Bierfest

Produktionsnotizen

Die Comedians des Teams Broken Lizard ? zugleich Autoren, Produzenten und Darsteller ? entwickeln ihren unverwechselbaren, politisch durchaus nicht korrekten Comedy-Stil seit über zehn Jahren. Die Idee zu ?Beerfest? (Bierfest) entstand 2002 während der internationalen PR-Tour für ihre ausgeflippte Kult-Satire ?Super Troopers ? Die Superbullen?.

?In Australien hatte man für uns zunächst Auftritte in Einkaufszentren vorgesehen?, erinnert sich Regisseur Jay Chandrasekhar. ?Aber da kamen nur Frauen mittleren Alters mit ihren Kindern vorbei, die sich fragten: ,Wer zum Teufel sind denn die Stricher da?? Also besuchten wir lieber ein Bierfestival in Queensland, weil wir da eher unser Publikum zu finden hofften. Doch das Riesenpublikum dort war total besoffen, denen waren wir furzegal. Also gingen wir auf die Bühne und sagten: ,Hey, wir stellen hier unseren Film ?Super Troopers? vor, und wir wetten, dass wir die besten Jungs hier im Saal unter den Tisch trinken können.??

Das Broken-Lizard-Quintett bildete sich etwas auf seine Trinkfestigkeit ein ? die Fünf hatten als Studenten an der Colgate University in Hamilton/New York einschlägige Erfahrungen gesammelt. Mit diesem Mut forderten sie nun die Saufexpertise einer Nation heraus, die für ihren raubeinigen Lebensstil bekannt ist. Stolz berichtet Chandrasekhar: ?Unser College im Staat New York ist für seine Hardcore-Trinker bekannt ? wir wissen also einiges darüber, wie man sich schnell einen hinter die Binde kippt.?

Das ließen sich die hartgesottenen Aussies von den relativ schmächtigen Schauspielern aus der Filmmetropole nicht zweimal sagen ? und sie hatten die grölende Menge stolzer australischer Bierkenner hinter sich.

Chandrasekhar weiter: ?Wir fingen also an zu trinken, und nach den ersten beiden Typen lagen wir bereits ein ganzes Glas vorn. Die Menge war total schockiert, weil die Gefahr bestand, dass so ein paar hergelaufene Hollywood-Mimen Australiens Elite besiegen könnte. Doch dann kam die Trinkreihenfolge an einen von uns, der nicht so schnell schlucken kann, und schon war der Vorsprung dahin. Die Aussies waren schon beim nächsten Typen, der locker austrank, während unser Mann, den ich nicht beim Namen nenne, immer noch mit seinem Bier kämpfte. Inzwischen waren wir derart im Rückstand, dass wir das nicht mehr aufholen konnten.?

Ein Pessimist würde wohl sagen, dass man bei einer derart totalen Niederlage vor der betrunkenen Meute ein emotionales Trauma fürs Leben nachbehalten kann. Doch Broken Lizard fühlten sich durch diese Schlappe erst recht motiviert: Obwohl sie ihr Selbstvertrauen eingebüßt und ihr Ego manche Schramme eingesteckt hatte, tat die Gruppe das, was jede engagierte amerikanische Comedy-Truppe tun würde: Sie schrieb ein Drehbuch darüber.

Oft ist das Drehbuch die komplizierteste Phase des Filmemachens. Und tatsächlich taten sich die Comedians von Broken Lizard (= Die zerbrochene Eidechse) dabei sehr schwer. Wenn fünf kreative Köpfe an einer Sache werkeln, könnte ein Zyniker behaupten: Viele Echsen verderben den Brei. Kevin Heffernan definiert die Broken-Lizard-Philosophie so: ?Wenn wir schreiben, kriegen wir uns ständig in die Haare ? das geht nicht ohne Beulen ab. Und der Sieger darf seinen Gag ins Drehbuch schreiben.?

Erik Stolhanske bestätigt: ?Schon mit dem Titel ,Bierfest? kreieren wir eine Atmosphäre, in der sich jede Menge Comedy ansiedeln lässt ? es lohnte sich also wirklich, Heffernan ein Auge blau zu schlagen.?

Zwischen den kurzen Geraden, linken Haken und Tiefschlägen gelang es Steve Lemme sogar, einschlägige Literatur zu studieren und einiges über Sauf-Wettkämpfe zu erfahren: ?Wir fanden heraus, dass in der guten alten Zeit die Könige ihre Auseinandersetzungen friedlich lösten, ohne in den Krieg zu ziehen: Sie veranstalteten einen Trinkwettbewerb, und der Sieger durfte das Land behalten. Das ist doch wunderbar! Wir wollten also einen Film über den Weltfrieden machen: More beer, less war!?

Zapfen und andere Streiche Natürlich war die schwierige Arbeit am Drehbuch über den Bierkampf nur der Anfang: Die Dreharbeiten stellten das Team vor ganz neue Probleme. Stolhanske erinnert sich: ?Wir haben uns mit dem Skript derart aufgehalten, dass uns kaum Zeit blieb, für die Wettkämpfe zu üben, über die wir schrieben.?

Paul Soter gesteht: ?Wir nahmen unsere alten Gewohnheiten wieder auf, was wir seit dem College nicht mehr gemacht hatten. Was unsere Trinkfestigkeit angeht, waren wir in ganz übler Verfassung ? da gab es noch eine Menge zu tun. Diese Trinkwettbewerbe sind nämlich viel schwieriger, als sie aussehen.?

Dagegen rühmt sich Lemme: ?Ich habe 24 Jahre für diesen Film trainiert. Kennen Sie ,Tsunami? Kobayashi, den Hotdogs essenden Champion von Coney Island? Er isst am Abend vor dem Wettkampf Kohl, um seinen Magen zu weiten. Also habe auch ich jeden Abend vor dem Schlafengehen Kohl gegessen.?

Obwohl der Bierkampf den Filmemachern bereits grandiose Möglichkeiten bietet, schürften Broken Lizard noch tiefer und bastelten sich für das Drehbuch eine außergewöhnliche Vorgeschichte der Handlung. Dazu Chandrasekhar: ?Tatsächlich ist so ein Wettkampf-Besäufnis echt spannend. Das Saufen bietet reichlich dramatische Situationen, die allerdings nicht lange anhalten ? zugegeben. Um dem Ganzen also eine weitere Dimension zu geben, dachten wir uns die Geschichte zweier Brüder aus, die von ihren Vorfahren herzlich wenig wissen. Doch im Laufe der Handlung erfahren sie, dass sie die rechtmäßigen Erben einer berühmten deutschen Brauerei sind. Außerdem ahnen sie nicht, dass sie ein gestohlenes geheimes Bierrezept besitzen, das ihnen viel Verdruss, aber auch ein Vermögen einbringt.?

Der Film beginnt mit dem sehr ungewöhnlichen Begräbnis von Todds und Jans jüngst verstorbenem Großvater, der sich mit einer im Krankenhaus gefilmten Videoaufzeichnung von ihnen verabschiedet. Ihre Urgroßmutter ?Groß MuMu?, dargestellt von Cloris Leachman, schickt die Jungs schnurstracks los und befiehlt ihnen, gemäß der uralten Wolfhouse-Tradition die Asche ihres Großvaters auf dem Oktoberfest zu verstreuen. Weil Todd und Jan dadurch die Chance bekommen, das Oktoberfest mitzuerleben, fliegen sie nach Deutschland und tauchen ein in das Spektakel, singen und trinken fröhlich mit den anderen, was allerdings leider recht peinlich ausgeht und zur Unterbrechung des Oktoberfests führt ? mit einem wahren Knalleffekt.

Auf der Flucht vor der durstigen Oktoberfest-Menge geraten Todd und Jan in eine Veranstaltung, die sie sich nicht einmal im Traum hätten vorstellen können. Produzent Bill Gerber beschreibt die Situation: ?Als ob man in einem Bier-Werbespot aufwacht: Umgeben von schönen Frauen ? und der Alkohol fließt in Strömen.? Es handelt sich um das BIERFEST, ein wohl gehütetes Geheimnis, das ultimative Undercover-Besäufnis ? dagegen wirkt das Oktoberfest wie ein Kaffeekränzchen.

Hier lernen Todd und Jan ihre entfernten Cousins kennen: Die von Wolfhausens schockieren die Brüder, indem sie jede Blutsverwandtschaft abstreiten ? was sie mit schlüpfrigen Einzelheiten aus Groß MuMus zweifelhafter Vergangenheit belegen. Und außerdem werfen sie ihrem verstorbenen Großvater vor, er habe das geheime Familienrezept entwendet. Derart provoziert, fordern Todd und Jan ihre Cousins zu einem Wetttrinken heraus. Doch das Resultat erniedrigt die amerikanischen Brüder nur noch mehr.

Waren die Brüder bisher nur beleidigt worden, so sind sie jetzt tief verletzt: Der Große Bierbaron von München entpuppt sich als Baron Wolfgang von Wolfhausen, dargestellt von Jürgen Prochnow, der Todd und Jan behilflich ist, die Asche ihres Großvaters zu verstreuen? auf ihren eigenen Köpfen.

?Todd und Jan werden in Deutschland schrecklich gedemütigt, aber es ist ja niemand sonst da, der die Ehre ihrer altersschwachen Urgroßmutter verteidigen könnte. Also stellen sie das denkbar stärkste Schluckspecht-Team zusammen, trainieren wie einst Rocky und nehmen es mit dem besten Team der Welt auf: den Deutschen?, sagt Chandrasekhar.

Die Dreharbeiten zu ?Bierfest? begannen parallel zum Start der Olympischen Winterspiele 2006 ? die Gruppe war also von patriotischen Gefühlen inspiriert. ?Es tut schon gut zu erleben, dass die Amerikaner an einer Veranstaltung teilnehmen, die mit Bier zu tun hat, denn meist wird amerikanisches Bier auf internationaler Ebene sehr unfair abgekanzelt?, stellt Heffernan fest. ?Die Deutschen, die Holländer, die Jamaikaner sind sehr von ihrem eigenen Bier überzeugt. Amerika wird einfach übersehen. Es war also an uns, in der Welt der Biertrinker das amerikanische Banner hochzuhalten.?

Die Wolfhouse-Brothers bemühen sich entsprechend, ein Team aufzustellen, das das ?amerikanische Banner hochhalten? kann. Mit dabei sind Spitzenbegabungen wie Barry Badrinath, einst ein gerissener Profi bei windigen Besäufnis-Wettbewerben, der aber inzwischen aus verschiedenen Gründen gar nicht mehr tiefer fallen kann ? gespielt wird er von Regisseur Chandrasekhar; Phil Krundle alias ?Schluckspecht?, ein sehr begabter Säufer, für den der Begriff XXL-Portion neu definiert werden mußs ? gespielt von Heffernan; und Charlie ?Fink? Finkelstein, ein genialer Labor-Tüftler, der unter seiner Jarmulke mehr als einen Trick ausbrütet ? gespielt von Lemme.

Trainer des deutschen Teams ist Prochnow als Baron Wolfgang von Wolfhausen ? er herrscht über seine Stuss redenden Enkel in Lederhosen: Otto, der hitzköpfige Yankee-Hasser, gespielt von Will Forte; Günther, der Sprüche klopfende Maulheld, gespielt von Eric Christian Olsen; Rolf, der durchgeknallte Aufhetzer, gespielt von Nat Faxon; sowie Hansel und Peterle, die muskelbepackten, kraftstrotzenden Fassstemmer, gespielt von den Bodybuildern und einstigen Mr.-Universum-Siegern Ralf Moeller und Gunter Schlierkamp.

Gerber berichtet: ?Die deutsche Seite wollten wir unbedingt authentisch darstellen ? deswegen sind Ralf und Gunter dabei. Sie vertreten die geballte Macht der Deutschen. Und als Baron brauchten wir einen sehr gefährlichen Bösewicht ? da stand Jürgen ganz oben auf unserer Liste.?

Prochnow, der den Baron mit stoischer Energie verkörpert, fügt hinzu: ?Dem Baron gehört eine der größten Brauereien in München ? er ist also sehr reich, verkörpert die Tradition. Ich habe viele Jahre in München gelebt, kenne daher das Milieu des Films und das Oktoberfest? für mich ist das ein Heimspiel!?

dass echte Deutsche mitwirkten, erwies sich am Set als sehr vorteilhaft, als man die Dialoge zwischen den Cousins improvisierte. Bezeichnenderweise hatten die Darsteller bei ihrer Verkörperung von Deutschen die größten Probleme mit dem bis zur Karikatur übertriebenen deutschen Akzent, mit dem sie ihre englischen Dialoge sprechen. Ralf Moeller empfindet es als Ironie des Schicksals, dass ein Deutscher den stereotypen deutschen Akzent parodiert: ?Die Schwierigkeit ergab sich daraus, dass Jay fand, ich klinge nicht deutsch genug. Wenn ich Englisch rede, hört man da überhaupt noch einen Akzent? Ich lebe seit 1993 in L.A.!?

Cloris Leachman fügt hinzu: ?Ich habe bereits in ,Young Frankenstein? (Frankenstein Junior) mit deutschem Akzent gesprochen. Bei ,Bierfest? merkte ich, dass mein Akzent ziemlich eingerostet war, aber es macht Spaß, ihn wieder aufzufrischen. Man mußs sich wirklich anstrengen, die Konsonanten ganz nach hinten in den Rachen zu verschieben?, sagt sie, wobei sie augenzwinkernd auf einen speziellen Gag im Film anspielt.

Nat Faxon hat bereits in der Broken-Lizard-Horrorparodie ?Club Dread? (Club Mad) mitgewirkt und ist jetzt erneut dabei. Faxons Großeltern sind deutsche Auswanderer ? er berichtet über seine Technik vor und hinter der Kamera: ?Ich habe einfach meine Großmutter eine Zeit lang begleitet und versucht, ihre Sprechweise genau nachzuahmen. Als wir uns dann mit den anderen Jungs am Set trafen, haben wir uns zusammengesetzt und unsere Stimmen auf dieselbe Tonlage eingestellt, damit wir alle ähnlich klingen ? obwohl Will Forte eher ein bisschen chinesisch klingt.?

Forte hat keine Deutsch sprechenden Verwandten, denen er etwas ablauschen könnte. Über seine Methode, sich den rechten Akzent anzueignen, sagt er: ?Ich habe mir eine CD besorgt, mit der man lernt, einen deutschen Akzent zu entwickeln, aber irgendwie klang das bei mir dann wie Chinesisch. Macht aber nichts, denn viel witziger ist doch, dass ich als Deutscher in ,Bierfest? Lederhosen tragen darf. Wenn ich die anziehe, mußs ich ständig grinsen. Ein unvergleichliches Gefühl.?

Zu dem bunt zusammengewürfelten Ensemble gehört auch Mo?Nique als Cherry, Groß MuMus Pflegerin, die auch ihren Vorteil zu nutzen weiß. ?In diesem Film habe ich wirklich alles gemacht ? nur eine Liebesszene mit Schluckspecht bekam ich nicht?, erklärt Mo?Nique. ?Dabei wäre das doch echt sexy gewesen. In der Fortsetzung mußs das unbedingt ins Drehbuch. Kannst du mich hören, Schluckspecht? Ich bereite schon alles für uns vor, Baby. Alles klar!?

Märzoktoberfest in Neu-München Das erste Oktoberfest wurde im Oktober 1810 in München gefeiert. Fast 200 Jahre später wurde die Broken-Lizard-Version veranstaltet, allerdings nicht im Oktober, sondern im März, und auch nicht in München, sondern in New Mexico. Dazu Produzent Richard Perello: ?Als wir mit den Dreharbeiten begannen, war das Oktoberfest 2005 gerade vorbei, und wir konnten nicht bis 2006 warten, mußsten also unser eigenes feiern. Und wo könnte man das besser inszenieren als in New Mexico??

Die Ausstatter legten sich richtig ins Zeug, um den Look und die Atmosphäre der Bayernfete nachzuempfinden. Perello berichtet: ?Wir mußsten hier in New Mexico etliche Straßenzüge in München verwandeln, und glücklicherweise stand uns eine fantastische Ausstattungsabteilung zur Verfügung ? die Mitarbeiter sind unglaublich erfahren und erfinderisch.?

Es war allerdings gar nicht so einfach, für den abschließenden Showdown im Bierfest-Stadion die erforderlichen Statistenmassen aufzutreiben. ?Wir haben natürlich das Problem vorausgesehen, in New Mexico die unterschiedlichen Leute aus aller Herren Länder aufzutreiben, die in ,Bierfest? eine Rolle spielen. Sogar Eskimos, Russen und Einwohner von Tobago meldeten sich?, erinnert sich Perello. ?Zum Glück sind die Leute vor Ort ganz begeistert von den Broken-Lizard-Filmen ? das ist natürlich eine unschätzbare Hilfe, wenn man Mitwirkende sucht.?

Produktionsprobleme der besonderen Art Als das Drehbuch fertig, die Darsteller engagiert und die Drehorte festgelegt waren, mußste sich das Team mit einem ungewöhnlichen Problem auseinandersetzen. Heffernan erinnert sich: ?Etwa einen Monat vor Drehbeginn wurde uns klar, dass wir für den Film Unmengen von Bier benötigten, und zwar nicht nur, weil wir laut Drehbuch viel Bier trinken, sondern weil wir für etliche Szenen zehn bis zwölf Wiederholungen einplanen mußsten.?

Aber die Schwierigkeit bestand nicht nur darin, zehn bis zwölf Wiederholungen mit normalen Bierkrügen zu drehen ? für das große Finale schrieb das Drehbuch ein Wett-Trinken mit dem stiefelförmigen Riesenkrug vor, der im Film augenzwinkernd als ?Das Boot? bezeichnet wird. Dazu Requisiteur Dwayne Grady: ?In Deutschland gibt es tatsächlich stiefelförmige Biergläser, doch die fassen nur einen, höchstens zwei Liter. Doch wir ließen uns von einem Glasbläser in Santa Fe Drei-Liter-Gläser anfertigen.?

Es ist nicht ganz ungefährlich, aus dem Boot zu trinken, denn beim Trinken bildet sich in der Fußspitze des Stiefels eine Luftblase, die immer größer wird, bis man das Glas über die Waagerechte hinaus neigt ? in dem Moment klatscht ein Schwall Bier ins Gesicht des Trinkers. Steve Lemme erklärt: ?Mit dem Boot wird es richtig kompliziert, weil die Luftblase nicht zu unterschätzen ist. Wer das einmal ausprobiert hat, weiß Bescheid, aber die meisten Zuschauer wahrscheinlich nicht. Wir raten jedermann dringend ab, aus dem Boot zu trinken, weil das tödlich endet. Wir haben nur überlebt, weil wir Profis sind.?

Obwohl also hochkarätige Profis am Set versammelt waren, ging es nicht ohne Pannen ab. Eric Christian Olsen erzählt: ?In einer der großen Trinkszenen setzte Will Forte den Krug an, und alle ließen sich von der Stimmung mitreißen, feuerten ihn an ? also schluckte Forte, was das Zeug hielt.?

Forte bestätigt das: ?Beim ersten Wett-Trinken auf dem Drehplan war ich als Erster an der Reihe, und ich verschätzte mich bei der Flüssigkeitsmenge, die ich beim Trinken aus diesem riesigen Krug schlucken mußste ? und zwar in jeder Wiederholung aufs Neue. Ich wollte einfach niemanden enttäuschen!?

Heffernan fügt hinzu: ?Nach der dritten Wiederholung merkte Forte, dass er Probleme bekam ? er verschwand also hinter dem Haus und trank rückwärts ? alles klar? Und das DREIMAL!?

Es ist bei Dreharbeiten durchaus nicht ungewöhnlich, nach einem harten Tag mit den Kollegen ein oder zwei kalte Biere zu zischen. Doch bei ?Bierfest? wurde das ständige Trinken vor der Kamera sogar den hartgesottensten Zechern zu viel. Nach Abschluss der Produktion sprach Forte aus, was die meisten Schauspieler nur allzu gut nachempfinden konnten: ?Bei Drehschluss streiten sich die Leute um das Bier, aber in diesem Fall war das anders ? wenn jemand fragte: ,Trinken wir noch ein Bier??, kam die einstimmige Antwort: ,Nee, ganz sicher nicht. Ein Glas Wein vielleicht, eine Margarita, oder ein Mittel gegen Sodbrennen ? aber ganz bestimmt kein Bier, vielen Dank!?

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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