Saw II

Ausführlicher Inhalt

Ein Mann erwacht aus der Bewusstlosigkeit. Eine Glühbirne blendet ihn. Sein Blick schweift durch den kahlen und schmutzigen Raum, in dem er sich befindet. Ein Fernseher, ein Videorecorder, eine Kiste und dann ein Autospiegel, an einer Metallkonstruktion befestigt. Er dreht den Spiegel und betrachtet sich. Aus seinem rechten Auge leckt Blut.

An seinem Hals ist eine schwere Metallkonstruktion befestigt, wie ein zweigeteilter geöffneter Helm, nur dass ihm im Innern dieses Helms rostige scharfe Nägel entgegen ragen. Diese Maske sollte nicht zuschnappen! Völlig verwirrt schreit er um Hilfe und steht auf. Er stellt fest, dass von der Maske Seile in Richtung Wand abgehen, die seinen Aktionsradius beschränken.

In diesem Moment schaltet sich der Fernseher ein und eine furchterregende Puppenfigur beginnt zu sprechen. ?Hallo Michael. Ich möchte ein Spiel spielen?. Gebannt hört Michael zu ? ?Du verdienst dein Geld damit, andere zu beobachten. Man könnte dich einen Informanten nennen, einen Spitzel. Für mich bist du unwürdig des Körpers, den du bewohnst. Ich will wissen, ob du den Mut hast, das Werkzeug aufzugeben, das für dich bisher am wichtigsten war: Dein Auge.?

Ungläubig betrachtet Michael die folgende Videoszene, die eine OP zeigt. Ein verhüllter Mann macht sich mit einem Skalpell an einem Bewusstlosen zu schaffen. Michael weiß sofort, dass er sich selbst sieht! Die Stimme auf dem Video fährt fort: ?Um deinen Hals trägst du einen Todesmaske. Sie ist mit einer Zeitschaltuhr verbunden.Wenn du den Schlüssel nicht schnell genug findest, schnappt die Maske zu und du stirbst. Ich gebe dir nun einen Hinweis, wo sich der Schlüssel befindet.?

Jetzt erscheint auf dem Bildschirm ein Röntgenbild, das klar die Umrisse eines Schlüssels zeigt, und zwar in der Augenhöhle eines Schädels! Michaels Schädels! Die Stimme fragt: ?Leb? oder stirb! Triff deine Wahl!? Michael gerät völlig außer sich. Er soll sich ein Auge herausschneiden? In Panik reißt er sich los und setzt damit die Uhr in Gang. In der Kiste findet er ein Skalpell und geht zum Spiegel.

Er setzt das Skalpell an seinem Auge an und will schneiden. Aber er kann es nicht. Immer wieder versucht er, den Schnitt durchzuführen, aber immer wieder weicht er zurück. Seine Panik steigert sich immer mehr. Bis schließlich das Ticken der Uhr verstummt. Die Maske schnappt zu. Tödlich verletzt sinkt Michael Körper zu Boden und verblutet.

Detective Eric Matthews (Donnie Wahlberg) geht einen Flur in einem Polizeipräsidium entlang. Es geht um seinen Sohn Daniel (Erik Knudsen), der in Gewahrsam ist. Wegen Diebstahls sitzt er dort gefangen. Draußen streiten sich Vater und Sohn. Eric möchte wissen, warum Daniel gestohlen hat, doch Daniel weist ihn ab: ?Als Bulle bist du besser als als Vater!? Der Streit spitzt sich zu, bis Eric seinen Sohn anschnauzt, er solle doch zu seiner Mutter gehen.

Später tut es ihm leid und er ruft Daniel mehrfach an. Doch dieser geht nicht ans Telefon. Als dann Erics Telefon klingelt, glaubt er zuerst, Daniel rufe zurück. Doch er wird nur zu einem Einsatz gerufen. Eric macht sich auf den Weg zum Tatort. Dort, in einem wegen Asbestverseuchung geschlossenen Gebäude, erwartet ihn die Kollegin Kerry (Dina Meyer). Sie klärt ihn auf, dass es sich um Michael handelt, der auch für Eric als Informant gearbeitet hat.

Gemeinsam untersuchen sie die Leiche und entdecken, dass an seiner Schulter ein Stück Haut herausgeschnitten wurde. Die Wunde hat die Form eines Puzzleteils. Kerry weiß sofort, dass es sich um Jigsaw handeln mußs. Denn sie hat schon bei der ersten Mordserie von Jigsaw die Ermittlungen begleitet. Der frustrierte Polizist Matthews will mit dem Fall nichts zu tun haben.Warum auch? Doch Kerry lässt ihn nicht so schnell gehen. Sie zeigt auf die Zimmerdecke. Dort steht mit roter Farbe geschrieben: ?Sehen Sie näher hin, Detective Matthews?.

Auf dem Polizeirevier schaut Kerry das Video an, das am Tatort gefunden wurde. Sie ist die Expertin für den Mörder, aber sie will, dass Matthews ihr hilft. Doch der geht nach Hause. Im Traum wälzt er sich hin und her. Immer wieder erreichen ihn die Worte "Sehen Sie näher hin". Ihm erscheinen in allen Details die Bilder der grauenerregenden Todesmaske. Plötzlich steht ihm klar und deutlich die Aufschrift "Wilson Steel" vor Augen.

Matthews schreckt hoch. Jetzt ist ihm klar, wonach er suchen mußs Das Gelände von Wilson Steel ist schnell ausfindig gemacht. Am frühen Morgen macht sich eine Sondereinheit auf den Weg. Matthews, Kerry und seine Kollegen dringen in die alte Fabrik ein und durchsuchen sie. Eine Treppe führt nach oben. Doch sie ist nur eine weitere Falle des Jigsaw-Killers.

Als einer der Mitglieder des SWAT-Teams einen kaum sichtbaren Draht berührt, schnappt die Falle zu und er wird schwer verletzt. Nun stürmen auch die anderen Teams das Gebäude und eilen in das Obergeschoß. Dort, zwischen Skeletten, Schädeln, Mordwerkzeugen und Puppen, an denen diese Instrumente offensichtlich ausprobiert wurden, sitzt ein scheinbar alter Mann. Er trägt eine schwarze Robe und hat einen Infusionsständer neben sich stehen. Sein Schreibtisch ist übersät mit Medikamenten und er atmet mit einer Maske.

Schnell gelingt es, dem Mann Handschellen anzulegen. Es kann sich nur um den berüchtigten Jigsaw-Killer handeln. Matthews geht zu ihm und sagt siegesgewiss: ?Ist das nah genug?? Die beiden Männer stehen sich Auge in Auge gegenüber. Dann gibt Matthews den Befehl, Jigsaw abzuführen. Doch der entgegnet seelenruhig: ?Solange Sie ihr Problem noch nicht gelöst haben, sollte ich wohl besser hier bleiben.? Skeptisch beäugt Matthews den Killer.

?Welches Problem?? will er wissen. ?Das in dem Raum da drüben?, entgegnet Jigsaw ruhig. Die Polizisten gehen die paar Meter zu einem Raum, der von einem Maschendrahtkäfig umschlossen wird. Der Raum ist übervoll mit Elektronik, in Regale gestopft. Kein Mensch hält sich dort auf aber unter einer Wolldecke entdecken sie acht Monitore, die die Bilder einer Videoüberwachung zeigen. Auf einem dieser Monitore sieht er mehrere Personen, die in einem Raum umhergehen. Und ganz in der hinteren Ecke dieses Raum kauert ein Junge. Es ist Erics Sohn Daniel!

Aufgebracht rennt Eric zu Jigsaw zurück. ?Was haben Sie mit meinem Sohn gemacht?? Wo ist er?? schreit er den gebrechlich wirkenden Mann an. Dieser verharrt weiter in seiner stoischen Ruhe. ?Wo ihr Sohn ist, das ist nun Teil ihres Problems. Sie haben zwei Stunden, bevor das Nervengas, dem er und die anderen ausgesetzt ist, anfängt, sein Nervensystem zu zerstören.?

Ein breites Grinsen breitet sich über seinem Gesicht aus: ?Oh ja, es wird Blut fließen!? Die Polizisten sind geschockt. Sie gehen erneut zu den Monitoren. Acht Personen sind in dem heruntergekommenen Raum zu sehen. Von jetzt an läuft die Uhr ...

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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