Kiriku und die wilden Tiere

Ausführlicher Inhalt

Ein alter, weiser Mann erzählt sie - die Geschichte des kleinen Kiriku. Weil seine Erzählung ?Kiriku und die Zauberin? viel zu schnell zu Ende war, gibt es jetzt neue, spannende Abenteuer des pfiffigen, kleinen Helden. ?Kiriku und die wilden Tiere? ist aber nicht nur eine aufregende Abenteuergeschichte, sondern auch ein beeindruckender Kinderfilm über Zivilcourage, über die Bedeutung von Familie und über das Leben in einem afrikanischen Dorf ...

Kiriku und die schwarze Hyäne ?Das Wasser ist da!? freuen sich die Dorfbewohner. Sie haben einen Kanal von der Wasserquelle bis zu ihren Gemüsebeeten gebaut. Endlich können sie ihren von der Hitze ausgetrockneten Garten bewässern und bepflanzen. Melonen, Auberginen, Bohnen, sogar Baumwolle sprießen und gedeihen. Doch eines Morgens können sie ihren Augen kaum trauen: Die Gärten, die Früchte und all das wunderbare Gemüse sind verwüstet. Wer kann so etwas nur angerichtet haben? Die Dorfbewohner sind davon überzeugt: ?Es waren die Fetische der bösen Zauberin Karaba.?

Damit so etwas nicht mehr passieren kann, schlägt der kleine Kiriku vor, die Gärten einzuzäunen und sie nachts zu bewachen. Auch Kiriku bleibt wach, denn er will wissen, wer hinter der schrecklichen Verwüstung steckt. Plötzlich nähern sich unheimliche Geräusche. Dann sieht Kiriku sie vor sich: Die riesige, schwarze Hyäne - mit fletschenden Zähnen bricht sie durch den Zaun und rast durch das Gemüsebeet. Aus großer Angst vor dem Ungeheuer rennt Kiriku davon - die Hyäne dicht hinter ihm. Flink klettert Kiriku den Baum hinauf und hat eine Idee: Im Wipfel des Baumes hängt ein riesiges Bienennest, das er mit einem Ast herunterschlägt. Genau auf dem Kopf der Hyäne landet es, so dass sie vor dem aufgestachelten Bienenschwarm flüchten mußs. Kiriku ist gerettet!

Am nächsten Tag versammeln sich die Dorfbewohner und diskutieren mit Eifer über das Geschehene. "Karaba war nicht die Zerstörerin des Beetes, es war die schwarze Hyäne", verkündet Kirikus Onkel. Das Rätsel ist gelöst.

"Falsch", bemerkt Kirikus Mutter. "Was macht ein fleischfressendes Tier in unserem Gemüsebeet? Wenn ihr nicht herausfindet, was das Tier angelockt hat, wird es wieder kommen." Während die Erwachsenen beratschlagen, warum sich das Tier für das Gemüse interessiert hat, durchkämmt Kiriku auf allen Vieren das Beet und entdeckt die Lösung des Rätsels: In seinen Armen hält Kiriku ein kleines, verletztes Eichhörnchen. Die Dorfbewohner bringen es in Sicherheit, denn dann wird sich die Hyäne bestimmt nicht mehr für ihren Garten interessieren. Das ganze Dorf ist in freudiger Aufregung, sie singen und tanzen um ihren kleinen Helden herum: "Kiriku, Kiriku, Kiriku, ist nicht groß, aber stark. Kiriku ist klein, aber schlau! Kiriku strengt sich an, Pech für die Hyäne!"

Doch damit ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende, denn Kirikus Abenteuer gehen weiter ...

Kiriku und der wilde Büffel Die Hyäne wird die Beete jetzt zwar nicht mehr zertrampeln, doch sie hat bereits die gesamte Ernte ist zerstört. Jetzt gibt es nichts mehr zu Essen. Die Dorfbewohner haben auch nicht genügend Geld, um auf dem Markt Gemüse, Getreide oder Obst zu kaufen, weil die finstere Zauberin Karaba ihren gesamten Schmuck gestohlen hat. ?Was können wir tun??, fragen sich die Erwachsenen verzweifelt, ?Vielleicht hat Kiriku eine Idee??.

Und Kiriku hat eine Idee: Das Gemüse ist auf Lehmboden angepflanzt und aus Lehm kann man wunderbare Gegenstände töpfern. Mit großem Eifer und voller Freude machen sich alle an die Arbeit. Wunderschöne Schalen, Töpfe und Krüge formen sie. Die ganze Nacht werden die Handarbeiten auf einer Feuerstelle gebrannt. Dort halten Kiriku und seine Mutter Wache, sie unterhalten sich und Kiriku will wissen, warum ihn die böse Zauberin von den Fetischen beobachten lässt. ?Weil du viele Fragen stellst und solange fragst, bis du auch die richtige Antwort hast. Ich bin sehr stolz auf dich!?, antwortet seine Mutter.

Am nächsten Tag machen sich einige Bewohner auf den Weg in die Stadt - auf ihren Köpfen tragen sie die Pakete voller wunderschöner Töpfereien. Die Reise ist lang und die Last sehr schwer, vor allem für den kleinen Kiriku. Plötzlich sehen sie einen schwarzen Büffel, der an einen Baum gebunden ist. Trotz Kirikus Warnungen beschließen die Dorfbewohner, die Tragetaschen auf dem Rücken des Büffels mit ihren zerbrechlichen Gefäßen zu füllen und den Büffel zum Markt zu führen. Nur Kiriku weigert sich sein Paket aufzuladen, auch wenn ihn seine Freunde auslachen. Er ahnt, dass die böse Zauberin Karaba dahinter stecken könnte. Denn ?woher soll der Büffel sonst kommen - mitten in der Steppe??

Währenddessen fragt Karaba in ihrer Gruft den allsehenden Fetisch: ?Hat der Büffel alles zerstört?? Und was macht Kiriku??, ?Kiriku macht ein Vermögen? antwortet ihr Gehilfe ...

Während die Dorfbewohner glücklich mit vielen frischen Lebensmitteln in ihr Dorf zurückkehren, brüten Karaba und ihre Helfer ? wütend über die missglückte List ? über der nächsten Bosheit gegen Kiriku und seine Freunde ...

Kiriku und die stolze Giraffe Eines Morgens finden sich seltsame Spuren im Sand vor Kirikus Hütte ? als wäre ein dreibeiniger Vogel durch sein Dorf gehuscht. Nur welcher Vogel hat drei Beine? Kiriku will es herausfinden und folgt den eigenartigen Abdrücken. Immer weiter entfernt er sich vom sicheren Dorf und gerät in ein riesiges Feld. Plötzlich entdeckt er, was dahinter steckt: Ein dreibeiniger Vogel ist es nicht! Sondern ein Fetisch, der mit einem Stempel die Spuren in die Erde presst ? die Zauberin Karaba hat ihn in eine Falle gelockt. Kiriku wird von unzähligen, düsteren Fetischen umzingelt. Gerade noch rechtzeitig entdeckt er einen Baum, auf den er flüchten kann, denn dorthinauf können die Fetische nicht klettern. Nur ohne Wasser und ohne Nahrung kann der kleine Kiriku nicht lange auf seinem rettenden Baum überleben ...

Verzweifelt denkt Kiriku nach, wie er sich aus dieser verzwickten Situation befreien könnte. Da trottet eine Giraffe auf ihren langen Beinen herbei, um die grünen Blätter vom Baum zu knabbern. Jetzt weiß Kiriku, wie er sich in Sicherheit bringen kann: Er klettert auf den kuscheligen Kopf des Tieres. Auf der Suche nach neuer Nahrung trabt die Giraffe weiter und nimmt den kleinen Kiriku mit auf eine wunderbare Reise durch die afrikanische Landschaft. Während die Fetische nicht von ihrer Seite weichen, durchqueren sie gemeinsam die weiten Savannen, beeindruckende Gebirgslandschaften und farbenfrohe Oasen. Diese Vielfalt der Natur hat Kiriku noch nie gesehen. Als die Giraffe bei einem Bach anhält um zu trinken, hat Kiriku eine Idee: Er rutscht vom Kopf des Tieres ins Wasser und schwimmt ans andere Ufer. Die Fetische wollen ihm folgen und springen hinterher, wild mit ihren Waffen rudernd. Doch sie schaffen es nicht, gegen die Strömung anzukommen, weil sie aus Holz sind. Erschöpft treiben sie im Fluss zurück zum Haus ihrer Zauberin, und Kiriku kann sicher und fröhlich zurück in sein Dorf wandern.

Dort angekommen erzählt er von seinen Erlebnissen und Eindrücken, von den Landschaften, Tieren und Pflanzen, die er gesehen hat und davon, dass ihm die stolze Giraffe die ?schönste Reise in seinem Leben ermöglicht hat.?

Den Fetischen ist Kiriku zwar entkommen, doch nun wartet die schwerste Prüfung auf ihn ...

Kiriku und die giftige Blume Es ist wieder soweit: Die Frauen des Dorfes haben ihr Bier gebraut. Und jetzt sollen alle aus dem großen Fass probieren. Sie sind sich einig ? eine Nacht lang mußs es noch gären, damit es richtig gut schmeckt. Als Kiriku an diesem Abend von einem Spaziergang nach Hause kommt, findet er seine Mutter am Boden in der Hütte kauernd. Auch die Nachbarin krümmt sich vor Schmerzen und deren Nachbarin ebenso. Alle Frauen des Dorfes haben eine seltsame Krankheit. Liegt es am Bier, das sie alle gekostet haben? Kiriku leert den großen Behälter aus und da entdeckt er eine eigenartige, schwarze Blume am Boden des Gefäßes. Er zeigt sie seiner Mutter, die bei dem Anblick erschrocken zusammenzuckt und ihrem Sohn zuflüstert: ?Das ist Karabas giftige Blume. Nur ein einziges Gegengift gibt es: eine gelbe, schillernde Blüte aus Karabas Garten!?

Kiriku ist verzweifelt: Wie sollen die Kinder es schaffen, diese Blume zu pflücken? Karabas Garten ist von einer großen Schar Fetische bewacht! Kiriku weiß: ?Nur mit vereinten Kräften können wir es schaffen? und schlägt seinen Freunden vor, dass er sich als Fetisch verkleiden könnte. Gemeinsam basteln die Kinder aus allem, was sie besitzen und verwenden können, ein täuschend echtes Kostüm. Damit wagt sich Kiriku zu Karabas Gruft. Schnell findet er die glitzernden Blüten und sammelt sie ein. Unentdeckt bleibt er dabei nicht - eine wilde Hetzjagd beginnt, doch Kiriku kann die Fetische überlisten. Als er in sein Dorf zurückkehrt, verteilen die Kinder die Blüten an ihre Mütter ? und wie ein Wunder schlagen sie ihre Augen wieder auf und sind geheilt.

Auch diese härteste Prüfung hat Kiriku gemeistert ? gemeinsam mit seinen Freunden. Die Frauen, Männer und Kinder sind außer sich vor Freude und stimmen in ihr Lied ein:

?Kiriku, Kiriku, Kiriku, alles was er tut, macht er richtig gut. Kiriku hat die Blume verteilt und hat unsere Mütter geheilt.?

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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