Step Up

Produktionsnotizen

Gleich nachdem er MR. & MRS. SMITH (?Mr. & Mrs. Smith?, 2005) als ausführender Produzent betreut hatte, wollte STEP UP-Produzent Erik Feig einen klassischen, von der Musik getragenen und mit wirklich lebendigen, interessanten Charakteren versehenen Film drehen. Genauso einen Film wie die, die seine Freunde und er als Teenies so hinreißend fanden.

Er ließ sich von Unterhaltungsfilmen wie NUR SAMSTAG NACHT (?Saturday Night Fever?, 1977), FAME ? DER WEG ZUM RUHM ("Fame", 1980) oder DIRTY DANCING ("Dirty Dancing", 1987) inspirieren und zusätzlich anregen durch jüngere Beispiele aus der etwas wirklichkeitsnäher und zeitgemäßer anmutenderen Hip Hop-Welt wie 8 MILE ("8 Mile", 2002) und SAVE THE LAST DANCE ("Save the Last Dance", 2001). Anschließend war Feig klar, dass genau der richtige Zeitpunkt gekommen war, um das Genre des Tanzfilms wieder zu beleben und zwar in einem frischen, gewagten und von der heutigen Jugend, ihren Themen und ihrem Stil beeinflussten Gewand.

?Über diese Idee habe ich schon viele Jahre nachgedacht?, sagt Feig. ?Ich erinnere mich an die Zeit der großen, stark an der Musik orientierten Filme. Die hatten als Zielgruppe nicht nur die Mädchen im Visier, sondern boten stets auch einen Blickwinkel, aus dem man den Film als Junge betrachten konnte. Das hat mich wirklich interessiert. Die Liebe zur Musik ist einfach universal, und ich wollte einen Film machen, der jeden anspricht, Männer wie Frauen. Das ist der Grund, warum ich die Idee so mochte, STEP UP im Milieu eines Underdogs anzusiedeln, der alles daran setzt, seinen großen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.? Es war dieser entscheidende Augenblick, in dem der Charakter von Tyler Gage geboren wurde. Tyler Gage ist ein Junge, der nur einen einzigen Versuch hat, sein Schicksal zu bestimmen und eine eigentlich höchst unwahrscheinliche Liebesgeschichte wahr werden zu lassen, als er in einer Kunsthochschule zur Strafe Sozialstunden ableisten mußs.

Mit seinem Partner Patrick Wachsberger von Summit Entertainment machte sich Feig auf die Suche nach einem Regisseur. Da ergab sich wirklich ein echter Glückstreffer für Feig, als ihm in seinem Fitnessstudio um die Ecke der berühmte Choreograph, Regisseur und Produzent Adam Shankman über den Weg lief. Dieser war ebenfalls sofort von der Idee eines Tanzfilmes angetan.

Shankman erinnerte sich gleich an Anne Fletcher, zurzeit eine der besten Choreographinnen der Branche. Ihr Debüt gab sie 2000 mit dem Hit GIRLS UNITED ("Bring it on", 2000). Seitdem hat sie die entscheidenden Szenen für etwa zwei Dutzend Spielfilme und Fernsehproduktionen choreographiert. ?Ich habe mit Anne seit 1990 zusammen gearbeitet und wir hatten als Tänzer von Paula Abdul zusammen einen Auftritt bei der Oscar®-Verleihung. Sie gehört seitdem zu meinen engsten Freunden und war meine Assistentin, als ich noch als Choreograph tätig war?, erklärt Shankman. ?Als ich damit anfing, Regie zu führen, hat sie quasi meine Karriere als Choreograph übernommen und ist dabei künstlerisch förmlich explodiert.?

?Als Erik mir von STEP UP erzählte?, fährt Shankman fort, ?wusste ich sofort, das wäre genau das Richtige für Anne. Sie war schon immer unglaublich geschickt und sicher im Umgang mit Schauspielern, sie ist mit einer enormen Leidenschaft bei der Sache und sie ist vor allem eine wirklich gute Geschichtenerzählerin.?

Anne Fletcher traf sich mit den Produzenten, und die waren sofort begeistert von ihren unaufhörlich sprühenden Einfällen und ihrem Enthusiasmus. Weil er gerne mit seinem Schützling an einem neuen Projekt arbeiten wollte, war Shankman als Produzent ebenfalls mit an Bord, genauso wie seine berufliche Partnerin und Schwester Jennifer Gibgot.

Jennifer Gibgot, die ihr ganzes Leben lang getanzt hat, verliebte sich auf Anhieb in die clevere Mischung aus Musik, Liebesgeschichte und einer explosiven kulturellen Spannung ? und machte einen entscheidenden Vorschlag: Nämlich den, die Geschichte umzudrehen und aus dem ursprünglich geplanten Film über einen jungen Musiker einen Tanzfilm werden zu lassen. Die endgültige Entscheidung dazu fiel in kleinen Schritten, denn sie spürte, wie wichtig es war, sich vollkommen auf Anne Fletchers unglaubliches Wissen und ihre Begeisterung für die Welt des Tanzes zu verlassen. ?Ich glaube, Liebe und Tanz sind immer eine erfolgreiche Kombination?, bemerkt Gibgot. ?Aber diese Geschichte besitzt darüber hinaus eine wirklich moderne, ungekünstelte Atmosphäre. Es ist ein Märchen mit Moral, ein Spielfilm über einen Jungen, der weg will von der Straße; über einen Jungen, der nur eine einzige Chance hat, sich seinen lang gehegten Traum zu erfüllen. Ich finde, es ist eine Geschichte, die Junge wie Ältere anspricht, denn eigentlich dreht sich alles darum, die Hoffnung nie aufzugeben und die Kraft zu haben, sich selbst aus dem Dreck ziehen zu können.?

Die Filmemacher begannen daraufhin ihre Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Duane Adler, der bereits mit seinem Debüt, dem Teenie-Hit SAVE THE LAST DANCE ("Save the Last Dance", 2001) sehr erfolgreich war. Mit dabei war nun auch Co-Autorin Melissa Rosenberg. Auf sie fiel die Wahl der Produzenten wegen ihres hippen, zeitgemäßen Stils, der ihnen aus Rosenbergs extrem populärer TV-Serie O.C. CALIFORNIA ("The O.C.?, 2003) bekannt war. Eine Überraschung war aber, dass auch Rosenberg selbst eine sehr gute Tänzerin ist.

Adler brachte seine eigenen turbulenten Jugenderinnerungen als Außenseiter mit ein: ?Meine Familie ist in meiner Kindheit oft umgezogen. Als Teenager habe ich sechs unterschiedliche High Schools besucht?, erklärt er. ?Ich war zwar kein Pflegekind wie Tyler, aber ich fühlte mich natürlich völlig fehl am Platze. Erst die Entdeckung der Kunst zu Beginn der High School-Zeit veränderte mein Leben in vielerlei Hinsicht.? Er fühlte sich Tylers Bemühen, es unbedingt schaffen zu wollen, sehr verbunden. Adler fährt fort: ?Ich sah Tyler immer als jemanden, der enorm begabt ist, aber einen mühseligen Kampf zu bestehen hat. Die neue Welt der "Maryland School Of Arts" wird seine Erlösung. Doch zuvor mußs er sich selbst beweisen und sich darüber klar werden, wie loyal er seinen alten Freunden und seinem alten Lebensstil gegenüber sein sollte. Er erkennt dabei schnell, dass er jeden Augenblick alles verlieren könnte. Genau das macht ihn in meinen Augen zu einem so glaubwürdigen Charakter.?

Inzwischen hatte Rosenberg, die auf dem College Tanz im Hauptfach studierte und in einer kleinen Kompanie tanzte bevor sie Autorin wurde, eine ganze Menge an Erfahrungen aus einem echten Tänzerleben in das Drehbuch eingebracht. ?Der Film war eine unglaubliche Erfahrung?, sagt sie. ?Er bot mir Chance, endlich einmal wieder zu tanzen. Allerdings nicht auf dem Parkett, sondern diesmal auf dem Papier.?

Adler und Rosenberg suchten Drehorte im nüchtern-städtischen Baltimore. Beide kannten sich dort aus, und die Stadt schien vor allem den scharfkantigen Ton der Geschichte gut einzufangen. ?Baltimore hat eine sehr schroffe Seite und bietet gleichzeitig eine Menge Geschichte mit seinen alten Reihenhäusern und der gewachsenen Nachbarschaft?, bemerkt Adler. ?Aber die Stadt besitzt zusätzlich eine sehr künstlerische, wunderschöne Seite. Unsere Geschichte betont diese beiden unterschiedlichen Ansichten der Stadt, zum Beispiel wenn wir Tyler auf seinem Weg zur Schule und wieder nach Hause zusehen.?

Um den Rhythmus und das dazugehörige Lebensgefühl der jungen talentierten High School-Kids von heute einfangen zu können, verbrachte Adler beinahe sechs Wochen in einer Hochschule für Bildende Künste vor Ort. ?Ich besuchte gemeinsam mit den Studenten die unterschiedlichsten Kurse, saß bei den Proben und in den Mittagspausen dabei und beobachtete sie, wie sie sich auf die Abschlussprüfungen im Frühjahr vorbereiteten?, sagt er. ?Die Geschichte sollte so viel Authentizität wie möglich enthalten.?

Als Anne Fletcher das Drehbuch las, begriff sie sofort, wie hervorragend sich STEP UP als ihr Regiedebüt eignen würde. ?Ich traute es mir zu, weil ich die Welt des Tanzens und der jungen Künstler wirklich verstehe ? schließlich war es die Welt, in der ich aufwuchs?, sagt sie. ?Ich fand das Skript wunderbar und erkannte die Gelegenheit, hier eine sehr wahrhaftige Geschichte erzählen zu können. Aber ich wusste auch, dass das Wichtigste ist, gute Mitarbeiter zu finden. Schließlich ist jeder Regisseur nur so gut wie sein Team.?

Der coole Rebell und die Primaballerina: Das Casting von Channing Tatum und Jenna Dewan Vom ersten Augenblick als Regisseurin an suchte Anne Fletcher nach einer Besetzung für STEP UP, die genügend Glaubwürdigkeit mitbrachte, dazu Tempo und Talent. Sie machte sich auf die Suche nach jungen Darstellern, die nicht nur ihren Filmcharakter glaubwürdig ausfüllen, sondern die auch selbst tanzen und singen können. Um sicherzustellen, dass der Film möglichst lebensnah und realistisch wirkt, weigerte sie sich vehement, Doubles oder Voice-Overs zu verwenden, nicht einmal in einer einzigen Einstellung. Das war nicht einfach, aber dank einer Kombination aus Glück, Timing und kleinen Wundern war schließlich ein außergewöhnliches Ensemble zusammengestellt.

?Wir waren so glücklich, und ich denke, es gibt in STEP UP eine geradezu außergewöhnliche Menge an Talent zu sehen?, erläutert Fletcher. ?Diese Kids sind absolut echt. Genau das war mein Ziel. Jeder tanzt und singt selbst ? dadurch wirken die Charaktere viel lebensechter und man hat niemals Probleme, vom echten Schauspieler zum Double zu wechseln. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich das hinbekommen habe. Unser größter Coup war das Aufspüren von Channing Tatum, und das von Jenna, die eine unglaubliche Tänzerin ist und auch sonst einfach herrlich. Und vor allem gibt es zwischen den beiden echte Magie und die Chemie stimmt einfach. Das ist wichtig, damit die Geschichte auch wirklich funktioniert."

Die Jagd nach einem jungen Mann, der die Rolle des Tyler übernehmen könnte, begann mit Angst. ?Der Charakter ist so komplex?, sagt Erik Feig, ?wir wussten, es wird eine ziemliche Herausforderung, jemanden mit all diesen Qualitäten zu finden. Wir brauchten jemanden, der sowohl charismatisch sein sollte und gleichzeitig sorgenvoll, schwierig aber liebenswert; ein harter Knochen aber romantisch; und dazu noch äußerlich untrainiert aber zugleich ein hinreißend guter Tänzer. Das war ziemlich viel.?

Dann erschien Tatum Channing, aufgewachsen in einer Kleinstadt in Alabama und erstmals 2002 in einem Werbespot für Mountain Dew in Erscheinung getreten, zum Vorsprechen. Dieser Moment veränderte den gesamten Spielfilm. ?Als wir Channing sahen, wussten wir, das ist Tyler?, erinnert sich Feig. ?Dann sahen wir ihn tanzen, und er bewegte sich wie Wasser. Es gibt keine andere Möglichkeit, das zu erklären. Er ist so beweglich und hinreißend anzusehen. Es war einfach eine Sensation, ihn zu entdecken.?

Adam Shankman fügt hinzu: ?Jemandem den Charakter von Tyler aufzuzwingen wäre eine Katastrophe gewesen. Wir brauchten jemanden, dem man abnimmt, dass er zuviel Leidenschaft und Feuer hat, um es immer im Griff zu haben, und Channing ist genau so ein Typ. Außerdem ist er vermutlich einer der besten Street Dancer, die ich jemals gesehen habe.?

Tatum fühlte sich sofort sehr eng mit Tyler verbunden. ?Ich hätte mich selbst nicht besser beschrieben fühlen können als in diesem Skript?, sagt der junge Schauspieler. ? Er ist ein sorgloser Kerl, der gerne tanzt und Spaß hat, gleichzeitig besitzt er aber auch einen recht selbst zerstörerischen Zug. Ich denke, alle Jungen in diesem Alter sind etwas verrückt. So sind Teenager eben. Man lernt aus seinen Fehlern.?

Er fährt fort: ?Ich erinnere mich, wie es war, nicht zu wissen, was man im Leben will. Glücklicherweise ist Tyler in diesem Augenblick von all den Kids umgeben, die ganz genau wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen, und das rüttelt auch in ihm etwas wach. Er verliebt sich in Nora und eine vollkommen neue Welt öffnet sich für ihn.?

Obwohl er seit Jahren schon wie seine Filmrolle ein Freestyle Street Dancer ist, hatte Tatum nie wirklich trainiert. Deswegen mußste er in intensiven Übungsstunden mit Hip-Hop-Choreograph Jamal Sims ziemlich hart ran. Das war anstrengender als er vorher angenommen hatte. ?Ich konnte schon tanzen und mich bewegen, aber bestimmte Dinge jetzt nach einer echten Struktur zu lernen, das war ganz schön schwer, weil es jetzt nicht mehr so instinktiv ablief?, bemerkt er. ?Ich weiß nicht, ob ich ohne Jamal dazu in der Lage gewesen wäre. Er hat die Geduld eines Zen-Meisters. Abgesehen davon ist er einer der kreativsten, begabtesten Menschen, denen ich je begegnet bin. Weil er so viel Vertrauen in meine Fähigkeiten hatte, gab mir das überhaupt den Mut dazu, einen Versuch zu wagen.?

Tatum rechnet es auch Anne Fletcher als Verdienst an, das Beste aus ihm herausgeholt zu haben. "Sie ist so freigeistig und wagemutig, ich wollte die ganze Zeit einfach nur in ihrer Nähe sein?, sagt er über die Regie-Debütantin. ?Sie platzt einerseits vor Energie und nimmt andererseits als ein fein gestimmter Seismograph die Realität genauestens wahr.?

Nachdem Tatum als Tyler feststand, war die nächste Herausforderung für das Produktionsteam, eine junge Schauspielerin mit Ballettausbildung und Persönlichkeit für die Rolle der Nora zu finden. ?Nachdem wir Channing gecastet hatten und dabei feststellten, was für ein exzellenter Tänzer er war, lag die Hürde für jede mögliche Nora natürlich extrem hoch?, bemerkt Feig. ?Wir mußsten wesentlich intensiver suchen.?

Nach unzähligen Vorsprechen stießen die Filmemacher auf Jenna Dewan, eine weitere Newcomerin, die bereits seit ihrem fünften Lebensjahr singen und tanzen konnte, in zahlreichen Musikvideos zu sehen war und bereits mit P. Diddy und Janet Jackson als Tänzerin auf Tournee war. ?Jenna war die zweite tolle Entdeckung?, sagt Feig. ?Wir wussten, sie ist genau der Typ Mädchen, den du als Junge unbedingt beeindrucken willst, auch wenn du wie Tyler Gage eigentlich alle nur hassen willst. Jenna hatte genau dieses unbeschreibliche Etwas.?

Auch Jenna Dewan gefiel die Geschichte von STEP UP sehr. ?Zwei Welten finden zusammen, und wie Tyler und Jenna sich gegenseitig bestimmte Dinge beibringen, das hat mich besonders angesprochen?, sagt sie. ?Außerdem fand ich gut, dass Tyler und Nora nicht auf die übliche, klischeehafte Weise zusammenkommen. Tyler ist ein hartes Leben gewöhnt und weiß nicht, wie er um etwas kämpfen soll, was ihm gefällt. Denn jedes Mal, wenn er bisher in seinem Leben um etwas gekämpft hatte, das ihm wichtig war, hatte er verloren. Das ist allerdings das einzige, was Nora ziemlich gut kann ? um etwas kämpfen, was sie wirklich will. Ich glaube, das spornt Tyler an und ermutigt ihn dazu, endlich herauszufinden, was ihm tatsächlich wichtig ist. Im Gegenzug zeigt er Nora, wie man locker bleibt, mehr lebt und nicht immer so streng ist mit sich. Er zeigt ihr, was echte Liebe bedeutet. Und jeder ändert das Leben des anderen."

Als maßgeschneidert empfand Jenna Dewan ihre Rolle. "Ich fühlte mich als 15-Jährige genauso wie Nora. Ich wollte auch nichts anderes tun, nur tanzen. Ich hatte die gleiche Leidenschaft ? und ich weiß wirklich nicht, was passiert wäre, wenn ich sie nicht hätte ausleben dürfen.?

Beim ersten Treffen mit Channing Tatum war dann alles klar: "Als wir uns trafen, war die Atmosphäre gleich total ungezwungen?, erinnert sie sich, ?und als wir mit den Proben begannen, erschien es uns so, als würden wir uns seit Jahren kennen. Channing ist sehr großzügig und offen für alles. Abgesehen davon ist er ein hinreißender Tänzer und allein ihm zusehen zu können war für mich schon eine Inspiration.? Irgendwie folgerichtig erschien es Jenna Dewan auch, in Baltimore zu arbeiten. Als Kind lebte sie für einige Jahre in der Stadt. ?Hier habe ich als kleines Mädchen mit dem Tanzen angefangen, und jetzt habe ich dort mit dem Schauspielen begonnen. Es hätte für mich keinen spannenderen Ort dafür geben können.?

In der Schule und auf den Straßen: Die Suche nach den Nebendarstellern Channing Tatum und Jenna Dewan sind in STEP UP umgeben von einer bemerkenswerten Riege junger Newcomer und schon vielfach ausgezeichneter Stars. Die Reihe der erwachsenen Darsteller wird angeführt von der Oscar®-nominierten Rachel Griffiths, die in der Schlüsselrolle der Schuldirektorin Gordon zu sehen ist. Nachdem sie gerade erst ihre von Kritikern hoch gelobte Rolle in der schwarzhumorigen HBO®-Serie ?Six Feet Under? beendet hatte, suchte Griffith nach etwas Neuem, komplett Anderem. Als sie das Buch zu STEP UP las, wusste sie, dass sie fündig geworden war.

?Besonders angezogen hat mich der Gedanke, wie wunderbar es sein müsste, in einem so jungen, lebendigen, hoffnungsfrohen Team zu arbeiten?, sagt die Schauspielerin. ?Beim Zusammenarbeiten mit jungen Menschen gibt es noch keine Machtkämpfe, da stecken alle noch voller Optimismus, und da wollte ich einfach mit dabei sein. Abgesehen davon war ich ein riesiger ?FAME-Fan.?

Außerdem war Griffith fasziniert davon, welchen Einfluss ihre Figur auf den dringend Hilfe und Unterstützung benötigenden Außenseiter Tyler hat. ?Direktorin Gordon ist wirklich ein harter Brocken, aber immer gerecht?, sagt Griffiths. ?Sie traut den Kindern etwas zu und will immer das Beste für sie. Deswegen fordert sie Tyler auf, sich endlich dem Kampf mit sich selbst zu stellen. Sie fordert ihn heraus. Das ist ein großer Moment, denn so etwas hat noch nie jemand von Tyler verlangt. Aber sie glaubt daran, dass er es schaffen wird.?

Anne Fletcher war hingerissen, dass eine Schauspielerin vom Kaliber einer Rachel Griffith diese so wichtige Rolle spielte. ?Wir sprachen über den Charakter der Direktorin und was wir uns für die Figur vorgestellt hatten, und dann schuf Rachel daraus etwas ganz Fantastisches. Es war unglaublich aufregend, mit einer so erfahrenen Schauspielerin zu arbeiten.?

Außerdem mußsten noch eine Gruppe junger Darsteller gefunden werden, die die talentierten Kids der Schule spielen sollten, dazu auch noch einige, die als Tylers Kumpels aus der Nachbarschaft auftreten. Einer der ersten dieser jungen Stars, der ausgewählt wurde, war Mario, der mit Platin ausgezeichnete R&B-Musiker aus Baltimore, der hier einen erfolgreichen Ausflug ins Kinofach wagt. Er bewarb sich für die Rolle des Miles, der Tyler durch die fremde Welt der ?Maryland School Of Arts? hilft. ?Als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, sagten wir alle: ?Wir müssen ihn unbedingt engagieren?. Er ist etwas ganz Besonderes?, sagt Anne Fletcher.

Mario faszinierte besonders das realistische Bild von Miles. ?Er ist ein sehr cooler Typ und erschien mir sehr lebensnah?, sagt er. ?Er kam von ganz unten und dank der Schulausbildung ist sein Leben viel besser geworden. Diese Grundidee des Films gefällt mir wirklich besonders gut: Du kannst deine Träume mit Hartnäckigkeit erreichen, egal woher du kommst.?

Noras beste Freundin Lucy wird gespielt von Newcomerin Drew Sidora, einer Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin aus Chicago, die einfach ein Demo-Video zur Casting-Abteilung der Disney-Studios geschickt hatte in der Hoffnung, dass ihr jemand eine Chance geben würde. ?Auf dem Band saß Drew in ihrem Wohnzimmer und las etwas vor, aber das unheimlich lebendig und natürlich. Danach sang sie a cappella ein wunderbares Lied, und wir wussten, die müssen wir unbedingt kennen lernen?, sagt Feig.

Sidora freute sich, Teil einer Liebesgeschichte zu sein, die nahezu ausschließlich durch Tanzen erzählt wird. ?Lucy ist Noras beste Freundin, ein wirklich lustiger Charakter, der eine ganz eigene Entwicklung im Film durchmacht. Sie beginnt als eine, die immer an die falschen Typen gerät. Bis sie Miles bemerkt, sie zusammenkommen und Lucy lernt, dass Liebe etwas ausschließlich Positives sein kann.?

Abgerundet wird die Besetzungsliste mit Tylers besten Freunden: Damaine Radcliff, der zuletzt als Basketballspieler in SPIEL AUF SIEG (?Glory Road?, 2006) zu sehen war, spielt Tylers bester Freund Mac. De?Shawn Washington, der seinen 16. Geburtstag während der Dreharbeiten feierte, spielt Macs jüngeren Bruder Skinny. Ironischerweise sind Radcliff und Washington hervorragende Tänzer. Im Film dürfen sie dennoch kein einziges Mal ihr Können beweisen.

?Meine Rolle ist am Anfang die als Tylers bester Freund. Die beiden unternehmen alles gemeinsam, bis Mac misstrauisch wird, was Tyler mit all der Tanzerei eigentlich werden will. Wir hängen nicht mehr gemeinsam rum, wir unternehmen nichts mehr zusammen. Und es dauert noch eine ganze Weile, bis Mac kapiert, dass es Zeit wird, ebenfalls etwas Sinnvolles mit seinem Leben anzufangen.?

Zusätzlich zur regulären Besetzung sind auch ein paar Crew-Mitglieder von STEP UP auf der Leinwand zu sehen: Regisseurin Anne Fletcher ist Miss Stephanie, die Tanzlehrerin; Kameramann Michael Seresin spielt die Rolle des Wächters; Produzent Erik Feig kann man im Hintergrund als Kunstlehrer sehen, und der zusätzliche zweite Assistant Director Bill Hardy gibt den Musiklehrer.

Mit dem Beat fängt alles an: Die Choreographie von STEP UP Nachdem die Besetzung endlich vollständig war, konzentrierte sich Anne Fletcher auf zwei entscheidende Bestandteile von STEP UP: mitreißende Musik und coole Tanzszenen. Um ihre choreographischen Visionen umsetzen und die Anmut des klassischen Tanzes mit den gewagten Bewegungen des Street Dance kombinieren zu können, arbeitete sie eng mit ihren Assistenten, den Hip Hop-Choreographen Zach Woodlee, Jamals Sims und Rosero McCoy zusammen, mit denen sie bereits einige Filmprojekte vollendet hatte.

?Die Arbeit mit Anne war eine tolle Sache?, sagt Jamal Sims. ?Wir erdachten eine bestimmte Bewegung, Anne fügte ihre klassische Interpretation hinzu und heraus kam etwas vollkommen Einzigartiges.?

Sims trainierte und übte besonders intensiv mit Channing Tatum. Er erkannte seine angeborenen Fähigkeiten sofort, was für ihn eine enorme Freude war: ?Als wir mit den Proben anfingen, war Channing so begeistert und nahm alles sehr ernst?, sagt Sims. ?Es war wirklich erstaunlich, dass er in seinem ganzen Leben noch nie einen Tanzkurs besucht hatte. Manchmal kann dieses autodidaktische Vorgehen ein Vorteil sein. Man hört der Musik zu und beginnt ganz ungezwungen. Und Channing ging wunderbar instinktiv an die Sache heran.?

Aber professionelles Tanzen besteht nicht nur aus Instinkt. Tatum mußste lernen, die Takte zu zählen und mit einem Ensemble gemeinsam zu tanzen. Alles Dinge, die bei anderen bis zur Perfektion Jahre dauern können. Er verhielt sich dabei jedoch wie seine Filmrolle und alles klappte wie am Schnürchen. ?Ich bin überzeugt davon, dass seine Tanzperformance wirklich sehr lebensecht rüberkommt. Es sieht nicht choreographiert oder einstudiert aus. Wir wollten, dass alles so wirkt, als würde es einfach nur so aus Tyler herausbrechen. Channing war in der Lage, genau diesen Eindruck zu vermitteln.?

Gefreut hat sich Sims auch über die Übungsstunden mit Jenna Dewan. ?Sie war Tänzerin bei Toni Braxton, und wir haben damals eine Zeitlang miteinander gearbeitet, also kannte ich sie schon. Sie ist wunderbar?, sagt er. ?Ich zeigte ihr, was ich mir vorgestellt hatte, und nach fünf Minuten war alles perfekt. Abgesehen davon sieht sie wirklich bildschön aus, was ihr noch mehr Würde verleiht.?

Als die Tanzszenen endlich eine sichtbare Form annahmen, waren alle beeindruckt von ihrer natürlichen Unmittelbarkeit und wie dicht sie in die eigentliche Handlung des Films hinein gewoben waren. Der Ausführende Produzent John Starke: ?Erstaunlich ist, wie es Anne Fletcher und den Choreographen gelungen ist, aus den Worten auf dem Papier zu Beginn diese wunderbaren Tanznummern zu erschaffen, die der Geschichte tatsächlich mehr Tiefe verleihen.?

Jeder Takt und jede Bewegung in STEP UP baut den absoluten Höhepunkt auf, den Auftritt Noras beim alles entscheidenden ?Senior Showcase?. Musik und Tanz korrespondieren den gesamten Film über mit der Handlung. Diese Szene ist jedoch der absolute Gipfel der Spannung, alle Schritte und Handlungsfäden des Films laufen hier zusammen. ?In STEP UP sieht man Welten aufeinanderprallen und am Ende löst sich alles in Musik auf. Die unterschiedlichsten Tanzstile, von klassisch bis Modern, Jazz und Hip Hop werden alle eins?, fasst Feig zusammen.

So klingt STEP UP: Die angesagtesten Künstler stellen einen Soundtrack zusammen Das Tanzen und die Handlung in STEP UP konnten nur mit einer ebenso unwiderstehlichen Musik wirklich erfolgreich umgesetzt werden. Deswegen hat Anne Fletcher sehr rasch Buck Damon, der für die Musik verantwortlich zeichnet, hinzugezogen. Damon hat in Spielfilmen wie GARDEN STATE (?Garden State?, 2004) oder GIRLS CLUB ? VORSICHT BISSIG! (?Mean Girls?, 2004) bereits bewiesen, wie exakt er jedes Mal den passenden Ton für einen bestimmten Moment findet. Dazu kamen die derzeit gefragtesten Hip Hop-Produzenten Kwame, Alias und Neff-U, die lange vor dem ersten Drehtag schon eng mit dem Produktionsteam arbeiteten, um Songs zu entwickeln, die mit Drehbuch, Konzept und Choreographie zusammen passen sollten. ?Buck hat eine wunderbare Arbeit abgeliefert. Die Musik ist einer der größten Stars in STEP UP?, sagt Anne Fletcher.

Nachdem er sich vom Skript inspirieren ließ, hatte Damon schnell einen passenden Soundtrack im Kopf. ?Wir wollten die Musik als weiteren Charakter im Film etablieren?, sagt Damon. ?Daher haben wir eine Menge Kompositionen anfertigen lassen, um letztlich eine Filmmusik zu kreieren, die sowohl die Glaubwürdigkeit der Straße besitzt als auch richtige symphonische Klangfülle. Anne und ich wollten etwas erschaffen, das den Lauf der Zeit übersteht. Ein Album eben, das man auch in zehn Jahren noch anhören mag und das dann immer noch nicht nur nach 2006 klingt, sondern einfach ein cooler Soundtrack ist.?

Damon fährt fort: ?Ich begann mit dem Einkaufen. Ich sah mir all die aktuellen Hip Hop-Platten an und erstellte mir daraus eine Who?s Who-Liste der angesagtesten Musiker der Szene und fragte sie nach Demos. Zurück kam ein wahres Schatzkästchen ? das war wirklich toll und brachte uns die Bekanntschaft mit einigen großartigen Künstlern ein.?

Einer der ersten Musiker, die mit dabei waren, war Wyclef Jean, der frühere Lead-Rapper der Fugees und einer der besten und innovativsten Köpfe der Hip Hop-Welt. ?Wenn du erst einmal so einen großen Fisch an der Angel hast, willst du unbedingt noch ein paar mehr?, bemerkt Damon dazu.

Bald waren auch der berühmte Hip Hop-Produzent Scott Storch, Hip Hop-Autor und ?Produzent Rich Harrison und der aus New York stammende DJ und Produzent Mark Ronson mit von der Partie. Sie alle halfen und organisierten für den Soundtrack hochkarätige Künstler wie Ciara, Sean Paul, Keyshia Cole, Chris Brown, Petey Pablo, Mario, Samantha Jade, Gina Rene, Jamie Scott, Drew Sidora, Novel, Youngbloods, Anthony Hamilton und Yung Juc.

Vier Musikvideos gibt es zum Soundtrack, manche mit Unterstützung des STEP UP-Casts. ?Give It Up To Me? des jamaikanischen DJs Sean Paul mit der 21-Jährigen Keyshia Cole; ?Say Goodbye? vom erst 16-jährigen R&B-Wunder Chris Brown; ?For The Love? des Grammy-Nominierten Mario gemeinsam mit STEP UP-Ensemblemitglied Drew Sidora; und ?Get Up? von R&B-Superstar Ciara.

?Das war ein unglaubliches Jahr und ein beinahe ebenso langer Prozess, die besten Produzenten zu finden, die Originalsongs zusammenzustellen und die Aufnahmen mit einigen phänomenalen Musikern zu arrangieren. Aber es hat sich gelohnt.?

Tanz der Farben: Das Visual Design von STEP UP Vom ersten Moment an gefiel Anne Fletcher, dass der Handlungs- und Drehort von STEP UP ausgerechnet Baltimore sein sollte, eine Industriestadt im Nordosten voll rauer Vitalität und definitiv keine kunstsinnige Metropole wie New York oder Los Angeles. Doch gerade dieser spröde Realismus der Stadt Baltimore wurde zu einem wichtigen Aspekt für den Stil des Films. Um die Optik des Films zu bestimmen, arbeitete Fletcher mit einem Team zusammen, das aus Kameramann Michael Seresin, Produktionsdesigner Shepherd Frankel und Kostümdesignerin Alix Hester bestand.

Fletcher wandte sich an Seresin, weil er den Tanzklassiker FAME ? DER WEG ZUM RUHM (?Fame?, 1980) gedreht hatte und weitere Filme wie ANGEL HEART (?Angel Heart?, 1987), DIE ASCHE MEINER MUTTER (?Angela?s Ashes?, 1999) und HARRY POTTER UND DER GEFANGENE VON ASKABAN (?Harry Potter and the Prisoner of Azkaban?, 2004). ?Ich fragte bei Michael an, weil FAME so überaus hinreißend, realistisch und berührend war?, sagt Fletcher. ?Er hat einen ganz außergewöhnlichen Blick. Manche seiner Szenen in unserem Film sind so üppig und reichhaltig, ich habe immer das Gefühl, man könnte hinein beißen.? Seresin war ebenfalls angetan von der Arbeit mit Anne Fletcher: ?Choreographen sind normalerweise immer großartige Regisseure, weil sie so ein gutes Gespür für Bewegung besitzen, und das ist auch bei Anne wirklich bewundernswert?, sagt er. ?Der Film ist vollkommen anders als FAME. Hier geht es vor allem um die sehr wirklichkeitsnah erzählte Geschichte einer Erlösung.?

Der Kameramann hatte seine eigene Vorstellung über das Erscheinungsbild des Films: ?Ich wollte den Look sehr konträr zu dem, was man sich üblicherweise so unter Hip Hop-Style vorstellt. Das Licht sollte möglichst natürlich wirken. Am besten so, dass man immer den Eindruck hat, die Szenerie wird ausschließlich vom Tageslicht oder vom Mond oder den Straßenlaternen beleuchtet. Für mich bedeutet Hip Hop ein sehr ungekünstelt authentisches Lebensgefühl, und das wollte ich einfangen.?

Um seine Bilder auf den Fluss der Musik abstimmen zu können, hörte Seresin während der Arbeit oft die Musik der jeweiligen Szene. ?Die Musik ist so entscheidend für die Geschichte, sie kann auch die Bewegungen der Kamera bestimmen?, erklärt er. ?Ich arbeite oft auf diese Weise. Es ist so hübsch subtil, schafft aber sehr schnell eine dichte Atmosphäre.?

Ebenso darauf konzentriert, die Stimmung des Films möglichst zu verdichten, war Produktionsdesigner Shepherd Frankel. Nach langer Suche fand er endlich drei geeignete Drehorte in Baltimore: Für den Außendreh eine alte Mittelschule in historischem Gemäuer, die Aula der Schule befand sich in einem College in der Nähe, und das wichtigste, die Innenräume der Schule, wurden in den City Pier-Studios in Fell?s Point aufgebaut, wo früher die Fernsehserie ?Homicide: Life On The Streets? gedreht wurde.

Frankel erfand die Ausstattung bis ins kleinste Detail, von den Holzkästen für die Musikinstrumente bis hin zu den Ausstellungshallen für die Kunstwerke der Studenten. Aber es wurde eine enorme Herausforderung, das alles in City Pier herzustellen. ?Bevor wir mit den Dreharbeiten begannen, hatte seit Jahren niemand mehr einen Fuß in die Studios gesetzt?, erklärt John Starke. ?Die Farbe blätterte von der Wand und die Räume waren zu einem Treffpunkt der Obdachlosen aus der Umgebung geworden. Das war alles ziemlich heftig. Aber Frankel hat schließlich daraus etwas Großartiges gezaubert.?

Den dritten Baustein für das Aussehen des Films schuf Kostümdesignerin Alix Hester, die mit Seresin und Frankel sogar eine komplette Farbpalette erarbeitete. ?Wir wollten immer viel Farbe, aber es sollte nicht comicartig wirken. Gefragt waren eher so veränderte, unreine Farben wie Senf oder Rost?, erklärt sie. ?Ich habe oft die Farben eingearbeitet, die auch Frankel verwandt hat, damit alles aussieht wie aus einem Guss.?

Hesters Augenmerk lag darauf, die Personen in coole Klamotten zu stecken, die echt wirken und den jeweiligen Charakter unterstreichen. ?Anne wollte eine sehr realistische Welt rund ums Tanzen erfinden, deswegen dachte ich, die Kleidung müsste sehr speziell und ausgewählt sein. Wir wollten es nicht einfach und solide. Wir wollten möglichst viele unterschiedliche Gewebe?, sagt sie.

Mit der Garderobe für Nora hatte Hester am meisten Spaß: ?Nora sollte ein wirklich spezielles Aussehen haben, damit gleich klar wird, sie ist anders als man denkt. Wir haben tolle Designerstücke kombiniert mit Second Hand-Klamotten. Alles sah ein bisschen anders aus als die übliche Tanzkleidung, und das wurde dann mit echter Sportbekleidung aufgepeppt, um daraus gleich Noras besonderes Stilgefühl sichtbar zu machen. Eine der Designerinnen, deren Stücke Hester sehr häufig einsetzte, war Rachel Palley aus Los Angeles. ?Rachel war selbst Tänzerin, und einigen von Noras T-Shirts sind aus diesem herrlichen Jerseystoff, den Rachel entworfen hat?, bemerkt Hester. ?Aber wir haben auch ganz herkömmliche Tanzkleidung eingesetzt. Und Noras Kleidung außerhalb des Tanzsaals besteht aus ein paar modischen Stücken, ohne gleich jedem Trend zu folgen. Die Mode sollte insgesamt vor allem zeitlos aussehen.?

Die Arbeit an STEP UP bot Alix Hester außerdem die Möglichkeit, sich in einem modischen Bereich auszuleben, der normalerweise im Film keine besonders große Rolle spielt: Schuhe. ?Das Tolle an einem Tanzfilm ist, dass ständig Füße im Bild zu sehen sind. Also konnte ich jede Menge Schuhe, Stiefel und auch nackte Füße oder interessante Sockenmuster zeigen.?

Bei der Garderobe der Männer konzentrierte sich Hester stark auf die Unterschiede zwischen Tylers alter Welt auf der Straße und der Welt der Kunstschule. ?Aber wir wollten keinesfalls an irgendwelchen Stereotypen kleben bleiben. Das wäre zu holzschnittartig geworden?, merkt sie an. ?Zum Glück fanden wir zwei Hip Hop-Designer, die wunderbare neue Dinge entworfen haben, und wir konnten ihre Kleidungsstücke am Ende wirklich als Brücke zwischen Tylers beiden Welten nutzen.?

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