Klang der Ewigkeit

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Titel Deutschland: Klang der Ewigkeit
Titel USA: -
Genre: Musik
Farbe, Deutschland, 2005

Kino USA: -
Kino Deutschland: 15. Juni 2006
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 111 Minuten, FSK o. A.



Inhalt Der Film ?Klang der Ewigkeit? ist eine sprachlose - und somit über alle Kulturgrenzen hinweg mühelos verständliche - visuell umgesetzte Besinnung über den Kreislauf des Lebens, über das Weltliche, das Geistliche, das Unerklärliche. Damit auch über die Existenz an sich. Ein Film voll Ehrfurcht und Achtung, Inspiration und Emotionalität - angeregt von Johann Sebastian Bachs zeitloser Kunst: der h-Moll-Messe, BWV 232.

Die cineastische Form der 27 Kurzfilme orientiert sich an der 27-teiligen musikalischen Struktur der H-Moll-Messe, beginnend mit dem ?Kyrie Eleison? (?Herr erbarme Dich unser?) und endend mit ?Dona nobis pacem? (?Gib uns den Frieden?). Jeder einzelne der 27 kurzen Filme ist ein in sich abgeschlossenes Werk: Formal und inhaltlich vollendet; in der Gesamtheit und im Ablauf fügt es sich jeweils sinnstiftend ein zu einer inspirierenden Rund-Reise durch die Schöpfung, stellt existenzielle Zusammenhänge im Detail dar, und erlaubt zu reflektieren, zu hören und zu sehen ... Präziser, hoher kreativer Aufwand in höchstmöglicher technischer Perfektion.

Die Bilderwelten führen über alpine Bergmassive und Gletscher hin zu friedvollen Tälern, hin zu pulsierenden Millionenstädten, erzählen von den Pfaden der Menschen und Menschheit auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und der Existenz und dem Erringen von Wissen und Erkenntnis. Sie erzählen davon, was das Leben über Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende ausmacht, von Geburt und Tod, von Familien, von individuellen und kollektiven Schicksalen, von Zeit- und Weltgeschichte - von Kunst und Wissenschaft, Intuition und Mystik.

Die endlose Pilgerschaft der Menschheit in ihrer Suche nach Vollendung, nach geistigem und seelischem Frieden - visuell eingefangen in sakralen Zeugnissen in europäischen Klöstern und Kirchen, in der Kunst - im Einklang mit der hypnotisch ergreifenden und transzendierenden Musik der h-Moll-Messe.

Einige Teile des Films geben in Spielszenen Momente des Lebens und der Historie wieder, andere Teile sind aus der Musik empfundene Impressionen von Natur und Naturgewalten. Wieder andere Teile orientieren sich in ihrer Abstraktion an den Kompositionsprinzipien Johann Sebastian Bachs. Ziel des Films ist es, den Zuschauer durch Augen und Ohren inspiriert zu hinterlassen, meditativ entrückt, zufrieden, ein Stück Seelenheil findend und wenn möglich eine kleine Weile behaltend ... Ein außergewöhnliches, nicht alltägliches Erlebnis.


Darsteller & Stab Darsteller: Axel Ganz, Barbara Stoll, Irene Kugler, Isabel Braun, Mateo Hartmann

Stab:Regie: Bastian Clevé, • Produktion: Bastian Clevé, Horst Benzing • Drehbuch: - • Vorlage: - • Filmmusik: Helmuth Rilling • Kamera: - • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: - • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Südwest Aktiv, 12.9.05: ... von den Experimenten, die beim Musikfest unter dem Motto ?Bach im 21. Jahrhundert? zur Diskussion gestellt wurden, war Bastian Clevé?s cineastische Annäherung an die h-Moll-Messe sicher das spektakulärste ... mit unterschiedlichsten filmischen Mitteln, mal original belassen, mal aufwändig digital bearbeitet, nähert sich Clevé der Musik und erzielt teilweise intensive sinnliche Eindrücke...atemberaubende Breakdancer, die sich exakt im Rhythmus der ekstatischen geistlichen Musik Bewegen ... Pilger aus biblischer Zeit und plötzlich die Vision des gelobten Landes vor sich haben ... aussergewöhnliche Kameraperspektiven, raffinierte Schnitte ... fantasievolle Spielereien ... sehenswerter Film ...

Südwestpresse 7.9.05: ... Bastian Clevé will mit seinem Film, der sich ganz bewusst nicht am Text der Messe orientiert, sondern eher von Bachs Musik inspiriert, eine Meditation über das Leben darstellt, den Zuschauer ?zum Nachdenken, zum Staunen? anregen. Das kann dann auch schon mal richtig provokativ sein, wenn Breakdancer zum Glaubensbekenntnis über die Leinwand düsen. So viel Vitalität überzeugt und begeistert auch Helmuth Rilling: ?Das passt! Zum Text wie zur Musik!?...

film-dienst 12/2006: Videoclipartige Bildwerdung von Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll, bei der jeder ihrer 27 Teile in experimentelle Kurzfilme gegossen wird, deren Stoffe von verfremdeten Landschaftsgemälden großer Meister über Kriegsfotos bis zu symbolischen Alltagshandlungen reichen. Bezüge zur Musik lassen sich finden, zuweilen sind die Bilder durchaus wirkungsvoll, meist aber erscheinen sie als künstlich überhöhte, selbstverliebte, mitunter auch kitschige Spielerei.

Eßlinger Zeitung, 22.4.05: ... zuguterletzt mündet Bach in eine ambitionierte Neukreation: Der Regisseur Bastian Clevé verfilmt die h-Moll-Messe. Streng aus der Form des Bachschen Opus summum orientiert stülpt Clevé der Messe keine Handlung über, sondern zielt auf Meditation über ?Weltliches, Geistliches, Unerklärliches?.

Filmecho/Filmwoche 37/17.9.05: ... im mit rund 2.000 Zuschauern nahezu ausverkauften Beethovensaal der Liederhalle war ein einmaliges Ereignis zu bewundern ... insgesamt gab es minutenlangen Applaus ... Der Klang der Ewigkeit polarisiert, löst Diskussionen aus und das ist vielleicht einer seiner Stärken ...

Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg 36/2005: ... Die Vorstellung, dass Bach auf die Kinoleinwand kommt und damit ein ganz neues Bach-Publikum erschlossen wird, hat jedenfalls einen besonderen Reiz. Und wer die h-Moll-Messe bereits kennt, wird sie angesichts der eindrucksvollen Bilder neu entdecken lernen ...

Film- und TV-Kameramann, 3.05: ... die fantastischen Bilder und die bombastisch-ergreifende Musik dieses audio-visuellen Gesamtkunstwerks verlangen die große Leinwand ...

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Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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