Aquamarin - Die vernixte erste Liebe

Produktionsnotizen

Am Anfang des Filmprojekts AQUAMARIN stand der gleichnamige Roman von Alice Hoffman. Das Interesse Hollywoods an ihren Büchern ist der gefeierten Autorin nicht neu, wurden doch bereits ihre Bestseller ?Practical Magic? (?Im Hexenhaus?) und ?The River King? (?Der Flusskönig?) verfilmt. Fox 2000, Inhaber der Rechte an ?Aquamarine?, schickten das Buch und eine vorläufige Drehbuchfassung an Elizabeth Allen. Allen hatte bis zu diesem Zeitpunkt zwar noch keinen Spielfilm inszeniert, doch die Verantwortlichen von Fox 2000 waren beeindruckt von Allens preisgekrönten Kurzfilm EYEBALL EDDIE (2000) und suchten seitdem ein geeignetes Projekt für eine Zusammenarbeit.

Der Stoff gefiel Allen auf Anhieb. ?Die Story inspirierte mich, sprach mich wirklich an?, erinnert sich die Regisseurin. ?Ich sah darin eine wunderbare Gelegenheit, die Beziehung zwischen diesen besten Freundinnen zu erforschen und zu beobachten, wie die Mädchen ihre Individualität annehmen und lernen, stolz auf sich zu sein.?

?Außerdem fand ich das außerordentliche visuelle Potenzial der Geschichte sehr aufregend?, führt Allen weiter aus. ?Damit bot sich mir einfach eine Chance, etwas zu machen, was man im Kino nicht häufig zu sehen bekommt. Ganz besonders nicht in Filmen, die auf die Zielgruppe junger Mädchen ausgerichtet sind. Eigentlich schien mir das ein Film zu sein, den ich selbst in diesem Alter gerne gesehen hätte.?

Sobald Allen dem Regieangebot zugestimmt hatte, schloss sich auch Produzentin Susan Cartsonis dem Projekt an. Auch sie wurde von den starken weiblichen Hauptfiguren der Geschichte angezogen. ?Ich interessiere mich schon lange für Filme, die sich mit der Gleichstellung und Stärkung der Frau beschäftigen?, erklärt Cartsonis, die früher in leitender Position in der Produktionsabteilung von Twentieth Century Fox tätig war.

?Als ich noch für das Studio arbeitete?, erinnert sich Cartsonis, ?setzte ich mich für Filme über Frauen ein, die auf die eine oder andere Weise ihr Leben in die Hand nahmen. Wie zum Beispiel THE TRUTH ABOUT CATS AND DOGS (?Lügen haben lange Beine?, 1996) oder BUFFY, THE VAMPIRE SLAYER (?Buffy, der Vampirkiller?, 1992). Nach meinem Weggang von der Fox produzierte ich ähnlich thematisierte Filme wie WHERE THE HEART IS (?Wo dein Herz schlägt?, 2000) und WHAT WOMEN WANT (?Was Frauen wollen?, 2000). Obwohl AQUAMARIN eine ganz eigene Geschichte erzählt, spiegelt sich doch darin ein Thema wider, das mir sehr am Herzen liegt. Die Story hat das Potenzial, junge Frauen auf sehr positive, unterhaltsame und sehr subtile Art zu beeinflussen.?

Sobald Elizabeth Allen ihre Mitarbeit an der Entwicklung des Drehbuchs abgeschlossen hatte, begann sie die richtige Besetzung zusammenzustellen. Die erste Frage war, wer die Freundinnen Hailey und Claire verkörpern würde. Die ersten beiden Mädchen beim Vorsprechen waren Emma Roberts und ?Jo Jo? Levesque. Sie erwiesen sich auf Anhieb als Idealbesetzung. ?Sie haben uns einfach sprachlos gemacht?, erinnert sich Allen. ?Jeder, der bei der Fox für das Casting mitverantwortlich war, der es gewohnt war, monatelang nach den perfekten Schauspielern für eine Rolle suchen zu müssen, konnte es nicht glauben: ?Bei einem einzigen Vorsprechen fanden wir unsere beiden Hauptdarstellerinnen.?

Etwas schwieriger gestaltete sich die Suche nach einer Darstellerin für Aqua ? die sexy Meerjungfrau, die das Leben von Hailey und Claire völlig auf den Kopf stellt. Zum Anforderungsprofil für die Rolle dieser magischen Frau aus dem Meer gehörte die richtige Mischung aus Schönheit, Frische, Natürlichkeit und komischer Verrücktheit. Es dauerte Monate, bis die geeignete Darstellerin für diese Rolle gefunden werden konnnte. Aber im Falle von Sara Paxton hatte sich das Warten gelohnt. ?Sara besitzt diese wunderbare Versponnenheit, diese Ausstrahlung, als gehörte sie eigentlich gar nicht in diese Welt. Beides war perfekt für die Rolle der Aqua?, erklärt Cartsonis. ?Sie erinnerte uns an die großen Komödiantinnen des Kinos, deren Blick auf die Welt ganz individuell und witzig war.?

Um Raymond, den muskulösen und gut aussehenden Strandwächter, in den sich Aqua verliebt, besetzen zu können, sahen sich Regisseurin Allen und Produzentin Cartsonis viele junge Schauspieler an. Schließlich fiel ihre Wahl auf einen Darsteller, der nicht nur das notwendige Aussehen eines Herzensbrechers mitbrachte, sondern auch genau den Humor besaß, um den drolligen komödiantischen Fähigkeiten Sara Paxtons Paroli bieten zu können. ?Als Jake McDorman zum Vorsprechen kam?, erinnert sich Elizabeth Allen, ?machte er Witze und war auf eine ganz erfrischende Weise sehr ungestüm. Er trug Raymonds Dialoge auf eine Art vor, die sich völlig von unseren Vorstellungen unterschied. Das hat uns sofort enorm beeindruckt.?

Bei der Suche nach den richtigen Drehorten sahen sich die Filmemacher mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Weil die Dreharbeiten nur zwischen Februar und Mai, in der Produktionspause der TV-Serien von Emma Roberts und Sara Paxton, stattfinden konnten, konnte man die im Sommer spielende Geschichte nicht an der amerikanischen Nordostküste drehen, wie es ursprünglich im Drehbuch vorgesehen war. Deshalb suchte man im ganzen Land, darunter in Louisiana, Florida und Kalifornien, nach Schauplätzen, die für den geforderten Drehplan geeignet waren. Schließlich jedoch fand man den perfekten Drehort viele tausend Kilometer entfernt in Australien.

Weil die australische Goldküste, so landschaftlich reizvoll und vielseitig nutzbar sie auch war, einfach zu tropisch wirkte, um etwa für Massachusetts herhalten zu können, verlegten die Filmemacher den amerikanischen Schauplatz der Story nach Tampa Bay. Das wiederum bedeutete, dass man die Golfküste Floridas in Australien nachstellen mußste. Betroffen davon war vor allem das verschlafene Küstenstädtchen Tallebudgera, das in Queensland, etwa 45 Minuten südlich von Brisbane, liegt.

Diese schwierige Aufgabe übernahm Nelson Coates, der als Produktionsdesigner bereits für Filme wie ANTWONE FISHER (?Antwone Fisher?, 2002) und RUNAWAY JURY (?Das Urteil ? Jeder ist käuflich?, 2003) sowie für ?Stephen King?s The Stand (?Stephen Kings The Stand - Das letzte Gefecht?) verantwortlich zeichnete. Für seine Arbeit an der Miniserie wurde er für einen Emmy nominiert. Coates? Auftrag lautete, eine magische Welt zu erschaffen, in der Claire und Hailey eine wunderschöne Meerjungfrau entdecken konnten. ?Uns ging es um Gefühle von Vertrautheit und Zeitlosigkeit, die gerade durch eine Kleinstadtatmosphäre in die Geschichte eingebracht werden konnten?, erklärt Nelson Coates. ?Wir mußsten eine Stimmung und einen Ort erschaffen, um diesen idyllischen Sommer realistisch erscheinen zu lassen.?

Hauptschauplatz war der Capri Beach Club, der im Film in Florida, im fiktiven Städtchen Baybridge liegt. Hier lebt Claire mit ihren Großeltern, hier versammeln sich die jungen Mädchen der Stadt, um Strandwächter Raymond anzuschmachten, hier taucht schließlich auch Meerjungfrau Aquamarin auf. Die Crew sah sich eine Reihe von Beach Clubs in der Gegend an, doch keiner passte zur Handlung des Films. Was man suchte, war eine Art relaxter Retrostil, wie man ihn an der amerikanischen Ostküste findet. Keiner der lokalen Clubs hatte einen Swimmingpool. Deshalb baute die Filmcrew selbst den richtigen Pool, der von entscheidender Bedeutung für die Story war. Denn dieser Pool ist Schauplatz einer Schlüsselszene des Films, in der sich die Meerjungfrau erstmals zeigt. Coates entwarf zunächst den Pool und im Anschluß daran den gesamten Beach Club, der ihn umgab.

Weil der Capri Beach Club an einem Abschnitt der australischen Küstenlinie errichtet wurde, der für seine extremen Gezeitenunterschiede bekannt ist, mußste dieses Set auf spezielle Weise gebaut werden, um nicht von den großen Stömungen weggespült zu werden. Es mußste den extremen Winden und den Regenmassen von Zyklonen trotzen können, die in diesem Gebiet nicht ungewöhnlich sind. ?Wir bauten direkt am Strand?, erklärt Coates, ?und das Wetter konnte von einem Moment auf den anderen umschlagen. Deshalb mußste das Set stabil genug sein, um den Elementen widerstehen und die Kräne und die andere Ausrüstung tragen zu können, die man jeden Tag beim Drehen braucht.?

Neben diesen großen Designaufgaben mußste Coates seine Aufmerksamkeit auch auf die vielen kleinen Details richten, die wirklich den Eindruck von Florida an der australischen Küste vermittelten. ?Wir konzentrierten uns auf bestimmte Dinge, die typisch für das Tampa-Bay-Gebiet sind?, erzählt Coates. ?Dazu gehören die Beschilderung, Sandzäune aus kleinen Holzteilen oder Maschendraht, Palmen und schließlich auch Fahrzeuge, die das Lenkrad auf der linken Seite haben. All diese Dinge sind normal für Florida, aber höchst ungewöhnlich für Australien.?

Gleiches trifft auch auf Wassertürme zu. Wie den etwa, in dem sich Aquamarin im Verlauf der Handlung versteckt. Solche Türme gibt es in Australien praktisch überhaupt nicht. Coates und seine Crew mußsten deshalb ihren eigenen Turm bauen, was nicht ohne Komplikationen blieb. ?Um Sicherheit gewährleisten zu können, bauten wir keinen ganzen Turm, sondern nur einzelne Abschnitte davon?, führt Coates aus. ?Wir errichteten ein Basiselement von etwa achteinhalb Meter Durchmesser und die dazugehörigen Turmstützen. Im Anschluss daran bauten wir für die Stuntszenen die untere Sektion des Turms.?

Für alle Szenen, die am Tank an der Spitze des Turms gedreht werden sollten, konstruierte Coates einen riesigen Wassertank. Dessen Innenraum entstand schließlich in einem Studio in der näheren Umgebung. ?Um den Eindruck zu vermitteln, dass es sich hier um eine komplette Konstruktion und nicht um verschiedene Einzelabschnitte handelte, war logistischer Aufwand und ein bisschen klug eingesetzte Geometrie nötig?, erzählt Coates.

Auch Farbe spielte eine tragende Rolle - sowohl beim Bau der Sets als auch in der gesamten visuellen Gestaltung von AQUAMARIN. In Anbetracht der Bedeutung, die das Meer im Film thematisch und dramaturgisch hat, dominierte eine Mischung aus Meeresfarben, vor allem Blau- und Grüntöne, die Farbpalette des Films. Coates und Kameramann Brian Breheny arbeiteten Hand in Hand, um dieses Farbschema in allen Designbereichen umzusetzen. Das betraf Farben, Stoffe, Lichtsetzung und sogar den Schwanz der Wassernixe.

Kameramann Breheny wollte für den Film unbedingt eine glamouröse Optik mit Pastelltönen erschaffen, die an die Atmosphäre der klassischen amerikanischen Beach Clubs der Vierziger- und Fünfzigerjahre erinnern sollte. Um dies zu erreichen, brachte er Lichtquellen an holzverschalten Wänden an. Damit sollten Umrisse und Struktur visuell betont werden. Außerdem griff er auf Hintergrundausleuchtung zurück, wann immer das möglich war.

Auch Kostümdesignerin Sally Sharpe orientierte sich bei ihrer Arbeit am klar definierten Farbspektrum des Films. ?Ich versuchte Kleidung zu entwerfen, die glaubwürdig amerikanisch, in einer Art ?bunten Miami-Stil? war?, erklärt Sharpe. ?Die Outfits sollten leuchtend, klar, tropisch sein und sogar ein bisschen Karibik-Feeling vermitteln. Gleichzeitig mußste ich auch über den Tellerrand hinausschauen und mir vorstellen, was wohl die Mädchen zum Start des Films in einem Jahr tragen würden. Als vorteilhaft erwies es sich jedoch, dass unsere Charaktere in einer Kleinstadt leben. Deshalb mußste die Keidung nicht topmodisch sein.?

Sharpe sorgte dafür, dass sich die Persönlichkeit und der Reifeprozess jeder Figur auch in den Outfits widerspiegelten. ?Claire zum Beispiel trägt helle Pinkfarben, um ihre weibliche, kontrollierende Persönlichkeit zu betonen. Bei Hailey dagegen habe ich mich für Erdtöne entschieden, denn sie ist eher ein Wildfang, eine Skaterbraut. Im Verlauf der Handlung lockern sich die Outfits bei beiden etwas auf.?

?Cecilia, das ?miese, fiese Mädchen?, trägt noch leuchtendere Pinktöne und Korallenrot?, führt Sharpe weiter aus. ?Das passt zu ihrem heißen pinkfarbenen Sportwagen. Diese gewagteren Primärfarben signalisieren Gefahr. Im Unterschied zu Cecilia und ihrer Clique, mit ihren trendigen Outfits und Accessoires, ist Meerjungfrau Aqua von der Mode überhaupt nicht beeinflusst. ?Ihre Kleidung spiegelt ihr Leben unter Wasser wider?, erzählt Sharpe. ?Deshalb entwarf ich für sie Outfits in verschiedenen Blau-, Grün-, ja sogar Violett-Tönen. Und unseren jungen Herzensbrecher Jake kleidete ich sowohl in robustere als auch weichere, farbigere Surfer-Outfits ein. Um ehrlich zu sein: Er sah in allem gut aus, was er auch trug.?

Die größte Herausforderung, was die Kostüme anbetrifft, war sicherlich Aquamarins Schwanzflosse. Dieser Aufgabe stellte sich Jason Bairds JMB FX Studio. Die an der australischen Goldküste ansässige Company hatte zuvor an THE MATRIX RELOADED (?Matrix: Reloaded?, 2003), THE MATRIX REVOLUTIONS (?Matrix Revolutions?, 2003), STAR WARS: EPISODE II - ATTACK OF THE CLONES (?Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger?, 2002) sowie an HOUSE OF WAX (?House of Wax?, 2005) mitgearbeitet. ?Die Schwanzflosse mußste absolut realistisch wirken, wie eine Verlängerung von Aquamarins Körper?, erklärt Jason Baird. ?Deshalb mußste sie geschmeidig und sexy aussehen und subtile Bewegungen durchführen können.?

JMB FX Studio entwarf eine Schwanzflosse mit nachgeahmten Fischschuppen, die sich in ihrer Form den natürlichen Rundungen des weiblichen Körpers anpasste. Vergleichbares hat man auf der Leinwand noch nicht gesehen. Über 5.000 einzelne Schuppen wurden von Hand bemalt und auf jede der vier Schwanzflossen aufgebracht, die man für die Dreharbeiten benötigte. Dazu gehörte die sogenannte ?Heldinnen?-Flosse, die nur Sara Paxton trug. Außerdem eine Flosse für die Stuntszenen, eine Konstruktion für Aufnahmen des Oberkörpers und schließlich auch eine animatronischer Schwanzflosse, die zu flüssigeren und eleganteren Bewegungen in der Lage war als Paxtons ?Heldinnen?-Flosse.

Jede Schwanzflosse wurde so entworfen, dass sie die Anforderungen bestimmter Szenen erfüllen konnte. Am Anfang des Films zum Beispiel schlägt Aquamarin mehrere Rückwärtssalti in der Luft - sehr zur Freude von Claire und Hailey. Um diese Illusion erzeugen zu können, baute das Team von JMB FX eine rotierende Vorrichtung, an die Paxton mit der animatronischen Flosse angeschnallt wurde. Die Schauspielerin und ihr Anhängsel wurden dann im Studio vor einem Greenscreen gefilmt, wobei Puppenspieler die Schwanzflosse per Fernsteuerung bewegten.

?Für einen eher bescheiden budgetierten Film haben wir einige großartige und aufwändige Spezialeffekte, nicht zuletzt Aquas fabelhafte animatronische Schwanzflosse?, schwärmt Susan Cartsonis. ?Ich will damit nicht sagen, dass AQUAMARIN ein riesiger Special-Effects-Film ist. Aber er kann eben einige der Effekte vorweisen, die man für einen Film dieser Größenordnung braucht. Wie zum Beispiel die Verwandlung von Aquas Beinen in eine Schwanzflosse. Oder etwa auch die Szene, in der sich die Meerjungfrau in den Ozean zurückzieht. Für uns war es ein großes Plus, mit Jason Baird und seinem brillanten talentierten Team arbeiten zu können. Er ist einer der besten Special-Effect-Experten der Branche.?

Natürlich war es Sara Paxton, die am engsten mit der animatronischen Körperverlängerung verbunden war ? im wörtlichen und übertragenen Sinn. An jedem Drehtag wurde die Schwanzflosse mit Leim an ihrem Körper angebracht. Deshalb war es erforderlich, dass Paxton mit einer Tragbahre vom JMB-FX-Wagen auf das Set gebracht wurde. Dazu kamen noch die vielen Stunden hinzu, die in das Haar, das Make-up und die Kostüme investiert werden mußsten, um Paxton zu einer Meerjungfrau zu machen.

Obwohl das alles eine sehr anstrengende Prozedur war, ging Paxton sehr locker damit um. ?Es mag verrückt klingen, aber als Kind wollte ich immer eine Meerjungfrau sein?, gesteht die Schauspielerin. ?Ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht liegt es daran, wie oft ich mir den Disney-Film THE LITTLE MERMAID (?Arielle, die Meerjungfrau?, 1989) angesehen habe. Meine Cousinen und ich spielten in unserem Pool und taten so, als wären wir Meerjungfrauen. Für die Rolle der Aqua mußs ich blaue Haare und eine blaue Schwanzflosse haben. Gibt es etwas Cooleres??

Paxton gefielen auch die Themen mit denen sich der Film beschäftigt: Akzeptanz und zu sich selbst stehen. ?Man lernt hier, dass man nicht jemand anderes sein mußs, um von jemandem gemocht zu werden?, erklärt sie. ?Ungeachtet aller Strategien, die Aqua benutzt, um Raymond zu ködern, mag er sie schließlich aufgrund der Eigenschaften, die sie wirklich ausmachen. Sie ist einzigartig, sonderbar und ein bisschen albern. Gerade für junge Mädchen ist das eine wichtige Lektion.?

Emma Roberts, die im Film die schüchterne Claire verkörpert, begrüßte die Botschaft des Films, dass man das Leben auskosten müsse. ?Claire lernt, dass sie nicht ängstlich und misstrauisch gegenüber jedem durchs Leben gehen kann?, erklärt Roberts. ?Am Ende wird ihr bewusst, dass sie sich mehr auf ihre Instinkte verlassen und das Leben genießen mußs, weil es ihr in jeder Sekunde weggenommen werden kann. Das in unserem Alter zu begreifen, ist eine gewaltige Leistung.?

Für Schauspielerin und Sängerin ?Jo Jo? Levesque, die Claires beste Freundin Hailey darstellt, ist eine der wichtigen Lektionen des Films, ?dass sich die Dinge oft anders entwickeln, als man es geplant hat, dass man Freunde und Freundschaft ganz unerwartet finden kann.? Levesque glaubt, dass die entschlossene Hailey außerdem lernt, ?dass man nicht zornig auf die Welt und das Leben sein mußs, denn weder die Welt noch sonst irgend jemand hat es auf sie ?abgesehen?. Tatsächlich ist die Welt für uns da, wenn wir es nur zulassen.?

Elizabeth Allen ist der Ansicht, dass sich die wichtigen Themen des Films ganz natürlich während der Dreharbeiten herauskristallisiert haben. ?Ursprünglich glaubte ich, es ginge in unserem Film um Individualität und die Fähigkeit, sich selbst zu mögen?, erklärt die Regisseurin. ?Als wir jedoch drehten, erkannte ich, dass sich der Film zu einer Geschichte über Freundschaft entwickelt hatte. Das lag vielleicht an der selbstlosen Zuneigung, die sich nicht nur zwischen den Figuren, sondern auch den Darstellerinnen Sara, Emma und JoJo entwickelt hatte. Mein Fazit lautet also: In diesem Film geht es um Menschen, die sich füreinander einsetzen und durch dick und dünn zueinander stehen.?

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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