Rohtenburg

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Titel Deutschland: Rohtenburg
Titel USA: Rohtenburg
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2006

Kino USA: -
Kino Deutschland: 9. März 2006 (Aufführungsverbot)
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 88 Minuten, FSK -



Inhalt Für den Abschluss ihres Studiums der Kriminalpsychologie hat sich die junge Amerikanerin Katie Armstrong ein bizarres Thema ausgesucht: Sie will einen Blick hinter die marktschreierischen Schlagzeilen werfen und herausfinden, was Oliver Hartwin zu dem notorischsten Mörder in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden ließ.

Im Internet hatte Hartwin nach einem Partner gesucht, der sich einverständlich von ihm töten und danach verspeisen lassen würde. Simon Grombek hatte sich bereit erklärt und gab sein Leben in einem bizarren Akt des Selbstopfers. Im Heimatdorf von Hartwin beginnt Katie ihre Spurensuche.

Sie findet Indizien für ein isoliertes Leben in Einsamkeit unter der Knute einer dominanten Mutter, für verzweifelte Ausbruchsversuche aus der Umklammerung und Einöde, für immer weiter ausufernde Gewaltfantasien. Und schließlich wird ihr anonym ein Video zugespielt. Darauf hat Hartwin die letzten Stunden im Leben von Simon Grombek minuziös festgehalten ...


Darsteller & Stab Darsteller: Keri Russell (Katie Armstrong), Thomas Kretschmann (Oliver Hartwin), Thomas Huber (Simon Grombek), Rainier Meissner (Junger Oliver), Angelika Bartsch (Viktoria), Alexander Martschewski (Rudy), Nils Dommning (Karl), Marcus Lucas (Felix), Pascal Andres (Junger Simon)

Stab:Regie: Martin Weisz • Produktion: Marco Weber, Vanessa Coifman • Drehbuch: T. S. Faull • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Jonathan Sela • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Jörg Möhring • Schnitt: Sue Blainey • Kostüme: Anne Jendritzko • Make Up: Rebecca Sommer • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Inspiriert von wahren Ereignissen drehte Videoclip-Spezialist Martin Weisz in seinem Spielfilmdebüt einen an Intensität kaum zu überbietenden Real-Horrorfilm, der im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht. Thomas Kretschmann brilliert nach seinen Erfolgen in Der Pianist und King Kong in einer darstellerischen Tour de Force als von seinen unnatürlichen Gelüsten gepeinigter Mörder ? in einem Film, der einen nicht wieder loslassen wird.

film-dienst 05/2006: Sensationsheischende Verfilmung der authentischen Geschichte des "Kannibalen von Rotenburg", der 2004 verurteilt wurde, weil er einen Mann tötete und dessen Geschlechtsteile verspeiste. Eine krude Mischung als Kolportage und Psychohorror, die sich mit halbgaren filmischen Mitteln und dilettantischer Umsetzung an niedere Instinkte richtet.


Hintergrund Das Oberlandesgericht Frankfurt hat am 3. März 2006 ein Aufführungsverbot für den Kinofilm Rohtenburg verhängt. Der Film basiert auf der realen Geschichte des "Kannibalen von Rotenburg", Armin Meiwes, dessen Persönlichkeitsrechte das Gericht verletzt sieht.

Vor dem OLG hatte Armin Meiwes beantragt, den Filmstart von Rohtenburg per einstweiliger Verfügung zu stoppen. Vom Spielort Nordhessen bis hin zu Einzelheiten seiner Kindheit seien im Film 88 Übereinstimmungen mit seinem tatsächlichen Leben zu finden. Richter Nordmeier äußerte während der Verhandlung, diese Übereinstimmungen seien "hinreichend glaubhaft" gemacht worden.

Der Filmverleiher Senator Film will bei einem Verbot bis zur höchsten gerichtlichen Instanz zu gehen, um den Filmstart zu ermöglichen.

Filmplakat
Szenenfoto
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