Sky Fighters

Ausführlicher Inhalt

Farnborough, England. Für eine Flugshow, zu der auch die britische Waffenhändlerin Mrs. Redgrave (Fiona Curzon) gekommen ist, hat die französische Luftwaffe zu Demonstrationszwecken ein ganz besonderes Highlight geplant: das allerneueste Militärflugzeug Mirage 2000 wird ein Manöver unter realistischen Bedingungen absolvieren, voll betankt und bewaffnet. Während des Fluges dreht die Mirage plötzlich ab - und verschwindet von den Radarschirmen.

Die Kapitäne Antoine ?Walk?n? Marchelli (Benoit Magimel) und Sebastien ?Fahrenheit? Vallois (Clovis Cornillac), die sich mit ihren Jets auf Erkundungsflug über der Nordsee befinden, werden per Funk um Aufklärung gebeten. Tatsächlich können die beiden den verschwundenen Kampfjet ausfindig machen: die Mirage fliegt, unsichtbar fürs Radar, versteckt direkt unter einem Passagierflugzeug.

Der Pilot der Mirage ignoriert alle Aufforderungen, sich zu erkennen zu geben, und geht stattdessen aggressiv zum Angriff auf Vallois über. Zwar erhalten die beiden Kapitäne den Befehl, die Mission sofort abzubrechen und zur Basis zurückzufliegen, aber es ist zu spät: Um seinen bedrohten Kollegen zu retten, schießt Marchelli die Mirage ab.

Zurück in ihrem Stützpunkt im südfranzösischen Orange werden Marchelli und Vallois bereits von Maélle Coste, einer taffen Regierungsvertreterin, mit der Ankündigung erwartet, dass sie sich dafür vor einem Untersuchungsausschuss zu verantworten haben werden. Auf dem Luftwaffen-Stützpunkt geht das Leben mit einem Kick für die Besatzung weiter: Zwei neue Kollegen sind aus Amerika eingetroffen, die am nächsten Morgen zu einem Übungsflug gegen Vallois und einen seiner Kollegen, ?Ipod?, antreten.

Vallois will sie unbedingt abhängen, doch es läuft ganz anders als gedacht: Die beiden lassen ihn geradezu alt aussehen. Dies ist besonders peinlich, da sie sich beim Aussteigen als zwei Kolleginnen entpuppen: Kapitän Estelle ?Pitbull? Kass (Alice Taglioni), ein blondes Gift, und ihre heißblütige Kameradin Stardust (Rey Reyes) sollen einen Kurs auf dem französischen Stützpunkt absolvieren.

Während Vallois, der immer in die Vollen geht, direkt versucht, bei Stardust zu landen, geht Marchelli den Neuzugängen lieber aus dem Weg. Er hatte einst eine Beziehung mit Estelle, die nach einem gemeinsamen Einsatz in einem Krisengebiet abrupt endete. Bei der offiziellen Stellungnahme der Luftwaffe zu dem Vorfall während der Flugshow werden Marchelli und Vallois offiziell beglückwünscht ? anschließend jedoch unter vier Augen von höchster militärischer Stelle gerügt.

Die Regierungsbeauftragte Coste erklärt, dass das Manöver, in das die Offiziere eigenmächtig eingegriffen hätten, nur eine Übung gewesen sei. Damit hätte Marchelli ohne es zu wissen durch seine Befehlsverweigerung einen französischen Piloten abgeschossen. Der Aussage, dass sie von ihm bedroht worden sind, will keiner Glauben schenken. Als Coste den beiden Kapitänen einen Job in ihrer Sonderstaffel für geheime Missionen anbietet und im Gegenzug verspricht, dass der Vorfall damit vergessen werden würde, lehnen sie erbost ab ? dies widerspräche ihrem Ehrenkodex.

Außerhalb des Stützpunktes braut sich jedoch massiver Ärger für Marchelli zusammen: Costes Kollege und undurchsichtigen Chef einer Sonderkommission Bertrand (Philippe Torreton) hat mit Hilfe der britischen Waffenhändlerin Mrs. Redgrave einen großen Deal mit dem australischen Militär eingeleitet, der kurz vor dem Abschluss steht. Es geht um einen Auftrag in Millionenhöhe und somit um die Schaffung vieler Arbeitsplätze.

Der australische Unterhändler verlangt vor Vertragsabschluss allerdings einen Wettflug, einen ?Cannonball? zwischen dem Kampfjet der Franzosen und ihrer Konkurrenz aus Amerika. Die Jagdbomber der beiden konkurrierenden Anbieter sollen in einem realistischen Szenario, also bewaffnet, jeweils eine Entfernung von 6.600 km zurücklegen. Wer als erster das Ziel in Nordafrika erreicht, hat gewonnen und erhält den Auftrag. Als weitere Bedingung wird vereinbart, dass die Flugzeuge in Begleitung zweier Abfangjäger fliegen.

An Bord dieser Maschinen wünscht man sich die besten Piloten, die die Luftwaffe zu bieten hat: Marchelli und Vallois. Dieser Flug ist genau diese Art Job, wie Coste ihn den beiden angeboten hatte ? und den sie ablehnen. Bertrand beschließt, sie unter Druck setzen: Marchelli soll gekündigt werden, damit er noch einmal über das Angebot nachdenkt. Coste dagegen will versuchen, ihn mit ihren eigenen Methoden zu überzeugen, und fährt zu Marchelli nach Südfrankreich.

Marchelli will diese Gelegenheit nutzen, um Coste zu verstehen zu geben, was sich bei einer Verfolgungsjagd über den Wolken abspielt und startet mit ihr zu einem zunächst harmlos beginnenden Ausflug in die Luft, bei dem sie dann aber mächtig durchgeschüttelt wird. Wütend erklärt sie ihm, was sie weiß: Es gibt in Europa außerhalb der französischen Luftwaffe nur 25 Piloten, die in der Lage sind, eine Mirage zu fliegen, und alle werden überwacht.

Einer von ihnen ist seit der Flugshow verschwunden ? er könnte ein ?Schläfer? gewesen sein und anstelle des französischen Piloten die Mirage geflogen haben. Dann könnte er Marchelli bedroht haben ? und Marchelli hätte ihn zu Recht abgeschossen. Und wenn Terroristen es einmal geschafft haben, eine Mirage zu entführen, dann könnte es auf dem Cannonball wieder passieren. Doch Marchelli lehnt immer noch ab.

Im Untersuchungsausschuss werden Videobänder gezeigt, die eindeutig Marchellis Schuld beweisen. Der erklärt sie für gefälscht, aber findet mit dieser Aussage keine Glaubwürdigkeit: Er wird entlassen. Solidarisch quittiert Vallois ebenfalls den Dienst. Den leidenschaftlichen Fliegern bleibt nichts anderes übrig, als sich ihr Geld an der Côte mit langweiligen Touristen-Flügen zu verdienen.

Frustriert kontaktiert Vallois Coste, um Marchelli davon zu überzeugen, dass die Mission Cannonball DIE Chance für die beiden ist, sich zu rehabilitieren. Wenn sie sie erfolgreich beenden, können sie ihre Offizierslaufbahn fortsetzen ? und endlich wieder fliegen. Und die beiden haben Erfolg: Marchelli lässt sich auf das riskante Flugabenteuer nach Nordafrika ein.

Die gefährliche Mission, bei der außerdem Kollege Ipod und Estelle mit dabei sind, verläuft planmäßig, bis sie zum Auftanken in der libyschen Wüste landen müssen. Am Boden werden sie in eine Falle gelockt und gefangen genommen, eine internationale Gruppe von Waffenschiebern will ihre Jets übernehmen. Estelle wird entführt. Als Ipod bei dem Versuch, ihr zu helfen, erschossen wird, entschließen sich Marchelli und Vallois sich, alles zu riskieren, um zu fliehen.

Coste, die die Bergung des Wracks der Mirage in der Nordsee angeordnet hatte, um Informationen über den Abschuss und Marchellis Verhalten zu erlangen, erfährt, dass ihre Anordnung nicht befolgt wurde. Misstrauisch geworden verschafft sie sich Zutritt zu Bertrands Wohnung. Sie ist verlassen, Bertrand verschwunden. Der Chef der Sondermission hat ein Treffen mit Mrs. Redgrave, von dem anscheinend niemand etwas weiß ...

Marchelli und Vallois gelingt es tatsächlich, mit Hilfe eines abenteuerlichen Manövers vor den Augen der Waffenschieber zu entkommen und ihre Mirage zurück nach Frankreich zu fliegen, wofür sie ehrenhaft in die Truppe wieder aufgenommen werden. Zusammen sitzen sie vor dem Fernsehen und schauen sich die Vorbereitungen der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag an.

Der 14. Juli wird, wie jedes Jahr, auf den Champs Elysée mit einer Parade gefeiert, bei der zahlreiche Regierungschefs aus der ganzen Welt anwesend sind. Jetzt wird Marchelli klar, wozu der ganze Aufwand betrieben wurde: Ein Terroranschlag auf das Herz Frankreichs und seine befreundete Nationen ist bereits in vollem Gang! Die einzige Chance besteht jetzt nur noch darin, dass er und Vallois Paris rechtzeitig erreichen und den Anschlag eigenhändig vereiteln ...

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: 3L Filmverleih © 1994 - 2010 Dirk Jasper