37 Uses for a Dead Sheep

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: 37 Uses for a Dead Sheep
Titel Großbritannien: 37 Uses for a Dead Sheep
Genre: Dokumentation, Abenteuer
s/w, Farbe, Großbritannien, 2006

Kino Großbritannien: -
Kino Deutschland: 8. Juni 2006
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 85 Minuten, FSK -



Inhalt Die Volksgruppe der Pamir-Kirgisen stammt aus der Pamir-Region in Zentralasien und umfasst heute etwa 2.000 Menschen. Seit 27 Jahren leben die Pamir-Kirgisen im Exil in der Osttürkei, nachdem sie in den letzten 100 Jahren aus dem russischen, dem chinesischen und schließlich dem afghanischen Pamir vertrieben wurden. Der Filmemacher Ben Hopkins besuchte die Pamir-Kirgisen 2005 in ihrem Dorf Ulupamir mit einem englischtürkischen Filmteam.

37 USES FOR A DEAD SHEEP montiert Interviews, Alltagsgeschehen und mit den Pamir-Kirgisen rekonstruierte, in verschiedenen Stilen inszenierte Super-8-Filmszenen ihrer Geschichte zu einem mitreissenden Dokumentarfilm über ein einzigartigens Volk, dessen Kultur bis heute zwischen geopolitischen Interessen und Globalisierung lebendig geblieben ist. In der selbstironisch dokumentierten Interaktion zwischen Filmteam und Dorfgemeinschaft entpuppt sich 37 USES FOR A DEAD SHEEP nicht zuletzt als überraschende Komödie über den Prozess des Filmemachens selbst ...


Darsteller & Stab Darsteller: Arif Kutlu (Haji Rahman Qzl - älterer Mann), Alpaslan Kutlu (Haji Rahman Qul - junger Mann), Süleyman Atanìsev (Der Händler), Ìsmaìl Atìlgan (der arme Mann), Sereban Aslan (die Frau des armen Mannes), Aysun Uçar (die Tochter), Esat Tanrìverdì (der Giftmörder), Sabur Vatan (Jabbar Qul)

Stab:Regie: Ben Hopkins, Ekber Kutlu • Produktion: Natasha Dack, Ben Hopkins, Nikki Parrott • Drehbuch: - • Vorlage: - • Filmmusik: Paul Lewis • Kamera: Gary Clarke • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Seda Orsel • Schnitt: Marco van Welzen • Kostüme: Seda Orsel • Make Up: Seda Orsel • Ton: Hasan Baran • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Taz: Es gibt Dokumentarfilme wie Die Geschichte vom weinenden Kamel, die von sich behaupten, sie seien in Zusammenarbeit mit ihren Helden entstanden. Und es gibt solche, die das wirklich tun. Dazu gehört 37 USES FOR A DEAD SHEEP. Schon in den ersten Minuten weiß man: Es mag sich hier um ein versprengtes, vergessenes und winziges Volk im äußersten Osten der Türkei handeln ? die Art aber, wie man sich diesem Volk gemeinsam mit dem Filmemacher nähert, ist derart interaktiv und humorvoll, dass es einem so vorkommt, als gäbe es kein interessanteres Thema auf dieser Welt ... Nicht nur einfach herrlich lustig, sondern man weiß: Hier hat sich einer sämtliche Fallen gemerkt, in die der ethnografische Dokumentarfilm immer wieder getappt ist. Ben Hopkins hat nicht einfach einen Film über ein exotisches Steckenpferd gemacht, er hat mit seinem Steckenpferd geredet ? und es so zum Leben erweckt.

film-dienst 16/2006: Intelligent-unterhaltsame Mischung aus Dokumentarfilm, ethnografischer Studie und soziokultureller Reflexion über das Volk der Pamir-Kirgisen, seine in den letzten hundert Jahren gleich mehrfach bedrohte Existenz sowie seine erzwungene Odyssee, die im Pamir begann und in einem kleinen Dorf im Osten der Türkei endete. Aus vielfältigen stilistischen Mitteln, Anspielungen, Zitaten und Verweisen auf die Geschichte des dokumentarischen und ethnografischen Films speist sich das ebenso mitreißende und berührende Porträt eines "vergessenen" Volkes, dem sich der Film verantwortungsbewusst, charmant und humorvoll nähert.

tip: Der britische Regisseur Ben Hopkins war schon immer für Überraschungen gut... 37 USES FOR A DEAD SHEEP zeigt die wechselvolle und hochdramatische Geschichte einer 2.000 Menschen zählenden Volksgruppe. Eine spannende und humorvolle Geschichtsdokumentation, bei der Hopkins Höhepunkte des historischen Geschehens im kinematografi schen Stil der jeweiligen Zeit reinszenierte. Und dann sind da ja noch die 37 Möglichkeiten, ein totes Schaf zu verwerten ? ein klarer Fall für den neugierigen Ben Hopkins.

Berliner Morgenpost: Uraltes Wissen zu erkunden, was sich denn alles aus einem Schaf so machen lässt, ist in diesem Film eine Art Zauberformel ... Mit seinen nachgestellten Szenen im Look uralten Filmmaterials erinnert 37 USES an Atom Egoyans Ararat, in dem ganz ähnlich eine fi lmische Ästhetik entwickelt wurd, die den Raub der Identität eines Volkes nicht wiederholt.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Ein wunderbarer Dokumentarfilm ... Ben Hopkins führt keine Exotika vor; er hat einen ethnographischen Film gemacht, der zugleich seine eigene Entstehung reflektiert und mit großer Intensität nach dem Wie, nach der Form sucht.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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