Alibi - Ihr kleines schmutziges Geheimnis ist bei uns sicher

Produktionsnotizen

Die clevere Geschäftsidee: Ein Alibi-Service! Nie mehr um eine Ausrede verlegen sein? ? Kein Problem. Der Alibi-Service hat die Idee und macht sie wasserdicht. ?Dieser Einfall ist genial,? findet Produzent Erik Feig. ?Einen Dienst für Männer und Frauen anzubieten, damit diese in Ruhe ihre Partner betrügen können, ist wirklich eine Überlegung wert.? Das dachte sich auch Co-Produzentin Adrienne Biddle, die eine ganze Weile hinter dem Drehbuch her war. ?Es war eines meiner Lieblingsbücher,? erzählt sie. ?Es erinnerte mich an die grandiosen Genre-Filme, mit ihren charakteristischen Figuren und Geschichten wie in DER CLOU oder OUT OF SIGHT, die aber trotzdem das Lebensgefühl von heute transportieren.?

?Der Film ist eine sehr zeitgenössische Version von DER CLOU,? findet auch Summit Produzent Patrick Wachsberger. ?Der Alibi-Service ist eine echt coole Idee und gleichzeitig ist der strukturelle Aufbau kompliziert genug, dass er bis zum Schluss spannend bleibt. Das Finale im Hotel ist wie ein Tanz, so geschmeidig greifen die verschiedenen Elemente ineinander und das abgekartete Spiel läuft wie ein Uhrwerk ab.?

Die Idee zu ALIBI stammt von Noah Hawley. Ein Unternehmen, das die Aktivitäten von notorischen Schürzenjägern und untreuen Partnern vertuscht, mußs sich der wirklich ultimativen Form von Diskretion und Wahrung persönlicher Interessen verschreiben. Es kombiniert auf großartige Weise die Vorstellung von ?Was wäre, wenn...? mit der Feststellung, dass die Welt nur so von untreuen und misstrauischen Seelen wimmelt.

?Ein Geschäft wie dieses wäre in jeder großen Stadt der Welt erfolgreich,? meint auch Rebecca Romijn, die in der Rolle der Lola Davies zu sehen ist. ?Ich bin mir sicher, wenn es so etwas gibt, dann sind das große Heimlichtuer und man mußs ziemlich verschlagen sein, um so einen Job durchzuziehen.?

?Jedem, dem ich davon erzählt habe ? egal ob Mann oder Frau - lachte,? sagt James Brolin. ?Alle fanden die Idee super, nicht nur für einen Film.? Brolin spielt Robert Hatch, den ersten ? und besten ? Kunden von Ray Elliots Alibi-Agentur. ?Abgesehen von Partnervermittlungen oder Begleitservice-Agenturen, gibt es nichts, was in diese Richtung geht. Es würde mich nicht wundern, wenn nach Erscheinen des Films überall solche Alibi-Dienste entstehen würden.?

?Wenn es das tatsächlich gäbe, wäre es ein Millionen-Geschäft,? ist John Leguizamo überzeugt. Er hat die Rolle von Hannibal übernommen, einem Ex-Knasti, der jetzt für Robert Hatch arbeitet. ?Würde es ein Unternehmen geben, das Alibis organisiert, dann würden alle, die bisher zu ängstlich waren fremdzugehen, es tun. Man könnte damit hundertprozentig reich werden.?

Adrienne Biddle hingegen besteht darauf, dass es solche Dienste bereits tatsächlich gibt. ?In den zweieinhalb Jahren, in denen wir an dem Stoff gearbeitet haben, bekam ich immer wieder E-Mails von meinen Freunden, in denen sie mir Informationen oder Web-Links von real existierenden Agenturen weiterleiteten,? sagt sie.

?Es gibt einige in Großbritannien und kürzlich habe ich auch eine in den Vereinigten Staaten entdeckt. Also, es werden bereits Geschäfte mit Alibis gemacht.? Die Regisseure Kurt Mattila und Matt Checkowski sehen das auch so. ?Wir haben festgestellt, dass in Europa Seitensprungagenturen sehr beliebt sind. Und bei allem Respekt, es scheint, dass Europäer sehr aufgeschlossen sind, was das Thema ?Geliebte? betrifft und sie quasi zum guten Ton gehören. Wozu braucht man dann überhaupt einen Alibi-Service in Frankreich oder Italien?? fragt sich Mattila.

Was ist also los mit der menschlichen Natur, dass einen Alibi-Service so praktikabel macht? Deborah Kara Unger, die für die Verteilung der Zimmerschlüssel im Ellroy Hotel zuständig ist, geht in ihrer Erklärung zurück bis zu Adam und Eva. ?Es ist wie damals im Paradies. Verbotene Früchte, der Apfel. Es gibt Dinge, die bleiben. Ich bin mir sicher, in verschiedenen Formen gibt es diese Geschäftsbranche. Es besteht zweifelsohne eine Nachfrage.?

Für Hauptdarsteller Steve Coogan ist nur noch ein minimaler Unterschied zwischen der fiktiven Welt, wie sie in ALIBI dargestellt wird und unserer aktuellen Lebenssituation erkennbar. ?Man hat hier ein Paralleluniversum geschaffen, das ein Los Angeles zeigt, aber nicht so, wie man es kennt,? sagt Coogan. ?Zugegeben, der Unterschied zwischen Fiktion und Realität ist klein. Der Film verknüpft einen unterschwelligen, verständnisvollen Humor mit dem schäbigen Leben, wie man es aus europäischen Film Noir-Thrillern kennt. Dieser Mix, den Kurt und Matt geschaffen haben, hat mich beeindruckt.?

Optimierung der Genres: Von allem etwas Abgesehen von der verlockenden Grundidee, vereint ALIBI eine Reihe beliebter Film-Genres: Elemente des Film Noir und der Screwball-Comedy, die Spannung eines Thrillers, ein bisschen Romantische Komödie, ein Hauch von Hochstapelei und eiskaltem Krimi. Aufgrund der klaren Vorstellung der beiden Regie-Neulinge Kurt Mattila und Matt Checkowski wurde aus einer provokanten Idee eine ergreifende Geschichte und aus einem hervorragenden Drehbuch ein super schicker Film. Ihre Sensibilität für altmodische, klassische Geschichten gepaart mit ihren visuellen Künsten, die sie mit den ?Pre-Cog?-Sequenzen aus MINORITY REPORT unter Beweis stellten, waren perfekt für die Entwicklung der Story.

?Nachdem Matt und Kurt das Drehbuch gelesen hatten, waren sie ganz aufgeregt,? erzählt Patrick Wachsberger. ?Ich war sehr angetan von ihrer Vision und der Art und Weise, wie man den Film stilistisch umsetzen könnte. Sie hatten außerdem eine unglaublich aufwändige Präsentation vorbereitet, die uns alle schwer beeindruckt hat.?

Mit ihren Vorschlägen bezüglich der musikalischen Untermalung, anschaulichen Beispielen aus anderen Filmen, wie man den Look, das Tempo und die Stimmung darstellen könnte, räumten Checkowski und Mattila schließlich auch den letzten Zweifel aus. Als es an die Besetzung ging, hatten die Regisseure ein so genanntes Look-Book kreiert, das ihre Vorstellung vom Film wiedergab. Mit Hilfe von Fotos, Drehbuch-Dialogen und szenischen Zeichnungen entstand ein Ringbuch, anhand dessen jeder ein Gefühl für den späteren Film entwickeln konnte. Die Produzenten hatten ihre Regisseure gefunden. Ein Team, das sowohl die Geschichte als auch den schwarzen Humor verstand und den Film mit Spannung und heiterer Leichtigkeit versehen konnte.

Das beeindruckende Schauspieler-Ensemble ist für Wachsberger ein weiterer Verdienst der Regisseure. ?Wenn die beiden sich mit einem potenziellen Darsteller oder einer Darstellerin trafen, waren sie in der Lage, die Schauspieler absolut davon zu überzeugen, dass es sich lohnen würde bei dem Film mitzumachen,? berichtet er. ?So eine umfangreiche, detailgenaue und beeindruckende Vorarbeit wie der Film aussehen würde, hatte ich vorher noch nicht erlebt,? erzählt Steve Coogan. ?Die meisten Regisseure lassen dich zu einem gewissen Grad außen vor. Matt und Kurt beziehen dich in vielerlei Hinsicht in ihre Überlegungen mit ein. Das ist so ungemein hilfreich für einen Schauspieler.?

Um die vielen Charaktere zu typisieren, nutzten Mattila und Checkowski ihre Erfahrungen aus der Werbung. Bei einem Werbespot hat man kaum Zeit und es mußs innerhalb von Sekunden klar sein, um was es geht und welchen Typ Mensch man vor sich hat. Die beiden Regisseure konnten über das Set-Design und die Farbgebung mit Hilfe von wenigen Bildern und Worten ganze Geschichten erzählen und Informationen über Personen transportieren. Bei derart vielen Figuren und Handlungssträngen, die es in ALIBI gibt, eine wichtige Fähigkeit.

Matt Checkowski fügt hinzu: ?Es passieren so viele Sachen, die man unmöglich in Worten erklären konnte. Also haben wir Szene für Szene aufgeschlüsselt, wie der perfekte Plan unseres Helden vonstatten geht und alle seine Probleme löst. Schließlich haben wir es hier mit einer Hauptfigur zu tun, die Menschen und Dinge scannt. Ray erkennt schon an der Kleidung seiner Klienten, mit wem er es zu tun hat. Wir wollten diese visuelle Komponente ausnutzen und die Charaktere entsprechend skizzieren. Wir haben es hier immerhin mit 26 verschiedenen Figuren zu tun.?

?Es ist schwer in einem Film eine kleine Rolle zu spielen, bei der du nur wenig Zeit hast, um ihr Leben einzuhauchen,? sagt Coogan. ?Es ist dem guten Drehbuch zu verdanken, dass so viele Schauspieler dabei sind, die normalerweise weitaus prominentere Rollen spielen. Sie haben das große Potenzial erkannt, das in der Geschichte steckt.? Mattila und Checkowski kombinierten den finsteren Realismus des Film Noir mit einer verschmitzten Abwandlung seiner stilistischen Klischees. Zusammen mit einer Handvoll spielerischer Innovationen, bekommt der Zuschauer alles geboten: Von der Femme Fatale über den selbstzerstörerischen Einzelgänger bis zum drohenden Schicksal, das über allen Beteiligten schwebt.

?Mir war klar, dass bei dem Film jeder lachen würde, aber ich fand ihn zunächst gar nicht so lustig? sagt James Brolin. ?Er wird erst im Verlauf komisch. Wie ein Witz, den man langsam aufbaut und dann mit der Pointe beendet. Erinnerungen an SCHNAPPT SHORTY werden wach. War das ein Drama oder eine Komödie? Wir haben gelacht und waren bestürzt zugleich.? ?Es ist eine coole Film Noir-Produktion,? findet James Marsden, der Darsteller von Wendell Hatch. ?Ich bin ein großer Fan von Raymond Chandler und James Ellroy. Das Drehbuch übernimmt einige ihrer Bausteine und mischt sie mit Comedy. Das finde ich interessant. Es ist nicht einfach irgendeine Geschichte.?

?Für mich ist es eine Art Film Noir-Komödie,? sagt John Leguizamo. Nicht so albern wie DER ROSAROTE PANTHER, aber mit einigen seiner Elemente. Es ist ein kluger, geistreicher, nüchterner und komischer Film, gleichzeitig ein Gangster-Film ? und ich liebe Gangster-Filme. Also alles in allem ein interessanter Genre-Mix.? Wie bei viele Genre-Kombinationen, widersetzt sich ALIBI einer eindeutigen Kategorisierung. Die Koppelung von Bildern, Beschreibungen, kleinen Reminiszenzen und verqueren Gefühlen wird mit sehr menschlichen, ja beinahe tragischen Figuren in Beziehung gesetzt. Mit ihrem Sinn für Albernheiten lassen die Filmemacher ihre Charaktere in unerwartete Richtungen laufen.

?Die Aufmerksamkeit lässt nie nach, weil man nicht ahnen kann, was als nächstes geschieht,? sagt Rebecca Romijn. ?Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und alles ist cool und stilvoll umgesetzt.? Mal abwechselnd spannend, sexy, unverfroren oder altmodisch, ist ALIBI ein moderner Film Noir mit einem boshaften Unterton. ?Ein unmoralischer Film mit moralischer Botschaft,? fasst Deborah Kara Unger zusammen. ?Das macht ihn unterhaltsam. Er bringt einen zum Nachdenken und zum Lachen.?

Die Figuren und ihre Besetzung: Alle lieben Ray Ray Elliot ist die zentrale Figur in ALIBI. Das wurde den Produzenten allerdings erst deutlich, als sie über Steve Coogan als Hauptdarsteller nachdachten. ?Steve ist in Großbritannien ein Star,? sagt Feig. ?Wenn man mit ihm irgendeine Straße in London entlang ginge, dann würde die Hälfte der Leute rufen `Spiel Alan Partridge!´ Er ist ein zeitgenössischer Peter Sellers. Er ist in der Lage verschiedenste Charaktere darzustellen und mit Leben zu füllen. Er hat das richtige Kaliber für Ray und besitzt die nötige Gelassenheit, um in dem Chaos zu bestehen.?

Die Tatsache, dass Coogan in den USA und außerhalb Englands relativ unbekannt ist, steigert die Undurchsichtigkeit dieses zeitgemäßen Hochstaplers. ?Es machte für uns total Sinn,? sagt Biddle. ?Im ganzen Film sagen die Leute ?Hol mir Ray.? ?Ich möchte Ray umbringen.? oder wollen wissen ?Wer ist Ray??. Also, wer zum Teufel ist dieser Typ, den jeder kennen möchte? Und plötzlich ist er da, Steve Coogan. Das trägt zum Geheimnis bei.?

Die Regisseure beschlossen, dass Steven Coogan Ray mit einem britischen Akzent spielen soll. Das macht ihn zu etwas besonderem, er sticht heraus und wirkt etwas entrückt von seiner Umgebung und den anderen Figuren. Für Coogan war es sehr reizvoll, derjenige zu sein, der die Fäden in der Hand hält. ?Mir gefällt es, dass Ray die wahrscheinlich klügste Person der ganzen Geschichte ist. Das ist mir noch nie vorher passiert,? sagt Coogan. ?Ich habe bisher immer leicht gestörte, zerrüttete und unzulängliche Figuren gespielt. Es war neu für mich einen coolen Typen darzustellen.?

?Steve Coogan wird der nächste Peter Sellers,? ist Mattila überzeugt. ?Wir haben ihn in 24 HOUR PARTY PEOPLE gesehen und dachten: Wow, der Kerl spielt ein totales Arschloch, beleidigt die Zuschauer, ist ein Opportunist und echter Blödmann ? und wir mögen ihn trotzdem. Dieser Mann kann einen Film tragen.? ?Ich kannte die Filme von Steve vorher nicht,? berichtet Brolin. ?Beim Dreh war er konzentriert, ernst und absolut professionell. Erst von anderen erfuhr ich, was für ein riesiger Star er in England ist und wie wahnsinnig komisch der Mann ist.?

Rays berufliches Leben, gegründet auf Lug und Trug, macht ihn vorsichtig und unnahbar. Doch Coogan glaubt, dass der allseits opportunistische Ray nur nach einem Ausweg sucht. ?Ich denke, er will dieses Leben hinter sich lassen und ein anderes leben,? so Coogan. ?Ray hat etwas unergründliches. Man weiß nie genau, was er denkt und das lässt einen rätseln.? Coogan war bestrebt den Zuschauer hin und wieder wissen zu lassen, was Ray denkt. Doch der Fakt, dass er mit Abstand der ?ehrlichste? Schwindler in einer ganzen Horde von Betrügern ist, befreite ihn von den üblichen komödiantischen Macken. ?Ich spiele die geradlinigste Rolle, ohne dabei komisch sein zu müssen. Es ist viel subtiler und anspruchsvoller. Mir machte es großen Spaß.?

?Wir hatten das Gefühl, Steve und Ray sind ein und dieselbe Person und nur Nuancen unterscheiden die beiden,? sagt Checkowski. ?Steve ist so talentiert. Er hat ein sehr feines Gespür für Charaktere. Wir wussten, dass er seiner Figur eine spezielle, überraschende Note geben konnte.? ?Er besitzt das Schräge und die Pietätlosigkeit eines Schurken, gepaart mit einer Prise Maxwell Smart und James Bond,? findet Unger. ?Er ist zwanghaft, charmant und feinsinnig.? Unger bestätigt, dass weder Dorothy noch Ray besonders mitteilsam sind, wenn es um ihre Gefühle geht. ?Es gibt einen Moment zwischen den beiden, der eine gemeinsame Vergangenheit vermuten lässt,? sagt Unger. ?Bei ihnen geht es nur um den Job, sehr rätselhaft.?

Eine der Hauptattraktionen für alle, die am Film mitgewirkt haben, war letztendlich auch die fulminante Besetzung: Steve Coogan, Rebecca Romijn, Sam Elliott, James Brolin, James Marsden, Selma Blair, John Leguizamo, Jaime King, Henry Rollins, Jim Cody Williams und Jerry O´Connell. ?Ich finde die Besetzung hat immer etwas mit der Qualität des Drehbuchs zu tun,? sagt Stern. ?Bekommt ein Schauspieler ein Skript und findet darin eine Figur, die sich für ihn lohnt zu spielen, dann erhält man auch eine gute Leistung. Außerdem waren alle Darsteller von Kurt und Matt begeistert. Sie fühlten sich wohl und wussten, dass man sie gut inszenieren würde. Wenn das alles aufeinander trifft, dann kriegt man ein solch tolles Ensemble vor die Kamera.?

Für die Besetzung der Lola Davies wandten sich die Filmemacher an Rebecca Romijn. Sie hatte die Titelfigur in FEMME FATALE von Brian De Palma gespielt. ?Wir suchten jemanden, der schön, sexy, intelligent ist und zu Ray passen würde,? sagt Feig. ?Wir wollten keinen Abklatsch der Femme Fatale, wir wollten eine Frau, die diese Attribute mitbrachte und darüber hinaus noch mehr zu bieten hatte.? Es war eine Darstellerin gefragt, deren Dynamik mit Ray das gewünschte Film Noir-Gefühl andeutete. ?Ich finde Rebecca ist eine Femme Fatale im klassischen Sinn, eine, die Rays Charakter verwundbar macht und verändert,? kommentiert Wachsberger. ?Im Verlauf des Films verliebt er sich in sie, seine Persönlichkeit verändert sich und man spürt die Chemie zwischen den beiden. Sie berührt etwas in ihm.?

Für die Produzenten waren Ray und Lola von Beginn an der Mittelpunkt der Geschichte, ihre Romanze das Herz des Films. ?Es geht auch darum, wie Menschen heute die Liebe entdecken,? sagt Biddle. ?Rebecca ist sehr weiblich, sanft und verführerisch. Das ergänzt sich mit Rays Abgestumpftheit und seiner Abwehrhaltung. Sie kriegt ihn weich und Rebecca gelingt das auf eine wunderbare Art.? Stern fügt hinzu: ?Wenn man einen Film macht und bietet Schauspielern die Gelegenheit Dinge zu tun, die sie noch nie zuvor gemacht haben ? dann denkt man weit voraus. Lola war für Rebecca nicht nur eine Gelegenheit toll auszusehen, sondern gespitzte Dialoge zu sprechen und eine Figur zu entwickeln.?

?Lola Davies wird von Ray angestellt, um ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen,? erklärt Romijn. ?Sie ist ein kluges, verführerisches Ding und das hat mir Spaß gemacht. Ich trage sexy Make-Up, sexy Klamotten, sexy Frisuren, sage schlaue Sachen und kann mit Ray flirten.? Ray wiederum denkt nur ans Geschäft. ?Ray sieht in Lola jemanden, die nützlich ist für seine Firma,? so Coogan. ?Er entwickelt keine romantischen Gefühle, wenn er sie ansieht. Ray wurde in der Vergangenheit schwer verletzt und hat geschworen, dass es nie wieder so weit kommt. Lola interessiert ihn nur in beruflicher Hinsicht.? ?Ray gibt keinem alles von sich preis,? weiß Checkowski.

?Er will nicht, dass ihm jemand zu nahe kommt. Er glaubt nicht an die wirkliche Liebe. Für ihn ist alles nur Lug und Trug, wie so vieles. Es geht einzig um die Darstellung, um den Schein. So fängt der Film an. Im Verlauf lernt er, dass er mit dieser Überzeugung falsch lag.?

?Rebecca ist ein Kumpel, mit großem komödiantischem Talent,? sagt Coogan. ?Sie ist dieses typische, hübsche All-American-Girl, die frech ist und ihren Standpunkt hat. Es ist sehr unterhaltsam mit ihr zu arbeiten.? ?Die Chemie zwischen den beiden Charakteren stimmt,? sagt Feig über Ray und Lola. ?Man spürt, dass die beiden ihr Leben sehr lange allein gemeistert haben. Wie zwei einsame Wölfe, die endlich ihren passenden Partner finden. Ich finde, man merkt das ganz deutlich.?

?Wir wollten jemanden, der in Rays Leben tritt und ihn aus den Socken haut,? erzählt Checkowski. ?Eine Person, die ihn ausbalanciert und ein Gegengewicht, vor allem in emotionaler Hinsicht, darstellt. Rebecca war dafür perfekt. Sie verleiht der Rolle etwas Magisches.? Und Mattila fügt hinzu: ?Davon abgesehen, ist sie größer als Steve. So etwas sieht man normalerweise nicht bei einer Hauptdarstellerin und einem Hauptdarsteller. Die beiden haben sich das sofort zu Eigen gemacht ? sehr zu Steves Leidwesen.?

Hinter den Kulissen: Die Produktion von ALIBI Mit dem Drehbuch in der Hand und Mattila und Checkowski auf den Regiestühlen, sahen sich die Summit-Produzenten Erik Feig und Adrienne Biddle nach einem Co-Produzenten um. Sie schickten das Skript zu James Stern von Endgame Entertainment und er war sofort dabei. ?Ich fand es so lustig, und es erinnerte mich an meinen Lieblingsfilm DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN. Es war klar, dass wir dabei sein würden,? erzählt Stern.

Die Dreharbeiten begannen im Frühsommer 2004 in Los Angeles. ALIBI wurde in nur 26 Tagen abgedreht. Dieser Drehplan konnte allerdings nur aufgrund der detaillierten Vorarbeit der Regisseure Mattila und Checkowski eingehalten werden.

Als die Schauspieler und die Crew die beiden Regisseure beschreiben sollten, benutzten sie Wörter wie: Leidenschaft, Spaß, Klasse, geschmackvoll, entspannt, vorbereitet, organisiert, intelligent, einwandfrei. Sie alle spekulierten darüber, wann und wie Mattila und Checkowski sich über den Verlauf der Dreharbeiten unterhielten, denn am Drehort selber wurde kaum, und wenn dann nur sehr leise gesprochen. ?Kurt und Matt waren die Gründe, warum ich bei dem Film mitmachen wollte,? sagt Romijn. ?Sie haben ein untrügliches Gespür für Stil und wissen genau, was sie tun. Es ist eine Art Telepathie bei den beiden. Ich finde es irre, wie sie so Hand in Hand arbeiten und eigentlich immer einer Meinung sind.?

Im Gegensatz zu dem was die Besetzung und die Mitarbeiter sagen, behaupten Mattila und Checkowski, sie würden deshalb so harmonisch zusammen arbeiten, weil sie viel diskutieren und streiten. ?Wir funktionieren so gut zusammen, weil wir oft unterschiedlicher Meinung sind,? sagt Checkowski. ?Oft wirkt es so, als wäre einer das Echo des anderen. Das liegt aber daran, dass wir in langer Auseinandersetzung einen gemeinsamen Weg gefunden haben und deshalb genau wissen, wie der andere tickt. Es funktioniert einfach.?

Und Mattila fügt hinzu: ?Zum Beispiel entstand die Idee mit dem Mord genau während einer solchen Diskussion. Matt ging mir an den Hals, weil wir uns stritten wie die Figur sterben sollte.? ?Ja, und dann nahm Kurt seinen Gürtel und versuchte mich umzubringen,? behauptet Checkowski. ?Ganz genau,? stimmt Mattila zu. ?Daraus entstand dann die Strangulierungsszene.?

Als James Brolin die Regisseure traf, war er überwältigt von ihrem Enthusiasmus, den Visionen und ihrer Vorbereitung. Sie kamen mit allem möglichen an: Bücher, Fotos, Kunst, alles um ihre Ideen zu untermauern. ?Die beiden hätten sofort anfangen können zu drehen,? sagt Brolin. ?Dabei waren es noch Monate bis zum Drehbeginn. Das war sehr beeindruckend.?

Bei nur 26 Drehtagen und 26 Figuren, legten Mattila und Checkowski großen Wert auf vorherige Proben. ?Wir hatten 90% des Films als Storyboards fertig, was eine gute Basis für die Dreharbeiten war,? erklärt Checkowski. ?Mit den Schauspielern machten wir es genauso. Wir gingen mit allen die Szenen durch und probierten Sachen aus. Denn wir wussten, während dem Dreh gab es keine Zeit für Experimente. Dann mußsten wir genau wissen, was zu tun war.? Während den Proben verlangten die Regisseure von allen Mut zur Improvisation. Es wurden verschiedene Darstellungen ausprobiert und Bildausschnitte getestet. Um den Dreh in weniger als einem Monat über die Bühne zu bringen, mußsten Mattila und Checkowski ganz genau wissen, wie die Figuren agieren und die Schauspieler reagieren.

?Für einen Low Budget-Film sieht er ungemein stilvoll und hochwertig aus,? findet Coogan. ?Die Regisseure waren nie langweilig oder konventionell. Jede Szene besitzt eine gewisse Ausstrahlung und eine ungewöhnliche Art, wie das Licht oder die Kameraperspektive genutzt wurde. Ich war neugierig, wie man zu zweit arbeitet. So wie die Farelly- oder die Coen-Brüder treten die beiden ? auch wenn sie nicht verwandt sind ? doch als Doppelpack auf. Sie fallen sich nie ins Wort, lassen den anderen gewähren und haben einen eigenen Rhythmus.?

?Es wird langsam zur Gewohnheit zwei Regisseure zu haben,? fügt Leguizamo an. ?Ist wohl typisch für das 21. Jahrhundert. Zwischen den beiden funktioniert die Chemie. Sie sind schnell, klug und sehr visuell. Das hat viel ausgemacht beim Dreh.? Sie nutzten ihre starken visuellen Fähigkeiten, um die tragisch-komische Komplexität der vielen Charaktere deutlich zu machen. Sie ließen sich von außergewöhnlichen, optischen Stilen inspirieren und verknüpften ihre Favoriten miteinander. ?Es handelte sich immer um eine hyper-reale Stimmung für uns,? sagt Checkowski.

?Wir wollten eine moderne Form des Film Noir. Davon ausgehend, entwickelte sich der Look, die Sprechweise der Schauspieler und die Art der Darstellung.? Sie zitierten Filme wie THOMAS CROWN IST NICHT ZU FASSEN oder die Werke von Wong Kar-Wai, besonders IN THE MOOD FOR LOVE und 2046. ?Ich hatte Beispiele, die poetisch waren und welche die sehr konkret und präzise waren,? sagt Kameramann Enrique Chediak. ?Übergreifend ist der Look sehr sauber und klar.? Jerry Fleming, der Produktionsdesigner und verantwortlich für Bühnenbild und Ausstattung, arbeitete eng mit Chediak zusammen. ?Die Vorarbeit der Regisseure kam allen anderen zu Gute,? bestätigt er. ?So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Es gab eine klare visuelle Vorgabe. Saubere Linien, kräftige Farben, usw. Sie hatten an alles gedacht.?

Bei ihrem visuellen Konzept gingen Mattila und Checkowski von ihrer Hauptfigur aus, denn einen Großteil des Films betrachtet man aus Ray Elliots Perspektive. ?Es geht darum wie Ray die Welt betrachtet,? sagt Checkowski. ?Er bemerkt Dinge, die andere nicht sehen, also mußs die Kamera sie auch registrieren. Die Welt besitzt eine bestimmte Symmetrie für ihn, und genau die zeigt der Film.?

Mattila fügt hinzu: ?Wir wollten einem Film, bei dem man das nicht unbedingt erwarten würde, einen neuen visuellen Dreh verleihen. Doch zuerst kommt die Geschichte, dann machen wir uns über die Optik Gedanken.? ?Ray ist eine zurückgezogene Figur,? erklärt Biddle. ?Er ist ein zwielichtiger Charakter mit einer Vergangenheit, ein Chamäleon, das sich seiner jeweiligen Umgebung anpasst. Als er sich verliebt, ändert er seine Sicht und seine Meinung über die Liebe. Zu Beginn des Films ist er noch auf dem Chamäleon-Status. Wir sehen ihn oft in Reflektionen, in künstlichen Realitäten. Er wird von dunklen Gegenständen und Oberflächen verdeckt, zwischen ihm und der Kamera befinden sich immer Gegenstände oder Personen. Mit dem Wandel, verändert sich auch die Optik, alles wird offener. Am Schluss sieht man Ray in voller Größe, klar und deutlich. Nichts ist zwischen ihm und dem Zuschauer.?

Die Optik des Films erforderte verschiedene Arten der Beleuchtung. Chediak erklärt: ?Die Vorarbeit war sehr genau, also wollten wir auch beim Dreh sehr akkurat vorgehen. Viele Einstellungen resultieren aus Rays Gedanken. Sie sind mal sehr verhangen, mal klar und deutlich. Wir benutzten viele Kräne und filmten aus der Vogelperspektive oder arbeiteten mit der Steady-Cam.? Um die Freiheit der Gedanken deutlicher zu inszenieren, ließen die Regisseure die Kamera durch Wände und Decken gleiten, ständig in Bewegung halten oder um Ray herumtanzen. Art Director Jerry Fleming kreierte eine Reihe von Elementen, die den Wechsel der Stimmungen und Charaktere verdeutlichten und die Kameraarbeit zusätzlich unterstützten.

?Wir begannen mit halbtransparenten Oberflächen, Scheiben und Objekten, durch die man hindurch sehen kann,? erklärt Fleming. ?Man sieht also nicht alles und jeden in der Reflektion. Zum Ende des Films wird es deutlicher, klarer und unmittelbarer.? ?Uns lag daran Los Angeles so zu zeigen, wie Boston in THOMAS CROWN IST NICHT ZU FASSEN. Man befindet sich in den Randgebieten, die Stadt lässt sich erahnen aber es ist nicht das Postkartenmotiv,? sagt Mattila.

?Wir wollten die schäbige Innenstadt-Atmosphäre von Los Angeles zu Zeiten von Raymond Chandler.? Checkowski meint dazu: ?Bevor es regnet, ist einem nicht bewusst wie dunstig und diesig L.A. ist. Hat der Regen dann mal alles sauber gewaschen, merkt man wie frisch und klar es mit einem Mal ist. Dieses Bewusstsein zieht sich durch die gesamte Geschichte. Vom Schreiben über die Dialoge, bis zu den Figuren und der Art wie wir die Stadt gefilmt haben. Sie spiegelt die sich verändernden Charaktere wider.?

Gedreht wurde an mehreren Orten in der Stadt und in einem Filmstudio auf dem L.A. Center Studio Complex. Die Büros des Alibi-Service entstanden im alten zwölfgeschossigen Unocal-Gebäude in der Innenstadt von Los Angeles. Mittlerweile liegt es auf dem Areal des Studiogeländes. Die Eingangshalle des Gebäudes diente als Lobby des Ellroy Hotels. ?Das Unocal-Gebäude wurde 1958 im Stil der Moderne gebaut, mit sehr klaren Linien,? sagt Fleming.

?Es ist gut geschnitten, aber wir mußsten es trotzdem ein wenig anpassen, weil das viele Grau und Schwarz, sowie die metallene Struktur im Film sehr leicht dröge und eintönig aussehen. Wir setzten also kräftige Farben dagegen, um das Ganze elegant und interessant wirken zu lassen ? nicht unbedingt hip oder selbstbewusst.? Auch für die Unterscheidung der einzelnen Hotel-Etagen wurden Farben benutzt. Vor allem beim Finale, wenn sich alle Figuren im Ellroy Hotel einfinden. Um den komplizierten dritten Akt zu erläutern, ordneten Mattila und Checkowski jedem Stockwerk eine Farbe zu, damit man sofort weiß, wo man sich gerade befindet.

?Die Gänge des Hotels sind immer mit einer Holzverschalung versehen, die in der Mitte der Wand verläuft,? erklärt Biddle. ?Matt und Kurt ließen also jeden Flur in einer anderen Farbe streichen, so dass sich die Holzvertäfelung mal über eine tiefrote, mal über eine violette oder orange Wand zieht.? Das Studio in der Innenstadt von L.A. beherbergte das Leichenschauhaus, die Hotelbar, sowie die Zimmer und Gänge des Ellroy Hotels. Am Ende fanden die Besitzer der Filmstudios die Dekoration für die Büroräume der Alibi-Agentur so toll, dass man sie für zukünftige Produktionen behalten wollte.

Zu den weiteren Drehorten in und um Los Angeles gehörten der Griffith Park, von dem man einen guten Überblick über die Stadt hat, und ein Wohnhaus in Pasadena, das als Anwesen des Mormonen diente. Ein Teil des riesigen L.A. Convention Centers wurde zu einem Flughafen umgebaut und das Loft eines Künstlers in der City fungierte als Lolas Apartment. Ein Bed & Breakfast in Malibu hielt für eines in Santa Barbara her und das ehemalige ?Patina? als Hintergrund für ein italienisches Restaurant.

Der Look der Kostüme und Drehorte sollte dazu dienen, Figuren und Story auf unbewusste Weise mehr Substanz zu geben. Gleichzeitig aber die klassischen Elemente des Film Noir zeitgemäß einzuarbeiten. ?Ray ist der Chamäleon-Typ, der sich allem anpasst. Also habe ich ihn in graue Anzüge und weiße Hemden mit schlichten Krawatten gesteckt. Er kann kommen und gehen und erregt kein Aufsehen,? erläutert Kostümbildner Christopher Lawrence. ?Graue Anzüge fand ich passend, denn er soll neutral sein und bloß nicht auffallen.?

Etwas mehr Charaktertiefe ließ sich dadurch erreichen, dass die Anzüge bei genauerem Hinsehen kleine Details aufweisen. ?Von fern wirkt Ray wie ein Geschäftsmann,? sagt Lawrence. ?Aus der Nähe entdeckt man an ihm so manche Eigenheit.? Am Ende des Films, nachdem Ray sich weiterentwickelt und neue Erfahrungen gemacht hat, gibt es noch einmal eine äußerliche Veränderung. ?Er wirkt dynamischer und lässt den alten Ray hinter sich,? sagt Lawrence. ?Das zeigt sich auch in seiner Kleidung.?

Für Lola, die Figur von Rebecca Romijn, konnte Lawrence aus dem Femme Fatale-Film Noir Pool schöpfen. Er wählte ein kontrastreiches Weiß, um Lola aus ihrer Umgebung herausstechen zu lassen. ?Der klassische Film Noir-Look wurde durch die Schwarz-Weiß-Fotografie erreicht,? sagt Lawrence. ?Ray wirkt in seinem Tweed unruhig und uneben. Lola hebt sich mit ihrem Weiß von der restlichen Farbpalette von Grautönen, Schwarz und Rot ab. Ich habe viele Film Noir-Produktionen gesehen und immer kriegen sich der Hauptdarsteller und die Femme Fatale am Ende. Das sieht man auch an den Farben, die sie tragen. Es sind dieselben Töne und man nimmt sie als Einheit war.?

Um die unterschiedlichen heimlichen Verabredungen angemessen in Szene zu setzen, benutzte Chediak meist nur geringe Beleuchtung. ?Ich habe mit sehr wenig Licht gearbeitet,? erzählt er. ?Unser Produktionsplan war sehr straff organisiert und es ging nicht nur um Schönheit und Stil, sondern auch darum relativ zackig durchzukommen.? Aufgrund der ausführlichen Storyboards, waren nie mehr als zwei oder drei Takes einer Einstellung nötig.

Alles in allem war ALIBI für die gesamte Besetzung und die Crew eine Genre-übergreifende Reise in die Vielschichtigkeit der Liebe. ?Der Film betrachtet unterschiedliche Arten, wie die Liebe eine Beziehung kaputt machen kann,? sagt Checkowski. ?Manchmal klappt es nicht, weil sie nicht da ist. Ein anderes Mal ist es zu viel Liebe und dann wieder funktioniert es nicht, weil sie in eine andere Richtung läuft. Die Geschichte ist ein weiteres Beispiel, was passieren kann, wenn sich die Liebe etwas zu eng um deinen Hals schlingt.?

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