Die Chaoscamper

Produktionsnotizen

Der amerikanische Traum auf Rädern ?Für einen Tag oder lebenslänglich? steht auf dem verlockenden Werbelogo. Dieses inspiriert einen Mann dazu, sich mit seiner Familie in das Abenteuer ihres Lebens zu stürzen, indem sie sich hinter das Steuer eines Luxus-Wohnmobils setzen, um sich darin die Landstraßen der guten alten USA entlangzuschlängeln. Dieser Wohnwagen, der über mehr persönliche Vorzüge verfügt als eine Boing 747 ist dies die Erfüllung eines amerikanischen Traums.

Jedenfalls lautet so das Argmuent, das der verzweifelte Bob Munro (Robin Williams) seiner Familie gegenüber vorbringt, als er eine Planänderung für ihre überfälligen Ferien ankündigt. Der wahre Grund ist, dass sein Boss bei Pure Vibe Soda ihm in unverständlichen Worten klar gemacht hat, dass er entweder im Laufe der kommenden Woche (seiner Ferienwoche) eine geplante Firmenfusion auf die Reihe bekommt oder aus den Ferien erst gar nicht zurückzukommen braucht.

Zum blanken Entsetzen seiner Familie lösen sich damit ihre Träume vom Chillen an den Stränden von Hawaii in Wohlgefallen auf. Sie werden für einen Trip in die Rocky Mountains an Bord eines gigantischen, unorganisierbaren Wohnmobils gezwungen und ein Wohnmobil hat seit Stripes (Ich glaub?, mich knutscht ein Elch, 1981) keine so große Rolle mehr in einer Leinwandkomödie gespielt.

Ausgangspunkt des Projekts war ein tatsächlicher Wohnmobil-Familienurlaub, den die Produzenten des Films, Lucy Fisher und Douglas Wick, vor einigen Jahren unternommen hatten. Das verheiratete Team hatte seinerzeit drei kleine Kinder und suchte nach einer Unternehmung mit der ganzen Familie. ?Doug ist ein sehr guter Ferienplaner?, sagt Fisher, ?und wir beschlossen, eine Reise in einem Wohnmobil zu unternehmen. Wir wussten nicht sehr viel darüber, Doug liebt es, hinter dem Steuer zu sitzen, und mir gefällt es auf dem Rücksitz, also sah alles nach einer lustigen Idee aus. Wir verbrachten viel Zeit mit den Vorbereitungen ? bei denen wir uns das Wohnmobil besorgten und überlegten, wo es hingehen sollte usw.?

Am Ende hatte sich eine Gruppe von Freunden mit ihren jeweiligen Familien angeschlossen und sie formten eine Karavane von Wohnmobilen, die sich die Highways und Nebenstraßen entlangschlängelten und über Walkie-Talkies miteinander kommunizierten. Was laut Wick wie eine ?Trucker-Fantasie? begann, wurde zur Quelle einer Komödie über Familien. ?Das Leben im Wohnmobil ist ziemlich lustig, weil plötzlich die komplette Familie ? für wie lange auch immer die Reise dauert ? in einem Raum zusammengepfercht ist?, lacht Wick. ?Man lernt sich auf eine ganze neue Art und Weise kennen.?

Den Regisseur des Films, Barry Sonnenfeld, bringt schon allein der Look eines Wohnmobils zum Lachen. ?Wohnmobile sind aus vielen Gründen komisch?, findet Sonnenfeld. ?Erstmal sehen Sie alle lustig aus. Sie sind zu hoch. Sie sind zu lang, sie sind irgendwie plump und innen sind sie irgendwie voller merkwürdiger Frabkombinationen, die unter anderen Umständen perfekt zusammenpassen würden.?

Und außerdem, so lernte Produzent Wick, ?geht alles, was mit einem Wohnmobil schiefgehen kann, häufig schief.? Jedes Mitglied seiner Karavane erlitt entweder mit der Elektrizität, den Rohrleitungen oder unter der Motorhaube seinen persönlichen Rückschlag. ?Wenn man einen Fuß in die Welt der Wohnmobile setzt, steht man vor einem langen Lernprozess.?

Die wahre Story von DIE CHAOSCAMPER ist aber eigentlich die typische amerikanische Familie, die sich in dem Fahrzeug befindet. ?Das Interessante an diesem Projekt war für mich die Möglichkeit, die Eigenschaften von Familien zu untersuchen?, führt Sonnenfeld fort, ?Wie ist das, wenn wir Eltern und unsere Kinder ältern werden und die Kinder sich ihre eigenen Freunde suchen und sich von uns entfremden?? Sonnenfeld bestärkte die Idee, das komische Potential zu fördern, das in dem Thema steckt und leicht zu einem Horrorfilm hätte werden können.

?Meine Theorie war immer: Je schlimmer die Erfahrung, umso besser ist es, wenn man diese in einer Rückblende erzählt. Ich habe vier Nierensteine hinter mich gebracht. Jede Operation war schrecklich, aber die Geschichten darüber gehören zu meinen besten und lustigsten. Zu Thangsgiving einen Platten auf dem Long Island Expressway zu haben ? das ist eine gute Story, aber wohlgemerkt rückblickend! DIE CHAOSCAMPER handelt von einer Familie, in der sich alle in gewisser Weise voneinander entfernt haben ? obwohl alle noch immer zusammenleben.

Sie haben alle ihre eigenen MP3-Player, ihre eigenen Computer. Also selbst, wenn sich alle im selben Raum befinden, sind sie geistig voneinander getrennt. dass sie zusammen in dieses Wohnmobil gepfercht werden, droht zunächst, sie alle noch weiter auseinanderzubringen. Aber ihre fast desaströsen Erfahrungen bringen sie auf wundervolle Art und Weise wieder zusammen. Durch Abenteuer und Missgeschicke sind sie gezwungen, die Dinge gemeinsam als Familie zu bewältigen und sich wieder einander anzunähern.?

Außerdem, fügt Sonnenfeld hinzu, sind es die gemeinsamen Erfahrungen der Munros, die sie als Familie definieren. ?Wenn man zusammen unterwegs ist und einen Platten hat und alle nur noch lachend im Regen am Straßenrand stehen, weil es keinen Wagenheber gibt und Dad seinen Schraubenzieher verwenden mußs, um den Reifen zu wechseln, dann ist das etwas, an das man sich sein Leben lang erinnern wird.?

Für die Produzenten ist DIE CHAOSCAMPER außerdem ein Film über Gemeinschaft. ?Sobald wir auf dem ersten Campingplatz ankamen, sahen wir, dass es eine Gemeinschaft von Menschen gibt, die hier eine ziemlich nette Zeit miteinander verbringen?, erinnert sich Fisher. ?Sie hatten Mixer und bereiteten Margaritas und feierten Partys. Wir empfanden das Gemeinschaftsleben auf einem Campingplatz wirklich einen der reizvollsten Aspekte.?

Die Erfahrung erwies sich als so unauslöschlich für Fisher und Wick, dass sie sofort damit begannen, einen Film in Erwägung zu ziehen, der sich dem Wohnmobil-Lebensstil widmen würde. ?Die Idee war?, so Wick, ?alle Sorgen und Probleme einer Familie in der Enge eines Wohnmobil zu lösen.? Für Regisseur Sonnenfeld ging es bei dem Film um eine Story, die auch seine eigenen Erfahrungen als Vater und Ehemann mit einschloss. Mit DIE CHAOSCAMPER konnte er einige seiner eigenen (wie gesagt: rückblickend) amüsanten Erfahrungen in eine Komödie einfließen lassen.

Die Munros und die Gornickes Nachdem Drehbuchautor Geoff Rodkey (Daddy Day Care (Der Kindergarten-Daddy, 2003)) sein Skript abgeliefert hatte, in dem es um einen Mann ging, der Probleme damit hat, sein Berufs- und Privatleben auf die Reihe zu bekommen, dachten die Produzenten über die Idealbesetzung für die Hauptrolle des Bob Munro nach ? und diese war Robin Williams. ?Er war der Erste, an den wir dachten?, sagt Fisher, ?weil wir jemanden wollten, dem man es abnimmt, dass er seine Familie zu einem Wohnmobil-Trip bringen würde und gleichzeitig, was die nötigen handwerklichen Fähigkeiten angeht, völlig ungeschickt ist. Deshalb waren wir überaus glücklich, als Robin zusagte, denn er ist ein Mensch mit Herz und einer der brillantesten Komiker der Welt.?

Auch bei demjenigen, der Williams durch das lustige Auf und Ab von DIE CHAOSCAMPER lenken würde, setzten sich Fisher und Wick hohe Ziele und wendeten sich dem Mann zu, der Komödien-Klassiker wie The Addams Family (Die Addams Family, 1991) und die Men in Black? (Men in Black)-Filme (1997 und 2002) als auch Get Shorty (Schnappt Shorty, 1995) geschaffen hatte. ?Wir wollten unbedingt einen Regisseur, der lustig war und seine eigene Handschrift mit in den Film bringen würde?, sagt Fisher. ?Ich habe mit Barry bei Men in Black zusammen gearbeitet. Er ist unglaublich talentiert und wirklich lustig.?

?Barry ist einer der lustigsten Menschen, mit denen man jemals in einem Raum sein kann?, fügt Wick hinzu, ?Und außerdem hat er einen exquisiten visuellen Geschmack, nachdem er ursprünglich unter anderem bei den Coen-Brüdern die Kamera geführt hat. Deshalb wusste ich, dass er für eine Theatralik sorgen würde, die man nicht oft in Familienfilmen dieser Art findet.?

Während Wick Williams? Figur als sein Alter Ego betrachtet, identifizierte sich auch Sonnenfeld stark mit Bob Munro. ?Robin spielt im Grunde genommen mich?, gibt Sonnenfeld zu. ?Ich bin mir nicht sicher, dass er sich dessen überhaupt bewusst war, aber immer dann, wenn Bob Angst bekam oder wegen eines Waschbären aus dem Wohnmobil stürzte, spielte er mich ? einen irgendwie egozentrischen, jüdischen Typen, wobei die Figur im Film noch nicht einmal Jude ist.?

Williams konnte kaum wissen, wie nahe Bob Munros Charakter dem seines Regisseurs stand. Er erklärt jedoch, dass er auf jeden Fall eine Ahnung davon bekam, als Sonnenfeld die zu Katastrophen neigende Reise der Munros als eine Art ?Fisch auf dem Trockenen-Familiengeschichte? bezeichnete. ?Bis heute habe ich nie selbst ein Wohnmobil gelenkt?, sagt Sonnenfeld. ?Tatsächlich habe ich in diesem Film noch nicht einmal eine Runde mit einem Wohnmobil auf dem Parkplatz gedreht. Ich fürchte, das längste Auto, das ich je gefahren bin, war vielleicht mein 1962er Lincoln-Cabrio.?

Andererseits war Williams wiederum bei den Dreharbeiten jeden Tag dazu verpflichtet, sich hinter das Steuer eines Wohnmobils zu setzen. ?Yeah, ich bin ihn tatsächlich gefahren?, sagt Williams augenrollend, ?angefangen mit den Fahrstunden, die ich wirklich brauchte, da Wohnmobile so riesig sind. Ich stellte fest, dass sie einen sehr großen Wenderadius haben und dass du alles um dich herum mal eben mitschleifen kannst, wenn du nicht vorsichtig bist. Wenn du nicht einen großen Bogen fährst, kannst du ziemlich viel Unheil anrichten. Im Film richten wir eine Menge Unheil an, sowohl an dem Wohnmobil als auch an anderen Dingen, weil Bob so lange braucht, den Bogen rauszukriegen.?

Travis Gornicke, Oberhaupt der zweiten Familie in der Geschichte, wird von Jeff Daniels gespielt, der zu Sonnenfelds größter Freude im wahren Leben ein erfahrener Wohnmobil-Fahrer ist. ?Als ein Agent versuchte, Jeff den Job zu beschaffen, rief er mich an und sagte: ,Du mußst Jeff nehmen. Er kennt sich mit Wohnmobilen wirklich aus. Er fährt sie die ganze Zeit. Er hat sogar seinen eigenen Wohnmobil-Song.? Und das hat er tatsächlich?, lacht Sonnenfeld. ?Das ist ein unglaublich komischer Song, der davon handelt, wie Jeff und seine Familie in einem Wohnmobil von Michigan nach Cooperstown, New York, gefahren sind, und er versehentlich seine Frau an einer Raststätte stehengelassen hat.?

Und Daniels? Agent hatte nicht zu viel versprochen. Kaum war der Schauspieler gecastet, hopste er in sein eigenes Wohnmobil und fuhr ihn von Michigan nach Vancouver, British Columbia, wo die Dreharbeiten begannen. ?Ich wollte bei Barry und der gesamten Crew Eindruck schinden?, erklärt Daniels. ?Ich wollte, dass sie denken: ,Er ist bitte was? Nein! Er ist in seinem Privatjet geflogen, oder? ,Du meinst, er fährt wirklich in diesem Wohnmobil von Michigan nach Vancouver?? Unterwegs riefen sie mich an, um Neuigkeiten zu erfahren. Mein Handy klingelte ? wenn es funktionierte ? und sie fragten: ,Wo bist du jetzt?? ,Lebst Du noch?? Das war sehr lustig. Ich war schon immer ein Fan von Wohnmobilen. Mir gefällt es, sie zu fahren. Ich hatte schon mehrere und schaffe mir alle paar Jahre ein Besseres an.?

Cheryl Hines übernahm neben Williams die Rolle der Jamie Munro, der Matriarchin der übel gelaunten Munro-Familie. ?Mit der Besetzung von Robin haben wir die Latte ziemlich hoch gelegt?, sagt Wick, ?so dass alle anderen, die wir wählten, an sein Niveau heranreichen mußsten. Als wir darüber redeten, wer seine Frau spielen könnte, wussten wir, dass wir jemanden brauchen würden, der über die Schnelligkeit und Intelligenz verfügt, es mit ihm auf zu nehmen. Woche für Woche ist Cheryl den Anfgriffen von Larry Davids Comedy-Serie ,Curb Your Enthusiasm? unterworfen. Sie ist immer auf seinem Level und schießt zurück. Sie schien uns eine großartige Wahl zu sein.?

?Auch ich kenne Cheryls Arbeit hauptsächlich aus ,Curb Your Enthusiasm??, so Sonnenfeld, ?und ich bin sehr stolz darauf, sagen zu können, dass sie mir erklärte, ich sei neurotischer als Larry David. Ich war begeistert darüber.? Hines verfügt über großartige Improvisations-Erfahrung, die sie schon vor ihrer Arbeit an ?Curb Your Enthusiasm? sammeln konnte. Jahrelang arbeitete sie regelmäßig mit der bekannten Improvisationsgruppe The Groundlings aus Los Angeles.

?Obwohl wir bei DIE CHAOSCAMPER ein richtiges Skript hatten?, sagt Sonnenfeld, ?kam uns ihre Erfahrung mit Improvisationen sehr gelegen. Wir konnten immer zu Cheryl schwenken, um eine wunderbare Reaktion einzufangen, die immer direkt und sehr trocken war ? und perfekt Robins große komödiantische Momente verlängerte. Sie bildeten ein großartiges komödiantisches Team, wie jenes, das ich in den Men in Black? -Filmen mit Will Smith und Tommy Lee Jones hatte, die auch ein weiteres Beispiel für das Zusammentreffen eines albernen und eines sehr trockenen Typen sind.? Dies ist einer der Gründe dafür, warum Sonnenfeld am Schluss einiger Aufnahmen von DIE CHAOSCAMPER rufen sollte: ?Macht es noch einmal ? schneller und direkter!?

?Ich hatte ein Paar Hüte für den Film mit Instruktionen für die Crew?, erklärt Sonnenfeld. ?Auf einem davon stand tatsächlich ,direkter, schneller?. Das Tolle an Cheryl war, dass ihrer Performance sowohl direkt als auch schnell war, was für mich das Geheimnis der Komödie ist. Den Witz nicht unnötig lange hinauszögern, sondern schnell hintereinander weg, einer nach dem anderen, das ist die Devise.?

Daniels führt aus: ?Sehen Sie, manchmal liegt der Witz nicht im Witz; er liegt in der Reaktion auf den Witz ? und das ist das, was ,direkter? bedeutet. Als Barry ,direkter? sagte, bedeutete das einfach ,macht es so und das Publikum wird lachen.?? Hines? Humor in dem Film ist laut Williams ihre Reaktionen auf ihn, obwohl er auch ihre anderen bemerkenswerten, komischen Begabungen anerkennt. ?Oh Mann, sie ist super-lustig?, sagt er. ?Sie macht das mit oder ohne Skript. Das war wie eine Art Urlaub für sie. Es gab feste Textzeilen, aber wir hatten auch unseren Spaß. Sie kann wie verrückt improvisieren, was großartig ist.?

Der Moment im Film, in dem die ?direkte? Antwort zu einer echten Herausforderung für Hines wurde, kam, als die Munros der Gornicke-Familie bei ihrer eigenwilligen Darbietung von ?Never Ending Song of Love? zuhören müssen. ?Ich konnte es einfach nicht?, gibt Hines zu. ?Barry sagte, er wollte, dass ich keine Miene verziehe. Aber da stand ich und sah Jeff und Kristin Chenoweth (die Daniels Frau spielt) an, und die Kinder sangen sich die Seele aus dem Leib, und es war unmöglich. Ich wurde angeschrien, aber ich konnte nicht an mich halten. Also dachte ich mir, ich sollte vielleicht durch sie hindurch sehen. Aber dann war da Jeff mit seiner Mundharmonika und seinen kleinen ,Tut-tut-tuts?. Und mein Blick streifte Kristin, die mit den Tambourins an ihre Brüste tippte. Es war einfach unmöglich.?

Zum Rückgrat des DIE CHAOSCAMPER-Drehbuchs zählt laut Wick Bob Munros Beziehung zu seiner Teenager-Tochter Cassie. ?Wir sahen uns viele junge Frauen an und der Trick war, jemanden zu finden, der sich mit Komik auskannte, überzeugend dramatisch war und sich gegen Robin Williams behaupten konnte?, sagt er. Sonnenfeld fand diese seltene Kombination von Attributen bei dem Teenie-Popstar Joanna ?JoJo? Levesque. ?Sie ist jetzt schon eine großer Popstar und ist vor großem Publikum aufgetreten?, sagt Fisher. ?Deshalb hat sie dieses Selbstvertrauen, das man selten bei einem Teenager findet.?

?Sie bewältigte ihren Job so sicher?, fügt Wick hinzu und ?wenn du neben jemandem spielst, der so charismatisch und übermenschlich ist wie Robin, mußs man einigem standhalten können, und sie hatte diese Präsenz.? Musik war ein Element im Film, das die gesamte Besetzung und Crew überraschte. Abgesehen von Gornickes Version von ?Never Ending Song of Love?, endet der Film damit, dass beide Familien ?(Get Your Kicks on) Route 66? singen. Und im Laufe des Films gibt es andere Figuren, die singen. ?Als wir anfingen, dachte ich, ich könnte vielleicht ein wenig Gesang gebrauchen, aber dann hat sich der Film fast in ein Musical verwandelt?, sagt Sonnenfeld.

Zum Glück hatte der Regisseur ganz unbeabsichtigt eine Besetzung mit musikalischer Vorgeschichte angeheuert. Daniels brachte unlängst seine erste CD heraus. Joanna ?JoJo? Levesque, die Bobs Tochter Cassie spielt, ist eine erfahrene Popsängerin und Chenoweth, die MaryJo Gornicke spielt, ist eine klassisch ausgebildete Opernsängerin.

?Als wir über die Vergangenheit sprachen, fragte mich Barry unter anderem: ,Kannst Du jodeln???, lacht Chenoweth. ?Ich konnte mir nicht vorstellen warum. Aber ja, tatsächlich kann ich jodeln, obwohl ich nie gedacht hatte, dass ich es mal brauchen würde. Bin ich dafür auf die Opernschule gegangen? Habe ich die in der ausverkauften Carnegie Hall gesungen, damit ich hierherkommen und jodeln kann? Aber in diesem Film bekomme ich reichlich Gelegenheit, meine Jodel-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.?

Aber ihre professionelle Jodel-Fähigkeit war nur einer der Gründe, warum Sonnenfeld Chenoweth castete. ?Für die Familie Gornicke suchte ich nicht nur nach der ,nettesten Familie auf dem Erdball?, sondern nach Menschen, die auf der Leinwand groß herauskommen. Kristin ist ziemlich klein, etwa ein Meter fünfzig und aus dem Süden, aber sie hat eine große Persönlichkeit. Sie ist eine wunderbare große Göre ? nicht in Körpergröße gemessen, sondern in der Größe ihrer Persönlichkeit.?

Chenoweth erklärt, dass die Chance eine ?große? Rolle an der Seite von jemandem zu spielen, der auch eine ?große? Rolle spielt, den Spaß ihrer Rolle ausmachte. ?Wahrscheinlich war an dem Film die größte Überraschung für mich, dass ich so viel Spaß daran hatte, mit Jeff zusammen vor der Kamera zu stehen. Wir hatten etwas, das wirklich funktionierte. Plus: Er ist riesig, sehr groß. Ich fühlte mich so klein neben ihm. Nicht, dass ich das nicht immer tue, aber Jeff war wirklich so groß, und ich fand es toll. Der Unterschied war wirklich lustig.?

Levesques erstes Album wurde mit Doppel-Platin veredelt ? was für eine 14-Jährige nicht schlecht ist. Nach dem Abschluss der Dreharbeiten von DIE CHAOSCAMPER brachte sie die Aufnahmen für ihr zweites Album zu Ende. Für sie bot ihr Filmdebüt die ideale Überschneidung von Schauspielerei und ihren musikalischen Talenten. Alle Mitglieder der Munro-Familie haben ihre eigenen MP3-Player im Film und in einer unvergesslichen Szene zeigen alle ihre eigenen musikalischen Welten.

?Es hat Spaß gemacht, die Szene zu drehen?, sagt Levesque, ?vor allem, weil ich wie ein kompletter Idiot spielen darf. Mit den Kopfhörern konnte ich mich sowieso selbst nicht einmal hören. Und wenn man sich selbst nicht hören kann, singt man viel lauter, als man sich bewusst ist. Und das habe ich gemacht. Leute, die mich als Sängerin JoJo kennen, werden überrascht sein. Sie werden sagen: ,Verdammt! Ist die wirklich so schlecht?? Aber, nur dass Sie es wissen, ich habe absichtlich so gesungen.?

Obwohl sie persönlich auf ihre Stimme stolz ist, sagt Hines, dass sie keine besonders gute Stimme hat. Dennoch war sie mehr als willig, auf eine ziemlich komische Art und Weise zu singen. ?Sie wählte Oktaven, die kein Mädchen wählen sollte?, lacht Sonnenfeld. ?Sie hat eher eine Bassstimme als Alt oder Sopran.? Williams fügt hinzu: ?Cheryl hat, wenn sie singt, oh Mann, eine wirklich tiefe Stimme. Dann wechselt sie in ihre normale Stimme und singt auf eine irgendwie ganz hysterische Art.?

Diese willkommene Mischung aus Musik und ansteckendem Gelächter ist tpyisch für das, was er bei den Dreharbeiten von DIE CHAOSCAMPER erlebte, findet Daniels, und dankt dafür ausschließlich Sonnenfeld. ?In seiner Karriere hat Barry mit den größten Stars an den größten Filmen gearbeitet. Er kennt die Kamera. Er weiß, wie man inszeniert. Er weiß, wie man mit den Egos umgeht. Und bei all dem hat er immer noch seinen Sinn für Spaß behalten und verbreitete bei uns allen das Gefühl, wie glücklich wir darüber sein können, womit wir unseren Lebensunterhalt verdienen. Man freut sich auf die Arbeit, weil Barry Dinge sagen wird, die kein anderer Regisseur zu einem Schauspieler sagen würde ? er ist so brutal ehrlich. So wie neulich, als er mir nach einer Aufnahme zurief: ,Jeff? Spiel? besser.??

?Er ist eine merkwürdige Mischung?, führt Daniels fort. ?Er ist jüdisch und gleichzeitig ein Cowboy. Robin nennt ihn ,der koshere Cowboy.?? (Sonnenfeld hat eine Vorliebe für Cowboy-Hüte und -Stiefel und schwingt sich sogar öfters am Set lieber in den Sattel als in den Regiestuhl ? obwohl er sagt, dass er noch nie auf einem Pferd gesessen hat.)

Josh Hutcherson rundet als jüngstes Mitglied Carl Munro den Cast der Munro-Familie ab. Hutcherson spielte zuvor in Columbia Pictures Sci-Fi-Familienfilm Zathura: A Space Adventure (Zathura, 2005) und sagt, dass er gerne Carl gespielt hat, eine Figur, die er wie folgt beschreibt: ?Er ist klein für sein Alter, das versucht er auszugleichen, indem er tough ist und auf Gangsta? macht. Er hört Hardcore-Rap und trägt Baggy-Klamotten.?

Obwohl er selbst kein Gangsta? sein mag, sagt Hutcherson, dass zumindest sein Leinwandvater ein Rap-Experte wäre. ?Eines Tages sagte Barry: ,Robin, leg los? und er fing einfach an zu rappen?, erzählt Hutcherson. ?Es ist so cool, wie er das macht, weil er einfach an die Wörter und ihren Reim denkt. Es ist beinahe, als hätte er sich vorbereitet, aber das hat er nicht. Es ist erstaunlich.?

Levesque war genauso beeindruckt. ?Das, was so interessant war, war das Wissen, dass Robin bei unserem Kennenlernen lustig sein würde, weil man bei Robin Williams automatisch an Comedy denkt. Aber er ist so viel mehr als das. Er ist wie eine Enzyklopädie ? welche Frage man auch immer hat, ob zum Thema Sport oder Politik ? er weiß alles.?

Die Gornicke-Kinder werden von Hunter Parrish (Earl), Chloe Sonnenfeld (Moon) und Alex Ferris (Billy) gespielt. Als relativer Newcomer schätzte es Parrish, wie sich Sonnenfeld darum bemühte, die Gornickes in ?die perfekte Familie? zu verwandeln, wie er sagt: ?Er kümmerte sich um jedes Detail. Er achtete sehr darauf, was wir taten, ob wir nun im Fokus oder im Hintergrund waren.?

Der Moment der Regie, den Parrish noch jahrelang verinnerlicht haben wird, war Sonnenfelds Anweisung ?Wenn Du am Set bist, bist zu einhundert Prozent dort.? Das war eine gute Lektion für mich, nicht nur für die Schauspielerei, sondern fürs Leben. Es ist eine Haltung, die man in jedem Augenblick tragen sollte: Selbst wenn man nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, ist man noch dort, du bist immer noch präsent. Also solltest du immer einhundertprozentig da sein.?

Für Chloe Sonnenfeld ging es bei dem Film wirklich um die Familie. Sie ist auf den Filmsets ihres Vaters aufgewachsen. Ihr erster Besuch bei einem Sonnenfeld-Dreh war bei dem Regiedebüt ihres Vaters, The Addams Family, als sie gerade fünf Tage alt war, weshalb sie keine klaren Erinnerungen daran wiedergeben kann. ?Der erste Film, an den ich mich erinnere, ist wahrscheinlich Wild, Wild West (Wild Wild West, 1999). Und alles, an das ich mich dabei erinnere, sind die Hitze und der Sand. Bei Men in Black? liebte ich es einfach, ans Set zu kommen ? okay, ich dachte ja auch, dass die Aliens echt waren. Also ging ich hin und spielte mit ihnen und hatte viel Spaß.?

Susan Ringo, Chloes Mutter und Barrys Ehefrau, die als assoziierte Produzentin für mehrere seiner Filme verantwortlich zeichnete, erörtert die Entscheidung ihres Mannes, seine Tochter in dem Film zu besetzen. ?Es ist das Familiengeschäft. Sie hatte eine kleine Rolle in Men in Black? II (Men in Black II, 2002), eine Zeile in der Postamt-Szene mit Tommy Lee Jones und Will Smith. Das hat sie geliebt. Sie nimmt die Schauspielerei sehr ernst und hat bereits bei mehreren Theatergruppen in den letzten sieben Jahren mitgemacht. Es war wirklich ein Glücksfall, dass dieser Film eine Rolle für sie hatte. Sie hat sogar dafür vorgesprochen.?

Sonnenfeld sagt: ?Susan ist jemand, zu dem ich mich umdrehen und sagen kann: ,Soll ich weiter machen? Brauch? ich noch eine Aufnahme?? Sie ist die Person, die mich gleichzeitig unterstützt und beruhigt. Sie hat aus mir einen ruhigeren Regisseur gemacht.?

Hinein ins Blaue Da DIE CHAOSCAMPER ein Roadmovie ist, sind darin fünf typengleiche Wohnmobile und zwei identische gebrauchte Busse unterwegs. Cast und Crew verbrachten sehr viel Zeit auf der Straße. Obwohl der Film auf den Highways zwischen Los Angeles und den Colorado Rockies spielt, wurde tatsächlich in und bei Vancouver, British Columbia gedreht.

Das erste wichtige Set im Film war der wüstenähnliche Campingplatz in Nevada. Die tatsächliche Location befand sich in einem Gebiet südlich von Vancouver mit Namen Richmond Sand Dunes. Obwohl es sich nicht um den ansprechendsten Campingplatz handelt, zeigte er für Szenenbildner Michael Bolton die typischen Merkmale des Lebens auf der Straße und übernahm auch eine wichtige dramatische Funktion innerhalb der Story. ?Die Campingplätze, die wir am Anfang des Films aussuchten, waren ziemlich unappetitlich?, sagt Bolton. ?Wir waren im Grunde in diesem Riesen-Sandkasten, so dass die Familie wirklich nicht wusste, warum sie mit dem Wohnmobil unterwegs waren. Im Laufe der Story wurden die Campingplätze freundlicher und hübscher. Als wir oben in den Canadian Rockys waren, war es echt schön. Es gab Teile von Alberta, die sensationell waren.?

Die Sandkasten-Location erwies sich als problematisch, da die Monate Mai und Juni in Vancouver extrem verregnet sind ? was nun gar nicht der Look war, den Sonnenfeld für seinen Nevada-Campingplatz im Sinn hat. Die Produktion umging das Problem während der Nachtdrehs, die alle in einem abgedeckten Bereich stattfanden, der von Boltons Crew an die äußerliche Location angepasst wurde. ?Wir hatten dieses kleine Buch, eine Art ,Barry-Bibel?, darin standen die Dinge, die er am Set sehen wollte?, sagt Bolton. ?Dinge, die man nicht in einem Wohnwagen-Camp zu sehen erwartet, die aber tatsächlich dort sind. Wir hatten ein großes Paket an Informationen und Fotos, die von vielen verschiedenen Wohnwagen-Campingplätzen stammten.?

Sonnenfeld erklärt: ?Wohnmobil-Parks sind surreal. Sie sind wie Golfplätze, die sind auch surreal. Sie befinden sich normalerweise auf flachen Ebenen, die von all diesen großen, merkwürdig bemalten Wohnmobilen heimgesucht werden. Ich wollte, dass die Munros das grellste Wohnmobil hatten, das man je gesehen hat. Ich wollte, dass es aus der Landschaft heraussticht, auf die denkbar unnatürlichste Art und Weise, nach dem Motto: ,Hier seid ihr mitten in der Schönheit der Natur und ihr fahrt dieses wirklich unnatürlich aussehende Monstrum.??

Für Bolton steckte der Teufel immer im Detail und er arbeitete emsig daran, jedem Campingplatz seinen eigenen Charakter zu verleihen. ?Jeder Einzelne ist einzigartig, und es gibt jeweils Menschen, für die diese Campingplätze ihr Leben sind?, sagt Bolton. ?Sie haben kleine Ställe für ihre Tiere, die sie mit in ihren Wohnmobilen herumfahren. Die sind wie eigene kleine, tragbare Gärten. Sie haben außerdem große Stücke Kunstrasen dabei, die sie wie Teppiche in der Mitte des Campingplatzes ausrollen. Wenn man über einige dieser Campingplätze geht, sieht jeder Garten anders aus. Jeder hat seinen eigenen persönlichen Touch.?

Um Locations aufzutun, die vom Flachland Utahs bis zu den majestätischen Colorado Rockys allem ähnelten, reiste die Produktion beinahe einen Monat lang durch den Süden Albertas in Kanada. ?Wir drehten alles an Orten, die genauso wie die Vereinigten Staaten aussehen?, erinnert sich Williams. ?Es gab eine Location namens Milk River, wo es ,hoodoo? gibt, verwitterte, exzentrisch geformte Steine wie in der Wüste von Utah. Es gibt Orte, die genauso aussehen wie Idaho und Colorado, es sei denn, man sieht Schilder in Englisch und Französisch, die es in Idaho nicht gibt ? oder vielleicht nur in Coeur d?Alene. Aber es ist hinreißend und man stellt fest, dass man in seinem eigenen RV dorthin fahren kann. Es ist wie Camping, nur eine Stufe höher.?

DIE CHAOSCAMPER war in der Tat eine Stufe höher als Camping. Die Produktion machte viele Reisen und verschiedene Locations erforderlich. Die Dreharbeiten endeten auf einer Soundbühne im Süden von Vancouver, wo die Familien Munro und Gornicke in ihrem herausgeputzen Cowboy-Look zusammen singen ?(Get your Kicks on) Route 66?. Der Song wurde auch für den Abspann verwendet. Die Crew genoss ein abschließendes gemeinsames Essen und lauschte dabei ? zusammen mit dem geehrten Sonnenfeld ? Daniels und seiner Komposition ?The Ballad of the Kosher Cowboy?. Und ja, der Regisseur weinte, nur weil ihm jetzt tatsächlich mal jemand einen Song auf den Leib geschrieben hat.

Neben den vielen talentierten Castmitgliedern waren die anderen Charaktere in DIE CHAOSCAMPER die Wohnmobile selbst. Insbesondere der Gornicke-Bus, so Rick Rasmußsen, der bei den Dreharbeiten für die Koordination der Autos verantwortlich war, ?zog mehr Aufmerksamkeit auf sich und stoppte häufiger den Verkehr als jedes andere Fahrzeug, mit dem ich jemals gearbeitet habe, und dazu gehören Vipers, Konzeptfahrzeuge und einige andere ziemlich exotische Vehikel.?

Das Drehbuch verlangte ursprünglich nach einem 1990er-Wohnmobil, aber Sonnenfeld wollte etwas Klassischeres und bat Rasmußsen, ihm bei der Suche danach zu helfen. Seine Suche erbrachte zwei 1948er ?Flxible Clippers?, die in den Vierzigern und Fünfzigern von Firmen wie Greyhound und Trailways genutzt wurden. Zu einem Zeitpunkt waren mehr als 5.000 ?Clippers? aus den Flotten von eintausend Bus-Gesellschaften im Einsatz. Seitdem wurden die ?Flxibles? in Öffentlichen Parks als Shuttles genutzt und blieben bei vielen kleineren Bus-Firmen beliebt. Heute sind ?Flxible Clippers? als Wohnmobile extrem populär, so dass sich sogar eine internationale Organisation von ?Clipper?-Besitzern gebildet hat.

Einer der zwei Busse, die Rasmußsen gefunden hat, wurde von einer Tournee-Company, Cumberland Tours in Nashville, Tennessee, benutzt, während der andere draußen auf der grünen Wiese stand. Beide waren in einigermaßen gutem Zustand, als die Produktion sie kaufte und wurden gründlich überholt, um den Anforderungen des Films zu genügen. Die Sitze wurden herausgerissen, die Rahmen restauriert und in auffälligem Rot und Crème gestrichen (vorher waren sie blau-weiß) und jeweils wie ein Zuhause auf Rädern aus zweiter Hand ausgestattet.

Zu weiteren, äußerlichen Veränderungen gehörten ?Augenlid?-Blenden über den Vorderscheinwerfern, verchromte Leitern an der Rückseite und hölzerne Dachaufsätze, die den markanten klassischen Look komplettierten. Der zweite Bus wurde komplett restauriert, auch Motor und Antrieb, während nur sechzig Prozent des Inneren erneuert wurden. Er wurde vor allem für Stunts und die Außenaufnahmen der Second Unit verwendet.

Das Munro-Wohnmobil war ? zumindest zu Beginn des Films ? brandneu und kam direkt aus dem Showroom. Aber es ist unwahrscheinlich, dass irgendetwas Vergleichbares in einem echten Showroom zu finden ist. ?Ich wollte, dass die Munros das aufgemotzteste Wohnmobil hatten, das man je gesehen hat?, sagt Sonnenfeld. ?Ich wollte, dass dieses Wohnmobil auf unnatürliche Art und Weise aus der Landschaft ragt.?

Also war das erste, was Sonnenfeld tat, ?Farben auszusuchen, die es in der Natur nicht gibt. Deshalb waren alle Grüntöne merkwürdigerweise zu direkt, zu strahlend.? Sonnenfeld: entwickelte seine Idee noch weiter und überlegte: ?Wie überwältigend wäre es, wenn ein Wohnmobil nicht nur überwältigend bunt wäre, sondern auch noch die Worte ,MIET MICH? darauf stehen würden? Dafür benutzten wir das strahlendste Gelb, das wir finden konnten. Dann sagte ich: Warum kleben wir nicht ein riesiges Foto von mir, Barry Sonnenfeld, im Western-Outfit (wenn ich mich auch selbst ,Irv? nenne) an die Seite des Wohnmobils mit dem Werbeslogan ,Für einen Tag oder lebenslänglich??.

Das Wohnmobil der Munros ist ein Forest River, Georgetown 359 TS. Die Produktion erwarb tatsächlich fünf von der Sorte für den Film, in zweien sehen wir die Munros im Film fahren und leben. Zwei andere wurden mit speziellen, hydraulischen Federungen ausgestattet, womit einige der extremen Fahrtmomente in Angriff genommen wurden. Das fünfte Wohnmobil, genannt ?Wild Thing?, war komplett funktionstauglich mit ganzen Einheiten, die ?wild? waren und entfernt werden konnten, damit die Innenaufnahmen gefilmt werden konnten.

Tatsächlich gab es noch ein sechstes Wohnmobil, das Rasmußsen bei der Fabrik in Einzelteilen bestellte. Die Spezialeffekte-Abteilung baute den Rahmen um, um mit hydraulischen Kolben zu ermöglichen, das Wohnmobil zu heben und zu senken, als es in den See gesetzt wird.

Um die Neu-Ausstattung des Wohnmobils abzuschließen, wurden alle ?Innereien? herausgenommen und mit einer neuen Farbpalette und größeren Fenstern ersetzt. Dachfenster wurden hinzugefügt, ebenso neue Kabinen. Die Wohnmobile sahen zu Beginn des Films alle genau gleich aus und als das motorisierte Heim stufenweise zerstört wird, mußsten alle anderen Fahrzeuge ebenso behandelt werden, um dazu zu passen.

Szenenfoto
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