Ab durch die Hecke

Produktionsnotizen

Vom Comic-Strip auf die Leinwand Sie essen, um zu leben. Wir leben, um zu essen. Sie nehmen sich, was sie brauchen, und nutzen, was sie sich nehmen. Wir nehmen uns, was wir wollen? und wollen dann noch mehr. Eigentlich sind die eigenartigsten Kreaturen des Planeten sehr wahrscheinlich wir Menschen.

Über zehn Jahre lang war das die Meinung von zwei voneinander sehr verschiedenen besten Freunden - einem Waschbär und einer Schildkröte - während sie in dem beliebten Comic-Strip Over the Hedge heimlich einen Blick in die maßgeschneiderte und manikürte Welt der Vorstadt warfen. Von Autor Michael Fry getextet und von T Lewis illustriert, hatte dieser Comic-Strip im Juni 1995 Premiere und hat seither täglich die ironische Weltsicht und die oft spitzen Bonmots der Tiere über die menschlichen Vorlieben und Schwächen in die Welt hi-nausgetragen.

Regisseur und Drehbuchautor Karey Kirkpatrick sagt: ?Der Comic-Strip handelt von einer Schildkröte und einem Waschbär, die über eine Hecke spähen, um die menschliche Gesell-schaft zu beobachten ? um sie dann mit rasiermesserscharfem Witz zu verspotten. Der brillan-te Humor wird aus der einmaligen Perspektive der Tiere erzählt.?

Regisseur Tim Johnson meint: ?Der Comic-Strip ist eine geistreiche Zerrspiegel-Version des-sen, was wir als Vorstädter, als Menschheit darstellen. Berichtet wird vom Standpunkt der Tiere aus, die uns in unseren eigenen Vorgärten beobachten und ihren persönlichen Kommen-tar zu den eigenartigsten Lebewesen des Planeten abgeben: den Menschen.?

?Es ist eine tolle Kulisse, denn jeder, der einen kleinen Garten hat, hat auch schon mal Erfah-rung mit wildlebenden Tieren gemacht?, merkt Michael Fry an. T Lewis meint: ?Genau so ging es mir auch. Ich habe in der Vorstadt gelebt und oft Eichhörn-chen und Kaninchen im Garten gesehen oder Waschbären, die auf der Suche nach Futter am Küchenfenster kratzten.?

Johnson fügt hinzu, die Erfahrung des eigenen Gartens als gemeinsamer Lebensraum von Mensch und Tier sei universell, und nicht ausschließlich für die amerikanischen Vorstädte gültig: ?Egal ob man sich am Stadtrand von Chicago oder am Stadtrand von Paris befindet, ob man auf einer Farm oder mitten in der Stadt lebt: überall gibt es Tiere, die lernen mußsten, damit umzugehen, dass die Menschen heutzutage praktisch überall sind. In jedem Winkel der Erde ist das so; die Tierarten mögen sich zwar unterscheiden, aber ihre Lage bleibt so ziem-lich die gleiche.?

?Man kann diese Tiere betrachten und sich fragen, was sie wohl gerade denken? Wir antwor-ten hier darauf und meinen, sie denken gerade, dass sie gerne in unsere Küchen und Kühl-schränke gelangen möchten?, lacht Fry.

Johnson erzählt, er sei bereits lange vor seiner Mitwirkung am Film schon ein Fan des Comic-Strips gewesen, zum Teil weil er selbst Elemente daraus erlebt habe: ?Ich bin in einem Vorort von Chicago aufgewachsen; als ich in die erste Klasse der Grundschule kam, waren am Ende meiner Straße noch Maisfelder ? so weit das Auge reichte. Als ich dann meinen Oberstufen-Schulabschluss machte, waren diese Maisfelder durch eine Reihenhaussiedlung verdrängt worden, auf die noch eine und dann eine weitere folgte.

So kam es, dass ich innerhalb eines Jahrzehnts vom Stadtrand praktisch mitten in einen belebten Vorort ?umgezogen? war, ohne mich vom Fleck zu bewegen. Wir hatten zwar nicht wirklich eine Hecke, aber stattdessen ei-nige kleine Bäume, und hinterm Haus lag eine Wiese, wo viele Beutelratten, Waschbären und Stinktiere lebten. ?Ab durch die Hecke? war deshalb für mich eine Chance, mich mit der Welt meiner Kindertage auseinander zu setzen ? und dabei in die Rolle der Tiere zu schlüpfen, um die Welt aus ihrer Perspektive zu betrachten.?

?Es fühlte sich wie eine große Arena an, in der ein Animationsfilm spielen sollte?, meint Kirkpatrick, der das Drehbuch gemeinsam mit Len Blum, Lorne Cameron und David Hosel-ton geschrieben hat. ?Diese Figuren, die auf Kinder so süß und niedlich wirken, konnten wir aufgreifen und im Verlauf der Geschichte satirische Kommentare zur Gesellschaft abgeben lassen.?

Johnson betont, dass der Film ?Ab durch die Hecke? praktisch wie eine Vorgeschichte zum langlebigen Comic-Strip funktioniert: ?Wir sagen gerne, dass der Film dort endet, wo der Comic begann. Das kommt daher, dass im Comic die Freundschaft zwischen dem ?ungleichen Paar? Verne und Richie ja bereits besteht; im Film geht es darum, wie sie sich überhaupt ken-nen gelernt haben, also konnten wir hier einen ganz neuen Ansatz für die Figuren verwenden. Das war für uns sehr befreiend, doch trotzdem haben wir sehr eng mit Mike und T zusam-mengearbeitet, um sicherzustellen, dass wir uns innerhalb des Rahmens ihrer Comic-Welt bewegen.?

?Sowohl Mike als auch T waren an der Entwicklung des Films aktiv beteiligt; es war eine herausragende Partnerschaft?, stimmt Kirkpatrick zu. ?Es wäre dumm von uns gewesen, uns ihre einmalige Sicht der Dinge nicht zu Nutze zu machen. Wir haben hart daran gearbeitet, um ihren besonderen Tonfall, ihre Kommentare, ihre Weltanschauung einzubauen. Während wir die Geschichte entwickelten, haben wir immer versucht, die Seele des Comic-Strips als Kern-fundament beizubehalten ? z.B. bezüglich der Haltung angesichts des menschlichen Bedürf-nisses nach gieriger Maßlosigkeit, Bequemlichkeit, danach, ständig alles noch größer, besser und schneller zu machen. Wie das alles auf unsere Tier-Charaktere wirkt und was es für sie für Auswirkungen hat ? auch das bildet das Herz dieses Films.?

Produzentin Bonnie Arnold sagt: ?In Wahrheit sind wir doch im Vorgarten der Tiere, und nicht andersherum. Der Comic-Strip und nun auch der Film handeln davon, wie die sich aus-breitenden Vorstädte das Leben der Tiere beeinträchtigen und wie sie sich anpassen müssen, um in dieser neuen Umgebung zu überleben.?

Die Waldtier-Bande Ein ganz bestimmtes Tier hat jedoch nicht nur gelernt, in der asphaltierten und abgepackten Welt der Vorstadt zu überleben, sondern blüht dort förmlich auf: Ein unternehmungsfreudiger Waschbär namens Richie hat einen Weg gefunden um aus den Umständen, die den anderen Tieren schaden, einen Vorteil zu schlagen.

Johnson erklärt: ?Eine Gruppe von Waldtieren wacht nach monatelangem Winterschlaf auf und entdeckt, dass sich alles verändert hat: Wo früher der Wald stand, ist jetzt eine Hecke, und hinter dieser Hecke liegt eine ganz neue Welt, in die sie sich nicht hineintrauen. Auftritt Richie. Wir nennen ihn unseren ?Waschbär-Erzähler?. Er ist ein ausgefuchster Kerl und ver-folgt ganz eigene Pläne. Er ist daran gewöhnt, sein eigenes Leben zu leben, und ganz anders als Verne und seine Freunde hat Richie auch noch nie erlebt, was ein Heim und eine Familie bedeutet. Wir vergleichen Richie gerne mit Harold Hill in ?Music Man? ? er ist eine Art ver-schlagener Gangster, der daherkommt und das blaue vom Himmel verspricht, aber die Tiere nie wirklich vor den Gefahren warnt, in die er sie hineinzieht.?

Im Originalfilm spricht Bruce Willis die Stimme von Richie, und Kirkpatrick sagt, er habe genau den richtigen Klang für diese Rolle gehabt: teilweise Dieb, teilweise Trickbetrüger und rundherum charmant. ?Richie mußste einfach ein charmanter Strolch sein. Diese Portion des listigen Schurken gehört auch zu Bruces Persönlichkeit, aber dabei umspielt gleichzeitig im-mer ein Lächeln seinen Mund; er gibt einem das Gefühl, dass er mit uns ständig ein Spielchen treibt und uns in seinen Plan mit einbezieht.?

Bruce Willis meint: ?Es hat großen Spaß gemacht, auf der Welle von Richie mitzuschwim-men. Er ist ein wagemutiger Waschbär, der David Addison des Tierreichs?; hierbei bezieht sich Willis auf den vorwitzigen Film-Charakter der TV-Serie ?Das Model und der Schnüff-ler?, mit der er seine ersten Erfolge feierte. ?Im Laufe der Zeit hat Richie all diese menschli-chen Besitztümer angehäuft, die er in einer Golftasche mit sich herumschleppt - das ist seine ganz eigene Wundertüte. Das ist alles sehr clever, doch das ansprechendste Merkmal dieser Figur war für mich die Tatsache, dass er auch seine verletzliche Seite zeigt.

Eigentlich ist er ein einsamer kleiner Waschbär, der auf diese Tierfamilie trifft und feststellt, dass er nur allzu gerne dazugehören möchte. Aber der Gangster in ihm will etwas von diesen Tieren, und viele der witzigen Szenen entstehen dadurch, dass Richie die anderen in Schwierigkeiten bringt. Da passieren viele lustige Dinge, die auch den Kindern Spaß machen werden, doch zu weiten Teilen wurde der Humor auf die Erwachsenen abgestimmt. Der Film bezieht klar Stellung gegen die maßlose Konsumgesellschaft und hält den Menschen bezüglich ihres Verhaltens, ja der gesamten Gesellschaft einen Spiegel vor ? und zwar auf eine Weise, die bestimmt jeder witzig finden wird.?

?Es war einfach wunderbar, mit Bruce zusammenzuarbeiten?, sagt Johnson. ?Bei jedem Auf-nahmetermin fragte er, was wir denn sonst noch über die Figur in Erfahrung gebracht hatten und was er noch in die Rolle einbringen konnte. Es ist eine reine Freude, mit jemandem zu arbeiten, der sowohl seine eigene Darstellung leidenschaftlich angeht als auch zum gesamten Film so viel beiträgt.?

Zum Leidwesen von Bruce Willis? Filmfigur mußs Richie jedoch eine Lektion zum Thema Konsumüberfluss lernen ? und zwar auf die harte Tour, denn er missachtet ein wichtiges Na-turgesetz: nimm nur das, was du brauchst! Richie wird nämlich auf frischer Tat ertappt, als er einem verärgerten Bären gerade eine ganze Wagenladung Futter klauen will, und hat genau eine Woche Zeit, um alles zurückzubezahlen ? inklusive roter Wagen -, oder er wird buch-stäblich zu Hackfleisch verarbeitet.

?Wie soll er das schaffen??, fragt Johnson, und liefert auch gleich die Antwort: ?Er wird diese gutgläubigen Unschuldsengel ausbeuten und sie dazu bringen, genügend Futter zusammenzu-tragen, um seine Schulden bei dem Bären zu begleichen.?

Der Anführer der unschuldigen Tierbande ist eine Schildkröte namens Verne, dessen Stimme im Original von Garry Shandling gesprochen wird. ?Verne ist eine sehr praktisch veranlagte, umsichtige Schildkröte, und Garry hat einen tollen Job gemacht, indem er diese Warmherzig-keit und intensiven Familienbande, aber auch seine Angst vor Veränderung und allem Neuen zur Geltung gebracht hat?, sagt Johnson.

Als tatsächliches Oberhaupt der Waldfamilie ist Verne der erste, der sich auf die andere Seite der Hecke hinüberwagt, allerdings mit katastrophalen Folgen. Er kommt nur knapp mit dem Leben davon und nun, erklärt Johnson, ?betrachtet Verne diese Vorstadtsiedlung und sieht nichts außer Gefahren. Er will niemals wieder auf die andere Seite der Hecke, aber Richie hat andere Pläne, denn er braucht die Hilfe der Tiere, um eine Wagenladung Futter für einen hungrigen Bären zusammenzutragen.?

Shandling meint: ?Vernes einzige Sorge ist es, seine Familie vor diesem wortgewandten Kerl, Richie, zu beschützen, denn der taucht einfach auf und übernimmt die Kontrolle. Gleich von Anfang an hat Verne eine böse Vorahnung, denn sein Schwanz kribbelt. Wenn das passiert, weiß Verne, dass er sich in Acht nehmen mußs ? und jedes Wort von Richie macht Vernes Schwanz ganz verrückt. Verne hat gelernt, seinem Instinkt zu vertrauen, denn er ist der älteste und klügste der Gruppe. Als Tierart haben die Schildkröten ja Jahrmillionen überdauert, und jede einzelne kann sehr lange leben. Ich denke, Verne müsste so um die 120 Jahre alt sein, obwohl er keinen Tag älter als 70, höchstens 75 aussieht? wenn er ungeschminkt ist, natür-lich.?

Kirkpatrick sagt: ?In dieser Rolle gibt uns Garry wirklich alles, was man von ihm erwarten würde, also seinen unglaublich smarten und ironischen Sinn für Humor. Meiner Meinung nach beherrscht kein anderer diese subtilen Zwischentöne so gut. Doch Verne ist außerdem auch der emotionale Dreh- und Angelpunkt des Films, und auch hier hat sich Garry großartig bewährt. Ganz ohne Zweifel bestand die Herausforderung darin, für Verne einen Weg zu fin-den, genauso witzig zu sein wie Garry es sein kann, ohne jedoch das Herz und die Emotion dieser Geschichte zu opfern ? alles in allem hat Garry diese Gratwanderung fantastisch ge-meistert, er war einfach umwerfend.?

Zur Arbeit an seinem ersten Animationsfilm meint Garry Shandling: ?Die Regisseure, Tim und Karey, haben mir bei der Rolle wirklich geholfen. Sie waren fantastisch und haben mich immer unterstützt, obwohl ich Karey ständig mit ?Tim? und Tim ständig mit ?Karey? ange-sprochen habe. Aber ich habe ja auch meine Mutter ?Papi? und meinen Vater ?Mami? ge-nannt?.?

Während Verne das zurückhaltendste unter den Tieren ist, ist Hammy, ein hyperaktives Eich-hörnchen, das sich scheinbar in Lichtgeschwindigkeit bewegt und im Gegensatz zu Verne Richie auch sofort sehr nett findet, das vertrauensseligste. Johnson sagt: ?Hammy hat ein gro-ßes Herz und nimmt Richie, diesen neuen Kerl, der da auftaucht, auch gleich freundlich in ihrer Mitte auf. Er ist zum Verlieben.?

Steve Carell, der im Originalfilm die Stimme von Hammy spricht, fügt hinzu: ?Hammy ist seinen Freunden gegenüber unglaublich loyal; er ist sehr freundlich und liebevoll. Wenn ich an ihn denke, könnte ich gleich zu weinen anfangen, denn er ist absolut süß. Allerdings hat er nur eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne: Kaum hat er etwas erblickt, schon hängt er sich daran, sei es Futter oder ein Freund. Das Leben fasziniert ihn völlig, und das ist meiner Mei-nung nach eine seiner größten Stärken. Er kostet das Leben ganz und gar aus? und als Zap-pelphillip sogar zu 1000 Prozent.?

?Hammy hält niemals still?, erklärt Johnson. ?Wir haben sogar Spezialeffekte erschaffen, mit denen die Luft sozusagen zum Vibrieren gebracht wird, immer wenn Hammy vorbeiflitzt. Aber es war Steve, der mit seiner Stimme das Design der Figur zur vollen Entfaltung gebracht hat. In der Computeranimation verbinden wir alle diese Kontrollpunkte, um eine Figur zu a-nimieren. Und hier haben wir sofort gemerkt, dass wir mehr Kontrollpunkte benötigten, um die Palette von Steves extrem dynamischer Stimmperformance widerspiegeln zu können.?

?Seine vollständige Beherrschung der Rolle war wie eine Verwandlung?, stimmt Kirkpatrick zu. ?Steve konnte diese ganze manische Energie in die Figur einbringen, und gleichzeitig ver-fügt er über diesen angeborenen Liebreiz; genau die Verbindung aus diesen beiden Tugenden war es, die den Charakter von Hammy erst entstehen ließ. Die Aufnahmetermine mit ihm wa-ren fast zu kurz, denn er war so gut.?

?Für mich als Schauspieler war dieses Verfahren, eine Stimmrolle aufzuzeichnen, sehr aufre-gend, denn um die Figur zu erschaffen und herauszufinden, was Hammy antreibt, war jede künstlerische Freiheit gestattet?, erklärt Carell. ?Anfangs wurden mir nur kleine Skizzen der Szenen gezeigt; ein paar Monate später konnte ich dann sehen, wie alles Formen annahm. Zu sehen, wie Teile der eigenen Persönlichkeit in diese Animationsfigur mit einfließen, war schon ein wenig beunruhigend, das mußs ich zugeben ? besonders weil dieses Eichhörnchen viel besser aussieht als ich?, amüsiert er sich.

Im Gegensatz zu Hammys freundlichem Optimismus steht Stella, für die das Leben einfach nur stinkt. Kirkpatrick berichtet: ?Die erste Beschreibung von Stella besagte, sie sei ein Stink-tier mit Persönlichkeit. Woran denkt man zuerst, wenn man das Wort ?Stinktier? hört? An ein Tier, das stinkt. Also dachten wir, wenn das schon der Ballast ist, den man sein ganzes Leben mit sich herumtragen mußs, dann wird es wohl auch die jeweilige Persönlichkeit ziemlich prägen. So jemand wird eher dazu neigen, leicht defensiv zu sein.?

Stella wird von Wanda Sykes gesprochen, die vollstes Verständnis für die Ansichten ihrer Figur hat: ?Stella hat das gute Recht, etwas griesgrämig und knurrig zu sein. Wer wäre das nicht, wenn man ständig stinken würde? Stella ist toll, denn sie hat es akzeptiert. Sie denkt: ?Das ist das Los, das ich zu tragen habe. Ich bin ein Stinktier. Die Leute sehen mich und ren-nen weg. Das ist mein Leben. Es stinkt, aber ich weiß, dass es stinkt und ich werde damit um-zugehen wissen? aber nicht unbedingt auf die nette Art und Weise.?

Johnson erinnert sich: ?Als wir Wanda diese Rolle vorgeschlagen haben, ist sie wirklich auf die Vorstellung abgefahren, dass es eine Figur mit wenig Selbstbewusstsein ist. Stellas scharf-züngige Bemerkungen und ihr hitziges Temperament sollen eigentlich nur die Angst vor Zu-rückweisung kaschieren; sie will uns verschrecken, bevor wir sie zurückstoßen.?

?Wanda hat Stella mit viel Elan und Klasse zum Leben erweckt?, meint Kirkpatrick. ?Sie war für diese Rolle die Idealbesetzung. Wanda ist ein großartiges Stimmtalent und ihre Haltung wurde zu einer wahren Ikone. Sie ist der Traum eines jeden Autors, denn man kann ihr prak-tisch jeden Text anvertrauen; mit ihrer Einstellung macht sie daraus immer etwas Witziges. Gleichzeitig jedoch ist Stella auf gewisse Weise verletzlich, und auch das hat Wanda wunder-bar vermitteln können.?

Stellas sanftere Seite kommt zum Vorschein, als sie romantische Gefühle für einen Hauskater entwickelt, den sie Tiger nennt. Tiger ist der Schlüssel, um in das von ihm bewohnte Haus hineinzukommen, und dieses Haus ist der Schlüssel zur Rettung von Richie. Sykes erklärt: ?Stella lässt sich sehr aufwändig ?runderneuern?, denn sie mußs wie eine Katze aussehen, um auf Tiger überzeugend zu wirken. Zunächst zögert sie noch, aber dann tut sie es doch, um ihrer Familie zu helfen ? dieser Gruppe von Tieren, die sie immer ohne Vorbehalte akzeptiert haben. Als Stella jedoch feststellt, wie hübsch sie jetzt aussieht, gewinnt sie auch an Selbst-vertrauen. Sie blickt in den Spiegel und sagt: ?Hey, gar nicht mal so schlecht!? Außerdem spürt sie echte Zuneigung für Tiger ? obwohl sie weiß, dass sie gar nicht sie selbst ist.?

Tiger ist eine verwöhnte, reinrassige Perserkatze und von der verkleideten Stella sofort hinge-rissen; auch nachdem er feststellt, dass sie nur vorgibt, eine Katze zu sein, umwirbt er sie wei-ter. ?Als er herausfindet, dass sie ein Stinktier ist, und ihr trotzdem noch Avancen macht, weiß Stella, dass sie ihren Prinzen gefunden hat. Und den wird sie nicht wieder entkommen lassen?, lacht Sykes.

Tigers vollständiger Name lautet Prince Tigerius Mahmoud Shabazz; gesprochen wird diese Rolle im Original vom Schauspieler und Komödianten Omid Djalili, der sagt: ?Tiger ist ein lächerlich aufgeblasener und eingebildeter Perserkater, der denkt, Stella sei eine schlampige Streunerin; trotzdem stimmt die Chemie zwischen den beiden. Eigentlich verliebt sich Tiger also in eine Stinktierdame, aber das ist ihm egal, denn er hat sowieso keinen Geruchssinn?, fügt der Schauspieler hinzu, indem er auf die hochgezüchtete ?Designernase? der reinrassigen Perserkatzen hinweist.

Djalili sagt auch, er habe sofort eine kulturelle Affinität zu dieser Rolle verspürt: ?Meine A-genten haben mich angerufen und gesagt, dass die Leute bei DreamWorks meine Arbeit gese-hen hätten und mich für diese Rolle kennen lernen wollten. Sie meinten, die Figur sei ein Per-ser, warum also sollte sie nicht auch ein echter Perser spielten? Da konnte ich einfach nicht Nein sagen.?

Produzentin Bonnie Arnold meint: ?Wir hatten einige Kassetten mit Omids Stimme gehört und wussten, dass er sehr witzig ist. Wir waren von der Idee begeistert, ihn für die Rolle von Tiger zu besetzen und haben ihn aus London einfliegen lassen, um mit uns das Projekt zu be-sprechen. Seine Stimme hat dem Charakter neue Elemente verliehen, und außerdem hat es großen Spaß gemacht, mit ihm zusammenzuarbeiten.?

Innerhalb der Großfamilie der Waldtiere gibt es zwei wirkliche Familien: einerseits die Beu-telratte Ozzie und seine Tochter Heather, andererseits das Igelpärchen Penny und Lou mit den Drillingen Quillo, Bucky und Spike. William Shatner spricht Ozzie, den Beutelrattenvater, der sich ganz besonders gut auf das Todstellen versteht ? was denn sonst? Johnson erläutert: ?Die Beutelratten tun in unserem Film das, was sie auch in der Wirklichkeit gut können: Immer wenn sie sich in Gefahr befin-den, stellen sie sich tot. Unsere Beutelratte Ozzie aber, gesprochen von William Shatner, be-herrscht Sterbeszenen von Shakespeare-Qualität. Er ist eine sehr melodramatische Beutelrat-te.?

Shatner meint: ?Beutelratten denken nicht in den Kategorien ?kämpf oder stirb?. Wenn sie sich bedroht fühlen, fallen sie einfach tot um, das ist ihre Verteidigungsstrategie. So wie mei-ne Rolle geschrieben ist, hat sie echte Shakespeare-Dimensionen. Ozzie stirbt immer auf sehr theatralische Weise? keine Ahnung, warum sie gerade mich für diese Rolle engagiert haben.?

?Als langjähriger Fan von William Shatner war es für mich eine Ehre, hier Regie führen zu dürfen?, sagt Johnson. ?Es gibt keinen energiegeladeneren, hingebungsvolleren Darsteller als Bill. Und sein komödiantisches Timing ist meisterhaft. Man mußs ihm nichts über den Aufbau eines Gags erklären; er liest die Szene, versteht sofort und kann einem dann auch noch ein Dutzend Variationen für jeden Satz liefern ? wobei jede einzelne makellos ist.?

?Ich habe viel Erfahrung im Radio, und die Arbeit an Animationsfilmen ist dem Radio sehr ähnlich, denn man kann das Publikum nur durch die Klangfarben der eigenen Stimme errei-chen?, erläutert Shatner. ?Man sitzt in einem Raum und bekommt zum Kontext des jeweiligen Satzes Hinweise vom Regisseur: Was ist das für eine Situation? Welche Energie schwingt mit? Welches Tempo ist gefragt? Natürlich ist auch Raum für Improvisation, also macht das wirklich großen Spaß.?

?Manche der witzigsten Gags waren diejenigen, die den Schauspielern spontan eingefallen sind?, sagt Kirkpatrick. ?Wir haben viel Freiraum gehabt, damit die Darsteller den Charakter verstehen und wirklich in die Rollen hineinschlüpfen konnten. Das ist der magische Zeit-punkt, von dem an sich der ganze Zauber entfalten kann.?

Ozzies Tochter ist ein Teenager namens Heather; sie teilt die dramatischen Neigungen ihres Vaters ganz und gar nicht. Johnson meint: ?Ozzie ist besonders stolz auf diese Fähigkeit sei-ner Spezies, sich vor Feinden tot zu stellen. Das Problem besteht darin, dass er überall Feinde lauern sieht ? und Heather mußs sich für ihn schämen, denn Ozzie kippt schon bei jedem lau-ten Geräusch oder bei jeder plötzlichen Bewegung, die er aus dem Augenwinkel wahrnimmt, tot um. Wir sagen immer, dass jedes Mal wenn Ozzie stirbt auch Heather ein wenig stirbt ? vor Scham.?

Der kanadische Pop-Star und Hit-Lieferant Avril Lavigne spricht im Originalfilm die Rolle der Heather und sagt: ?Immer wenn Heathers Vater sich tot stellt, geniert sie sich, denn ihrer Meinung nach übertreibt er es. Man weiß ja, dass sich viele Teenager für ihre Eltern schämen. Das haben wir doch alle durchgemacht, also werden sich vielleicht ein paar Kids damit identi-fizieren können?, lächelt sie.

Obwohl Avril Lavigne die Arbeit in einem Tonstudio natürlich bestens bekannt ist, stellt ?Ab durch die Ecke? ihr Schauspieldebüt dar. Sie erinnert sich: ?Als das Angebot für diesen Film kann, dachte ich, das würde aufregend werden, denn das Drehbuch war toll und die Rolle war gut. Als ich anfing, wusste ich nicht genau, was mich erwartete, aber ich hatte wahnsinnig viel Spaß. Alle, mit denen ich zusammengearbeitet habe, waren wirklich cool und haben mich bei der Arbeit unterstützt.?

?Avril ist in der Welt der Pop-Musik eine unglaubliche Stimme und für die Welt unseres Films eine große Bereicherung?, merkt Johnson an. ?Das ist ihre erste Filmrolle, doch schon am Ende des ersten Aufnahmetages brauchte sie keinerlei Anweisungen mehr von uns. Sie lieferte einen Berg großartiger Einsprechungen. Als junge Frau kennt sie sich mit den heuti-gen Teenagern auch noch gut aus; wir wollten Heather als junges Mädchen darstellen, die mit den Erwartungen ihres Vaters und dieser besonderen Strategie ihrer Tierart, dem tot stellen, zu kämpfen hat. Wir waren begeistert, sie als Schauspielerin engagieren zu können.?

Als Vertreter der traditionellen Familienwerte gibt es noch die Igel-Eltern Penny und Lou, im Original gesprochen von zwei Schauspielern, die im Film bereits oft als Paar aufgetreten sind: Catherine O?Hara und Eugene Levy. ?Sie kennen sich bereits seit langem und haben schon zusammengearbeitet, also ergänzen sich ihre Stimmen sehr gut?, meint Arnold. ?Beide sind sehr talentierte Schauspieler und Komödianten und sie haben sofort verstanden, wonach wir für diese Rollen gesucht haben. Sie haben ihre Figuren mit viel Warmherzigkeit und Herz-lichkeit gestaltet.?

Johnson fügt hinzu: ?Wir haben uns vorgestellt, was für einen Spaß es machen würde, Cathe-rine und Eugene zusammenzubringen, um Penny und Lou zu spielen. Sie haben schon zu Se-cond-City-Tagen zusammengearbeitet, also gibt es eine ganz natürliche Chemie zwischen ihnen; sie haben genau die Art von Beziehung, die ein verheiratetes Paar mit Kindern haben würde. Und da sie schon so oft miteinander gearbeitet haben, kennt jeder das Tempo und das Timing des andern sehr gut ? das war wichtig, denn wie so oft bei Animationsfilmen hat hier jeder seine Rolle allein eingesprochen.?

O?Hara meint: ?Als ich den Film sah, war ich sehr davon beeindruckt, wie nahe sich die Figu-ren standen ? als hätten sie wirklich eine gemeinsame Geschichte und so viel Spaß gehabt. Ich mußste ständig daran denken, dass wir während des Einsprechens der Rollen gar nicht zu-sammen gewesen waren, denn es klingt nun so, als hätten wir wirklich miteinander gespro-chen.?

?Für den Bruchteil einer Sekunde vergisst man, dass das die eigene Stimme ist?, fügt Levy hinzu. ?Man kann sich sogar davon lösen und den Film als niedlich und lustig und liebenswert betrachten ? und dann merkt man: ?Hey, das bin ja ich!?. Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass ich mit all diesen großartigen Schauspielern in dem Film diese kleinen, pelzigen Kreatu-ren spiele. Ich kann meinen Enkelkindern jetzt erzählen, dass ich es bin, der die Stimme von Lou spricht.?

Beide Schauspieler stammen aus Kanada, also hatten sie keinerlei Probleme damit, Pennys und Lous Akzent zu gestalten. Levy meint: ?Wir sind in Toronto aufgewachsen, wo wir über einen Sender an der Grenze in Buffalo auch US-Fernsehen empfangen konnten. Dort wird auch genauso gesprochen, also war mir der Tonfall gut bekannt.?

Penny und Lou sind die Eltern der spitzfindigen und frechen Igel-Drillinge Quillo (im Origi-nal gesprochen von Madison Davenport), Spike (Shane Baumel) und Bucky (Sami Kirk-patrick, der als Sohn des Regisseurs Karey Kirkpatrick natürlich viel Insiderwissen über die Rolle mitbrachte.)

Die Tierbande aus dem Wald hat aber durchaus auch Feinde, sowohl in der Natur als durch Menschenhand. Auf ihrer Seite der Hecke lebt Vincent, ein großer Bär mit einem ebenso gro-ßen Appetit. Bevor er sich in den Winterschlaf zurückzog, hatte er genügend Junk-Food ange-häuft, um über Monate hinweg sein Fettpolster und seine gute Laune sichern zu können ? je-denfalls bis Richie versuchte, sich mit seiner Beute auf und davon zu machen, sie jedoch statt-dessen zerstörte. Vincent hat Richie jetzt ein Ultimatum gestellt: Er hat eine Woche, um den Schaden wieder gut zu machen ? oder Vincent wird sich ein anderes Nahrungsmittel einver-leiben ...

Nick Nolte, der im Original Vincent seine Stimme leiht, sagt: ?Vincent ist kein böser Kerl, er hat nur ein kleines Problem mit seiner Verhaltensweise. Wenn jemand sein Futter klaut, wird er ärgerlich ? wer könnte ihm das verübeln??

?Als wir Nick Nolte die Rolle des Vincent vorgeschlagen haben, war er wirklich überrascht. Mit seiner tiefen Stimme fragte er: ?Warum um Himmels Willen wollt ihr, dass ich ein Bär bin???, lacht Johnson. ?Die Rolle gehörte ihm bereits in dem Augenblick, als wir ihn trafen. Er ist ein Schauspieler, der den Subtext wirklich versteht und sich völlig in eine Rolle versen-ken kann. Er war für diese Figur eine unglaubliche Bereicherung.?

Als weiterer Schauspieler, der hier sein Debüt im Animationsgenre gibt, sagt Nick Nolte: ?In meiner 40jährigen Filmlaufbahn war dies das erste Mal, das ich keine Ahnung hatte, wie mei-ne Rolle aussehen sollte. Ich fand dieses Verfahren sehr interessant; es gab weitaus mehr Zu-sammenarbeit und Regiearbeit als ich erwartet hatte, was sehr hilfreich war, denn die Regis-seure hatten so viel Zeit wie niemand sonst mit den Charakteren verbracht und kannten sie in- und auswendig, besser als jeder andere.?

Auf der anderen Seite der Hecke, in der Vorstadtsiedlung, sehen sich die Tiere einer neuen Art von Feind gegenüber ? verkörpert durch Gladys Sharp, die linientreue Vorsitzende der Eigentümervereinigung der Siedlung von El Rancho Camelot Estates. Sie hält eisern an den Vorschriften fest, die die perfekte Ordnung in ihrer Vorstadtsiedlung garantieren sollen. Kirk-patrick sagt: ?Die Figur der Gladys war für uns ein Weg, diesem Drang nach Gleichmacherei, der sich aus solchen Entwicklungen ergibt, einen gar nicht so subtilen Hieb zu versetzen ? alles soll homogen und einförmig sein, die Individualität wird unterdrückt. Gladys ist vom äußeren Schein besessen, und sie ist dort, um die Einhaltung der Vorschriften zu überwa-chen.?

Allison Janney spricht im Originalfilm die Stimme von Gladys und stimmt dieser Aussage zu: ?Gladys ist eine Erbsenzählerin, sie liebt Vorschriften und Richtlinien. Glücklich wird sie nur, wenn sie alles unter Kontrolle hat. Wenn etwas in Unordnung gerät, regt sie sich fürchterlich auf ? und was macht mehr Unordnung als Waschbären, die in deinem Müll herumwühlen? Gladys versucht, diese wundervolle Siedlungsgemeinschaft aufrechtzuerhalten, in der alles perfekt, sauber und hübsch aussieht ? und dann kommen diese Tiere und drohen, alles zu zer-stören. Für Gladys ist das so, als wäre ihre Nachbarschaft von Schädlingen befallen; ihre Auf-gabe ist es also, diese ekelerregenden Tiere wieder loszuwerden.?

Bonnie Arnold meint: ?Wir kennen Allison Janney aus der TV-Serie ?The West Wing?, und sie hat auch in vielen Dramen mitgespielt, aber ich glaube kaum, dass allzu viele Leute schon wissen, wie witzig sie sein kann. Sie hat alles mitgemacht; je übereifriger Gladys wurde, desto mehr hat Allison diese Rolle genossen. Wir haben viel gelacht, wenn Allison im Tonstudio war.?

?Ein Animationsfilm ist wohl so ziemlich das beste Engagement für einen Schauspieler?, sagt Janney. ?Besonders viel Spaß macht es, die Böse zu spielen. Ich spiele gerne verrückt und mache komische Stimmen, übertreibe, wage auch mal etwas. Meistens sagen die Regisseure dann, ich soll einen Gang runterschalten, aber in diesem Projekt konnte ich alles zeigen? und je mehr, desto besser.?

Völlig entsetzt von diesem ? in ihren Augen ? Schädlingsbefall, setzt Gladys also auf profes-sionelle Hilfe. Doch sie bekommt mehr, als sie erhofft hatte, als Dwayne ? auch als ?The Verminator? bekannt ? auf ihre Anfrage antwortet. Als skrupelloser Schädlingsbekämpfer ist er mit einem ganzen Waffenarsenal und außerdem mit der hässlichsten Halbglatze der Welt ausgestattet; Dwayne ist der schrecklichste Feind für jedes unglückselige Tier, das ihm unter die Augen kommt. Kirkpatrick bestätigt: ?Mit Dwayne mußs man rechnen, wenn es um die Tiere geht. Er hat sich mit Leib und Seele der Schädlingsbekämpfung verschrieben und sein Geruchssinn ist so fein entwickelt, dass er nur kurz schnüffeln mußs, um schon genau zu wis-sen, zu welcher Familie, Gattung und Art die Tiere gehören, die sich in der näheren Umge-bung befinden.?

Thomas Haden Church spricht im Originalfilm die Rolle des Dwayne und sagt: ?Er ist ein absoluter Profi, aber wenn man sein Metier berücksichtigt, könnte man sagen, dass er un-menschlich ist. Das Tierreich ist sein schlimmster Alptraum. Gladys weiß nicht weiter, also engagiert sie Dwayne, um sich ihres Problems zu entledigen; er aber treibt alles noch auf die Spitze. Wahrscheinlich löst er weniger Probleme, als er selbst erzeugt. Er ist zwar davon ü-berzeugt, der Beste in seinem Job zu sein ? aber in diesen Tieren hat er vielleicht seinen Meis-ter gefunden.?

Kirkpatrick meint dazu: ?Thomas hat unglaublich großes Talent, aber ich denke, keiner von uns wusste, wie wahnsinnig gut er auch improvisieren kann. Ich glaube, die Hälfte aller Sätze von Dwayne waren spontane Einfälle von Thomas. Er hat wirklich dazu beigetragen, diesen Charakter zu entwickeln und hat ihm viel mehr Lebendigkeit eingehaucht als anfangs im Drehbuch vorgesehen war.?

?Ich hatte bei der Arbeit mit Karey und Tim viel Spaß?, sagt Thomas Hayden Church. ?Der Text war witzig, die Figuren waren witzig? Es war einfach clever und etwas anderes. Ich bin stolz darauf, Teil eines so irrsinnig unterhaltsamen und originellen Projekts zu sein, in dessen Kern gleichzeitig eine so freundliche, lebensbejahende Geschichte steckt. Das war auch aus-schlaggebend dafür, dass ich mit an Bord wollte.?

Bonnie Arnold sagt: ?Wenn man das Schauspiel-Ensemble betrachtet, erkennt man, dass eine solche Besetzung für jeden Spielfilm ein Glücksfall wäre. Wir waren absolut begeistert davon, dass all diese bemerkenswerten Schauspieler Teil dieses Films sein wollten. Jeder Einzelne hat so viel dazu beigetragen ? nicht nur zur Entwicklung ihrer eigenen Rollen, sondern zur gesamten Komödie und zum emotionalen Kern des Films.?

Alle kleinen und grossen Lebewesen Bei der Übertragung der Figuren von Over the Hedge auf die Kinoleinwand wollten die Fil-memacher unbedingt den Geist des Comic-Strips von Michael Fry und T Lewis beibehalten, sowohl bezüglich der Weltanschauung als auch der äußeren Erscheinung.

Tim Johnson sagt: ?Wir hatten das Glück, beide als Berater für den Film zu haben ? so konnten wir von Mike etwas über die Psyche und den Tonfall der ironischen Bemerkungen der jeweiligen Tiere ler-nen, und dann sind da noch T Lewis? wunderbare Zeichnungen. Es ist immer ein ziemlich großer Schritt, aus einem zweidimensionalen Bild einen dreidimensionalen Charakter zu ma-chen, und es ist vielleicht ein noch größerer Sprung, die schönen Linien der Illustrationen von T auf etwas zu übertragen, das wirklich Fleisch und Fell auf den Knochen hat, so wie unsere computeranimierten Tiere.

Es war eine unglaublich große Herausforderung, die Persönlichkei-ten einzufangen, die T in seiner zweidimensionalen Schwarz-Weiß-Welt gestaltet hat, sie in unsere dreidimensionale, farbige Welt hineinzuversetzen und ihnen dabei treu zu bleiben. Da wir aber so eng mit Mike und T zusammengearbeitet haben, bin ich davon überzeugt, dass wir in unseren Animationsfiguren auch ihren respektlosen Witz und eigenen Stil beibehalten ha-ben.?

Die Schöpfer des Comic-Strips bestätigen, diese Herausforderungen verstanden zu haben und waren von den Ergebnissen beeindruckt: ?Als Ausgangspunkt hatten sie ja nur meine kleinen Schwarz-Weiß-Skizzen?, berichtet Lewis. ?Als ich dann endlich das Ergebnis sah, war ich darauf nicht vorbereitet. Diese Farben, diese Vielfalt und Schönheit? es war umwerfend. Für mich war es so wie bei Dorothy, als sie aus dem Grau-in-Grau ihres Hauses in Kansas in die zauberhafte Welt von Oz eintritt. Es war fantastisch.?

Fry stimmt zu: ?Es ist immer beängstigend, deine eigene Kreation zum Leben erweckt zu se-hen ? dabei fragt man sich: Habe ich es mir im Geiste so vorgestellt? Und haben sich unsere Leser das so vorgestellt? Aber sie haben einen tollen Job geleistet und sind unseren Figuren wirklich treu geblieben.?

Produktionsdesignerin Kathy Altieri, die von den Charakteren bis hin zu ihrer Umgebung für alle Design-Elemente des Films verantwortlich zeichnete, merkt an: ?Die Figuren des Comics haben einen ganz eigenen Charme, doch wir mußsten sie visuell auf ein raffinierteres Level bringen, damit das Publikum genau die Verbundenheit zu ihnen entwickelt, die wir für diesen Film erzielen wollten.?

?Ab durch die Hecke? zeigt Tiere, die wir selbst in unserem Garten vorfinden könnten, doch es ist weder einfach noch ratsam, ihnen so nah zu kommen, dass man sie studieren kann. Stattdessen kam Judy Scardina, die Tierbotschafterin von Sea World und Busch Gardens, die schon oft in TV-Shows wie ?The Tonight Show? aufgetreten ist, auf das Animationsgelände von DreamWorks, um den verschiedenen Abteilungen die Möglichkeit zu geben, den Tieren, die sie entwarfen und animierten, persönlich ganz nahe zu kommen. Die Teams konnten aus erster Hand beobachten, wie sich diese Tiere bewegen und sogar die verschiedenen Fellarten, Stacheln oder Panzer kennen lernen.

Bonnie Arnold erzählt: ?Judy brachte Exemplare von allen Tieren mit in die Studios, die in unserer Geschichte eine Rolle spielen; so konnten die Teams diese Exemplare genau studieren und etwas über ihre Gewohnheiten und ihren Lebensraum in Erfahrung bringen. Es war eine unschätzbare Erfahrung für alle Beteiligten.?

Johnson bestätigt: ?Unsere Tiere so hautnah erleben zu können, war ein besonderer Höhe-punkt. Es hat uns gezeigt, dass sie ganz unterschiedliche Körpersprachen, Bewegungen, Ge-sichter und Persönlichkeiten haben. Obwohl uns diese Tierarten bekannt waren, gab es noch viele neue Entdeckungen: die Neugier der Waschbären, die Schnelligkeit ihrer Finger und ihr Drang, alles zu berühren; die drolligen Igel, die zum Verlieben waren -niemand hatte erwartet, dass sie wie stachelige kleine Bären wirken-; die Weisheit im Gesichtsausdruck der Schild-kröten; und sogar die Eichhörnchen? jeder hat sie natürlich schon mal gesehen, wie sie hier auf dem Gelände oder in unseren Gärten herumflitzen.

Jetzt aber kamen wir ihnen so nah, dass man die Energie in ihren Augen Funken sprühen sehen konnte? Das alles war ungemein inspirierend. Es war eine einmalige Gelegenheit für all unsere Mitarbeiter, den Geist und die Einzigartigkeit dieser Tiere schätzen zu wissen, und es hat sich auf die Arbeitsweise übertra-gen ? nicht nur was das Design der Figuren angeht, sondern auch bezüglich ihrer Persönlich-keit und individuellen Geschichten.?

Altieri erinnert sich: ?Als wir die Tiere ins Studio brachten, waren wir sehr überrascht, denn wir hatte viel Zeit damit verbracht, diese einzigartigen, sehr stilisierten Figuren zu entwerfen. Als dann aber die echten Vorbilder auftauchten, waren sie so viel niedlicher als das, was wir erschaffen hatten. Tiere haben einfach einen natürlichen Reiz, den wir in unseren ursprüngli-chen Entwürfen nicht eingefangen hatten; also mußsten wir wieder einen Schritt zurücktreten und uns fragen: Okay, wie können wir unsere Figuren mindestens so niedlich wirken lassen wie die lebendigen Tiere? Wir fingen noch mal von vorne an und haben die Figuren ganz neu entworfen, unmittelbar inspiriert von den Tieren, die an diesem Tag ins Studio gebracht wor-den waren.?

So niedlich sie auch sind, beinhalteten die pelzigen kleinen Tierchen in ?Ab durch die Hecke? ihre ganz eigenen Herausforderungen ? angefangen beim Fell. Mit Ausnahme der Schildkröte Verne tragen alle Tiere Pelz, und jedes Fell hat wiederum ganz eigene Merkmale. ?Ab durch die Hecke? ist der erste computeranimierte Film von DreamWorks Animation mit dynami-schem Ganzkörperpelz, was bedeutet, dass das Fell selbst vom Scheitel bis zur Sohle animiert werden konnte.

Die Arbeit an Animationsfilmen basierte schon immer auf besonders intensive Zusammenar-beit verschiedener Kunstformen, doch das Erschaffen, Animieren und Ausgestalten der vielen verschiedenen Felllängen, -typen und ?farben in ?Ab durch die Hecke? führte zu einer Art der Zusammenarbeit, die die Grenzen zwischen den verschiedenen Abteilungen verschwimmen ließ. Das Verfahren ging mehrmals durch die Pipeline vor und wieder zurück, während ver-schiedene Hände und Augen feststellen, was funktionierte und was nicht.

Das Fell-System ist eine Weiterentwicklung des sogenannten Perücken-Systems, das zunächst bei ?Shrek 2? und dann in erweiterter Form bei ?Madagascar? eingesetzt wurde. Für ?Ab durch die Hecke? mußste dieses System noch um ein vielfaches perfektioniert werden. Grund-lage dieser Software sind mehrere ?Führungshaare?, die vom Surfacing Department - der für die Oberflächentextur verantwortlichen Abteilung - auf Computermodelle der jeweiligen Fi-guren aufgebracht werden und dazu dienen, die Bewegungen des gesamten Fells zu bestim-men.

Indem sie die Führungshaare bewegten, konnten die Animationsspezialisten auch das Fell bewegen und verformen ? je mehr Führungshaare es gibt, desto feiner können die Bewe-gungen abgestimmt werden. Außerdem konnten man den Führungshaaren auch verschiedene Parameter zuschreiben, was es den Animationsspezialisten möglich machte, die Bewegungs-ebene von einer Figur zur nächsten sowie von einer Szene zur nächsten festzulegen. Sogar bei einer einzelnen Figur konnte die Anzahl und der Standort der Führungshaare an die Erforder-nisse der Handlung angepasst werden.

Genau wie bei jedem ?Erstling? gab es auch bei der Animation des Fells ziemlich viele Ver-suche und Fehlschläge. Die Igel mit ihren langen, spitzen Stacheln erwiesen sich als beson-ders dornige Erfahrung. Lead Character Technical Director (TD) Nicolas Scapel erläutert: ?Die Stacheln sind sehr lang, also mußste die Bewegung vergrößert werden. Doch als die ers-ten Aufnahmen zurückkamen, mußsten wir die Stacheln kürzen, denn die Igel pieksten sich ständig gegenseitig.?

Um den Animationsspezialisten die Kontrolle über viele hundert Stacheln zu geben, entwar-fen die Character TDs mithilfe des Perücken-Systems ein System von sogenannten ?Haar-magneten?. Zusätzlich wurde ein Satz animierfähiger geometrischer Figuren entworfen, um das Fell oder die Stacheln von außen verformen zu können, wenn sie mit Objekten oder ande-ren Figuren in Kontakt kommen.

Der Leiter der Abteilung für visuelle Effekte, Visual Effects Supervisor Craig Ring, sagt, dass trotz der ständigen Fortschritte im Bereich der Computeranimation ?die Dinge noch immer nicht wissen, wenn sie aufeinandertreffen. Jedes Mal, wenn sich die Igel umgedreht haben, ragten ihre Stacheln durch andere Figuren oder Objekte hindurch. Wir haben die Stacheln ständig manipuliert, um sie aus dem Weg zu kriegen. Außerdem waren sie beleuchtungstech-nisch auch eine große Herausforderung, denn die Stacheln sind lang und spitz und haben ver-schiedene Farbschattierungen. Es war schwierig, sie gut sichtbar zu machen, aber das Ender-gebnis war all diese Mühen wert.?

Surfacing Supervisor Clunie Holt, der Leiter der Abteilung für Oberflächentexturen, fügt hin-zu: ?Die Führungshaare waren das Werkzeug für die Bewegung und Animation des Fells, aber die Qualität des Fells entstand erst in Zusammenarbeit mit der Beleuchtung. Diese Abteilung zeichnete verantwortlich für Licht- und Schatteneffekte, die erst die Tiefe und das Raumge-fühl erzeugen, also haben wir sehr eng mit dieser Abteilung zusammengearbeitet um zu ge-währleisten, dass unser Fell auch unter verschiedensten Lichtbedingungen funktioniert.?

Das Fell hatte auch Auswirkungen darauf, wie die Animationsspezialisten den Gesichtsaus-druck der Tiere ausgestalteten. Richard Walsh, der für das von ihm entwickelte Animations-System für Mimik mit einem technischen Oscar ausgezeichnet wurde, erklärt: ?Den Ausdruck des menschlichen Gesichts erfasst man, indem man die sogenannten ?Markenzeichen-Fältchen? interpretiert, die dann zu sehen sind, wenn man lächelt oder die Stirn runzelt. Du kannst jetzt zum Beispiel meinen Gesichtsausdruck erkennen, indem du die körperlichen Ver-änderungen der Haut um meine Augen und um meinen Mund herum wahrnimmst. Bei Car-toon-Figuren aber, deren Gesichter von ziemlich dichtem Fellbewuchs bedeckt sind, kann man die Fältchen gar nicht sehen. Um also deren Mimik überhaupt erkennen zu können, mußs man die Animation deutlich übertreiben.?

Johnson erläutert: ?Nehmen wir an, eine Figur lügt ? und das gehört zu den schwierigsten Aufgaben in der Animation -, dann mußs man erkennen können, dass diese Figur irgendwie die Wahrheit verbirgt. Richie lügt in diesem Film ziemlich oft, und in unserer Animation müssen wir das ohne Worte vermitteln können. Die Komplexität unseres Charakter-Setups hat es möglich gemacht, den Figuren eine ungeheuer ausgefeilte Mimik zu verleihen.?

Als Schildkröte ist Verne zwar haarlos, doch diesen Fellmangel machte er mit seinem Panzer wieder wett. Obwohl der Schildkrötenpanzer wie ein massives, unflexibles Objekt aussieht, meint Character TD Supervisor Jeffrey Light dazu: ?Man könnte meinen, der Panzer sei stein-hart, aber es sind Hunderte von Kontrollpunkten darauf angebracht, damit man jedes kleine Teilchen manipulieren kann, wenn er sich bewegen soll. Character TD Marc Wilhite erschuf die Grundstruktur für Verne und widmete sich fast ein Jahr lang der Vervollkommnung dieser Software, damit Verne seinen Panzer ablegen, sich darin verkriechen und noch viele andere Dinge tun kann. Doch sogar mithilfe dieser Technik war das Animieren von Verne eine echte Herausforderung für die Animationsspezialisten.?

Supervising Animator John Hill bestätigt dies: ?Verne trägt diesen großen Schildkrötenpan-zer, also war es so, als würden wir einen untersetzten, rundlichen kleinen Kerl animieren, der einen schweren Rucksack mit sich herumschleppt, durch den auch noch die Arme und Beine in ihren Bewegungen eingeschränkt sind. Es hat zum Beispiel eine ganze Weile gedauert, bis wir herausgefunden haben, wie wir ihn zum Laufen bringen konnten ? denn wenn seine Schritte zu hoch angesetzt waren, stach sein Bein praktisch durch den Panzer hindurch, und das wollten wir natürlich nicht. Das war nur eine der verschiedenen Aufgaben, die wir lösen mußsten.?

Light meint dazu: ?Die verschiedenen Figuren haben eine breite Palette von Bewegungsabläu-fen; für den Character TD war es also das Schwierigste, festzulegen, wie sich jeder einzelne bewegen sollte. Im Fall von Verne ist der Bewegungsspielraum zwar eingeschränkt, Richie hingegen mußste sehr agil sein, auf Bäume klettern und noch viele andere Dinge tun können. Und Hammy erst, der ständig mit Überschallgeschwindigkeit hin- und herflitzt ? da wussten wir von Anfang an, dass die Animationsspezialisten in der Lage sein mußsten, ihn stark zu verzerren und seiner Figur viele Dinge anzutun, die der Anatomie völlig widersprechen.?

Das blitzgeschwinde Eichhörnchen Hammy ist das beste Beispiel für den Einsatz der ?Squash and Strech?-Technologie in ?Ab durch die Hecke?. ?Squash and Stretch? bedeutet soviel wie ?zusammenquetschen und auseinanderziehen? und bezieht sich auf den Vorgang, durch den ein Objekt deformiert wird, um es dann in seine ursprüngliche Form zurückschnalzen zu las-sen; dieses Verfahren wird eingesetzt, um Bewegung oder einen Aufprall darzustellen. Bei Hammy wurde es zusätzlich verwendet, um den Eindruck von Geschwindigkeit zu vermitteln.

Nicolas Scapel meint: ?Er bewegt sich wirklich schnell, also wussten wir bereits in der techni-schen Vorbereitungsphase, dass wir es bei ihm auf die Spitze treiben mußsten. Als wir dann aber das Rohmaterial in jedem Einzelbild betrachteten, waren wir sogar selbst davon über-rascht, was die Animationsspezialisten hatten leisten können. Hammy war tatsächlich so schnell, dass er die physikalischen Naturgesetze der Schwerkraft durchbrach.?

Das für die visuellen Effekte verantwortliche Team unterstützte Hammys Bewegungen in Lichtgeschwindigkeit durch einen Effekt, den sie ?Sonic Hammy? tauften. Effects Supervisor Mahesh Ramasubramanian sagt: ?Wenn er so blitzschnell vorbeirast, ist das wie ein Über-schallknall. Das hat Auswirkungen, die sich wellenförmig ausdehnen: Grashalme und Blätter biegen sich in die Richtung, in die er davongeeilt ist, es entsteht eine Staubwolke, einfach alles und jeder auf seinem Weg reagiert auf seine Bewegung. Die Regisseure fanden das so toll, dass sie noch mehr ?Sonic Hammy?-Einstellungen wollen. Es hat großen Spaß gemacht.?

Nicht nur bei den Tierfiguren, sondern auch mit den wichtigsten menschlichen Figuren in ?Ab durch die Hecke? hatten die Animationsspezialisten großen Spaß: Gladys Sharp und Dwayne ?The Verminator? waren genauso individuell ausgestaltet wie die jeweiligen Tierfiguren. Su-pervising Animator David Burgess stellt fest: ?Sie sehen unterschiedlich aus und bewegen sich ganz verschieden. Gladys ist dünn, groß und eher eckig, sie hat eine sehr klare Körper-sprache. Dwayne ist breit und schwer? und trägt diese lächerliche Halbglatze mit querge-kämmten Haaren.?

Light meint: ?Dwayne hat eine Riesenwampe; es war wichtig, dass die Animationsspezialisten seinen Bauch hin- und herschwabbeln lassen konnten, wenn er läuft, also hatte (Character TD) Yakov Baytler die Aufgabe, ein ganzes Kontrollsystem auf Dwaynes Bauchbereich anzubrin-gen.?

Doch Dwaynes offensichtlichstes Markenzeichen ist seine Frisur, die von Baytler so gestaltet wurde, dass sie fast ein Eigenleben führt. Light erklärt: ?Yakov hat darauf Kontrollpunkte gesetzt, so dass sich die Frisur eher wie eine Hand bewegen lässt. Die Haare können sich auf-richten und in alle Richtungen wirbeln, wenn Dwayne seinen Kopf hin- und herdreht, was ziemlich komisch aussah. Ich liebe diese Figur; Dwayne ist wirklich recht bizarr.?

Der ?Verminator? fährt in einem Laster vor, der ein ganzes Arsenal an Waffen beinhaltet, mit denen die Schädlingen gejagt, eingefangen und getötet werden sollen. Obwohl dies keine le-bendigen Objekte sind, mußste die gesamte Ausrüstung von den Character TDs vorbereitet werden, damit die Animationsspezialisten dann damit ?arbeiten? konnten.

Scapel berichtet, dieser Laster sei eines der vielen ausgefeilten Ausstattungsobjekte gewesen, die im Film ein-gesetzt wurden: ?Es gab viele wirklich komplexe Elemente in der Ausstattung. Richies Golf-tasche zum Beispiel benötigte Hunderte von Kontrollpunkten. Die Modeling-Abteilung schickte uns diese perfekten Computermodelle mit allen möglichen beweglichen Teilen, aber es war kein Benutzerhandbuch dabei. Wir mußsten uns damit auseinandersetzen und heraus-finden, welche Teile sich wie und womit bewegen ließen.?

Asphalt-Paradies Die ?Titelfigur? des Films ist die Hecke selbst, die von den Waldtieren auf den Namen ?Ste-ve? getauft wird - denn die Tiere sind vom Erscheinen dieser Hecke in Aufruhr versetzt und beschließen, dass diese Taufe die Hecke weniger bedrohlich machen wird. Produktionsdesig-nerin Kathy Altieri gibt zu, dass die Arbeit an dem scheinbar statischen Block aus Blättern viel schwieriger war, als es auf den ersten Blick scheint: ?Man schaut auf eine Hecke und denkt, das sei das Einfachste der Welt. Es ist nur eine Hecke, es sind doch nur Blätter um eine Kiste. Wie schwer kann das schon sein? Ich mußs sagen, dass unsere Hecke wirklich schwie-rig zu gestalten war, sowohl vom künstlerischen als auch vom technischen Standpunkt aus. Besonders aufwändig war es, wenn die Charaktere durch die Hecke hindurchgehen sollten.?

Altieri fährt fort und erklärt, die Hecke sei zwar groß, aber nur eines der Elemente der Pflan-zenwelt in ?Ab durch die Hecke?, denn da gibt es noch ein virtuelles Treibhaus mit etlichen Gewächsen: ?Wir haben eine Vielzahl von Grundentwürfen für die Bäume, Büsche und das Gras erschaffen, außerdem etliche sogenannte ?Paint Effects? ? das sind kleine Pflanzen, die wir an verschiedenen Orten platzieren und mit denen wir das Set ausstatten können.

Am Com-puter kann das alles miteinander kombiniert, abgeändert, umgedreht, mit neuen Oberflächen und Farben versehen werden, um einen beeindruckend üppigen Wald zu erschaffen. In der Zusammenarbeit mit dem für die Effekte verantwortlichen Team konnten wir jeden Baum und jede Pflanze genau an unsere Bedürfnisse anpassen. Das Schwierigste beim Wald ist die von den Prozessoren benötigte Verarbeitungszeit, denn die Datenmenge ist einfach riesig. Von technischer Seite wurde uns viel fieberhafte Unterstützung zuteil, damit wir diesen wunderba-ren Hintergrund erschaffen konnten, wie die Blätter, die sich sanft im Wind wiegen.?

Lighting Supervisor Michael Necci bestätigt dies: ?Es geht um das Zusammenspiel eines gan-zen Waldes mit den vielen pelzigen Figuren, was auf eine riesige Menge von Details hinaus-lief, darunter einzelne Haare und einzelne Blätter. Der Computer mußs eine Menge leisten, um eine solche Datenfülle zu verarbeiten - was wiederum neben der künstlerischen Herausforde-rung, alles nicht nur realistisch, sondern auch schön wirken zu lassen, zusätzlich eine große technische Herausforderung darstellt.?

DreamWorks Animations langjährige Partnerschaft mit Hewlett-Packard (HP), dem bevorzug-ten Technologie-Provider des Studios, machte es möglich, die hohen technischen Anforde-rungen von ?Ab durch die Hecke? zu bewältigen. Mit der größten und leistungsstärksten Computerplattform, der sogenannten ?Rendering Farm?, die jemals in einem DreamWorks-Animationsfilm eingesetzt wurde, haben die Server von HP, angetrieben von AMD Opteron Dual-Core-Prozessoren, über 15 Millionen kombinierte Rechnerstunden verarbeitet, um die digitalen Informationen zu voll ausgereiften Bildern von Fell und Grünpflanzen werden zu lassen ? von Wasser, Feuer und einer Explosion mit Nacho-Käse-Aromastoffen ganz zu Schweigen? und alles andere kann auf der Leinwand bewundert werden.

Die Hecke dient als Grenzzaun; das Fell und die Pflanzen machen dabei den Unterschied zwi-schen dem noch natürlich gewachsenen Lebensraum der Waldtiere und der künstlichen, geradlinigen Welt der vordringenden Vorstadtsiedlung deutlich. Altieri sagt: ?Wir haben ver-sucht, beide Welten so deutlich wir möglich voneinander abzugrenzen, um den Standpunkt der Tiere klar zu machen. Der Wald ist dieser schöne, sonnige, glitzernde Ort, den die Tiere ihr ganzes Leben lang kannten. Der Wald ist ihre Heimat. Und als Richie ihnen zum ersten Mal die Welt jenseits der Hecke vorstellt, wird die Vorstadt glorifiziert als Land der unbe-grenzten Möglichkeiten. Später dann, als sich der Garten von Gladys als ein Ort voller Unbill und Bedrohungen erweist, haben wir Beleuchtung, Inszenierung und Farben eingesetzt, um die Vorstadtsiedlung dann gefährlich und ungastlich wirken zu lassen.?

Beide Welten wurden aus einer ungewöhnlichen Perspektive heraus entworfen. ?Wir wollten die Geschichte unbedingt vom Standpunkt der Tiere aus erzählen?, sagt Altieri. ?Das haben wir umgesetzt, indem wir den unteren Ebenen unserer Welt weitaus mehr Aufmerksamkeit gewidmet haben.?

Art Director Christian Schellewald erinnert sich: ?Ein Großteil unserer Recherchen bestand darin, einfach mal herumzukriechen, überall dort hinzukrabbeln, wo kleine Tiere sich bewe-gen, und die Dinge aus allen möglichen und unmöglichen Winkeln zu betrachten. Ab und zu hielt ich auf dem Weg zur Arbeit an und kroch auf dem Asphalt herum, um Photos zu ma-chen. Die Leute haben mich angeschaut und sich darüber gewundert, was ich da wohl tue?, lacht er.

?Wir haben die absurdesten Dinge fotografiert?, nickt Altieri. ?Ich habe viel Zeit auf allen Vieren verbracht und Nahaufnahmen von Lampenfüßen und Tischbeinen gemacht. Wir mußs-ten uns kleine Details einfallen lassen, wie z.B. die Schutzpolster, die man unter den Möbeln anbringt, denn genau auf dieser Höhe befinden sich die Augen unserer Figuren.?

Um dem Publikum einen Eindruck aus der ?Eichhörnchen-Perspektive? zu verschaffen, ging der leitende Verantwortliche für das Layout, Damon O?Beirne, in ähnlicher Weise an die Sa-che heran. Regisseur Tim Johnson meint: ?In der Arbeit mit Damon und der Layout-Abteilung wollten wir den Zuschauer vollständig in diese Perspektive eintauchen lassen ? man soll sich fühlen, als liefe man selbst wie ein Eichhörnchen auf dem Drahtseil, als luge man selbst als Schildkröte vorsichtig aus dem Panzer heraus. Unsere Kamera beobachtet die Tiere nicht nur, sondern bewegt sich mit ihnen. Die Zuschauer sollen erleben können, wie es ist, nur knapp 30 Zentimeter über dem Boden zu sein und zum ersten Mal einen Menschen oder ein Haus zu sehen.?

O?Beirne fügt hinzu: ?Die Proportionen waren in diesem Film ein ausschlaggebendes Element ? z.B. die Vorstellung, dass eine Küche so groß wirkt wie eine Kathedrale -; aber es ging nicht nur um das Größenverhältnis der Tiere zu ihrer Umwelt, sondern auch zu den Menschen. Denn es ist eine Sache, die Körpermaße eines Waschbären oder einer Schildkröte zu betrach-ten und einfach zu sagen, okay, ich mußs die Kamera niedriger einstellen ? eine ganz Sache ist es dann, das Gefühl zu vermitteln, wirklich auf Augenhöhe mit den Tieren zu sein, und genau das wollten wir vermitteln.?

O?Beirne erzählt, wie ein Mitglied des Layout-Teams einen interessanten Weg gefunden hat, um dieses Thema zu verdeutlichen: ?Dave Morehead setzte die Kamera auf den Rücken eines Hundes und ließ ihn herumlaufen. Es war wirklich interessant, sich diese Aufnahmen dann anzuschauen, denn darin war nicht nur diese besondere Perspektive zu erkennen, wir bekamen zusätzlich auch einen Eindruck davon, wie die Kamera mit den Bewegungsabläufen vorgehen mußste.?

Die Regisseure entwickelten ebenfalls eine Methode, mit deren Hilfe alle an ?Ab durch die Hecke? Beteiligten sich mit der Tierperspektive identifizieren konnten. Auf dem Gelände von DreamWorks Animation ist eine Mauer der fünfstöckigen Garage mit Efeu bewachsen; wenn man sich davor stellt und hinaufschaut, kann man leichter begreifen, wie es wäre, ein Tier zu sein, dass sich vor einer riesigen Hecke ganz klein vorkommt.

Regisseur Karey Kirkpatrick meint: ?Wir schauen uns eine 1,80 Meter hohe Hecke an und finden nichts Besonderes daran ? in diesem Film geht es aber darum, die Welt aus einem an-deren Blickwinkel zu betrachten. Jeder, der an diesem Film mitwirken sollte, mußste sich vor die efeubewachsene Mauer stellen um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es für die Tiere in einer solchen Lage wäre ? um dann einige der gewonnen Einsichten hoffentlich auf die Arbeit anzuwenden.?

In ?Ab durch die Hecke? wird die Perspektive des Zuschauers auch durch eine Methode be-einflusst, die normalerweise in Spielfilmen eingesetzt wird. O?Beirne erklärt: ?Das Publikum sollte sich hier auch auf die Tiefe des Raums konzentrieren. So einen Animationsfilm haben wir noch nie zuvor gemacht. Wir haben absichtlich Fokusverschiebungen eingebaut, in denen wir zwischen Nahaufnahmen und weiten Einstellungen wechseln, um das Auge des Betrach-ters mitzuziehen.?

Visual Effects Supervisor Craig Ring sagt: ?Raumtiefe heißt einfach, dass man die Brennwei-te kontrolliert. Die Augen richten sich automatisch auf die Dinge, die auf der Leinwand scharf gestellt sind; das wird in Spielfilmen eingesetzt, damit der Zuschauer in die gewünschte Rich-tung blickt. Das ist ein Werkzeug, das wir in der Computergrafik zur Verfügung hatten, bisher aber noch niemals so intensiv eingesetzt haben wie jetzt in ?Ab durch die Hecke?.?

Der letzte Arbeitsschritt für den richtigen Look des Films war die Lichttechnik, durch die man Farben, Tiefe, Dimension und Auflösung hinzufügt. Die Beleuchtung wird von Computergra-fik-Team erarbeitet, die ? ebenfalls nach Spielfilmvorbildern ? hochmoderne Technologien einsetzen, indem sie z.B. Szenen bei Tage mit Sonnenlicht überfluteten oder aber gerade ge-nug Umgebungslicht zuließen, um eine mondhelle Nacht anzudeuten.

Johnson erklärt: ?Wir sind sehr stolz auf die Durchbrüche, die wir im Laufe der Arbeit an ?Ab durch die Hecke? erzielt haben. Als Filmemacher im Genre Computeranimation staune ich noch immer darüber, dass es scheinbar keine Grenzen gibt. Mit den Werkzeugen, über die wir verfügen, liegt alles, was wir uns als Geschichtenerzähler vorstellen können, im Bereich des Möglichen.?

Karey Kirkpatrick fügt hinzu: ?Technisch gesehen bin ich das unerfahrenste Mitglied dieser Produktion, und obwohl ich mir der vielen technischen Herausforderungen und Weiterent-wicklungen durchaus bewusst war, haben sie uns niemals daran gehindert, all unsere Fähigkeiten für das Erzählen der Geschichte einzusetzen. Ganz im Gegenteil. Denn schließlich soll unsere Technologie genau dazu dienen: eine gute Geschichte gut zu erzählen.?

Rockin' The Suburbs - Die Vorstadt aufmischen Auch die Musik trug in ?Ab durch die Hecke? zum Erzählen der Geschichte bei, sowohl durch die Filmmusik als auch durch die Songs. ?Ich denke, jedermann weiß, dass Musik auf eine viel intensivere Weise als das gesprochene Wort Gefühle erzeugen kann?, meint Kirk-patrick. ?Ein Song oder die Filmmusik kann die Emotionen einer gewissen Szene so vorge-ben, wie es das Drehbuch oder sogar die Bilder wohl nicht annähernd schaffen. Deshalb bin ich unglaublich glücklich über das Künstler-Trio, das sich an der Musik zu diesem Film betei-ligt hat. Sie umfassen die gesamte Palette musikalischer Erfahrung.?

Komponist Rupert Gregson-Williams schuf die Filmmusik zu ?Ab durch die Hecke?; der be-liebte Sänger und Songwriter Ben Folds trug drei Originalsongs sowie eine neue Version sei-nes passend betitelten Hits ?Rockin? the Suburbs? und eine Cover-Version von ?Lost in the Supermarket? (Clash) bei. Als ausführender Musikproduzent des Films war Oscar-Preisträger Hans Zimmer für die musikalische Gesamtleitung verantwortlich.

?Es war ein großartiges Team?, sagt Bonnie Arnold. ?Wir hatten nicht nur einen, sondern gleich zwei fabelhafte Komponisten, die an diesem Film gearbeitet haben. Rupert Gregson-Williams hat die Filmmusik komponiert, und der wunderbare Hans Zimmer stimmte sich so-wohl mit ihm als auch mit Ben Folds ab, um alle musikalischen Elemente in Einklang zu brin-gen. Die Ehre gebührt unseren Regisseuren Tim Johnson und Karey Kirkpatrick, denn sie kannten Bens Arbeit zu Beginn viel besser als ich ? doch ich weiß wirklich zu schätzen, was er zum Film beigetragen hat.?

Kirkpatrick meint: ?Tim und ich sind seit langem Fans von Ben Folds, und wir wollten ihn für diesen Film unbedingt haben, besonders wegen seiner Texte. Ben sieht die Welt fast so, wie es diese Tiere tun würden; er hat einen scharfen Blick für menschliche Schwächen, und davon handeln auch seine Songs ? also war es die perfekte Besetzung.?

?Ben ist einer der smartesten Texter und erfindungsreichsten Klangfärber in der heutigen Mu-sikindustrie?, stimmt Johnson zu. ?Er hat für den Film nicht nur Songs geschrieben, sondern auch eng mit Rupert und Hans zusammengearbeitet, so dass seine Songs und Ruperts Film-musik nahtlos ineinander fließen.?

Gregson-Williams meint: ?Ich hätte diese süße Orchestermusik für den Film komponieren können, aber mit Bens Sound konnten wir noch ganz andere Dinge machen, mehr Rock?n?Roll. Wir kannten uns vorher nicht, aber als die Zusammenarbeit begann, gab es kei-nerlei Ego-Probleme. Er liebt einfach die Musik, also war die gemeinsame Arbeit ein echter Genuss.? Folds sagt: ?Rupert ist ein hoch talentierter Komponist und hatte bereits mehr Filmerfahrung als ich, weshalb er mich auch hier oft unterstützt hat. Er und Hans waren großartig; die Gele-genheit zu bekommen, mit den Besten zusammenzuarbeiten, ist natürlich immer toll.?

Folds neue Version seines Songs ?Rockin? the Suburbs? hört man zu Beginn des Abspanns, und er meint: ?Ich war sehr glücklich mit dieser neuen Version, denn so etwas ist schon schwierig ? man mußs zurückgehen und das eigene Werk umgestalten. Eigentlich habe ich dann einen ganz neuen Ansatz zu diesem Song über das Leben in der Vorstadt ausgegraben.? Folds Cover-Version von ?Lost in the Supermarket?, ein Original-Hit von Clash, hört man dann gegen Ende des Abspanns.

Der erste Folds-Originalsong in ?Ab durch die Hecke? ist ?Family of Me?, der sich auf Richie konzentriert, der ein Einzelgänger ist und ? wie er selbst im Film sagt ? eine ?Ein-Mann-Familie?. Folds erzählt: ?Richie ist ein ziemliches Großmaul, befindet sich aber in einer sehr schwierigen Lage. In diesem Song sagt er, wie toll er sei, aber den Regisseuren ging es eigent-lich darum zu zeigen, dass er gar nicht so ein Supermann ist ? und das kann man in den Back-ground-Stimmen hören.?

Der zweite Song trägt den Titel ?Heist? und untermalt die Montage-Sequenz, in der die Tiere, angeführt von Richie, gemeinsam versuchen, die Vorstadt auszuplündern. ?Dieser Song sollte blödsinnig und spaßig sein?, sagt Folds. ?Im Text geht es darum, dass man sich alles nehmen kann, was man will, denn vom Standpunkt der Tiere aus gesehen, wächst ja alles nach. Wo all dies herkam, gibt es davon noch viel mehr.?

Das Tempo verändert sich mit dem dritten Song, ?Still?, dann völlig: Es ist eine Ballade, pas-send zu dem Augenblick im Film, als sowohl Verne als auch Richie dazu gezwungen sind, ihre Ansichten zu verändern ? denn sie kommen zwar aus verschiedenen Richtungen, stehen aber nun an der gleichen Kreuzung.

Johnson meint: ?Der Comic-Strip von Mike Fry und T Lewis hat uns ja bewiesen, dass der Blick auf unser Leben vom Standpunkt der Tiere aus eine Quelle ständig sprudelnder witziger Bemerkungen ist. Wenn es hier eine Botschaft gibt, dann lautet sie: Mann, haben wir es gut! Unsere Welt der Sofortmahlzeiten und beeindruckenden Elektrogeräte ist ein schwindelerre-gendes Wunderland. Die Kehrseite der Medaille lautet jedoch, dass diese Dinge vom wahren Leben aber nur ablenken.

Es ist zwar wunderbar, aus dem großen Angebot an Junk-Food oder Videospielen oder tausend TV-Kanälen wählen zu können ? aber das Leben sollte sich doch um die Familie und Freunde drehen, die unersetzlich sind. Richie entdeckt, was es bedeutet, von Familie und Freunden unterstützt zu werden ? und auch wir wären gut beraten, wenn wir diese Dinge in unserem eigenen Leben nicht als selbstverständlich betrachten würden.?

Kirkpatrick meint abschließend: ?Ab durch die Hecke? ist eine clevere Komödie mit einer kleinen Portion Sozialkritik, vermittelt im Kern aber auch eine große Botschaft über den Wert der Familie. Gleichzeitig wollten wir jedoch nicht allzu sentimental werden, denn das erlaubte uns die kritische Betrachtung des eigenartigsten Lebewesens des Planeten: wir selbst.?

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