Das Schloss im Himmel

Ausführlicher Inhalt

Ein Luftschiff fährt durch die dunkle Nacht. An Bord befindet sich Sheeta, Trägerin eines magischen blauen Steines. Musca, ein Regierungsbeamter, hat sie auf das Schiff entführt, weil er den Stein und die Hilfe des Mädchens braucht, um das legendäre Himmelskönigreich Laputa zu finden.

Plötzlich wird das Luftschiff von Bande Luftpiraten angegriffen. Der Dora-Clan unter Führung der verwegenen Mama Dora ist, genau wie Musca, hinter Sheeta und ihrem Stein her. Als die Piraten das Schiff entern, gelingt es Sheeta, Musca in dem Durcheinander bewusstlos zu schlagen und die Kette mit dem Stein wieder an sich zu nehmen. Sheeta versucht sich vor den Piraten zu verstecken. Sie klammert sich an der Außenseite des Schiffes fest, verliert jedoch den Halt und stürzt in den dunklen Nachthimmel.

Während Sheeta bewusstlos in Richtung Boden rast, beginnt der blaue Stein um ihren Hals zu leuchten und verlangsamt Sheetas freien Fall. In einem kleinen Bergwerkstädtchen sieht der Junge Pazu das Licht des Steins am Himmel scheinen. Er rennt zu einem Minenschacht, um das herabschwebende Mädchen aufzufangen. Zu seiner Verwunderung ist es leicht wie eine Feder. Pazu beschließt, es mit nach Hause zu nehmen.

Am nächsten Morgen wird Sheeta vom Klang der Trompete, die Pazu auf dem Dach seines Hauses sitzend spielt, geweckt. Nachdem sich die beiden einander vorgestellt haben, möchte Pazu den Stein gern sehen. Er legt sich die Kette um den Hals, in der Hoffnung nun ebenso wie Sheeta durch die Lüfte zu schweben, vergebens, unsanft kracht Pazu durch das Hausdach und landet direkt im Wohnzimmer. Dort bemerkt Sheeta ein Bild des legendären Königreichs Laputa an der Wand.

Pazu berichtet, dass sein Vater das Foto gemacht habe, als er während einer Expedition zwischen stürmischen Wolken plötzlich die schwebende Insel auftauchen sah. Nach Hause zurückgekehrt, glaubte dem Vater niemand seine Entdeckung und er starb verbittert. Pazu ist nun dabei, ein Flugzeug zu bauen, denn er ist fest entschlossen, Laputa zu finden und zu beweisen, dass sein Vater kein Lügner war.

Unterdessen hat es nicht lange gedauert, bis die Dora-Bande sowie Musca und seine Agenten Sheeta aufgespürt haben. Gemeinsam mit Pazu versucht Sheeta, ihren Verfolgern zu entkommen. Während einer wilden Verfolgungsjagd stürzt eine Brücke unter den Kindern ein, und Sheeta und Pazu fallen in die Tiefe. Wieder beginnt der magische Stein zu leuchten ...

Die beiden schweben direkt in einen verlassenen Minenstollen und treffen dort auf Onkel Pomu, einen alten exzentrischen Bergmann. Pomu erklärt ihnen, dass er an diesen Ort kam, um die Felsen zu sehen, die in der Dunkelheit leuchten. Sheeta bemerkt, dass ihr Stein mit den Felsen zu glühen beginnt. Pomu erklärt ihnen, dass es sich um einen besonderen Kristall handelt, der aus der gleichen Substanz besteht, die auch im Felsgestein enthalten ist. Nur die Bewohner von Laputa konnten solche Kristalle herstellen und waren so in der Lage, eine große, am Himmel treibende Insel zu bauen, weiß Pomu zu erzählen. Jetzt sind sich Pazu und Sheeta sicher: Laputa, das legendäre Schloss im Himmel, existiert wirklich!

Als die beiden die Mine verlassen, lauert Musca ihnen bereits auf. Sheeta und Pazu werden gefangen genommen und zu einer Festung gebracht, Sitz von Musca und General Muoro. Pazu wird in den Kerker geworfen, Sheeta hingegen wird von Musca in ein Kellergewölbe gebracht, in dem ein kaputter Roboter gelagert wird. Der Roboter, erklärt er Sheeta, sei ein Beweis für die Existenz von Laputa, er sei eines Tages direkt vom Himmel gefallen und trage einen Stein mit dem gleichen Symbol auf der Brust, wie das, dass auf Sheetas Kristall eingraviert sei.

Der Kristall stehe in Verbindung mit der schwebenden Insel, man müsse ihn lediglich aktivieren und dann würde er den Weg nach Laputa weisen. Musca will von Sheeta nun den Geheimcode erfahren, der den Kristall aktiviert. Verzweifelt beteuert Sheeta den Code nicht zu kennen. Musca glaubt ihr nicht und enthüllt Sheeta ihre wahre Identität ? Sheeta ist rechtmäßige Erbin des Throns von Laputa. Er droht ihr damit, Pazu etwas anzutun, falls sie ihm nicht bei der Suche nach Laputa behilflich ist. Sheeta willigt gezwungenermaßen ein und bringt den schockierten und zutiefst enttäuschten Pazu dazu, allein nach Hause zurück zu kehren.

Dort wird er bereits von Dora ihrem Clan erwartet. Mama Dora erklärt dem gekränkten Pazu, dass Sheeta wohl nur so gehandelt habe, um ihn zu beschützen. Musca werde Sheeta bestimmt nicht am Leben lassen, sobald er bekommen hat, was er will und was auch die Piraten nach wie vor suchen: den Weg nach Laputa. Gemeinsam mit der Dora-Bande macht Pazu sich auf den Weg zurück zur Festung, um Sheeta aus Muscas Händen zu befreien.

Unterdessen sitzt Sheeta traurig in ihrem Zimmer in der Festung und hängt ihren Gedanken nach. Plötzlich erinnert sie sich an ein Sprichwort, das ihre Großmutter sie gelehrt hat, um Kummer zu vergessen. Kaum hat sie die Worte ausgesprochen, beginnt ihr Stein seltsame Strahlen auszusenden. Die Strahlen aktivieren den Roboter im Keller, der sich ? erneut zum Leben erweckt - prompt in Richtung des Kristalls zu bewegen beginnt.

General Muoros Männer versuchen, den Roboter gewaltsam zu stoppen, doch dieser ist stärker als erwartet und fängt an, die Festung zu verwüsten. Sheeta ist während des Kampfgetümmels auf einen Festungsturm ins Freie geflohen; von ihrem Kristall geht nun ein starker gebündelter Strahl in den Himmel aus, den auch Musca sieht: endlich, der Weg nach Laputa, dem Schloss im Himmel, ist frei! Sofort gibt Musca Befehl, das Militär-Luftschiff Goliath zur Abreise nach Laputa vorzubereiten.

Unterdessen sind in der Festung alle Versuche, den Roboter zu stoppen, gescheitert. Dieser hat sich zielstrebig einen Weg zum Turm gebahnt und versucht nun, mit Sheeta in Kontakt zu treten. Doch Muoros Männer nehmen ihn erneut unter Beschuss und während des Kampfes verliert Sheeta ihren Kristall. Um das Mädchen zu schützen, setzt der Roboter sie sanft an einem sichereren Platz ab, bevor er selbst getroffen und damit kampfunfähig wird. Endlich sind auch Pazu und der Dora-Clan eingetroffen. Im allerletzten Moment gelingt es ihnen, Sheeta vom brennenden Turm zu retten. Die Piraten können mit Sheeta und Pazu entkommen, doch ihr Kristall ist nun im Besitz von Musca, der sich bereits mit General Muoro auf dem Weg nach Laputa befindet.

Sheeta und Pazu brechen gemeinsam mit den Piraten auf ihrem Luftschiff Tigermotte ebenfalls auf, um das Schloss im Himmel zu finden. Während der Reise gesteht Sheeta Pazu, dass sie Angst hat und eigentlich gar nicht nach Laputa möchte. Sie erzählt ihm, dass ihre Großmutter ihr einen weiteren Spruch beigebracht hat, den ?Schicksals-Spruch?, den sie aber nie verwenden dürfe. Dunkle Wolken ziehen auf und plötzlich stößt die Tigermotte fast mit der Goliath zusammen. Die Luftschiffe geraten in einen heftigen Sturm, doch dann wird alles weiß um sie herum ...

Als Pazu und Sheeta auf einer Blumenwiese wieder zu sich kommen, können sie kaum glauben, was sie sehen: die Ruinen von Laputa ? dem legendären Königreich. Ein Roboter begrüßt die Kinder und führt sie in einen verlassenen, üppigen Garten. Plötzlich hören sie eine Explosion: Musca und die Armee sind ebenfalls auf Laputa gelandet und plündern nun die Schatzkammer des Schlosses. Sheeta und Pazu sehen, dass Dora und ihre Bande gefangen genommen wurden.

Bei dem Versuch, ihnen zu helfen wird Sheeta von Musca und seinen Männer erneut gefasst und in das Innere des Schlosses gebracht. Unterdessen gelingt es Pazu, die Piraten zu befreien. Musca und Sheeta erreichen das Steuerzentrum tief im Inneren von Laputa. Es wird von einem riesigen Schwebekristall beleuchtet, der die Insel in der Luft hält. Sheeta wundert sich, woher Musca soviel über Laputa weiß und fragt, wer er wirklich sei. Musca verrät ihr, dass auch er ein Nachfahre des Königsgeschlechtes von Laputa sei.

Jetzt, da Musca die Kontrolle über das Schloss hat, bittet er General Muoro und seine Männer zu sich. Um einen Angriff ihrerseits zuvor zu kommen, öffnet Musca den Boden unter ihnen und Muoros Männer stürzen in die Tiefe. Dann aktiviert er Hunderte von Robotersoldaten und lässt diese auf die restlichen Truppen los. Die Soldaten flüchten. Während Musca den Sieg genießt, gelingt es Sheeta, ihm in einem unbeobachteten Moment ihren Stein zu entreißen und zu flüchten. Sofort jagt Musca ihr nach, denn ohne den Stein kann er Laputa nicht kontrollieren.

Pazu, der nach Sheeta gesucht hat, entdeckt sie endlich, doch beide sind durch eine Wand getrennt. In ihrer Verzweiflung reicht Sheeta ihm den Stein durch eine kleine Öffnung und sagt ihm, er solle ihn weg werfen. Sie flüchtet weiter in den ehemaligen Thronraum Laputas, wo sie von Musca eingeholt wird. Als sie ihm sagt, dass sie den Stein nicht mehr habe, droht er mit bösen Konsequenzen. In diesem Moment kommt Pazu in den Saal gerannt und versichert Musca, dass dieser den Stein nie bekommen werde, wenn er Sheeta etwas antue.

Musca erlaubt Pazu mit Sheeta ein paar Minuten allein zu sein, um sich zu besprechen. Pazu bittet Sheeta flüsternd, den "Schicksals-Spruch? zu gebrauchen, da es ohnehin kein Entkommen gäbe. Sheeta spricht die magischen Worte aus und erneut beginnt der Kristall zu glühen und die ganze Insel erbebt ...

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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