Born to Fight

Produktionsnotizen

Eine Inspiration Mit BORN TO FIGHT erfüllt sich der legendäre Panna Rittikrai einen lang gehegten Traum. ?Niemand hat auch nur eine Sekunde daran gezweifelt, dass dieser Film das Zeug dazu hat, in der thailändischen Filmindustrie ein ganz neues Phänomen zu werden? sagt Somsak Techaratneprasert, Gründer und Vorsitzender von Sahamongkolfilm International Co. Ltd.

In einer Ära Computer generierter Effekte, der Greenscreens und Stuntdoubles liegt man sicherlich nicht falsch mit der Aussage, dass wirklich jeder ein Actionstar sein kann. Aber dennoch: Irgendetwas geht verloren in den Effektgewittern, die aufregend anzusehen sind, aber sich einfach nicht echt anfühlen. Was fehlt, ist aufrichtige, echte Angst in den Augen der Schauspieler, die da ihre todesmutigen Sprünge, Tritte oder Stürze absolvieren.

Wenn die Schauspieler wissen, dass ihnen nichts passieren kann, dass sie sich nicht weh tun können, dann geht es dem Publikum genau so. Um Authentizität in das Action-Genre zurückzubringen, achtete Panna als Regisseur darauf, dass die Schauspieler ihre Stunts und Action-Sequenzen selbst ausführten. Diese Tatsache gibt seinen Produktionen eine Realität, die das thailändische Action-Genre im wahrsten Sinne des Wortes in die Kinos auf der ganzen Welt geboxt hat.

Für den Spielfilm ONG BAK hatte Panna Rittikrai das Thai-Boxen als Teil seines nationalen Erbes übernommen und es mit seinem eigenen, einzigartigen Stil der Action-Choreographie vermischt, sozusagen Elemente aus der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben, um etwas wirklich Einzigartiges auf die Leinwand zu bringen. Seine actiongeladene Geschichte zeichnete sich aus durch Momente wirklicher, spürbarer Gefahr für die Hauptdarsteller.

Durch die harte Arbeit, die Bestimmtheit und den Fokus Pannas gelang es, das Potenzial eines neuen Actionhelden, Tony Jaa, voll auszuschöpfen. Jeder, der den Film sah, zeigte sich beeindruckt von der Intensität und Komplexität des von Panna entwickelten Action-Choreographie-Konzepts.

Nach einer mehrjährigen Pause war der visionäre Filmemacher Panna Rittikrai mit explosiven Ergebnissen auf das Parkett des thailändischen Kinos zurückgekehrt. In einer Gemeinschaftsarbeit mit Regisseur Prachya Pinkaew und Sahamongkolfilm lieferte Panna zwei der größten Hits der Jahre 2003/2004: ONK BAK und THE BODYGUARD.

Nach mehr als einem Jahrzehnt kehrt Panna Rittikrai in Hochform zurück zu seinen Wurzeln und zu einem Stil, der Millionen von thailändischen Filmfans inspirierte. Einmal mehr nimmt er im Regiestuhl Platz und erfährt Unterstützung von ONG BAK-Regisseur Prachya Pinkaew als Produktionsmanager. Pannas Markenzeichen, hoch riskante Stuntszenen, sind auch heute noch so verblüffend wie vor 25 Jahren, als er sein Regiedebüt mit dem ersten Teil der BORN TO FIGHT-Reihe feierte. Die jüngste Version von BORN TO FIGHT spielt im Vergleich zum Original in einer ganz eigenen Liga. Die gnadenlose Action beginnt mit der ersten Szene und hört erst mit dem Abspann auf.

Einer der größten Pluspunkte von BORN TO FIGHT ist Deaw (Dan Chupong), ein starker und charismatischer neuer Action-Star, der mit Tony Jaa (ONG BAK) in die Schule gegangen und eng mit ihm befreundet ist. Von Anfang an beweist Deaw - wie Tony Jaa in ONG BAK -, dass er keine Angst vor ein paar Beulen und Kratzern hat. Der privat zurückhaltende und sehr charmante Schauspieler kann in den Ausschnitten der ?Behind the Scenes? dabei beobachtet werden, wie er vor einem 18-rädrigen Sattelschlepper in größter Ruhe betet, bevor er eine der größten Actionszenen des Films dreht.

Glücklicherweise wurden seine Gebete erhört, da sich kein Schauspieler, inklusive Deaw, ernsthaft verletzt hat, während sie von den gewaltigen Fahrzeugen herunterfielen, auf ihnen kämpften oder sich auf ihnen prügelten. Der einzige ?Unfall? ereignete sich in einem speziell für den Film errichteten Dorf, das am Fuße eines großen Hügels in Saraburi in Zentralthailand gebaut wurde. Drei Monate dauerten die Bauarbeiten, bis das Dorf mit über 100 Hütten, Häusern und kleinen Läden stand. All die Bauten wurden mit der einen Absicht errichtet, sie in einer einzigen spektakulären Szene wieder zu zerstören.

Zum ersten Mal in der Geschichte des thailändischen Kinos standen professionelle Sportler, Boxer, Trainer, Ausbilder und sogar Motocross-Fahrer vor der Kamera. Unter der erfahrenen Führung/Anleitung von Panna führten sie alle ihre Stunts selbst durch ? ohne von Doubles oder Draht unterstützt zu werden. Die Ergebnisse sind atemberaubend: Die Kombination aus außergewöhnlicher Choreographie und äußerst talentierter Schauspieler ergibt eine Action, die unfassbarer ist, als man es sich jemals hätte vorstellen können.

Von den raschen und eleganten Bewegungen eines Turners, der sich leichtfüßig durch das Dorf bewegt, um ein Kind zu retten, hin zu einem heftigen Unfall mit einem Motorrad, das im wahrsten Sinne des Wortes in die Seite eines ins Schlittern geratenen Pick-up-Lasters donnert ? dieser Film ist so echt wie nur möglich. Er vermittelt Nervenkitzel pur und lässt den Adrenalinspiegel hochschnellen.

Einige der bekanntesten professionellen Sportler, die in BORN TO FIGHT mitspielen, sind:

Amornthep Vaewsang, Nationalturner aus Thailand

Chakrit Roongsuwan, Nationaler Motocross-Fahrer und Mountain-Bike-Fahrer, Thailand

Kessarin Ektawatkul, weibliches Mitglieder der nationalen Taekwondo-Truppe, Thailand

Nantawat Wongwanichsilp, Nationaler Rugby-Spieler, Thailand

Peeyapong Piew-orn, Nationaler Fußball-Spieler, Thailand

Rattanaporn Khemtong, Nationale Turnerin, Thailand

Somrak Kumsing, Mit der olympischen Goldmedaille ausgezeichneter Boxer, Thailand

Sinee Namwongprom, weibliches Mitglied der nationalen Taekwondo-Truppe, Thailand

Viele Vereine wie der thailändische Sportbund, haben bei den spektakulärsten Szenen geholfen. Das thailändische Publikum freute sich über die Rückkehr von Noppol Gomarachun, der im Film General Yang verkörpert. Einer der Lieblingsfilme des legendären thailändischen Schauspielers ist die Originalversion von BORN TO FIGHT; um eine Rolle in der neuen Version des Films zu spielen, ist er zehn Jahre nach dem Ende seiner Schauspiellaufbahn wieder auf die Leinwand zurückgekehrt.

Die Rückkehr von Panna Rittikrai ?Alles begann mit meiner Begeisterung für die Martial Arts?, erklärt der ungewöhnlich scheue Regisseur von BORN TO FIGHT. ?Ich war immer schon fasziniert von den anmutigen Bewegungen eines Bruce Lee oder Jackie Chan. Ich habe sogar im elterlichen Hinterhof versucht, ihre Bewegungsabläufe nachzumachen. Ich habe unentwegt geübt, bis ich mir sicher war, dass ich meinen Vorbildern keine Schande mehr machen würde.?

Seinen Freunden, seiner Familie und Menschen aus seinem gesamten Heimatdorf fiel sein außergewöhnliches Talent schnell auf. Einer nach dem anderen wurde bei ihm vorstellig und bat darum, sich von ihm ausbilden zu lassen. Panna erinnert sich: ?Das ging so weit, dass ich bei der Erfüllung meines Kindheitstraums schnell nicht mehr allein war. Wir waren ein ganzes Team, alle waren wir stark, agil und voller Enthusiasmus.? Aber war es nicht unmöglich, mit einem ganzen Team etwas auszurichten? ?Exakt?, lacht Panna.

?Wir wussten, dass es uns nicht möglich sein würde, bei einem Filmstudio vorbeizuschauen und zu sagen: ,Hey, wir sind ein gutes Team. Wollt ihr uns anstellen?? Also taten wir das einzige, was uns möglich war: Wir dachten uns einfach einen eigenen Film aus, in dem jeder von uns all die Stunts durchführen konnte, die wir so sehr liebten. Das war der Ursprung des ersten BORN TO FIGHT.?

?Selbstverständlich stand uns damals kein Budget zur Verfügung, wie das heute der Fall ist, also fungierte ich sowohl als Regisseur als auch als Hauptdarsteller.? Die Mischung aus seiner hemdsärmeligen Regie und seinen unglaublichen Stunts war es denn auch, womit sich Panna einen Ruf als Thailands ?führender? Stuntman sicherte. Ob er nun durch eine Werbetafel schmetterte oder Motorrad bei maximaler Beschleunigung in einen Lastwagen rammte, alles ist echt - in der Postproduktion wurden keinerlei Effekte eingearbeitet, nichts wurde durch clevere Schnitte gefährlicher gemacht, als es war. Diesen Stil hat Panna bis heute beibehalten: Er lässt sich auch in ONG BAK oder dem neuen BORN TO FIGHT finden.

?In der Vergangenheit bezeichneten mich die Menschen als eine Art Masochist, als würde es mir spaß bereiten, mir Schmerzen zuzufügen. Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein. Sie müssen verstehen: Als ich die Actionszenen entwarf, habe ich die Sicherheitsrisiken immer voll einberechnet. Je risikoreicher eine Szene war, desto besser mußsten die Sicherheitsvorkehrungen sein.?

Panna hat jeden Stunt sorgfältig geplant, kalkuliert und getestet, bis er hundertprozentig sicher war (oder zumindest so sicher, wie man es sein kann), dass alles in Ordnung ist. ?Bis heute ist in 25 Jahren bei keinem meiner Filme ein Mensch gestorben. Alle Beteiligten sind noch quicklebendig. Es gab noch nicht einmal ernsthafte Verletzungen? erklärt er lächelnd.

Panna erinnert sich, dass er bis heute an den selben Grundwerten wie bei seinem ersten Film festhält, auch wenn sich die Kosten und Produktionstechniken radikal geändert haben. ?Die Motivation und die Emotionen haben sich niemals geändert?, meint er.

?Sowohl in ONG BAK als auch dem neuen BORN TO FIGHT verfolge ich die selben Prinzipien wie in meinem ersten Film. Ich gehe bis ans Äußerste, um jedes Detail so perfekt wie möglich zu gestalten, egal wie große oder klein sie sein mögen. Als ich den ersten BORN TO FIGHT drehte, stand mir nur ein minimales Budget zur Verfügung. Jetzt habe ich fast hundertmal so viel Geld zur Hand. Das bedeutet großes Vertrauen und noch größere Verantwortung. Ich will sicher gehen, dass all die Actionszenen gut choreografiert sind und mit so viel Energie und Detailgenauigkeit durchgeführt werden wie in der ersten Version.?

Auf die Frage, was er dachte, als man ihn bat, ein Remake von BORN TO FIGHT zu filmen, antwortet Panna: ?Als ich erfuhr, dass ich BORN TO FIGHT noch einmal drehen sollte, fühlte ich mich sofort wie neu geboren. Ich war ekstatisch. Ich kann es immer noch nicht glauben.?

Die größte Motivation meines Lebens - Prachya Pinkaew ?Panna Rittikrai ist unglaublich?, erklärt Prachya Pinkaew, der Produzent von BORN TO FIGHT. ?Ich glaube, es gibt nichts, wozu er nicht in der Lage ist. Das Ausmaß seiner versteckten Talente ist gewaltig. Er ist ein Actionstar, ein Regisseur, Actionchoreograph, Setdesigner und sogar ein Drehbuchautor.? Prachya hält kurz inne. ?Wenn ich mich recht entsinne, hat Panna mittlerweile mehr als 100 Filme gedreht ? und die meisten davon waren Actionfilme.?

Er fährt fort: ?Es ist tragisch, dass viele Menschen, vor allem in den größeren Städten, nicht mit seinem Frühwerk vertraut sind. Ihnen ist womöglich gar nicht klar, wie viel Panna aufgeben mußste, um das auf die Beine zu stellen, was er schließlich geleistet hat. Er hat härter kämpfen müssen, als sich die meisten von uns überhaupt vorstellen können. Jeder einzelne Film entspringt seinem Schweiß und seiner Mühen. Er hat Herz und Seele in alles gesteckt, was er geleistet hat, und hat sich dabei bisweilen so sehr verausgabt, dass ihm selbst die Tränen gekommen sind.?

Als Panna mit dem Dreh von Actionfilmen begann, gab es eigentlich noch keinen Markt für diese Art von Film. Allein die Finanzierung zu sichern, erwies sich jedes Mal aufs Neue als anstrengend und extrem schwierig. Prchya erklärt: ?Panna steckte alles, was er hatte, in die originale Version von BORN TO FIGHT. Einige der Szenen waren so waghalsig, dass immer wieder die Gefahr bestand, bei ihrer Umsetzung ums Leben zu kommen. Aber so arbeitet er , und er will es nicht anders. Seine Filme sind ihm so wichtig, dass er alles andere in seinem Leben ausklammert. Er ist jederzeit bereit, seine eigene Sicherheit aufzugeben, um die Realität in seinem unverkennbaren Stil wiederzugeben.?

Realität wird in allen Produktionen Pannas groß geschrieben. Nirgends sieht man das deutlicher als in der vorliegenden neuen Version von BORN TO FIGHT. Aber sowohl Prachya als auch Panna betonen, dass Sicherheit von Besetzung oder Crew jemals in Gefahr war, für einen visuellen Effekt geopfert zu werden.

Prachya fasst zusammen, warum die originale Version von BORN TO FIGHT eine schicksalhafte Produktion war: ?Ich bin fest davon überzeugt, dass das Schicksal oder die Bestimmung beim Dreh des Originals von BORN TO FIGHT eine Rolle spielte. Dieser Film war es, der mich vor Jahren mit Panna und Tony Jaa zusammenbrachte. Ein großer Teil unseres Lebens wurde von diesem Film beeinflusst. Wenn es BORN TO FIGHT nicht gegeben hätte, hätten wir uns niemals kennen gelernt. Das Original von BORN TO FIGHT war die Inspiration für ONG BAK, der sich, wie jedermann weiß, als Riesenerfolg entpuppte.? Andächtig nickt Prachya, als er das sagt, teils als Bekräftigung, teils als Hinweis auf seine anhaltende Zuneigung zu Panna und BORN TO FIGHT.

Prachya erklärt die Unterschiede zwischen dem Original und dem Remake ? und weist darauf hin, dass beide Filme untrennbar miteinander verbunden sind. ?Vereinfacht gesagt: Panna ist BORN TO FIGHT und umgekehrt. Egal in welcher Ära er entstand, der Film kommt von Pannas Herzen und beinhaltet seine gesamte Seele. Panna ist ein Mann, der geboren wurde, um unfassbare Actionszenen zu erschaffen. Das ist es, was er am besten beherrscht.?

Er fährt fort: ?Mit dem Remake von BORN TO FIGHT wollen wir jene seelenvolle Magie beschwören, die seit der Produktion des Originals in den 80er Jahren verloren gegangen ist. Das heißt natürlich nicht, dass wir die gleiche Geschichte noch einmal erzählen. Im Gegenteil: Wir haben hart daran gearbeitet, eine Story auf die Beine zu stellen, die den hohen Ansprüchen des heutigen Publikums entspricht. Die Stunts sind keinen Deut weniger realistisch als damals, spielen aber dennoch in einer ganz eigenen Liga.

Dies ist ja nicht einfach nur das Remake eines alten Films, es ist die Neuverfilmung eines echten Klassikers. Das einzige, was unverändert geblieben ist, ist der Regisseur ? Panna. Seine visionären Ideen sind unverändert, es gibt keinen Besseren. Das hat lange auf sich warten lassen, aber wir waren der festen Überzeugung, dass wir Panna eine Gelegenheit geben mußsten, der Welt sein unglaubliches Talent vorzuführen.?

Prachya meint abschließend: ?Wenn ich BORN TO FIGHT kurz und knapp beschreiben müsste, würde ich vermutlich sagen, dass die neue Version so ist wie Panna selbst: Ihr Kampfgeist kommt von Herzen. Die Energie der beiden Filme ist die selbe, nur der Rhythmus des neuen BORN TO FIGHT ist schneller und hat mehr Energie. Der Film verlangt dem Publikum alles ab.?

Drehbuchautor, Regisseur, Actionchoreograph: Panna Rikkikrai Zu Beginn seiner Karriere wusste Panna Rittikrai bereits, dass Actionfilme seine erste und seine große Liebe sind. Er verfolgte diese Liebe mit großer Leidenschaft und Lust, weil er tief in seinem Herzen wusste, dass sich seine Träume eines Tages erfüllen würden und er selbst einen Spielfilm inszenieren würde.

Im Verlauf seiner 25 Jahre umspannenden Karriere war Panna an mehr als 100 Filmproduktionen beteiligt. Er hat alles gemacht vom Entwurf der Requisiten und Kulissen über Actionchoreographie und Regie hin zur Schauspielerei in großen Filmproduktionen sowie im Fernsehen. Einen Großteil seiner Erfahrungen sammelte er bei internationalen Produktionen, die in Thailand gedreht wurden.

Panna Rittikrai hat während seiner Karriere die goldenen Jahre der thailändischen Filmindustrie ebenso miterlebt wie weniger lukrative Zeiten. Er hatte dabei die Gelegenheit, mit einigen der absoluten Größen des thailändischen Films zu arbeiten. Größen wie Soraphong Chatree und Noppol Gomarachun. Sein größter Triumph war jedoch die Entdeckung eines jungen, nicht allzu attraktiven Kampfkünstlers namens Tony Jaa. Panna erkannte dessen ungeschliffenes Talent sofort. Dennoch bedurfte es vier Jahre harter Ausbildung, bis Jaa bereit war, die Hauptrolle in ONG BAK zu übernehmen. Selbst verwöhntesten Actionfans stand der Mund offen, als sie die unfassbaren Stunts sehen durften, die ohne Hilfe von Computergrafiken und Stuntdoubles entstanden waren.

Der Erfolg von ONG BAK öffnete viele Türen für Panna. Zahllose Angebote wurden ihm gemacht. Eine der Möglichkeiten, die sich ihm bot, war die hinreißende Actionkomödie THE BODYGUARD (die in Deutschland von e-m-s als Videopremiere veröffentlicht wird), die den Produzenten einen Reibach von 60 Millionen Baht bescherte. Und natürlich TOM YUM GOONG (?Revenge of the Warrior ? Tom Yum Goong?, 2005), Tony Jaas Nachfolger von ONG BAK, die teuerste thailändische Filmproduktion aller Zeiten.

Panna Rittikrai hat sein Leben dem Actionfilm gewidmet und gilt als wahrer Pionier im Hinblick auf die Konzepte für Stuntdesigns und Martial-Arts-Choreographie. Doch trotz all seiner Erfolge gibt es nichts, was ihm mehr bedeutet als der originale BORN TO FIGHT, eine beachtliche Leistung, angesichts des sozusagen nicht vorhandenen Budgets.

Der erste BORN TO FIGHT ist ein Teil seiner Seele. Er war nicht nur Regisseur des Films, aber entwarf auch das Szenenbild und die Requisiten, gestaltete die Actionszenen, spielte die Hauptrolle und schrieb das Drehbuch. Panna ist ebenso ein Teil von BORN TO FIGHT wie BORN TO FIGHT ein Teil von ihm ist.

Mehrere Generationen von thailändischen Kinogängern erachten diesen Film als ein Meisterwerk, ein Film, von dem man die Augen nicht abwenden kann, weil man Angst hat, man könnte einen todesverachtenden Stunt verpassen. Man kann diesen BORN TO FIGHT als das definitive Bespiel für einen neuen Stil im Actionfilm ansehen, eine ebenso gewalttätige wie schöne, eine rohe und doch elegante Vision dessen, was man heute gemeinhin als ?Pannas Stil? bezeichnet.

Erstmals seit einem Jahrzehnt sitzt Panna Rittikrai nun wieder im Regiestuhl und hält alle Zügel in der Hand. Mit einem beachtlichen Budget und der entsprechenden Erfahrung in der Hinterhand hat es sich Panna zum Ziel gesetzt, den thailändischen Actionfilm aufs Neue zu revolutionieren. Diesmal hat Panna die komplette Kontrolle über den Film und weiß auch, wie man sie optimal einsetzt. Dieser BORN TO FIGHT ist größer und besser als alles, was vor ihm kam.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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