Last Minute

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Last Minute
Titel USA: -
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2004

Kino USA: -
Kino Deutschland: 23. Februar 2006
Laufzeit Kino: 82 Minuten, FSK -



Inhalt "Last Minute" erzählt vom Aufeinandertreffen dreier sehr unterschiedlicher Menschen, ihren Wünschen und Nöten. Da ist die Mittvierzigerin Heike Eggert, die von ihrem Leben mit Ehemann und zwei Kindern genervt ist und von Mallorca und braungebrannten Männern in knappen Badehosen träumt. Seit zwanzig Jahren arbeitet sie als Reinigungskraft auf dem Flughafen Berlin Schönefeld. Frau Eggert hat wenig Lust an diesem Morgen die junge, vorbestrafte Nina Winter einzuarbeiten.

Nina hat diesen Job vom Arbeitsamt aufgezwungen bekommen und noch dazu an diesem Morgen erfahren, dass sie schwanger ist. Sie will das Kind so bald wie möglich loswerden. Bei der routinierten Arbeitseinweisung in der Abstellkammer entdecken die beiden Frauen einen ca. 35-jährigen, großen, dunkelhaarigen Mann in Handschellen, der nur gebrochen deutsch spricht. Der Kurde Kawa wird von der Polizei gesucht. Der Flughafen ist abgeriegelt.

Er behauptet, ungerechtfertigter Weise in die Türkei abgeschoben zu werden und dort als Kurde von Folter bedroht zu sein. Während Nina dem Fremden glaubt, ist Heike voller Vorurteile - ist er vielleicht gar ein Terrorist? Sie will den Mann am liebsten der Polizei ausliefern. Aber falls er die Wahrheit sagt, was tun? Auf beengtem Raum beginnt sich anfängliches Misstrauen in Neugierde füreinander zu verwandeln.


Darsteller & Stab Darsteller: Petra Kleinert (Heike Eggert), Katharina Schmalenberg (Nina Winter), Ercan Durmaz (Kawa Yilmaz), Roberto Guerra (Sänger), Thomas Schmuckert (Ehemann), Adelheid Kleineidam (Nachbarin), Marek Gierszal (Polizist), Dominique Probst (Chef), Dirk Bublis (Sicherheitsmann)

Stab:Regie: Marina Caba Rall • Produktion: Kristov Brändli, Rudi Teichmann • Drehbuch: Marina Caba Rall • Vorlage: - • Filmmusik: Markus Glunz, Tillmann Ritter • Kamera: Alexandra Kordes • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Marc Accensi • Kostüme: Ulrike Philippi • Make Up: Jil la Monaca, Urte Schaaf • Ton: Bernhard Joest • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Potsdamer Neueste Nachrichten, 12.03.2004, Jakob Hien: "Showdown im Besenschrank. Premiere des Diplomfilms "Last Minute" im Berliner Arsenal". Es war wie bei einer Berlinale-Premiere. Der Kinosaal des Arsenals am Potsdamer Platz in Berlin platzte aus allen Nähten. Besorgte Durchsagen mahnten, die Fluchtwege frei zuhalten. Doch am vergangenen Sonntag wurde hier keine neue Hollywoodproduktion präsentiert. Zu sehen war der Diplomfilm "Last Minute", von Marina Caba Rall. (...) Obwohl der gesamte Film fast ausschließlich auf einen Ort, die Besenkammer eben, beschränkt ist, gelingt es Caba Rall auf den gesamten 83 Minuten die Spannung aufrecht zu erhalten.

Neues Deutschland, 12.10.2004, Fahimeh Farsaie: In einer faszinierenden Bildersprache thematisiert der spannende Film zwischenmenschliche Beziehungen in einer Ausnahmesituation. (...) Last Minute ist kein "großes episches" Kino. Marina Caba Rall heroisiert ihre Figuren nicht. Sie bedient sich aber dessen stilistischer Mittel, einer einfachen Sprache des Schnitts und der Kamera, witziger und humorvoller Dialoge, um der Zivilcourage, dem Vertrauen und der Solidarität zu huldigen.

Neue Osnabrücker Zeitung, 11.11.2004, Gerd Schade: Regisseurin Marina Caba Rall hat sich der vielschichtigen Asylproblematik ebenso originell wie einfühlsam gestellt. Dennoch wird der Zuschauer am Ende mit offenen Fragen zurückgelassen. Der Qualität des Films tut dies indes keinen Abbruch.

Märkische Allgemeine Potsdam, 28.01.2005, Hanne Landbeck: Wortwitz, ungeheuer präzise Schauspielführung, exakte Einhaltung der Gesetze des klassischen Dramas, Aufbrechen von Menschlichkeit und gegenseitiger Solidarität machen die low-budget-Produktion zu einem sehr lobenswerten Film (...)

Märkische Allgemeine, 10.11.2004, Claudia Palma: (...) Ein kleiner Film über deutsche Asylpolitik, erzählt mit viel Humor, großartigen Schauspielern und einer indirekten Aufforderung zur Einmischung.

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Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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