS (?The Fast and the Furious?, 2001). Als Produktions-Designer bereicherte William A. Elliott das Team, der auch schon das Design von SCARY MOVIE 3 (?Scary Movie 3?, 2003) und UNDERCOVER BROTHER (?Undercover Brother?, 2002) verantwortete.

Geschnitten wurde der Film von George Bowers, A.C.E. (WALKING TALL, ?Walking Tall ? Auf eigene Faust?, 2004) und Paul Millspaugh (GHOSTS OF GENIUS, 2003). Music Supervisor war Barry Cole (BEAUTY SHOP, 2005) und den Score komponierte Stanley Clarke (UNDERCOVER BROTHER, ?Undercover Brother?, 2002). Für das Casting war Monica Swann, CSA, zuständig, die u.a. auch die Erfolge FAT ALBERT (?Fat Albert?,2004) und YOU GOT SERVED (?Street Style?, 2004) besetzte.

Wie alles begann ... 1978 hatte Amerika gerade eine Disco-Revolution erlebt und schon war in den Zentren der Großstädte mit der Roller-Disco ein neuer, heißer Trend auf den damals noch vierrädrigen Rollschuhen auszumachen. Plötzlich wurden die Rollschuhbahnen mit dem aufregenden und romantischen Flair der Dance Floors überflutet und wurden zu coolen Orten zum Abhängen ? und damit für viele städtische Teenager das ultimative Ziel der Samstagabend-Unternehmung.

Diese Welt ist, abgesehen von wenigen Kultfilmen aus jener Zeit, ein auf der Leinwand weitgehend unerforschtes Terrain und wurde nun von Noman Vance Jr.?s Drehbuch für ROLL BOUNCE zum Leben erweckt. Vor dem Hintergrund einer Rollschuhbahn im Chicago der 1970er Jahre erzählt der Film eine Geschichte über Freundschaft, Familie und einen geradezu epischen Rollschuh-Wettkampf, den ein schicker und selbstbewusster North-Side-Held und ein South-Side-Skater, für den viel auf dem Spiel steht, gegeneinander ausfechten. Als die Produzenten Robert Teitel und George Tillman, Jr. das Drehbuch zu ROLL BOUNCE gelesen hatten, waren sie sofort begeistert von diesem frischen Blick zurück auf eine spaßverliebte Zeit.

?Als George und ich ROLL BOUNCE lasen, fühlten wir uns sofort in eine andere Welt versetzt ? in die einer Rollschuhbahn im Jahr 1978?, erklärt Robert Teitel. ?Wir spürten sofort, dass diese Zeit und dieser Ort sich hervorragend für einen Teenager-Film eigneten. Zusammen mit den starken dramatischen Elementen der Story ? mit diesen Jungs, die sich mit ihrer Pubertät und ihren familiären Schwierigkeiten auseinandersetzen müssen ? hatten wir ein Thema gefunden, mit dem man sich global identifizieren konnte. Es war positiv, inspirierend und sehr komisch ? genau die Kombination, nach der wir immer suchen.?

Und George Tillman ergänzt: ?Wir fühlten, in diesem Film war für jeden etwas dabei. Es gibt die aufregenden Rollschuh-Wettbewerbe, die großartige Musik der 70er Jahre und eine sehr bewegende Geschichte über das Erwachsenwerden.?

Teitel und Tillman hatten auch sofort einen Regisseur für das Projekt im Hinterkopf: Malcolm D. Lee, ein Cousin von Spike Lee, der sein Regie-Debüt mit THE BEST MAN (1999) hatte und danach mit der in den 70er Jahren angesiedelten Spionage-Komödie UNDERCOVER BROTHER (?Undercover Brother?, 2002) gleich einen weiteren Erfolg verbuchen konnte. Wie bei UNDERCOVER BROTHER sah Lee bei ROLL BOUNCE die Chance, einen neuen Blick auf die Teenie-Komödie werfen zu können, ein Genre, für das er sich schon immer begeistert hatte.

?Es gefiel mir, dass diese Geschichte in einer Zeit spielt, in der Kids noch Kids sein konnten, im Sinne wirklicher Unschuld, und ich mochte die Art des Geschichtenerzählens mit Herz und Humor. Ich bin immer für gewitzte und witzige Filme über afro-amerikanische Themen zu haben. Und ich wollte schon immer mal mit Bob Teitel und George Tillman arbeiten.?

Lee sah ROLL BOUNCE auch als Gelegenheit, einen Film über die jüngere Vergangenheit zu drehen, die von Filmen überwiegend ignoriert wird. ?Als ich Kind war, gab es all diese Teenager-Filme über das Erwachsenwerden, wie SIXTEEN CANDLES (?Das darf man nur als Erwachsener?, 1984), und da gab es jeweils das eine schwarze Kind, das unbeteiligt in einer Ecke saß. ROLL BOUNCE hingegen ist nun mal ein Film über schwarze Kids?, erklärt er.

Während der Vorbereitung des Films tauchte Lee tief in die authentische Geschichte der Roller-Disco-Kultur ein ? die Musik, die Mode, die Choreografie ? ohne die Geschichte eines Vaters und seines Sohnes aus den Augen zu verlieren, die am Rande einer familiären Katastrophe versuchen, einander verstehen zu lernen.

?Man sieht immer noch selten in Filmen, dass schwarze Männer gegenüber ihren Söhnen einen Ausdruck von Liebe zeigen und ich war sehr froh, dazu in ROLL BOUNCE die Gelegenheit zu haben?, sagt der Regisseur. ?Eins der wichtigen Themen des Films ist, dass ein junger Mann wie X die Liebe seines Vaters braucht, um in der Welt zu überleben und voran zu kommen.?

Auf Rollen: Das Ensemble Eine der wichtigsten Aufgaben der Filmemacher war es, für ROLL BOUNCE einen jungen Hauptdarsteller zu finden, der Xavier Smith, den talentierten, aber schwierigen Jungen aus der South Side spielen konnte, der sich dem Roller-King der North Side stellt und gleichzeitig versucht, seine Familie wieder auf die Beine zu kriegen. Um die Rolle des vielschichtigen X zu spielen, bedurfte es eines Schauspielers, der sowohl der dramatischen Tiefe der Figur, als auch den athletischen Herausforderungen der Rollschuh-Tanzszenen gerecht werden konnte.

Diese seltene Kombination fanden sie in Bow Wow, dem jungen Hip Hop-Star und erfolgreichen Jungdarsteller aus Filmen wie LIKE MIKE (?Calvin ? Voll am Ball?, 2002) und JOHNSON FAMILY VACATION (?Familie Johnson geht auf Reisen?, 2004). Bow Wow hatte sich nie zuvor an einer so komplexen und pointierten Rolle versucht, aber er sah sofort seine Chance, sich als Schauspieler weiter zu entwickeln.

?Er legte ein überwältigendes Engagement an den Tag?, sagt Regisseur Malcolm D. Lee. ?Ich war wirklich stolz darauf, wie viel Arbeit er in diesen Film steckte. Er mußste sich vollkommen von seiner öffentlichen Rolle als Hip Hop-Ikone distanzieren und sich auf ein echtes Drama konzentrieren. X ist nicht der reine Comedy-Typus, den Bow Wow gewohnt war. X hat eine Menge Humor, aber er ist auch ein sehr zurückhaltender Junge, der versucht, die Traurigkeit seines Vaters zu verstehen. Er lotet das Terrain zwischen Jugend und Erwachsensein aus und lernt ganz nebenbei auch noch die Höhen und Tiefen romantischer Liebe kennen.?

Als er das Drehbuch las, fühlte sich Bow Wow spontan hineingezogen in das Leben von X und seiner Truppe, die auf der Sweetwater-Rollschuhbahn abhängen, ihren Spaß haben, Figuren einstudieren und sich gegenseitig helfen, das Leben zu verstehen. ?Die Story hat mich begeistert und ebenso die Tatsache, dass es etwas komplett anderes war, als das, was ich bisher gemacht hatte?, sagt er. ?Ich wollte mich als Schauspieler weiterentwickeln und diese Rolle bot dazu die besten Möglichkeiten.?

Bow Wow mußste viel auf der Rollschuhbahn lernen. Er kannte Blades ? aber Rollschuhe nur vom Hörensagen. Würde Bow Wow überzeugend auf den Rollen agieren können? Glücklicherweise erwies er sich als Naturtalent. ?Bow Wow erwies sich als guter Schauspieler in unserem Film und ich denke, man kann sich gut mit seiner Rolle und seiner Entwicklung identifizieren?, meint Produzent George Tillman, ?aber noch mehr faszinierte uns, was für ein großartiger Skater er ist. Die Zuschauer werden überrascht sein.?

Als nächstes mußste ihm ein Schauspieler an die Seite gestellt werden, der seinen Vater Curtis verkörpern konnte. Ein einsamer Witwer, der den Verlust seiner Frau noch nicht verwunden hat, zwei sehr willensstarke Kinder allein großziehen mußs und zusätzlich noch ein großes persönliches Geheimnis mit sich herumschleppt, das er vor seiner Familie verbirgt.

Um sowohl den Humor, als auch die Verletzlichkeit der Figur heraus zu arbeiten, besetzten die Filmemacher den vielfach ausgezeichneten Schauspieler Chi McBride, der zuvor bereits mit Malcolm Lee bei UNDERCOVER BROTHER (?Undercover Brother?, 2002) zusammengearbeitet hatte. ?Curtis ist sehr vielschichtig?, kommentiert Lee die Besetzung, ?und die Rolle verlangt Pathos und Humor. Daher war ich mir sicher, dass Chi McBride eine hervorragende Wahl war.?

Wie Lee war McBride begeistert von der Art, wie das Drehbuch die schwierigen Verbindungen zwischen Vätern und Söhnen herausarbeitet. ?Ich sehe Curtis als diesen Mann, der gerade Witwer geworden ist und seine Familie braucht - aber nicht weiß, wie er seinem Sohn gegenüber Liebe zeigen kann?, erklärt McBride.

?Er überschüttet seine Tochter mit Zuneigung und Aufmerksamkeit, weil es ihm - einem kleinen Mädchen gegenüber - natürlich vorkommt. Aber mit X befindet er sich in einer Sackgasse. Gleichzeitig entdeckt X eine neue Welt außerhalb seiner Familie, mit Freunden, Mädchen und dem Rollerskaten und entfernt sich dadurch zunehmend von der Familie. Der Weg, den Curtis und X wieder aufeinander zu gehen, ist ein wichtiger Teil des Films.?

Während Curtis gegenüber den Fähigkeiten seines Sohnes auf der Rollschuhbahn blind zu sein scheint, erinnert sich McBride der großen Zeit der Rollschuhbahnen mit Begeisterung ? ein weiterer Grund, warum er die Rolle mit großer Freude annahm. ?Ich bin in Chicago aufgewachsen und ich erinnere mich, dass wir jeden Samstagabend auf der Rollschuhbahn ?rumhingen, weil es auch als eine Möglichkeit gesehen wurde, die Jugendlichen von der Straße zu halten?, sagt er. ?Ich konnte auch einige dieser coolen Tanzbewegungen, aber das liegt viele Jahre und noch mehr Kilos zurück.?

Die Filmemacher beobachteten mit Genugtuung, dass besonders Chi McBride eine enge Beziehung zu Bow Wow entwickelte, was sie auf der Leinwand noch authentischer wirken ließ. ?Ich wusste, dass Bow Wow ein großes Potential in sich trägt, aber ich glaube, er brauchte die Hilfe von jemandem wie Chi McBride um es frei zu legen?, beobachtete Malcolm Lee. Und Bow Wow ergänzt: ?Chi McBride half mir sehr und hat mir eine ganze Menge beigebracht. Auf der Leinwand mußste es eine enge Verbindung zwischen uns geben und sein Rat machte diese Verbindung auf einer persönlichen Ebene noch viel enger."

?Bow Wow hat sich als Schauspieler enorm entwickelt?, revanchiert sich McBride. ?Ich denke, seine Arbeit wird viele Leute beeindrucken, denn er ist sehr gewachsen an der Herausforderung, eine Figur zu spielen, die sich von seiner Person sehr unterscheidet.? Jetzt suchten die Filmemacher nach einem Ensemble komischer, charismatischer Teenager, die Bow Wows Skating-Truppe, die Garden Boys, spielen sollten.

Newcomer Brandon T. Jackson, ein junges Comedy-Talent, wurde für die Rolle von Junior besetzt, Xs? schnell sprechenden, altklugen besten Freund, der zu allem seinen Senf dazu geben mußs. Jackson konnte sich sofort mit der Rolle anfreunden. ?Als ich das Script las, sagte ich zu mir: ?Der Typ ist genau wie ich??, erinnert sich Jackson. ?Als jemand der von der Stand-Up-Comedy kommt, einen Typen zu spielen, der ununterbrochen Sprüche klopft, passt doch hervorragend.?

Rick Gonzalez, den man in Filmen wie OLD SCHOOL (?Old School ? Wir lassen absolut nichts anbrennen?, 2003) oder THE ROOKIE (?Die Entscheidung ? Eine wahre Geschichte?, 2002) sehen konnte, wurde für die Rolle Naps gecastet, den jungen Puerto-Ricaner, der ständig auf der Suche nach passenden Miet-Rollschuhen ist. Wie seine Rollenfigur hatte auch Gonzalez nie auf Rollschuhen gestanden, aber er verstand sofort, wie wichtig sie für Xs? Jungs waren.

Die Rolle von Boo, dem jungen Mann, der die Frauen liebt, aber viel zu schüchtern ist, eine anzusprechen, ging an Marcus T. Paulk, der den größten Teil seiner Jugend damit verbrachte, Brandys jüngeren Bruder in der erfolgreichen TV-Serie ?Moesha? zu spielen.

Der 15jährige Khleo Thomas, bekannt aus HOLES (?Das Geheimnis von Green Lake?, 2003) und WALKING TALL (?Walking Tall ? Auf eigene Faust?, 2004), vervollständigte das Ensemble als Mixed Mike, das Baby der Gruppe. Thomas beschreibt seine Rolle so: ?Sein Vater ist schwarz und seine Mutter weiß, was damals noch etwas Besonderes war und der deshalb ständig von Junior angemacht wird. Obwohl Mike ziemlich schnell in Rage gerät, macht er viel Quatsch und es macht Spaß, mit ihm ?rumzuhängen.?

Kaum waren sie am Set, entwickelten die Garden Boys, jeder für sich, einen eigenen Stil und fanden ihren Platz in der Gruppe. ?Es war uns wichtig, dass diese fünf Jungs eine Einheit wurden?, erklärt Produzent Robert Teitel. ?Je mehr Zeit sie miteinander verbrachten, desto besser stimmte die Chemie zwischen ihnen auf der Leinwand.?

Nicht weniger wichtig für die Besetzung war Xs? übermächtiger Gegenspieler und Roller-Rivale Sweetness. Jungstar Wesley Jonathan lief in der Rolle zu voller Größe auf. ?Sweetness ist der Crack in der Rollschuhszene, also ist er extrem arrogant. Es ist verliebt ? in sich selbst und das sorgt für jede Menge Komik?, meint er.

Nachdem die Jungs besetzt waren, wandten sich die Filmemacher den jungen Damen zu und wählten Meagan Good als die verführerische Naomi und Jurnee Smollett als Tori, die großmäulige, ständige Begleiterin der Garden Boys aus. Meagan Good hatte ihre Kämpfe mit Regisseur Malcolm Lee. ?Anfangs war ich nicht sicher, ob sie die Richtige für die Rolle wäre, weil sie in anderen Filmen erwachsenere junge Frauen mit ausgeprägtem Sex-Appeal gespielt hat?, erinnert er sich.

?Aber Meagan überzeugte mich, dass sie in der Lage wäre, Naomis jugendliche Naivität auszudrücken und ich glaube, sie ist in der Rolle ganz nah bei sich.? In Jurnee Smollett war Lee geradezu verliebt. ?Wenn ich eine Tochter wie sie haben könnte, wäre ich im Siebten Himmel?, sagt er. ?Sie ist derartig komisch, so talentiert, so liebenswert und sie gibt immer alles, was sie hat.?

Die Roller-Skater-Choreografie In den 1970er Jahren entwickelte Bill Butler, bekannt als ?Der Pate der Roller-Disco? einen neuen, vom Tanz beeinflussten Stil des Rollschuhlaufens, der ?Brooklyn Bounce? genannt wurde. Dieser Tanzstil harmonierte bestens mit den Soul-Hits jener Zeit und wurde schnell auf allen Bahnen der USA übernommen. In zahllosen Wettbewerben wurden die besten, kreativsten und ausdauerndsten Stars der Szene ermittelt.

Malcolm D. Lee wollte diese Szene in ROLL BOUNCE so authentisch wie möglich zeigen. Dazu lud er Bill Butler persönlich ein ? heute 70 Jahre alt ? um zwei Monate lang das junge Ensemble des Films so zu trainieren, dass sie es mit den allerbesten Disco-Skatern der 70er Jahre hätten aufnehmen können.

Butler begann damit, den Kids die Geschichte des Skate-Dancing nahe zu bringen. ?Für viele Kids in den 70ern war die Rollschuhbahn einfach der Ort, um abzuhängen?, sagt Butler. ?Sie trafen sich da mit ihren Freunden, den Mädchen und das Skaten gehörte mit dazu. Aber einige der Skater fuhren richtig darauf ab, ließen sich voll auf den Rhythmus des DJ ein ? und so fing alles an.?

Butler half den Kids die Grundlagen zu lernen und begann dann mit schwierigeren Tricks. Als seine Schüler besser wurden, brachte er ihnen bei, wie man auf vier Rollen fliegen kann. ?Da wird es wirklich risikoreich. Wir mußsten den jungen Leuten beibringen, ihre Körper unter Kontrolle zu halten um wirklich sicher auf den Rollen stehen zu können.?

?Es hat Spaß gemacht, aber es war auch sehr anstrengend?, erinnert sich Robert Teitel. ?Diese Kids hatten plötzlich 6 ? 7 Stunden Proben am Tag und sie trainierten auch, als die Dreharbeiten schon begonnen hatten, um ihre Figuren wirklich ?drauf zu haben.?

?Wir kamen jeden Tag mit Schmerzen nach Hause?, erinnert sich Bow Wow, ?aber es ist unglaublich, was sie uns in diesen Wochen beigebracht haben. Oft erschienen uns die Bewegungen unmöglich, aber wir wussten, alles Klagen nützte nichts, wir mußsten es bringen. Bill war wie jemand, der Frankenstein zum Leben erweckt, denn als ich mit dem Training anfing, konnte ich Skaten, nur diesen bestimmten Stil kannte ich nicht. Jetzt kann ich all diese Sachen machen, von denen ich dachte, nie dazu fähig zu sein. Bill ist großartig!?

Auch Butler genoss die Herausforderung mit Bow Wow zu arbeiten. ?Er ist sehr konzentriert, aber manchmal geht sein Temperament mit ihm durch und dann mußs man ihn ganz schön ?rannehmen?, erinnert sich Butler. ?Ich bin sehr stolz auf die Jungs und die Arbeit, die sie hier ?reingesteckt haben, um so gut Skaten zu lernen.?

Junior-Darsteller Brandon T. Jackson, war erstaunt, welche Fortschritte die Crew in nur wenigen Wochen machte. ?Ich hatte eine Weile Rollschuh-Hockey gespielt, aber das hier war etwas anderes und wirklich schwierig?, meint er. Und Khleo Thomas, der Darsteller von Mixed Mike ergänzt: ?Wir haben gelernt, uns gegenseitig zu unterstützen. Jeder hatte mal einen schlechten Tag, aber wir standen für einander ein und falls einer mal mehr Hilfe brauchte, waren alle für ihn da.?

Rick Gonzalez, der Naps spielt, mußste am schwersten trainieren und war derjenige, der sich am häufigsten auf die Nase legte ? nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass er für diesen Film zum ersten Mal überhaupt Rollschuhe angeschnallt hat.

?Ich wusste mal gerade, dass es sowas wie Skating gab?, meint Gonzales. ?Ich bin in Brooklyn aufgewachsen und mir war bekannt, dass es irgendwo eine Bahn gab, aber das war weit weg von meiner Nachbarschaft und niemand, den ich kannte, fuhr auf Rollschuhen. Und als ich dann zum Vorsprechen kam, sagte ich mir ?leg dich bloß nicht vor Malcolm auf die Klappe und tu so, als seien Skates normal für dich.??

Gonzalez bekam die Rolle, und die Filmemacher mußsten schließlich feststellen, dass er ein totaler Rollschuh-Novize war. ?Ich wusste, dass das nicht einfach werden würde?, gibt Gonzales zu. ?Ich mußste schon andere Sportarten von der Pieke auf lernen ? Motorradfahren für BIKER BOYZ (2003) und Baseball für THE ROOKIE (?Die Entscheidung ? Eine wahre Geschichte?, 2002), aber dies war härter als alles andere. Ich war überrascht, dass wir das in nur zwei Monaten geschafft haben. Ich kann jetzt sogar rückwärts fahren.?

Der Choreograph Kishaya Dudley arbeitete eng mit Butler und den Jungs zusammen, um authentische 70er Jahre-Fahrstile zu trainieren: ?Es war erstaunlich, wie schnell Rick Gonzalez Fortschritte machte. Er konnte nicht mal auf Rollschuhen stehen und jetzt fragt man sich ?ist das etwa der selbe Rick???

Für Malcolm Lee ermöglichte erst das gemeinsame Engagement der Trainer, der Schauspieler und der vielen beteiligten Profi-Skater, die aus allen Teilen der USA an den Set gekommen waren, die kinetische Energie und den Spaß am Sommer und am Tanzen sichtbar und spürbar werden zu lassen.

Der Look des Films Malcolm D. Lee wollte mit ROLL BOUNCE nicht nur die Genres Teenager-Komödie und Familien-Drama kombinieren, sondern vor allem auch den Spaß und die Athletik des Rollerskatens zeigen. Von Anfang an war den Filmemachern klar, dass das Design des Films von entscheidender Bedeutung war.

?Uns war klar, dass die Visualisierung des Rollschuhlaufens eine der besonderen Herausforderungen dieses Films sein würden?, sagt Produzent Robert Teitel. ?Wir wollten erreichen, dass das Skaten sich direkt auf das Publikum zu bewegt und der Film voll ist von all den coolen Figuren und Bewegungen, die die Kids so begeistern ? vielleicht, weil sie selbst nie auf Rollschuhen gestanden haben. Wir wollten den Kids ein körperliches Gefühl vom schnellen Laufen auf der hölzernen Bahn vermitteln.?

Um diese Direktheit zu erreichen, engagierten sie den Kameramann und Steady-Cam-Operator J. Michael Muro, dessen Arbeit man aus Filmen wie X-MEN (?X-Men?, 2000), ANY GIVEN SUNDAY (?An jedem verdammten Sonntag?, 1999) oder THE FAST AND THE FURIOUS (?The Fast and the Furious?, 2001) kennt. ?Jimmy Muro ist einer der großen Helden dieses Films?, sagt Malcolm Lee. ?Er weiß genau, wie er die Kamera zu bewegen hat und wie man Geschichten in Bilder umsetzt. Ich finde ihn außergewöhnlich talentiert.?

?Malcolm und ich verständigten uns darauf, die Kameraarbeit und das Licht so zu gestalten, dass der Film sich visuell deutlich von dem unterscheiden würde, was man normalerweise in einer Teenagerkomödie über Rollerskaten erwartet?, erinnert sich Muro. ?Ich war mir darüber im Klaren, dass das Skaten selbst einen Showwert für sich hat. Meine Idee war, die Skater-Szenen so anzugehen, wie im Action-Film ... und genauso habe ich es dann auch gemacht, ich war bereit für diesen neuen Ansatz.?

Um einen deutlichen optischen Unterschied zwischen Xs? chaotischem Familienleben, der baufälligen Palisades Gardens-Rollschuhbahn und der schicken Welt der Sweetwater-Bahn zu bekommen, benutzte Muro unterschiedliche Beleuchtung und Filter für jede der Locations. ?Wir haben viel Mühe darauf verwandt, das Licht und die Farben zu gestalten?, erklärt Muro.

?Wir differenzierten auch die Kamerabewegungen entsprechend. In den Palisades Gardens benutzten wir mehr die Handkamera und forcierten die Entwicklung des Filmmaterials um eine schmutzigere, urbane Anmutung zu bekommen. Zum Kontrast benutzten wir auf der Sweetwater-Bahn den Kamera-Kran und viel elegantere Mittel, die es uns ermöglichten, uns mehr Zeit zu nehmen und mit der Kamera ganz dicht an die Schauspieler heranzugehen, um brillante, strahlende Bilder zu bekommen.?

Beim Drehen der Rollschuhszenen suchte Muro ständig nach Möglichkeiten, mitten im physischen Geschehen auf der Bahn sein zu können. Das forderte seinen Erfindungsgeist heraus: er begnügte sich nicht damit. mit einem Kran die Skater zu verfolgen, er brachte auch einen Golf-Cart zum Einsatz, der mit bis zu 50 km/h die Skater zog, oder verfolgte sowie eine kleine Kamera, die auf ein Skateboard montiert war und von Hand über die Bahn geschoben werden mußste.

?Wir benutzten die leichteste 35mm-Kamera der Welt ? und dann kam noch unsere kleine Spezialkamera zum Einsatz, wenn wir das Publikum mitten ins Geschehen holen wollten?, erzählt Muro. Und Produzent Robert Teitel lobt Muros Arbeit so: ?Jimmy brachte unendlich viel Energie und große Flexibilität in den Film ein. Für eine Einstellung schnappte er sich seine Steady-Cam und für die nächste benutzte er den Kran. Er hat die ganze Action des Skating eingefangen, aber er war genauso in der Lage, beim Drehen der dramatischen Sequenzen mit großer Sensibilität vorzugehen. Sein visueller Stil hält die Story des Films zusammen.?

Get Down, Boogie: Über das Design der 70er Jahre ROLL BOUNCE führt die Zuschauer nicht nur in die energiegeladene Welt der Skater-Kultur, sondern auch zurück in eine der spaßverliebtesten Jahrzehnte Amerikas: die 70er Jahre mit ihren Schlaghosen, Plateau-Schuhen, Stirnbändern, Polyester-Overalls, langen Koteletten, Afro-Frisuren, Disko-Kugeln, Donna Summer und der ganzen jugendlichen Unschuld eines langen heißen Sommers.

Als großer Fan dieser farbenfrohen Zeit, sah Regisseur Malcolm Lee schnell, dass es wichtig war, den Schauspielern, von denen die meisten erst in den 80er und 90er Jahren geboren worden waren, verstehen zu helfen, was es mit den 70er Jahren auf sich hatte. Lee gab seinen Darstellern als Hausaufgabe auf, sich klassische 70er Jahre-Sitcoms wie ?Good Times? und ?What?s Happening?? anzuschauen und achtete darauf, dass seine jungen Schauspieler ihre ?Hip Hop-Sprache? ablegten.

Er arbeitete eng mit dem Produktions-Designer William Elliott zusammen, um den Look des urbanen Chicago von 1978 wieder zu finden. Sie hofften beide, diese Ära mit vielen amüsanten, authentischen Details wiederzubeleben, ohne in Stereotypen zu verfallen.

?Wir benutzten viel Mode der 70er Jahre und einige Afro-Perücken, aber insgesamt haben wir uns bemüht, zurückhaltend mit der Garderobe, der Farbauswahl und den Hintergründen umzugehen und die Schauspieler in den Vordergrund zu stellen. Das einzige Mal, dass wir mit Farbe um uns spritzen und etwas übermütig werden wollten, war der Moment, als X und seine Freunde nach Sweetwater gehen, wo diese ganze schöne neue Welt über sie hereinbricht?, erzählt William Elliott.

?Als wir zum ersten Mal die Bahn betraten, die Sweetwater werden sollte, wirkte sie ziemlich farblos und blutleer?, erinnert sich Elliott. ?Ich war überzeugt, dass es wichtig war, alles so hell und glänzend zu gestalten, wie möglich.? Und weiter: ?Ich fand, dass Sweetwater die Zukunft repräsentieren sollte ? diese völlig neue Umgebung, in der X plötzlich erwachsen werden mußs. Die Rollschuhbahn seiner Kindheit war Vergangenheit, und jetzt, hier in Sweetwater, bewegt er sich mit hoher Geschwindigkeit auf die 80er Jahre und das Erwachsensein zu.?

Nicht minder wichtig für die Atmosphäre des Films war die Musik. ?Musik war immer ein ganz wichtiger Aspekt bei der Konzeption dieses Films?, sagt Malcolm Lee. ?Es gibt so großartige Musik aus den 70er Jahren und 1978 gab es einen Super-Hit nach dem anderen. Erstaunlicherweise kann auch heute niemand dieser Musik widerstehen und wir wollten genau diese Energie nutzen.?

Szenenfoto
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