The Big White - Immer Ärger mit Raymond

Produktionsnotizen

Wie der Titel bereits impliziert, benötigten die Locations für die pechschwarze Komödie THE BIG WHITE vor allem drei Dinge: Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Um die richtige Umgebung zu finden, reisten Regisseur Mark Mylod, die Cast-Mitglieder Robin Williams, Holly Hunter, Giovanni Ribisi, Alison Lohman, Tim Blake Nelson und die gesamte Crew nach White Pass am Yukon, um mit den Dreharbeiten am 12. April 2004 zu beginnen.

Neben der Schneesicherheit bis weit über den Monat Mai hinaus verfügt White Pass über ein beeindruckendes, dramatisches Panorama und genau die Art von Felsen und Cliffs, von denen aus eine gefrorene Leiche am besten ?beseitigt? werden kann. Wegen der rauen Landschaft, dem unwirtlichen Wetter in der White Pass-Gegend und ? unnötig zu erwähnen ? dem Fehlen von Hotellerie und weiterer Logistik, wohnten Cast und Crew in den ersten beiden Wochen der Dreharbeiten in Skagway, Alaska, und nahmen jeden Tag eine Strecke von 60 Meilen zum Drehort auf sich.

Als beliebter Zwischenstopp auf Kreuzfahrten wird Skagway in der Sommersaison täglich von Tausenden Touristen besucht, im April jedoch herrscht dort noch tiefster Winter. Von der US-Seite aus ist Skagway dann nur mit dem Schiff oder mit einem kleinen Flugzeug erreichbar, letzteres ermöglicht eine unvergessliche und atemberaubende Landung mitten in der Stadt. Dazu zeigte sich auch noch der Pilot einer der Shuttle-Maschinen so freundlich, einigen Mitgliedern der Crew während des Fluges die Lage der Camping-Ausrüstung an Bord zu verraten, damit sie im Falle eines Absturzes und seines wahrscheinlichen Todes auch allein in der Wildnis solange überleben könnten, bis eine Suchmannschaft sie finden würde.

Im Winter ist Skagway die Heimat von lediglich 650 Unbeugsamen. ?Es ist ein wenig so, als hätte Tolstoi einige besonders dramatische Episoden für ?Northern Exposure? geschrieben?, sagt Robin Williams, ?Ich habe mit einigen Leuten dort gesprochen und sie lieben es einfach. 35 Grad minus ist nun wahrlich nicht jedermanns Sache. Einer der Einwohner Skagways hat mir erzählt, wie er eine Tasse Kaffee draußen umschüttete, und der Kaffee gefroren war, ehe er am Boden auftraf. Das ist der Winter dort. Und im Sommer haben sie Käfer, die groß genug sind, um ein Kind davon zu schleppen!?.

Die Filmleute übernahmen sehr schnell den Red Onion Saloon im Skagway, der sich zum sozialen Zentrum und zur Hauptverpflegungsbasis während des gesamten Aufenthalts entwickelte. Überraschenderweise gewöhnten sich die Crewmitglieder selbst ziemlich gut an das rauhe Wetter ? die Dreharbeiten dagegen wurden oft davon beeinträchtigt. Robin Williams schildert es so: ?Wir waren oft draußen beim Drehen, dann drehst du dich um und alles ist komplett weiß. Die Einheimischen nennen so etwas Whiteout. Wir mußsten unsere GPS-Geräte benutzen, um zu unseren großen Trucks zu finden ? und die standen nur etwa 100 Meter entfernt.?

Regisseur Mark Mylord gibt zu, dass ihn die Bedingungen überraschten: ?Nennen Sie es naiv?, so der Engländer, ?Aber ich dachte wirklich, dass wenigstens das Wetter konstant bleiben und alles perfekt klappen würde, wenn ich schon diesen riesigen Bergpass hinaufklettern mußs! Es wäre mir nicht im Traum eingefallen, dass wir von vier Drehtagen zwei Tage komplett verlieren würden, weil wir wegen Whiteouts noch nicht mal eine einzige Szene drehen konnten. Wegen unseres engen Budgets war das höchst stressig. Telefone funktionierten nicht, und wir haben buchstäblich mit Spiegeln von Hügelspitze zu Hügelspitze kommuniziert. An viele der Drehorte konnte man nur mit Schneemobilen gelangen, ich selbst habe mich sogar zu einem echten Schneemobil-King entwickelt ? wenigstens in meiner eigenen Wahrnehmung.?

Trotz des schlechten Wetters fand Robin Williams die Locations für das Schauspielen unverzichtbar: ?Es war unglaublich wichtig, dort zu drehen. Denn diese Orte vermitteln dir erst einen Hauch des Pionier-Geistes, den man für ein solches Leben braucht. Man mußs fühlen, dass man tatsächlich erfrieren könnte. Diese Landschaft ist so wild, ungezügelt und atemberaubend. Du erkennst, dass nur die Wildnis dort wichtig ist, du selbst bist plötzlich völlig klein, und die Natur schert sich einen Dreck um dich!?

Mark Mylod hatte sein ganz eigenes Aha-Erlebnis mit der Natur in Alaska: ?Es war aufregend, einfach nur aufregend?, so der Regisseur, ?Eines Nachts waren wir beim Filmen draußen auf einem Cliff, als das Nordlicht zu leuchten begann. Ein paar Tage vorher in Skadway hatte ich schon etwas gesehen, was ich für Nordlicht hielt, ein leichtes grünes Glimmen, und dachte mir ?Das war´s jetzt??. Doch da draußen in der Wildnis begannen die Lichter sich plötzlich am Himmel zu bewegen. Das war schon sehr beeindruckend. Doch dann ? und ich schwöre, ich war nüchtern, kein Alkohol, keine Drogen ? kamen die Lichter herunter zu uns und tanzten um uns herum. Mir ist die Kinnlade heruntergerutscht. So etwas werde ich wohl in meinem Leben nie wieder sehen.?

Am 24. April zog die Produktion nach White Horse am kanadischen Yukon um, was als Location für Paul und Raymonds Hütte, sowie als Mrs. Wearys Haus diente. Zu dieser Zeit stieß Woody Harrelson zur Crew und stellte gleich seinen Eifer unter Beweis: Für ein im Film verwendetes Foto von Raymond mußste er in Badehosen an einem Sandstrand posieren. Das richtige Foto allerdings wurde bei Eiseskälte an einem See in Kanada aufgenommen und die Palmen wurden später digital ins Bild retouchiert. Nach fünf Drehtagen, und nachdem sich Woody Harrelsons Körpertemperatur wieder ansatzweise normalisiert hatte, machte sich der gesamte Tross auf nach Winnipeg für den Rest und Abschluss der Dreharbeiten.

Winnipeg bot die Locations für das Reisebüro der Barnells, Pauls und Margarets Haus, das Versicherungsgebäude in dem Ted arbeitet, Tiffany und Teds Wohnung, sowie die des Flughafens am Ende des Films. Zu seinem großen Glück blieb dem Team auch in Winnipeg der Wettergott gewogen: Ein dort für die Jahreszeit außergewöhnlicher Blizzard bescherte der Produktion unmittelbar vor dem Dreh am 12. Mai mehr als 30 Zentimeter Neuschnee.

Am Ende der Dreharbeiten zieht Robin Williams Bilanz über den hochtalentierten Cast, der diese clevere Geschichte zum Leben erweckte: ?Eine Besetzung wie diese ist wie ein Ensemble von Musikern, die allesamt die Qualität zum Solisten besitzen, und dennoch zusammen noch einmal so viel besser sind als jeder für sich alleine. Sie treiben sich gegenseitig zur Höchstleistung an.?

?Ich bin völlig überwältigt von den Leistungen aller unserer Schauspieler?, stimmt ihm Mark Mylod zu, ?Jeder einzelne brachte so viel mehr ein, als Drehbuch-Autor Collin Friesen und ich uns ausgemalt hatten, sogar viel mehr als wir zu hoffen wagten. Robin ist so außergewöhnlich darin, diese unglaublichen Emotionen zu transportieren. Er schafft wie kein anderer diesen so schwierigen Balance-Akt, als Schauspieler den Kern, die Wahrheit zu finden.?

Der deutsche VIP Medienfonds 2 hat ?The Big White? mit den beiden Oscar-Preisträgern Robin Williams und Holly Hunter herstellt. Coproduzent ist Ascendant, ein US-amerikanisches Produktionsunternehmen, mit dem VIP bereits bei mehreren internationalen Filmen erfolgreich zusammengearbeitet hat. Executive Producer der schwarzen Komödie ?The Big White?, die im letzten Jahr erfolgreich auf mehreren Filmfestivals lief, ist unter anderem Andy Grosch, Geschäftsführer des VIP Medienfonds 2.

VIP 2 ist einer von insgesamt vier Medienfonds der VIP Gruppe. Neben dem anstehenden Kinostart von ?The Big White? freut sich VIP zudem über laufende Auswertungen weiterer Filme, z.B. von ?Running Scared?, ?Lord of War?, ?The Jacket?, ?7 Zwerge ? Männer allein im Wald? (Platz 3 der stärkstverkauften DVDs 2005 in Deutschland), ?Drum?, ?Monster?, ?The Punisher? und ?The White Countess?. Bereits 20 der 45 Filme, die die VIP Gruppe bisher produziert hat, werden derzeit ausgewertet.

Zahlreiche Produktionen haben nationale und internationale Auszeichnungen erhalten (u.a."Monster" mit Oscar und Golden Globe für Charlize Theron; "7 Zwerge - Männer allein im Wald" mit Goldener Leinwand mit Stern und Platin Bogey für rund sieben Millionen Kinobesucher; "Die Nibelungen: Der Fluch des Drachen", der erfolgreichste SAT.1 TV - Event Movie in 2004 mit bis zu neun Millionen Zuschauern und dem Publikumspreis DIVA).

Über die Entwicklung des Projekts Der britische Regisseur Mark Mylod verbringt ein typisches Wochenende zu Hause ? bepackt mit einem Bündel Drehbücher seines Agenten. ?Das waren mindestens 20 Stück und jedes von ihnen war absoluter Mist, einfach entsetzlich?, erzählt der Regisseur.

?Und ? wie im Märchen ? ganz unten in dem Stapel war dieses eine Drehbuch, ohne Titel, ohne Aufschrift. Ich hatte keine Ahnung, wer es geschrieben hatte, oder wo es her kam. Ich fing an zu lesen und irgendetwas hatte dieses Buch von Anfang an, einen individuellen Ton, eine Stimme. Ich vertiefte mich immer mehr in das Buch und bemerkte, wie wunderbar die Charaktere gezeichnet waren. Ich hatte es erst angelesen und liebte bereits diese Figuren. Sie wirkten so fantastisch menschlich, mit ihren Fehlern. Exakt so etwas wollte ich machen, genau mit diesem speziellen Element wollte ich arbeiten, mit dieser menschlichen Wärme. Es war nicht einfach nur eine Komödie, es hatte diesen Coen-Brothers-Stil, und dennoch verfügte es über eine völlig eigene Beschaffenheit. Es hatte einen eigenständigen und einzigartigen Charakter an sich, und dieser Punkt war hervorragend ausgearbeitet.?

Drehbuch-Autor Collin Friesen schrieb THE BIG WHITE während seiner Zeit an der Filmschule in Winnipeg. ?Die Grundidee war die Frage, wie weit man wirklich geht, wenn man irgendwo hängen geblieben ist und verzweifelt versucht, da wieder raus zu kommen?, erklärt Friesen, ?Die Mittel dazu sind alle um dich herum, aber du kannst das Puzzle für deine große Flucht einfach nicht zusammensetzen. Die offensichtliche Botschaft des Filmes ist, dass man das Glück überall, an jedem Ort, finden kann, solange man von Menschen umgeben ist, für die man sich interessiert. Jeder Platz kann wundervoll oder die Hölle auf Erden sein, es kommt nur darauf an, mit wem man dort ist.?

Nachdem Mylod das Drehbuch angenommen hatte, begann er seine Besetzung zu planen, beginnend mit der Rolle des glücklosen Reisebürokaufmanns Paul Barnell. ?Paul hat das genaue Gegenteil des Midas-Touches?, fasst Mylod zusammen, ?Er ist vermutlich der schlechteste Geschäftsmann der Welt, er ist viel zu nett, und er steht einen Schritt vor der absoluten Pleite. Er ist ein verzweifelter Mann, doch dies merkt man nicht, denn Paul trägt eine Maske und dies wiederum kann er außerordentlich gut. Auf seine ganz eigene Art ist er herrlich stoisch und wunderbar würdevoll. Umso ironischer ist es, dass ausgerechnet dieser Mann etwas tun mußs, was so völlig seiner Natur widerspricht.?

Die erste Wahl des Regisseurs für Paul war Robin Williams, der ? wie Mylod zugibt ? einer seiner großen Helden ist. ?Bei unserem ersten Treffen sprachen wir über kannibalistische Bräuche bei Schimpansen in freier Wildbahn?, erinnert sich Mylod, ?Glücklicherweise hatte ich durch puren Zufall erst kurz davor darüber gelesen.? Williams hatte damals mehrere Projekte zur Auswahl, betonte jedoch, wie sehr er das Buch mochte und versprach, am nächsten Morgen seine Entscheidung bekannt zu geben. ?Er hielt sein Wort, rief mich am nächsten Tag an und sagte mir, dass er den Film machen möchte?, sagt der junge Regisseur, der bis heute sein Glück kaum fassen kann.

Robin Williams erklärt, dass es die Qualität des Drehbuchs war, die ihn von dem Projekt überzeugte: ?Es ist ein sonderbares, außergewöhnliches Stück, mit all diesen exzentrischen Figuren, die so sehr kämpfen, um über die Runden zu kommen. Selbst die kleinste Figur besitzt diese einzigartige Resonanz?, so der Schauspieler. Er beschreibt Paul als ?Figur, die das Zentrum zusammenhalten mußs, während um ihn herum alles im Wahnsinn versinkt. Man trifft ihn in einer verzweifelten Lage. Er ist pleite, und mit seiner Frau scheint irgendetwas nicht zu stimmen. Sie versuchen ja, ihr Problem zu lösen, aber mit einem Reisebüro in Alaska, bei der schwierigen wirtschaftlichen Lage und mitten im Winter sieht das übel aus. Und dann passiert etwas, ein großer Knall, ?habemus corpus? ? und los geht?s?.

Denn Paul stößt durch Zufall auf einen gefrorenen Leichnam und versucht nun, diesen als seinen seit fünf Jahren verschwundenen Bruder Raymond auszugeben, dessen Lebensversicherung Paul begünstigt. Dieser Plan klappt auch vorzüglich, bis Raymond (Woody Harrelson) gerade jetzt wieder auftaucht.

Holly Hunter konnte als Margaret Barnell verpflichtet werden, Pauls kranke Ehefrau, die ihn zu dem Plan anregt, Alaska mit aller Macht zu verlassen. Irgendwo hin, wo es warm ist, und vor allem nicht weiß! Williams beschreibt Margarets Charakter als ?wilde Kombination von Kind und Frettchen! Sie kann so süß und nett sein ? und dann schnappt sie zu! Es ist eine liebevolle Beziehung zwischen den beiden, die ja tatsächlich für einander bestimmt sind. Und er ist so bedingungslos in sie verliebt, dass er bereit ist alles zu tun, nur um sie wieder glücklich zu sehen.?

Mark Mylod sagt über Holly Hunter und ihre Rolle: ?Es ist eine sonderbare Synthese ihrer Talente. Holly bricht mir einerseits wirklich das Herz mit dieser Figur, andererseits lache ich mich fast tot über sie. Ihre schauspielerische Klasse hatten wir erwartet. Was ich jedoch nicht geahnt hatte, war ihre intellektuelle Disziplin. Holly ?recherchierte? in kürzester Zeit sehr viel über diesen Charakter, diese Frau, die irgendwie verloren und auf der Suche nach sich selbst ist, was sich in dieser psychosomatischen Form des Tourette-Syndroms äußert. Wir wollten ursprünglich ein schönes Portrait einer lustigen Figur. Was Holly uns brachte, war die ausgefeilte Darstellung eines gestörten, ausschließlich sensorisch denkenden und fühlenden Menschen. Eine Person die erforschen, in Dinge eintauchen mußs. Holly rückte die Person in den Fokus und verlieh Margaret so unglaublich viel mehr Tiefe. Sie fand die Wahrheit dahinter, was sehr, sehr clever ist.?

Robin William genoss die Zusammenarbeit mit Holly Hunter. ?Sie spielt einfach wunderbar. Es ist beinahe wie im Ballett. Plötzlich fliegt sie und du fängst sie auf. Sie kann in ein und demselben Augenblick physisch unglaublich präsent und dennoch absolut kühl und koordiniert sein?, lobt Williams seine Kollegin.

Ebenso beeindruckte es ihn, mit Woody Harrelson ein Bruderpaar zu spielen: ?Es ist wild. Er scheint sich vor nichts zu fürchten. Woodys Charakter ist einer dieser Typen, die im Bruchteil einer Sekunde von sehr nett auf absolut Furcht erregend umspringen können. Wenn man sich `mal unter ein paar Psychopathen aufgehalten hat, weiß man, wie perfekt Woody das spielt. Ich denke, wir sind sehr glaubwürdige Brüder, wenngleich er auch der viel Schlimmere ist. Das Gute an der Zusammenarbeit war, dass ich mit Woody sehr viel ausprobieren konnte ? und dass Mark uns das durchgehen ließ!?

Giovanni Ribisi und Alison Lohman verkörpern das skurrile Paar Ted und Tiffany. Er ist ein unnachgiebiger Versicherungsagent, der Paul bei seinem Betrug dingfest machen will, sie seine geduldige Freundin, die ? um ihre Beziehung zu festigen - eine Psycho-Hotline von der gemeinsamen Wohnung aus betreibt. Während seine Figur notorisch unglücklich ist, hatte Giovanni Ribisi großen Spaß bei den Dreharbeiten zu THE BIG WHITE.

Vor allem Regisseur Mark Mylod und seinen Kollegen dankt er für dieses fruchtbare Arbeitsumfeld: ?Wenn man eine Szene mit Mark machte, konnte man das Spektrum immer vollkommen ausreizen. Er ist so clever und scharfsinnig, dass man ihm dabei voll und ganz vertrauen kann. Die tollste Erfahrung für mich war allerdings, mit all diesen Menschen zusammen sein zu dürfen, mit Robin, Holly und Alison. Es war eine so ungewöhnliche Art zu arbeiten.?

Ribisi erlitt, wie er sagt, unmittelbar nach seiner Ankunft in Alaska einen echten Kulturschock, da er die fünf Monate davor in der afrikanischen Wüste für die Dreharbeiten zu THE FLIGHT OF THE PHOENIX (?Der Flug des Phoenix?, 2004) verbracht hatte. Dennoch war er begeistert, mit Robin Williams arbeiten zu dürfen: ?Seine Vorstellungskraft ist schier grenzenlos, wenn man mit ihm am Set ist, ist es ? und das soll jetzt nicht lächerlich klingen ? wie die Spielstunde im Kindergarten. Seine Gabe für Improvisation ist einzigartig, und man mußs ständig auf der Hut und präsent sein.?

Mark Mylod war begeistert, wie gut seine Stars am Set miteinander auskamen: ?Zwischen Giovanni und Robin glüht dieser Funke?, so der Regisseur, ?das ist so aufregend, dass du sie einfach machen lässt. Du versuchst nur noch so viele Two-Shots wie möglich zu kriegen, lässt sie aufeinander los und der Konflikt zwischen den beiden Charakteren erledigt den Rest, es war fantastisch!? Obwohl seine kühnsten Träume mit dem Casting und dem guten Ablauf der Dreharbeiten wahr zu werden schienen, war Mylod am Set zu abergläubisch, um den Dreh genießen zu können. ?Ich hatte solche Angst, mir selbst einzugestehen, dass es gut läuft?, gibt der Regisseur im Nachhinein zu, ?Ich dachte, sobald ich sage ?Das ist großartig?, würden die Götter mir nicht mehr gewogen sein. Ich hatte zu große Angst, um Spaß zu haben!?

Dennoch gelangte Mylod zu einer festen Überzeugung bei den Dreharbeiten: Den tiefen Respekt für die Menschen, die an den Drehorten von THE BIG WHITE tatsächlich leben. ?Ich fand irgendwann heraus, dass es einen Sinn hat, durch diesen beschwerlichen Winter hier zu gehen. Denn du mußst stark werden, um hier zu überleben. Die Menschen hier sind stark, sie haben ein ganz besonderes Feuer, ein spezielles Charisma. Es ist nämlich eine echte Lebensentscheidung, freiwillig zu sagen: ?Dies ist der einzige Platz, an dem ich sein möchte?. Das hat fast schon etwas Magisches an sich.?

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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