Dreamer - Ein Traum wird wahr

Ausführlicher Inhalt

Die kleine Cale (Dakota Fanning) lebt mit ihren Eltern Lily (Elisabeth Shue) und Ben (Kurt Russell) und ihrem Großvater Pop Crane (Kris Kristofferson) auf einem Gestüt in Kentucky, der Hochburg des Pferderennsports in Amerika.

Das Gestüt der Cranes ist allerdings zu Cales größtem Bedauern das einzige in der ganzen Gegend ohne Pferde: Ihr Vater, ein ehemals erfolgreicher Reiter, kann sich die Bewirtschaftung des Familienbetriebs schon lange nicht mehr leisten und arbeitet gezwungenermaßen als Pferdetrainer bei dem arroganten Bill Palmer (David Morse).

Die finanzielle Lage der Cranes verschlechtert sich jedoch weiter, weil Palmer seine Angestellten immer wieder auf ihren Lohn warten lässt. Um nicht noch mehr von ihrem Land oder gar den eigenen Hof verkaufen zu müssen, hat Lily einen Job als Kellnerin im Restaurant von Pop Crane angenommen, der sich schon lange vom Reitsport zurückgezogen hat. Seitdem ist das Verhältnis zwischen Pop und seinem Sohn Ben gereizt. Auch zu seiner Tochter Cale hat Ben keinen wirklichen Draht, obwohl diese sich nach nichts mehr sehnt, als nach der Liebe und Anerkennung ihres Vaters. Doch Ben will nicht, dass sich Cale für seinen Job und seine Aufgaben in den Ställen interessiert ? Cale soll einen anderen Weg einschlagen, der ihr eine hoffnungsvollere Zukunft ermöglicht.

Obwohl Lily ihren Mann bestärkt, auf Cale zuzugehen, bleibt Ben stur. Eines Morgens hält Cale seinen Wagen auf, als sie weiß, dass er sich auf den Weg zu einem Rennen macht. Ben mußs nachgeben. Ausnahmsweise nimmt er sein Töchterchen mit auf die Rennbahn. Dort macht Cale die Bekanntschaft von Soñador, Palmers bestem Pferd im Stall: Der Stute wird eine große Zukunft als Rennpferd vorausgesagt. Sie trifft außerdem auf den mexikanischen Stallburschen Balon (Luis Guzmán) und den verhinderten Jockey Manolin (Freddy Rodriguez). Als Soñador, liebevoll Sonya genannt, vom Training zurück in den Stall geführt wird, stellt Ben fest, dass ihr vorderes Sprungbein nicht in Ordnung zu sein scheint. Er bittet seinen Boss, das Pferd vorsichtshalber pausieren zu lassen. Doch Palmer besteht darauf, dass Sonya beim Rennen antritt ? das sei er dem Besitzer der Stute, Prinz Tariq (Oded Fehr), schuldig, der mit Sonya bereits zwei wichtige Rennen gewonnen hat und dem gegenüber Palmer sich keine Blöße geben will.

Es ist keine große Überraschung ? zumindest nicht für Ben ? dass Sonya tatsächlich während des Rennens stürzt.

Cale folgt ihrem Vater sofort auf die Bahn. Ben hält den Veterinär gerade noch auf, Sonya auf der Stelle einzuschläfern und lässt sie zurück in den Stall bringen. Doch Palmer sieht keine andere Möglichkeit ? Sonya ist in diesem Zustand nutzlos für ihn, jede weitere Investition Verschwendung. Gleiches behauptet er schon kurz darauf von dem leidenschaftlichen Pferdeliebhaber Ben, als dieser seinen Chef aufgebracht beschimpft und sich in Rage redet. Prompt bekommt Ben seine Kündigung ? und die Mexikaner gleich mit ihm. Anstelle des kompletten fälligen Lohnes, beschließt Ben, Sonya als Entlohnung mitzunehmen. Mit dem Satz "Ihr Cranes seid eine Plage" schickt Palmer den Trupp zum Teufel.

Ben bringt das Pferd in den Stall und ruft seinen Vater dazu. Pop, der mit Fällen wie der verletzten Sonya bereits Erfahrungen in seiner Karriere als Trainer und Reiter gemacht hat, empfiehlt jedoch nur, Sonya einschläfern zu lassen. Die Verletzung, ein gebrochener Röhrenknochen, sei zu schwer. Ben verbringt die Nacht bei Sonya im Stall. Am nächsten Morgen verordnet der Tierarzt Stallarrest. Es sei möglich, dass Sonya wieder auf die Beine kommt.

Die Mexikaner, Ben und Pop beschließen gemeinsam, Sonya wieder aufzupäppeln und ihr noch eine Chance als Zuchtstute zu geben. Das Pferd wird in einem speziellen Geschirr im Stall in eine hängende Position gebracht. Für Cale ist der Einzug eines Pferdes auf dem Gestüt natürlich eine ganz besondere Angelegenheit. Nachts schleicht sie sich zu Sonya und teilt mit ihr Süßes ? Eis am Stiel, Schokoladenkuchen ... Von ihrem Großvater hat Cale bereits viele Geschichten über Pferde gehört und weiß einiges über Pferderennen. Endlich kann sie ihre Leidenschaft richtig ausleben: Sie mistet nach der Schule mit dem Jockey Manolin die Ställe aus, in denen er arbeitet und schaut ihm beim Training zu. Manolin hat selbst einen schweren Unfall als Jockey hinter sich und ist seitdem nie wieder ein Rennen geritten.

Jede Nacht füttert Cale mittlerweile Sonya, die langsam Fortschritte macht.

Tagsüber folgt sie ihrem Vater bei der Arbeit auf der Ranch, bis dieser endlich ihre Hilfe annimmt und von den glorreichen Zeiten des Gestüts erzählt. In der Schule schreibt Cale in ihrem Aufsatz über die Geschichte, die sie gerade gehört hat ...

Sonya wird erstmals aus ihrem Geschirr herabgelassen. Ein erster Belastungstest. Gerade noch rechtzeitig kommt Cale aus der Schule dazu. Sie sieht stolz zu und freut sich, dass ihr Vater Recht behalten hat: Sonya kann tatsächlich wieder auf beiden Beinen stehen, nur kurz, aber die Chancen auf Heilung stehen gut, bestätigt der Tierarzt. Cale darf Ben begleiten, als er "einen alten Freund" besucht: Einen reichen Gestütsbesitzer, der die berühmtesten Rennchampions in seinem Stall hat, die Cale allesamt beim Namen kennt. Sonya soll von einem Rassehengst gedeckt werden. Auf Ranch erfahren Ben und Cale jedoch den Preis. 15.000 statt der üblichen 200.000 Dollar sind der Freundschaftspreis, doch auch das ist immer noch viel zu viel für Ben. Sonyas Pfleger sind am Boden zerstört. Doch die finanzielle Unterstützung von seinem Vater will Ben zunächst nicht annehmen. Erst als er erfährt, wie schlecht es mittlerweile um das Gestüt steht, gibt er nach. Doch dann stellt der Tierarzt fest, dass Sonya unfruchtbar ist. Mit einem Schlag zerplatzen alle Träume, die Ben, Cale und die anderen für Sonya hatten.

Nur Lily ist überzeugt, dass Sonya dennoch das Beste ist, was ihrer Familie je passiert ist, denn sie hat Ben und Cale zusammengeführt. Doch Ben erwidert, dass er Sonya seinerzeit hätte einschläfern lassen, wäre Cale nicht mit auf der Rennbahn gewesen - dann hätte er wenigstens noch seinen Job. Cale hört das Gespräch heimlich mit und ist am Boden zerstört. Sie schnappt sich ihren Rucksack, sattelt Sonya und will mit ihr auf und davon. Da öffnet Ben die Stalltür, Sonya geht durch ? und rast mit Cale auf dem Rücken aus dem Stall.

Panisch vor Angst verfolgt Ben die beiden Ausreißerinnen mit dem Auto. Als er sie erreicht, gelingt es ihm, Cale von Sonyas Rücken zu reißen und sie in Sicherheit zu bringen. Was keiner von beiden geahnt hatte: Sonya läuft, als hätte sie nie in ihrem Leben pausiert. Der Tierarzt bestätigt kurz darauf ihre Genesung. Für die Cranes ist klar: Sonya wird beim nächsten Rennen antreten ? zunächst allerdings nur bei einem Verkaufsrennen, um zu sehen, ob sie ihre Form halten kann.

Tatsächlich läuft Sonya auf einen soliden dritten Platz. Überraschenderweise findet sich aber auch ein Käufer, womit keiner gerechnet hatte. Cale ist entsetzt und glaubt, ihr Vater hätte genau das im Sinn gehabt und sie von vornherein angelogen. Ben gelingt es nicht, Cale vom Gegenteil zu überzeugen. Als er später an einem Elternabend in Cales Schule teilnimmt, wird er von Cales Lehrerin aufgefordert, den Aufsatz seiner Tochter vor der Elternschaft vorzulesen. Ben beginnt leicht nervös, die Worte vom Papier zu lesen. Mit einem Mal wird ihm klar, wie sehr Cale ihre Familie und das Gestüt und insbesondere ihren Vater liebt und bewundert. Zurück Zuhause entschuldigt er sich bei Cale ? das Eis zwischen den beiden ist endgültig gebrochen.

Damit nicht genug: Von Pops Geld kaufen die Cranes Sonya zurück ? und machen Cale zur Haupteigentümerin. Mit Bens, Pops, Balons und Manolins Hilfe stürzt sich Cale in die Aufgabe, Sonya für das nächste Rennen fit zu machen. Und zwar nicht für irgendeines ? sondern für den mit 14 Millionen Dollar dotierten Breeders? Cup, das wichtigste Rennen des Landes. Und nicht nur das: Manolin soll Sonya reiten ... Aber bis dahin - und bis es zu einem Wiedersehen mit Bill Palmer und auch Prinz Tariq geben wird - ist es noch ein dorniger Weg ...

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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