Candy - Reise der Engel

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Titel Deutschland: Candy - Reise der Engel
Titel USA: Candy
Genre: Drama
Farbe, Australien, 2006

Kino Australien: 25. Mai 2006
Kino Deutschland: 21. September 2006
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 108 Minuten, FSK 16



Audio-Feature

Inhalt Dan, ein junger romantischer Gelegenheitsdichter und Junkie, ist hoffnungslos in Candy verliebt. Durch Dan erwacht Candys Neugierde auf die Droge und nach kurzer Zeit dreht sich alles nur noch um den Heroinrausch. Dort finden sie unbegrenzte Lust. Ihr gemeinsamer Freund und Mentor Casper, ein ebenfalls süchtiger Professor, versorgt sie immer wieder mit Drogen.

Doch mit der Abhängigkeit verlieren sie alles, was sie suchten - eine gemeinsame kreative Welt als Künstler. Schnell kehrt der Drogenalltag ein, mit Beschaffungskriminalität und Prostitution. Candys Eltern sehen hilflos zu, wie das Leben ihrer Tochter immer mehr zum Sumpf wird.

Candy öffnet die Tür zu einer bizarren Traumwelt, die nach und nach von der Realität der Heroinsucht zerstört wird ...


Trailer Deutschland
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Darsteller & Stab Darsteller: Heath Ledger (Dan), Abbie Cornish (Candy), Geoffrey Rush (Casper), Tony Martin (Mr. Wyatt), Noni Hazlehurst (Mrs. Wyatt), Tom Budge (Schumann), Roberto Meza Mont (Jorge)

Stab:Regie: Neil Armfield • Produktion: Margaret Fink, Emile Sherman • Drehbuch: Luke Davies, Neil Armfield • Vorlage: Roman "Candy" von Luke Davies • Filmmusik: Paul Charlier • Kamera: Garry Phillips • Spezialeffekte: Conrad Rothmann (Supervisor) • Ausstattung: Robert Cousins • Schnitt: Dany Cooper • Kostüme: Jodie Fried • Maske: - • Ton: Mark Blackwell • Ton(effekt)schnitt: Damian Candusso, Michael McMenomy • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Der gefeierte australische Theaterregisseur Neil Armfield erzählt in Candy die Geschichte einer tiefen, romantischen und leidenschaftlichen Liebe und einer Sucht, die sie fast zerstört. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Luke Davies und zeigt in drei Abschnitten die Reise der Liebenden Candy und Dan, vom "Himmel", hinab in die Realität, der "Erde", bis in die erbarmungslose Tiefe der "Hölle". Heath Ledger (Dan) und Abbie Cornish (Candy) beeindrucken als junges Paar, das sich in seiner Leidenschaft und seiner Drogensucht verliert und beinahe davon zerstört wird. Abbie Cornish gelingt es ohne falsche Sentimentalität, das Portrait einer jungen Künstlerin zu zeichnen, deren Lust auf das berauschende Leben in einer Traumwelt sie bis an den äußersten Rand der Drogensucht bringt. Heath Ledger verleiht Dan einen unschuldigen Optimismus, der aber zu schwach ist, um den Weg aus der Abhängigkeit heraus zu finden. Candy beschreibt zwar auch die üblichen Probleme der Sucht, wie Beschaffungskriminalität, Prostitution und Probleme mit der Familie, zentral bleibt jedoch die Liebe von Dan und Candy und der langsame Verfall des anfänglichen Glücks. Der australische Ausnahmeschauspieler Geoffrey Rush brilliert in der Rolle von Candys und Dans Mentor und Freund, Casper. Seine Rolle wurde extra für den Film vergrößert und ihm auf den Leib geschrieben. Candy ist keine gewöhnliche Liebesgeschichte und keine gewöhnliche Tragödie", sagte Neil Armfield über seinen Film. "Sie ist eine Parabel auf die Liebe, eine Liebe, die Gefahr läuft, sich selbst zu verzehren."

Filmbewertungsstelle: Beinahe dokumentarisch kommt dieser australische Spielfilm daher, was vor allem der großen darstellerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller geschuldet ist, aber auch der sicheren Führung der Nebenrollen, die der Ambivalenz der Gefühle und der Vielschichtigkeit der Probleme der Hauptdarsteller ein sehr hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Tiefe geben. Die schnörkellose Kamera, das realistische Setting, die stellenweise beinahe dokumentarische Milieustudie und das sichere Gefühl für Timing ziehen den Zuschauer in den Bann dieser sehr persönlichen Geschichte, die trotzdem Raum für Universalität einzelner Aspekte der Geschichte lässt und dafür eine überzeugende visuelle Bildsprache findet. Es wird dem Zuschauer immer wieder zugemutet, am Leid der beiden Hauptdarsteller beinahe körperlich teilzuhaben, und dennoch gelingt es, keine Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit zu verbreiten oder andererseits in ein Hollywood-gerechtes Happy End abzugleiten. Candy ist engagiertes, aufwühlendes, mitreißendes Kino auf höchstem Niveau.

film-dienst 19/2006: Der Film beeindruckt durch seine konsequent durchgehaltene Erzählperspektive, die jede moralisierende Betrachtung ausschließt, mitunter aber das Mitgefühl des Zuschauers auf die Probe stellt. Beeindruckende Darsteller und ein intensiver Soundtrack tragen den Film über kleinere dramaturgische Schwächen hinweg.

Filmplakat
Szenenfoto
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