Felix 2 - Der Hase und die verflixte Zeitmaschine

Produktionsnotizen

FELIX 2 ? DER HASE UND DIE VERFLIXTE ZEITMASCHINE ist ein fantasievoller Animationsfilm, der die kleinen und großen Kinobesucher auf eine turbulente Reise in die Vergangenheit entführt. Dabei trifft der reiselustige Kuschelhase Felix unter anderem auf Steinzeitmenschen sowie die alt-ägyptische Königin Nofretete und erlebt viele spannende Abenteuer.

?Kino für Kinder zu machen hat seinen besonderen Charme?, erzählt die Produzentin des Films, Gabriele M. Walther. ?Nach FELIX ? EIN HASE AUF WELTREISE haben wir von vielen kleinen Fans tolle Dankbriefe und bunte Bilder geschickt bekommen. Diese Briefe und der Erfolg des Films haben bei mir all die notwendigen Energien frei gesetzt, um mich mit einem neuen FELIX-Kinofilm auseinander zu setzen.?

Die Erfinderin von FELIX, Autorin Annette Langen, und die Illustratorin Constanza Droop haben FELIX bereits in ihrem Buch ?Neue Briefe von Felix? auf eine Zeitreise geschickt: Wie von Geisterhand verschwindet hier der reiselustige Kuschelhase im Museum, und kurz darauf tauchen echte Briefe aus der Vergangenheit auf. Seine abenteuerliche Reise führt Felix unter anderem in die Welt der Ritter und Wikinger, zu den Indianern und bis in die tiefe Steinzeit.

?Ich fand diese Geschichte so spannend und lehrreich, dass ich Annette Langen und dem Coppenrath Verlag das Thema ?Reise in die Vergangenheit? als Grundlage für einen neuen Kinofilm vorschlug?, erinnert sich Gabriele M. Walther. ?Die Idee stieß auf große Zustimmung. Bei der Realisation war es mir wichtig, dass Annette Langen die Drehbuchentwicklung von Anfang an begleitet?, so Walther weiter.

Im Wesentlichen wurden bei der Umsetzung die Themenkreise des Buches aufgegriffen, wobei die einzelnen Abenteuer unter filmdramaturgischen Gesichtspunkten neu erfunden wurden. Gabriele M. Walther hierzu: ?Bereits seit dem ersten Kinofilm verbindet mich mit Annette Langen bei der Drehbuchentwicklung eine gute und konstruktive Zusammenarbeit, sodass ihre umfangreichen Erfahrungen als Erfinderin von FELIX stets mit eingeflossen sind und für das Autorenteam sehr inspirierend waren.?

Die Hauptrolle im Film spielt selbstverständlich Felix, der zwei neue Freunde an seiner Seite hat: Wolli, das Baby-Mammut, und Gertrude, die Schildkröte. Gemeinsam müssen sie sich aus immer neuen verzwickten Situationen befreien und spannende Abenteuer bestehen.

Gabriele M. Walther erzählt über die Entwicklung von Wolli und Gertrude: ?Zu Wolli hat mich ein Brief von Felix aus dem Buch angeregt. Darin hat er ein Mammut gezeichnet, das er als zottigen Elefanten beschrieb. Wir haben aus diesem zottigen Elefanten den Charakter Wolli, das Baby-Mammut entwickelt. Die Schildkröte Gertrude ist eine ganz neue Erfindung. Riesenschildkröten, die Hunderte von Jahren alt werden können, haben meine Neffen bei jedem Zoobesuch besonders fasziniert. Und die Vorstellung, dass ein Baby-Mammut mit einer stets meckernden, alten Schildkrötendame und mit Felix auf Reisen geht, wird sicher auch die Kinobesucher begeistern.?

Das Design der Charaktere wurde gemeinsam mit dem Regisseur Guiseppe Laganà entwickelt. Grundsätzlich wird mit zwei verschiedenen Designer-Teams gearbeitet: Eines ist auf Charaktere (Menschen, Tiere) spezialisiert, das andere auf Hintergründe und Landschaften. Wichtiges Element einer Animationsproduktion ist aber zunächst die Erstellung des Storyboards, in das alle weiteren Inszenierungsideen einfließen. Der Ablauf des Storyboards lässt schon sehr gut den animierten Film erkennen, bevor er in die Phase der Reinzeichnung und Animation geht.

Hier einige Zahlen und Fakten über die Produktion von FELIX 2 ? DER HASE UND DIE VERFLIXTE ZEITMASCHINE: Insgesamt wurden für den Film mehr als 1000 Hintergründe und Landschaften entworfen. Die Geschichte ist aus mehr als 1300 Szenen zusammengesetzt ? wobei eine Szene das Stück Film zwischen zwei Schnitten bezeichnet. Mit der Umsetzung waren in den verschiedenen Produktionsphasen insgesamt mehr als 400 Menschen beschäftigt, und es wurde circa ein Jahr lang an dem Film gearbeitet.

Die Besetzungsideen der Synchronsprecher für Animationsfilme richten sich ? wie in Realfilmen auch ? nach den Besonderheiten der Rolle und des Charakters der Figur. Gabriele M. Walther erinnert sich an die Casting-Phase: ?Für mich war eigentlich immer klar, dass Sunnyi Melles Gertrude spricht, denn bei der Vorstellung des Charakters und den ganz besonderen Eigenheiten dieser Schildkröte wusste ich, dass sie die Rolle lieben würde.

So war es dann auch. Barbara Rudnik war meine Idealbesetzung für die Nofretete. Sie hat übrigens zum ersten Mal einen Zeichentrickfilm synchronisiert und das Ganze wunderbar gemacht. Die Synchronaufnahmen erinnerten an ein Klassentreffen, denn Sunnyi Melles, Barbara Rudnik und ich kennen uns schon aus den Anfangstagen unseres Filmschaffens, so dass es eine durchweg fröhliche und familiäre Atmosphäre war, in der wir gemeinsam gearbeitet haben.

dass sich Helmut Markwort, Chefredakteur des FOCUS, bereit erklärte dem freundlichen Nilpferd Hippo seine Stimme zu leihen, hat uns ganz besonders gefreut. Ich glaube, die Arbeit war für ihn eine nette Abwechslung vom Redaktionsalltag. Er hatte vorher noch nie in einem Synchronstudio gearbeitet. Besonders überraschend fand er die Tatsache, dass man beim Synchronisieren nicht nur Texte spricht, sondern auch alle Geräusche und Stimmungen der Figuren nachahmt.

Christiane Paul als ?Olabisi? hat das Ensemble wunderbar bereichert: Sie hat ja auch im wirklichen Leben so eine freundliche und liebenswürdige Art wie der Charakter, den sie im Film verkörpert. Hans Werner Olm ist ein hervorragender Sprachkünstler, er beherrscht verschiedene Dialekte, Sprecharten und Tonlagen. So konnte er der Rolle ?Professor Snork? die nötige Verwirrung und Genialität in die Stimme legen.?

Die Stimmen der Kinder und auch von Felix und Wolli werden von Kindern gesprochen. Patrick Flecken spricht wieder den Felix und Domenic Redl, der bereits Nemo in dem Film ?Findet Nemo? seine Stimme geliehen hat, spricht Wolli. Der englische Komponist Danny Chang hat die Musik zum Film geschrieben, er kennt sich in der Welt von Felix bereits bestens aus. Das Titellied wird diesmal von einem Kind gesungen, nämlich von der elfjährigen Alix Walther.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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