Elisabeth Kübler-Ross - Dem Tod ins Gesicht sehen

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken •

Titel Deutschland: Elisabeth Kübler-Ross - Dem Tod ins Gesicht sehen
Titel USA: -
Genre: Dokumentarfilm
Farbe, Schweiz, 2003

Kino USA: -
Kino Schweiz (D): 16. Januar 2003
Kino Deutschland: 31. Juli 2003
Kino Österreich: 28. November 2003
Kino Deutschland: 2. März 2006 (WA)
Laufzeit Kino: 98 Minuten, FSK o. A.



Inhalt Elisabeth Kübler-Ross hat sich ihr Leben lang mit dem Sterben beschäftigt und damit Weltruhm erlangt. Mit 23 Ehrendoktor-Titeln ist sie wahrscheinlich die akademisch am häufigsten ausgezeichnetste Frau der Welt. Ihr Engagement als Ärztin, Wissenschaftlerin und Autorin hat nach eigenem Bekunden "das Sterben aus der Toilette geholt" und Sterbebegleitung überhaupt erst zum Thema gemacht.

Der Kampf gegen die Tabuisierung des Todes in der westlichen Welt verbindet sich mit der Reibung an Autoritäten. Nicht zuletzt in der Konfrontation mit dem engen Weltbild der Schulmedizin und beeindruckt von Nah-Tod-Erfahrungen dringt Elisabeth Kübler-Ross in neue Grenzbereiche vor.

1926 in Zürich geboren, studierte sie gegen den Willen ihrer Eltern Medizin und kämpfte in den USA um Anerkennung als Psychiaterin. 1969 erlangte sie durch ihre Arbeit mit Sterbenden in Chicago und durch ihr Buch "On Death and Dying" ("Interviews mit Sterbenden") internationalen Ruhm. Es folgten unzählige Workshop- und Vortragsreisen durch die ganze Welt und der Aufbau eines eigenen Zentrums in Virginia.

1994 wurde das Wohnhaus ihres Zentrums durch Brandstiftung zerstört - Anwohner fürchteten, sich mit Aids zu infizieren. Heute lebt die Schweizer Ärztin nach mehreren Schlaganfällen zurückgezogen in Arizona, nahe jenem Übergang, den sie selber so leidenschaftlich erforscht hat.

Im Zentrum des Films stehen die Gespräche mit Elisabeth Kübler-Ross in Arizona. Zu sehen ist eine psychisch vitale Frau, geistig glasklar, voller Humor und immer noch unbequem. Sie blickt auf ihr Leben zurück, erzählt von ihrer Kindheit, ihrer Arbeit mit Sterbenden und Aids-Kindern und davon, wie sie mit ihrem eigenen Altern und Sterben umzugehen versucht.

Statements ihrer beiden Drillingsschwestern, Interviews mit Freunden und Mitarbeitern sowie reichhaltiges Archivmaterial runden dieses angenehm unprätentiöse und differenzierte filmische Portrait ab.


Darsteller & Stab Darsteller: Elisabeth Kübler-Ross, Erika Faust-Kübler, Eva Bacher-Kübler, Rev. Mwalimu Imara, Audrey K. Gordon, Marianne New, Frances Luethy, Sue Miller, Harmon Moats

Stab:Regie: Stefan Haupt • Produktion: Stefan Haupt für Fontana Film • Drehbuch: Stefan Haupt • Vorlage: - • Filmmusik: Klaus Wiese, Peter Landis • Kamera: Christian Davi, Jann Erne, Patrick Lindenmaier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Stefan Kälin • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Thomas Thürmena, Martin Witz • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Tele, Schweiz: Stefan Haupt ist ein Film gelungen, der überzeugt, weil er nicht versucht, das Thema Sterbebegleitung wissenschaftlich zu erklären, sondern einen Menschen in all seinen Facetten zeigt. Zudem ist dann und wann ein Lachen erlaubt.

Schweizer Illustrierte: Stefan Haupt ist das eindrückliche Portrait einer widerspruchsvollen und aussergewöhnlichen Frau gelungen.

Luzerner Zeitung: Dank diskreter kritischer Untertöne ist Stefan Haupt ein komplexer Film gelungen!

Blick, Schweiz: Stefan Haupt hat einen wundervollen Film über das Leben gemacht.

Aargauer Zeitung: Eine packende Chronik der Durchbrüche und Widersprüche.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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