Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?
Titel USA: -
Genre: Dokumentarfilm
Farbe, Deutschland, 2004

Kino USA: -
Kino Deutschland: 2. März 2006
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 73 Minuten, FSK -



Inhalt Das Langfilmdebüt von Gerhard Benedikt Friedl ist ein hypnotisches Vexierspiel an der Schnittstelle zwischen Dokument, Essay und "pulp fiction facts".

Auf der Tonspur eine in gnadenlos objektivem Sprechduktus vorgetragene Erzählung von den labyrinthischen Genealogien, verbrecherischen Verstrickungen und Gebrechen deutscher Wirtschaftsdynastien im 20. Jahrhundert. Im Bild: bestechend kadrierte Aufnahmen, meist Schwenks und Fahrten durch europäische Finanzzentren, Produktionsstätten und Landschaften.

Manchmal kommen Bild und Ton zur Deckung, manchmal verfehlen sie sich knapp. Stets legen sie Zusammenhänge nahe. Aber alleine im peniblen Kommentar, der nicht gewichtet zwischen einschneidenden Ereignissen und absurden Details (schon die epischen Finanzadelsnamen!) ist keine Übersicht zu bewahren. Paranoia? Ironie? Lassen sich die trockenen und verbrecherischen Verhältnisse der modernen Ökonomie überhaupt abbilden?

Gerhard Benedikt Friedl: Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? Hat er also nicht? Der Film schwindet. Seine Erfahrbarkeit ist sein Argument. (Katalogtext, Filmmuseum Wien 2005)


Darsteller & Stab Darsteller: -

Stab:Regie: Gerhard Benedikt Friedl • Produktion: Gerhard Benedikt Friedl • Drehbuch: Gerhard Benedikt Friedl • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Gerhard Benedikt Friedl • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Gerhard Benedikt Friedl • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Marcelo Busse, Boris Goltz, Matthias Haeb • Ton(effekt)schnitt: Klaus Barm • Stunts: - •


Filmkritiken Der Standard, März 2005: Die Ausmaße moderner Ökonomien sind zu total, als dass sie sich in einer Ordnung der Bilder wiedergeben ließen (...) Gerhard Benedikt Friedls Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? ist dieses Dilemma bewusst, mehr noch, er macht es zu seinem eigentlichen Thema (...) Gerhard Benedikt Friedl montiert die Aufnahmen allerdings mit einer tückischen Referenzialität zum Kommentar, sodass sie Sinn stiften: Unweigerlich findet man Entsprechungen, unabsichtlich wird man zum Opfer seiner Erkenntnislust.

Süddeutsche Zeitung, 6. Mai 2005: Das Genre hat sich, was Kühnheit und Erfindungsreichtum angeht, in den Vordergrund gespielt. Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?, fragt einer der avanciertesten Filme auf dem Festival, von Gerhard Benedikt Friedl - ein Krimi über das Wirtschaftsverbrecherland BRD, in dem die unglaublichsten Fakten mit den alltäglichsten Bildern bundesdeutscher Wirklichkeit sich begegnen.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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