Congo River

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken •

Titel Deutschland: Congo River
Titel USA: Congo River, au-delà des ténèbres
Genre: Dokumentarfilm
Farbe, Belgien, Frankreich, 2005

Kino Frankreich: 5. April 2006
Kino Deutschland: 14. Dezember 2006
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 116 Minuten, FSK -



Inhalt Rostige eiserne Flussbarkassen sind die Haupttransportmittel auf dem Kongo, wie schwimmende Dörfer beladen mit alten und jungen Menschen, Zelten und Feuerstellen, Ziegen, Leguanen und geschlachteten Affen. Schlichtweg das einzig verbliebene Transportmittel in einem Land, dessen Verkehrssystem ebenso zusammengebrochen ist wie andere staatliche Einrichtungen. Wasserfälle, Stromschnellen und das Profitstreben der Reedereien machen die Reise zum Glücksspiel. Und der Krieg um Rohstoffe, der den Kongo vor allem im Osten immer noch im Griff hat.

Auf dieser 1.734 Kilometer langen Schiffsreise durchlebt man die ganze Vielfalt der Flusslandschaft: von der Tsetse-Fliege bis zu den Gewitterausbrüchen, von den patriotischen Gesängen der Soldaten in ihren Einbäumen über die Mai-Mai-Krieger bis zum nicht fertig gebauten Schloss des Ex-Diktators Mobutu, dessen sich der Wald bemächtigt.

Die Mythologie des Flusses wird ebenso enthüllt, wie die legendären Gestalten, die im Herzen Afrikas Geschichte geschrieben haben sollen: Forscher wie David Livingstone und Sir Henry Morton Stanley, Könige der Kolonialzeit sowie die afrikanischen Führer Lumumba, Mobuto und Kabila. Die unterschiedlichen Passagen erklären einander gegenseitig und fügen sich, verbunden durch den Fluss, zum Gesamtbild eines Landes, das auf der Kippe steht ? aber aufrecht.

Ganz allmählich entsteht ein Bild des Kongo, bei dem die Schiffbrüche eine Ahnung vom Ausmaß der menschlichen Tragödien vermitteln, die sich dort abspielen. Doch wenn die Reisenden die Stromschnellen über Land umgehen und dort auf Männer treffen, die im Schweiße ihres Angesichts und ohne Bezahlung eine 125 Kilometer lange Eisenbahnstrecke ausbessern, vermittelt sich auch ein Zeichen von Hoffnung und ein Gefühl für die Kraft eines Volkes, das seine Zukunft wieder in die eigenen Hände nimmt.


Darsteller & Stab Darsteller: Olivier Cheysson (Erzähler), Thierry Michel (Erzähler), Lye Mudaba Yoka (Erzähler)

Stab:Regie: Thierry Michel • Produktion: Christine Pireaux, Serge Lalou • Drehbuch: Thierry Michel, Thomas Cheysson • Vorlage: - • Filmmusik: Lokua Kanza • Kamera: Michel Téchy • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Marie Quinton • Kostüme: - • Maske: - • Ton: Lieven Callens • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Eine faszinierende filmische Reise von der Mündung bis zur Quelle des Kongo, die auch ein Zeichen von Hoffnung und ein Gefühl für die Kraft eines Volkes vermittelt, das seine Zukunft wieder in die eigenen Hände nehmen möchte.

film-dienst 25/2006: Die Flussfahrt wird zur Metapher für eine Reise in die (koloniale) Vergangenheit des Landes, in der sich wiederum die Gegenwart spiegelt. Der facettenreiche Film vermittelt eine Vielzahl widersprüchlicher Eindrücke, wobei er trotz der bedrückenden politischen Gegenwart an die Hoffnung und den Glauben an die Zukunft appelliert.

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Kairos © 1994 - 2010 Dirk Jasper