Jena Paradies

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken •

Titel Deutschland: Jena Paradies
Titel USA: -
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2004

Kino USA: -
Kino Deutschland: 12. Mai 2005
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 84 Minuten, FSK o. A.



Inhalt Jeanette lebt mit ihrem zehnjährigen Sohn Louis in Jena. Zwischen Mutterpflichten und Arbeit findet sie nur wenig Freiraum, dann verliebt sie sich auch noch in den verheirateten Nachbarn Philipp.

Dem schüchternen Louis gefällt das gar nicht. Er sehnt sich nach seinen Großeltern und findet im ungeliebten Platzwart des örtlichen Fußballvereins einen väterlichen Freund. Hinzu kommen Familienfeiern, die für weiteres emotionales Chaos sorgen ...


Darsteller & Stab Darsteller: Stefanie Stappenbeck (Jeanette Bauch), Luca de Michieli (Louis Bauch), Bruno F. Apitz (Harry Schirmer), Hans-Jochen Wagner (Philipp), Gitta Schweighöfer (Ursula Bauch), Jörg Malchow (Arne), Henning Peker (Olli), Maximilian Grill (Lutz), Holger Kraft, Frank Benz, Kristine Keil

Stab:Regie: Marco Mittelstaedt • Produktion: Bernhard Koellisch, Sabine Manthey für Equinox Film; ZDF/Das kleine Fernsehspiel; Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin • Drehbuch: Karen Matting, Marco Mittelstaedt • Vorlage: - • Filmmusik: Lars Löhn • Kamera: Judith Kaufmann • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Thomas Fischer • Schnitt: Christian Nauheimer • Kostüme: Almut Stier • Maske: Ljiljana Müller • Ton: Dirk Homann • Ton(effekt)schnitt: Martin Steyer • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Stimmungsvolle Ost-Geschichte um den alltäglichen Kampf ums Glück. Auf vielschichtige Weise erzählt Marco Mittelstaedt in seinem Spielfilmdebüt von den Sehnsüchten und Problemen einer jungen Frau, die lernt, mit ihrer Situation als allein erziehende Mutter zurechtzukommen, und von Menschen, die hoffnungsvoll einen Ausbruch aus ihrem Alltag wagen.

Jan Brachmann (Berliner Zeitung): Dieser ganz fabelhafte gelungene Film geht aber über den traditionellen Plot von "Junge sucht Vater" weit hinaus. Er beschreibt durch genaue Beobachtungen die Differenzen von Lebensformen und -stilen unterschiedlicher Generationen aus dem Gebiet der DDR. Er beschreibt aber auch, wie viel Ich-Sucht in der vermeintlich "anti-autoritären" Erziehung bei den Eltern als Triebkraft wirkt, wie sehr die "Kumpelhaftigkeit" ein Ausdruck mangelnden Respekts ist, wie stark die Kinder heute auf andere Weise als früher unter dem emotionalen Selbst- verwirklichungsdruck ihrer Eltern stehen.

Cosima Lutz (Berliner Morgenpost): Jena Paradies ist kein Ost-West-Film und auch kein Sozialdrama über Alleinerziehende. Vielmehr wird dieser einstmals "gesetzlose Raum vor den Mauern der Stadt" ganz sachte zur Allegorie des Films. Alles darf darin zusammengebaut werden, ob es nun hält oder nicht. Die Schönheit dieses Films liegt darin, von einem Heilwerden zu erzählen, ohne die Anstrengungen, die es kostet, zu tilgen. Kunst und Liebe können sich das leisten.

Martin Lampe (Kreuzer Leipzig):Marco Mittelstaedt erzählt in seinem einfühlsamen Debütfilm aus dem Leben einer einfachen Frau: ihrer Arbeit auf dem Sportplatz, ihren Problemen bei der Erziehung des Sohnes und dem Ausbruch aus der kleinstädtischen Mentalität ihrer Eltern. In schön fotografierten Bildern fängt Kamerafrau Judith Kaufmann die Atmosphäre zwischen Mutter und Kind ein und lässt den Zuschauer an Jeanettes Sorgen teilhaben.

Rainer Gansera (Süddeutsche Zeitung): Marco Mittelstaedt ist Impressionist, seine Stärke liegt in der sensiblen Beschreibung von Stimmungen, und er hat mit Stefanie Stappenbeck eine Hauptdarstellerin gefunden, der die Skizzen innerer Erschütterungen so souverän gelingen, dass das Bild der liebenswert-verstörten Jeannette lang in Erinnerung bleibt.

film-dienst 10/2005: Ohne Larmoyanz äußere und innere Befindlichkeiten verknüpfendes Porträt von Menschen am Rande der (ostdeutschen) Gesellschaft. Stilsicher inszeniert und stimmungsvoll fotografiert, macht vor allem die authentische Hauptdarstellerin den Film zum Erlebnis.

Kinofenster 05/2005: Gerne sieht man Mittelstaedts durchweg sympathischen Figuren zu, denn sie versuchen wenigstens, aus ihrem Alltag auszubrechen, selbst wenn sie von der Realität doch immer wieder eingeholt werden.

TV Spielfilm: Alltag Ost: kleines, leises, toll gespieltes Mutter-Sohn-Drama.

superTV: Kleine, feine Geschichte mit erfrischend normalen Menschen.

Filmplakat
DVD-Cover
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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