Little Miss Sunshine

Produktionsnotizen

LITTLE MISS SUNSHINE ist eine Mischung aus Road Movie und Familienkomödie, die neue Wege geht. Der satirische und doch sehr menschliche Film präsentiert mit den Hoovers eine der liebenswert zerrüttetsten Familien der jüngeren Filmgeschichte. Ihr Trip zu einem vorpubertären Schönheitswettbewerb führt nicht nur zu komischem Chaos, sondern auch zu einem Todesfall, zu Veränderungen und zu einem berührenden Blick darauf, wie überraschend lohnend es sein kann, ein Loser in einer von Gewinnern besessenen Welt zu sein.


Der Film, der sich zum durchschlagenden Hit des Sundance Film Festival entwickelte und dort stürmischen Beifall erhielt, trifft einen Nerv bei all jenen, die davon beeindruckt sind, wie es ihre konfusen Familien scheinbar doch noch zu etwas brachten. Die Geschichte von LITTLE MISS SUNSHINE Fünf Jahre zog sich die Entwicklung von LITTLE MISS SUNSHINE hin ? der Film war ein Underdog, der wie die Hoovers beinahe übergangen wurde. Schließlich setzte sich das Projekt dank des leidenschaftlichen Engagements von Produzenten, Regisseuren und Stars doch noch durch. Das Projekt nahm seinen Anfang, als das Drehbuch des vielversprechenden Autoren Michael Arndt den Produzenten Marc Turtletaub, David T. Friendly und Peter Saraf von der Produktionsgesellschaft Big Beach in die Hände fiel. Das Trio war auf Anhieb von der unkonventionellen, aber erkennbar amerikanischen Familie im Kern dieser Komödie begeistert.

?Ich glaube?, sagt Friendly, ?dass ich nur ein einziges Mal zuvor auf einen Film so körperlich reagiert habe wie auf diesen. Ich habe es in meinem Bauch gespürt, dass ich diesen Film machen mußste. Man stößt selten auf einen Film, der einen wirklich zum Lachen, aber nach einer kleinen Drehung auch zum Weinen bringt.? Und Saraf ergänzt: ?Wir alle fanden es wirklich auffallend und bemerkenswert, dass jede Figur etwas hatte, mit dem man sich als Zuschauer identifizieren konnte.?

Um das Projekt schließlich in Gang zu bringen, schloss sich das Produzententrio von Big Beach mit Albert Berger und Ron Yerxa von Bona Fide Productions zusammen. Auch Berger und Yerxa waren vom Drehbuch und seiner Mischung aus beißendem Humor und bitteren Wahrheiten sehr angetan ? wie auch vom Optimismus des Skripts darüber, wie Familien überleben und ihrem eigenen Chaos zum Trotz sogar aufblühen können. ?Jede Figur in dieser Geschichte macht eine große Veränderung durch?, erklärt Yerxa. ?Selbst auf den VW-Bus trifft das zu. LITTLE MISS SUNSHINE variiert das bekannte Filmkonzept von einem Familientrip mit einer frischeren, düsteren Perspektive und mit viel größerer Ehrlichkeit, was die Interaktion zwischen den einzelnen Familienmitgliedern und ihre Gefühle zueinander betrifft.?

Auf der Suche nach einem Regisseur, dessen Ansichten mit den komischen, satirischen Aussagen des Drehbuchs korrespondieren würden, schlugen die Produzenten das Projekt schließlich dem Ehepaar Jonathan Dayton und Valerie Faris vor. Das für seine Musikvideos und Werbespots preisgekrönte Regieteam hatte schon sehr lange vergeblich nach einem Filmprojekt Ausschau gehalten, in das sie sich beide verlieben konnten. Als sie aber das Drehbuch zu LITTLE MISS SUNSHINE gelesen hatten, hatte ihre Suche ein Ende. Sofort entwickelten sie zahlreiche Ideen, wie sie die wilden Gefühlsschwankungen dieses familiären Roadtrips auf eine noch nie zuvor gezeigte Weise einfangen wollten, und beeindruckten die Produzenten damit sehr.

?Jonathan und Valerie hatten von Beginn an einen so leidenschaftlichen Ansatz für den Film?, erinnert sich Turtletaub, ?dass sie damit auf Anhieb unser Vertrauen gewannen. Und sie unterstützten uns während der gesamten Vorbereitungen für den Film.? Und Albert Berger fügt hinzu: ?Wir hatten von Anfang an ein gutes Gefühl bei den beiden, weil ihre Videos von visuellem Flair und Humanismus geprägt waren. Sie sind sehr innovativ, aber auch sehr erfahren und klug, haben eine sehr herzliche Seite. Bessere Kandidaten für dieses Projekt hätte ich mir nicht vorstellen können.?

Als Bilderstürmer bekannt, die Grenzen austesten, hatten Dayton und Faris nicht unbedingt erwartet, ausgerechnet mit einer Familienkomödie ihr Filmdebüt zu feiern. Aber sie hatten auch nicht mit der alles andere als typischen Hoover-Familie gerechnet, auf die sie dabei stoßen würden. ?Wir machten uns darüber lustig, dass die Story so eine Art intellektuelle Antwort auf NATIONAL LAMPOON?S VACATION (?Die schrillen Vier auf Achse?, 1983) sei?, erzählt Jonathan Dayton. ?Uns sind viele Projekte mit einem starken stilistischen Schwerpunkt angeboten worden, deshalb gefiel es uns, dass LITTLE MISS SUNSHINE gerade weit davon entfernt schien. Natürlich ist uns Stil wichtig, aber wir liebten einfach diese Figuren, und das war hier das Wichtigste. Wir wollten uns bei diesem Projekt darauf beziehen, was wir am meisten im Kino lieben. Dieser Film sollte eine Hymne an die Exzentrik sein.?

?Die Geschichte sprach uns sofort an?, fügt Valerie Faris hinzu. ?Wir wollten schon immer einen Film drehen, der im Ton vielschichtig ist, den sowohl starke Gefühle als auch viel Humor auszeichnen. Wir spürten, dass die Geschichte von LITTLE MISS SUNSHINE in ihren Veränderungen sehr dem Leben ähnelt, wenn sie vom Drama zur Farce, dann zur Reflexion und schließlich wieder zur Farce wechselt.?

Doch ungeachtet der gemeinschaftlichen Begeisterung für diese Geschichte stieß das Projekt immer wieder auf Widerstand, ganz besonders, weil niemand das Risiko eines Familienfilms mit so düsterem, bitterem Humor eingehen wollte. Das änderte sich erst, als Marc Turtletaub eigene Mittel beisteuerte, die die Finanzierung sicherstellten.

?Ohne die Dinge, die wir an diesem Stoff liebten ? die vulgäre Sprache und das ausgefallene, exzentrische Verhalten ? wäre es die perfekte Familienkomödie gewesen?, räumt Faris lachend ein. ?Aber wir waren an einem Film interessiert, der den Wert der Familie, nicht typische Familienwerte vermittelte.?

Das Casting von LITTLE MISS SUNSHINE Von Beginn an lag der Schlüssel zum Erfolg von LITTLE MISS SUNSHINE darin, Schauspieler zu finden, die die Hoover-Familie und ihre Beziehungsstörungen witzig und zugleich auch absolut wirklichkeitsnah vermitteln konnten. ?Wir mußsten nicht nur sechs Schauspieler finden, die außergewöhnlich begabt waren. Diese Schauspieler mußsten auch in der Lage sein, ein Ensemble zu bilden, das trotz der einzelnen starken Persönlichkeiten zu einer eng verbundenen Familie werden konnte?, erzählt Dayton. ?Wir suchten Schauspieler, die authentisch und komisch sein konnten.?

Als sich die Filmemacher mit dem Drehbuch an ihre ?Traum?-Besetzung wandten, waren die Reaktionen auf Anhieb sehr positiv. ?Wir bekamen für jede Rolle unsere Wunschkandidaten?, fügt Peter Saraf hinzu. Zuerst mußste Richard, der Patriarch der Familie, besetzt werden, der sich im ironischen Dilemma befindet, ein gescheiterter Motivationsexperte zu sein, der nicht einmal einen Klienten motivieren kann, ihn zu engagieren. Nichtsdestotrotz hat Richard für jede Situation einen übereifrig vorgetragenen, populärpsychologischen Aphorismus parat ? sehr zum Leidwesen seiner Familie.

Um diese ungewöhnliche Mischung aus oberflächlichem Optimismus und darunter verborgenen Ängsten bei dieser Figur zum Leben erwecken zu können, schien Greg Kinnear die Idealbesetzung zu sein. Der Oscar®-nominierte Darsteller hatte seine Karriere als Komiker begonnen, sich aber zu einem der vielseitigsten Schauspieltalente Hollywoods entwickelt ? mit einem Spektrum, das so unterschiedliche Rollen wie in AS GOOD AS IT GETS (?Besser geht?s nicht?, 1997), WE WERE SOLDIERS (?Wir waren Helden?, 2002) oder zuletzt MATADOR (?Mord und Margaritas?, 2005) umfasste. ?Gregs Fähigkeit, selbst die unsympathischsten Figuren irgendwie sympathisch erscheinen zu lassen, ist einzigartig?, beschreibt Saraf Kinnears Qualitäten. ?Deshalb war er einfach perfekt für Richard.?

Und David Friendly fügt hinzu: ?Ich bin schon lange mit Greg befreundet, deshalb kenne ich diese ausgelassen sarkastische Seite an ihm und wusste, dass er diese Figur besser erfassen konnte als jeder andere Schauspieler.? Kinnear war restlos begeistert vom Drehbuch. ?Ich glaube, das ging jedem bei diesem Projekt so?, erzählt er. ?Da ist also diese Familie, die sich auf eine relativ einfache Reise begibt ? und plötzlich erkennt man diese komplexe Familiendynamik, die dafür sorgt, dass sich jeder von ihnen verändert. Es ist ein sehr witziger Film mit eher düster gefärbten humoristischen Tönen, gleichzeitig aber auch irgendwie positiv und optimistisch geprägt. Unerwartete Wendungen zeichnen ihn aus, und das finde ich ziemlich erfrischend.?

Um einen Ansatz für Richard und seine ?Verweigere-dich-zu-verlieren?-Philosophie zu finden, stellte sich Kinnear die Figur als eine Art zweitklassiger Tony Robbins vor. Als einen Mann, der an das große, strahlende, ?der Sieger-bekommt-alles-Prinzip? des amerikanischen Traums glauben möchte, aber sich viel zu oft auf der Verliererseite des Lebens wiederfindet. ?Richard steckt voller törichter Philosophien?, beschreibt Kinnear lachend seine Figur. ?Er glaubt wirklich an die Idee, dass man versuchen müsse, bei allem als Sieger hervorzugehen. Als es dann aber um den Schönheitswettbewerb ?Little Miss Sunshine? geht, entsteht ein Konflikt zwischen seinen Überzeugungen und dem Glück seiner Tochter.?

Einer der aufregendsten Aspekte bei LITTLE MISS SUNSHINE war für Kinnear die Gelegenheit, mit Alan Arkin in der Rolle seines komplett gegensätzlichen Vaters zusammenarbeiten zu können. ?Alan ist sehr witzig und darüber hinaus ein fantastischer Schauspieler?, schwärmt Kinnear. ?Es war sehr interessant, die Beziehung zwischen unseren Charakteren zu erforschen. Denn Richards Vater ist ein exzentrischer, spontaner, alter Herr, der sich an Heroin versucht ? Richard selbst aber ist dieser steife, Selbstverantwortung predigende Selbsthilfe-Guru. Möglicherweise ist das seine Art, gegen seinen Vater zu rebellieren. Der Schlüssel für unsere Darstellung lag darin, die exzentrischen Eigenschaften unserer Figuren auszubalancieren und sie gleichzeitig zugänglich für den Zuschauer zu machen.?

Die normalste Figur des Films ist vielleicht Sheryl, der Fels der Familie, die nach einer Scheidung verzweifelt versucht, diese Familie intakt zu halten ? trotz deren überwältigender Eigenartigkeit.

Die Rolle ging schließlich an den australischen Star Toni Collette, die für ihre Mutterfigur in THE SIXTH SENSE (?The Sixth Sense?, 1999) eine Oscar®-Nominierung erhalten hatte und danach so unterschiedliche, hoch gelobte Rollen in THE HOURS (?The Hours?, 2002), ABOUT A BOY (?About a Boy?, 2002), JAPANESE STORY (2003) und zuletzt in der Ensemblekomödie IN HER SHOES (?In den Schuhen meiner Schwester?, 2005) spielte. Faris und Dayton wandten sich an Collette, weil sie ein großes Spektrum komödiantischer Fertigkeiten vorweisen konnte, aber auch in der Lage war, eine mit Problemen beladene amerikanische Mutter wie Sheryl ehrlich und tiefgründig darstellen zu können. ?Als Schauspielerin ist sie Weltklasse?, schwärmt David Friendly. ?Sie hat dieses bemerkenswerte Talent, etwas Besonderes bei allem einzubringen, das sie tut.?

Wie schon Kinnear wurde auch Collette von der Hoover-Familie und ihren unrühmlichen Versuchen, wirklich etwas zu erreichen, verführt. ?Ich liebe dieses Drehbuch und diese zerrüttete Familie, die zum ersten Mal lernt, wirklich miteinander auszukommen?, begeistert sich die Australierin. ?Ich habe mich völlig auf sie eingelassen. Ihre Frustrationen und Sehnsüchte erschienen mir absolut realistisch und außerdem ziemlich allgemeingültig. Beim Lesen ertappte ich mich dabei, gleichzeitig lachen und weinen zu müssen.?

Collette konnte sich auch mit dem großen Dilemma Sheryls identifizieren, die ständig versucht, den Diplomaten, Friedensstifter und die glückliche Hausfrau zu spielen, während ihre Familie auseinanderbricht. ?Familie ist das Wichtigste für Sheryl?, erzählt Collette. ?Aus diesem Grund versucht sie immer, ausgleichend zu wirken und jeden glücklich zu machen, was immer sie dafür auch investieren mußs.?

Und das ist viel im Fall von Sheryls Bruder. Der hat aufgrund einer unglücklichen Liebesgeschichte, dem gescheiterten Versuch, das McArthur-Hochbegabtenstipendium zu erhalten und dem Verlust seines selbst ernannten Status als Amerikas bedeutendster Proust-Gelehrter, erst kürzlich versucht, sich das Leben zu nehmen. Fröhlichkeit liegt nicht in Franks Natur, aber der populäre Komiker Steve Carell lässt in sein Porträt eines verzweifelten Menschen eine gewisse Respektlosigkeit einfließen.

Obwohl Carell mittlerweile zu einem der gefragtesten Komiker Hollywoods aufgestiegen ist, war er zum Zeitpunkt des Castings nahezu unbekannt. ?Steve ist ein intelligenter Performer und das war für uns ausschlaggebend?, erzählt Dayton. ?Er ist unerhört witzig, aber kann darüber hinaus auch absolut alles. Das ist wirklich erstaunlich an ihm.? Und Albert Berger ergänzt: ?Bemerkenswert ist, dass im Grunde niemand Steve wirklich kannte, als er für die Rolle besetzt wurde, dass er sich dann nicht nur zu einem großen Star entwickelte, sondern sich auch als brillante Wahl herausstellte.?

Carell ist der Ansicht, dass sich die Hoovers trotz ihrer komischen Schwächen und gescheiterten Bemühungen nicht sehr von den meisten anderen Familien unterscheiden. ?Es gibt eine unterschwellige Strömung zwischen diesen Charakteren, die von Liebe geprägt ist?, erklärt Carell, ?das hält diese Familie letztlich zusammen und verbindet sie. Meiner Ansicht nach gibt es in jeder Familie Zeiten, in denen man ein anderes Familienmitglied verachtet. Aber es bleibt eine Tatsache, dass es immer eine Blutsverbindung geben wird, dass man sich in Zeiten einer echten Krise zusammenreißen wird, so wie es die Hoovers auf ihrer Reise nach Kalifornien erleben.?

Doch selbst, als es mit dem Familientrip dramatisch bergab geht, schließt sich Frank nur sehr widerwillig den Abenteuern seiner Familie an. ?Meiner Ansicht nach hat Frank anfangs nur Mist im Kopf?, erklärt Carell lachend. ?Er ist dieser selbst ernannte Proust-Experte, der sich für einen großen Intellektuellen hält, aber wenn es um echte Beziehungen geht, versagt er völlig.?

Es war die Veränderung Franks vom ichzentrierten Depressiven hin zu einem Mann, der vorsichtig eine Verbindung zu seiner Familie herstellt, die Carell als faszinierende Herausforderung gefiel. ?Am Anfang ist er ganz unten, aber was mir an dieser Rolle gefällt, ist die Tatsache, dass man ihn sanft wieder aufrichtet. Man sieht, wie seine düsteren Facetten Schicht für Schicht abgebaut werden, als er sich seiner Familie stärker annähert. Man kann die Gefühle der einzelnen Familienmitglieder zueinander erkennen und trotzdem wird der Film niemals rührselig oder schmalzig. Immer wieder wird man zu den leichteren und komischen Aspekten zurückgeführt.?

Die Aussicht, mit so hochtalentierten Schauspielern zusammenarbeiten zu können, empfand Carell als weiteren Bonus. ?Als die Besetzung feststand, war ich ein bisschen eingeschüchtert?, erinnert sich Carell. ?Was habe ich hier nur zu suchen?, dachte ich mir immer wieder. Wie passe ich nur da hinein? Es war wirklich aufregend, diese Leute zu treffen und danach auch noch mit ihnen zu arbeiten.?

Mit am meisten gespannt war Carell darauf, Alan Arkin zu begegnen ? dem Film-, Fernseh- und Theaterveteranen, der sich wirklich mit vollem Einsatz auf die Darstellung einer der ungewöhnlichsten Großväter stürzte, die es je im Kino zu sehen gab. Einen über 70-jährigen Heroin- und Pornosüchtigen, der kein Blatt vor den Mund nimmt und trotzdem eine Quelle der Inspiration für seine unangepasste Enkelin darstellt. ?Die Besetzung dieser Rolle war wirklich ein großer Spaß?, gibt Dayton zu. ?Alan haben wir schon immer verehrt?, ergänzt Faris. ?Mit ihm zu drehen, war ungefähr so, wie mit den Beatles zu arbeiten.?

Arkin ging es wie seinen Kollegen. Auch er war von Michael Arndts herzzerreißend komischem Drehbuch magnetisch angezogen. ?Großartig fand ich, dass nicht alles darin offengelegt wurde. Es lässt Platz für den Zuschauer, seine eigenen Vorstellungen einzubringen.? In der Darstellung des allen Dingen zum Trotz immer lockeren Großvaters genoss Arkin die Freiheit, mit dieser Figur die üblichen Grenzen zu überschreiten, die für eine Figur eines bestimmten Alters bestehen. ?Es ist eine tolle Rolle, denn diesen Großvater kann nichts schrecken. Er versteckt sich nicht, hat keine Geheimnisse, zeigt sich so, wie er ist, und das mochte ich mit am liebsten an diesem Charakter?, erklärt Arkin. ?Er sagt, was er denkt und fühlt, aber seine Gefühle verändern sich auch im Minutentakt. Die ganze Familie ist sehr ungewöhnlich und erstaunlich. Doch trotz aller Probleme zwischen ihnen spürt man die Liebe, die sie zusammenschweißt.?

Nach der Besetzung der erwachsenen Rollen blieb der größte Knackpunkt, zwei Darsteller für die Hoover-Kids zu finden ? sehr komplexe Rollen für junge Darsteller, die witzig und berührend sein mußsten. Für Dwayne mußste man jemanden suchen, der aus diesem Teenager eine faszinierende Figur machen konnte, der dabei kein Wort sprechen durfte, sondern die meisten seiner Dialoge auf einen weißen Notizblock zu schreiben hatte. Fündig wurde man schließlich im aufstrebenden Star Paul Dano. Nachdem sich Dano bereits einen Ruf als außergewöhnlich vielseitiger Teendarsteller erworben hatte, mit Rollen in der HBO-Serie ?The Sopranos? (?Die Sopranos?), im kontroversen Drama L.I.E. (?L.I.E. ? Long Island Expressway?, 2001) und an der Seite von Daniel Day Lewis in THE BALLAD OF JACK AND ROSE (2005), beeindruckte Dano die Filmemacher mit seiner Fähigkeit, sich in der nuancierten Art eines Stummfilmstars darstellerisch auszudrücken.

?Paul hat großen Eindruck auf uns gemacht?, so Regisseur Dayton, ?weil seine Darstellung sich weit vom Klischee des zornigen Teenagers entfernt. ?Es gab keinen falschen Ton in seiner Performance.? Auch Dano liebte das Drehbuch, aber was wirklich den Ausschlag gab, war das Regieteam Dayton und Faris und was er über sie erfuhr. ?Als ich herausfand, dass sie einige Videos für die Smashing Pumpkins gedreht hatten, die zu meinen absoluten Lieblingsclips zählen, war klar, dass ich mit den beiden zusammenarbeiten wollte. Ich halte sie für wirklich sehr talentiert?, schwärmt der junge Schauspieler.

Was aber Dano auch bald herausfand, war, dass eine Figur, die von Nihilismus und Schweigen durchdrungen war, die größte Herausforderung seiner bisherigen Karriere werden würde. ?Tatsächlich war es viel schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte?, räumt Dano ein. ?Du mußst ständig reagieren und völlig neue Wege finden, dich auszudrücken. Du kannst nicht einfach nur dasitzen und nichts tun, das wäre sterbenslangweilig.?

Um eine Vorstellung von Dwaynes Leben in absoluter Sprachlosigkeit zu bekommen, unterzog sich Dano für einige Tage einem selbst auferlegten Schweigegelübde. ?Das war wirklich sehr, sehr hart?, gibt er zu. ?Ganz besonders im Beisein meiner Familie, weil sie mich manchmal in den Wahnsinn trieb. Aber es war auch sehr hilfreich zu sehen, welchen Frust man tatsächlich dabei fühlt.?

Obwohl Dwayne sehr ungewöhnliche Eigenarten zeigt, erkennt Dano in vieler Hinsicht in ihm auch den typischen amerikanischen Teenager, der herauszufinden versucht, wer er ist und was wirklich wichtig im Leben ist. ?Ich glaube, mit Dwayne werden sich viele auf Anhieb identifizieren können?, sagt Dano. ?Jeder von uns macht eine Phase mit, in der man seine Familie nicht ertragen kann. Trotzdem weiß man, dass es immer eine Verbindung zu ihr geben wird. Mit 15 beginnt man meiner Ansicht nach, seine Unschuld zu verlieren. Man erkennt, dass diese Menschen um einen herum irgendwie verrückt sind, und ist sich nicht sicher, ob man wirklich dazugehören und daran teilhaben will, weshalb Dwayne sich auch ein Schweigegelübde auferlegt. Aber dann, als er schließlich zusammenbricht und am verletzlichsten ist, steht seine Familie ihm bei und ich glaube, er begreift das auch.?

Schließlich galt es noch, die Figur zu besetzen, die alle Hoovers völlig unerwartet zusammenbringt ? mit ihrem unrealistischen Traum, ?Little Miss Sunshine? zu werden. Um eine Darstellerin für Olive zu finden, suchten die Filmemacher landesweit nach einer Siebenjährigen, die die Reife und das Talent besaß, Motor für viele komische Szenen des Films und trotzdem ein eigentlich völlig normales Mädchen zu sein. Für dieses Anforderungsprofil eine geeignete Kandidatin zu finden, erwies sich als zunehmend schwierig, bis man auf Abigail Breslin stieß, die als Mel Gibsons Tochter in SIGNS (?Signs ? Zeichen?, 2002) viel versprechend ins Filmgeschäft eingestiegen war.

?Wir haben Abigail zuerst auf einem Casting-Video und dann in der Tonight Show mit Jay Leno gesehen?, erinnert sich Faris. ?Besonders beeindruckte uns, dass sie das Publikum überhaupt nicht wahrnahm. Sie hatte diese wirklich intensive Konzentriertheit, die für Olive perfekt war.?

In Gesprächen mit Abigail kristallisierte es sich bald heraus, dass sie trotz ihres Alters bereits großen Einblick besaß, was die Hoovers bewegt. ?Eine solche Familie sieht man nicht oft?, erklärt die siebenjährige Jungdarstellerin. ?Es ist nicht die perfekte Familie, die man normalerweise in Filmen oder Zeitschriften sieht. Aber meiner Ansicht nach erfahren sie auf dieser Reise Dinge voneinander, die sie nie für möglich gehalten hätten. Es geht bei diesem Film darum, dass zwar nicht jede Familie perfekt sein kann, sich aber trotzdem genauso lieben kann wie eine perfekte Familie.?

Breslin trug sogar künstliche Fettpolster, um die etwas pummelige Olive darstellen zu können. Deren Babyspeck wird besonders deutlich, als die unverwüstliche und unerschütterliche Olive in Kalifornien von gertenschlanken, herausgeputzten Miniatur-Schönheitsköniginnen umzingelt wird. Breslin entwickelte auch Zuneigung, ja sogar Bewunderung für die Fähigkeit ihrer Figur, in ihrer eigenen Welt zu bleiben und bezeichnet Olive als ?wirklich tapfer. Sie sieht vielleicht nicht aus wie eine Schönheitskönigin, aber ich finde sie wirklich cool, weil sie wirklich an sich selbst glaubt.?

Breslins Gabe, diese Figur zum Leben zu erwecken, inspirierte auch ihre Kollegen. ?Alles wirkt mühelos?, schwärmt Greg Kinnear. ?Als würde sie überhaupt nicht spielen. Ihre Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit schimmert in jeder Szene durch, und etwas Besseres als das gibt es einfach nicht.?

Sobald die Schauspieler feststanden, suchten Faris und Dayton nach Wegen, ihnen bei der Entwicklung der unbeschreiblichen Zuneigung, der Konflikte, Eigenheiten und komplizierten Dynamik einer echten Familie zu helfen. Deshalb wurde viel Zeit in Proben investiert. ?Wir hatten eine Woche vor Beginn der Dreharbeiten, in der wir miteinander viel improvisieren konnten?, erinnert sich Arkin. ?Wir begannen wirklich, das Gespür dafür zu bekommen, was die Figuren gegenüber den anderen fühlten und was wir als Familie darstellten.?

Teil dieses Prozesses des Aneinanderbindens war eine ?Familienexkursion?, bei der die Darsteller einen Vorgeschmack bekamen, was auf sie zukommen würde. ?Wir fuhren alle eine Weile gemeinsam im Kleinbus, hatten Lunch zusammen und hielten dabei an unseren Rollen fest?, erinnert sich Steve Carell. ?Alan Arkin saß hinter mir und jammerte ständig ?Ooohhh, uuuhhh, ich mußs unbedingt auf die Toilette?. Hier in der Rolle zu bleiben, war nahezu unmöglich, weil man das alle fünf Minuten hörte und es uns fertig machte. Ich mußste mich schließlich umdrehen und durfte ihm dabei nicht ins Gesicht sehen, weil es einfach zu komisch war.?

?Was ist das?! Huhn?! Jeden Tag Huhn! Gütiger Himmel! Ist es möglich, dass wir nur ein einziges Mal etwas anderes zum Abendessen bekommen als dieses gottverdammte Huhn?!? (Opa Hoover) Auf dem Set von LITTLE MISS SUNSHINE mußsten sich die Schauspieler nicht nur in ihren Rollen aneinander gewöhnen, sondern auch an die eher seltene Situation, mit zwei Regisseuren zu arbeiten. ?Ganz wohl war mir dabei anfangs nicht?, gibt Alan Arkin zu. ?Ich befürchtete, dass sich die Regieanweisungen für mich verdoppeln würden. Aber die beiden waren großartig. Sie scheinen beruflich die gleiche Sprache zu sprechen. Es ist fast so, als hätte man es nur mit einer Person zu tun.?

Weil sie seit Jahren Erfahrungen beim Dreh von Werbespots und Musikvideos sammeln konnten, haben Dayton und Faris ihre Partnerschaft ständig perfektioniert. ?dass wir zu zweit sind, bedeutet für uns nur, dass wir immer genau wissen müssen, was wir wollen und umso besser präpariert sein müssen?, beschreibt Dayton das Teamwork. ?Bei unserer Arbeit kreuzen sich die Sensibilitäten von zwei Persönlichkeiten?, fügt Faris hinzu.

Aber wie übersteht eine Ehe die Intensität und den Stress des täglichen 5-Uhr-Weckens, die ein Regiedebüt mit sich bringt? ?Wir versuchten zu ignorieren, dass wir 23 Stunden am Tag zusammen waren?, bietet Dayton als Erklärung an. ?Wir respektieren einander?, kommentiert Faris, ?und weder kreativ noch in unserem persönlichen Umgang zeigen sich Abnutzungserscheinungen.? Dayton bringt vielleicht die wichtigste Empfindung ein: ?Ich kann mir nicht vorstellen, zu jemandem nach Hause zu kommen, der keine Ahnung davon hat, an was ich den ganzen Tag gearbeitet habe. Für Produzent Peter Saraf hatte das Regieteam nur einen Nachteil: ?Es war schwieriger, das Bild auf dem Kontrollmonitor zu sehen?, gesteht er lachend.

Die Dreharbeiten von LITTLE MISS SUNSHINE mußsten innerhalb von 30 intensiven Tagen abgewickelt werden ? im heißen Sommer von 2005, an Drehorten in Südkalifornien und den Wüstenregionen von Arizona. ?Es war ein beinharter Dreh?, gibt Dayton zu. ?Aber wir wollten den Realismus, den man nur on the road erreichen kann.?

Mit Beginn der Reise richteten die Filmemacher ihre Aufmerksamkeit auf den Look und die Atmosphäre des Films. Eines der Hauptziele war es, die richtige Balance zu finden zwischen dem etwas schrägen Humor und dem Realismus, den man brauchte, um die Geschichte zusammenzuhalten. ?Wir wussten, dass die Darstellungen das Wichtigste waren?, erzählt Jonathan Dayton. ?Deshalb versuchten wir, auf dem schmalen Grat zu balancieren, einerseits schöne, interessante Einstellungen zu bekommen, andererseits aber die Darstellungen davon nie überschatten zu lassen.?

Dayton und Faris arbeiteten dabei eng mit Kameramann Tim Suhrstedt zusammen, der zuvor komödiantische Welten ins Licht gesetzt hatte wie das Büromilieu von OFFICE SPACE (?Alles Routine?, 1999) und den stilisierten Fantasiekosmos von BILL AND TED?S EXCELLENT ADVENTURE (?Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit?, 1989). Ziel war es, eine verschrobene, unverbrauchte Optik zu kreieren, die die Persönlichkeiten der Hoovers in den Mittelpunkt stellte. ?Regeln gab es nicht, abgesehen davon, dass wir immer auf etwas zurückgriffen, was zur jeweiligen Situation passte?, erklärt Suhrstedt. ?Wir haben die verschiedensten Methoden angewendet, für einige Einstellungen planten wir voraus, andere klärten wir spontan am Set.?

Als Unterstützung für diese lockere Arbeitsweise entschied sich Suhrstedt anstelle von anamorphen Linsen für das Super 35mm-Format. ?Man kommt dabei mit weniger Equipment aus und bekommt eine größere Tiefenschärfe. Das passte perfekt zu unserem Drehplan.?

Suhrstedt wollte auch weg von den typischen hellen, sonnigen Tönen, die man mit Familienkomödien verbindet. ?Ich glaube nicht daran, dass Komödien so stark ausgeleuchtet werden müssen?, fährt der Kameramann fort. ?In diesem Film wollte ich natürliches Licht für die Schauspieler einsetzen und dann die richtigen Perspektiven für die Darstellungen finden.? Letzteres erwies sich als größte Herausforderung, als es darum ging, im kaputten und heruntergekommenen VW-Bus zu filmen, der für einen großen Teil der Geschichte zum engen Heim der Hoovers wird. Um interessante Perspektiven innerhalb des Autos ausmachen zu können, experimentierte Suhrstedt zunächst mit einer einfachen Videokamera und trug schließlich die Einstellungen zusammen, die zum besten Ergebnis auf der Leinwand führen würden.

Während der Dreharbeiten arbeitete Suhrstedt auch eng mit Produktionsdesignerin Kalina Ivanov zusammen. Auch sie legte den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf ein vertrautes naturalistisches Ambiente als Hintergrund für das Chaos und die Katharsis des Trips. ?Wir wollten nicht übertreiben, keinen Eindruck forcieren, sondern immer subtil und realistisch bleiben?, erklärt Ivanov. Als erste Vorbereitung dafür machte Ivanov selbst den Roadtrip von Albuquerque nach Redondo Beach. Auf einer Wand sammelte sie schließlich Fotos und Bilder von dieser Reise, die den Schauspielern und der Crew erste Eindrücke vermittelten. Im kalifornischen Burbank fand sie auch das Haus der Hoovers. ?Es entsprach genau unseren Vorstellungen?, erinnert sich Ivanov, ?aber schließlich bauten wir künstliche Wände, um alles beengter und überfüllter wirken zu lassen.?

Als Nächstes trug Ivanov vier alte VW-Busse zusammen ? das kultige Auto, das Ende der 70er Jahre beliebt bei Familientrips war. Obwohl die Innenausstattung für die Anforderungen der Produktion modifiziert wurde, war es eine einzigartige Erfahrung, in einem heißen überfüllten Mini-Bus mitten in der Wüste zu drehen. ?Es war wahrscheinlich eine der stärksten Erfahrungen eines echten Bindungsgefühls, die man als Schauspieler haben kann?, fasst Toni Collette lachend ihre Erinnerungen zusammen. Paul Dano formuliert etwas direkter: ?Es war die Hölle, unglaublich heiß und beengt.? Und die junge Abigail Breslin kommt zu folgendem Fazit: ?In einem so engen VW-Bus lernt man sich wirklich kennen, es lässt sich schwer vermeiden.?

Der Roadtrip gipfelt schließlich in den Szenen vom Schönheitswettbewerb, in denen eine Art schockierende Authentizität mit dem grundsätzlich komischen Ton des Films ausbalanciert wird. Der Schlüssel zum Gelingen dieser Szenen lag darin, echte Teilnehmerinnen aus der Welt der sehr ernsthaft, ja sogar verbissen betriebenen Kinder-Misswahlen für den Film zu besetzen. ?Wir haben große Anstrengungen unternommen?, so Valerie Faris, ?für diese Szenen echte Teilnehmerinnen und ihre Eltern zu engagieren. ?Wir haben diese Mädchen so gut wie überhaupt nicht herausgeputzt oder geführt.?

Auch Produktions-Designerin Ivanov betrieb Recherchen bei typischen Misswahlen für Kinder, um schließlich ein so realistisches Set zu bauen, das bei den Statisten starke Reaktionen auslöste. ?Das größte Kompliment für mich war, dass viele der Statisten aus den Misswahlen beim Anblick des Sets Tränen in den Augen hatten, weil die Mädchen mit so großer Begeisterung ihren Auftritten dort entgegenfieberten.?

Nach Ende der Dreharbeiten wandten sich die Regisseure einem weiteren sehr wichtigen Aspekt des Films zu: der Musik. Diese hatte angesichts der großen Erfahrungen von Faris und Dayton mit Musikvideos eine ganz besonders große Bedeutung. Das Team arrangierte eine sich gegenseitig verstärkende Partnerschaft zwischen dem renommierten Filmkomponisten Mychael Danna und der vielseitigen Band DeVotchka. Die Gruppe aus Denver mit Leadsänger und Songwriter Nick Urata inspirierte mit ihrem Sound und ihrer Musik einen Großteil von Dannas Score.

Für LITTLE MISS SUNSHINE und seinen Roadtrip durch den amerikanischen Südwesten war das exotische Quartett, dessen gewagter musikalischer Stil Folkrhythmen und Melodien aus der ganzen Welt verbindet, bereit, sich musikalisch traditioneller und amerikanischer zu orientieren. ?Wir haben uns ihre Musik angehört und waren der Ansicht, sie hätten den perfekten musikalischen Ton, die perfekte melodische Qualität für unseren Film?, sagt Valerie Faris. ?Wir suchten nach einer Musik, die den exzentrischen Figuren des Films entsprach?, kommentiert Faris die ungewöhnlichen, von der Band eingesetzten Instrumente ? wie das Sousaphone, das Theremin oder die Bouzouki. ?Es ist sehr schwierig, musikalisch den Humor zu unterstreichen, ohne die Musik selbst humorvoll wirken zu lassen. Aber in unserem Fall gelang das gut.?

Um den Sound von DeVotchka bestmöglich zur Geltung bringen zu können, baten Faris und Dayton nicht nur die Band, Songs für den Film zu schreiben, sondern auch Mychael Danna, in seinem Begleitscore die einzigartige Instrumentierung der Band widerzuspiegeln. ?Mychael schrieb wunderbare Melodien?, schwärmt Dayton. ?Er hat kreativ wirklich genau das geliefert, wonach wir gesucht hatten.?

Zwei weitere Songs für den Soundtrack zu LITTLE MISS SUNSHINE trug der junge amerikanische Sänger und Songwriter Sufjan Stevens bei, der in der heutigen Musikszene als eine der vitalsten neuen Stimmen gefeiert wird. ?Chicago?, seine musikalische Ode an Roadtrips, und der emotionale Song ?No Man?s Land? bringen das einzigartig moderne Gefühl für üppige Melodien und berührende Texte, das den Independentkünstler auszeichnet, in den Film ein.

Von der Kameraarbeit bis zu den Sets, von der Musik bis zu den komplexen Darstellungen, lag bei der gesamten Produktion das Hauptaugenmerk immer darauf, die Hoovers mit ihrer ganzen Absurdität, ihren Ängsten und ihren Gefühlen einzufangen. ?Auf was die Menschen bei den Hoovers so stark reagieren, ist meiner Ansicht nach die Tatsache, dass sie so angespannt und peinlich, trotzdem aber auch so lebensnah sind?, fasst Steve Carell seine Eindrücke zusammen. Familien sind und verhalten sich genau so. Es geht nicht immer nur um süße Hündchen und Eiskrem. Es kann hässliche, traurige und komische Momente geben. Das genau ist wirklich das Leben."

Szenenfoto
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