Caché

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Caché
Titel Frankreich: Caché
Genre: Drama, Thriller
Farbe, Frankreich, Österreich, Italien, Deutschland, 2004

Kino Frankreich: 5. Oktober 2005
Kino Österreich: 18. November 2005
Kino Deutschland: 26. Januar 2006
Laufzeit Kino: 119 Minuten, FSK 12



Inhalt Eigentlich ist auf diesen Bildern nichts Kompromittierendes zu sehen: Ein Auto wird geparkt, eine Tür fällt ins Schloss. Stille. Doch gerade diese Stille macht die Filmaufnahmen so bedrohlich: Was will der Fremde, der Georges Laurents Leben und das seiner Familie mit beunruhigender Geduld dokumentiert und ihm in Form von Videobändern zukommen lässt? Noch dazu zusammen mit naiv-grotesken Zeichnungen, die den Horrorphantasien eines Kindes entsprungen zu sein scheinen?

Georges ist Moderator einer erfolgreichen Literaturtalkshow im Fernsehen, und deshalb vermutet seine Frau Anne zunächst einen verrückten Fan hinter den rätselhaften Filmaufnahmen. Die Polizei sieht keinen Grund zu handeln, solange nichts wirklich Bedrohliches geschehen ist. Doch das Gefühl der Beklemmung wird immer stärker und bringt Georges? und Annes bürgerlich-intellektuelles Leben zwischen Literatursendungen, Vernissagen und Abendeinladungen allmählich aus dem Gleichgewicht.

Während Anne noch offen über die rätselhafte Post spricht, beginnt sich die Stille der seltsamen Videobänder auf Georges auszubreiten. Die beiliegenden Zeichnungen beunruhigen ihn und bringen etwas in ihm zum Klingen. Meist sind es Strichmännchen mit blutig roter Kehle. Auf der letzten allerdings ist ein Huhn zu sehen, mit durchschlagenem Hals ...


Darsteller & Stab Darsteller: Daniel Auteuil (Georges Laurent), Juliette Binoche (Anne Laurent), Maurice Bénichou (Majid), Annie Girardot (Georges Mutter), Lester Makedonsky (Pierrot Laurent), Bernard Le Coq (Chefredakteur), Walid Afkir (Majids Sohn), Daniel Duval (Pierre), Nathalie Richard (Mathilde), Denis Podalydès (Yvon), Aïssa Maïga (Chantal)

Stab:Regie: Michael Haneke • Produktion: Veit Heiduschka • Drehbuch: Michael Haneke • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Christian Berger • Spezialeffekte: Philippe Hubin • Ausstattung: Emmanuel de Chauvigny, Christoph Kanter • Schnitt: Michael Hudecek, Nadine Muse • Kostüme: Lisy Christl • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Der Spiegel: ... der packende Psycho-Thriller spielt genau an jener Schnittstelle der menschlichen Existenz, an der das Öffentliche ins Private eindringt: Nichts geht so tief unter die Haut, so zeigt Michael Haneke in seinem Film, wie der Blick einer Kamera.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Diese Verunsicherung des Blicks war immer Michael Hanekes großes Thema, und hier hat er es noch einmal in einer überraschenden Variation bearbeitet: europäisches Autorenkino in reiner, bester Form.

EPD Film: Ein Höhepunkt des Wettbewerbprogramms ... von Michael Haneke virtuos orchestriert. Hanekes Film war einer der brilliantesten in Cannes ...

Blickpunkt Film: Jetzt setzt der Österreicher die Stilmittel des Genres in seinem neben "Die Klavierspielerin" zugänglichsten Film ein ... Ein Triumph des intelligenten Kunstkinos. Sein neuer Film belehrt nicht. Er zeigt. Und das unter Ausschöpfung aller filmischen Mittel, ohne auch nur ein Iota an Prägnanz und Aussage zu verlieren. Im Gegenteil. Wie Michael Haneke hier mit den Erwartungen des Publikums spielt und die Konventionen des Erzählkinos auf den Kopf stellt, ist mindestens so verstörend wie das offene Ende ? und der ganze Film, in dem alles möglich scheint und dessen Intelligenz der Spannung nie im Weg steht.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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