Antarctica - Gefangen im Eis

Produktionsnotizen

"Unterschätze niemals den Überlebenswillen einer Seele, insbesondere wenn sie von der Familie umgeben ist."

Aus der kältesten, windigsten und noch am wenigsten berührten Wildnis unseres Planeten kommt diese auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte von Action und Abenteuer, von Hunden und Menschen, von Freundschaft und Loyalität und dem ergreifenden Geist der Hartnäckigkeit und Hoffnung. Vor dem Hintergrund der eisigen und sturmumtosten Antarktis folgt ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS acht unerwarteten Helden, die am Ende der Welt stranden, und dem Mann, der nichts unversucht lässt, seine wahren Freunde nach Hause zu bringen.

Walt Disney Pictures und Spyglass Entertainment präsentieren ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS von Regisseur Frank Marshall. Unter seiner Regie entstanden bereits epische Abenteuer wie ALIVE ("Überleben!", 1993) und CONGO ("Congo", 1995), als Produzent zeichnet er für einige der populärsten und erfolgreichsten Filme unserer Zeit verantwortlich, darunter RAIDERS OF THE LOST ARK ("Jäger des verlorenen Schatzes", 1981), THE BOURNE SUPREMACY ("Die Bourne Verschwörung", 2004), SEABISCUIT ("Seabiscuit ? Mit dem Willen zum Erfolg", 2003) und THE SIXTH SENSE ("The Sixth Sense", 1999). Das Drehbuch stammt aus der Feder von David DiGilio und wurde von einer wahren Geschichte aus dem Jahre 1957 inspiriert, die auch die Basis für den japanischen Kassenschlager NANKYOKU MONOGATARI ("Antarktis", 1983) darstellte. David Hoberman und Patrick Crowley produzierten ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS. Todd Lieberman, Masaru Kakutani (der Produzent des japanischen Originals), Frank Marshall, Christine Iso, Roy Lee, Gary Barber und Roger Birnbaum fungierten als ausführende Produzenten.

Das erstklassige Kreativ-Team bestand aus dem Academy-Award®-nominierten Kameramann Don Burgess (SPIDER-MAN ["Spider-Man", 2002]; THE POLAR EXPRESS ["Der Polarexpress", 2004]), dem Cutter Christopher Rouse (THE BOURNE SUPREMACY ["Die Bourne Verschwörung", 2004], THE ITALIAN JOB ["The Italian Job", 2003]), dem Szenenbildner John Willett (MIRACLE ["Miracle ? Das Wunder von Lake Placid", 2004]) und dem leitenden Tiertrainer Mike Alexander (CHARLIE AND THE CHOCOLATE FACTORY ["Charlie und die Schokoladenfabrik", 2005], CHEAPER BY THE DOZEN ["Im Dutzend billiger", 2004]).

Das Abenteuer in der Antarktis beginnt: Eine unglaubliche, aber wahre Überlebensgeschichte inspiriert ANTARCTICA Als Produzent David Hoberman vor Jahren auf den japanischen Blockbuster NANKYOKU MONOGATARI ("Antarktis", 1983) stieß, raubte ihm die Geschichte über die im Eis zurückgelassenen Hunde und ihre menschlichen Kameraden, die sie nicht im Stich lassen wollen, schier den Atem. Die epische Erzählform und das Beschwören des übermächtigen Willens zu überleben machten den Film zum erfolgreichsten japanischen Film seiner Zeit, der über ein Jahrzehnt seinen Rekord in Sachen Einspielergebnis halten konnte. Hoberman sah den Film in der Tradition klassischer Abenteuergeschichten, "gleichzeitig aufregend, spannend und emotional kraftvoll". Er fühlte, dass die grundlegenden Themen der Geschichte es verdient hätten, noch von einem viel größeren Publikum gesehen zu werden. Hoberman hatte die Vision eines weniger erschütternden, eher familienorientierten Abenteuers, das die inspirierenden, motivierenden Verbindungen zwischen Freundschaft und Überleben noch stärker in den Vordergrund rücken sollte.

"Ich liebte die Geschichte, weil sie voll gepackt mit Action ist", sagt Hoberman. "Aber genauso handelt sie von epischen Motiven wie Freundschaft, Verantwortung und dem Triumph des Willens. Die Story setzte sich über die Jahre in meinem Kopf fest und ich versuchte immer wieder das Projekt anzuschieben. Schließlich willigte ein Disney Executive ein, der den japanischen Film gesehen hatte und ähnlich dachte wie ich, den Stoff zu optionieren."

David DiGilio, ein junger Autor im New-Writers-Programm von Disney und selbst ein großer Outdoor-Fan, erhielt den Auftrag, einen ersten Drehbuch-Entwurf zu schreiben. DiGilio konnte sein Glück kaum fassen, eine solch spannende und dazu noch authentische Abenteuergeschichte in die Finger zu bekommen. "Ich habe mich sofort in die Geschichte verliebt", so DiGilio. "Die Natur hat mich schon immer magisch angezogen, und verrückt nach Hunden bin ich schon, seit ich denken kann. Ich dachte, das ist eine filmische Traumhochzeit für die beiden Themen. Ich mochte auch, dass sich die Geschichte mit Freundschaft auseinander setzen sollte. Natürlich geht es vordergründig um den besten Freund des Menschen, aber der Film zeigt auch, wie Menschen mit völlig verschiedenen Backgrounds zusammengeworfen werden können und dann ihre gemeinsame Basis im Angesicht der Gefahr finden müssen. Wenn man komplexe Charaktere in ein fesselndes Abenteuer in der wilden Natur setzt, wird man erkennen, dass Freundschaft der wahre Schlüssel zum Überleben ist."

DiGilio versetzte die Handlung, nachdem er in die turbulente, über ein Jahrhundert lange Historie der Antarktis-Erkundung eingetaucht war, ins Jahr 1993. Dies war das letzte Jahr, in dem es Hundeschlitten-Teams erlaubt war, in der Antarktis zu arbeiten. Denn trotz ihres legendären Status als unverzichtbare Mitglieder der meisten bedeutenden Expeditionen wurde jedwede Haltung von Hunden verboten, um die Seehunde und Robben des Kontinents vor der Ansteckung mit tödlichen Krankheiten wie der Hundestaupe zu schützen. DiGilio erdachte eine wissenschaftliche Mission für die Menschen, die auf der realen Suche nach Millionen Jahre alten Meteoriten in der Antarktis beruhte, und entwickelte ein Quartett schrulliger, abenteuerlustiger Charaktere im Herzen der Geschichte: den aufs schärfste auf seine Unabhängigkeit bedachten Jerry, für den seine Hunde seine Familie sind, den schroffen und äußerst zielorientierten Davis, der die Tragödie der Expedition einfach hinter sich lassen möchte, den fröhlichen Cooper, der immer wieder Humor und Witz im dunklen und eisigen Leben in der Antarktis aufblitzen lässt, und die bemerkenswert starke Pilotin Katie, die Jerry bei seiner mutigen Rettung unterstützt. Und DiGilio wagte sich auch an einen wahrhaft mutigen und ungewöhnlichen Kniff: Er etablierte acht Charaktere, die Hunde sind, aber dieselbe Freundschaft, dieselbe Loyalität und denselben Mut demonstrieren wie ihre menschlichen Weg-gefährten ? und, nicht zu vergessen, die den Großteil der Handlung tragen müssen! Für David DiGilio, selbst ein Hundebesitzer, stellte dies die einmalige Chance dar, die Sprache, Sozialstruktur und die spirituelle Welt von Hunden quasi aus der Ego-Perspektive zu erforschen. Obwohl er schon sehr gut Bescheid wusste, welche Freude und Wunder die Welt der Hunde birgt, hatte DiGilio viel Spaß daran, alle Aspekte des Verhaltens von Hunden sowie die einzigartige Geschichte ihrer Entwicklung zusammen mit dem Homo sapiens noch genauer zu studieren ? dies alles im Hinblick darauf, einen möglichst aufregenden und realistischen Blick auf die Psyche des Hundes zu werfen, während er ums Überleben und für das Wieder-sehen mit seinem menschlichen Herrchen kämpft.

"Viele Leute wissen gar nicht, dass die Beziehung zwischen Mensch und Hund mindestens 14.000 Jahre zurückreicht. Aber wenn man ein Hunde-liebhaber ist, sieht man es direkt", ist der Drehbuchautor überzeugt. "Es gibt eine Verbindung zwischen dem Menschen und diesen Tieren, die in ihrer Reinheit und Stärke beinahe urzeitlich ist. Es ist wahres einander Verstehen und bedingungs-lose Liebe. Die Passagen mit den Hunden waren meine Lieblingsarbeiten beim Verfassen des Drehbuchs von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS. Ich glaube, jeder Hundebesitzer möchte von seinem Hund eher als Person denn als Haustier denken. Und dies war meine Gelegenheit, die Persönlichkeiten von Hunden und ihre Gruppendynamik zu erforschen. Unsere Huskys sind domestiziert, doch als sie auf sich selbst gestellt waren, mußsten sie ihre wilden Wurzeln wieder finden. Man sieht Geschichten ?Mensch gegen Natur? jeden Tag, und auch wir haben dieses Element im Film, aber unser Film hat auch das Motiv ?Natur gegen Natur?, und das ist neu. Es ist packend und tief emotional, zu erleben, wie sich die Hunde ihrer neuen Umgebung anpassen." Als die Huskys mitten in den schlechtesten aller vorstellbaren Wetterbedingungen ums Überleben kämpfen, vertraut das Rudel auf engen Zusammenhalt und das überraschende Auftreten eines neuen Alphamännchens: Max, einst der furchtsamste und unterwürfigste der ganzen Meute, entdeckt unter diesen widrigen Bedingungen plötzlich seine Stärke. "In einer gewissen Weise läuft Max? Geschichte parallel zu Jerrys emotionaler Reise", stellt DiGilio fest. "Max beginnt ganz unten in der Hierarchie und entwickelt sich zum Leitwolf, der Verantwortung übernimmt. Jerry ist ein exzellenter Scout, aber auch er wird gezwungen, erwachsen zu werden und sich der Tatsache zu stellen, dass er nicht alles alleine machen kann. Beides sind Coming-of-Age-Motive und handeln davon, sein eigenes Potenzial zu entdecken."

Das ambitionierte Drehbuch für ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS von David DiGilio hätte leicht als großartige, aber leider unverfilmbare Idee auf dem Abstellgleis landen können, hätte es nicht seinen Weg in die Hände eines von Hollywoods risikofreudigsten Filmemachern gefunden: Frank Marshall.

Seine Reaktion auf das Drehbuch war reflexartig und instinktgesteuert. Ohne überhaupt zu wissen, dass die Geschichte auf einem authentischen Fall beruht, empfand Frank Marshall die Story als mitreißendes Beispiel dafür, wie Abenteuer die Cou-rage, die Freundschaft und die Opferbereitschaft darlegen, die uns in harten Zeiten überleben lässt. "Ich liebe all diese verschiedenen Motive, die sich durch ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS ziehen", meint Marshall. "Ich liebe Abenteuer, ich liebe Hunde, ich liebe die Natur, ich liebe Survival-Geschichten ? und besonders liebe ich es, eine echte Herausforderung auf die Leinwand zu bringen.""Eines der Dinge, die mich am meisten an ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS anzogen, war mein Faible für die unermessliche Weite des menschlichen Geistes", fährt Frank Marshall fort. "Dieser Wille, immer weiter zu machen, auch unter den extremsten Bedingungen! Dies ist eine Geschichte über Durchschnittsmenschen und Durchschnittstiere, die plötzlich vor Herausforderungen stehen, die ihnen alles abverlangen. Du hast hier den Plot mit dem Kampf der Hunde, die als eine Art Familie zusammenhalten müssen, um das eigentlich Unmögliche zu schaffen. Aber es geht auch um die Reise, die vor den Menschen liegt: Jerrys Reise zum Erwachsenwerden und Davis? Reise, um zu erkennen, dass es mehr als die Forschung gibt. All dies trifft auf eine sehr bewegende Art aufeinander."

Als Frank Marshall von der authentischen Expedition der japanischen Wissenschaftler im Jahr 1957 und dem begeistert gefeierten Film darüber hörte, faszinierte ihn die Geschichte noch mehr. Er traf sich mit Masaru Kakutani, der NANKYOKU MONOGATARI ("Antarktis", 1983) produziert hatte, und lauschte dessen packenden und emotionalen Erzählungen über seine Interviews mit den echten Expeditionsmitgliedern. Und Marshall wandte sich auch an seine gute Freundin Susan Butcher, die bereits vier Mal das weltweit bekannteste und pres-tigeträchtigste Hundeschlitten-Rennen, die Iditarod, gewann. So brachte er so viel er nur konnte über das Leben, den Charakter und die erstaunlichen Fähigkeiten von Huskys in Erfahrung. "Susan gewährte mir einen umfassenden Einblick darüber, wie Hunde zusammenarbeiten und als Rudel überleben", erklärt Marshall. "Von ihr lernte ich, wie man die Welt der Schlittenhunde auf der Leinwand zum Leben erweckt."

Bereits als Frank Marshall noch mit den grundlegendsten Recherchen beschäftigt war, sah er schon die größte Herausforderung des Projekts überhaupt vorher: die majestätische Atmosphäre, den eisigen Glanz und die extremen Wettersituationen der Antarktis fürs Kino einzufangen. Ein weiteres Hindernis waren die Dreharbeiten an Locations wie Smithers, hoch im Norden von British Columbia, die Kälte, die Dunkelheit und die Isolation von Grönland.

"Die Produktion von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS rangiert ohne Zweifel unter den drei schwierigsten Herausforderungen meiner Karriere", zieht der Regisseur Bilanz. "Für RAIDERS OF THE LOST ARK ("Jäger des verlorenen Schatzes", 1981) waren wir wochenlang mitten in der Sahara und für ALIVE ("Überleben!", 1993) waren wir in dreieinhalbtausend Metern auf einem Gletscher gefangen. Aber das hier reichte da locker ran. Was jedoch so einmalig und lohnenswert bei der Produktion von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS war, war der Umstand, dass trotz der schlechten Verhältnisse sich die meisten Elemente des Films so wunderbar ineinander fügten. Wir hatten eine wunderbare Besetzung, außerordentliche Hunde, beeindruckende Drehorte und jede Minute der Dreharbeiten war inspiriert von dieser unvergess-lichen Geschichte, die wir erzählen: wie Mensch und Tier über alle Widrigkeiten triumphieren."

Die Schlittenhunde: die acht Helden im Zentrum von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS Während die menschliche Besetzung der Schlüssel zu den Emotionen und dem Humor von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS ist, gäbe es wohl überhaupt keine Geschichte zu erzählen, wenn die Filmemacher nicht acht tierische Darsteller aufbieten könnten, die fähig sind, die todes-mutige, tief emotionale und actionreiche Odyssee der Hunde in der Antarktis offen zu legen. Die Hunde sind es, die dieses, im wahrsten Sinne des Wortes, haarige Abenteuer zum Leben erwecken müssen. Frank Marshall sicherte sich die Dienste von Birds & Animals, einer von Hollywoods führenden Institutionen für Tiertraining, um den wohl talentiertesten Tier-Cast zusammenzustellen, der je für einen Spielfilm gebraucht wurde.

"Wir wussten, dass einer der wichtigsten Punkte des ganzen Filmes das Casting der Hunde ist", betont Frank Marshall. "Da jeder der Huskys seinen eigenen individuellen Charakter besitzt ? ja, sogar eine eigene Storyline ?, war es unerlässlich für uns, acht Hunde zu finden, die absolut unverwechselbar sind. Das hatte für uns absolute Priorität und wir begannen deshalb mit dem Hundecasting sehr früh." Schließlich fanden Birds & Animals und die Filmemacher für die Hunderollen eine vielseitige Besetzung, die sich gleichermaßen aus "Filmstars" und unerfahrenen jungen Hunden zusammensetzte. Jeder von ihnen wurde speziell nach seinem Charakter und auch Aussehen ausgewählt. Die tierischen Stars des Filmes sind: die sieben Jahre alte Koda Bear, die die Leithündin Maya spielt, der sechs Jahre alte D.J. in der Rolle des aufstrebenden Anführers Max, die dreijährige Noble als graue Shadow, der zweijährige Dino, der den fuchsroten Buck spielt, der vier Jahre alte Floyd und die dreijährige Sitka, die als Zwillingspaar Dewey und Truman zu sehen sind, der dreijährige Jasper, der den Rebellen Shorty mimt und schließlich der vierjährige Apache als Rudel-Veteran Old Jack.

"Wir haben uns eine Menge Hunde angesehen, aber meine absoluten Lieblinge waren Koda Bear alias Maya und D.J., der Max spielt, den Hund, der sich während der Reise zum Anführer entwickelt", sagt Frank Marshall. "Koda Bear ist mit ihrem silbernen Fell und ihrer noblen Statur perfekt für die Grand Dame Maya, und D.J. ist offensichtlich stark genug für ein Alphatier, aber er war auch verspielt genug für den Part. Und er hat mit diesen tiefblauen, ausdrucksstarken Augen einen Look, wie ich ihn noch nie bei einem Hund gesehen habe." Marshall entwickelte allerdings auch eine Schwäche für den schwer zu bändigenden Shorty. "Jasper, der Shorty spielte, ist durch und durch ein Rebell", stellt Marshall fest. "Oft ließ er sich einfach ablenken und rannte dann aus dem Shot. Man mußste schon höllisch auf ihn aufpassen, aber sein Charakter ist einfach ideal für die Rolle."

Am Set selbst befanden sich immer gleich dutzende Hunde. Denn neben den "Schauspieler-Hunden" ? und dabei handelte es sich bereits um mehr als acht, denn einige der Rollen wurden von mehreren Hunden gespielt ? waren auch ständig ihre Doubles für die Schlittenszenen vor Ort. Jeder der Hunde erhielt ein spezielles Training für die Fähigkeiten, die er im Film zeigen mußste: vom Losmachen des Halsbandes über das Tragen lebender Vögel im Maul bis hin zum Kampf mit dem animatronischen Seeleoparden. Diese Arbeit fiel in den Zuständigkeitsbereich von Tiertrainer Mike Alexander, der einen der schwierigsten Jobs am ganzen Film hatte. "Als ich zum ersten Mal das Drehbuch las, dachte ich zuerst: ?Wie in aller Welt soll man das alles schaffen?? Es gab so viele verschiedene Herausforderungen", meint Mike Alexander. "Und noch eine ganze Menge mehr, die wir noch nicht vorhersehen konnten, als wir mit der Produktion anfingen."

Die Hunde begannen ihr Training in Kalifornien. Drei Monate, bevor die erste Klappe fiel, zogen die Huskys und ein Team von 20 Trainern auf eine Farm im tief verschneiten Umland von Smithers, um sich an Kälte und Eis zu gewöhnen. Das erste Basistraining der Hunde konzentrierte sich darauf, ihnen beizubringen, wie man die erforderlichen Emotionen darstellt. "Frank wollte so viele kleine, emotionale Momente wie nur möglich", so Alexander. "Also brachten wir ihnen eine Unmenge verschiedener Arten von Kopfbewegungen bei, mit Zähnefletschen, mit Grinsen und so weiter. Wir verbrachten auch sehr viel Zeit mit den Hunden, die Maya und Max darstellten, damit sie besonders intensiv und liebevoll interagieren." Während ihres Trainings mußsten die Hunde auch ganz neue Fertigkeiten erlernen, wie das Jagen von Vögeln in der Luft, wenngleich es sich dabei in Wirklichkeit um an Kabeln gezogene Spielzeugpuppen handelte, oder das Kriechen über dünnes Eis. Die Hunde mußsten auch wie echte Schlittenhunde erlernen, unter einer dichten Schneedecke liegen zu bleiben und zu schlafen. "Wir mußsten dabei in ganz kleinen Schritten vorgehen. Erst haben wir ihnen beigebracht, sich auf Kommando hinzulegen und einzurollen", erklärt Alexander. "Dann haben wir damit angefangen, ein wenig Schnee auf sie zu schaufeln, und sie belohnt, wenn sie es über sich haben ergehen lassen. Dann nahmen wir jedes Mal ein bisschen mehr Schnee, so lange, bis sich die Hunde auch wohl fühlten, wenn sie komplett bedeckt waren."

Einige der am einfachsten erscheinenden Verhaltensweisen waren am schwierigsten anzutrainieren. "Wir mußsten den Hunden beibringen, zu Paul zu schauen, was im Film ja ganz natürlich erscheint", erklärt Alexander. "Doch die Hunde verbrachten viel mehr Zeit mit ihren Trainern und sind auf diese eingespielt. Normalerweise würden sie also zu denen schauen. Paul arbeitete mit uns und fütterte zum Beispiel die Hunde, um eine Verbindung zu den Tieren aufzubauen. Parallel brachten wir den Huskys bei, zu Paul zu gucken, auch wenn in Wirklichkeit der Trainer neben der Kamera die Befehle gab." Jedem Hund wurden zwei Trainer zur Seite gestellt, die immer dabei waren, wenn gefilmt wurde, was ein weiteres Problem mit sich brachte, nämlich eine Vielzahl von Menschen, die man bei ihrer Arbeit mit den Hunden auch erst einmal vor der Kamera verbergen mußste. So waren gerade die Hundeschlitten-Szenen schwierig. Denn obwohl es in der Natur der Hunde liegt zu laufen, mußsten die Schlittenhunde oft wieder nach fünf Metern stoppen, zurücksetzen und die Szene noch einmal drehen. Während des Drehs bildeten sich auch bei den Hunden einzigartige Bindungen heraus. "Hunde sind äußerst soziale Wesen. Ungewöhnlich war jedoch, dass sich eine Hierarchie herausbildete, die exakt derjenigen der Hunde im Film entspricht. So etwas hatte ich noch nie erlebt", erklärt Alexander verblüfft.

Für Frank Marshall brachte die Arbeit mit den Hunden Vorteile wie Nachteile gleichermaßen mit sich. "Auf eine gewisse Art sind sie wie ganz normale Schauspieler", so der Regisseur. "Sie müssen vorbereitet und für die Szene eingestellt werden ? die Huskys jedoch mußsten auch noch gefüttert und trainiert werden! Das erforderte einen völlig anderen Arbeitsstil. Denn du mußst als Regisseur nicht nur wissen, was deine Schauspieler und Tiere in der Szene tun sollen, du mußst auch exakt wissen, wo der Trainer stehen soll. Denn schließlich mußs er nahe genug am Geschehen sein, um Befehle geben zu können. Das erforderte bei dieser Anzahl von Hunden exakte Planung bis ins Detail."

"Das war dann am Set manchmal urkomisch, wenn acht oder noch mehr Trainer ihren jeweiligen Hunden die unterschiedlichsten Befehle zuschrieen", fährt der Regisseur fort, "Aber die Tiertrainer machten einen großartigen Job. Jeder gab alles und mit einer gehörigen Portion an Einsatz, Disziplin und Leidenschaft war es uns möglich, diese Geschichte der Hunde in einer sehr lustigen und emotionalen Weise zu erzählen."

Der Scout in Schnee und Eis: Paul Walker als Jerry Shepard Als die Hunde im tosenden antarktischen Winter zurückgelassen werden und für sich selbst kämpfen müssen, ist es der Scout und Hundeschlitten-Lenker Jerry Shepard, der, angetrieben von seiner Zuneigung und Loyalität zu den Tieren, eine lebensgefährliche Rettungsmission zusammenstellt. Für die Darstellung von Shepard, einem raubeinigen Abenteurer, mußsten die Filmemacher einen ungewöhnlichen Leading Man finden. Jemanden, der die Statur für einen sturen, unabhängigen Querkopf hat, jemanden, der Outdoor-Erfahrung mitbringt, physisch belastbar ist und eine enge Beziehung mit Hunden eingehen kann. In Paul Walker fanden sie die perfekte Kombination all dieser Anforderungen. Walker, der mit THE FAST AND THE FURIOUS ("The Fast And The Furious", 2001) und 2 FAST 2 FURIOUS ("2 Fast 2 Furious", 2003) zum Star aufstieg, ist nicht nur selbst Hundehalter und -liebhaber, er ist auch ein begeisterter Kletterer, Surfer, Snowboarder und Rennfahrer, der sich auf die körperlichen Herausforderungen beim Drehen von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS wahnsinnig freute. Produzent Pat Crowley über Paul Walker: "Er ist absolut glaubhaft als jemand, der ein solches Leben in der Natur lebt. Es war entscheidend, dass das Publikum Jerry seinen Lifestyle und seinen Umgang mit Hunden abnimmt, und Paul versetzt uns direkt in diese Welt." "Diese Geschichte hat mich direkt und sehr persönlich angesprochen, mit ihrem Schwerpunkt auf den Hunden und der Outdoor-Action", stimmt Paul Walker zu. "Ich habe es als großes Kompliment aufgefasst, als Frank Marshall zu mir kam und meinte, ich sei die richtige Person für diese Rolle. Er sagte mir, dass es extreme und schwere Dreharbeiten werden würden, ganz so schlimm wurde es aber dann doch nicht. Ich dachte, dass wir über 40 Grad unter Null haben könnten, die kälteste Temperatur war aber gerade mal minus 20 Grad."

Walker fand einen leichten Zugang zu der Figur von Jerry und seinem inneren Kampf, der ausbricht, als er die Hunde in einer hoffnungslosen Lage zurücklassen mußs. "Jerry und ich haben sehr viel gemeinsam", stellt Walker fest. "Er hat diese Mentalität, dass man alles kennen lernen mußs, was das Leben einem bietet. Und er will eigentlich nicht wirklich erwachsen werden. Er weicht Verantwortung aus und hat eine Heidenangst vor Verpflich-tungen, auch wenn er im Grunde verrückt nach Katie ist, der Figur von Moon Bloodgood. Die einzige Verbindung, zu der er sich bekennt, ist die zu seinen Hunden. Und als diese abreißt, mußs er auch alles andere überdenken." Nachdem Paul Walker die Rolle angenommen hatte, stürzte er sich in ein intensives Trainingsprogramm mit einem echten Hundeschlittenlenker.

Und er genoss die Arbeit mit seinen tierischen Co-Stars sichtlich. "Ich bin ein echter Hundenarr", gibt der Schauspieler zu. "Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe einen Chesapeake Bay Retriever, der mich auch immer bei den Dreharbeiten begleitet. Die Arbeit mit den Schlittenhunden war extrem cool, speziell dass man die Persönlichkeiten der Tiere auf diese Weise so gut kennen lernte. Jedes Mal, wenn ich auf den Schlitten hüpfen und mit ihnen fahren durfte, liebte ich es. Es ist eine tolle Erfahrung."

Nicht alle Aspekte der Dreharbeiten waren so angenehm. Beizeiten waren die Wetter-bedingungen geradezu Furcht erregend, doch Paul Walker empfand auch dies als sehr hilfreich für die Darstellung von Jerry: "Eines habe ich bei den Dreharbeiten zu ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS gelernt. Wenn es tatsächlich übel wird, wenn es kalt wird und die Bedingungen miserabel, dann erkennst du den Charakter der Menschen", so Walker. "Du merkst schnell, wie wichtig Teamwork ist, um zu überleben. Und das ist für mich auch eine der Kernaussagen des Filmes, dass wir alle es durch harte Zeiten nur mit Freundschaft und Liebe schaffen."

Die fröhliche Seite der Polarforschung: Jason Biggs als Cooper Jede Expedition zu einem abgelegenen Ort benötigt auch die fröhlichen Seiten des Lebens wie Freundschaft, Lachen und Enthusiasmus, um harte Bedingungen überstehen zu können: Als Comic Relief auf diesem Antarktik-Trip dient Jerrys bester Freund, der trickreiche Kartograph Cooper, der von Jason Biggs gespielt wird. Biggs landet in ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS seine erste Abenteuer-Rolle, nachdem er mit den Komödien der AMERICAN PIE-Serie zu großer Popularität gelangte. Von Anfang an war es Regisseur Frank Marshall klar, dass die Figur von Cooper nicht nur Pointen und Zoten liefern sollte, sondern ein Stück echten Antarktis-Realismus in die Handlung mit einbringen sollte. "Als wir uns ein wenig genauer mit der Geschichte der Polarforschung befassten, stellten wir fest, dass es eine ganz Reihe ulkiger, skurriler Typen unter diesen Forschern und Abenteurern gibt", beobachtete Frank Marshall. "Unser Cooper repräsentiert diesen Schlag Mensch. Ich denke, man mußs schon einen echten Sinn für Humor haben, wenn man unter solchen Bedingungen lebt, und Cooper bringt diesen Humor in unsere Geschichte. Als Jason Biggs Interesse an der Rolle zeigte, war ich froh. Denn er bringt eine weitere Facette in diesen Film und macht die Besetzung zu einem sehr, sehr vielseitigen Ensemble."

Jason Biggs konnte dieses Drehbuch nicht mehr beiseite legen: "Junge, was habe ich gebetet, dass diese Hunde gerettet werden", erinnert sich der Schauspieler. "Ich erkannte sofort, was das für eine coole Story ist. Die Geschichte ist mitreißend und schön erzählt, und dennoch sehr heroisch. Und da sie auf tatsächlichen Ereignissen beruht, finde ich sie besonders bewegend." Auch Coopers Witz und Stil überzeugten Biggs sofort. "Er ist einer dieser energischen ?High on Life?-Typen, die es wirklich lieben, an einem Ort wie dem Südpol zu sein. Um Cooper zu zitieren: ?Hey, es ist der einzige Ort auf der Welt, an dem 20 Stunden die Sonne scheint und du umsonst mehr Eis haben kannst, als du essen willst!? Er gleicht die negativen Seiten einfach mit purer Glückseligkeit aus", analysiert Biggs seine Figur. "Aber es gibt noch mehr an Cooper, denn er ist auch ein loyaler und treuer Freund für Jerry. Natürlich machen die beiden sich manchmal das Leben zur Hölle, aber in Wirklichkeit sind sie immer füreinander da." Ein weiterer Grund, die Rolle anzunehmen, war für Biggs die Möglichkeit, sich schauspielerisch in einem völlig neuen Sujet auszuprobieren. "Ich hatte schon eine ganze Weile nach etwas Neuem gesucht, und dies ist etwas völlig Neues für mich, ein völlig neues Genre", so der Adventure-Debütant.

Wie für Paul Walker, so war auch für Jason Biggs das gebirgige Terrain die größte Heraus-forderung an den Drehorten. "Das war in der Tat ?Outdoor?, mit all seinen Höhen und Tiefen", rekapituliert Biggs. "Plötzlich fanden wir uns auf einem Gletscher wieder, irgendwo im Nirgendwo, und manchmal konnte ich überhaupt nicht glauben, wohin wir nun wieder verfrachtet wurden. Aber immer waren wir umgeben von geradezu atemberaubender Schön-heit, ich war tief bewegt und ich lernte, dass es als Schauspieler in solch einer Situation das Beste ist, einfach loszulassen."

Zu Beginn der Dreharbeiten von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS war Jason Biggs nicht gerade ein Hundeliebhaber, aber schnell war auch er bezaubert von der Hingabe und den Fähigkeiten seiner tierischen Ensemble-Kollegen. "Die Hunde stellten sich als wunderbare Charaktere heraus und die Arbeit mit ihnen war großartig", so Biggs. "Um ehrlich zu sein, sie sind sehr gute Schauspieler, ich war eigentlich ziemlich neidisch auf die Klasse, die sie hatten!"

Die Frau am Steuerknüppel: Moon Bloodgood als furchtlose Pilotin Katie Das Schicksal der in der Antarktis gestrandeten Hunde in ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS liegt auch in den Händen einer der mutigsten Figuren im Film: Katie, Jerrys Exfreundin und Pilotin. Sie ist in der Lage, auch unter den heimtückischsten und eisigsten Bedingungen zu fliegen. Katie, selbst eine stahlharte, unerschrockene Abenteurerin, ist es auch, die Jerry dazu bringt, sich seinem Gewissen zu stellen und seine Hunde zu retten. Von allen Charak-teren war das Casting für diese Figur das wohl schwerste. Produzent Pat Crowley erklärt: "Es gibt nicht wirklich viele Schauspielerinnen, denen man abnimmt, dass sie ein Flugzeug oder einen Helikopter unter den Bedingungen in der Antarktis fliegen können. Wir mußsten eine finden, die natürliches Selbstvertrauen ausstrahlt, die sowohl clever ist als auch die Stärke besitzt, ein solches Leben führen zu können. Als wir Moon Bloodgood sahen, waren wir völlig aus dem Häuschen. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, aber wir alle waren von ihren Star-Qualitäten überzeugt."

Moon Bloodgood begann ihre Karriere als Hip-Hop-Tänzerin, Cheerleader bei den L.A. Lakers und als Athletic Model. Sie feierte ihr Filmdebüt mit WIN A DATE WITH TAD HAMILTON ("Total verknallt in Tad Hamilton", 2004) und war neben Amanda Peet und Ashton Kutcher in A LOT LIKE LOVE ("So was wie Liebe", 2005) zu sehen. Frank Marshall war besonders überrascht und beeindruckt von ihrer Leistung in ANTARCTICA ? GEFAN-GEN IM EIS. "Sie brachte so viel für die Rolle mit ein, weil sie als dieser Charakter so glaubhaft ist", erklärt Marshall. "Dabei übermittelt sie nicht nur Katies Intelligenz und Stärke, man kann ihr sogar förmlich dabei zusehen, wie sie Jerry animiert, in seinem Leben einen Schritt nach vorne zu machen.""Ein entscheidender Punkt war auch", fährt der Regisseur fort, "dass Moon fast noch eine Newcomerin war. Sie überraschte uns mit ihrer Frische und bereicherte so Katies Part ungemein."

"Katie ist ein toller Charakter", begeistert sich Moon Bloodgood. "Sie ist eine dieser unglaub-lich starken Frauen, die mit den Jungs rumhängt, Jokes austeilen, aber auch einstecken kann, die genauso professionell und kompetent ist wie die Männer und trotzdem eine sehr weibliche Verletzlichkeit an den Tag legt. Sie hat nichts aufgegeben, um die Person zu werden, die sie ist, und sie lebt ihr Leben bis zum Anschlag. Als Exfreundin ist Katie auch eine der wenigen Personen, die Jerrys tief verborgene Emotionen kennt und versteht. "Sie weiß, dass er ein echter Einzelgänger ist und Probleme mit Intimität hat", erklärt Bloodgood. "Sie kennt ihn vermutlich besser als irgendwer sonst und kann deshalb auch diese zentrale Rolle dabei spielen, ihn mit den Hunden wieder zu vereinen, die ihm so viel bedeuten."

Paul Walker empfand die Arbeit mit Moon Bloodgood als sehr hilfreich, um seine eigene Figur zu schärfen. "Moon ist sehr natürlich, sie ist athletisch, leistungsfähig und dennoch sehr feminin", beobachtete Walker. "Im Grunde seines Herzens weiß Jerry, dass Katie die Person ist, die ihn irgendwann binden könnte, und davor hat er ein bisschen Angst. Mit einer so tollen Frau und Schauspielerin wie Moon als Gegenüber ist es mir nicht sehr schwer gefallen, das nachzuempfinden!"

Auch Moon Bloodgood genoss die Zusammen-arbeit mit Walker: "Er ist viel mehr der Naturbursche und Abenteurer als der Hollywood-Schauspieler", stellt sie fest. "Als Jerry ist er einfach perfekt und wir spielten uns gegenseitig die Bälle zu. Er half mir sehr in jeder Szene, die wir gemeinsam hatten."

Auch über Jason Biggs und Bruce Greenwood weiß Bloodgood nur das Beste zu berichten: "Jason ist in der Rolle so unglaublich lustig, dass die Leute vermutlich gar nicht glauben werden, wie nett und bodenständig er eigentlich im richtigen Leben ist. Und Bruce ist für mich der Inbegriff des Gentlemans: smart und galant, und sehr sexy!" Am Ende jedoch stellte sich heraus, dass ihre Lieblingskollegen diejenigen mit vier Pfoten waren: "Ich hatte wirklich Glück, einige der Hunde gut kennen lernen zu dürfen", sagt Bloodgood. "Sie sind so süß und knuddelig. Und es war so lustig, mit ihnen zu spielen."

Die physische Belastung dagegen schien Moon Bloodgood überhaupt nichts ausgemacht zu haben. "Klar, da waren einige Tage, an denen wir mit Schnee, Wind und Kälte zurechtkommen mußsten", erinnert sie sich. "Aber wie könnte ich mich darüber beschweren. Jeder Tag war wunderbar und inspirierend. Und ich fühle mich vom Glück verwöhnt, dass ich an ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS teilhaben durfte."

Der Wissenschaftler: Bruce Greenwood als Davis McClaren Es ist die rastlose Suche von Geologe Davis "Doc" McClaren nach einem besonderen Meteoriten, die überhaupt erst zu den Abenteuern in ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS führt. Der Wissenschaftler wird dargestellt vom kanadischen Schauspieler Bruce Greenwood. Er wird in diesem Jahr noch in zwei der von den Kritikern am meisten gefeierten Filme zu sehen sein: CAPOTE ("Capote", 2005) und THE WORLD?S FASTEST INDIAN ("Burt Munro", 2005). Greenwood ist bekannt für seine breit gefächerte Rollenauswahl, so ist er in Independent-Filmen wie Atom Egoyans THE SWEET HEREAFTER ("Das süße Jenseits", 1997) oder István Szabós BEING JULIA ("Being Julia", 2004) ebenfalls zu sehen wie in Hollywood-Produktionen wie z.B. THIRTEEN DAYS ("Thirteen Days", 2000), in dem er John F. Kennedy spielte, oder I, ROBOT ("I, Robot", 2004) mit Will Smith. Ein weiterer Glücksgriff in Greenwoods Rollenauswahl war die Figur des außerordentlich zielorientiert denkenden Wissenschaftlers Davis McClaren, der in diesem entlegensten Gebiet der Erde seine Arbeit aufnimmt. Denn Greenwood selbst wuchs in Vancouver auf, das Skilaufen und Klettern wurden ihm also quasi in die Wiege gelegt. Er bereiste längere Zeit den Himalaja und arbeitete sogar zwei Jahre auf einer Ölbohrinsel im eisigen Meer vor Nordkanada. Und auch nach einem Vorbild als Wissenschaftler mußste er nicht lange suchen. Sein Vater ist ? Geologe! Greenwood ist bereits seit frühester Jugend ein großer Fan von Polar-Expeditionen. "Ich liebe echte Abenteuer-geschichten. Als ich klein war, las ich alles über Ernest Shackletons Antarktisreise und Roald Amundsens Expedition zum Südpol", erinnert sich Greenwood. "Die Polarforschung war also immer in meinem Hinterkopf, und dies war meine große Chance, das zu erleben. Oder zumindest so zu tun, als würde ich es erleben. ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS ist eine unglaubliche Reise in diese arktische Umgebung. Und die Geschichte über diese beiden Männer und ihren Kampf, zu ihren Lebensrettern zurückzukehren, ist nicht nur eine spannende Story, sie richtet auch moralisch auf!"

Greenwood war fasziniert von Davis? persönlicher Entwicklung im Laufe der Handlung. "Am Anfang ist es nur der Kick der Entdeckung, der ihn antreibt", beschreibt Greenwood seine Figur. "Er kommt in die Antarktis mit einer Agenda, er möchte diesen speziellen Meteoriten finden. Und dabei besiegt sein Eifer manchmal seinen gesunden Menschenverstand. Er braucht ein wenig, um die wirklich wichtigen Dinge zu erkennen, aber als er dies tut, verändert er sich auch als Person."

Davis? Haltung zu Schlittenhunden ändert sich ebenfalls von Grund auf: "Ursprünglich sieht er die Tiere lediglich als Werkzeuge, als Arbeitsinstrumente, die ihn da raus und wieder zurück ziehen sollen", fasst Greenwood zusammen. "Aber im Laufe des Filmes entdeckt er immer mehr die tiefe Leidenschaft und Liebe, die diese Tiere antreibt. Als er sieht, wie schmerzvoll es für Jerry ist, die Hunde zurückzulassen, beginnt es auch an ihm zu nagen und sein Gewissen hält ihn nachts wach. Schließlich sieht er ein, dass er zumindest das Opfer der Hunde würdigen mußs und versuchen mußs, sie zu finden."

Anders als sein Charakter Davis war Bruce Greenwood sofort von seinen vierbeinigen Ko-Stars angetan. "Das sind beeindruckende Geschöpfe", meint der Schauspieler. "Es ist so offensichtlich, mit welcher Leidenschaft diese Schlittenhunde lieben, was sie tun. Wenn sie in ihr Geschirr ein-gespannt sind, springen sie vor Begeisterung herum, bellen und zittern vor Freude. Und wenn sie dann das Kommando bekommen, legen sie los wie die Feuerwehr. Das ist eine Art Zauberei!" Die Fahrten auf dem Schlitten gehörten dann auch folgerichtig zu seinen Highlights während der Dreharbeiten. "Nach all der Ekstase und dem Aufruhr wird es dann plötzlich ruhig, du spürst nur noch die Geschwindigkeit, die Luft und den Schnee, es ist fast surreal", hat Greenwood beobachtet. Er genoss aber auch die Gesellschaft seiner menschlichen Kollegen. "Besonders wenn du so lange Zeit in den Bergen bist, kann es manchmal hart werden", weiß Greenwood aus eigener Erfahrung. "Aber mit dieser Truppe war das eine tolle Erfahrung! Jason ist zum Totlachen komisch, Moon verbreitet unfassbar positive Vibes und Paul war ganz klar die Idealbesetzung für Jerry ? so natürlich und lebendig, wie er ist!"

Auch Frank Marshall war mit Bruce Greenwood mehr als glücklich. "Als wir Jerry und Davis besetzen mußsten, wollte ich zwei diametral unterschiedliche Typen. Noch bevor einer den Mund aufmachen würde, sollte bereits völlig klar sein, dass die beiden aus verschiedenen Welten stammen", erklärt der Regisseur. "Bruce war deshalb als Davis ideal. Er spielte so viele raffinierte, kluge Figuren ? sogar Präsident Kennedy. Er vermittelt dieses intellektuelle, stark fokussierte Gefühl, man sieht es am besten in den ersten Szenen mit Jerry. Da ist ein hochintelligenter Mann, der alles tut, um sein Ziel zu erreichen ? bis er nach dieser Expedition feststellen mußs, dass das nicht ausreicht, dass es mehr gibt im Leben."

Wie erschafft man eine Eiswüste? Das Design von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS Die Antarktis ist trotz ihrer Größe einer der am wenigsten besuchten, erforschten und kartographierten Orte der Welt. Wie also bringt man die Handlung eines Spielfilms genau dorthin? Dies war die Frage, die die Filmemacher von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS beantworten mußsten. Das Einzige, was von Anfang an klar war, war der Umstand, dass man unmöglich diese große Produktion mit Cast und Crew in die echte Antarktis bringen konnte, wo Stürme mit 250 km/h und Temperaturen, die Stahl zum Bersten bringen können, zur Norm gehören.

"Wir mußsten einen Weg finden, den authentischen Look der Antarktis auf den Film zu bekommen, ohne wirklich dorthin zu gehen", fasst Frank Marshall das Problem zusammen. "Aber uns war klar, dass wir immer noch an einen sehr kalten und entlegenen Ort würden gehen müssen." Um dieses Problem zu lösen und einen trockenen, hochgelegenen und gefrorenen Drehort in Reichweite zu finden, brachte Marshall einen Mitarbeiter von ALIVE ("Überleben!", 1993) mit ins Boot: Robin Mounsey, einen berühmten Location-Scout und technischen Berater, der auf Berge, Gletscher, Schnee- und Eislocations spezialisiert ist. "Robin ist der King, wenn es um Berge geht", sagt Marshall. "Er ist Experte darin, genau die richtigen Plätze zu finden, und er ist auch ein erstklassiger Berater für Sicherheit im Gebirge."

Doch auch mit einem Spezialisten wie Mounsey war es eine schier unmögliche Aufgabe, einen Platz mit so einzigartigen Bedingungen wie die der Antarktis zu finden oder nach-zubilden. Der kälteste, trockenste und windigste Ort des Planeten, die Antarktis, liegt buchstäblich am Ende der Welt. Es ist ein ödes, außerirdisch wirkendes Gebiet, auf dem 98 Prozent der Landmasse permanent mit einem dicken Eispanzer bedeckt sind. Die restlichen zwei Prozent sind nackter Fels. Aufgrund dieser lebensfeindlichen Umgebung wurde die Antarktis nie wirklich von Menschen besiedelt und verblieb als wohl letzte wirklich unberührte Wildnis der Erde, in der kaum eine Kreatur sich aufzuhalten wagt, mit Ausnahme der Pinguine und einiger Forscher. Nur ein paar Tausend Menschen verschlägt es jedes Jahr in die Antarktis, meist Wissenschaftler, die unter den einzigartigen Bedingungen dort forschen. Die Antarktis ist ideal für Untersuchungen in Fachbereichen wie Wetter- und Klimaforschung, Astrophysik, Botanik und Zoologie, Meeresbiologie und Geologie. Seit im 19. Jahrhundert die ersten Menschen an der Küste landeten, zog der Kontinent die kühnsten und mutigsten Forscher und Wissenschaftler der ganzen Welt an.

Robin Mounsey suchte auf der ganzen Welt nach einem Ort, der dieser beeindruckenden Gegend annähernd gleichkam, und wurde schließlich im kanadischen Smithers fündig. Der kleine Hoch-gebirgs-Skiort liegt 1.200 Kilometer nördlich von Vancouver auf einem über der Baumgrenze gelegenen Hochplateau mit einem 360-Grad-Panorama ? das perfekte Antarktis-Double. Mounsey entdeckte auch Gebiete in Grönland, wo einige der spektakulärsten Naturaufnahmen des Filmes gemacht wurden. Zusätzliche Hintergrundbilder wurden in Stewart, British Columbia, gemacht, und die Eisbrecherszenen schließlich wurden im norwegischen Spitzbergen gedreht. Als Szenenbildner John Willett und sein Team in Smithers ankamen, mußsten sie bei minus 20 Grad und so starkem Wind arbeiten, dass die Setbauer immer nur wenige Minuten im Freien arbeiten konnten, weil sie ansonsten tatsächlich Erfrierungen an den Händen davongetragen hätten. Nichtsdestotrotz gelang es ihnen, die meisten physischen Kulissen zu errichten, darunter auch die US-Forschungsstation, die italienische Basis, Mount Melbourne und das Cliff, an dem Dewey abstürzt. Willett stellte genaue Recherchen über einige reale Antarktis-Stationen an, insbesondere über die McMurdo-Base, die berühmte amerikanische Station, die im arktischen Sommer bis zu 1.000 Mann Besatzung hat und auch im Winter permanent von 250 Forschern bewohnt wird. McMurdo ist mit seinen Schlafsälen, seinen Labors und Kantinen eine Art in sich geschlos-senes Dorf, mit seinem eigenen Rhythmus und seiner eigenen Kultur, die von seinen robusten, individualistischen Bewohnern vorgegeben werden. "Wir wollten die Basis so realistisch wie nur irgend möglich erschaffen, um es für den Zuschauer interessanter zu machen", erläutert John Willett. "Es ist so ein brutales Klima, dass es auch in Gebäuden nicht selbstverständlich ist, dass man überlebt. Es ist ein wenig, als wäre man auf dem Mond. Das wollten wir auch mit unseren Sets demonstrieren."

Die Dreharbeiten in Smithers waren nicht so hart und unbarmherzig, wie sie in der Antarktis gewesen wären, aber ein Zuckerschlecken war es beileibe auch dort nicht! "Das Wetter war eine einzige Herausforderung an Mensch und Material", blickt Frank Marshall zurück. "Durch einen plötzlichen Wetterumschwung herrschen dort innerhalb von zehn Minuten völlig unterschiedliche Bedingungen. Deshalb hatten wir grundsätzlich immer drei verschiedene Szenen für einen Drehtag vorbereitet. So dass wir zumindest immer eine in den Kasten bekamen, egal wie verrückt das Wetter spielte. Und sogar dann arbeiteten wir oft noch in,Selbst die einzelnen Mitglieder von Cast und Crew waren kaum mehr zu unterscheiden. Kein Wunder, trugen doch alle bis zu fünf Lagen Thermokleidung, Mützen, Schals, darüber Parkas und teilweise Schutzbrillen. Lediglich Kameramann Don Burgess schien mit dem Wetter glücklich zu sein. Burgess ist gestählt durch seine Arbeit für extreme Dokumen-tationen und durch seine Leidenschaft fürs Bergsteigen, er filmte bereits mehrere Ski-Weltcuprennen und drehte den Winterfilm RUNWAY TRAIN ("Express in die Hölle", 1985) in Alaska. Burgess meinte gar, er würde jederzeit und unter allen Bedingungen lieber auf einem Berg als auf einer Soundstage in Hollywood drehen. Und er hatte erst kürzlich wieder Erfahrung mit Winterthemen machen können: Burgess, der für seine cinematographische Arbeit an FORREST GUMP ("Forrest Gump", 1994) für den Oscar® nominiert worden war, fungierte als Kameramann bei THE POLAR EXPRESS ("Der Polarexpress", 2004).

So sehr er auch Abenteuer liebt, Don Burgess mußste für die Dreharbeiten zu ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS penible Vorbereitungen treffen. "Ehe man mit dem Dreh für ein solches Projekt beginnt, mußs man die Kameras und die Linsen für die Kälte ausstatten", erklärt Burgess. "Man mußs sie komplett auseinander nehmen und mit speziellen Frostschutzmitteln behandeln. Man nimmt doppelt so starke Batterien, und die wiederum bunkert man in der Wärme. Die ultimative Herausforderung ist jedoch in einem Schneesturm das Material zum funktionieren zu bringen und zu filmen. Insbesondere wenn der Wind dich förmlich umpustet." Produzent David Hobermann zeigte sich von Burgess? Arbeit begeistert: "Don fand einen Weg, die überwältigendsten Landschaften auf Zelluloid zu bannen, die ich je gesehen habe. Er verleiht dem Film einen epischen Touch, der voll den Ton der Geschichte trifft."

Allein schon das gesamte Filmteam in Smithers den Berg hinauf und wieder hinunter zu bringen, war bereits eine außerordentliche logistische Leis-tung. Eine, die mit einem skurrilen schwedischen Militärfahrzeug, dem so genannten Hagglund, gelöst wurde. Bereits einige wenige der wie ab-geflachte Panzer aussehenden Vehikel konnten die 120 Menschen von Cast und Crew binnen Minuten zum Drehort befördern. Als Marshall den Hagglund in Grönland zum ersten Mal gesehen hatte, ließ er ihn unmittelbar ins Drehbuch schreiben. "So ein Fahrzeug hatte ich noch nie gesehen, und ich dachte, es würde sich sehr gut im Film machen", so der Regisseur. "Aber sie erwiesen sich auch als Transportmittel für die Leute als äußerst hilfreich."

Während der Großteil des Filmes an den Locations gedreht wurde, waren einige Szenen einfach zu gefährlich, um sie in der Natur zu realisieren. Für die dramatische Szene etwa, in der Davis im Eis einbricht, schuf John Willett das so genannte Eisset auf einer großen Bühne im Studio. "Das Eisset war eine gigantische Aufgabe", so Willett. "Wir mußsten es so bauen, dass es zu einem tatsächlich existierenden Fjord in Grönland passt. Ich selbst war während der Konstruktion viermal vor Ort, also wusste ich genau, wie es dort aussieht. Aber vor allem mußsten wir an dieser Stelle auch den animatronischen Seeleoparden unterbringen und steuern können." Ebenso schwierig war das Erschaffen von Film-Eis. Es erforderte einen langen Prozess, um die richtige Mischung zu finden, schließlich entschieden sich die Filmemacher für eine besonders komplizierte Variante, die in 13 Einzelschritten und mit verschiedenen natürlichen Eisarten kreiert wurde.

"Immer wenn man vor der Aufgabe steht, die Natur nachzubilden", erklärt Willett, "ist das mit einem gigantischen Aufwand verbunden. Man kann den Leuten dabei nicht einfach etwas vorgaukeln. Meiner Meinung nach ist es einer der schwierigsten Jobs in unserer Branche, die einfachsten Dinge wie Felsen, Wasser oder Eis nachzubilden."

Schlussendlich wurde noch das Team von Stan Winston, den mehrfachen Special-Effects- Oscar®-Gewinner, für die Schöpfung des animatronischen Seeleoparden an Bord geholt. Nachdem Marshall mit Winston bereits bei JURASSIC PARK ("Jurassic Park", 1993) zusammengearbeitet hatte, war er überzeugt, dass der Effekte-Zauberer der beste Mann für diese Aufgabe sei: "Es gibt auf der ganzen Welt nur einen einzigen Kerl, der so aufregend realistische Modelle bauen kann, und das ist Stan!" Nachdem Winstons Team den See-leoparden gebaut hatte, mußsten nur noch die Hunde dazu gebracht werden, das Kunst-stoffding anzugreifen. Die Lösung: Der künstliche Antarktis-Räuber wurde mit einer dünnen Schicht Erdnussbutter überzogen.

Obwohl es eine riesige Herausforderung war, die Antarktis für die Leinwand nachzustellen, sind die Filmemacher mit dem Resultat mehr als glücklich. "Ich hoffe, dass die Welt, die wir erschaffen haben, die Leute umwirft", meinte Pat Crowley. "Wir wollen das Publikum auf einen außergewöhnlichen Trip an einen Ort mitnehmen, wohin sie ansonsten kaum gelangen würden. Und dabei erzählen wir ihnen mit ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS auch noch eine fantastische, epische und tief emotionale Geschichte."

Die Besetzung: Die Hunde von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS Die Hundeschauspieler von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS mußsten sehr viel mehr leisten können, als "Sitz" und "Platz" ? sie mußsten auf der Leinwand ihren unbeugsamen Überlebenswillen darstellen, ohne in wirklicher Gefahr zu sein, nicht einfach für einen Hund. Das Casting der pelzigen Schauspieler führte Chef-Tiertrainer Mike Alexander von Birds & Animals beinahe über die ganze Welt. Aber ein ganzes Team von ungewöhnlich intelligenten und charismatischen Huskys findet man nicht an der nächsten Ecke. Alexander fand schließlich in einer ganzen Serie von Castings seine Besetzung, die sich schlussendlich aus einem bunten Mix vom erfahrenen Show-Hund bis zum heimatlosen Streuner aus dem Zwinger des Hundefängers zusammensetzte. "Wir suchten nach Hunden mit einem einzigartigen Aussehen, einer tollen Persönlichkeit und einer außergewöhnlichen Lern-begabung", beschreibt Alexander die Vorgehensweise. "Wir achteten dabei eigentlich weniger auf den Hintergrund des Hundes, stellten jedoch fest, dass die meisten Rettungshunde sind, was wiederum hervorragend in eine Survival-Story passt."

Als MAYA, die starke und mütterliche Leithündin des Rudels sehen wir die siebenjährige, silbergraue Schönheit Koda Bear. Sie ist einer der erfahrensten Hundeschauspieler überhaupt und wirkte bereits in Filmen wie SNOW DOGS ("Snow Dogs ? Acht Helden auf vier Pfoten", 2002) oder in der Fernsehserie "Malcolm In The Middle" ("Malcolm mittendrin", 2000 bis 2006) mit. Obwohl sie die Rolle fast nicht bekommen hätte, weil die Filmemacher ursprünglich einen weißen Hund als Maya vorsahen, wurde sie einer von Frank Marshalls Lieblingen. Am Set verpassten ihr die Trainer schnell den Spitznamen "Prinzessin", denn Koda Bear weigerte sich standhaft, irgendwo ohne ihre Hundedecke hinzugehen. Neben ihr spielte auch die genauso schöne und ebenfalls sieben Jahre alte Jasmine die Rolle von Maya. Sie wurde von Mike Alexander tatsächlich aus einem Heim für herrenlose Hunde in Colorado vor das Scheinwerferlicht geholt. Und Jasmine offenbarte bei den Dreharbeiten so viel Freude, dass sie nun tatsächlich zum Schlittenhunde-Team eines Ausflugs-hotels in Kanada gehört. Als weiteres Schlittendouble in der Rolle von Maya fungierte Kalista, ein sehr erfahrenes Alphaweibchen eines echten Schlittenhundegespanns, die wie ihre Figur im Film die anderen Hunde oft geführt und vor Problemen bewahrt hat.

MAX, der junge Schlittenhund, der sich langsam zum Anführer entwickelt, wird dargestellt vom sechsjährigen D.J., einem verspielten, fröhlichen Rüden, der zum Filmstar geboren scheint. Er wirkte bereits in SNOW DOGS ("Snow Dogs ? Acht Helden auf vier Pfoten", 2002) mit und beeindruckte seine Trainer und Regisseur Frank Marshall durch sein Impro-visationstalent und seine Ausdrucksstärke. D.J. lebt in Los Angeles und ist mittlerweile einer von Birds & Animals? größten Stars. Neben ihm verkörpert auch sein Schlittendouble Timba die Figur von Max. Da sie mit einem Jahr fast noch ein Welpe ist, mußste Timba erst lernen, wie man einen Schlitten zieht, überraschte aber ihre Trainer mit ihrer Eleganz und Schnellig-keit. Auch sie ist mittlerweile Mitglied eines echten Gespanns und läuft Touren und Rennen in Kanada.

In der Rolle von SHORTY, der im Film von Jerry als "Rebell mit viel Muskeln, aber wenig Hirn" vor-gestellt wird, ist der dreijährige Rüde Jasper zu sehen, ein weiterer geretteter Streuner, der genauso verspielt ist wie seine Filmfigur. Bei den Dreharbeiten zu ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS kam er zum ersten Mal mit Schnee in Berührung und stellte schnell fest, dass dies seine Lieblingsum-gebung ist. Jaspers Schlittendouble war der zähe Lightning, ein professioneller Schlittenhund und Hunde-Athlet, der niemals müde zu werden schien.

DEWEY, einer der eng verbundenen Zwillinge des Gespanns, wird dargestellt vom vier-jährigen Floyd, einem der erfahrensten Schauspieler unter den Hunden, der ebenfalls in SNOW DOGS ("Snow Dogs ? Acht Helden auf vier Pfoten", 2002) mitspielte und regel-mäßig in der Universal Animal Show in Florida auftritt. Für die Schlittenszenen wurde er vom zwei Jahre alten Ryan gedoubelt. Der aus Texas stammende Rüde war zum ersten Mal in seinem Leben Schnee und Eis ausgesetzt ? und liebte es von Beginn an. Ryan war jederzeit bereit, loszurennen und den Schlitten zu ziehen ? auch wenn er dies gar nicht tun sollte. Er sorgte so für einige sehr lustige Zwischenfälle am Set.

Der zweite Zwilling, TRUMAN, wird verkörpert von der dreijährigen Hündin Sitka. Sie stammte ebenfalls aus dem Heim für herrenlose Hunde in Colorado und kostete Cheftrainer Mike Alexander einige Nerven, als sie auf der Reise nach Kalifornien zum Basistraining ausbüchste. Glücklicherweise entschied sie sich jedoch, zurückzukehren und war so in der Lage, ihr Filmdebüt zu feiern. Sitka hat eine Schwäche für kanadische Enten und wurde bei den Schlitten- und Action-Szenen vom fünfjährigen Chase gedoubelt, der von den Trainern nur als "große Knalltüte" bezeichnet wurde. Chase wurde regelmäßig unter tierärztlicher Aufsicht im "Hunde-Spa" mit Naturfarbe eingefärbt, damit er mit Sitka identisch war.

Die Rolle des silberfarbenen, geschmeidigen SHADOW teilten sich Noble und Troika. Noble ist ein dreijähriger Show- und Filmhund. Den vierjährigen Troika fand das Team abgemagert in einem Hundefängerzwinger in Tennessee ? und machte aus dem Streuner einen Star! Troika stellte am Set von ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS häufig seine wunderbare Heul-Stimme unter Beweis, nicht immer zur reinen Freude der Filmcrew. Seit diesem Film lebt er in Los Angeles und arbeitet weiter als Hundeschauspieler. Noble und Troika teilten sich nicht nur die Schauspielerei in der Rolle, beide zogen auch abwechselnd den Schlitten.

Auch für den ruhigen, fuchsroten BUCK wurden zwei Hunde eingesetzt: Dino und Flapjack. Dino machte sich am Set schnell einen Namen als Schlitzohr und war vorher schon als Show-Hund in Montreal tätig. Nach ANTARCTICA ? GEFANGEN IM EIS wechselte er ins wärmere Florida und ist nun bei der Universal Animal Show zusammen mit Floyd. Der in Alaska geborene Flapjack ist ein ausgebildeter Schlittenhund und ein echtes Kraftpaket. Er war der größte und schwerste Hund am Set und wiegt mehr als 60 Kilogramm. Dino und Flapjack wechselten sich beim Schauspielen und im Gespann jeweils ab. Der Senior des Teams, der für sein ausgezeichnetes Pokerspiel bekannte OLD JACK, wird von einem relativ jungen Hund gespielt: Apache, einem wunderschönen Pinto-Husky (schwarzweiß) aus Kanada. Gedoubelt wird er von Buck, einem weißen Rüden, der bereits in SNOW DOGS ("Snow Dogs ? Acht Helden auf vier Pfoten", 2002) mitspielte und ebenfalls unter tierärztlicher Aufsicht mit Naturfarben eingefärbt wurde.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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