Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt

Produktionsnotizen

Wie bringt man einen Komödienklassiker auf den heutigen Stand? 1959 setzte Walt Disney mit dem hinreißenden Spaß THE SHAGGY DOG (damaliger deutscher Titel: ?Der unheimliche Zotti?) den Standard dafür, was das Publikum auch heute noch von zeitlosen Familienkomödien erwartet. Er war einer der ersten Live-Action-Spielfilme des Studios, in Schwarzweiß gedreht. Er erzählte eine unglaubliche Geschichte, bei der man sich als Zuschauer bisweilen ungläubig schütteln mußste, eben wie ein zotteliger Hund nach einem ausgiebigen Bad: Eine verrückte Situation jagte die andere, bis der Film in einer völlig überraschenden Auflösung seinen Höhepunkt fand.

In der damaligen Version, inszeniert von Charles Barton, war es der Sohn der Familie, Teenager Wilby Daniels (gespielt von Teenager-Liebling Tommy Kirk), der mit einem durch ein uraltes Amulett ausgelösten Fluch in einen zotteligen Hirtenhund verwandelt wurde. In diesem schockierenden neuen Zustand mußste Wilby seinen Vater, einen von Angst vor Hunden und diversen Allergien geplagten Postboten, gespielt von Fred MacMurray, überzeugen, dass er die Gestalt eines Hundes angenommen hatte.

Und obendrein mußste er eine geheime sowjetische Spionagemission stoppen, wenn er jemals wieder in einen Menschen zurückverwandelt werden wollte. Der Film war angefüllt mit Slapstickjagden sowie unvergesslichen visuellen Gags, wie z. B. einem Hirtenhund am Steuer eines heißen Ofens, und erwies sich damit als nahezu unvergesslich für jedes Kind, das ihn jemals gesehen hatte. Das Genre der Familienkomödie war geboren!

Zwei Jahrzehnte später kehrte der weithin geliebte Zottel zurück auf die Leinwand, in THE SHAGGY D.A. (?Zotti, das Urviech?, 1976), der eine neue Generation von Fans in helle Begeisterung versetzte. Diesmal sah man Dean Jones als mittlerweile erwachsenen Wilby Daniels, der sich um das Amt des Bezirksstaatsanwalts bemühte, obwohl ihn die Neigung, sich unerwartet in einen Hund zu verwandeln, weiterhin verfolgte.

Sprung ins 21. Jahrhundert ? zu dem Zeitpunkt, an dem Comedy-Superstar Tim Allen darüber nachdachte, wie man dem alten Hund vielleicht noch ein paar neue, zeitgemäße Tricks beibringen könnte: Er wollte einen Weg finden, wie man die altbekannte Geschichte auf innovative, neue Weise erzählen könnte, damit man auch die bisher anspruchsvollste und technologisch fortschrittlichste Generation von Kids für den Stoff interessiert. Man darf nicht vergessen, dass die Filmtechnologie Quantensprünge gemacht hat, seitdem der originale SHAGGY DOG sein Publikum verzaubert hatte. Also ergab sich die Gelegenheit, Shaggy mit mehr Realismus, aber auch mehr visuellen Überraschungen denn je zu filmischem Leben zu erwecken.

Allen sagt: ?Der ursprüngliche SHAGGY DOG war in meiner Jugend ein wichtiges Ereignis. Der Film steckte voller Magie. Ich fand immer, dass er eine der erinnerungswürdigsten und unterhaltsamsten Produktionen seiner Zeit war. Aber wenn man die Sache nüchtern betrachtet, dann ist die Erinnerung daran stärker als der Film selbst. Der Einfluss auf die Kids damals war immens, aber die Technologie, die in den 50er Jahren zum Einsatz kam, ist hoffnungslos veraltet. Mir gefiel also die Idee, einen echten Klassiker auf den heutigen Stand zu bringen, etwas von damals zu nehmen und auf aufregende und witzige Weise so zum Leben zu erwecken, dass das für uns Sinn macht. Die Herausforderung, ein einstmals perfektes Konzept noch einmal neu zu erfinden, fand ich irre spannend.?

Allen ist bekannt für seinen kreativen und familienfreundlichen Sinn für Humor. Daher gefiel ihm auch die Aussicht, sich als Schauspieler auf einen ?wilden Ritt? einzulassen und seine komödiantischen Instinkte auf den Prüfstand zu stellen. Immerhin hatte er sich vorgenommen, die Geschichte aus einer völlig neuen Sichtweise zu erzählen ? aus der Perspektive eines von seiner Familie entfremdeten Vaters, der gezwungen wird, seine Lieben mit den Augen eines anhänglichen Familienhundes zu betrachten. Als Allen mit der Idee bei Disney vorstellig wurde, war das Studio sofort begeistert von der Vorstellung, dass einer der beliebtesten Komödianten der Filmindustrie einen seiner Klassiker modernisieren wollte.

Das Studio holte seinerseits Produzent David Hoberman (?Haus über Kopf?, ?Antarctica?) an Bord. Unter seiner Führung nahm das Projekt schnell Gestalt an. Hoberman berichtet: ?Wie Tim habe auch ich sehr angenehme Kindheitserinnerungen an das Original. Also hielt ich die Idee eines Updates für ausgezeichnet, speziell mit Tims Beteiligung. Er ist einer der wenigen Schauspieler, die über dieses außergewöhnliche Talent für Slapstick verfügen, um sich wirklich zu trauen, einen Vater zu spielen, der sich in einen Hund verwandelt. Als wir grünes Licht erhielten, ging alles sehr schnell ? unsere Priorität war es, ein Drehbuch auf die Beine zu stellen, das sehr lustig und zeitgemäß sein sollte.?

Als Inspiration dienten dem qualifizierten Team von Autoren sowohl THE SHAGGY DOG als auch THE SHAGGY D.A., und so lieferten Cormac & Marianne Wibberley, Geoff Rodkey und Jack Amiel & Michael Begler ein Skript ab, das allen Wünschen perfekt entsprach. Hoberman war höchst erfreut, dass nicht nur der Slapstick und die aberwitzigen Eskapaden saßen, sondern auch die Geschichte eines Mannes funktionierte, der erst lernen mußs zu sitzen, sich ruhig zu verhalten und einfach nur an der Seite seiner Familie zu sein, um der Vater und Ehemann werden zu können, der er immer für seine Liebsten sein wollte.

?In der Geschichte geht es in Wahrheit um einen Mann, der sich in den besten Freund des Menschen verwandelt und dabei lernt, der beste Freund seiner Familie zu sein?, erklärt der Produzent. ?Diese Verwandlung ermöglicht es ihm, wie eine Fliege an der Wand alles unbeachtet mitzuverfolgen und seine Frau und seine Kinder in einem ganz neuen Licht zu sehen ? und das ist großartig. Auf einmal bekommt er als Hund Dinge mitgeteilt, die man ihm als Vater niemals gesagt hätte. Das ist das emotionale Zentrum des Films. Es ist sehr bewegend und herzerwärmend, dieser Entwicklung zuzusehen.?

Allen fügt hinzu: ?Mir war es wichtig, die Geschichte mit etwas Herz und Seele anzureichern. Die Geschichte schickt Dave an Orte, an die nur Hunde kommen, und lässt ihn hören, was nur Hunde zu hören bekommen. Das lässt Dave erkennen, dass er das Zeug dazu hat, auch ein besserer Mensch zu werden. Auf der einen Seite ist der Film also zum Schreien komisch, andererseits erzählt er aber auch eine tolle Geschichte für die ganze Familie.?

Als Nächstes stand die Suche nach einem geeigneten Regisseur auf dem Plan. Schnell nahmen Allen und Hoberman den begabten Brian Robbins ins Visier, der sein Faible für liebenswerte Comedy in so unterschiedlichen Filmen wie der erfolgreichen Teenager-Komödie VARSITY BLUES (?Varsity Blues?, 1999), dem aufwühlenden Sportdrama HARD BALL (?Hard Ball?, 2001) mit Keanu Reeves sowie dem Highschool-Krimi THE PERFECT SCORE (?Voll gepunktet?, 2004) mit Scarlett Johansson unter Beweis gestellt hatte.

Robbins ist selbst Vater zweier Söhne und war sofort begeistert von der Aussicht, sich ein für die ganze Familie gedachtes Fantasy-Abenteuer vorzunehmen. ?Meine Jungs sind sieben und fünf Jahre alt, deshalb hatte ich einen großen Familienfilm ohnehin ganz oben auf meiner Wunschliste, als ich von Disney wegen SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT angesprochen wurde?, erinnert er sich. ?Der Stoff ist ein Klassiker. Und mit Tim Allen als Star konnte ohnehin nichts schief gehen. Ich wusste, dass das eine großartige Gelegenheit wäre, einen Film zu machen, der nicht nur meinen Kindern gefällt, sondern alle möglichen verschiedenen Familien begeistert. Das gab den Ausschlag für mich.?

Robbins sprach auch die Leitthemen des Films an: ?Ich glaube, dass sich der Film ein Syndrom vornimmt, das alle modernen Familien nur zu gut kennen. Wir alle sind so beschäftigt mit unseren Karrieren und Aktivitäten, dass es nur zu leicht passieren kann, dass Eltern und ihre Kinder nebeneinander her leben. Manchmal bedarf es eines gewissen Ereignisses, um eine Familie wieder zusammenzubringen. In diesem Fall ist es das Auftauchen eines zotteligen Hirtenhundes!?

Und schließlich gab es für Robbins noch das Tüpfelchen auf dem i: Er konnte eng mit Tim Allen an einer Rolle arbeiten, die es dem Schauspieler erlaubte, seine komödiantischen Fähigkeiten bis zur Neige auszuschöpfen. ?Wenn man mit einer Filmgröße wie Tim arbeitet, dann weiß man von Anfang an, dass all die üblichen Regeln aus dem Fenster geworfen werden. Genau das war der richtige Ansatz für diese Geschichte. Wir konnten sie nur mit einem Schauspieler erzählen, der bereit war, über seine Grenzen hinauszugehen und die lustigen Aspekte eines Mannes zu erforschen, der gezwungen ist, im Körper eines Hundes zu leben, während er gleichzeitig seine Aufgaben als Bezirksstaatsanwalt und Vater zu meistern hat?, fasst Robbins zusammen.

?Ich bin mir sicher, dass sich die Leute totlachen werden, wenn sie sehen, wie Tim auf den Hund kommt. Diese neue Version erzählt eine komplexere Geschichte mit mehr Lachern und mehr Gewicht ? auf gut Deutsch: Für das Publikum ist das ein riesiger Spaß.?

Eine haarige Angelegenheit: Tim Allen spielt Dave Douglas, der vom Anwalt zum Hirtenhund wird In seiner Karriere als einer der beliebtesten Familienkomödianten Amerikas hat sich Tim Allen eine beeindruckende Bandbreite unterschiedlichster Rollen vorgenommen. Er war der von Unfällen verfolgte Handwerker in HOME IMPROVEMENT (?Hör mal, wer da hämmert?), der zaudernde Weihnachtsmann in THE SANTA CLAUSE (?Santa Clause ? Eine schöne Bescherung?, 1994), und er lieh dem hinreißend von sich selbst überzeugten Buzz Lightyear in dem Blockbuster TOY STORY (?Toy Story?, 1995) seine Stimme.

Nichts davon hätte ihn jedoch auf seine neueste Rolle als Bezirksstaatsanwalt vorbereiten können, der in eine prekäre Situation gerät, als er von einem mysteriösen Hund gebissen wird, was ihn von einem gestressten Vater zu einem zutraulichen Hirtenhund werden lässt. Für Allen bedeutete die Darstellung des Dave Douglas mehr, als nur einen Blick auf die witzige Seite des menschlichen Lebens zu werfen. Er mußste auch das Verhalten eines Hundes genau studieren.

?Von Anfang an wollte ich die Rolle so authentisch wie nur möglich spielen. Ich habe versucht, mir genau vorzustellen, wie es sich anfühlen und wie es aussehen würde, wenn sich ein Typ in einen Hund verwandelt?, erklärt Allen. ?Es stellte sich heraus, dass das gar nicht so einfach ist. Aber diese Herangehensweise führte auch zu ein paar der lustigsten und unerwartetsten Dinge, die man im Film sehen kann. Besonders gefallen mir die Szenen, in denen Dave seinen ganz normalen Alltag bewältigen will ? als Anwalt und als Vater ?, aber all die Gerüche, optischen Eindrücke, Klänge und Instinkte nicht bewältigen kann, die seine animalischen Instinkte wecken.?

Allen ist selbst ein großer Hundeliebhaber. Also begann er seine Hausaufgaben damit, dass er genau analysierte, was sie so amüsant, so liebenswert und so, na ja, hündisch sein lässt. ?Ich habe immer schon Hunde besessen, ihr Verhalten mit großem Interesse studiert und mich gefragt, was sie wohl denken mögen?, gesteht er.

?Für diese Rolle habe ich also all ihre Verhaltensweisen selbst ausprobiert ? Menschen beschnuppern, die Gesichter von Menschen ablecken, auf allen Vieren laufen, auf Tische springen, Katzen durch die ganze Stadt jagen. Das war ziemlich aufschlussreich. Mein Hauptziel beim Imitieren hündischen Verhaltens war es natürlich, das Publikum zum Lachen zu bringen. Das kann man nur erreichen, wenn man sämtliche Vorsichtsmaßnahmen über Bord wirft. Ich will, dass die Kids lachen, aber auch die Erwachsenen sollen ihren Spaß haben.? Doch die Rolle ist mehr als nur bloßer Spaß. Es geht ja auch um einen Mann, der mehr darüber lernt, was es bedeutet, ein Vater zu sein, als er es sich je hätte träumen lassen, indem er einfach nur auf dem Wohnzimmerboden sitzt.

Tim Allen sieht Daves Reise zur Selbsterkenntnis folgendermaßen: ?Dave befindet sich auf dem besten Wege, in seiner Karriere einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Unerwartet wird er aber vor eine wichtige Frage gestellt, die er bislang verdrängt hat: Welchen Preis mußs er dafür bezahlen? Er sagt zwar immer, dass er irgendwann nur für seine Kinder da sein wolle, dass er für seine Frau da sein würde, wenn man ihn erst einmal zum Bezirksstaatsanwalt gemacht hätte. Aber als er in Shaggy verwandelt wird, bietet sich ihm eine wunderbare Gelegenheit, wie man sie im Leben eigentlich nie präsentiert bekommt: Er sieht sein Leben durch andere Augen. Das erinnert fast ein bisschen an IT?S A WONDERFUL LIFE (?Ist das Leben nicht wunderschön?, 1946), denn mit einem Mal kann Dave miterleben, wie seine Familie sich benimmt, wenn er nicht dabei ist. Dadurch lernt er, den Menschen, die er liebt, mit einer ganz neuen Aufmerksamkeit zu begegnen.?

Die Rolle hatte ihre erhebenden Momente, steckte aber auch voller körperlicher Herausforderungen. ?Man stellt recht bald fest, dass sich Hunde ungewöhnlich schnell bewegen, während wir Menschen dazu neigen, spürbar langsamer zu sein. Die Techniker erdachten ein paar interessante Möglichkeiten, wie man mich mit Drähten und anderen Technologien schnell bewegen konnte, aber das riss meine Hände auf. Offenkundig ist es nicht zu verachten, wenn man Pfoten besitzt?, erzählt der Schauspieler. ?Irgendwann klappte es dann doch, dass ich über Hecken springen konnte. Es war unglaublich befreiend, all diese unmöglichen Dinge anzustellen, obwohl ich im Körper eines Menschen steckte.?

Während des kompletten Drehs mußste Regisseur Brian Robbins Tränen lachen, wenn er Allen bei seiner furchtlosen Vorstellung zusah. ?Man mußs als Schauspieler und als Komödiant absolut hemmungslos sein, um diese Rolle zu spielen, wie Tim das getan hat?, bemerkte er.

?Er war willens und in der Lage, seinen Kopf in einen Napf mit Cornflakes zu stecken, auf allen Vieren zu laufen, seinem eigenen Schwanz hinterherzujagen, durch Sprinkleranlagen zu springen und sich nackt in einen Käfig sperren zu lassen. Und er hat da nicht nur rumgealbert, sondern in jeder Szene 100 Prozent gegeben. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, dabei zuzusehen, weil er einfach vollkommen verinnerlicht hatte, was es bedeutet, ein Hund zu sein, was ein Hund machen würde und was nicht. Und er spielte das auf bewegend menschliche Weise. Ich glaube, es gibt bestenfalls eine Handvoll Schauspieler, die das können ? und noch weniger, die das so hinreißend bringen, wie Tim es gemacht hat, weil er einen gleichzeitig immer zu seiner Figur und seiner Familie halten ließ.?

Allen war begeistert, dass er bei SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT mit so vielen anderen talentierten und originellen Komödianten spielen konnte. Über seine Mitstreiter sagt er: ?Jane Curtin als Richterin ist in den chaotischen Gerichtssaalszenen zum Brüllen, Danny Glover ist immer hinreißend, Kristin Davis ist toll und sehr komisch, und als ich Robert Downey jr. dabei zusah, wie er einen Hund spielen mußste, dachte ich mir: Wow, das ist jetzt wirklich komisch. Er ist absolut inspiriert.?

Eine ganz normale Familie: Die Besetzung des Douglas-Clans Als sich Tim Allen in einen knuddeligen Hirtenhund verwandelt, lernt er nicht nur, wie man Katzen optimal hinterherjagt. Als Hund lernt er auch seine Familie auf völlig neue Weise kennen. Den Filmemachern war klar, dass diese Szenen in SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT nur funktionieren würden, wenn sie glaubwürdige Schauspieler für die Familie an der Seite von Tim Allen besetzen würden. Beim Updaten der Geschichte hatten die Autoren eine sehr moderne Mutter, Rebecca Douglas, ersonnen, die mit dem Talent eines Zirkusakrobaten erfolgreich gleichzeitig Karriere, Kinder und Ehemann jongliert.

Für die Darstellung der Rebecca suchten die Filmemacher nach einer talentierten Komödiantin, die sowohl die komischen als auch die ernsten Aspekte des Lebens einer Ehefrau umsetzen konnte, die damit fertig werden mußs, dass sie nicht viel von ihrem karrierebesessenen Mann hat. Kristin Davis war die perfekte Wahl.

Die beliebte Schauspielerin, die man vor allem als hippe, smarte und alleinstehende New Yorkerin in der Erfolgsserie ?Sex and the City? kennt, war für Regisseur Brian Robbins ohne Wenn und Aber die Richtige für den Part: ?Kristin verfügt über ein beachtliches komödiantisches Talent, und reagiert einfach brillant in komischen Situationen. Das ist optimal für die Rolle einer Ehefrau, die mit der außergewöhnlichen Erkenntnis fertig werden mußs, dass sich ihr Ehemann ständig in einen Hund verwandelt und wieder zurück. ? Er sagt außerdem: ?Uns war es wichtig, dass unsere Rebecca wie eine richtige Mutter in einer richtigen Familiensituation wirkt. Mit Kristin war das überhaupt kein Problem.?

Davis wollte in SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT mitspielen, weil sie in dem Film eine völlig andere Seite ihres Talents ausspielen konnte. ?Ich liebe Hunde, ich liebe Filme über Hunde, ich liebe Familienfilme. Ich war sehr froh über die Gelegenheit, in einem solchen Film mitwirken zu können ? der sich obendrein noch als Update eines Klassikers von Disney erwies.?

Zudem meint sie: ?Es war für mich sehr angenehm, einen ganz anderen Typ als die Charlotte in ,Sex and the City? zu spielen, eine Mutter, die eine sehr warmherzige Person und gern bei ihren Kindern ist und nichts anderes will, als dass ihre Familie glücklich ist. Außerdem ist sie die geradlinige und ernste Figur in der Geschichte, und das gefällt mir. Ich bin die eine Figur, die nicht wahrhaben will, dass Dave sich in einen Hund verwandeln kann. Meine Kinder sagen mir zwar, dass es wahr ist, was mir mein Ehemann erzählt. Aber ich will das einfach nicht akzeptieren, bis zum letzten Moment.?

Eine der größten Herausforderungen für Davis war es, an der Seite von Tim Allen immer ernst zu bleiben und somit ein Gegengewicht zu seinem wilden Slapstick zu bieten. ?Er ist eine regelrechte Naturgewalt?, lacht die Schauspielerin. ?Man weiß nie, was er als Nächstes vorhat, also wird man von Minute zu Minute unentwegt aufs Neue überrascht. Er kann nichts dafür, er ist einfach wirklich immer witzig.?

Davis hatte auch viel Spaß bei der Arbeit mit dem zotteligen Hirtenhund Coal, dem Haupthund der Produktion, den Davis, wie sie freimütig zugibt, als einen der beeindruckendsten Schauspielkollegen erlebte, mit dem sie jemals gearbeitet hat: ?Coal hat mich begeistert, weil er wirklich alles gemacht hat, worum man ihn bat. Ich meine, er war unglaublich ? niemand hätte sich vorstellen können, dass ein Hund zu all diesen Dingen fähig ist. Es war irre, mit Coal zu arbeiten ? ich hätte mir nur gewünscht, dass wir mehr Szenen miteinander gehabt hätten.?

Nachdem Allen und Davis als Elternpaar Douglas feststanden, richteten die Filmemacher den Fokus ihrer Suche auf zwei junge Stars, die an der Seite der erfahrenen Komödienprofis deren Kinder spielen konnten. ?Wir hatten großes Glück, dass wir zwei der begabtesten und natürlichsten jungen Schauspieler im Geschäft gewinnen konnten ? Zena Grey als Teenager-Tochter Carly und Spencer Breslin als Sohn Josh?, berichtet Brian Robbins. ?Obwohl sie noch so jung sind, verfügen beide über beachtliche Schauspielerfahrung.?

Die sechzehnjährige Zena Grey ? Tochter des visionären Künstlers Alex Grey und ein aufgehender Stern am Film- und Bühnenhimmel ? hatte sofort einen Draht zu Carly, der idealistischen Tierliebhaberin. ?Ich mag sie als Figur, weil sie eine jugendliche Rebellin ist, gleichzeitig aber auch genau weiß, was sie denkt, genau weiß, was sie will, und genau weiß, was wirklich wichtig ist?, sagt Grey. ?Sie ist ein starkes Mädchen und ein guter Mensch, und das vor der Kamera zu spielen, hat viel Spaß gemacht. Und es war auch interessant, weil ich im Verlauf des Films viele Konflikte mit Tim Allen als meinem Vater auszufechten habe. Die Arbeit mit Tim war ganz besonders fabelhaft, weil er mich immer zum Lachen brachte.?

Spencer Breslin, als Josh Douglas zu sehen, hat zuvor bereits schon einmal mit Tim Allen gearbeitet ? in THE SANTA CLAUSE 2 (?Santa Clause 2 ? Eine noch schönere Bescherung?, 2002), in dem er als Weihnachtself zu sehen ist. ?Das Besondere bei der Arbeit mit Tim ist seine ungeheure Energie ? wenn er einmal angefangen hat, hört er einfach nicht mehr auf?, lacht Breslin. ?Als ich zum ersten Mal von diesem Film hörte, war mir sofort klar, dass das eine Traumrolle für ihn ist.?

Spencer spielt Josh als Jungen, der nichts sehnlicher will, als es seinem Vater immer recht zu machen ? obwohl sein arbeitsbesessener Vater keine rechte Ahnung zu haben scheint, was seinem Sohn wirklich gefällt. ?Josh will einfach nur seinen Vater glücklich machen, also geht er los und spielt Football, obwohl er sich tatsächlich viel lieber als Sänger, Tänzer und Schauspieler versuchen würde?, erläutert Breslin. ?Es ist schön, dass am Ende doch alles gut ausgeht.? Breslin ist viel zu jung, um sich an den originalen THE SHAGGY DOG erinnern zu können. Aber das Konzept gefiel ihm sofort. ?Ich finde, dass es ganz einfach eine tolle Geschichte für einen Familienfilm ist?, meint er. ?Da steckt jede Menge Spaß in dieser Idee.?

Anwälte, Richter und verrückte Wissenschaftler: Ausschliesslich Stars in den Nebenrollen Um Tim Allen versammelt sich in SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT ein hochkarätiges Ensemble von preisgekrönten Schauspielern und Komödienstars in den Nebenrollen. Regisseur Brian Robbins sagt über seine Darsteller: ?Es war toll, Danny Glover, der so viel Talent und Charisma besitzt, als Tims Boss zu gewinnen. Robert Downey jr. ist absolut brillant als Bösewicht des Films. Ich gehe davon aus, dass sich das Publikum bei seinen Auftritten ausschütten wird vor Lachen. Und dann ist da noch die unvergleichliche Jane Curtin, die als stets ungläubige und absolut hilflose Richterin zu sehen ist.?

Danny Glover ist ein erfahrener Film- und Bühnenstar sowie Produzent. Im Lauf seiner Karriere hat man ihn in den unterschiedlichsten Rollen gesehen, als Komiker in dem Blockbuster LETHAL WEAPON (?Zwei stahlharte Profis?, 1986) sowie in dem beeindruckenden Drama MANDELA. Bei seiner Rolle als Dave Douglas? gestrenger Boss, Bezirksstaatsanwalt Ken Hollister, war ihm allerdings klar, dass es hier ausschließlich um puren Spaß gehen würde. ?Ich bin der Erste, dem Daves zunehmend merkwürdiges Benehmen auffällt ? wenn er Reporter anknurrt und anbellt?, sagt Glover. ?Das hat viel Spaß gemacht. Aber letzten Endes habe ich Vertrauen zu Dave ? zu Recht, denn er setzt sich durch und klärt alles auf.?

Glover ist seit langem ein großer Fan des Schauspielstils von Fred MacMurray und kann sich noch gut erinnern, dass ihm der original SHAGGY DOG von 1959 überaus gut gefiel. Dennoch findet er, dass es nicht schaden konnte, sich die alte Geschichte noch einmal vorzunehmen: ?Ich glaube, dass Kids voll darauf abfahren werden, wenn sie sehen, wie sich ein Mann in einen knuddeligen Hund verwandelt. Für diese Version gibt es auch ein wirklich bezauberndes Drehbuch, in dessen Zentrum die Familie steht. Zusammen mit den tollen Spezialeffekten ist das schon ein besonderes Abenteuer.?

Zu einem seiner seltenen Auftritte in einer Komödie kommt der gefeierte und Oscar®-nominierte Vollblutschauspieler Robert Downey jr. Der hatte sensationellen Spaß mit der Rolle des bösen Wissenschaftlers und Biotech-Genies Dr. Kozak, der sich auf der Suche nach dem Quell ewiger Jugend befindet und hinter dem Serum steckt, das all die genetischen Mutationen hervorruft. ?Dr. Kozak ist einer dieser Typen, die fest davon überzeugt sind, dass sie besser als alle anderen sind und sich deshalb an keinerlei Regeln halten müssen?, merkt Downey an. ?Meine Vorbereitung sah also entsprechend aus: Ich wusste, dass ich mir alles erlauben konnte.?

Downey genoss es besonders, mit Tim Allen vor der Kamera Comedy zu spielen. ?Mir gefällt sein Ansatz, weil er eigentlich den ganzen Tag über rasend komisch ist. Wenn die Kamera dann läuft, fängt sie einfach nur ein, wie er ohnehin ist?, meint der Schauspieler. ?Manche Komödianten sind ganz unscheinbare Typen und erweisen sich dann urplötzlich für einen Moment als komische Genies, aber Tim ist die ganze Zeit über schreiend lustig.?

Und dann gab es noch einen weiteren Darsteller, den Downey ganz genau ins Visier nahm: den Hunde-Star Coal. ?Ich habe ihn genau beobachtet und kann sagen, dass er jede Menge Tricks auf Lager hat?, schmunzelt Downey. ?Er ist bestens vorbereitet und ausgezeichnet erzogen.?

Aber nicht nur die chaotischen Situationen und die wilden Abenteuer der Geschichte sprachen Downey an. Ihm gefielen auch die tiefergehenden Themen des Films. ?Ich würde sagen, in dieser Geschichte geht es vor allem um Loyalität. Hunde stehen eigentlich immer für Loyalität, und dies ist ein Film über einen Mann und seine Loyalität zu seiner Familie. Dave weiß ja nicht, dass er sich in einen Hund verwandeln wird. Und er weiß auch nicht, dass er tatsächlich in der Lage ist, viel loyaler zu sein. Das ist seine Reise.?

In einer kleinen, aber feinen und sehr komischen Rolle ist auch die legendäre Komödiantin Jane Curtin in SHAGGY DOG zu sehen. Sie spielt die entsetzte und indignierte Richterin, die über Dave Douglas? Prozess zu urteilen hat. ?Ich hatte eine ganz besondere Position, denn als Richterin im Gerichtssaal saß ich auf meinem Richterstuhl und hatte die Gelegenheit, Tim Allen, Robert Downey jr. und Danny Glover bei ihrer Arbeit zuzusehen. Und das machte viel Spaß?, sagt sie.

Wie viele Erwachsene erinnert sich Curtin mit Nostalgie an den Originalfilm zurück. ?Ich liebte ,Der unheimliche Zotti?, als ich ein Kind war. Ich habe all diese Disney Filme geliebt, in denen man sich so wunderbar verlieren konnte?, erinnert sie sich. ?Das war großartiges Entertainment. Aber es ist schon wahr: Wenn man die Spezialeffekte im Original mit dem vergleicht, was man heute machen kann, dann ist das auch ein bisschen ärmlich. In dieser Version haben sie nicht einfach ein paar alte Felle über die Schauspieler gehängt. Da steckt viel Mühe drin, dass die tollen Effekte perfekt zu der schönen Geschichte passen.?

Tierisches Benehmen: Die nichtmenschlichen DArsteller So talentiert das menschliche Darstellerensemble auch sein mag, alle Beteiligten an der Produktion stimmen darin überein, dass eine der bemerkenswertesten und erstaunlichsten Leistungen auf das Konto des Bearded Collies Coal geht, der als hündisches Alter Ego von Tim Allen sein Spielfilmdebüt gibt. Gleich während der ersten Tage der Zusammenarbeit wurde den Darstellern und der Crew schnell bewusst, dass Coal nicht einfach nur ein Tierdarsteller war. Er entpuppte sich vielmehr als tierisches Gegenstück zu Sir Laurence Olivier. Jede Regieanweisung führte er auf der Stelle aus. Seine Darstellung war in emotionaler Hinsicht absolut makellos.

?Ich war mir vor Beginn der Produktion absolut sicher, dass ich jede Menge Geduld mitbringen müsste, wenn ein Hund einer der Hauptdarsteller ist?, gibt Robbins zu. ?Aber es stellte sich schnell heraus, dass Coal eine riesengroße Überraschung war. Oft war er der beste Schauspieler am Set. Wir hatten auch einen fabelhaften animatronischen Hund zur Hand, den Stan Winston gebaut hatte, um sicherzugehen, dass manche der menschlicheren Verhaltensformen von Shaggy auch wirklich perfekt rüberkommen. Aber Coal war so gut, dass man zu 95 Prozent tatsächlich ihn im Film sieht.?

Für die Besetzung und das Training von Coal und der fünf anderen Hunde, die in unterschiedlichen Szenen als Shaggy zu sehen sind, brachte Produzent Hoberman die führenden Tiertrainer Hollywoods von Birds and Animals Unlimited an Bord ? mit derselben Firma hatte der Produzent unmittelbar davor bei der Ausbildung der heroischen Huskys in dem Abenteuerfilm EIGHT BELOW (?Antarctica?, 2006) gearbeitet. Der von Birds and Animals zugewiesene Cheftiertrainer Mark Forbes und Tiertrainer Ray Beal erhielten die Aufgabe, die große Herausforderung zu bewältigen.

Zunächst mußsten sie die richtige Hunderasse finden. Der Shaggy des Films sollte magischen tibetischen Ursprungs sein ? und obwohl es in Tibet jede Menge Hirtenhunde gibt, sind davon nicht viele in den USA zu finden. Also entschied sich Forbes, Bearded Collies einzusetzen ? eine gutmütige Hirtenhunderasse, die ursprünglich aus Schottland kommt und bekannt ist für attraktives zotteliges Aussehen, angenehme Persönlichkeit und schnelle Auffassungsgabe. Während der Besetzungstermine stieß er auf eine Gruppe von sechs beeindruckenden Newcomern, darunter Coal, die man als so genannte ?Hero Dogs? einsetzen wollte ? weil sie immer wieder heldenhafte Taten vor der Kamera zu vollbringen hatten.

Da es sich bei keinem der Hunde um professionell ausgebildete Darsteller handelte, mußste Forbes alle sechs von Grund auf erziehen. Zu den ungewöhnlichen Tricks, die er den zukünftigen Stars beizubringen hatte, gehörten das Tippen auf der Tastatur eines Computers mit ihren Pfoten, das Buchstabieren mit Scrabble-Spielsteinen und das Surfen auf dem Dach eines fahrenden Busses. ?Einige der Hunde hatten davor bereits ein Gehorsamkeitstraining absolviert. Aber unser Training befand sich auf einem ganz anderen Level. Wir mußsten ihnen ja ganz ungewöhnliche Dinge beibringen, z. B. dass sie ihre Pfoten wie Hände benutzen?, erklärt Forbes.

?Am schwierigsten war es, sie zu lehren, sich nicht von all den Ablenkungen, dem Lärm und den Leuten am Set beeindrucken zu lassen.? Während der frühen Trainingssessions für den Film stellte sich Coal als der eindeutige Star unter den Hunden heraus. ?Er war immer der, der die Aufgaben am schnellsten begriff, und er hatte mehr Power als die meisten Hunde, die ich bisher gesehen habe. Er möchte einfach immer losmarschieren und Sachen anstellen. Ihm gefällt die Arbeit?, führt Forbes aus. ?Er ist ein ziemlich beeindruckender Hund.?

Neben den Hunden gibt es in SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT eine ganze Reihe weiterer Tiere zu sehen. Dazu gehören ein Affe, ein Schimpanse, eine Katze, Kaninchen, Ratten und eine gefährliche Königskobra. Jedes von ihnen benötigte einen gesonderten Trainer, darunter Kobraspezialist Jim Brockett, der sich der echten, lebendigen, vier Meter langen und mit genug Gift, um 50 erwachsene Männer zu töten, ausgestatteten Schlange annahm. (Eine animatronische Kopie der Schlange wurde vom Stan Winston Studio angefertigt, die bei den etwas haarigeren Szenen zum Einsatz kam.)

Für Regisseur Robbins erwies sich das ganze Affentheater als weitaus größerer Spaß, als er es sich gedacht hätte. ?Die Arbeit mit den Tieren war der Wahnsinn?, freut er sich. ?Mit Tieren hat man keine Meinungsverschiedenheiten. Natürlich ist es manchmal kompliziert, weil man keine gemeinsame Sprache spricht. Aber es ist aufregend, wenn man ein Tier dazu bringt, Dinge zu tun, von denen man dachte, dass sie sie niemals tun würden. Und davon gibt es jede Menge in diesem Film.?

Neue Tricks für einen klassischen Hund: Mehr Wirkung durch Spezialeffekte Egal, wie gut Coal sich vor der Kamera machte, SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT war vollgepackt mit verblüffender Action, die kein Tier jemals hätte meistern können. Dazu gehört natürlich auch die stückweise Verwandlung eines Menschen in einen Hund und wieder zurück. Gleich zu Beginn der Produktion machten sich die Filmemacher also schlau, wie sie die neuesten Effekttechnologien zu ihren Gunsten einsetzen konnten, um die klassische Story mit einem völlig neuen Anstrich zum Leben zu erwecken. ?Der Film sollte lustig sein. Aber es finden sich auch Elemente einer Science-Fiction-Geschichte darin, und das wollten wir natürlich so gut wie möglich umsetzen?, sagt Brian Robbins.

Den Anfang machte ein lebensgroßer animatronischer Puppenhund der kreativen Zauberer des Stan Winston Studios, der Dinge absolvieren konnte, wie sie kein Hund jemals gemacht hätte. ?Coal war wunderbar, aber es gab immer noch genügend Dinge, die er nicht machen konnte. Man kann von einem Hund ja nicht verlangen, dass er mit den Augen rollt oder seinen Kopf auf eine ganz bestimmte Weise schüttelt?, erklärt Produzent Dave Hoberman. ?Indem wir den animatronischen Hund zusammen mit CGI-Effekten einsetzten, waren wir in der Lage, ein paar tolle Gesichtsausdrücke und Aktionen einzufangen, die absolut zum Gelingen der komischen Elemente des Films beitrugen.?

Die Aufgabe für das Stan Winston Studio war nicht einfach. Dort mußste man ein Roboter-Double bauen, das einem realen und lebendigen Bearded Collie eins zu eins entsprach. Alan Scott, Leiter der Animatronic-Effects, begann seine Arbeit, indem er den echten Coal ganz genau beobachtete, um dessen Farbe, Körperbau und Eigenheiten präzise nachbauen zu können. ?Wir machten Videoaufnahmen und Fotos von ihm und nahmen alle erdenklichen Maße. Wir machten sogar Scans von ihm?, berichtet Scott. ?Normalerweise kommen wir den Tieren, die wir zu bauen haben, nicht so nahe. Das war also wunderbar. Wir konnten wirklich an unserem Modell feilen. Das sieht man dem Resultat auch an.?

Als der Grundbau des animatronischen Shaggy fertig geformt war, wurde er mit Fell bedeckt. Mit dem Ergebnis machte man praktische Tests, um herauszufinden, ob das Haar sich auf realistische Weise bewegte. Das Hauptaugenmerk lag zunächst auf dem Kopf von Shaggy ? ein regelrechtes Roboter-Wunder mit Ohren, die zucken, Augen, die rollen, und einer Nase, die schnüffeln kann ? alles durch einen Druck auf die Knöpfe der Fernbedienung. Dann konzentrierte man sich auf das Gesicht des Hundes, das sich auf eine Weise bewegen ließ, dass man auf Wunsch jede erdenkliche Emotion erzielen konnte.

?Eine unserer erklärten Aufgaben war es, einen Hund zu erschaffen, der sehr emotional sein sollte. Wir wollten so weit wie möglich gehen, damit man wirklich in seinem Gesicht lesen konnte?, sagt Scott. ?Also bauten wir eine Vorrichtung ein, die es uns erlaubte, Shaggys Ausdruck von Überraschung bis Zorn wechseln zu lassen. Er sieht also wie ein richtiger Hund aus, aber er hat eine Ausdruckspalette, die eher an eine Cartoon-Figur erinnert.?

Letzten Endes war selbst Hundetrainer Mark Forbes völlig von den Socken, was der animatronische Shaggy alles auf dem Kasten hatte. ?Das ist die lebensechteste animatronische Puppe, die ich jemals gesehen habe?, sagt er. Später wurden der Leiter der visuellen Effekte Stephen Rosenbaum und Visuelle-Effekte-Produzent Blondel Aidoo an Bord geholt, um Shaggys Mischung aus hündischen und menschlichen Qualitäten noch einmal zu verfeinern und zu erweitern. ?Unser Job umfasste u. a. das Erschaffen einer Reihe von realistisch aussehenden Tieren im Computer sowie das Entfernen der Drähte, an denen Tim Allen aufgehängt war, wenn er auf allen Vieren lief?, erklärt Rosenbaum.

Zu den kompliziertesten visuellen Effekten gehörte der ständige Wechsel zwischen echten Hunden, animatronischen Hunden und CGI-Hunden in ein und derselben Szene. ?Die Aufnahmen der computergenerierten Tiere mußsten nahtlos an die Szenen mit den lebendigen Tieren angepasst werden. Deshalb mußsten wir sehr eng mit den Hundetrainern arbeiten, um sicherzustellen, dass wir an einem Strang zogen?, merkt Rosenbaum an. ?Wir hatten das große Glück, dass die Tiere für diesen Film ganz großartige Darstellerleistungen ablieferten, die viel Charakter hatten. Das Resultat war, dass wir CG verwenden konnten, um ihre Leistungen so weit zu verfeinern, dass die Sequenzen noch aufregender wurden.?

Dann mußste noch ein halber Zoo zu digitalem Leben erweckt werden. Rosenbaum gab diese Aufgabe an die CGI-Experten des Tippett Studios weiter. ?Tippett Studio kreierte eine Anzahl von CG-Tieren, darunter vier Kaninchen, sechs Ratten, eine Katze, eine Königskobra, eine mutierte Kreatur und natürlich Teile von Shaggy. An sie haben wir uns gewandt, weil sie die Besten sind, wenn es um Charakterinterpretation geht ? sie machen diese Kreaturen wirklich lebendig. Außerdem haben sie es technisch drauf, Fell und Haut so zu animieren, dass es sich richtig bewegt und echt aussieht. Mein Job war es, sie dazu anzutreiben, Figuren zu schaffen, die einerseits unterhaltsam anzusehen sein sollten, andererseits aber auch immer lebensecht wirken sollten?, sagt Rosenbaum.

Eine besonders anspruchsvolle Effektsequenz zeigt Shaggy, wie er durch die Luft segelt und auf einem fahrenden Objekt landet. Rosenbaum sagt dazu: ?Zuerst filmten wir die Hintergründe an einem Drehort in Los Angeles. Dann fingen wir Shaggy ein, der an Drähten vor einem riesigen Greenscreen baumelte. Um die beiden Aufnahmen zusammenzuführen, gaben wir zunächst die Kamerabewegungen der Hintergrundszenen in einen Computer ein, dann benutzten wir die Daten, um eine Motion-Control-Kamera zu bedienen, die Shaggy abfilmte. Als Resultat bewegt sich die Kamera für die Shaggy-Aufnahmen im exakt selben Winkel und der genau gleichen Geschwindigkeit, wie sie bei der Hintergrundszene benutzt wurden. Wenn man die beiden Sequenzen übereinander legt, dann passen sie perfekt zusammen und wirken auf magische Weise nahtlos. Um nichts anderes geht es.?

Shaggys WElt: Über das Design SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT wurde beinahe komplett in und um Los Angeles und in den Hollywood Center Studios gedreht. Nur in den letzten Tagen der Produktion zog man für die Szenen des Höhepunkts weiter an den idyllischen Strand der Waimea Bay an der Nordküste von Oahu, wo die Douglas-Family zusammenkommt, während Shaggy in einer perfekten Tube einer der berühmten vier Meter hohen Wellen des Strandes surft. Inspiriert sowohl von klassischen Familienfilmen als auch von einem regen Verständnis für moderne Farben und Designs, hatte Regisseur Brian Robbins gleich zu Beginn der Arbeit einen sehr spezifischen Look für seinen Film im Sinn.

?Es ist ein klassischer Disney Film, ohne dabei zu traditionell zu wirken. Das sollte sich auch in seiner klassischen Qualität widerspiegeln?, beschreibt er seinen Ansatz. ?Unser Szenenbildner Leslie McDonald leistete ganze Arbeit und schuf einen Look, der sehr modern ist und sehr schön. Die Szenen im Douglas-Haus wurden in einem richtigen Haus in Pasadena gedreht. Es hat ein klassisches und doch sehr zeitgemäßes Flair, wie man das nicht anders erwarten würde, denn die von Kristin Davis gespielte Rebecca ist von Beruf Innenarchitektin. Leslie hatte außerdem viel Spaß mit dem Labor von Robert Downey jr., das er aussehen ließ wie ein in den Untergrund verlegtes Versteck. Außerdem haben wir hart an den Designs für das Tierheim gearbeitet, damit wir die gewünschte Atmosphäre wie in einem klassischen Gefängnisfilm hinbekommen konnten.?

Gleichzeitig wurde Gabriel Beristains Kameraarbeit so konzipiert, dass sie die Welt immer aus den Augen eines Hundes zeigte. Beristain ist eigentlich ein ausgewiesener Spezialist für Actionfilme und Thriller und drehte zum ersten Mal einen Familienfilm. ?Gabby war ungemein kreativ und benutzte eine Anzahl einzigartiger Objektive, um zu zeigen, wie die Welt für einen Hund wirklich aussieht?, merkt Robbins an. ?Er war perfekt für diesen Film, weil er keine Angst davor hat, mit mehreren Kameras gleichzeitig zu drehen. Er ist unglaublich flexibel, was den Stil der Ausleuchtung und die Kamerabewegung anbetrifft. Das mußs man auch sein, wenn man mit Komödianten, die von Natur aus unberechenbar sind, Tieren und vielen Spezialeffekten arbeitet.?

Beristain realisierte schnell, dass SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT nach einer großen Bandbreite von visuellen Ideen verlangte. ?Es handelt sich rein visuell um eine höchst eklektische Geschichte?, merkt er an. ?Manchmal ist es eine Fantasie, manchmal auch eine Komödie oder ein Actionfilm. Und manchmal ist der Film sehr dramatisch und realistisch. Also mußsten wir einen Weg finden, wie wir die verschiedenen Ausleuchtungsstile nahtlos ineinander übergehen lassen konnten. Unser Hauptanliegen war, dass das Publikum die Geschichte so unmittelbar und direkt miterleben soll wie nur möglich. Es ist ein sehr komplexer und technischer Film. Und das gerade fand ich interessant. Dies ist ein ziemlich moderner SHAGGY DOG!?

Zu dem modernen Touch des Films trug auch Kostümdesignerin Molly Maginnis bei, deren Arbeit in SHAGGY DOG ? HÖR MAL WER DA BELLT vom Entwurf der Kleidung für absolut authentische Tibeter bis hin zu den ?Power-Suits?, wie sie Anwälte und Staatsanwälte tragen, reichte. Eine besondere Herausforderung waren die Kleidungsstücke für Tim Allens Figur. Im Verlauf seiner Verwandlung in einen Hund durchläuft auch die Kleidung 14 verschiedene Stufen ? entsprechend viele Varianten mußste Maginnis bei jeder neuen Verwandlung entwerfen und herstellen.

?Wir spielten konzeptionell mit vielen verschiedenen Ideen herum, was denn nun genau passiert, wenn sich Tim in einen Hund verwandelt?, berichtet die Designerin. ?Schließlich entschieden wir uns dafür, dass er am Ende einer Verwandlung alle Klamotten abgeworfen haben mußste und splitterfasernackt sein würde, was mit Tim ziemlich viel Spaß machte. Aber bis es so weit war, mußste er während der Verwandlung all diese verrückten Stunts absolvieren. Er lief herum, sprang herum, er wurde an Drähten aufgehängt, also mußsten wir entsprechend viele Anzüge anfertigen, die unseren Drehanforderungen Genüge leisteten.?

Im Verlauf der gesamten Produktion dienten das Design des Films ebenso wie der visuelle Stil und die Spezialeffekte stets dazu, den Unterhaltungswert der Geschichte zu maximieren. ?Ich glaube, es ist uns gelungen, einen Klassiker upzudaten, upzugraden und stromlinienförmig auf Kurs zu bringen?, meint Tim Allen. ?Und jetzt möchte ich gerne sehen, was Disney sonst noch in seinen Archiven versteckt.?

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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