Trennung mit Hindernissen

Produktionsnotizen

Die Vorhut zu ?Trennung mit Hindernissen?: Vince Vaughn bringt seine Truppen in Stellung Schauspieler, Autor und Produzent Vince Vaughn konnte mit der Zeit die meisten Drehbücher zu romantischen Komödien, die ihm zugesandt wurden, nicht mehr sehen. Immer schien darin auch eine Geschichte mitzuschwingen, in der klischeehaft die Unbeholfenheit eines Paares beschrieben wird, das unüberwindbare Aufgaben lösen mußs, bevor es zu einer Auflösung à la Hollywood kommt.

Seit Jahren schon wollte er ?die anti-romantische Komödie? machen und die Geschichte einer gescheiterten Liebe erzählen. Er ist der festen Meinung, dass Beziehungen bereits von vornherein genügend Herausforderungen und Witz beinhalten, ohne dass ein dümmlicher Subtext hinzugefügt wird, wie zum Beispiel jemanden innerhalb von zehn Tagen heiraten zu müssen, um 10 Millionen Dollar zu bekommen.

Als Schauspieler war Vince Vaughn bereits in etlichen sehr erfolgreichen Filmen zu sehen, darunter der Kassenknüller ?Die Hochzeits-Crasher?, ?Mr. & Mrs. Smith?, ?Voll auf die Nüsse?, ?Old School ? Wir lassen absolut nichts anbrennen? und ?Starsky & Hutch?. O-Ton Vince Vaughn: ?Ich habe mich gefragt, wie es wohl wäre mit einem Film, der keine herkömmliche romantische Komödie ist? Mir ging der Jack Lemmon/Walter Matthau-Film ?Ein seltsames Paar? nicht aus dem Sinn; meiner Meinung nach wäre es interessant, die Trennung von zwei Menschen zu beobachten, ihr Leid nachzuvollziehen, während beide noch unter einem Dach leben. Comedy bedeutet immer die völlige Hingabe an das Absurde; ich aber mag Dinge, die auf der Realität basieren.?

Lange Zeit ging Vaughn dieser Idee nicht mehr aus dem Kopf, doch erst als er die Autoren Jeremy Garelick und Lay Lavender traf, begann sich ?Trennung mit Hindernissen? wirklich zu entwickeln. Die Drehbuch-Neulinge arbeiteten gerade an einem eigenen Stoff für eine Komödie mit Vaughn in der Hauptrolle. ?Das war im August 2001, und wir arbeiteten an einem Script, bei dem wir im Geiste schon Vince als Hauptdarsteller besetzt hatten?, erzählt Lavender.

Lavender und Garelick verkauften ihr Drehbuch für die ?Vince Vaughn-Komödie?, es landete bald auf dem Schreibtisch von Vaughns Manager ? und dem gefiel, was er da las. Im Dezember 2002 traf das Autoren-Duo dann wirklich auf den Schauspieler und Produzenten, um das Projekt zu besprechen ? doch Vaughn hatte ganz eigene Pläne. Er erläuterte dem Autorenteam seinen ?Trennungs-Film?, und am Ende des Meetings war klar, dass ihr Comedy-Geschmack übereinstimmte und alle drei sich an diese Herausforderung wagen wollten.

Es brauchte noch etwas Zeit, bis sich das Projekt herauskristallisieren konnte, doch Ende 2004 verbrachten sie drei Monate gemeinsam in Vaughns zum Hauptquartier umfunktionierten Haus, wo sie täglich zwischen 12 und 20 Stunden am Drehbuch arbeiteten. Garelick lacht: ?Wir haben drei Monate lang bei Vince gewohnt?.

Während der Arbeit am Drehbuch haben Vaughn, Garelick und Lavender oft viele der Szenen durchgespielt und Dialoge improvisiert. ?Manchmal steigerte sich Vince wirklich in Schimpftiraden hinein, und wir bekamen so ganze fünf Seiten Material?, erinnert sich Lavender.

Garelick und Lavender waren davon überzeugt, den richtigen Ton getroffen zu haben, nachdem sie diese drei Monate lang so viel Feinarbeit geleistet hatten; laut ihrer Aussage gebühren Vaughn die Lorbeeren, da er immer ein wachsames Auge auf das Projekt hatte und die Kreativität zum Fließen brachte. Lavender meint: ?Vince hat dem gesamten Film seinen Stempel aufgeprägt?.

Nach Fertigstellung des Drehbuchs wurde Vaughn zum Produzenten und trug ?Trennung mit Hindernissen? in Hollywood zu Markte. Schon 2001 war er mit Jon Favreau als Produzent der Krimi-Komödie ?Made? tätig gewesen; ?Trennung mit Hindernissen? sollte die erste Produktion unter seinem neuen Banner Wild West Picture Show Productions werden. Schon bald war das richtige Filmstudio gefunden; nach einem halbstündigen Vorgespräch mit Universal Pictures war alles in trockenen Tüchern.

Produzent Scott Stuber sagt: ?Drehbücher für romantische Komödien sind eine echte Herausforderung, denn nur wenige Geschichten schaffen es, emotionale Risiken einzugehen und dabei nicht an Witz zu verlieren. Doch nachdem ich das Drehbuch gelesen und mich mit Vince und den Autoren getroffen hatte, war sofort klar, dass dies ein ganz anderer Film war, der gleichzeitig sehr witzig und gefühlvoll werden würde.?

Nachdem das Studio feststand, kümmerte sich Vaughn umgehend um einen Regisseur. Im Gespräch mit dem Studio tauchte der Name Peyton Reed auf, der die sprühende Romantik-Komödie ?Down with Love? mit Renée Zellweger und Ewan McGregor sowie den Kultklassiker unter der Cheerleader-Komödien, ?Girls United?, mit Kirsten Dunst gedreht hatte. ?Mir hat ?Down with Love? sehr gefallen, besonders seine Kameraarbeit. Der Rhythmus hatte es mir angetan?, berichtet Vaughn. ?Ich habe Peyton getroffen und fand ihn klasse ? sehr witzig und sehr intelligent?, berichtet Vaughn.

Reed las das Drehbuch zu ?Trennung mit Hindernissen? und war sofort daran interessiert. ?Ich war begeistert von der Idee, mit Vince zusammenzuarbeiten und eine Geschichte über zwei Menschen zu erzählen, die im weitesten Sinne als romantische Komödie in den Regalen der Videotheken rubriziert werden kann, die aber ganz und gar untypisch ist?, meint Reed. ?Das Drehbuch hatte auch einen gewissen Hauch von Mystery ? werden die beiden zusammenbleiben? Genau dieser Spannungsbogen hat mich interessiert.?

Der Regisseur meint auch: ?Dieses Genre gibt es schon so lange, dass die Leute ständig versuchen, dafür einen neuen Ansatz zu finden. An diesem Script hat mir gefallen, dass wir nicht das Aufblühen einer jungen Liebe begleiten, sondern das Sterben einer Beziehung. Eine Trennung ist eigentlich viel universeller als eine Liebe auf den ersten Blick.?

Nachdem Regisseur Reed mit an Bord war, wandte sich Vaughn an einen alten Freund, um das Produktionsteam zu vervollständigen. Peter Billingsley, der seinerzeit den jungen Ralphie im Feiertagsklassiker ?Fröhliche Weihnachten? spielte, hat sich seither als renommierter Produzent etabliert. Billingsley und Vaughn kennen sich bereits seit ihrer Jugend, als sie vor 15 Jahren gemeinsam für CBS in ?Schoolbreak Special? vor der Kamera standen. Jahre später arbeiteten sie zusammen an ?Made?, wobei Billingsley als Ko-Produzent fungierte. Er meint: ?Ich habe gerade mit Jon die Arbeit an ?Zathura? abgeschlossen und war für das neue Script sofort Feuer und Flamme.?

Die Abkehr von den stereotypen romantischen Komödien war nicht nur für die Filmemacher interessant, sondern auch für die benötigten Schauspieler. Brooke Meyers höchstpersönlich, alias Jennifer Aniston, erklärt: ?Ich fand es toll, dass dies keine dieser romantischen Klischee-Komödien ist, in der am Ende alles mit einer hübschen Schleife verpackt wird. Die Geschichte taucht tief in die Auflösung einer Beziehung hinein, und das ist nicht immer angenehm.?

Auf der Suche nach den Schauspielern: Das Casting zu ?Trennung mit Hindernissen? Die Filmemacher widmeten sich nun dem Casting; Billingsley erzählt: ?Wir entschieden uns dafür, ein Schauspielensemble zusammenzustellen ? nicht die Darsteller oder Standard-Komödianten, die man in einer romantischen Komödie erwarten würde.? Diese Philosophie brachte das Team um Vaughn dazu, sich auf die Suche zu machen und verschiedene Schauspieler vorsprechen zu lassen. Billingsley fährt fort: ?Die hochkarätigen Schauspieler, die wir für diesen Film engagiert haben, tragen sicherlich sehr zum Gelingen des Projekts bei.?

Regisseur Reed ist davon überzeugt, dass die positive Resonanz der Schauspieler dem Drehbuch ? und Vince Vaughn zu verdanken ist: ?Es ist schwer, nicht von Vinces Begeisterung mitgerissen zu werden. Viele unserer Schauspieler haben zuvor bereits mit Vince zusammengearbeitet; es sind Leute, zu deren großen Fans auch Vince und ich gehören. Außerdem haben wir über den Sommer in Chicago gedreht. Glücklicherweise konnten wir die Terminkalender der Mitwirkenden soweit umorganisieren, dass alles funktionierte.?

Vaughn, der selbst aus Chicago stammt, beschreibt seine Rolle: ?Gary ist der typische Durchschnittsamerikaner. Er meint es gut, ist positiv gestimmt. Aber Dinge, die ihm keinen Spaß machen, lassen ihn völlig kalt. Er ist etwas egoistisch und nicht sehr aufmerksam.?

Vaughn, Garelick und Lavender standen vor einem kleinen Dilemma, als es darum ging, zu entscheiden, welchen Beruf Gary ausüben sollte: ?Weite Teile des Films spielen sich in der Wohnung ab; daher wollten wir den Horizont etwas erweitern und auch außerhalb etwas passieren lassen?, meint Lavender. ?Wir wollten einen Beruf, der Vince dazu befähigt, sich voll auszuleben, und der gleichzeitig ganz typisch für Chicago sein sollte.?

So entstand die Idee, dass Gary als Tour-Guide in einem Doppeldecker-Bus arbeitet ? und setzte sich durch. ?Wenn wir Vince ein Mikrophon in die Hand drücken könnten, und zwar in einem Job, in dem er pausenlos quatschen kann ? dann waren wir uns sicher, dass alles gut werden würde?, sagt Lavender. ?Der Doppeldecker ist ein für Chicago so symbolträchtiges Bild und gab uns die Möglichkeit, die Geschichte auszuweiten. Wir konnten die Landschaft und die Highlights der Stadt einbauen und bei schönstem Wetter drehen.?

Es war eindeutig, dass eine überaus talentierte Schauspielerin ? die alle Pointen genauso zielsicher abliefert wie ihr männliches Gegenüber -, um die Rolle der Brooke zu spielen. Jennifer Aniston war von Beginn an die erste Wahl des Schauspielers und Produzenten. ?Schon während des Schreibens kam sie mir in den Sinn, denn sie ist nicht nur eine großartige Schauspielerin, sondern auch sehr liebenswert, warmherzig und anziehend?, sagt Vaughn. ?Jen ist äußerst aufrichtig und dazu noch wirklich witzig.?

Nach einem Treffen war auch der Regisseur der Meinung, Jennifer sei die Idealbesetzung: ?Als ich mit an Bord kam, war Vince natürlich schon Teil des Projekts, doch wir hatten Brooke noch nicht besetzt. Vince ist außerdem über 1,90 groß, also mußsten wir für diese Rolle jemanden finden, der an seiner Seite gut aussieht. Es mußs eine starke Frau sein, um mit Vinces blitzschneller Arbeitsweise auf der Leinwand mitzuhalten, und Jennifer macht das glänzend. Ich war begeistert von der Aussicht auf die mögliche Chemie zwischen diesen beiden Schauspielern.?

Aniston erinnert sich: ?Das Drehbuch war umwerfend. Es hatte alles, was ich liebe ? eine Kombination aus verschiedenen Ebenen von Drama und Komödie.? Die Schauspielerin beschreibt Brooke als die typische, Unterstützung gebende Freundin: ?Im Herzen ist sie eine Künstlerin, doch sie hat sich nicht wirklich entfalten können. Sie hat eine Beziehung, die sie so schon oft zuvor erlebt hat... und hofft, ein Muster zu durchbrechen, das sich schon so oft wiederholt hat.?

Jon Favreau, der vor zehn Jahren in ?Swingers?, der quintessentiellen Geschichte aus dem Nachtleben in Los Angeles, zum ersten Mal mit Vaughn zusammengearbeitet hat, wurde für die Rolle des Johnny O engagiert. Er spielt Garys eher grobgestrickten besten Kumpel, der aus der South Side von Chicago stammt. Vaughn beschreibt diese Freundschaft als die von ?zwei alten Teamkameraden?. Auch der Regisseur wusste, dass man hier einen Schauspieler einsetzen mußste, der Vaughn dabei unterstützt, Garys übelste Seite des männlichen Egos hervorzubringen.

?Auf verrückte Art und Weise ist es so, als würden sich die Kerle aus ?Swingers? jetzt zehn Jahre später in unserem Film wiedertreffen?, meint Reed. ?Jon und Vince haben einen so reibungslosen Rhythmus. Man sieht sie nebeneinander im Bild und weiß sofort, dass eine gemeinsame Vergangenheit sie verbindet. Ihre gemeinsamen Szenen standen im Drehbuch, aber ich habe ihnen viel Spielraum gelassen, um zu improvisieren und Spaß zu haben.?

Favreau freute sich sehr, sich wieder in einer Stadt aufhalten zu können, die einst seine Heimat war und so die Möglichkeit zu haben, an der Seite seines Kumpels einen ganz anderen Charakter darzustellen: ?Bei meiner vorherigen Zusammenarbeit mit Vince war ich die zentrale Figur und er der witzige Nebendarsteller. Es macht Spaß, die Rollen zu tauschen.?

Johnny O?s Gegenspielerin ist Addie, verkörpert von Joey Lauren Adams, eine weitere ehemalige Kollegin von Vaughn. Die Filmemacher engagierten sie für die Rolle als Brookes beste Freundin; im Film hat sie zwei Kinder und ist stets zur Stelle, um Brooke mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Vince Vaughn war ihre Verbindung zu diesem Projekt, denn beide kennen sich bereits seit Jahren.

Adams erzählt: ?Kennen gelernt habe ich Vince vor Jahren am The Dresden, und das war noch vor ?Swingers?. Ein paar Jahre später habe ich für ?Kein Vater von gestern? vorgesprochen, und Vince stand dort; seither sind wir Freunde.? Nachdem sie das Drehbuch gelesen hatte, war die Schauspielerin begeistert: ?Meiner Meinung nach werden hier Beziehungen sehr realistisch dargestellt, es hat Substanz. Und meine Rolle war nicht einfach nur die der besten Freundin ? Addie ist ein vielschichtiger, ausgefeilter Charakter.?

Addies Ehemann Andrew wird vom auch als ausführenden Produzenten fungierenden Billingsley gespielt, der in den vergangenen zehn Jahren nur in wenigen Filmen vor der Kamera stand: ?Eine Zeit lang habe ich die Schauspielerei unterbrochen, aber es macht großen Spaß, wieder vor der Kamera zu stehen.?

Billingsley wurde nach einer vorbereitenden Lesung für diese Rolle engagiert; nach etlichen Jahren steht er nun als Schauspieler neben Vaughn vor der Kamera und erklärt: ?Einige der Rollen waren noch unbesetzt, also habe ich in der Lesung vier oder fünf Parts übernommen, einfach damit das Casting weitergehen konnte.? Doch nachdem er als Andrew gelesen hatte, bestand die Gruppe darauf, dass er diese Rolle auch übernehmen sollte.

John Michael Higgins, dem Publikum bestens bekannt für seine witzigen Sprüche in Christopher Guests Filmen ?Best in Show? und ?A Mighty Wind?, wurde für die Rolle als Richard besetzt, Brookes pathologisch musikalischer Bruder. Als eifriges Mitglied der Tone Rangers, seiner rein männlich besetzten A-Cappella-Truppe, bildet Richard als sensibler Typ den Kontrast zu Garys biertrinkendem Durchschnittsmann.

?Ich fühle mich zu Figuren hingezogen, die keinerlei soziale Fähigkeiten zu haben scheinen?, lacht Higgins. ?Die Szene, mit der ich vorgesprochen habe, ist eine der denkwürdigsten des Films. Wir sind an dieser schön gedeckten Tafel, und plötzlich bricht es aus einer Person einfach so heraus und sie versucht, alle zum Singen zu bringen.?

Als die Filmemacher Higgins mitteilten, sie bräuchten jemanden mit A-Cappella-Gesangskenntnissen, scheute der Schauspieler nicht zurück. ?Eigentlich bin ich nicht der A-Cappella-Typ?, gibt Higgins zu. ?Vor langer Zeit habe ich mal mit einer Gruppe gesungen. Also sagte ich: ?Klar. Ich kann arrangieren. Ich kann eine Probe leiten.? Ich und meine große Klappe...?

Die Filmemacher nahmen Higgins beim Wort und betrauten ihn mit der Aufgabe, die Musik vorzubereiten, Arrangements zu schreiben, eine Gruppe von Sängern für diese Szenen zusammenzustellen und mit ihnen zu proben. ?Michael war der Verantwortliche, und er hat sich selbst übertroffen?, berichtet Lavender. ?Er hat diese unglaubliche Truppe mit extrem talentierten Sängern aus Los Angeles, New York und Chicago erschaffen.?

Die Besetzung der immerwährend verführerischen, zweimaligen Oscar-nominierten Schauspielerin Ann-Margret als Mrs. Meyers, Brookes und Richards Mutter, war für die gesamte Produktion ein echter Coup. ?Wir haben uns über die Rolle unterhalten und mit verschiedenen Ideen gespielt?, erinnert sich Reed. ?Jemand meinte, lasst uns doch Ann-Margret nehmen. Alle haben gelacht. Doch dann wurde es ernst, und wir fragten uns, ob es tatsächlich möglich wäre, die Ann-Margret zu engagieren... Und wir haben sie tatsächlich bekommen, das war für mich das Größte. Angefangen bei ?Tolle Nächte in Las Vegas? bis hin zu ?Die Kunst zu lieben? ? ihr gesamtes Werk ist beeindruckend.?

Die Schauspielerin interessierte sich aus mehreren Gründen für dieses Projekt: ?Als ich meine Szenen gelesen habe, mußste ich laut lachen. Ich habe mir vorgestellt, wie viel Spaß das machen würde. Und als meine Familie aus Schweden einwanderte, haben wir uns in Fox Lake, Illinois, niedergelassen. Also war es wirklich wunderbar, wieder in der Gegend von Chicago zu sein.?

Eine weitere Darstellerin, die zum Prestige des Projektes beitrug, war Judy Davis. Es war Jennifer Aniston, die sie so nebenbei für die Rolle als Brookes Chefin vorschlug: die brutal aufrichtige, exzentrische Galeristin Marilyn Dean. Auf Anistons Empfehlung hin schauten sich Vaughn, Garelick und Lavender die Filme mit Davis an, darunter Woody Allens ?Ehemänner und Ehefrauen?, für den die Schauspielerin mit einer ihrer beiden Oscar-Nominierungen bedacht wurde.

?Am folgenden Tag las ich dann gerade die USA Today im Hotelzimmer und fand eine Kolumne über Judy Davis?, erinnert sich Lavender. ?Es ging darum, dass sie eine der besten ?unbekannten? Schauspielerinnen der Gegenwart sei... und all ihre Filme wurden hoch gelobt.?

Die Filmemacher machten Davis in ihrem Heimatland Australien ausfindig, und sie stimmte dem Projekt zu. Aniston war von dieser Zusage zugegebenermaßen ?völlig begeistert?. Reed fügt hinzu: ?Das war eine schwierige Rolle, denn auf dem Papier ist Marilyn Dean eine große, eigenartige Persönlichkeit. Sie ist einfach merkwürdig, und Judy hat das meisterhaft vermittelt."

Für die Rolle von Brookes Vater, der eher zurückhaltend und Stammgast im Country Club ist, wurde Vince Vaughns Vater Vernon engagiert. ?Er ist mein Glücksbringer?, erzählt Vince Vaughn. ?Der erste Film, den Favreau und ich auf die Beine gestellt haben, war ?Swingers?, und mein Dad hat darin mitgespielt. Der Film ist gut gelaufen. Dann haben Favreau und ich ?Made? produziert, mein Vater hat mitgespielt und auch dieser Film hatte Erfolg. Also habe ich mir gedacht, die Drei ist eine Glückszahl. Unterbrich niemals eine Glückssträhne.?

In den Rollen von Vaughns Filmbrüdern sehen wir Vincent D?Onofrio und Cole Hauser. Gemeinsam mit Gary sind die Grobowski-Brüder die Eigentümer von 3-Brothers Bus Tours, der Firma, mit der sie die Tourismusbranche in Chicago ?auf dem Land, dem Wasser und in der Luft? erobern wollen.

?Als Vince und ich darüber sprachen, wer wohl Garys eher gesellschaftsuntauglichen älteren Bruder Dennis spielen könnte, haben wir uns auf Vincent D?Onofrio konzentriert?, meint Reed. ?Mir gefiel die Vorstellung, denn sie sehen wirklich fast wie Brüder aus, und Vincent ist ein großartiger Schauspieler. Wir konnten es kaum erwarten, ihn vorsprechen zu lassen und zu sehen, was er aus der Rolle machen würde. Und genau so kam es: zielsicher hat er uns total überrascht.?

Cole Hauser, vor allem durch seine dramatischen Rollen in Filmen wie ?Tigerland?, ?Weißer Oleander? und ?Paparazzi? bekannt, spielt Garys jüngeren, abenteuerlustigen Single-Bruder Lupus. ?Ich finde Cole toll, und ich kenne ihn seit langem?, erzählt Vaughn. ?Diese Rolle war ihm sozusagen auf den Leib geschrieben. Natürlich ist die Figur übertrieben ? Cole ist nicht so extrem wie Lupus -, aber sie basiert auf Dingen, die Cole wirklich gesagt und getan hat. Er ist ein wunderbarer Schauspieler und hat große dramatische Rollen gespielt. Es war schön, ihn auch mal von seiner komödiantischen Seite sehen zu können.?

In Anbetracht der Auswahl der Besetzung für die Grobowskis, wollte Reed die Familienmitglieder so porträtieren, dass Garys Persönlichkeit verdeutlicht wurde: ?Gary stammt aus dem Stadtviertel South Side; er ist nicht gerade der Typ, der sich abends nach der Arbeit zuhause alles von der Seele redet.? Auch seine Brüder sollten diese Verhaltensweise widerspiegeln. ?Man bekommt wirklich das Gefühl, dass diese polnischstämmigen Kerle aus Chicago eine brüderliche Beziehung haben.?

Die Schauspielerriege wird von Jason Bateman in der Rolle des Immobilienmaklers Riggleman und von Justin Long als Brookes außergewöhnlichem Kollegen Christopher abgerundet. Bateman ist ein weiteres Mitglied von Vaughns Comedy-Kreis und war vor kurzem gemeinsam mit dem Schauspieler in ?Starsky & Hutch? und in ?Voll auf die Nüsse? zu sehen. ?Ich habe das Drehbuch gelesen, aber das war eigentlich gar nicht wichtig?, meint Bateman. ?Denn um an einem solchen Projekt mitwirken zu können, würde man sogar bezahlen ? was ich fast getan hätte?, lacht er.

Justin Long arbeitete auch mit Vaughn und Bateman in ?Dodgeball? zusammen und wird demnächst in der neuen Komödie ?S.H.I.T. - Die Highschool GmbH? zu sehen sein. ?Er ist einer der witzigsten Kerle überhaupt, und der Rolle als Christopher hat er besonderen Charme verliehen?, sagt der ausführende Produzent Billingsley. ?Die Perücke, die androgyne Kleidung und die obszön hohen Absätze waren seine Idee. Er ist mit einer sehr klaren Vorstellung an die Rolle herangegangen.?

Nachdem alle Rollen besetzt waren und das solide Fundament des Drehbuchs feststand, wussten sowohl der Regisseur als auch die Produzenten, dass es nun losgehen konnte. ?Wir sind einen Schritt zurückgetreten, haben diese Ansammlung von Talenten betrachtet ? und waren uns bewusst, dass es kein witzigeres oder talentierteres Ensemble für diesen Film geben kann.?

Dem Drehbuch treu bleiben: Improvisation perfektionieren Nach Abschluss der Vorproduktion wussten Reed und Vaughn, dass sie nun eine ihrer Lieblingstätigkeiten aufnehmen konnten: Improvisieren. Reed hatte in Vaughn eine verwandte Seele gefunden, jemanden, der willens ist, über seinen Schatten zu springen, um genau den richtigen Take zu bekommen: ?Vince ist als Produzent ziemlich genau so wie auch als Schauspieler?, erklärt der Regisseur. ?Er ist unermüdlich. Er sprüht vor Energie, und er hat eine ganz klare Vorstellung von diesem Film. Er weiß genau, wo die lustigen und wo die dramatischen Momente sitzen müssen.?

Diese klare Vorstellung von Humor ebnete auch oft den Weg für die Improvisation. Reed sagt: ?Vince und Jen hielten sich sehr genau an die Drehbuchvorlage. Doch nach einigen Takes, als wir wussten, dass wir alles im Kasten hatten, haben wir sie einfach machen lassen. Und genau da wächst Vince über sich hinaus, genau das genießt dann das Publikum. Die komödiantischen Elemente sind so unmittelbar, man kann ihn dabei beobachten, wie seine Gedanken Form annehmen.?

Auch Jennifer Aniston genoss diese Rollenverteilung während der Dreharbeiten zu den blitzschnellen Wortgefechten, die sie sich mit Vaughn lieferte sowie den Freiraum, um sich darüber hinauszuwagen, wenn es Zeit war, den Drehbuchtext hinter sich zu lassen: ?Es war wunderbar, wie wir uns die Bälle zugeworfen haben ? das Tempo war großartig. So etwas erlebt man nicht oft?, gibt sie zu. ?Ich hatte das bei ?Friends?, aber diese Serie lief ja auch zehn Jahre lang.?

Zur Arbeit mit seinem langjährigen Comedy-Partner Jon Favreau meint Vaughn: ?Jon kam herein und hat seine Rolle gespielt... wir konnten einfach zwei Kameras aufbauen und improvisieren. Fav ist einer der Schauspieler, mit denen man so etwas wagen kann, wobei man genau weiß, worauf es in der jeweiligen Szene ankommt. Ich würde sagen, 70 Prozent aller Szenen sind vollständig improvisiert und entstanden aus der Stimmung heraus direkt vor Ort.?

Schauspielerin Joey Lauren Adams empfand es auch als erfrischend, an einem für Improvisation offenen Set zu arbeiten: ?Peyton kommt aus der Schule der Improvisation: mach das, was du willst, wobei du dich wohl fühlst; lass? es uns einfach versuchen, lass? uns die Szene durchspielen. Auch Vince improvisiert sehr gut, also haben wir normalerweise erst ihn aufgenommen. Er greift sich praktisch die Szene und entwickelt sie; wenn sich die Kamera dann auf dich richtet, fühlt man sich wohl dabei, es genauso zu machen. Man versucht Schritt zu halten ? aber das ist bei Vince gar nicht so einfach.?

Meine Stadt: Dreharbeiten in Chicago Die Entscheidung, ?Trennung mit Hindernissen? vollständig in Chicago zu drehen, war genauso wichtig wie die Besetzung der Rollen. Viele der Schauspieler haben auch eine persönliche Beziehung zur ?Windy City?, aber ausschlaggebend war Vaughns unbezähmbarer Wunsch, in seiner Heimatstadt zu drehen. Und Chicago selbst zeigte sich einverstanden.

?Ich bin in der Vorstadt von Chicago aufgewachsen; damals sah ich Filme wie ?Blues Brothers? und die großen John-Hughes-Filme?, erzählt Vaughn. ?In mehrfacher Hinsicht ist ?Trennung mit Hindernissen? ein Liebesbrief an Chicago; deshalb bietet diese Stadt auch die perfekte Kulisse für diesen Film. Es ist ein sehr realer, sehr amerikanischer Ort. Man kann sich mit diesem Hintergrund identifizieren, denn dieser Ort wirkt auf die Menschen im gesamten Land zugänglich.?

Die Dreharbeiten fanden in oder um bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt statt: im Millennium Park, am Wrigley Field, in der berühmten Einkaufsmeile Michigan Avenue (wo die Galerie von Marilyn Dean liegt), im Wrigley Building, im Stadtviertel South Side (wo Johnny O?s Bar Skylark liegt), am Chicago River, an der Buckingham Fountain, im Smith & Wollenskys Steakhouse sowie im feinen Nachtclub Sound-Bar.

Reed berichtet: ?Es ist ein Film, der nirgendwo anders spielen könnte. Genau wie sich in Woody Allens Filmen alles um New York dreht, geht es in diesem Film immer um Chicago. Das Drehbuch hat auf raffinierte Weise die verschiedensten Aspekte des Lebens in dieser Stadt einbezogen; gemeint ist damit das übrige Amerika und die typische Lebensweise des Durchschnittsamerikaners.?

Die Filmemacher beabsichtigten auch, die Ereignisse im Film an die wirkliche Stadt anzupassen. Der Treffpunkt für die Stadtrundfahrt mit dem 3-Brothers Bus zum Beispiel befindet sich direkt vor dem Wrigley Building, ein ganz logischer Standort für einen Touristenbus. ?Alles, angefangen von der Struktur der Szenen bis hin zu den Locations, wurde so gehandhabt, damit diese Orte so wirken, wie sie wirklich sind, und damit die Schauspieler dort so vorgehen, wie sie es als echte Menschen auch tun würden?, berichtet Billingsley.

Favreau, der selbst einige Jahre lang in Chicago lebte, ist der Meinung, diese Liebe zum Detail komme bei den Einwohnern der Stadt gut an: ?Als ich dort wohnte, gab es nur wenige Filme in dieser Art, und ich weiß, dass die Chicagoer Bürger diese Genauigkeit in der Darstellung zu schätzen wissen.? Die Bemühung um Authentizität durchdrang die gesamte Produktion. Kostümdesignerin Carol Oditz sagt: ?Ich wollte den Film auf Chicago abstimmen; die gesamte Garderobe von Vince stammt aus Chicago ? nicht aus New York oder Los Angeles. Das war unsere Richtlinie.?

Insgesamt hieß die Stadt die Filmemacher herzlich willkommen. ?Anders als in New York oder Los Angeles sind die Menschen in Chicago noch wirklich aufgeregt, wenn eine Filmcrew in der Stadt ist?, meint Reed. ?Vom Standpunkt der Kamera aus gesehen ist Chicago eine der schönsten Städte, die ich jemals gesehen habe. Der Sommer ist überwältigend, die Architektur großartig, das Essen wunderbar.?

Aufgabenverteilung: Die Designer machen sich an die Arbeit Produktionsdesigner Andrew Laws, der mit Regisseur Reed bereits an ?Down with Love? zusammengearbeitet hat, drehte gerade einen anderen Film in Chicago ab, als er das Drehbuch zu ?Trennung mit Hindernissen? las. ?Ich war begeistert von der Vorstellung, dass dieser Film eine Hommage an Chicago ist?, sagt Laws.

Da fast zwei Drittel des Films in der Wohnung von Brooke und Gary spielen, mußste man jede Entscheidung bezüglich dieses Sets gründlichst abwägen. Schon frühzeitig zogen die Filmemacher einen bestehenden Drehort in Betracht und machten sich in der ganzen Stadt auf die Suche; leider bot diese Option nicht genügend Flexibilität. ?Es gab gewisse Einschränkungen bezüglich der Ausmaße der Wohnung?, berichtet Laws. ?Es war nur ein Schlafzimmer vorgesehen und sollte auf typische Weise eingerichtet sein. Da wir rund fünf Wochen lang dort drehen sollten, hätten wir uns übereinander stapeln müssen...?

?In einer echten Wohnung zu drehen kann sehr hart sein, denn es wohnen ja Leute darunter oder darüber; vielleicht finden sie es in der ersten Nacht noch interessant. Aber nach vierzehn Tagen regen sich die Nachbarn fürchterlich auf, wenn man um vier Uhr nachts dreht?, stellt Vaughn fest.

Schließlich wurde die Wohnung im Studio aufgebaut, damit das Kreativteam ?dieses Set den Bedürfnissen des Films und der Entwicklung des Drehbuchs anpassen konnte?, so Laws. Da Studiofläche in Chicago knapp bemessen ist und zwei weitere Produktionen dasselbe Gelände nutzen wollten, hatten die Filmemacher großes Glück, die riesige Anlage der National Guard Armory nutzen zu können.

Laws entwickelte den Grundriss eines in den 1920er Jahren erbauten Wohnhauses und orientierte sich dabei an einem echten Chicagoer Gebäude. ?Es sollte wie ein Altbau wirken?, meint der Designer. Nachdem die Pläne grünes Licht bekamen, wurde eine Plattform errichtet, um die Wohnung vom Boden anzuheben, damit der Blick aus den Fenstern realistisch wirkt. Oberhalb der Plattform wurde ein Gerüst für die Beleuchtung angebracht. ?Dann baut man alles Weitere langsam auf, zieht die Mauern hoch, verputzt sie, kümmert sich um die Details?, fügt Laws hinzu. Zu diesen Details gehörten auch die funktionale Hardware, die Fenster, das alte Glas und die Textur der Wände.

Das gesamte Set wurde etwas größer als eine herkömmliche Wohnung erbaut, um den Realismus zu betonen. ?Genau das habe ich immer zu Andrew gesagt: Es mußs echt aussehen. Man darf keinen Augenblick erahnen, dass man sich auf einem Filmset befindet, sondern mußs davon überzeugt sein, dass die beiden wirklich dort wohnen?, meint Regisseur Reed. ?Andrew hat großartige Arbeit geleistet. Alle Details, die Farben, der Verputz... es ist wundervoll.?

Reed wusste, dass die Ausleuchtung der Wohnung genauso wichtig ist wie das Design selbst: ?Das ganze sollte absolut realistisch wirken. Vince und ich haben intensiv darüber gesprochen, dass wir beide diese hell ausgeleuchteten, flachen Komödien verabscheuen?, meint der Regisseur. ?Ich habe einige visuelle Bezugspunkte mitgebracht, darunter die Woody Allen-Filme, die Gordon Willis in den 70ern und 80ern gedreht hat und die wirklich den Raum und die Atmosphäre der Stadt einfangen.?

Laws arbeitete eng mit Kameramann Eric Edwards zusammen, der für die Beleuchtung der künstlich errichteten Wohnung verantwortlich war ? sie sollte wie ein lebendiger Wohnraum wirken, inklusive der Ausblicke auf die Skyline von Chicago. ?Die Art und Weise, in der dieses Set errichtet wurde, ergab für uns einen wundervollen Arbeitsplatz?, sagt Edwards. ?Alles war eine Nuance größer, und Andrew setzte diese antiken Glasfernster ein, die ihre Aufgabe bestens erfüllten und dabei halfen, den Eindruck zu vermitteln, dass dahinter wirklich echte Gebäude zu sehen sind.?

Aniston hat sich in diese Wohnung verliebt... und zwar so sehr, dass sie zugibt, das Set nach den Dreharbeiten nur ungern verlassen zu haben: ?Man kann verstehen, warum Brooke und Gary sich wegen dieser Wohnung streiten. Es ist ein großartiges Apartment!?, lacht sie.

Kostümdesignerin Oditz legte ihr Augenmerk ebenfalls auf die Details; sie wusste die Tatsache zu schätzen, dass sie ?am Set wirklich das Gefühl hatte, ein Filmemacher mit dem Spezialgebiet Kostüm zu sein. Vince und Peyton bringen alle am runden Tisch zusammen; jeder darf seine Ideen vortragen.?

Er hat gesagt, sie hat gesagt: Eine Lektion lernen Diese Liebe zum Detail ist in allen Bereichen von ?Trennung mit Hindernissen? zu erkennen: in der Produktion, in der Kameraarbeit und im Kostümdesign. Die Filmemacher wussten, dass dies eine Geschichte ist, die aufrichtig ? und mit genau der richtigen Dosis an komödiantischem Timing ? erzählt werden mußs, denn Brooke und Gary sind unschuldige Opfer, aber auch schuldige Beteiligte an der Auflösung ihrer Beziehung.

Der Regisseur meint: ?Wir haben alle erdenklichen Mühen auf uns genommen, damit man für beide Seiten Verständnis aufbringt. Es war uns wichtig, dass die Story ausgeglichen erzählt wird; im Film ergreifen wir weder für Gary noch für Brooke Partei. Es werden zwei Menschen gezeigt, die echte Probleme haben ? Menschen, die Zuneigung füreinander verspüren, die aber an einem Punkt angekommen sind, wo sie diese Gefühle nicht mehr ausdrücken können.?

Für Vaughn beginnt an diesem Punkt die echte Komödie: die alltäglichen Situationen, wo Banalitäten der Auslöser für großes Gelächter sind... und uns die wichtigsten Lektionen erteilen. ?Ich mag Komödien, bei denen man auf Situationen blickt, die einerseits sehr witzig, andererseits aber auch sehr ungemütlich sein können?, erläutert der Schauspieler und Produzent.

Sein Fazit lautet, dass im Comedy-Genre ?der Film ?Trennung mit Hindernissen? uns eigentlich eine Warnung sein sollte: Wenn man jemanden liebt, diese Person aber als selbstverständlich hinnimmt und nicht mit ihr kommuniziert, dann kann man eine einst schöne und positive Beziehung zerstören. Es ist möglich, eng mit jemandem verbunden zu sein ? aber Beziehungen brauchen Aufmerksamkeit und Pflege. Letztendlich misst man den Erfolg einer Beziehung nicht daran, ob sie gehalten hat, sondern daran, ob sie zur persönlichen Weiterentwicklung der Beteiligten beigetragen hat. Wichtig ist also, dass man aus seinen Erfahrungen lernt.?

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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