Lord Of War - Händler des Todes

Produktionsnotizen

Natürlich findet eine Diskussion um den weltweiten Waffenhandel in den Medien statt, doch noch nie zuvor hat sich ein Spielfilm so intensiv mit diesem so brandaktuellen Thema befasst. Autor und Regisseur Andrew Niccol bezog seine Inspiration für den fiktiven Charakter Yuri Orlov aus zahlreichen Vorfällen die sich in diesem Bereich während der letzten Jahre ereigneten.

Von seinen Geschäftspartnern wird der Waffenhändler Orlov ?Lord of War? genannt. Niccol entwarf seine Hauptfigur indem er Fakten und Eigenschaften von fünf tatsächlich existierenden Waffenhändlern in einer Person zusammenfasste. So stellt Yuri Orlov für ihn eine Charakterstudie über die dunklen Seiten menschlicher Natur dar. ?Im Gegensatz zur fiktiven Figur des Yuri Orlov basieren die gezeigten Vorgänge allesamt auf wahren Begebenheiten,? erklärt Niccol.<<P> ?Militärhubschrauber, die man als Rettungshelikopter verkauft, Waffenhändler, die Namen und Frachtpapiere der Schiffe auf hoher See ändern, ein berüchtigter Waffendealer, den die US-Behörden ganz plötzlich unter mysteriösen Umständen freilassen, die Plünderung sowjetischer Militärbestände nach dem Zusammenbruch der UDSSR - all diese Dinge sind wirklich passiert!?

Zugleich war diese Nähe zu tatsächlichen Ereignissen ein unerwartetes Hindernis für die Finanzierung des Projekts. ?Weil der Film sich nicht scheut, die Rolle der USA im weltweiten Waffenhandel deutlich zu machen,? erinnert sich Niccol, ?hielt man das Projekt für zu kontrovers. Zudem stellte sich die Finanzierung durch amerikanische Gelder auch durch ein schlechtes Timing als Alptraum heraus: wir reichten das Skript eine Woche vor Beginn des Irak-Kriegs ein!?

Erst eine Gruppe ausländischer Investoren fand den Mut, auf die Kraft des Drehbuchs und die Bedeutung des Films zu vertrauen. Obwohl Produzent Philippe Rousselet eine Schlüsselrolle bei der Sicherstellung der Finanzierung des Films spielte, fand auch er die Aufgabe keineswegs einfach: ?Versuche einmal, ein Drehbuch über internationale Waffengeschäfte eine Woche vor einem solchen Krieg zu verkaufen und du bekommst eine vage Idee von den Hürden, die wir bei dieser Finanzierung zu meistern hatten.

Ich brauchte tatsächlich anderthalb Jahre dafür! Mit all den verschiedenen Deals und den unterschiedlichen Finanzkonzepten, die bei diesem Film zum Einsatz kamen, hätte ich wahrscheinlich drei Projekte auf die Beine stellen können. Gott sei Dank war das alles irgendwann endlich vom Tisch.? Weder Rousselet noch Niccol waren gewillt, das Projekt aufzugeben.

Rousselet hatte sich dem Team ursprünglich aufgrund des anspruchsvollen, intelligenten Drehbuchs von Niccol angeschlossen in der Annahme, dass dies eine außergewöhnliche Filmarbeit werden würde. ?LORD OF WAR erzählt eine so kraftvolle Story, hat so tolle Charaktere und einen so einzigartigen Stil,? schwärmt Rousselet. ?Ich sah es als eine einmalige Chance und seltene Ehre, ein Skript wie das von Andrew umsetzen zu können.?

Aufgrund des hochbrisanten Plots interessierte sich auch ein hochkarätiges Ensemble für LORD OF WAR. ?Mich faszinierte insbesondere die Ehrlichkeit des Buches und die Tatsache, dass man dabei nicht hinters Licht geführt wurde,? gesteht Nicolas Cage, der die Hauptrolle des Waffenhändlers Yuri Orlov übernahm.

?Es gibt nicht viele Leute, die sich trauen, die Dinge so beim Namen zu nennen wie Andrew. Mich interessierte der Film, weil er sich so vom Mainstream unterscheidet. Das Drehbuch erzählt eine einzigartige und originelle Geschichte und bleibt dabei nah an der Realität. Ich glaube, so läuft Waffenhandel tatsächlich ab.?

Cage, der von dem Projekt so angetan war, dass er sich auch als Produzent engagierte, fährt fort: ?Vor etwa zwei Jahren begannen die Gespräche mit Andrew über das Konzept, die Schauspieler und die Umsetzung. Wir sprechen hier nicht von einem Low-Budget-Film, sondern von einer extrem aufwändigen Independent-Produktion, vor allem , weil im Endeffekt kein amerikanisches Geld in dem Film steckt.?

Produzent Rousselet erinnert sich an das erste Treffen zwischen Cage und Niccol. ?Sie trafen sich das das erste Mal in Andrew Niccols Büro. Dort stand ein zehn Meter langer Tisch, über und über bedeckt mit Zeitungsausschnitten und Bildern und sämtlichen Dingen, die sich um den Film drehten. Während Andrew Nic seinen Film erklärte, sah dieser am Ende des Tisches eine brandneue AK-47. Auf Andrews Frage, ob er den Film machen wolle, antwortete er: ?Ja?.?

Niccol selbst konnte sich keinen anderen Darsteller als Cage in der moralisch zerrissenen Rolle des Yuri Orlov vorstellen. ?Nicolas Cage ist wahrscheinlich der einzige, der einen Waffenhändler wie Yuri Orlov sowohl glaubwürdig als auch liebenswert darstellen kann,? schwärmt er. Und nicht nur Cage zeigte sich von diesem Stoff fasziniert.

Schauspieler Ethan Hawke übernimmt den Part von Orlovs Widersacher, den Interpol-Agenten Jack Valentine. Er gehört schon lange zu Niccols Fans, spätestens seit ihrer Zusammenarbeit bei GATTACA (?Gattaca?, 1997). ?Andrew überrascht mich mit seinem Stil immer wieder,? bemerkt Hawke. ?Das Thema des Films berührt ein außerordentlich interessantes Gebiet unserer Handelns und ist es wirklich wert, dass wir uns damit beschäftigen. Das Drehbuch schockierte und faszinierte mich gleichermaßen.?

?Dieser Film ist einzigartig. Das Drehbuch überraschte mich als Mischung aus sozialpolitischem Kommentar und Charakterstudie eines Waffenschiebers und als etwas nie zuvor da Gewesenes. Ich zumindest kenne keinen Film über dieses Thema,? bemerkt Jared Leto, der als Orlovs jüngerer Bruder Vitali überzeugt. ?Mich hat das fasziniert und ich habe viel dabei gelernt.?

Bridget Moynahan kann sich der Begeisterung ihrer Ko-Stars nur anschließen. ?Es gibt nur wenige wirklich gute Skripts, also habe ich mich für dieses Projekt total eingesetzt. Ich habe mich schließlich sehr darüber gefreut, dabei sein zu dürfen, insbesondere mit diesen Kollegen!?

Neben seinen namhaften Hauptdarstellen gelang es Andrew Niccol, auch den Leinwandveteranen Ian Holm für sein Projekt zu gewinnen. Als Waffenhändler der alten Schule steht Holm in der Rolle des Simeon Weisz in starkem Kontrast zu Cages kaltschnäuzigem, jungem Charakter. Der Schauspieler Eamonn Walker verleiht einem der gnadenlosesten afrikanischen Diktatoren der Zeit, Andre Baptiste, ein menschliches Antlitz, an seiner Seite spielt Sammi Rotibi seinen gewaltfanatischen Sohn Andre Junior.

Tatsächlich reagierten alle Schauspieler sehr positiv auf das Drehbuch, bestätigt Philippe Rousselet. ?Nic interessierte sich von Anfang an für das Projekt und stieg als Erster ein. Ethan wiederum stand auf Andrews Wunschliste und so kalkulierten wir ihn einfach mit ein. Auch als wir es noch nicht schwarz auf weiß hatten, war Ethan inoffiziell schon immer dabei,? freut sich Rousselet. ?Bei Andrew zögern Schauspieler eigentlich nie, wenn sie angefragt werden, sein Drehbuch zu lesen oder sich mit ihm zu treffen.?

Der Look und die Atmosphäre des Films ?Normalerweise schaue ich mir meine eigenen Filme gar nicht an,? gesteht Jared Leto. ?Aber diesmal war ich neugierig, denn ich finde das Projekt wirklich einzigartig. Auch der Umfang der Produktion hat mich überrascht, denn für gewöhnlich hätte solch ein Film ein winziges Budget. Aber die Leute hinter LORD OF WAR - HÄNDLER DES TODES besitzen offensichtlich viel Mut. Das Thema, der Aufwand der Produktion und der Rahmen der Geschichte machten mich echt neugierig - es fühlt sich wie ein Blockbuster an und ist trotzdem ein Indie.?

?LORD OF WAR ist eine Mischung aus Politkrimi, Sozialkommentar, Charakterstudie und Unterhaltungsfilm,? fährt er fort. Sowohl die Größe der Produktion als auch Niccols unterschiedlichste Ideen und die verschiedenen Einflüsse, die er in sein Drehbuch einarbeitete, machen es schwierig, LORD OF WAR - HÄNDLER DES TODES einzuordnen.

Wobei der Regisseur selbst seinen Film relativ einfach zusammenfasst: ?Yuri verkauft Waffen auf der ganzen Welt, also haben wir es mit einem Road Movie zu tun. Schließlich kommen 13 Länder vor, vereint durch die packende Kameraarbeit von Amir Mokri und das fantastische Produktionsdesign von Jean Vincent Puzos. Sie kombinierten ihre Fähigkeiten für die Darstellung der traurigen Wirklichkeit der Welt des Waffenhandels.?

Rousselet preist das Können seines Designers Puzos, der das knallharte Umfeld, in dem Yuri Orlov sich bewegt, selbst mit minimalsten Mitteln überzeugend gestaltete. ?Wir hatten 50 Millionen Dollar zur Verfügung, und dennoch hatten wir wegen der Independent-Produktion oftmals Schwierigkeiten, das Drehbuch optisch angemessen umzusetzen. Das gesamte Team arbeitete mit begrenzten Ressourcen und doch sieht der fertige Film eher nach einem Budget von 200 Millionen Dollar aus!?

?Ich finde den Film unglaublich,? schwärmt Jared Leto. ?Visuell bekommt man bislang völlig unbekannte Dinge präsentiert. Nach einer Straßenschlacht ist der Boden zum Bespiel mit Patronenhülsen übersät - so etwas sieht man sonst nie. Das nimmt einen an Orte und Plätze mit, die man nicht erwartet. Das geht aufgrund der politischen Situation in der Welt jeden von uns an, insbesondere jetzt! Und da gerät man schon ins Grübeln.?

Auch sein Kollege Ethan Hawke kann sich des politischen Aspekts des Films nicht entziehen, denn in LORD OF WAR - HÄNDLER DES TODES sieht man die Welt quasi durch die Augen eines Waffenhändlers. ?Die Realität ist, dass die USA eine Menge Waffen produzieren und Riesenmengen davon exportieren. Wir verkaufen sie an viele arme Menschen, die ihre Landsleute damit umbringen,? erklärt Hawke. Produzent Norm Golighty stimmt dem zu.

?Wir sehen einen Charakter, der seine ganz eigenen moralischen Grenzen zieht und sich in einer desillusionierten Welt an seine eigenen klar definierten Regeln hält. Außerdem sehen wir eine Facette davon, wie die Welt zur Zeit funktioniert, wir sehen, was hinter den Kulissen abläuft und was viele Leute ja ohnehin vermuten - im Gegensatz zu dem, was man in den Abendnachrichten vorgegaukelt bekommt.?

Auch wenn das Publikum LORD OF WAR als politische Botschaft verstehen wird, bleibt der Film dennoch vor allem ein Drama. ?Okay, der Film heißt LORD OF WAR und wirkt auf den ersten Blick auf die Zuschauer wie ein Actionfilm. Dahinter verbirgt sich aber eindeutig ein Drama,? verrät Nicolas Cage. ?Der Film spielt mit dem Action-Genre und dessen visuellen Regeln, er zielt aber in eine ganz andere Richtung.?

Cage gefiel der schwarze Humor, der sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht und einen Gegenpol zum düsteren Alltag von Orlovs Waffengeschäften bildet. Auch seinem Ko-Star Ethan Hawke sagte die interessante Mischung aus schwarzem Humor und dramatischen Aspekten in Niccols Geschichte zu. ?Natürlich wird mein Film am Ende in der ?Drama?-Abteilung der Videotheken landen,? vermutet Regisseur und Autor Andrew Niccol.

?Falls er im ?Waffengeschäfte?-Regal landet, wird er dort der einzige sein, schließlich kennt man diese Welt bisher nicht aus Spielfilmen. Hoffentlich regt er das Publikum zum Nachdenken an.?

Die Produktion Am 2. August 2004 begannen in New York City an mehreren Stellen in Manhattan sowie am Brighton Beach in Coney Island die Dreharbeiten zu LORD OF WAR - HÄNDLER DES TODES. Nach neun Drehtagen zog der Produktionstross für zehn Wochen weiter ins südafrikanische Kapstadt. Am 2. November 2004 fanden die Filmarbeiten nach drei Tagen in der Tschechischen Republik ihr Ende. Dort standen die osteuropäische Landschaft und ein ehemaliger sowjetischer Militärstützpunkt Pate für den Filmschauplatz Ukraine.

Cast und Crew zeigten sich beeindruckt von dem extremen Aufwand und der Genauigkeit, mit der Andrew Niccol seine Recherchen noch vor Beginn der Arbeit an seinem Drehbuch betrieben hatte. Niemand bestritt Niccols Autorität und Fachwissen in Bezug auf die Vorgänge und die Hintergründe seines Skripts. ?Alle Recherchen gehen auf Andrews Konto,? lobt Rousselet.

?Er arbeitet sehr autonom: Er ist derjenige, der recherchiert, der alle Fakten zusammenträgt und bündelt und so hat Andrew praktisch die ganze Arbeit getan,? lacht der Produzent. ?Andrew ist absolut präzise, er ist ein Perfektionist, der nichts dem Zufall, dem Glück oder was auch immer überlässt. Wenn man etwas nicht weiß, fragt man ihn und er hat mit Sicherheit die Antwort parat.?

?Ich schätze an Andrew besonders seine Art, Dinge zu hinterfragen, über die man sonst hinweg sieht,? verdeutlicht Hawke. ?Das Tolle an der Zusammenarbeit mit ihm ist seine akribische Recherche,? sagt Hawke. ?Er überschüttet seine Kollegen förmlich mit Fakten. Für etwaige Fragen über das Thema des Films wendet man sich am besten an ihn.?

?Andrew hat am Ende seiner Arbeit wohl kein einziges Detail übersehen,? kommentiert Norm Golightly. Niccols genaues Wissen über das Thema, aber auch sein Wunsch, Orlovs Welt möglichst realistisch darzustellen, führte dazu, dass man sich entschloss, in einer der gefährlicheren Gegenden von Kapstadt zu drehen. Trotz zahlreicher Sicherheitsbedenken hielt Niccol die Szenerie für perfekt, um eine in Monrovia spielende Straßenszene abzubilden.

?Das Resultat,? freut sich Rousselet, ?war fantastisch und spiegelt die Realität in Monrovia, Liberia, sehr adäquat wider.? Tatsächlich stand die südafrikanische Landschaft Pate für gleich mehrere afrikanische, asiatische und südamerikanische Länder und mußste als Double für so verschiedenartige Gegenden wie die Ukraine und die Karibik herhalten. Auf diese Weise konnte Orlov jene Länder ?bereisen?, ohne tatsächlich vor Ort zu sein.

Darsteller und Team zeigten sich überwältigt von der Schönheit und Intensität der Gegend. ?Ich finde das Land wundervoll, mit seinem ganz besonderen Licht, den wilden Tieren und den vielen Dingen, die man hier unternehmen kann,? schwärmt Nicolas Cage. ?Es ist war wirklich eine aufregende Erfahrung in Süd-Afrika zu drehen.?

?Das Einzigartige an Afrika ist seine Vielfalt, die man für zahlreiche andere Schauplätze einsetzen kann,? erklärt auch Leto. ?Die Topografie ist gleichzeitig bizarr und unglaublich schön.? Wenn ihn auch die afrikanische Landschaft faszinierte, so zeigte sich Nicolas Cage weniger angetan von einigen seiner tierischen Ko-Stars.

?Da gab es beispielsweise einen südafrikanischen Kapaun-Geier am Set und ich hielt dieses Ding die ganze Zeit für einen blutrüstigen Velociraptor aus Jurassic Park. Ich schwöre, dieses Vieh war ein Dinosaurier. Der Vogel schrie, kreischte und hüpfte die ganze Zeit herum mit seinen Krallen, die einen in Stücke reißen würden, sobald er auf einem landete. Außerdem kriegte der Vogel Baby-Geier zu fressen und das fand ich umso schrecklicher!?

Die Schauspieler über ihre Rollen Nicolas Cage über Yuri Orlov "Als ich das Drehbuch zum ersten Mal las, war ich mir nicht sicher, ob ich zusagen sollte. Ich fürchtete mich davor, mich zu sehr in diesem zwielichtigen Charakter und seinen Machenschaften zu verlieren. Er kommt an einem Punkt, an dem er tatsächlich glaubt, dass ... aber da möchte ich eigentlich nichts dazu sagen, denn das soll jeder Zuschauer selbst heraus finden. Was man selbst aus diesem Stoff macht, ist sowieso viel interessanter als alles, was ich zu dem Thema sagen könnte.

Wie wir alle wissen, ist die Straße zur Hölle mit guten Absichten gepflastert und der Teufel ist auch ein Supertyp. Ich bin auch nur ein guter Kerl mit den besten Absichten. Wir haben es hier mit einer tiefschichtigen Charakterstudie aus der Perspektive eines ungewöhnlichen Protagonisten zu tun. Normalerweise sieht man einen Film nicht aus der Perspektive eines wirklichen Waffenschiebers.

Und obwohl Jareds Figur Vitaly eigentlich ja mein kleiner Bruder ist, empfinde ich die Beziehung zu ihm mehr als Vater-Sohn-Konstellation. Schließlich haben unsere Filmeltern uns quasi zu einem Junkie und einem Waffenhändler erzogen. Jetzt sind wir also auf uns allein gestellt. Wir beide stehen uns gegenseitig näher als unseren Eltern.

Jared Leto über Vitaly Orlov "Ich spiele Yuris jüngeren Bruder und Partner Vitaly und auf ein bestimmte Art und Weise bin ich ?sein Gewissen?. In diesem Film bin ich ein unschuldiger Träumer, der so viele Dinge tun möchte, aber keinen Plan hat, wie er seine Ideen umsetzen soll. Er hat keine Vorstellung davon, wie er seine Ziele erreichen könnte und das stelle ich mir sehr frustrierend vor.

Jeder kennt solche Phasen. Er kocht gerne und würde am liebsten ein Restaurant eröffnen. Eigentlich ist Vitaly ein einfacher Charakter, der seinen Bruder abgöttisch liebt. Beide geben sich gegenseitig Halt. Yuri ist ein typischer Antiheld, den man gerne mag und man weiß nicht, warum.

Er besitzt keine Skrupel und kennt keine moralischen Einschränkungen, aber seine Menschlichkeit hat er noch nicht verloren. Vitaly ist der Träumer, Yuri ist das genaue Gegenteil. Er ist zielstrebig, weiß, was er will und holt es sich einfach.

Ethan Hawke über Jack Valentine Ich spiele Agent Valentine, einen Interpol-Ermittler, der einem internationalen Waffenschieber auf den Fersen ist. Den ganzen Film über sitze ich Nic im Nacken. In gewisser Weise bin ich davon besessen. Nic dagegen bin ich egal, er führt alle an der Nase herum.

Ich komme aus der klassischen Militärschule, habe genaue Vorstellungen von richtig und falsch, und gebe mein Bestes, um mein Ziel zu erreichen. Nic ist das genaue Gegenstück zu mir. Das Interessante an diesen Interpol-Leuten ist, dass sie auf ihrer Jagt ebenfalls bewaffnet sind und Leute erschießen.

Bridget Moynahan über Ava Fontaine Ava Fontaine hat keine Ahnung von Yuris Machenschaften. Bei der Hochzeit äußert sie eine Vermutung über Yuris Doppelleben, sagt aber gleichzeitig, nicht zu viel nachfragen zu wollen. Sie führen eine unglaublich enge und liebevolle Beziehung. Ava vermutet, Yuri könnte etwas ?Illegales? treiben, aber so genau will sie es dann doch nicht wissen. Wer rechnet bei seinem Partner schon mit so etwas?

Ich denke, in Beziehungen neigt man dazu, gewisse Tatsachen zu übersehen. Jeder macht das und entweder verläuft die Sache in Sande oder man erfindet eben Ausreden. Ich finde ihre Situation nicht so besonders , auch wenn man mit manchen Themen selbstverständlich nicht gerade jeden Tag konfrontiert ist. Anfangs kann Ava noch über ihren Verdacht hinwegsehen, später aber regt sich ihr Gewissen. Wegen des Kindes und anderen Veränderungen mußs sie schließlich eine Entscheidung treffen.

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Dirk Jasper FilmLexikon

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