Unbekannter Anrufer

Ausführlicher Inhalt

Die bunten Lichter glänzen in der Dunkelheit. Verführerisch zieht der Duft von Zuckerwatte und Marshmallows über den Platz. Doch während sich die Besucher des Jahrmarkts auf Achterbahnen und beim Plastikblumen-Schießen vergnügen, wird im Schutz der Nacht in der Nachbarschaft eine ganze Familie bestialisch getötet. Sogar die hart gesottenen Polizeibeamten, die später zum Tatort gerufen werden, werden bleich bei dem Anblick der schrecklich zugerichteten Leichen ...

In dem verschlafenen Städtchen Farnhill, Colorado, 125 Meilen von dem Tatort des Blutbades entfernt, ahnt man von den Morden nichts. Jill Johnson (CAMILLA BELLE) reagiert sich gerade beim Lauftraining ab. Es läuft gerade nicht allzu gut bei der ansonsten beliebten High-School-Schülerin: Jill hat Ärger mit ihrem vielleicht Ex-Freund Bobby (BRIAN GERAGHTY), mit ihrer ehemals besten Freundin Tiffany (KATIE CASSIDY) und auch noch mit ihren Eltern. Und die Aussicht auf einen Babysitter-Job am Abend stimmt sie auch nicht wirklich fröhlicher.

Als Jill von ihrem Vater (CLARK GREGG) zum weit abgelegenen Haus ihrer Auftraggeber, eines reichen Arzt-Ehepaares, gefahren wird, bessert sich ihre Laune allerdings. Das Anwesen liegt malerisch in den Bergen, direkt an einem See. Und die Inneneinrichtung ist ebenso spektakulär wie die Lage ? der Wohnbereich ist rundum verglast, im Inneren des Atriums sorgt ein Wintergarten mit Vögeln, Pflanzen und sogar einem kleinen Teich mit Brücke für eine Outdoor-Atmosphäre innerhalb des Hauses.

Die Kinder schlafen schon längst, als das Ehepaar das Haus verlässt und Jill es sich gemütlich macht. Als sie das eindrucksvolle Gebäude vorsichtig erkundet, wird es langsam dunkel. Noch sind die kleinen, unheimlichen Geräusche ? das Knarren von Treppenstufen, das Knarzen von Türen, das sanfte Heulen des Windes ? nicht wirklich Angst einflößend.

Dann klingelt das Telefon. Jill ist irritiert ? am anderen Ende der Leitung hört sie nichts außer einem leisen Atmen. Sonst nichts. Aber das Mädchen lässt sich von einem Telefonstreich nicht aus der Ruhe bringen. Während sie freundlich dem Hausmädchen Rosa zuwinkt, das kurz vor Feierabend gerade noch schnell die Vögel füttert, setzt sie ihren Rundgang fort. Der zweite Anruf, den Jill an diesem Abend erhält, ist nicht so seltsam: Ihre Freundin Tiffany ist am Apparat. Zwischen den beiden Mädchen kriselt es gewaltig, seit Tiffany mit Jills Freund Bobby geknutscht hat, und Tiffany will noch in dieser Nacht ihre Probleme aus der Welt schaffen.

Dann geht der Alarm des Hauses los. Jill schenkt der kleinen technischen Panne nicht viel Aufmerksamkeit und auch den Polizisten, der Sekunden später anruft und sich erkundigt, ob alles okay ist, kann sie beruhigen. Doch dann versetzen gedämpfte Geräusche Jill in Aufregung, die über das Türenknarzen hinausgehen: Offensichtlich ist jemand im Haus. Vorsichtig und leise tastet sich Jill durch die Räume ? und erschreckt sich fast zu Tode, als sie Tiffany in die Arme läuft, die unbemerkt ins Haus eingedrungen ist. Aber schon nach einem kurzen Gespräch merkt Jill, dass sie ihrer ehemals besten Freundin nicht mehr viel zu sagen hat. Tiffany verlässt das Haus ? und läuft direkt ihrem Mörder in die Arme ...

Das Telefon klingelt wieder. Erst ist es nur Bobby, der Jill von einer Party aus anruft. Dann klingelt es wieder ... und diesmal ist es ein Fremder, der Tiffanys Handy benutzt. Jill wird langsam panisch. Ein Anruf bei der Polizei beruhigt sie nicht wirklich. Und seltsam ist auch, dass Rosa spurlos verschwunden ist, obwohl ihre Handtasche, ihr Handy und ihr Auto noch da sind. Dann der nächste Anruf. Mit leiser, rauer Stimme stellt der Fremde nur eine Frage: ?Hast du nach den Kindern gesehen?? Kalter Angstschweiß tritt Jill auf die Stirn. Offensichtlich kann der unbekannte Anrufer von außen jede ihrer Bewegungen im Haus mitverfolgen. Panisch zieht Jill alle Vorhänge zu ? aber der Telefonterror geht weiter.

Im Gästehaus des Anwesens brennt Licht ? vielleicht der erwachsene Sohn der Familie, der Jill zur Seite stehen kann. Doch als die Babysitterin dort nach dem Rechten sehen will, findet sie niemanden. Nach wie vor kann die Polizei nicht helfen. Und als der Fremde auch im Gästehaus seine Anrufe fortsetzt, weiß Jill: Dieser Mann spielt ein mörderisches Spiel, dessen Einsatz nicht weniger als das Leben der Babysitterin und der Kinder ist.

Beim nächsten Anruf des Fremden kann die Polizei den Ort zurückverfolgen, von dem der Fremde seinen Telefonterror betreibt. Jill stockt der Atem: Die Anrufe kommen direkt aus dem Haus! Leise und vorsichtig durchsucht das panische Mädchen die Räume. Als sie die Leiche von Tiffany entdeckt, hat Jill nur noch einen Gedanken ? die Kinder zu retten. Doch die sind aus ihren Schlafzimmern verschwunden ...

Nach einer kurzen Suche findet Jill die beiden Kinder in ihrem Versteck. Hastig versuchen die drei, das Anwesen zu verlassen ? doch es ist zu spät. Der Fremde ist längst im Haus. Und er macht klar: Der Telefonterror war nur der Anfang! Jetzt will der Killer das Blut von Jill und den Kindern. Verzweifelt wehrt das Mädchen die Angriffe des Fremden ab. Gnadenlos verfolgt der Mann Jill und die Kinder durch die Räume, durch das Atrium, durch den Wintergarten. Immer wieder gelingt es dem Mädchen, dem Killer zu entkommen ... aber wie lange noch? Mit dem Mut der Verzweiflung kämpft Jill um ihr Leben ? und um das der Kinder ...

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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