The Sentinel - Wem kannst du trauen?

Produktionsnotizen

»THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? ist ein politischer Thriller über die Agenten, die damit beauftragt sind, den Präsidenten und die First Lady zu beschützen«, erklärt Michael Douglas. »Zum ersten Mal in der Geschichte existiert ein Maulwurf im Secret Service, der plant, den Präsidenten zu ermorden. Ich spiele einen Agenten, der sich um die Sicherheit der First Lady kümmert. Es geht um meine Erlösung. Meine Figur ist ein Career Agent, der eine Unachtsamkeit begangen hat, und das finde ich interessant. Ich kenne nicht viele Menschen, die nur gut oder nur schlecht sind. Es existiert nun einmal eine moralische Vielschichtigkeit. Mir gefallen Figuren wie Pete Garrison, der ein gebrochener Charakter ist, aber auf eine bestimmte Art und Weise versucht, seine Fehler wieder gut zu machen. Auch Secret Service-Agenten machen Fehler.«

»THE SENTINAL - WEM KANNST DU TRAUEN? ist unvorhersehbar, aktuell und kann einige verblüffende Wendungen vorweisen«, fährt Douglas fort. »Es ist faszinierend, etwas über die interne Arbeit des Secret Service und über einige Technologien, die dort benutzt wer den, zu erfahren. Ich hoffe, das Publikum wird etwas mehr Verständnis dafür bekommen, was hinter den Kulissen vor sich geht: die Zahl der Morddrohungen, den Umfang der Ermittlungsarbeiten, die diese Agenten leisten. Das sind mutige Seelen.«

Als Produzent sucht Douglas stets nach interessanten und provokativen Geschichten. »Gute Stoffe zu finden hört sich einfach an, ist es aber nicht« erzählt er. »Ich hatte meine Message-Filme, aber nur, weil sie der Unterhaltung dienten. Ich liebe die Schauspielerei, aber Tatsache ist, dass ich nicht die Filme sehe, die ich gerne sehen möchte, also mußs man diese eben manchmal selbst entwickeln. Ich mochte die Idee hinter THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN?, weil diese in einer Zeit der Angst und Paranoia vor einem unsichtbaren Feind glaubwürdig ist ? das ist das große ,Was wäre wenn?? des Films.«

Furthur Films sicherten sich die Rechte an dem Roman »The Sentinel« von Gerald Petievich, noch bevor dieser veröffentlicht wurde. »Wir waren der Meinung, die Prämissen des Buchs würden einen nachdenklichen, bezwingenden und klassischen Politthriller hergeben«, so Produzentin Marcy Drogin. »Jede öffentliche Institution hatte bereits ihre Skandale, aber der U.S. Secret Service hält seinen hohen Standard. Das, was uns interessierte, war das Freilegen der vielen Schichten.«<Ü> »Außerdem«, fährt Drogin fort, »lieferte die Story die perfekte Rolle für Michael Douglas als gebrochenen, aber sympathischen Charakter.« Um bestimmte Aspekte des Secret Service so realistisch wie möglich darzustellen, recherchierte Drehbuchautor und Koproduzent George Nolfi in größtem Umfang. »Von Anfang an wollte ich eine realistische Story«, sagt Nolfi. »Ich fragte mich: Wie wird der Präsident wirklich beschützt? Woher kommen die Bedrohungen? Was würde wirklich sein Leben in Gefahr bringen, und wie würde der Secret Service reagieren?«

Als Nolfi mit dem Feinschliff des Drehbuchs beschäftigt war, holten Douglas und Drogin Clark Johnson als Regisseur mit ins Boot. Johnson führte zuvor bei einem Pilotfilm über den Secret Service namens »The Service« Regie, was auf sein Interesse an der Materie schließen ließ. Johnson, selbst ein angesehener Schauspieler, hatte bereits in fast jedem Bereich der Filmbranche gearbeitet, einschließlich Stunts, Spezialeffekte und Kamera. Außerdem hatte er Erfahrungen mit Action-Thrillern über Strafverfolgungen, mit Ensemblefilmen, einer großen Anzahl an Kameras, weiträumigen Drehorten und Spezialeffekten. Für THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? nutzte Johnson diesen großen Erfahrungsschatz, um die Realität und die raue Oberfläche der Welt des Secret Service darzustellen.

Johnson arbeitete beim Casting für den Film eng mit Douglas und Drogin zusammen. Sobald Douglas mit an Bord war, folgten Kiefer Sutherland, Eva Longoria und Kim Basinger für die weiteren Schlüsselrollen. Es war für Douglas nicht das erste Mal, dass er mit Sutherland zusammenarbeitete; Douglas produzierte Flatliners ? Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990), einen der Filme, der Sutherland in die Ränge aufregender neuer Filmstars katapultierte. »Damals lernte ich Kiefer kennen und bemerkte, wie talentiert er ist. Für seine Rolle in THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? bringt er eine ungeheuerliche Glaubwürdigkeit mit«, schwärmt Douglas.

Sutherland antwortet mit dem gleichem Enthusiasmus, wenn er nach Douglas gefragt wird: »Betrachte Michaels Filme ? sie sind alle erste Klasse. Ich hatte das Vergnügen, mit ihm zu arbeiten, als ich noch sehr jung war, und er war gütig und freundlich zu mir. Ich sah seine Filme im Laufe der Jahre und habe gelernt, was aus ihm einen phänomenalen Produzenten gemacht hat. Da sind sein Sinn für Verantwortung und sein würdevoller Umgang mit all seinen Filmen. Ich habe seine Notizbücher gesehen und wie er sich am Set verhält. Ich habe viel gelernt, und es war ein Vergnügen. Ich bin ihm sehr dankbar dafür.«

Als Hauptermittler im Film lässt Sutherlands David Breckinridge manchmal seine persönlichen Gefühle in den Job einfließen. »Er hat eine Vergangenheit«, bemerkt Sutherland, »und unsere Vergangenheit stellt uns oft ein Bein. Diese Elemente beginnen, das zunichte zu machen, was aus uns einen perfekten Ermittler machen würde.«

»In unserer Gesellschaft, in der Ausbildung und Erziehung ein bestimmtes Niveau erreicht haben, gibt es Spezialisten für alles mögliche«, fährt Sutherland fort. »Ich werde nie den Agenten des Secret Service vergessen, der sich links vor Präsident Reagan stellte, seine Augen schloss und wartete. Er blieb in dieser Position, um die Schüsse abzuwarten. Hätte ich den Mut und die Geistesgegenwart besessen, um mich unter diesen Umständen an meine Ausbildung zu erinnern? Das ist die Frage, die ich mir selbst gestellt habe. Wir sollten eine Menge Respekt für die Agenten des Secret Service aufbringen.«

Sutherland freute sich auch auf die Zusammenarbeit mit Eva Longoria. »Sie hat einen unglaublichen Sinn für den richtigen Fokus«, sagt er. »Die Figur, die sie spielt, verrät ihre eigene Persönlichkeit, und das ist das Merkmal aller großen Schauspieler.« Jill Marin wurde an der Akademie von Pete Garrison ausgebildet, und sie kommt nach ihrem Abschluss in das Büro von David Breckinridge. Jill weiß noch nichts von den persönlichen Konflikten zwischen den zwei Männern. »Drehbuchautor George Nolfi verknüpft ihre Geschichten auf wunderbare Weise miteinander«, berichtet Sutherland. »Jills Geschichte mit Garrison erinnert David Breckinridge an seine Beziehung zu Garrison. Dies lässt sie die Richtung ihrer Ermittlungen in Frage stellen. Es geht um Loyalität.«

Wie die anderen genoss auch Sutherland, einen Schauspieler als Regisseur zu haben. »Es gibt Gemeinsamkeiten«, so Sutherland. »Das kann man nicht leugnen. Clark hat diese innere Sensibilität und weiß, dass Dreharbeiten keine Einbahnstraße sind. Zu wissen, wie es ist, in den Schuhen des Schauspielers zu stecken, ist ein Geschenk.« Eva Longoria wählte THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? als ihre erste große Filmrolle aus, weil diese so anders als ihr Part in der Fernseh-Hitserie »Desperate Housewives« ist.

»Es ist eine Dreiecksgeschichte zwischen Michael, Kiefer und mir, aber es ist keine amouröse Dreiecksgeschichte«, sagt Longoria. »Deshalb habe ich mich für diesen Film entschieden. Es ist das Gegenteil von meiner Serienfigur Gabrielle Solis.« Longoria spielt die einzige Frau im Team. »Sie ist ein Arbeitstier«, beschreibt sie die Agentin Jill Marin. »Sie will lernen, spielt ihre Sexualität vollkommen herunter, mußs sich doppelt bewähren im Vergleich zu einem Mann und sie ist fest entschlossen, ihr Bestes zu geben.

Sie ist neu, aber nicht selbstgefällig, sie sieht über den Tellerrand hinaus. Es geht nicht um Kleidung, Haare und Make-Up, so wie bei ?Desperate Housewife? Gabrielle. Bei Jill Marin dreht sich alles nur um die Arbeit.« Obwohl Longoria zart gebaut ist, stellte dies kein Problem dar. »Der Secret Service besteht aus aggressiven, intelligenten, fitten, ambitionierten Individuen mit vertrauenswürdigem Aussehen«, sagt sie. »Es geht nicht um Körpergröße. Jill ist definitiv einer von den Jungs.«

»Ich fühlte mich wohl unter all dem Testosteron, weil ich ein Wildfang bin«, fügt sie hinzu. »Ich bin auf einer Ranch aufgewachsen und war es gewohnt, mit meinem Dad auf Zielscheiben zu schießen. Ich habe mit sechs Jahren zum ersten Mal mit einer Waffe geschossen! Und ich war die beste Schützin!« Longoria fand den Film eine aufregende Erfahrung. »Ich stellte den Beratern des Secret Service viele Fragen. Ich hege neuerdings einen großen Respekt für diese Leute und die Arbeit, die sie leisten.«

Martin Donovan, der den mit der Leitung des Falls betrauten Spezialagenten William Montrose spielt, sagt: »Ich bemerkte erst nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, dass wir den Secret Service als selbstverständlich hinnehmen. Eines meiner Ziele war, die Menschlichkeit hinter dem Image, das diese Leute präsentieren, zu finden. Sie scheinen unerbittlich, stoisch, hyper-aufmerksam und einschüchternd zu sein, aber sie sind von beeindruckender Präsenz. Der Leiter der Abteilung zum Schutz des Präsidenten mußs in der Lage sein, Cocktailparties zu bestehen mit den führenden Köpfen der Welt. Und unsere Berater des Secret Sercive erzählten mir, dass sie bei solchen Gelegenheiten mit Fragen überhäuft werden.«

Die Filmemacher besetzten bekannte Schauspieler, sowohl Amerikaner als auch Kanadier, für die kleineren, aber entscheidenden Rollen. Sie werden zum Leben erweckt von David Rasche (»Sledge Hammer«), der den Präsidenten John Ballentine spielt, von Blair Brown (»The Days and Nights of Molly Dodd«) als Beraterin der Abteilung für Nationale Sicherheit, Gloria Reuben (»ER ? Emergeny Room«) als Nancy Merriweather, Ritchie Coster (»Traffic«-Dreiteiler) als boshafter The Handler, Chuck Shamata (Vater Rorick in Das Comeback (2005) und Gründungsmitglied der Actors Repertory Company) als Secret Service Direktor Overbrook, Taborah Johnson (Gastgeberin von »Polka Dot Door«) als Stabschef der First Lady, Raoul Bhaneja (Pete Subramani aus »Train 48«) als Agent Aziz Hassad und Kristin Lehman (Dr. Lily Reddicker in »Für alle Fälle Amy«) als Ex-Frau von Agent David Breckinridge.

Regisseur Clark Johnson hat selbst die Rolle des Agent Merriweather übernommen, der zum Schweigen gebracht wird, bevor er sein Insiderwissen weitergeben kann, und dessen Ermordung das Mordkomplott am Präsidenten aufdeckt.

Geheimnisse des Geheimdiensts Um die innere Welt des Secret Service auf der Leinwand darzustellen, holten sich die Produzenten einen Geheimdienst-Agenten im Ruhestand als Berater an Bord. Gerald A. Cravis, ein vor kurzem pensionierter US-Agent, verbrachte Jahre mit dem Schutz des Präsidenten und der Entwicklung von Strafverfolgungs- und Sicherheits-Techniken. Im Laufe seiner Karriere war Cavis, der seine Erfahrungen aus allen Bereichen des Secret Service in alle Details des Films einbringen konnte, direkt für die übergeordnete Sicherheit bei Veranstaltungen wie den Präsidentschafts-Wahlkampagnen von 2001 und 2004 verantwortlich, sowie bei den Antrittsreden, dem 50-jährigen Jubiläums-Gipfel der NATO in Washington, D.C. und dem Besuch von Papst Johannes Paul II. in St. Louis.

Er war erster Berater bei anderen großen Events wie dem G8-Gipfel in Sea Island, Georgia, einigen Wahlkampfdebatten und den Olympischen Spielen in Athen. Cavis war Field Agent, spezialisiert auf Befragungen, das Polygraph Program und Undercover-Einsätze. In Washington, D.C. diente er von 1994 bis 1997 in der elitären Presidential Protective Division (PPD) während der Amtszeit von Präsident Clinton und stieg zum Leiter eines von vier Teams auf, die direkt für die Sicherheit des Präsidenten verantwortlich sind, und die auch bei Clintons zweiter Antrittsrede dabei waren.

Heute ein Spezialist und Ausbilder in Sachen Nationale Sicherheit, brachte Cavis ein Netzwerk der gefragtesten Profis im Bereich Strafverfolgung mit, darunter seinen Kollegen Kevin Billings, einen weiteren ehemaligen Agenten, der seit über zwanzig Jahren Präsidenten und Würdenträger beschützt. Cavis war beeindruckt von dem Ansatz der Filmemacher ? und des Originalmaterials ? ganz akkurat die Welt des Secret Service zu dokumentieren. »Gerald Petievich, der Autor des Buchs, war selbst ein ehemaliger Geheimdienst-Agent«, weiß Cavis zu berichten. »Und Drehbuchautor George Nolfi hat einen herausragenden Job geleistet. Sein Niveau an Wissen und Recherchen für die realistische Umsetzung ist fast beängstigend.«

Das Drehbuch ist großzügig mit Fachjargon geschmückt. »George, Clark und ich unterhielten uns viel über die Dialoge«, so Cavis, »damit die Schauspieler wie echte Agenten reden würden.« Der Look der Regierungsbüros ? die Funkkonsole, Schreibtische und Computer wurden nachgebaut ? sollte so akkurat wie möglich sein, obwohl ein paar wenige Freiheiten gestattet wurden, um den Kamerabewegungen und dem visuellen Stil des Films entgegen zu kommen. Garrisons Büro im Weißen Haus zum Beispiel sollte baukastenartig und funktional sein, mit viel Papierkram und Dokumenten, die unterzeichnet werden müssen, während der Schreibtisch des leitenden Agenten des Falls völlig aufgeräumt war, weil er Mitarbeiter für den Papierkram hat.

Für die forensischen Berichte und Drohbriefe setzte sich Cavis mit dem Team der Ausstattungs-Abteilung zusammen und führte sie in die Designs ein. Er half den Kostümbildnern bei der Auswahl von Schuhen und Stiefeln: Geheimdienstagenten tragen eher gebundene Schuhe als Slipper, »das macht weniger Probleme, wenn sie laufen müssen«, erklärt er. Die Materialien sind hochwertig, »nicht wie bei den FBI-Agenten und ihren grobgestrickten Nylons«, so Cavis. Er half außerdem dabei, die richtigen Sonnenbrillen auszusuchen, die Headsets und Kragen-Mikrofone. Neben der Requisite, Kostüm und Ausstattung, berieten Cavis und Billings die Produktion außerdem was die Auswahl der Autos und bewaffneten Sicherheitsfahrzeuge angeht.

Waffentraining Cavis und der Waffenspezialist Charles Taylor brachten Michael Douglas, Kiefer Sutherland und Eva Longoria bei, mit echten Waffen so zu schießen, wie es Secret Service-Agenten tun würden. Diese taktische Ausbildung ähnlich zu dem, was Agenten tatsächlich auf der Akademie lernen, lehrte die Schauspieler den Umgang mit den Waffen, einschließlich Handhabung, Ziehen und Halten sowie Sicherung und Regeln der Schussweite, Zielen, Abdrücken, Einstecken in die Halterung, Laden und Neuladen.

Die Experten statteten die Schauspieler mit den gleichen Waffen (9mm SIG Sauer), Halterungen, Gürteln und Patronen aus, die von Agenten verwendet werden, sowie mit der passenden Schutzkleidung, einschließlich schusssicheren Westen sowie Augen- und Ohren-Schutz. »Kiefer mußs am Set von ?24? häufig mit Waffen umgehen«, erzählt Cavis, »aber nie mit echten. Er fand es sehr nützlich zu lernen, wie man die Zielvorrichtung richtig positioniert, um das Ziel zu treffen, und er hat sehr gut geschossen. Michael hatte ebenfalls schon etwas Unterricht und schoss ebenfalls sehr gut.«

Nach dem Schießen mit echter Munition lernten die Schauspieler, wie sie sich annähern, in eine Autokolonne hinein- und herausfahren, zu welcher Seite sie sich drehen, wie sie sich bewegen und sich verhalten müssen, wenn sie die Person, die sie beschützen, umkreisen, wie sie ihre Körper als Schutzschilde einsetzen, wie sie sich selbst schützen und wie sie eine verdächtige Person identifizieren, all dies mit einem hohen Grad an Authentizität. Sie erhielten Instruktionen über die versetzten Formationen, die Agenten verwenden, wenn sie neben dem Präsidenten oder der First Lady gehen ? zum Beispiel die »Diamanten«- oder die »Kasten«-Form.

Die Autokolonne hat eine bestimmte Anordnung und Organisation von Fahrzeugen. Sie übten das Einsteigen und Aussteigen aus den Autos und Gebäuden auf die korrekte Art und Weise, außerdem das Belagern und die Evakuierung. Alle Übungen und Prozeduren waren auf die besonderen Anforderungen des Drehbuchs und die Ausstattung der Szenen abgestimmt. Eva Longoria war die beste Schützin unter den Schauspielern. Cavis erklärt warum: »Sie hatte sich keine falschen Bewegungen angewöhnt. Sie hört gut zu und war in der Lage, alles in die korrekte Körperhaltung, das Ziehen des Abzugs, das Zielen und die körperlichen Anforderungen für das Treffen des Ziels umzusetzen.«

Von Douglas, Sutherland und Longoria wurde verlangt, unter realen Bedingungen im Freien auf Ziele in einer Entfernung von drei Metern, fünf Metern, sieben Metern, fünfzehn Metern und dreißig Metern und dann durch einen offenen Türgang zu schießen. Alle Ergebnisse wurden festgehalten und dann im Einzelnen besprochen. Longoria schlug alle anderen auf der Entfernung über dreißig Meter. Dann verglichen sie die Zielscheiben miteinander. »Sie war außerordentlich«, urteilt Cavis. »Tatsächlich würde sie selbst beim Geheimdienst eine gute Schützin abgeben. Es war beeindruckend.«

Auch Michael Douglas hält mit Lob nicht hinter dem Berg: »Eva erwies sich beim Schießen als echter Crack. Ich war nicht darauf vorbereitet, wie gut sie war. Sie sagten uns, dass sie besser wäre als neunzig Prozent aller Polizisten da draußen. Sie ist eine echte Sportlerin.« Alle drei Stars gewannen neuen Respekt vor den Leistungen der Agenten. Es ist schwierig, gleichzeitig zu laufen, sich zu bewegen und zu schießen. »Unsere Stars haben diesen coolen und vertrauenswürdigen Look«, bestätigt Waffenspezialist Charles Taylor. »Das strahlen sie alle aus. Aber Frauen sind in der Regel die besseren Schützen. Sie sind ruhiger. Bei ihnen ist nicht das ganze Testosteron in ihrem Körper mit im Spiel. Sie blicken nur durch die Zielvorrichtung und drücken ab.«

Der Look von The Sentinel - Wem kannst du trauen? »Der Look des Films vermittelt Bewegungsenergie«, erklärt Regisseur Clark Johnson. »Wir nutzten viele Kameras und viele bewegte Einstellungen.« Johnson und sein Kameramann Gabriel Beristáin arbeiteten zuvor bei S.W.A.T. ? Die Spezialeinheit (2003) zusammen, bei dem sie spektakuläre Ansichten von Los Angeles schufen. Bei THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? vermischten sie den Look eines Big-Budget-Actionthrillers mit dem Glamour des Weißen Hauses und einer sehr elitären Organisation der Strafverfolgung. »Es geschieht so vieles in dieser Welt«, so Beristáin. »Wir wollten dieser Welt einen visuellen Stil verleihen, einen starken Herzschlag, ein visuelles Stakkato.«

»Wir arbeiteten eine Abfolge aus, die uns gestattet hat, die Lichtsetzung und die Kameras auf die Action reagieren zu lassen. Am Anfang ist es eine gut gesicherte Welt mit warmen Tönen, eleganten und klassischen Kamerabewegungen. Während die Story beunruhigender und beklemmender wird, reagieren Licht und Kameras darauf, sie werden kühler und hektischer in ihren Bewegungen. Es gibt natürlich auch Überschneidungen. Es ist kein mechanischer sondern ein philosophischer Prozess. Wir dachten dabei an die Publikumsemotionen.

Wir wollten nicht, dass das Publikum raten kann; wir wollten, dass die Zuschauer mitdenken. Kamerabewegungen sollten nichts von der Story vorwegnehmen.« Dem Glanz und Glamour des Weißen Hauses stellt sich eine dunklere, raue Welt zur Seite, als Garrison die Flucht antreten mußs. Johnson und Beristáin verwendeten eine ganze Reihe von Techniken, darunter konventionelle Kamerapositionen, Videos, Steadicams, Handkameras und ausgeklügelte Monitore, die wichtige Bilder zeigen, sowie andere Einblicke in diese Welt.

Bei der Darstellung der Welt der Überwachung achteten die Filmemacher auf eine Atmosphäre des Beobachtens und Beobachtetwerdens, eine Atmosphäre, die ganz und gar der des Secret Service entspricht. »Wir dachten, es könnte interessant sein, unseren Film aus dem Blickwinkel des Publikums zu sehen«, sagt Beristáin. »Die Welt, die wir darstellen, ist nicht einfach. Die Figuren werden paranoid und verdächtig, sie werden sich immer mehr der Menschen um sie herum bewusst. Die Welt um unsere Figuren herum kollabiert. Es herrscht Chaos.«

Beristáin war dafür verantwortlich, zwei der schönsten Frauen ins rechte Licht zu setzen: Kim Basinger und Eva Longoria. »Beide haben interessante Charakterentwicklungen «, so der Kameramann. »Und ich hatte das Glück, dass wir zwei Schauspielerinnen hatten, die unter allen beleuchtungstechnischen Umständen wunderschön aussehen.«

»Die Welt der First Lady zerbröckelt auf eine Art und Weise, die katastrophal werden könnte. Sie mußs sich einer Verwandlung unterziehen. Wir verwendeten mehr als nur glamouröses Licht, und ihr Gesicht reagierte auf jede Licht-Situation mit Würde, Grazie und Eleganz. Evas erste Szenen im Film sind bescheiden und demütig, in dem kleinen düsteren Geheimdienstbüro, in dem sie auf Kiefer Sutherlands Figur stößt. Als sich ihr Charakter entwickelt, veränderten wir die Kamerawinkel und das Licht auf sie, machten sie ein wenig heldenhafter. Sie nahm alles an ? direktes Licht, niedrige Winkel, nicht sanft, ohne Filter ? sie sah absolut hinreißend aus. Es war eine Ehre und ein Vergnügen, mit ihnen beiden zu arbeiten.«

Beristáin kommt aus einer europäischen Tradition des Filmemachens, wo sie, wie er sagt »die Lichtsetzung zelebrieren, die man ihnen anbietet. Kim und Eva nahmen dieses Angebot an wie die größten europäischen Schauspielerinnen, mit denen ich gearbeitet habe ? und machten ihren Job wundervoll.« Szenenbildner Andrew McAlpines Entwürfe schlossen auch einen im Studio nachgebauten »Presidential Protective Division« (PPD) ? Raum ein, in dem die Agenten ihre Arbeit erledigen.

Dies verlangte ein ausgefeiltes Szenenbild mit Dutzenden von Computerbildschirmen mit gestreamten Bildern, Schreibtischen, Arbeitstischen, forensische Berichte und Berichte über Abwehrmaßnahmen, dazu Details wie Mousepads, Briefbeschwerer, Stühle, Heftklammern, Tafeln, Fotos und Fahnen. Kostümdesignerin Ellen Mirojnick, die die Kostüme für acht Filme von Michael Douglas kreiert hat, beschloss, die Agenten-Uniformen und Anzüge elegant und mondän zu entwerfen, mit akkurat geschnittenen, maßgeschneiderten Jacketts.

Sie verwendete dunkelblaue, schlichte Hemden und eine Zusammenstellung von bestimmten Farbtönen von Blau bis Grau. Sie und ihr Team entwarfen einen Look, der auf die Uniformen der Armee, die sie kreierten, abgestimmt war. Wie die anderen Filmemacher strebte Mirojnick einen größtmöglichen Realismus an ? doch sie machte eine kleine Ausnahme bei Eva Longoria. »Sie sieht ein bisschen hübscher aus, als es die Regularien erlauben«, lacht Mirojnick. »Unsere Version ist ein bisschen stylisher. Die Frauen tragen Hosenanzüge, damit sie laufen können, aber der richtige Sitz ist das Schlüsselelement.«

Szenenfoto
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