Cesky Sen - Der tschechische Traum

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund • Ausführlicher Inhalt • Produktionsnotizen • Interview mit Starname •

Titel Deutschland: Cesky Sen - Der tschechische Traum
Titel USA: -
Genre: Dokumentarfilm
Farbe, Tschechien, 2004

Kino USA: -
Kino Deutschland: 6. April 2006
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 87 Minuten, FSK -



Inhalt Cesky Sen - Der tschechische Traum hält den größten Konsumschwindel, den die Tschechische Republik je gesehen hat, mit der Kamera fest: Filip Remunda und Vit Klusak, zwei jungen tschechische Filmemacher, legen dabei die psychologischen und manipulativen Kräfte der Konsumwelt offen: Sie kreieren eine riesige Werbekampagne für etwas, das nicht existiert! CESKY SEN ? Der Hypermarkt für ein besseres Leben!

Zu der aufwändigen Kampagne, entworfen von einer renommierten Werbeagentur, gehören TV- und Radio-Spots, 400 Leuchtreklametafeln, 200.000 Werbeflyer mit CESKY SEN Markenartikeln, ein Werbejingle, eine eigene Webseite und Anzeigen in Zeitungen und Magazinen.

Für zwei Wochen sind die Straßen von Prag gepflastert mit Werbung für den geplanten Supermarkt. Mit Werbesprüchen wie "Geht nicht hin! Gebt kein Geld aus!" werden über 4.000 Menschen angelockt. Am Eröffnungstag erreichen sie eine Wiese, wo sie anstelle des Supermarkts nur eine 10m x 100m große Fassade vorfinden.

Mit dem Eintritt der Tschechischen Republik und anderer osteuropäischer Länder in die EU und der damit einhergehenden veränderten Haltung der Bevölkerung zu Konsum und Globalisierung ist CESKY SEN ? Der tschechische Traum für alle kapitalistische Gesellschaften relevant.


Darsteller & Stab Darsteller: Einwohner der tschechischen Republik

Stab:Regie: Vit Klusak, Filip Remunda • Produktion: Filip Remunda • Drehbuch: Vit Klusak, Filip Remunda • Vorlage: - • Filmmusik: Hynek Schneider • Kamera: Vit Klusak • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Stepan Malovec • Schnitt: Zdenik Marek • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: David Hysek • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Cesky Sen - Der tschechische Traum ist ein witziger und provokativer Blick auf die Auswirkungen steigenden Konsumverhaltens einer post-kommunistischen Gesellschaft. Das Experiment führte zu zahlreichen Kontroversen, provozierte teilweise extreme Reaktionen in der tschechischen Bevölkerung und den Medien und wurde sogar im Parlament diskutiert.

film-dienst 7/2006: Das provokante Filmexperiment wurde in Tschechien kontrovers diskutiert. Der Film macht sich nicht nur über den Kaufrausch einer verspäteten Konsumnation lustig, sondern analysiert hellsichtig die Erfolgsmechanismen moderner Werbestrategien. Mit einfachen filmischen Mitteln aufbereitet, stellt er bedrängende Fragen nach der manipulativen Macht moderner Marketingstrategien.

Sächsische Zeitung: Filip Remunda und Vit Klusak setzen sich ironisch mit Sponsoren, Werbeagenturen und den vermittelten Inhalten auseinander. Am Ende mußste sich sogar der tschechische Premier Vladimir Spidla live im Fernsehen dafür verantworten, dass seine Regierung 70 Millionen Kronen für eine Werbekampagne zum "Ja" für Europa ausgegeben hatte.

Junge Welt: Ein gewaltiger Hoax, der wider alle Wahrscheinlichkeit tatsächlich funktionierte und für einen mittleren Skandal in Tschechien sorgte. Finaler Triumph: Die sicherlich nicht billige Kampagne wurde durch Kulturfördermittel der Regierung finanziert. Ein brillanter Coup.

Szenenfoto
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