Lapislazuli - Im Auge des Bären

Produktionsnotizen

La·pis'la·zu·li, m., blauer Halbedelstein; Synonym Lasurstein, lateinisch lapis ?Stein? + Genitiv von lazulum, romanische Nebenform zu lazur(ium) ?Blaustein, Blaufarbe?

Lapislazuli ist seit 9.000 Jahren als Schmuck- und Heilstein in Verwendung. In den alten Kulturen Mittelasiens und der Antike wurde er zu kultischen Zwecken und als Farbstoff benutzt.

Als kubisch-tertiäres Mineral hilft Lapislazuli, einengende Verhaltensmuster, insbesondere die Neigung zu Zurückhaltung und Kompromissen, aufzulösen. Im Halsbereich getragen erleichtert er, Kritik anzunehmen sowie selbst Unangenehmes zur Sprache zu bringen, um einmal alles los zu werden, was einem "im Halse steckt".

Lapislazuli stärkt die Authentizität, man zeigt sich so, wie man ist. Daher wird er auch der Stein der Wahrheit genannt.

Zurückhaltung, Dinge, die wir nicht "schlucken" wollen oder Unausgesprochenes führt oft zu Enge-, Einschnürungs- und Beklemmungsgefühlen im Hals. Kehlkopf-, Stimmband- und Halserkrankungen sind mitunter die Folge. Da Lapislazuli hier die zugrunde liegenden Muster auflöst, ist er als Heilstein besonders hilfreich bei Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Erkältungskrankheiten.

Der "Himmelsstein" verleiht geistige Klarheit, ermöglicht sich von "dunklen Mächten", wie z. B. negativen Gedanken, zu befreien.

Insgesamt ist er ein sehr intensiver Stein, der uns unsere tiefsten Tiefen zeigt und uns aber auch Kraft zur Transformation und Einsicht gibt.

Staub aus Edelsteinen In ?Lapislazuli? geht es um einen jungen Neandertaler, der Tausende von Jahren in einem Alpengletscher eingefroren war und in unserer Gegenwart zu neuem Leben erwacht. ?Der Titel spielt auf das Brauchtum der Neandertaler an?, sagt Produzent Danny Krausz. ?Sie schabten den Halbedelstein zu blauem Puder und färbten sich damit Haut und Haare.?

?Zunächst war vorgesehen, dass unser Held Bataa die ganze Zeit blau gefärbte Haare trägt?, fügt Regisseur Wolfgang Murnberger hinzu. ?Für mich wirkte das aber zu sehr wie auf einem Maskenball. Wir haben die Verwendung der Farbe also stark reduziert. Aber wir machen deutlich, dass das Lapislazuli-Blau eine große kultische Bedeutung für Bataas Stamm hatte.?

Es reizte Murnberger, die heutigen Menschen mit einem Reisenden aus einer anderen Zeit zu konfrontieren: ?Er ist kein Außerirdischer, sondern ein ,Außerzeitlicher?, der im weitesten Sinn mit unseren Vorfahren verwandt ist. Das ist eine Frage, die auch Wissenschaftler reizt: Wie wäre das, wenn er mit unserer Gegenwart konfrontiert wäre??

Dabei wollte Murnberger die nahe liegende, häufig sehr beliebige Situationskomik, wie man sie in klamaukigen Kinderkomödien oft erlebt, unbedingt vermeiden: ?Ich sehe unsere Geschichte jetzt eher wie einen klassischen Film der 70er-Jahre, in dem Ökologie eine Rolle spielt, in dem die komischen Szenen nicht das gehaltvolle Grundthema überlagern. Es geht mir um die menschliche Dimension, um die Begegnung zweier sehr unterschiedlicher Helden, die große sprachliche Verständnisschwierigkeiten haben, was aber wiederum hilft, die zwischenmenschlichen Gefühle in den Vordergrund zu rücken. Genau das hat mich interessiert. Es ist ein Film über Freundschaft: Zwei Fremde begegnen einander und kommen sich allmählich näher.?

?Lapislazuli? ist zwar in einem sehr realen Umfeld angesiedelt, aber dennoch hat das Auftauchen des Neandertalers in den Alpen auch eine fantastische Dimension. ?Deshalb zeige ich am Anfang den durch das All trudelnden Meteoriten, um eine gewisse märchenhafte Stimmung zu erzeugen ? die Atmosphäre des Films soll anfangs nicht allzu realistisch erscheinen.?

?Bereits mein Abschlussfilm an der Filmschule, ?Himmel oder Hölle?, war ein Kinderfilm für Erwachsene?, berichtet Murnberger. ?Ich habe seitdem realistische Filme, Arthouse-Filme und viele Genre-Filme fürs Fernsehen gedreht, wollte aber schon seit längerem auch mal einen ausgesprochenen Kinderfilm machen. Denn meine drei kleinen Kinder fragen mich öfter: ,Warum dürfen wir nicht sehen, was du machst?? Sie haben Recht: So ein Film war längst überfällig. Meine Frau hat alle Drehbuchfassungen zu ?Lapislazuli? gelesen und mich nicht nur sehr bestärkt, den Film zu machen, sondern hat auch einige wichtige Ideen beigesteuert.

?Wir haben neun Filme mit Wolfgang Murnberger gemacht?, sagt Produzent Danny Krausz. ?Er ist berühmt für seine gesellschaftskritischen Krimis ?Komm, süßer Tod? oder ?Silentium? nach den Büchern von Wolf Haas, hat aber auch schon mit jungen Darstellern gedreht. Doch das spielte diesmal keine Rolle. Ich selbst habe ihn für dieses Projekt vorgeschlagen, als wir für das vorhandene Drehbuch einen Regisseur suchten. Wir brauchten einen kreativen, einfühlsamen Regisseur, der auch thematisch noch einmal Hand anlegt. Wolfgang hat Kinder ? wie ich auch. Ich fragte ihn einfach: ,Willst du mal etwas ganz anderes machen?? Denn ich zweifelte keinen Moment, dass ?Lapislazuli? ein Thema für ihn war. Ungewöhnlich war eher, dass er sich mit einem schon entwickelten Stoff auseinandersetzen mußste. Er hat dann zum Drehbuch entscheidende Veränderungen beigetragen, so dass im endgültigen Skript neben Volker Krappens Handschrift deutlich auch Wolfgangs zu spüren ist. Ich bin ihm sehr dankbar, weil er sich innerhalb kurzer Zeit in den Stoff eingearbeitet hat, denn wir hatten nicht viel Zeit ? wir mußsten unbedingt den nahenden Sommer für die Dreharbeiten nutzen. Zu diesem Zeitpunkt war die Finanzierung noch nicht einmal ganz gesichert.?

Und Krausz fährt fort: ?Wir werden auch weiterhin Wolf-Haas-Stoffe mit Wolfgang Murnberger verfilmen, aber durch einen Kinderfilm wie ?Lapislazuli? vermeiden wir das Schubladendenken ? wir wollen uns nie eindeutig festlegen.?

Über seine Hauptfigur sagt Murnberger: ?Es geht nicht so sehr darum, Bataa als Neandertaler zu identifizieren. Viel wichtiger war mir, dass er exotisch aussieht, sich von uns Menschen der Gegenwart unterscheidet. Auf jeden Fall wollen wir das Klischee vermeiden, dass die Neandertaler geistig minderbemittelt waren. Wir zeigen in unserem Film das Gegenteil: Bataa kommt im Gegensatz zu den modernen Menschen in der Natur bestens zurecht.?

Und der Darsteller des Bataa, der 13-jährige australische Aborigine Clarence John Ryan, fügt hinzu: ?Auf die heutigen Menschen im Film wirkt Bataa dumm, er spricht ein unverständliches Kauderwelsch, aber der Eindruck täuscht ? er ist sehr intelligent und kennt sich in der Natur der Berge bestens aus. Erst als er in die Großstadt kommt, versteht er die Welt nicht mehr ? genauso erging es mir, als ich aus Australien nach Österreich kam.?

?Lapislazuli? ist das erste produzierte Drehbuch des Hamburger Kinderbuchautors Volker Krappen. ?Als Volker uns als Produktionspartner akzeptierte, war mir klar, dass ich mich sehr sensibel auf ihn einstellen mußste?, sagt Produzent Krausz. ?Denn natürlich ist es schwer für ihn, sein ,Baby? loszulassen. Es ist uns im Laufe der Zusammenarbeit gelungen, eine Vertrauensbasis zu schaffen. Mir lag daran, dass wir das Skript zusammen mit Regisseur Murnberger weiterentwickelten, und Volker nahm unsere Ideen gern auf, dachte sich ständig neue Alternativen aus. Und er hat unglaublich fleißig recherchiert. Inzwischen bearbeitet er seinen Stoff auch als Kinderbuch, das zum Filmstart erscheinen wird.?

?Wir haben zwar auf Deutsch gedreht, ansprechen wird der Film aber Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt?, sagt Krausz. ?Und egal ob der Film im Ausland synchronisiert oder untertitelt wird ? eines mußs man nicht verändern: Bataas Sprache, die man überall oder nirgends ? versteht.?

Autor Volker Krappen hat intensiv Sprachforschung betrieben ? die Schnalzlaute sind tatsächlich prähistorisch, soweit sich das überhaupt wissenschaftlich rekonstruieren lässt. ?Auf dieser Basis formuliert Volker Bataas Sprache, die in ihrer Fremdheit große Aussagekraft hat?, berichtet Krausz. ?Regisseur Murnberger und auch Darsteller Clarence John Ryan haben den Vorgaben des Autors weitere Elemente hinzugefügt. dass Clarence nicht Deutsch sprechen kann, ist in diesem Fall ein Glück ? so fällt es ihm leichter, die vom Drehbuch vorgegebene Sprachbarriere darzustellen, weil er sie mit seiner Muttersprache Englisch tatsächlich überwinden mußste.?

Bataa trifft in den Bergen zunächst auf das Hamburger Mädchen Sophie (Julia Krombach). Dazu sagt Clarence: ?Meine Szenen mit Julia habe ich sehr real erlebt: Sie sprach Deutsch und ich habe buchstäblich nichts verstanden. Ich machte also genau Bataas Erfahrungen ? das mußste ich nicht spielen. Insofern fielen mir diese Szenen auch nicht schwer.?

Besetzung: Auf der Suche nach dem Jungen aus dem Eis Über die Besetzung des jungen Helden sagt Danny Krausz: ?Es gab grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder wir verwenden einen europäischen Jungen oder auch kleinwüchsigen Schauspieler, der dann eine Maske tragen würde. Wir haben uns talentierte Leute angesehen, einige kamen in die engere Wahl. Die Alternative war ein Aborigine, ein Ureinwohner Australiens. Voraussetzung für diese zweite Möglichkeit war jedoch, jeden ethnischen Konflikt von vornherein auszuschließen, der sich ergeben könnte, wenn man einen Aborigine bittet, einen Neandertaler zu spielen. Claudia Krebs, die diese Variante der Besetzung mehrmals ins Spiel brachte und ich entschieden daher, dass ich diesbezüglich Erkundigungen einholen sollte. Ich rief befreundete Produzenten in Australien an und fragte: ,Ist es für euch vorstellbar, dass man einen Aborigine ersucht, einen Neandertaler darzustellen? Darf man das? Ist das politisch korrekt? Wir wollen in kein Fettnäpfchen treten, niemanden verletzen.? Das war im Vorfeld also die wichtigste Frage.?

Die spontane Antwort aus Australien: Es gibt viele Aborigine-Familien, die im Film- und Theaterbereich tätig sind, großen Spaß daran haben und in solchen Rollen aufgehen. Sie sehen also kein Problem darin, europäische Urmenschen darzustellen. ?Erst dann haben wir uns getraut, mit einer Agentur vor Ort geeignete Darsteller zu suchen?, berichtet Krausz weiter. ?Unsere australische Besetzungschefin Faith Martin hat sehr sorgfältig gearbeitet und uns eine Menge Videobänder und Probeaufnahmen zur Verfügung gestellt; auf der Suche nach Bataa fuhr sie in die entlegensten Gebiete. Dadurch konnten wir persönlich auf die Suche in Australien verzichten, die wir ursprünglich für nötig hielten. Die australische Agentur hat per Video und Internet so gut mit uns kommuniziert, dass es auch ohne unsere Anwesenheit ging ? dank Faith Martin.?

Aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse entstand so das Konzept der Hauptfigur, die dem Aussehen eines Neandertalers entspricht ? niemand kann mit Sicherheit sagen, wie hell oder dunkel die Hautfarbe der Menschen damals war. Für uns ist Bataa der Neandertaler.

?In den Museumszenen ist eine Gruppe von nachgestalteten Neandertalerfiguren zu sehen, die zwar helle Hautfarbe haben ? aber diese Darstellung ist durchaus nicht verbindlich?, sagt Krausz. ?Wir wollen jedenfalls einen möglichst realistischen Neandertaler zeigen.?

Das Casting in Australien zog sich über vier, fünf Monate hin, von den Großstädten bis in kleinere Orte. Schließlich kamen im westaustralischen Perth Clarence John Ryan und ein weiterer Junge in die engere Wahl ? mit beiden machten die Filmemacher in München Testaufnahmen zusammen mit Kandidatinnen für die Sophie, deren Besetzung damals auch noch nicht feststand. Es galt, zwischen fünf, sechs sehr talentierten Mädchen zu entscheiden.

?Die Probeaufnahmen in München haben wir sehr sorgfältig inszeniert ? tief emotionale Szenen, anhand derer man das Zusammenspiel der Kandidaten gut testen konnte?, sagt Krausz. ?Nach einer Woche hatten wir uns alle gemeinsam inoffiziell bereits für ein Hauptdarstellerpaar entschieden. Doch Regisseur Murnberger warnte uns aus Erfahrung: ,Warten wir erstmal ab, bis wir die Videobänder angeschaut haben, auf denen wirken die Darsteller häufig völlig anders als beim Dreh.? Wir schauten uns also die Bänder an und kamen daraufhin tatsächlich zu einem ganz anderen Ergebnis. Sowohl bei Bataa als auch bei Sophie entschieden wir uns für andere Darsteller, nämlich für Clarence und Julia ? und diese Entscheidung war hundertprozentig richtig: Ihre Leistungen berühren uns wirklich sehr.?

Clarence John Ryan wusste schon im Alter von sieben Jahren, dass er Schauspieler werden wollte. Seitdem nimmt er regelmäßig Schauspielunterricht. Er hat zwar bereits Erfahrungen auf der Bühne und ist in Kurzfilmen aufgetreten, gibt aber mit ?Lapislazuli? sein Spielfilmdebüt.

Bei der Auswahl der Sophie konzentrierte sich die Suche auf Deutschland und Österreich, wobei sich Claudia Krebs, die Partnerin von Drehbuchautor Volker Krappen, intensiv engagierte ? viele Kandidatinnen fand sie über Agenturen, einige kannte sie bereits aus Erfahrung von anderen Produktionen. Die Wahl fiel schließlich auf Julia Krombach aus München.

?Mit Julia bin ich sehr gut ausgekommen?, sagt Clarence über die Darstellerin der Sophie. ?Sie spricht fließend Englisch, und sie ist eine gute Schauspielerin, hat bereits eine ganze Reihe von Filmen gemacht. Vor allem aber hat sie keinerlei Starallüren, fügt sich sehr gut ins Team ein.? Und Julia fügt hinzu: ?Wir haben uns richtig angefreundet. Überhaupt haben sich für mich durch die tolle Arbeit im Filmteam viele neue Freundschaften ergeben.?

Weil Clarence nur Englisch spricht, mußsten die Filmemacher sicherstellen, dass Regisseur Murnberger sich bei seinen Regieanweisungen bis in die letzte Nuance verständlich machen konnte. Deshalb war der eigens engagierte Übersetzer und Kinderbetreuer Roman Kummer am Set immer in der Nähe. Aber innerhalb von wenigen Tagen verstand sich Clarence derart gut mit dem Team, dass die direkte Kommunikation hervorragend funktionierte.

?Wolfgang Murnberger hat immer für gute Stimmung am Set gesorgt?, berichtet Julia. ?Er ließ uns die Szenen zunächst so spielen, wie wir selbst sie empfanden. Erst dann hat er uns ein paar Tipps gegeben. Das war bei meinen bisherigen Filmen nicht immer so, denn nicht alle Regisseure trauen den Kindern auch zu, dass sie eigene Gedanken zu ihren Rollen entwickeln.?

?Ich bin ein geduldiger Mensch?, sagt Regisseur Murnberger. ?Ich treibe mein Team nicht an, bei mir geht?s eher gemütlich zu. Das ist besonders den Kindern zugute gekommen, die sich sehr wohl fühlten. Beim Dreh mit Kindern mußs das Umfeld sorgfältig vorbereitet werden. Clarences Mutter begleitete ihn zu den Dreharbeiten.

Auch für Julia war immer eine Bezugsperson am Set. Wir versuchten den Kindern etwas zu bieten, damit sie sich nicht langweilten, sich eingebettet fühlten. Weil mein 27-jähriger Sohn Christoph als Videoassistent mitarbeitete, ergab sich, dass er sich mit Clarence anfreundete, wie sich Clarence übrigens auch mit seinem Double Malik bestens verstand. Inzwischen hat Clarence auch die Weihnachtsferien mit mir und meiner Familie in Österreich verbracht.?

?Es war schön, dass abwechselnd entweder meine Mutter, mein Vater oder meine Tante immer mit am Set waren. Überhaupt haben wir in den Bergen mit den wunderbaren Ausblicken eine herrliche Zeit verlebt?, schwärmt Julia. ?Weil die Dreharbeiten so lang waren, mußste ich mich neben den Sommerferien für sechs Wochen von der Schule beurlauben lassen. Ich passe also sehr auf, dass ich in der übrigen Zeit gute Noten bekomme. Außerdem hat mir meine Freundin Schulaufgaben nach Österreich geschickt ? die habe ich an drehfreien Tagen nachgearbeitet. Das nehme ich gern in Kauf, denn sonst hätte ich diese tollen Dreharbeiten ja nicht erleben können.?

?Das Kostüm und meine Szenen in der Natur, in den Bergen haben mir bei meiner Darstellung sehr geholfen?, erzählt Clarence. ?Jeden Morgen verbrachte ich etwa eine Stunde in der Maske, bis ich aussah wie ein Neandertaler.? Clarences Maskenbildnerin Michaela Oppl erzählt: ?Wir mußsten die Stirn jeden Tag neu kleben. Das Prosthetikteil ging über die ganze Stirn bis über die Augenbrauen, die auch geklebt wurden. Außerdem noch Perücke und die Zähne. Da am Set auch noch immer fleißig nachgeschminkt werden mußste, wurde ein eigener Maskensessel (ein alter Friseurstuhl mit Nackenstütze) immer mitgeschleppt ? egal wo wir gedreht haben. Auf Felsbrocken balancierend Bataa drehfertig zu machen, war stets eine Herausforderung für sich!?

Für Clarence hatte die tägliche Masken-Prozedur, die auch schon mal mit leichten Schmerzen beim Abschminken verbunden war, aber auch durchaus Vorteile: ?Unter der Maske, in meiner Fellkleidung und umgeben von riesigen Scheinwerfern kam ich mir manchmal vor wie in Australien ? so heiß war es, vor allem bei den Innenaufnahmen. Schwierig war die Rolle, weil ich mich in den Bergen so bewegen mußste, als ob ich mein ganzes Leben dort verbracht hätte?, berichtet Clarence.

Dazu Regisseur Murnberger: ?Wir engagierten den hervorragenden Tänzer und Choreografen Karl Schreiner, der mit Clarence zwei Wochen lang Bewegungstraining machte: Bataa soll sich erkennbar anders bewegen, als wir es heute gewohnt sind. Dabei war mir auch wichtig, dass Clarence mit Karls Training sinnvoll beschäftigt war, wenn er nicht vor der Kamera stand. Clarence mußste sich bestimmte Dinge abgewöhnen und andere lernen, die Bataa von uns heutigen Menschen unterscheidet: den Gang, das Springen, das Schauen. Karl informierte sich vorher eingehend, wie Eingeborene mit ihren Lanzen umgehen.?

Viel Vorbereitung erforderte Bataas Tanzszene, die Clarence mit Schreiner intensiv einstudierte. Es gab nämlich noch eine zusätzliche Schwierigkeit: Bataa tanzt an einem Seeufer, das sehr schlammig ist: ?Ich konnte den Tanz also nur in einer Einstellung darstellen ? bei einer Wiederholung wären meine Fußspuren sichtbar gewesen?, sagt Clarence. ?Wir haben dann doch Wiederholungen gedreht, allerdings in Halbnah- und Nahaufnahmen, so dass meine Füße nicht zu sehen waren.?

?Von Proben halte ich nicht viel ? auch nicht mit erwachsenen Schauspielern?, berichtet Murnberger. ?Wenn ich eine gute Probe sehe, werde ich nervös, weil ich dann denke: Das hätten wir jetzt drehen sollen! Ich setze einfach darauf, dass die Darsteller sich am Drehort von der Situation inspirieren lassen. Um die Spontaneität zu erhalten, drehe ich selten mehr als drei, vier Wiederholungen.?

Übersetzer Roman Kummer hatte vorher schon viele Erfahrungen mit Kinderfilmen gesammelt. ?Roman übte mit Clarence am Tag vor dem Dreh die Dialoge nach meinen Vorgaben, damit der Junge wusste, worum es geht?, sagt Murnberger. ?Clarence sollte natürlich wissen, was seine Partnerin Julia auf Deutsch sagt. Aber ich persönlich habe es bewusst vermieden, die Szenen mit Clarence zu proben.?

Eltern und andere Schwierigkeiten Die Erwachsenen im Film bilden eine Patchwork-Familie, die die Grundstruktur für Sophies Gefühl der Einsamkeit bildet. ?Wir wollten eine Familie zeigen, wie sie heute durchaus nicht ungewöhnlich ist?, sagt Krausz. ?Dieses Konzept ergab sich erst aufgrund von ausführlichen Diskussionen im Team, weil einige Stimmen meinten, dass der Familienhintergrund der Heldin in einem unterhaltsamen Kinderfilm doch eher freundlich und heiter wirken sollte.?

Die Filmemacher waren aber überzeugt, dass es durchaus nicht düster zugehen mußs, auch wenn es sich nicht um eine konventionelle Familienidylle handelt, weil die Beziehungen zerbrochen und neu zusammengesetzt sind. ?Letztlich sind dies heute eher alltägliche Umstände ? denn die ,heile? Familie in der klassischen Konstellation ist ja längst eine Ausnahme?, sagt Krausz. ?Wir haben viele Kinder dazu befragt ? und für sie war eine solche Situation durchaus nicht neu oder ungewohnt.?

Die Besetzung der Erwachsenenrollen beschreibt Murnberger als sehr schwierig: ?Bei der Besetzung der Kinder mußsten wir uns unter einer ganzen Reihe von Darstellern entscheiden, die ich alle für sehr geeignet hielt. Da war es eher die Qual der Wahl. Bei den Erwachsenen brauchten wir dagegen Darsteller, die ganz bewusst bereit sind, die kindlichen Helden zu unterstützen und daher für sich selbst Nebenrollen zu akzeptieren, in denen sie sich natürlich nicht sonderlich profilieren können, obwohl sie den wichtigen Rahmen für Sophies Umfeld im Film bilden. Insofern bin ich den Schauspielern sehr dankbar, dass sie aus ihren Auftritten das Beste herausholen und ihre Persönlichkeit einbringen.?

?Wolfgang Murnberger ging es zunächst um die Besetzung von Sophies Stiefmutter Christine ? ihm war es sehr wichtig, dass Lena Stolze diese Rolle übernahm?, berichtet Krausz.

?Ich bewundere Lena Stolze seit ihrer Sophie Scholl in ?Die weiße Rose?, sagt Murnberger. ?Ihr hat die Rolle der Christine Spaß gemacht, und immer wieder erkundigte sie sich bei mir, ob sie sich nicht zu sehr in den Vordergrund spielte.?

Als Stolze zusagte, wählten die Filmemacher Christines Ex-Mann und ihren neuen Partner passend zu ihr aus. Dazu Krausz: ?Mit Hans-Werner Meyer (?Marlene?, ?Der weiße Afrikaner?, Serie ?Die Cleveren?), der Sophies Vater Tom spielt, hatten wir noch nicht gearbeitet, hingegen Christoph Waltz (?Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit?), den kenne ich wohl an die 20 Jahre, noch bevor Milan Dor und ich die Firma gegründet hatten, aber bereits gemeinsam arbeiteten, war immer wieder im Gespräch.

?Zweimal wollte ich ihn schon haben, leider hat es nie funktioniert - umso mehr freue ich mich, dass es jetzt geklappt hat?, sagt Murnberger.

Auch Gregor Bloéb, ein Bruder von Tobias Moretti, ist bereits in mehreren Dor Film-Produktionen aufgetreten. Er bildet als Assistent Heckl das komisch-fiese Gegengewicht zum Wissenschaftler Czerny (Waltz) ? darauf legte Murnberger großen Wert. ?Zwangsläufig wird er damit zum Bösewicht ? das aber auf höchst vergnügliche und spielerische Art und Weise, was Bloéb sehr überzeugend gelingt?, sagt Krausz. ?Es war eine Gratwanderung für ihn, seine Darstellung nicht zu dick aufzutragen, aber da habe ich Murnberger bei seiner Inszenierung voll vertraut.?

?Beim Gregor war ich mir lange nicht sicher, ob er nicht vielleicht zu sehr übertreibt?, sagt Murnberger. ?Inzwischen weiß ich, dass er seinen Humor genau im richtigen Maß einsetzt, um die Stimmung in den entscheidenden Momenten aufzulockern.?

Bei den Testvorführungen merkten die Filmemacher dann schnell, wie gut Assistent Heckl bei Kindern und Erwachsenen ankommt. Seine komischen Eskapaden sorgen für Entspannung, wenn die Geschichte zu ernst zu werden droht.

Komplizierter war laut Krausz die Besetzung des Einsiedlers: ?Wir diskutierten lange über seine Vorgeschichte, seine Voraussetzungen, und wir einigten uns letztlich darauf, dass er ein intellektueller Aussteiger ist ? unter dieser Vorgabe suchten wir also einen Mitteleuropäer. Wir freuen uns nun besonders, dass Vadim Glowna dafür zu gewinnen war, der in seiner schönen Maske kaum wieder zu erkennen ist ? so perfekt verwandelt er sich in eine Art ?Wurzelsepp?. Einige Branchenkollegen fragten mich beim Screening, wer denn den Einsiedler spiele ? sie hätten es eigentlich wissen müssen, weil sie Glowna gut kennen ? der beste Beweis für seine Leistung.?

Die Dreharbeiten: Ein Alp(en)traum Der Film besteht überwiegend aus Außenaufnahmen hoch in den Alpen ? ein großes Risiko für das Produktionsteam, das zu diesem Zweck den ohnehin sehr kurzen Sommer 2005 in Tirol verbrachte. Tatsächlich blieb es von Katastrophen nicht verschont: Wolkenbruchartige Regenfälle lösten in Tirol eine schlagzeilenträchtige Sintflut aus. Die Zufahrten zu den Drehorten waren teilweise verschüttet. Manche Motive ließen sich nur noch per Helikopter erreichen.

?An einem Drehtag drohte ein plötzlich aufkommender Sturm in den Bergen, das ganze Filmset wegzufegen und alles mußste festgehalten werden. Die heftigen Regengüsse dazu haben ein Motiv ganz einfach weggerissen und die Anfahrten zu den entlegenen, schwer zugänglichen Motiven waren zum Teil extrem schwierig mit den riesigen Licht-LKWs anzufahren,? berichtet Filmgeschäftsführerin Gabie Reiter.

?Oben am Tuxer-Gletscher erlebten wir einen Wintereinbruch?, berichtet Krausz. Entsprechend gestalteten sich die Dreharbeiten auf dem Gletscher sehr schwierig, weil er oft nur unter Lebensgefahr betreten werden konnte. Ständig mußsten wir mit den Bergführern konferieren: ,Wann dürfen wir? Wann dürfen wir nicht?? Das war eine erhebliche Herausforderung ? nicht nur logistisch, sondern auch in Bezug auf die Wetterbedingungen: Entweder war es zu warm, was die Gefahr von Gerölllawinen erhöhte, oder der Winter kam mit Massen von Neuschnee zurück.?

?Ich stamme aus dem flachen Burgenland ? das genaue Gegenteil zu Tirol, wo ich vor diesem Film noch nie gewesen bin?, sagt Murnberger. ?Ich war sehr überrascht, wie schnell das Wetter in den Alpen wechselt. Wir hatten keine Ahnung, wie schwierig und lebensgefährlich es ist, auf einem Gletscher zu filmen. Um dort zu drehen, mußs ich das drei Tage vorher anmelden. Aber niemand kann zu diesem Zeitpunkt sagen, ob das Wetter die Dreharbeiten erlauben wird ? also ein Widerspruch in sich. Der von uns engagierte Alpinist hat mit seinem Stab das Eis auf Gletscherspalten hin untersucht, dann wurde ein Bezirk abgesteckt, in dem wir uns bewegen durften, aber das wechselhafte Wetter konnte auch er nicht beeinflussen. Also sehr erschwerte Bedingungen.?

Über eine abenteuerliche Motivbegehung mit dem Produktionsleiter Alfred Deutsch berichtet Krausz: ?Ohne Alfred wäre gar nichts gelaufen. Wir fuhren mit einer Pistenraupe an unsere Gletscherspalte, aber niemand durfte das Gefährt verlassen ? die Bergführer übernahmen die Garantie für unsere Sicherheit nur, wenn wir sitzen blieben ? so unsicher war das Eis. Es war neblig, ein kalter Nieselregen fiel, wir schauten uns den Gletscher an und überlegten, wie wir die Kamera positionieren, wie wir das Licht setzen konnten. Plötzlich spürten wir, wie das Eis unter uns nachgab ? die gesamte Pistenraupe sackte ein Stück weit ab. Der Bergführer lachte über unsere erschreckten Gesichter, denn er kennt das: ,Der Boden arbeit? halt da!? Wir waren also angeblich in Sicherheit ? aber trotzdem ließ er uns keinen Schritt aus dem Gefährt heraus, denn die Gefahr besteht eben darin, dass man jederzeit in eine unter dem Schnee unsichtbare Gletscherspalte stürzen kann.?

?Die Schneeschmelze war schon sehr fortgeschritten, es blieb uns also wenig Zeit?, fährt Krausz fort. ?Andererseits mußsten wir ständig einen neuen Wintereinbruch fürchten. Und so kam es auch: Als die Regenkatastrophe über Tirol hereinbrach, fielen auf dem Berg zwei Meter Neuschnee!?

Aus Vorsicht hatte man das Motiv Gletscher schon früh auf den Drehplan gesetzt. Aber durch die immer neuen Schwierigkeiten waren dies schließlich mit die letzten Szenen, die gedreht wurden. Zum Glück brauchte man kein neues Motiv zu suchen, und auch der Zeitplan wurde eingehalten. ?In anderen Fällen mußsten wir uns motivlich jedoch umorientieren ? einfach weil die Drehorte durch die Katastrophe nicht mehr zugänglich waren?, sagt Krausz. ?Teilweise wurden gar Rinder per Hubschrauber ausgeflogen, weil sie nicht mehr versorgt werden konnten. Und unser Filmteam steckte mittendrin!?

Viel berechenbarer waren da die künstlich hergestellten Kulissen, wie der Bärenkopffelsen, den Bühnenmeister Fritz Martan in die Natur zauberte: ?Man mußs sich das so vorstellen: Erst schnitzt ein Mensch tagelang auf verschiedenen Styroporblöcken herum und fügt diese dann zu einem großen Klotz zusammen. Dann kommt ein anderer, der bemalt das Ganze, und kurz darauf plagen sich weitere Personen, die das Teil in einen LKW verladen. Im Schritttempo bewegt sich dieser auf den Berg. Bis dorthin, wo es keine Bäume mehr gibt, ins Hochgebirge. Dort angelangt werden die Fragmente zusammengefügt ? das Schauspiel immer genauestens beobachtet von den verwunderten Gämsen?, verrät Fritz Martan. ?Mithilfe eines Gerüstes haben wir den künstlichen mit einem echten Felsen verbunden ? Moosflechten wurden drapiert ? und als der Bühnenmaler das Kunstwerk stilvoll patinierte, sah es wohl aus, als würde er den Felsen segnen. Wenn man sich dann 20 Meter bergab begab, konnte man das Ergebnis deutlich erkennen: der Bärenkopffelsen!?

In Zahlen ausgedrückt ergibt das Folgendes:170 Säcke Putz á 40 kg, 15 Rollen Ziegengeflecht-Gitter á 35 kg, 1600 Liter Wasser, 30m3 Styropor, 150 lfm Fliess, unzählige Kübel Härter und Harz und noch vieles mehr!

Um das Material und Werkzeug an Ort und Stelle zu bringen, wurde mitten im Wald flugs ein Materiallift gebaut, der dann direkt nach dem Dreh mitsamt des künstlichen Felsens wieder abgebaut und entsorgt wurde.

Manchmal mußste die Ausstattungsabteilung Zufahrtswege erst anlegen, damit die Lastwagen des Filmteams den Drehort überhaupt erreichen konnten. Krausz berichtet: ?Die Fahrerin unseres Catering-Lkws bewies zum Beispiel absolut abenteuerliche Fahrkünste ? ich hätte mich jedenfalls geweigert, noch einen Schritt weiterzufahren: Auf dem Bergpfad hätte man weder links noch rechts Platz zum Aussteigen gehabt. Und so ist sie bis in eine Höhe von 2.000, 2.500 Meter hinaufgefahren. Täglich mußsten wir ein bis zwei Stunden Anfahrt zu den Schauplätzen einplanen. Dazu die Wetter-Kapriolen: Ich habe miterlebt, wie die Sonne innerhalb von Sekunden verschwand und Graupelschauer auf uns niederprasselten. So schnell kann man sein Gerät gar nicht einpacken!

?Aber es mußste irgendwie gehen?, sagt Krausz. ?Und es ging! Das Team war wirklich sehr flexibel. Kameramann Fabian Eder knickte gleich in der zweiten Woche mit dem Fuß um: Bänderriss! Er hat den gesamten Rest des Films mit geschientem Bein und auf Krücken gedreht. Mit eisernem Willen setzte er seine Arbeit fort und ließ keine Fremdhilfe zu.?

?Fabian hat bei der Produktion durchgesetzt, dass wir im Breitwandformat filmen?, sagt Murnberger. ?Nach dem Motto: Wenn wir schon in Tirol über der Baumgrenze drehen, mußs man das auch mit der entsprechenden Optik aufnehmen.?

Mit Fabian Eder arbeitet Produzent Krausz schon etliche Jahre zusammen. Und Wolfgang Murnberger hat mit Eder studiert ? der erste gemeinsame Kinofilm der beiden für Dor Film war 1994 ?Ich gelobe?. ?Schon damals hat Fabian eine sehr einprägsame optische Ausdrucksweise gefunden?, sagt Krausz. ?Ich habe also große Erwartungen an ihn, und wir bemühen uns, seinen Wünschen zu entsprechen. Er hat in den vergangenen Jahren immer wieder Aufsehen erregende Filme gemacht und ist dafür auch ausgezeichnet worden. Diesmal sagten wir: Wir gehen aufs Ganze, wir drehen in CinemaScope, was nicht immer leicht zu erfüllen ist. Da gibt es anamorphotische Kameraobjektive die bis zu 150 kg schwer sind, und bei den in Breitwand eingefangenen Panoramen mußsten wir buchstäblich ganze Berge ausleuchten ? und alles in 3000 Meter Höhe. Das war sehr ehrgeizig, aber das Resultat auf der Leinwand kann sich wirklich sehen lassen.?

Die Szenen in der ?Blauen Höhle?, in der Bataas Vorfahren bestattet sind, entstanden in einer Sandsteinhöhle in der Nähe von Wien. Der Ausstatter fügte nur das Eis, die Höhlenmalereien und den Schrein der Neandertaler hinzu. In Tirol selbst fand sich keine geeignete, für ein Filmteam zugängliche Höhle, und so drehte man dort nur den Zugang zur Höhle hinter einem Wasserfall. Der Wasserfall bekam dann am Eingang der niederösterreichischen Höhle eine optische, künstliche Entsprechung, um einen nahtlosen Übergang zwischen beiden Motiven zu gewährleisten.

Die Stadtszenen sollten zunächst in einer eher dörflichen Gemeinde gedreht werden, doch dann merkten die Filmemacher, dass der Kontrast zwischen Natur und Urbanität überzeugender wirkt, wenn Bataa in eine Großstadt wie Innsbruck kommt. Dort entstanden die Stadttotalen und die Bahnhofssequenz. Nur die Museumszenen drehte das Team in Wien. Dazu Krausz: ?Das Naturhistorische Museum, wie es im Film zu sehen ist, gibt es so tatsächlich, und wir haben dabei mit seinem Leiter Bernd Lötsch hervorragend zusammengearbeitet ? er mochte unser Drehbuch sehr.

Die Figuren der Neandertalergruppe, wie sie in den Museumsszenen zu sehen sind, wurden für eine kommende, tatsächliche Ausstellung angefertigt, aber bisher noch gar nicht öffentlich gezeigt ? wir waren die ersten, die sie sehen und filmen durften. Die Figuren sollen im Laufe des Jahres 2006 im Museum zu sehen sein ? aus gegebenem Anlass: Wir feiern ja dieses Jahr ein Jubiläum ? vor 150 Jahren, 1856, wurden die berühmten Urmensch-Fossilien im Neandertal bei Düsseldorf entdeckt.?

Szenenfoto
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